Der Meeres­spiegel steigt, aber nicht wegen des Klima­wandels

Allgemein wird davon ausgegangen, dass der Meeresspiegel hauptsächlich durch die thermische Ausdehnung des Meerwassers steigt. Aber mittels einer Untersuchung über ein sehr kurzes Zeitintervall ist es möglich, die meisten Komplikationen zu umgehen, wie etwa „isostatische Adjustierung“ der Küstenlinie (wenn Grundwasser und Mineralien extrahiert werden).

Ich ziehe gewöhnlich den Meeresspiegel-Trend von 1915 bis 1945 heran, als eine authentische und unabhängig bestätigte Erwärmung von etwa 0,5°C stattgefunden hat. Ich betone im Besonderen, dass der Meeresspiegel-Anstieg nicht von der Erwärmung beeinflusst wird. Vielmehr setzt er sich mit der gleichen Rate fort, etwa 1,8 mm pro Jahr, wie aus einer Übersicht von Andrew S. Trupin und John Wahr aus dem Jahr 1990 hervorgeht. Daher schlussfolgere ich – im Gegensatz zur allgemeinen Ansicht – dass die Temperatur des Meerwassers keine direkte Auswirkung auf den Anstieg des Meeresspiegels hat. Das bedeutet, dass dies auch für den Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre gilt.

Diese Schlussfolgerung muss man unterstreichen: Sie zeigt, dass der Meeresspiegel-Anstieg nicht vom Verbrauch fossiler Treibstoffe abhängig ist. Dieser Beweis sollte die Angst vermindern, dass zusätzliches CO2 das Meer immer schneller steigen lässt.

Aber es gibt auch verlässliche Daten, aus denen hervorgeht, dass der Meeresspiegel mit zunehmender Rate steigt. Der Trend wurde gemessen durch ein Netzwerk von Tidenmesspunkten, von denen viele schon Daten seit über einem Jahrhundert sammeln.

Die Ursache dieses Trends ist ein Puzzle. Die Physik verlangt, dass sich Wasser bei zunehmender Erwärmung ausdehnt. Aber um die Rate des Anstiegs konstant zu halten, wie es beobachtet wird, muss die Ausdehnung des Meerwassers durch irgendetwas anderes kompensiert werden. Was könnte das sein? Ich folgere, dass es die Akkumulation von Eis sein muss mittels Verdunstung von Meerwasser und der nachfolgenden Bildung von Niederschlag als Schnee. Es ist belegt, dass die Eis-Akkumulation auf dem antarktischen Kontinent den sterischen Effekt seit mindestens mehreren Jahrhunderten kompensiert hat.

Es ist schwierig zu erklären, warum die Verdunstung von Meerwasser die Ausdehnung zu etwa 100% kompensiert. Mein Analyseverfahren berücksichtigt zwei miteinander in Relation stehende physikalischen Phänomene: thermische Ausdehnung von Wasser und Verdunstung von Wassermolekülen. Aber falls die Verdunstung die thermische Ausdehnung wirklich kompensiert, ist das Resultat natürlich nahe Null. Was ist dann der wirkliche Grund für den Anstieg des Meeresspiegels um 1 bis 2 mm pro Jahr?

Das Schmelzen von Gletschern und Eisschilden fügt dem Ozean Wasser hinzu und lässt den Meeresspiegel steigen (das gilt natürlich nicht für auf dem Meer schwimmende Eisfelder). Nach dem raschen Abschmelzen der nördlichen Eisschilde kann das langsame Schmelzen antarktischen Eises an der Peripherie des Kontinents der Hauptgrund für den gegenwärtigen Anstieg sein.

All dies ist so, weil es derzeit viel wärmer ist als vor 12.000 Jahren am Ende der jüngsten Vereisung. Aber es steht nur wenig Wärme zur Verfügung für die Unterstützung des Abschmelzens.

Wir erleben derzeit, dass das Ross-Schelfeis des westantarktischen Eisschildes schmilzt. Geologen haben das langsame Verschwinden des Eisschildes verfolgt, und der Glaziologe Robert Bindschadler prophezeit, dass das Schelfeis innerhalb der nächsten 7000 Jahre verschwinden wird mit dem daraus folgenden weiteren Anstieg des Meeresspiegels.

Natürlich kann innerhalb von 7000 Jahren sehr viel passieren. Das Einsetzen einer neuen Vereisung kann den Anstieg zum Halten bringen. Er könnte sogar um ca. 120 m sinken auf das Niveau des letzten Maximums der Vereisung vor 18.000 Jahren.

Gegenwärtig deutet nichts darauf hin, dass der Anstieg des Meeresspiegels von der Wassertemperatur der Ozeane abhängig ist, und mit Sicherheit nicht von CO2. In absehbarer Zukunft dürfte der Meeresspiegel weiter mit etwa der jetzigen Rate steigen. Bis zum Jahr 2100 können es weitere ca. 15 cm Anstieg sein – ein müder Abklatsch der alarmierenden Zahlen von Al Gore.

Es gibt nichts, was wir in der Zwischenzeit gegen den Anstieg des Meeresspiegels tun können. Am Besten bauen wir Deiche und Schutzdämme ein wenig höher.

———————————————

Mr. Singer is a professor emeritus of environmental science at the University of Virginia. He founded the Science and Environmental Policy Project and the Nongovernmental International Panel on Climate Change.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/05/16/singer-the-sea-is-rising-but-not-because-of-climate-change/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Wegen des Klima­wandels finden wir keinen Kontakt zu Außerir­dischen

Darf es vom Klimagruseln noch etwas mehr sein?

Auf MSN wurde ein Artikel publiziert, der die Klimaapokalypsen von Herrn Schellnhuber (PIK) als schlichte Untertreibungen darstellt*. Nicht nur die Küstenstädte versinken in 70 m hohen Fluten, oder die heißen Gegenden führen zur „Selbstverbrennung“, nein, der Klimawandel könnte die gesamte Menschheit auslöschen:
Bussinesinsider: [1] Ein unkontrollierter Klimawandel könnte irgendwann zur weitläufigen Zerstörung der Erde führen
Steigende Meeresspiegel würden höchstwahrscheinlich Küstenstädte wie Miami überfluten, die glühende Hitze würde zu einem Anstieg der Sterberate führen und saure Ozeane würden das Überleben von Fischen und Korallen unmöglich machen, sodass nur noch zähe Massen wie Quallen übrig bleiben.
Diese schweren Folgen könnten dazu führen, dass die Menschheit nicht mehr weiter fortschreiten kann. Im schlimmsten Fall könnte der Klimawandel uns sogar ganz auslöschen …

Diese Kenntnis entstammt der Forschung um das „Fermi-Paradoxon“

Bussinesinsider: [1] … Das mag zwar unwahrscheinlich klingen, ist jedoch die Antwort einiger Wissenschaftler auf die Frage: Warum haben wir noch kein außerirdisches Leben entdeckt?
Dabei geht es um die Fragestellung, warum wir bisher noch nicht mit Außerirdischen in Kontakt gekommen sind. Nach den Vorstellungen „berühmter Forscher“ müsste dies längst geschehen sein. Und so stellt sich nicht die Frage, wann wir mit ihnen in Kontakt kommen werden, sondern, warum es nicht schon längst geschehen ist.
Ein Teil davon wird in der Wissenschaft als Komplex einer statistischen Betrachtung unter dem Begriff „Fermi-Paradoxon“ behandelt.
WIKIPEDIA Fermi – Paradoxon
Kern des Fermi-Paradoxons ist folgende Überlegung:
Aufgrund des
Alters des Universums und seiner hohen Anzahl an Sternen sollte Leben auch außerhalb der Erde verbreitet sein, vorausgesetzt, die Entstehung von Leben auf der Erde wäre kein ungewöhnlicher Vorgang (Rare-Earth-Hypothese).
Ausgehend von der Annahme, dass die Erde keine absolute Ausnahme unter den Planeten und unser Sonnensystem nicht einzigartig ist (in dem Sinne, dass es intelligente Lebewesen enthält), steht die (bisher nicht bezifferbare) Möglichkeit im Raum, dass weitere technische Zivilisationen in unserer Galaxie existieren. Die
Galaxis ist ungefähr 100.000 Lichtjahre breit. Ein Unterlichtantrieb, wie der des Projekt Icarus, mit einer Geschwindigkeit Faktor 0,01 bis 0,1 der Lichtgeschwindigkeit, würde (geradeaus und ohne Zwischenstopps) etwa 1 bis 10 Millionen Jahre für diese Strecke benötigen. Die Galaxis ist etwa 10 Milliarden Jahre alt. Eine Durchquerung wäre in der Dauer ihrer Existenz mehrfach möglich gewesen.
Wenn in der
Milchstraße auch nur eine einzige Zivilisation existiert, die zu interstellarer Kolonisation fähig ist, dann könnte die gesamte Galaxis innerhalb weniger Millionen Jahre vollständig kolonisiert sein. Die Milchstraße ist nun weitaus älter als die notwendigen 20 bis 40 Millionen Jahre; folglich sollten außerirdische Zivilisationen überall in unserer galaktischen Nachbarschaft existieren. Bisher konnte jedoch kein Hinweis auf extraterrestrische Zivilisationen gefunden werden.
Das Paradoxon kann folgendermaßen zusammengefasst werden:
„Der weit verbreitete Glaube, es gebe in unserem Universum viele technisch fortschrittliche Zivilisationen, in Kombination mit unseren Beobachtungen, die das Gegenteil nahelegen, ist paradox und deutet darauf hin, dass entweder unser Verständnis oder unsere Beobachtungen fehlerhaft oder unvollständig sind.“
Kurzgefasst: Wenn es sie gibt, warum sind sie nicht hier?

Philosophen versuchen, einer Problemlösung näher zu kommen

Nach diesem Paradoxon gilt es aufgrund statistischer Überlegungen als gesichert, dass es überall im All Außerirdische gibt. Es reicht deshalb, sich auf das Problem des „nicht-Erscheinens“ zu konzentrieren. Da bei dieser Fragestellung technisch orientierte Betrachtungen (wie zum Beispiel die doch recht großen Entfernungen im All) wohl versagen, ist das Problem von den technisch orientierten Fakultäten weg und bei den Philosophen gelandet.
Bussinesinsider: [1] … Eine Hypothese lautet, dass intelligente Lebensformen in eine Art „großen Filter“ geraten, bevor sie ihren Heimatplaneten verlassen und die nahestehenden Planeten erreichen können.
Wie der Philosoph Nick Bostrom erklärt, deutet diese Idee darauf hin, dass es mehrere „evolutionäre Wandel und Schritte“ gibt, die Lebensformen auf erdähnlichen Planeten durchlaufen müssen, bevor sie mit Zivilisationen in anderen Sternensystemen kommunizieren können. Aber eine einzige Hürde könnte es für eine intelligente Spezies, wie unsere es ist, unmöglich machen, all diese Schritte zu durchlaufen. Das könnte erklären, warum wir bisher noch keine andere Lebensform gesehen haben.

Schritt für Schritt wurde das Problem analysiert

Die philosophischen Überlegungen führten zu der (Er-)Kenntnis, dass diese Hürde, welche eine Ausbreitung der Außerirdischen im Universum verhindert, ein „universelles Filter“ sein muss, über welches kein „intelligentes Leben“ springen kann. Und dieses „Filter“ vernichtete bisher im gesamten Universum alle Spezies, bevor sie in der Lage waren, interstellare Raumfahrt, oder zumindest Kommunikation untereinander zu betreiben.
Bussinesinsider: [1] … Bostrom schreibt: … „Man beginnt mit Millarden von potenziellen Keimstellen für Leben und man landet am Ende bei einer Summe von Null außerirdischen Zivilisationen, deren Existenz wir beobachten können. Der große Filter muss also stark genug sein, dass man sogar mit Milliarden von Möglichkeiten nichts erreicht: keine Aliens, keine Raumschiffe, keine Signale — zumindest keine, die wir wahrnehmen können.“
Es widerspricht dem, was die Institution, welche bisher darüber die Forschungshoheit hatte, die letzten zweitausend Jahre darüber ermitteln konnte. Doch moderner geschulte Philosophen ohne theologischen Ballast, kommen eben zu neuen Erkenntnissen, vor allem, wenn sie anstelle von Ballast-Wissen ganz moderne Erkenntnisse einer anderen Kirche einbinden.

Und schon gelang es, die Erklärung zu finden: Es ist der Klimawandel

Wenn es den „Klimawandel“ noch nicht gäbe, er müsste zwingend erfunden werden. Denn wie die Elektrotechnik und dann die Atomphysik, die bis dahin ausschließlich Mechanik-basierende Technikwissenschaften um neue Dimensionen erweiterte und bis dahin unerklärbare Phänomene erklären konnte, lässt sich erst dank dem Klimawandel auch der große, verbliebene Rest an Unwissen wissenschaftlich fundiert bearbeiten.
Bestätigt wird es alleine schon durch die Ergebnisse: Seitdem gelingt es, für fast jedes der restlichen Probleme dieser Welt, verblüffend einfache, korrelativ- statistische (Er-)Lösungen dank dreier Lösungsbuchstaben zu finden. Und nicht nur das, auch die Zukunft fast aller Probleme lässt sich damit simulieren. Ein Analogon, wie es eigentlich nur noch vom „wissenschaftlichen Sozialismus“ bekannt ist, dem zu den Zeiten, als sich noch viele Staaten damit beschäftigten, ebenfalls praktisch alles gelang.
Bussinesinsider: [1] …Der große Filter der Menschheit
In unserem Fall könnte der Klimawandel, ausgelöst durch den Fortschritt unserer Zivilisation, genau dieser Filter sein. In einem Artikel für das „New York Magazine“ spricht David Wallace-Wells über diese Möglichkeit:
„In einem Universum, das mehrere Milliarden Jahre alt ist, mit Sternensystemen, die durch Zeit und Raum getrennt sind, könnten Zivilisationen entstehen, sich weiterentwickeln und sich dann so schnell selbst vernichten, dass sie einander niemals finden.
„Peter Ward, einer der Paläontologen, der entdeckt hat, dass Treibhausgase für das Massensterben auf diesem Planeten verantwortlich sind, nennt dies den „Großen Filter“: ‚Zivilisationen wachsen an, doch es gibt einen Umwelt-Filter, der dazu führt, dass sie wieder sterben und so ziemlich schnell verschwinden‘, erklärte er mir. ‚Wenn wir uns die Erde anschauen, ist zu erkennen, dass dieses Massenaussterben unser Filter ist.‘ …

Wenn wir nicht CO2 reduzieren, werden wir nie Außerirdische finden

Bussinesinsider: [1] … „Das Massenaussterben, das wir erleben, ist erst der Anfang; es wird so viel mehr Tod geben.“
Forscher diskutieren momentan die Frage, ob wir uns im sechsten großen Massensterben der Erde befinden oder noch auf dem Weg dorthin sind. So oder so ist die Lage fatal — die Risiken, die im schlimmsten Fall durch den Klimawandel entstehen, sind echt.
Wenn diese Risiken so schwerwiegend werden, dass die als „großer Filter“ der Menschheit dienen, könnte es zu spät für uns sein, mit anderen Lebensformen in unserem Universum zu kommunizieren.

Aber ziemlich sicher kein wirkliches Problem unseres Planten lösen

Das ist aber nur die unmaßgebliche, rein persönliche Meinung des Autors. Damit solche Interpretationsfehler nicht in größerem Umfang unter die Untertanen „gelangen“, haben die Deutungshoheit darüber wirklich große Denker, wie Journalisten, das ZDF, Politiker und internationale (am Klimawandel partizipierende) Gremien und NGOs übernommen.
Wer aktuelle Extreme des CO2-Glaubens erfahren will, lese den zitierten Artikel eines Herrn David Wallace-Wells (Journalist) im „New York Magazine“: The Uninhabitable Earth
Famine, economic collapse, a sun that cooks us: What climate change could wreak — sooner than you think.
Diesen Artikel gibt es auch übersetzt: Der Planet schlägt zurück
Apokalypse Hunger, Stürme, Kriege und eine Sonne, die uns kocht: Wie der Klimawandel die Welt verändern wird
David Wallace-Wells | Ausgabe 29/2017 91
Dieser war selbst für die bezahlpflichtige, GRÜNE Parteizeitung SZ etwas starker Tobak: SZ 20. Juli 2017: [5] Erderwärmung Helfen Weltuntergangs-Szenarien dem Klimaschutz?
„Das Ökosystem der Erde wird brodeln“, heißt es im Artikel. Die Erde könne sich um sechs, acht oder gar zwölf Grad Celsius erwärmen; Naturkatastrophen würden alltäglich. Die Ozeane vergifteten sich selbst. Viele Regionen würden unbewohnbar, weil es die Menschen draußen wegen Hitze und Feuchtigkeit nicht mehr aushalten, geschweige denn arbeiten können. Die Produktion von Lebensmitteln bräche ein, die Weltwirtschaft könne auf die Hälfte schrumpfen, permanente Kriege stürzten die Völker weiter ins Elend.
Wallace-Wells stützt sich dabei auf seriöse Forscher …
Wobei nur die Frage bleibt, was für die SZ seriöse Forscher sind.
Doch hat sich diese Frage zwischenzeitlich dank dem ZDF geklärt: „Seriös“ ist bedenkenlos alles, was den CO2-Glauben vorbehaltlos, kritiklos und möglichst mit viel Übertreibung unterstützt.
Für die Sendung „Die Anstalt“ vom 27. Februar 2018 über den Klimawandel wurde dieser Artikel „The Uninhabitable Earth“, als einer der Belege zitiert:
[4] DER FAKTENCHECK. Worst Case Scenario
David Wallace Wells im New York Magazine Die unbewohnbare Erde – Hungersnot, Wirtschaftskollaps und eine Sonne die uns kocht

Ruhig einmal in diesem ZDF-„Faktencheck“ die weiteren Belegstellen ansehen. Es finden sich fast ausschließlich klimaalarmistische, und davon hemmungslos solche der wirklich „schlimmsten Sorte“. Nicht eine dazu kritische, oder wenigstens neutrale Fundstelle ist zu finden. Ein deutlicher Hinweis, dass auch „Die Anstalt“ teils zum Propagandainstrument verkommen ist:
Kleiner Auszug: [4] DER FAKTENCHECK.
1. HINTERGRUNDLITERATUR
Literatur Klimawandel
Amitav Ghosh, Die große Verblendung – Der Klimawandel als das Undenkbare, München 2017
Hans Joachim Schellnhuber, Die Selbstverbrennung – Die fatale Dreiecksbeziehung zwischen Klima Mensch und Kohlenstoff, München 2015
Kohlendioxid und Klimawandel
Ewald Weber, Welt am Abgrund – Wie CO2 unser Leben verändert, Darmstadt 2018
Stefan Rahmstorf, Hans Joachim Schellnhuber, Der Klimawandel – Diagnose, Prognose, Therapie 7. Aufl. München 2012
Mojib Latif, Globale Erwärmung, Stuttgart 2012
Anthropozän und Klimawandel
Harald Lesch, Klaus Kamphausen, Die Menschheit schafft sich ab – Die Erde im Griff des Anthropozän, 2. Aufl. München 2017
Worst Case Scenario
David Wallace Wells im New York Magazine Die unbewohnbare Erde – Hungersnot, Wirtschaftskollaps und eine Sonne die uns kocht

*Nachtrag
Herr Schellnhuber konnte es natürlich nicht auf sich sitzen lassen, von anderen als „Meister der Klimaapokalypse“ überholt zu werden. Nachdem Herr Schellnhuber zum Herbst in Pension geht, arbeiten er und die SZ schon an der Vorbereitung zu seinem Nachruf, der für eine solch berüchtigte berühmte Person der Zeitgeschichte natürlich etwas spektakulärer als üblich ausfallen soll:
SZ 14. Mai 2018: [6] Der Klimawandel ist wie der Einschlag eines Asteroiden
Dabei ist nur noch offen, ob die Welt bereits vor, oder erst nach seiner Emeritierung untergeht. Da Herr Schellnhuber seine Pension und vielen, verbliebenen Ehrenämter sicher noch genießen will, kann man Hoffnung hegen, der Einschlag wird etwas später erfolgen.
Quellen
[1] Bussines Insider Deutschland 10.05.2018: Forscher warnen vor Ereignis, das uns auf die grausamste Art auslöschen könnte Ein unkontrollierter Klimawandel könnte irgendwann zur weitläufigen Zerstörung der Erde führen
[2] New York Magazin, David Wallace-Wells: The Uninhabitable Earth
[3] SZ: 20. Juli 2017, 19:29 Uhr: Erderwärmung Helfen Weltuntergangs-Szenarien dem Klimaschutz?
[4] ZDF Faktenpapier zur Sendung „Die Anstalt“ vom 27. Februar 2018: DIE ANSTALT – DER FAKTENCHECK. Die Hintergründe zur Sendung vom 27. Februar 2018
[5] SZ 20. Juli 2017: Erderwärmung Helfen Weltuntergangs-Szenarien dem Klimaschutz?
[6] SZ 14. Mai 2018: Der Klimawandel ist wie der Einschlag eines Asteroiden




Weltrekord in Gaildorf

EEG-Subventionierung, die Geschichte schreibt

Nun ist der „Windpark“ in schönster Höhenlage fertiggestellt und in Betrieb gegangen. Wie üblich wurde dazu auch ein Werbevideo gedreht, um von der bewegenden Großtat der Gemeinde Gaildorf zur Rettung der Welt vor jährlich 14.000 t CO2 zu berichten [3].

Bild 1 Eingebettetes YouTube-Video. Link: Größtes Windrad der Welt mit Wasserbatterie



Bild 2 Verschönerung waldreicher Höhenrücken durch naturnahe Windparkanlage [2]Zur Erinnerung:
EIKE 02.09.2016: [1] Weltweit einzigartiger Stromspeicher im Pilotversuch: Der Naturstromspeicher – die von Berlin geförderte EEG-Naturvernichtung
Diese Anlagen mit integriertem Wasserspeicher, der im Kern ein Miniatur-Pumpspeicherkraftwerk mit Miniaturnutzen ist, im EEG-Neusprech „Wasserbatterie“ genannt, haben ein Fassungsvermögen von 40.000 m³ Wasser pro Turm. Mit den 150 m Höhenunterschied zwischen Anlagen und Turbine ergibt dies grob eine Speicherkapazität von 12,500 kWh/Windrad, was bei zufällig vollem Tank ca. 3,7 Stunden Speicherzeit entspricht. Da man die Pufferung jedoch immer beidseitig benötigt, sind es somit realistisch weniger als zwei Stunden Speichervermögen.
Subventioniert wurde diese epochale Erfindung vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als Musterprojekt mit Mitteln in Höhe von 7.150.000 € aus dem Umweltinnovationsprogramm.
Wegen der zur Rentabilität erforderlichen Mindest-Fallhöhe von 150 m und dem zusätzlich erforderlichen Speichersee am Generator-Wasserauslass ist eine Verwendung an den meisten Windradstandorten ausgeschlossen.
Trotzdem ist es natürlich ein Vorzeigeprojekt innovativer EEG-Ingenieurskunst, welches es ohne umfangreiche EEG-Subventionierung nie gegeben hätte und erneut die Innovationskraft des EEG beweist.
Wie bei Leuchtturmprojekten üblich, zeigte eine Politikerin ihre (In-)Kompetenz über Erfordernisse zum Gelingen einer Energiewende und erklärte das fast nirgens mehr sonst einsetzbare System als wichtigen Beitrag:
[1] Annette Sawade, SPD, Vorsitzende des Unterausschusses Kommunales, Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur, Mitglied im Petitionsausschuss
„Mit der Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ist ein ganz wichtiger Meilenstein für die Umsetzung dieses innovativen Projektes erreicht. Ich bin überzeugt und hoffe sehr, dass der Gaildorfer Naturstromspeicher seinen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten kann.“
Der Bürgermeister tat es ihr gleich, dachte dabei aber eher an den Stadtsäckel der Gemeinde, der durch die Steuereinnahmen bestimmt auch wirklich davon profitiert:
Frank Zimmermann, Bürgermeister von Gaildorf
„Ich bin überzeugt: das Projekt „Naturstromspeicher“ ist gut für Gaildorf. Wir sind mit innovativer Technik jetzt ganz vorne bei der Energiewende mit dabei.“
Ein bisschen Geld hat es ja gekostet und etwas Wald fehlt in der Gegend nun auch. An die Optik der Windradburgen auf ihrer Anhöhe werden sich die Anwohner gewöhnen, es steht ja noch genügend sonstiger Wald um sie herum.
Und solche „Leuchttürme der Energiewende leisten auch einen Rettungsbeitrag zum Weltklima, der immer wieder hervorgehoben werden muss:
[3] … was mehr als 14.000 t CO2 jährlich einspart …(Anmerkung: Diese Menge gilt für alle vier Windräder gemeinsam)
Damit wird es wohl für jeden verständlich, warum der Wald weg und solche Monsteranlagen dort hin müssen. Während ein Hektar Wald jährlich lediglich 13 t CO2 filtert, macht ein Windrad 250 Mal mehr klimaschädliches CO2 „kaputt“. Da kann die Entscheidung nur lauten: CO2-unrationeller Wald weg, wirklich CO2-„vernichtende“ Windparks hin.

Handelt der BUND Bayern nun gut oder schlecht?

In Bayern gibt es dagegen noch etwas Opposition „unmündiger“ Bürger, wie jüngst berichtet wurde:
Denn genau das unterstütze Herr Weiger als BUND Bayern-Vorsitzender und vorbehaltlos CO2-Klimagift-und Klimakipppunkt-Gläubiger (konnte der Autor in einer Talkshow von ihm selbst hören). Was ihm zum Abschluss Undank in Form von Bürgerprotest einbrachte.
Vernunftkraft: Kein Dank an der Altmühl
Das oberbayerische Städtchen Eichstätt wurde am 28. April 2018 zum Schauplatz einer Begegnung zwischen Naturschützern und Energiewende-Enthusiasten: Bei der Delegiertenkonferenz des BUND wurde der Vorsitzender dessen bayerischer Filiale, Prof. Hubert Weiger, aus seinem Amt verabschiedet. Ca. 120 vernunftkräftige Mitbürger nahmen dies zum Anlass, um auf die Versäumnisse des Verbands aufmerksam zu machen und dessen ideologischem Irrungen mit einem Plädoyer für die Wahrung der Würde von Mensch, Natur und Landschaft zu begegnen.

Bild 3 Offener Brief von VERNUNFTKRAFT an Herrn Weiger (Auszug). Vollständig lesbar bei [4]

Quellen
[1] EIKE 02.09.2016: Weltweit einzigartiger Stromspeicher im Pilotversuch: Der Naturstromspeicher – die von Berlin geförderte EEG-Naturvernichtung
[2] YouTube-Video. Link: Größtes Windrad der Welt mit Wasserbatterie
[3] YouTube-Video. Link: Höchste Windkraftanlage der Welt in Baden-Württemberg in Betrieb genommen
[4] Vernunftkraft: Kein Dank an der Altmühl




Das Unwissen der Öffent­lichkeit bzgl. Wissen­schaft und Klima muss geändert werden, aber wie? Hier einige Gedanken dazu

Nun kann man argumentieren, wie ich es in der Vergangenheit getan habe, dass dies für die breite Masse keine Rolle spielt, solange die Sonne jeden Tag auf- und untergeht. Allerdings wird das Verständnis dieser grundlegenden wissenschaftlichen Information entscheidend in der Debatte um die globale Erwärmung, weil die Relation Sonne ↔ Erde sowie deren Änderungen zentral für den Milankowitch-Effekt stehen sowie deren Auswirkungen auf Klimawandel. Traurigerweise geht das Problem des fehlenden Verständnisses und Wissens viel tiefer, wie all jene nur zu gut wissen, die sich nach Kräften bemühen, die falsche oder begrenzte Wissenschaft von AGW ans Tageslicht zu bringen. Skeptiker der vom IPCC aufgestellten AGW-Behauptungen sind sich der unnötigen Energie- und Umweltpolitik bewusst, welche der Allgemeinheit zu Billionenkosten aufgedrückt wird.

Kopernikus schrieb seine Gedanken handschriftlich in einem Buch anno 1514 an vertrauenswürdige Freunde, verbot jedoch die Veröffentlichung bis zwei Monate vor seinem Tod anno 1543. Als Kanoniker der katholischen Kirche kannte er deren Gesetze sowie die Gefahren, diese auch nur zu hinterfragen. Der einzige große Unterschied zwischen damals und heute liegt in der Bestrafung derartigen Hinterfragens. Wie weit sind wir während der dazwischen liegenden 475 Jahre gekommen? Allgemein gesagt, wissenschaftlich war es ein langer Weg, aber hinsichtlich sozialer Belange war es ein sehr kurzer Weg.

Die Wissenschaft machte Fortschritte, weil sie trotz nahezu unablässiger Drangsalierung seitens vieler gesellschaftlicher Gruppen von einigen Wenigen mit den entsprechenden Kenntnissen durchgeführt wurde und von der Bestimmung getrieben war, die Wahrheit zu ergründen mittels Fakten und Logik. Zumeist versuchten sie bewusst, apolitisch zu sein. Allerdings machten Vorurteile und Ignoranz selbst in der wissenschaftlichen Gemeinschaft die Durchführung der Wissenschaft schwierig und unbefriedigend. Michael Faraday, meiner Ansicht nach einer der größten Wissenschaftler der Geschichte, musste Verfolgung und Ächtung hinnehmen, weil er der Sohn eines Schmieds war, niemals eine Universität besucht hatte und den Sandemanians angehörte, einer strengen, fundamental-religiösen Gruppe. Bedauerlicherweise werden zwei dieser Umstände immer noch von zu vielen Menschen als Hindernis betrachtet.

Die Wissenschaft kam nicht so gut voran, weil sie die 15% der Bevölkerung als Randgruppe betrachtete. Die Bevölkerung übernahm und anerkannte nur sehr zögerlich die Gedanken dieser verrückten und gefährlichen Wissenschaftler. Gefördert wurde dieses Image von Mary Shelleys Frankenstein neben anderen. Jene, die gegen wissenschaftliche Fortschritte opponieren, weiden diese Ängste aus und verlangsamen den Fortschritt noch weiter. Man betrachte den Terminus Frankenfoods, welcher bemüht wird, um längere Haltbarkeit durch Bestrahlung zu erreichen.

Ein wesentlicher Teil des Problems ist in den zwei Bereichen zu finden, welche wohl den größten Einfluss auf die Gesellschaft haben, nämlich Politik und Gesetzgebung. Dies sind auch die Bereiche, in welchen der Anteil der Personen mit wissenschaftlichem Hintergrund am geringsten ist. Es ist vielleicht eine doppelte Gefahr, dass Juristen die größte professionelle Gruppe in der Politik ist.

Meine persönliche Erfahrung ist zwar nicht definitiv, unterstreicht aber das Problem. Einmal trat ich vor dem Komitee des kanadischen Parlaments auf, welches das Thema Ozon auf der Agenda hatte. Nur ein einziges Mitglied des Komitees hatte eine gewissen wissenschaftlichen Hintergrund, nämlich einen Bachelor in Biologie. Es kam zu zwei bedeutenden Ereignissen. Das erste betraf einen weiteren, mit mir zusammen auftretenden Wissenschaftler. Er zeigte Graphiken des Ozon-Niveaus und sprach darüber, dass die geringsten Niveaus über Toronto beobachtet worden waren. Als ich an der Reihe war, machte ich etwas, von dem ich hoffe, dass ich es nie wieder machen muss. Ich trug meine Präsentation vor und begann mit der Frage an die Politiker, ob ihnen bewusst sei, dass es zur fraglichen Zeit über Toronto gar keine Beobachtungen gab. Ich erkannte, dass keiner von ihnen wusste, dass das, was man ihnen gezeigt hatte, keine realen Daten, sondern Ergebnisse von Computermodell-Simulationen waren. Ich erkannte auch, dass keiner von ihnen um das wissenschaftliche Verfahren wusste oder dieses kannte, und die Behauptung, dass FCKWs Ursache für ein Ozonloch seien, war eine unüberprüfte Hypothese. Ich erklärte, dass die Wissenschaft nur vorankommen kann, wenn man Hypothesen aufstellt und diese danach rigorosen Tests unterzieht. Das gilt auch für die Grundlage, auf der die Hypothese aufbaut.

Dick unterstrichen wurde die Ignoranz durch einen Parlamentarier der Linken, welcher äußerte „Dr. Ball, Galileo hätte sich ihretwegen geschämt!“. Ich erwiderte, dass es jenseits meiner kühnsten Erwartungen gelegen hatte, im gleichen Atemzug mit Galileo genannt zu werden, und dass er eindeutig die Rolle Galileos in der Geschichte der Wissenschaft nicht verstanden hatte. Meines Wissens gab es keine Politiker mit einem Universitätsabschluss während meiner beiden Auftritte vor dem US-Kongress.

Es ist einfach zu sagen, dass Politiker leicht zum Narren gehalten werden können durch den absichtlichen Missbrauch von Wissenschaft, aber das ist nicht akzeptabel. Es ist ihr Job, die Forschung durchzuführen, und sie haben Mitarbeiter und Ressourcen. Es war der Dienst Marc Moranos für Senator Inhofe, als er die vorherrschende Lehrmeinung in Frage stellte. Das Problem ist, dass zu viele Menschen zu beschäftigt damit sind, Politiker zu sein in Bereichen, die nicht politisch sein sollten. Jene, welche die AGW-Wissenschaft als politischen Bereich gekürt haben, wussten ganz genau, dass sie Politiker in die Irre führen können, weil diese gegenüber der Wissenschaft ignorant und ganz wild darauf sind, „grün“ zu sein.

Maurice Strong wusste um eine andere Schwachstelle der Politiker und nutzte diese weidlich aus, nämlich die fast totale Abhängigkeit der Politiker von Bürokraten. Er stellte bürokratische Kontrollen jedes nationalen Wetterbüros auf der ganzen Welt sicher, indem er sie via der World Meteorological Organization (WMO) zu IPCC-Mitgliedern machte. Es ist die originale fake news-Story, die durch deep state verewigt wird.

Die kanadische Ministerin für Umwelt und Klimawandel eignet sich sehr gut, um zum nächsten Problem zu kommen, vor welchem die Wissenschaft steht, weil sie den IPCC-Betrug kolportiert, der ihr von Bürokraten-Wissenschaftlern bei Environment Canada (EC) eingetrichtert worden ist. Als Rechtsanwältin gehört sie einer Gruppe an, die offen einräumt, dass sie niemals als Schiedsrichter in wissenschaftlichen Disputen fungieren würde, weil sie nichts von Wissenschaft versteht. Dann stellt sie diese Ignoranz groß heraus, indem sie öffentlich jene Wissenschaftler lächerlich macht, die ihrer wissenschaftlichen Verpflichtung als Skeptiker gerecht werden. Als Anwältin sollte Frau McKenna zumindest wissen, dass es bei jedem Disput zwei Seiten gibt. Scott Pruitt, ein Rechtsanwalt und Leiter der EPA weiß das, weil er ein ,rotes‘ und ein ,blaues‘ Team einrichten will, welche die Klimawissenschaft aus der Politik herauslösen und zurück zur Realität führen sollen. McKenna wäre viel glaubwürdiger, wenn sie wie ihre Vorgängerin, die kanadische Umweltministerin Christine Stewart, zugegeben hätte, dass es nicht um Wissenschaft geht. Christine Stewart sagte:

Es spielt keine Rolle, falls die Wissenschaft durchweg verlogen ist, es gibt kollaterale Vorteile … Klimawandel bietet die größte Chance, Gerechtigkeit und Gleichheit in die Welt zu bringen.

Stewart spricht von Gerechtigkeit und Gleichheit, aber wie kann man das erreichen, wenn die Wissenschaft falsch ist und diejenigen Menschen, durch die Politik am meisten geschädigt werden, die ärmsten sind?

Bei dem zweiten Ereignis waren meine Gerichtsverfahren involviert. Aus Forschungen wusste ich, dass jeder, der eine law school besucht, ein Kunststudent ist. Es war für mich eine Herausforderung, einen Anwalt zu finden, der Wissenschaft und das wissenschaftliche Verfahren verstehen würde. Dem Gesetz nach ist dieses nicht qualifiziert, wissenschaftliche Streitfälle zu lösen, aber warum nicht nach fast 500 Jahren? Das Gesetz passte sich an gesellschaftliche Änderungen an, haben doch Bürokratien an Größe und Komplexität zugenommen. Beispielsweise wurde in den USA das Gesetz mit der Bezeichnung Administrative Procedure Act vor 72 Jahren, also 1946, in Kraft gesetzt, brauchten doch Bürokratien Leitlinien und Kontrolle. Warum wird nach 475 Jahren nicht ein Science Procedure Act in Kraft gesetzt? Ein solches Gesetz würde betrügerische Anklagen (RICO) [racketeering charges (RICO)] gegen Klimatologen verhindern, welche ihrer wissenschaftlichen Rolle als Skeptiker gerecht werden. Stattdessen würde es ein solches Gesetz ihnen ermöglichen, selbst Anklage zu erheben gegen Diktate der Wissenschaft, welche Daten zurückhält und Verfahren missbraucht wie etwa eine Hypothese als Beweis auszugeben oder Wissenschaft für eine politische Agenda zu missbrauchen.

Das Gesetz nimmt für sich in Anspruch, nicht qualifiziert zu sein, um zwischen „deine Studie“ und „meine Studie“ zu unterscheiden. Trotzdem gibt es unzählige Beispiele, dass es dennoch Urteile bzgl. wissenschaftlicher Dinge gefällt hat. Zu Einigen war es gekommen, weil jene, die die Wissenschaft missbrauchten, auch das Gesetz missbrauchten. Zum Beispiel hat die EPA unter Obama einen Prozess angestrengt und verloren, um die Bevölkerung des Staates Massachussets vor CO2 zu schützen, weil dieses eine schädliche Substanz sei. Der Prozess endete vor dem Obersten Gerichtshof der USA (SCOTUS) wie geplant. Richter Scalia stellte die Frage, warum man von dem Gerichtshof ein Urteil erwartet, wenn es dafür gar nicht qualifiziert ist. Dann verwies er darauf, dass das Gericht sein Urteil auf der Grundlage des Administrative Law fällte, was der EPA die Vollmacht verlieh, schädliche Substanzen zu eliminieren. Dabei hat das SCOTUS aber übersehen, dass es die EPA selbst war, die CO2 zur schädliche Substanz erklärt hatte. Selbst minimale wissenschaftliche Kenntnisse hätte ihnen sagen können, dass es keineswegs schädlich ist und welche entscheidende Rolle es hinsichtlich des Lebens auf unserem Planeten spielt.

Ein weiteres wichtiges und sofort relevantes Urteil wäre wahrscheinlich nicht gefällt worden, wenn der Richter um Wissenschaft gewusst und diese verstanden hätte. Der General-Staatsanwalt (AG) von Virginia Ken Cuccinelli verlor das Verfahren gegen die University von Virginia und Michael Mann mit seiner Forderung die Daten und Informationen zu veröffentlichen, welche zur Erzeugung seines ,Hockeyschlägers‘ geführt hatten. Der AG argumentierte, dass die Steuerzahler diese Forschungen bezahlt hätten und dass die Ergebnisse dieser Forschungen herhalten mussten, globale, drakonische und unnötige politische Maßnahmen zu implementieren. Die Menschen haben ein Recht darauf, über die Validität von Manns Behauptungen aufgeklärt zu werden. Meines Wissens hat Cucinelli nicht argumentiert, dass ein fundamentaler Test wissenschaftlicher Ergebnisse darin besteht, diese Ergebnisse zu reproduzieren. Dies ist jedoch nur möglich, falls Daten und Verfahren voll umfänglich bekannt sind. Hätte er dies gewusst, wäre der Richter sicher nicht zu seinem Urteil gekommen, dass die Daten und Verfahren das intellektuelle Eigentum von Mann seien. Dies ist symptomatisch, wie wenig die Menschen Wissenschaft und deren Arbeitsweise verstehen und warum die Forderung von EPA-Chef Scott Pruitt nach voller Aufdeckung auf rigorosen Widerstand stößt, selbst unter Berücksichtigung der politischen Lage.

25 Jahre lang lehrte ich Kunststudenten, wie Wissenschaft funktioniert. Es war Teil eines Gedankens linker Kunst, aber mit dem normalen Bias, weil Wissenschafts-Studenten zwei Kunst-Vorlesungen absolvieren müssen. Noch ärgerlicher war, dass die Universität Vorlesungen angeboten hat, die nicht einmal ansatzweise etwas über Wissenschaft vermittelten, um es für die Kunststudenten ,leichter‘ zu machen.

Ich nutzte die Vorlesung zu grundlegenden Darstellungen, wie die Erde funktioniert. Die Vorlesung war Grundlagen-Wissenschaft und sollte den Menschen Verständnis vermitteln, die Bürger dieses Planeten werden würden. Sie alle würden mit Dingen und Entscheidungen konfrontiert werden, bei denen Wissenschaft und die Umwelt involviert sind. Je mehr sie wissen würden, umso größer wären die Chancen, vernünftige, auf Fakten basierende Urteile zu fällen. Aber um so geringer wäre auch die Wahrscheinlichkeit, von Menschen in die Irre geführt zu werden, welche fehlendes Wissen ausnutzen für Manipulationen und Kontrolle. Obwohl es in meiner Vorlesung nicht um die Historie der Wissenschaft ging, hielt ich viele Vorträge im Fachbereich Geschichte zu diesem Thema und baute viele Vorlesungen in den „Erde-Funktions-Kurs‘ ein.

Es gibt Vieles, was wir als Gesellschaft tun können, um das Wissen und das Verständnis der Menschen zu ändern und zu verbessern. Ein Aspekt dabei ist die Rücknahme der Kontrolle des Bildungssystems, welches derzeit mehr denn je Schauplatz von Indoktrination ist. Das wird schwierig sein, weil die Politiker vor dem Dilemma stehen, dass sie gebildete Mitarbeiter brauchen, aber auch wissen, dass die Menschen, wenn man sie weiterbildet, Fragen zu stellen anfangen. Dann können wir Pflichtveranstaltungen in allen Schulen einrichten, egal ob öffentlich oder privat, in denen es um die Historie der Wissenschaft geht. Anfangen muss dies, indem man sich der einfachen Tatsache stellt, dass eine Minderheit (15%?) der Menschen wissenschaftlich gebildet ist, und dass dies bei einer Mehrheit (85%) nicht der Fall ist. Dann richtet man Kurse ein mit Relevanz für alle als zukünftige Erdenbürger. Diese Kurse dienen nicht der Karriere, sondern einfach der Vorbereitung auf die Komplexitäten und Herausforderungen des Lebens. Es sollte ein Pflichtfach geben an Grund-, Ober- und Hochschulen und auch an allen Weiterbildungs-Institutionen. Der Philosoph und Mathematiker A. N. Whitehead drückte es so aus: „Eine Wissenschaft, die zögert, ihre Gründer zu vergessen, ist verloren“.

Wir müssen einen Fachbereich Gesetz für Wissenschaft gründen, welcher grundlegende wissenschaftliche Regeln hinsichtlich von Streitfällen und Konflikten vermittelt. Darin enthalten sein muss auch ein Wissenschafts-Verhaltenskodex wie etwa die Anwendung von Regeln auf mathematische Tests (,zeigt eure Arbeit!‘). Enthalten sein sollten außerdem Regeln für Moral und Ethik von Forschung. Abwandlungen hiervon gibt es bereits an den meisten Universitäten. Der Fachbereich wird eine separate Option werden wie Wirtschafts- oder Verfassungsrecht. Er erfordert Anwälte mit wissenschaftlichen Graden, welche Weiterbildung in wissenschaftlichen Disputen absolviert haben müssen, bevor sie in der Praxis tätig werden.

Die Stärke von Gesellschaften und die Effektivität von Fortschritt liegt in der Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen. Der AGW-Betrug ist der größte Betrug jemals in der Geschichte. Er konnte nur verfangen, weil eine Mehrheit der Menschen besonders in den entscheidenden Bereichen Politik und Gesetzgebung hinsichtlich Wissenschaft und der wissenschaftlichen Methode ungebildet war. Scott Pruitt ist ein gutes Beispiel für den Typ Anwalt, den wir brauchen. Er lernte viel über die Klimawissenschaft aus seiner Assoziation mit Senator James Inhofe, dem einzigen wirklichen Champion für Klima-Wahrheiten in der US-Politik, der sich gegen große Widerstände für Gleichgewicht einsetzte. Wir müssen mehr Menschen wie Pruitt hervorbringen und Ausschlachtung reduzieren, damit wir bessere Bürger und Bewahrer der Erde werden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/05/13/the-science-and-climate-ignorance-of-society-needs-correcting-but-how-some-thoughts/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




GISS-Institut mit andert­halb Millionen US$ an ungeneh­migten Ausgaben ertappt

Nun fanden Inspektoren zu allem Überfluss noch heraus, dass das GISS-Institut in den letzten Jahren knapp anderthalb Millionen US-Dollar nichtgenehmigter Gelder ausgegeben hat. Daily Caller am 6. April 2018:

Untersuchung: Missmanagement am Globale-Erwärmung-Arm der NASA führte zu einer nicht genehmigten Geldverschwendung von 1,6 Millionen Dollar

Der Forschungsbereich globale Erwärmung bei der NASA verschwendete zweckwidrig 1,63 Millionen Dollar während der letzten sechs Jahre infolge mangelnder Aufsicht. Dies meldete ein Ermittlungsbüro des General-Inspekteurs (IG). Der Bericht des IG deckte „zahlreiche Fälle unsachgemäßer Verwendung von Geldern der NASA auf seitens Mitarbeitern des Goddard Institute for Space Studies (GISS), Zahlungsempfängern und Kontraktoren für Forschungsausgaben, Unterverträge und Computerausrüstung“. Die Auditoren fanden im Einzelnen: „1,47 Millionen Dollar unsachgemäßer Ausgaben bei Kooperativ-Verträgen mit Bezug zu NASA GISS mit der Columbia-University sowie 147.138 Dollar unsachgemäßer Ausgaben für die IT-Firma Trinnovium LLC „für rechtswidrige Zuwendungen“. Columbia University beispielsweise gab 1.219.491,41 Dollar für Verträge, finanzielle Hilfen und Zuwendungen an Studenten sowie Kurzzeit-Mitarbeiter – wobei alle Vorgänge nicht im cooperative agreement enthalten waren. Außerdem fand man über 633.000 Dollar, welche als Schulgeld geflossen waren.

Weiterlesen beim Daily Caller und bei WUWT.

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Anmerkung: Es handelt sich hier um einen Auszug einer Zusammenstellung von Meldungen auf dem Blog „Die Kalte Sonne“. Der Link dahin: http://www.kaltesonne.de/giss-institut-mit-us1-5-millionen-an-ungenehmigten-ausgaben-ertappt/