2 Milliarden Dollar ausländisches Geld hinter Amerikas „Basis“-Klimabewegung?

Charles Rotter

Wer hätte das gedacht!

Seit Jahren wird Klimaskeptikern vorgeworfen, sie seien nichts weiter als bezahlte Sprachrohre der „großen Ölkonzerne“. Diese Anschuldigung wurde so oft wiederholt, dass sie sich zu einer Art Doktrin verfestigt hat. Jede Infragestellung der vorherrschenden Klimadiskurse wird mit einem wissenden Grinsen und dem Wort „finanziert“ abgetan. Die Botschaft ist klar: Abweichende Meinungen sind künstlich. Erfunden. Astroturf.

Und doch deuten die jüngsten Entwicklungen in Montana darauf hin, dass die wirklich industriell angelegte Astroturf-Operation möglicherweise auf der anderen Seite des politischen Spektrums angesiedelt ist.

Der Generalstaatsanwalt von Montana Austin Knudsen hat gemeinsam mit 18 weiteren Generalstaatsanwälten das US-Justizministerium offiziell aufgefordert, mehr als 150 in den USA ansässige Klima-Organisationen wegen möglicher Verstöße gegen das Gesetz zur Registrierung ausländischer Agenten (FARA) zu untersuchen. Der Antrag folgt auf einen Bericht, in dem detailliert beschrieben wird, wie in den letzten zehn Jahren fast 2 Milliarden US-Dollar von fünf ausländischen Klimastiftungen an amerikanische Aktivisten-Netzwerke geflossen sind.

Der Kopf der 28 Seiten starken Klageschrift. Quelle: 2026-02-12 AGs’ Letter to DOJ re APT ReportDownload

Zu den genannten Stiftungen gehören die Oak Foundation (Schweiz), die Children’s Investment Fund Foundation (UK), die Quadrature Climate Foundation (UK), die KR Foundation (Dänemark) und die Laudes Foundation (Schweiz). Laut dem von den Generalstaatsanwälten zitierten Bericht haben diese Einrichtungen gemeinsam außerordentlich hohe Summen in US-amerikanische Gruppen investiert, die sich mit Rechtsstreitigkeiten, Lobbyarbeit, PR-Kampagnen und organisierten, Druck ausübenden Maßnahmen befassen, um die amerikanische Energiepolitik neu zu gestalten.

FARA existiert aus gutem Grund. Es verpflichtet Personen oder Organisationen, die „für oder im Interesse“ ausländischer Auftraggeber in politischer Funktion tätig sind, diese Beziehung offenzulegen. Transparenz ist nach dem Gesetz nicht optional. Wenn Organisationen politische Ziele verfolgen, die mit denen ausländischer Geldgeber übereinstimmen, hat die Öffentlichkeit ein Recht darauf, dies zu erfahren.

Der Brief der Generalstaatsanwälte enthält keine Schuldzuweisungen. Er fordert eine Untersuchung. Dieser Unterschied ist wichtig. Skepsis erfordert, dass man sich ein Urteil vorbehält, bis Beweise vorliegen. Aber allein schon der Umfang der Finanzierung wirft berechtigte Fragen auf.

Fast 2 Milliarden Dollar

Wäre eine vergleichbare Summe von heimischen Ölkonzernen an politische Thinktanks geflossen, welche die Vorschriften für erneuerbare Energien in Frage stellen, würde dies monatelang die Schlagzeilen beherrschen. Noch bevor die Tinte getrocknet wäre, würden Anhörungen im Kongress angesetzt werden. Die Leitartikel würden vor Korruption und Vereinnahmung warnen.

Stattdessen wurde ein Großteil dieser ausländischen Gelder unter dem Deckmantel der Philanthropie bereitgestellt.

Dieser Heiligenschein verdient eine Untersuchung.

Klimaschutz-Aktivismus wird häufig als spontane, basisdemokratische Energie dargestellt – Bürger, die sich organisch zur Verteidigung des Planeten erheben. Der Begriff „Basisdemokratie“ wird fast reflexartig verwendet. Wenn Bewegungen jedoch von koordinierten, grenzüberschreitenden Geldströmen in Milliardenhöhe abhängig sind, erscheint dieser Begriff fehl am Platz.

Astroturf ist per Definition künstliche Basisbewegung – eine synthetische Oberfläche, die so gestaltet ist, dass sie echt wirkt. Wenn Finanzierungsnetzwerke in London, Zürich und Kopenhagen US-amerikanische Interessenverbände, die sich für die Einschränkung der heimischen Produktion fossiler Brennstoffe, die Stilllegung von Pipelines und die Lähmung der Energieinfrastruktur durch Gerichtsverfahren einsetzen, massiv finanziell unterstützen, dürfen Beobachter zu Recht fragen, ob das, was organisch erscheint, in Wirklichkeit sorgfältig kultiviert ist.

Damit wird nicht behauptet, dass jeder Aktivist sich der Finanzierungsquellen bewusst ist. Auch macht ausländische Finanzierung eine politische Position nicht automatisch ungültig. Ideen stehen und fallen aufgrund ihrer Vorzüge. Aber finanzieller Einfluss prägt Prioritäten, Botschaften und Strategien. So funktionieren politische Ökosysteme.

Ein besonders bemerkenswertes Element in der Berichterstattung betrifft die Children’s Investment Fund Foundation CIFF, die Berichten zufolge Hunderte Millionen Dollar in die Klimaschutzarbeit in den USA investiert hat. Die CIFF unterhält Verbindungen zur Energy Foundation China, einer Organisation, die im strategischen Umfeld der Kommunistischen Partei Chinas tätig ist. Selbst wenn alle Transaktionen technisch legal sind, ist es doch berechtigt zu fragen, ob ausländische strategische Interessen davon profitieren, wenn die heimische Energieproduktion in den USA eingeschränkt wird.

Energie ist nicht nur eine Umweltfrage. Sie ist eine wirtschaftliche Grundlage und eine Säule der nationalen Sicherheit. Wenn die amerikanische Produktion zurückgeht, während geopolitische Konkurrenten ihre Produktion ausweiten, verschiebt sich das Gleichgewicht.

Die Ironie dabei ist kaum zu übersehen. Klimaaktivisten argumentieren seit langem, dass Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie mit ihrem Geld die Demokratie verzerren. Wenn jedoch ausländische Stiftungen riesige Summen in amerikanische politische Kämpfe stecken – darunter auch Rechtsstreitigkeiten, die bestimmte Projekte stoppen sollen –, verschwindet die Sorge um Verzerrungen nicht einfach, nur weil die Sache als „Klimaschutz“ bezeichnet wird.

Es wird zu einer überparteilichen Frage der Transparenz.

Es gibt auch ein allgemeineres Muster, das es zu beachten gilt. Debatten über Klimapolitik finden zunehmend in einem Rahmen moralischer Dringlichkeit statt. Gegner werden nicht als Teilnehmer einer komplexen politischen Meinungsverschiedenheit dargestellt, sondern als Hindernisse für das Überleben des Planeten. Diese rhetorische Haltung wird genutzt, um kritische Fragen zu unterdrücken. Wenn es um eine existenzielle Frage geht, treten Finanzierungsfragen in den Hintergrund.

Und genau hier ist eine gründliche Prüfung am dringendsten erforderlich.

Das Gesetz zur Registrierung ausländischer Agenten (Foreign Agents Registration Act, FARA) wurde 1938 verabschiedet, um verdeckte Einflussnahmen aus dem Ausland zu bekämpfen. Sein Zweck ist die Offenlegung, nicht das Verbot. Die Öffentlichkeit kann selbst entscheiden, wie viel Gewicht sie Interessenvertretungen aus dem Ausland beimisst. Diese Entscheidung erfordert jedoch Informationen.

Wenn die Untersuchung des DOJ fortgesetzt wird, muss festgestellt werden, ob diese Organisationen die Registrierungsschwelle des FARA erfüllen. Diese Analyse hängt von den rechtlichen Definitionen von Vertretung, Weisung und politischer Aktivität ab. Sie könnte zu dem Schluss kommen, dass keine Verstöße vorliegen. Oder sie könnte strukturelle Vereinbarungen aufdecken, die eine Registrierung rechtfertigen.

Wie auch immer, alles muss ans Tageslicht

Die Klimapolitik ist mit außerordentlichen wirtschaftlichen Risiken verbunden. Netto-Null-Rahmenwerke, Emissionsvorgaben, Beschränkungen für Leasing und Genehmigungen sowie Initiativen zur Elektrifizierung haben Auswirkungen in Höhe von Billionen Dollar. Die dahinter stehenden Kosten-Nutzen-Berechnungen basieren auf Klimamodellen, die Jahrzehnte in die Zukunft projizieren und selbst anerkannte Unsicherheiten enthalten. In einem solchen Umfeld fügt die ausländische Finanzhebelwirkung, die sich auf den heimischen Aktivismus legt, einer ohnehin schon komplexen Gleichung eine weitere Variable hinzu.

Diese Episode sollte auch zu einer Neubewertung rhetorischer Gewohnheiten führen. Vorwürfe über „große Ölgelder” dienen seit Jahren als Mittel, um Gespräche zu beenden. Wenn ausländisches Kapital wesentliche Teile der Klimaschutzbewegung finanziert, sollte vielleicht die Diskussion über die Finanzierung in Umfang und Ton erweitert werden.

Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, wer wen finanziert. Sie hat ein Recht darauf zu erfahren, ob koordinierte internationale Finanzierungsnetzwerke die nationalen Regulierungskämpfe beeinflussen. Und sie hat ein Recht darauf, diese Fakten abzuwägen, ohne dass ihr gesagt wird, dass das Stellen von Fragen eine Untreue gegenüber dem Planeten darstellt.

Transparenz sollte gleichermaßen für alle gelten!

Astroturf-Vorwürfe verlieren ihre Wirkung, wenn sie selektiv eingesetzt werden. Wenn künstliche Verstärkung zu beanstanden ist, wenn sie Skepsis unterstützt, bleibt sie auch zu beanstanden, wenn sie aggressive Dekarbonisierungsmaßnahmen unterstützt.

Skepsis setzt keine Schuld voraus. Sie setzt das Urteil aus und verlangt Beweise. Eine Untersuchung der ausländischen Finanzierung des Klimaaktivismus‘ ist eine direkte Anwendung des Offenlegungsrechts auf einen Politikbereich, der wirtschaftlich und strategisch eine zentrale Rolle spielt.

Die Ironie bleibt jedoch bestehen.

Nachdem jahrelang behauptet wurde, dass Skepsis gekauft worden sei, scheint es nun, dass große Teile der Klimapolitik möglicherweise aus dem Ausland finanziert wurden – von Stiftungen, deren strategische Interessen nicht unbedingt mit der amerikanischen Energiesicherheit oder den amerikanischen Interessen im Allgemeinen übereinstimmen.

Da schau her!

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/02/19/astroturf-alert-2-billion-in-foreign-cash-behind-americas-grassroots-climate-movement/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Amerikas unwiderruflicher Abschied von der Klima-Politik

Samuel Furfari

Am 7. Januar unterzeichnete Präsident Donald Trump eine Durchführungsverordnung, um die Vereinigten Staaten aus 66 internationalen Organisationen zurückzuziehen, die als „überflüssig, schlecht verwaltet, unnötig, kostspielig, ineffektiv“ oder als Instrumente der Gegner Amerikas angesehen werden. Darunter befinden sich verschiedene Organisationen der Vereinten Nationen und vor allem der Weltklimarat (IPCC) und die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen von 1992 (UNFCCC), das Rückgrat der globalen Klimapolitik.

Während seiner ersten Amtszeit hat Präsident Trump die USA unter Berufung auf die Rücktrittsklausel aus dem Pariser Abkommen zurückgezogen. Der neu gewählte Präsident Joe Biden hat das Land jedoch 2021 umgehend wieder in das Abkommen aufgenommen und dies zu einem zentralen Gestus seiner Klimadiplomatie gemacht. Diese Episode hat die Fragilität der internationalen Klimapolitik offenbart: Eine einfache Regierungswechsel kann die USA in das Abkommen hinein- oder aus ihm herausführen und globale Klimaverpflichtungen zu bloßen Verlängerungen der innenpolitischen Parteipolitik machen.

Diesmal hat die Änderung jedoch einen gewissen dauerhaften Charakter. Indem sie sich gegen die UNFCCC selbst richtet, hat die Trump-Regierung den rechtlichen Rahmen abgeschafft, der eine Rücknahme durch einen einfachen Erlass der Exekutive ermöglicht hätte.

Das im Rahmen des Übereinkommens von 1992 verabschiedete Pariser Abkommen baut auf der institutionellen Architektur der UNFCCC auf, deren Gremien die notwendige Unterstützung leisten. Dazu gehören die Konferenz der Vertragsparteien, das Sekretariat und ein System für finanzielle Beiträge.

Artikel 28 Absatz 3 des Pariser Abkommens lautet wie folgt: „Jede Vertragspartei, die aus dem Übereinkommen austritt, gilt auch als aus diesem Abkommen ausgetreten.“ Mit dem Austritt aus der Rahmenkonvention trennt Washington die Verbindung, die Bidens Wiedereintritt in das Pariser Abkommen ermöglicht hatte. Trumps Austritt ist struktureller, nicht taktischer Natur.

Der wichtigste Präzedenzfall, der Trump vor einer Anfechtung vor dem Obersten Gerichtshof schützt, ist Goldwater gegen Carter, in dem das höchste Gericht 1979 es ablehnte, die einseitige Kündigung eines gegenseitigen Verteidigungsvertrags mit Taiwan durch Präsident Carter zu überprüfen, wodurch die Exekutivgewalt über Rückzüge effektiv gestärkt wurde.

In der Praxis kann ein Präsident daher aus einem Vertrag austreten, ohne dass es einen klaren rechtlichen Weg gibt, ihn daran zu hindern. Die Trump-Regierung befindet sich in einer rechtlich komfortablen Position: Die Gegner haben keine Möglichkeit, den Schritt rückgängig zu machen, und die Beantragung einer neuen Entscheidung des Obersten Gerichtshofs birgt das Risiko, die Exekutivgewalt über die Kündigung von Verträgen weiter zu stärken.

Die Demokraten zahlen nun den Preis dafür, dass sie das Pariser Abkommen so gestaltet haben, dass es nicht vom Senat ratifiziert werden musste. Da sie wussten, dass ihnen die Zweidrittelmehrheit fehlte, bestand die Obama-Regierung auf freiwilligen, unverbindlichen Beiträgen und Zielen, wodurch sichergestellt war, dass das Pariser Abkommen auf einer widerrufbaren Unterschrift des Präsidenten und nicht auf dauerhaftem Vertragsrecht beruhen würde.

Die Trump-Regierung hat diese Lektionen vollständig verinnerlicht. Während seiner ersten Amtszeit zog sich Trump lediglich aus dem Pariser Abkommen zurück, ließ die UNFCCC jedoch unangetastet und ermöglichte seinem Nachfolger einen einfachen Wiedereintritt. Dieses Mal geht Trump weitaus radikaler vor: Indem er die Rahmenkonvention selbst ins Visier nimmt, nimmt Trump künftigen Präsidenten die Möglichkeit zu bequemen diplomatischen Verhandlungen. Politisch ist die Botschaft klar: Washington betrachtet die Klimadiplomatie zunehmend als ein Instrument der externen Zwangsmaßnahmen, das den strategischen Konkurrenten Amerikas zugute kommt, die Wettbewerbsfähigkeit der US-Industrie belastet und kostspielig ist.

Formal könnten die USA der UNFCCC wieder beitreten, aber politisch würde dies nun einen Konsens erfordern, der nicht mehr existiert. Die 1992 in dem Glauben an eine schmerzfreie Energiewende verabschiedete Konvention sieht sich heute mit wirtschaftlichen und geopolitischen Realitäten konfrontiert, die frühere Illusionen entlarven und eine baldige Wiederbelebung unwahrscheinlich machen.

Was sollen die überzeugten Klimaschützer in der EU nun tun? Eine Frage, die in Brüssel, Straßburg oder Berlin selten öffentlich gestellt wird: Wie lange wird die Europäische Union an einer Klimastrategie festhalten, die weder die Vereinigten Staaten noch die Schwellenländer über wohlwollende Erklärungen hinaus sinnvoll bindet?

Die EU legt sich weiterhin immer ehrgeizigere Ziele auf (90 % CO2-Reduktion bis 2040 gegenüber 1990), während sie gleichzeitig ihre industrielle Basis untergräbt, ihre Abhängigkeit von China vertieft und die Kluft zwischen Rhetorik und der Realität der globalen Emissionen vergrößert.

Anstatt Trump rituell zu verurteilen, sollten die europäischen Staats- und Regierungschefs folgende Frage stellen: Wenn die weltweit führende Wirtschafts- und Militärmacht nicht länger in einer von den Vereinten Nationen geführten Klimastruktur gefangen sein will, ist es dann nicht an der Zeit, dass die EU ihre eigenen Verpflichtungen mit klarem Blick neu bewertet?

Die falsche Antwort wird Europa zu spät erkennen lassen, dass es seinen Wohlstand und seine strategische Autonomie einem Klimawahnsinn geopfert hat, den seine engsten – und wichtigsten – Verbündeten aufgegeben haben.

This commentary first appeared at National Review on February 7th and has been republished here with permission.

Autor: Samuel Furfari is Professor in Energy Geopolitics at the Université Libre de Bruxelles, PhD President of the European Society of Engineers and Industrialists He recently published the French book Ecologisme, Assaut contre la société occidentale (Ecologism, assault on western society). Last year he also published the book The Hydrogen Illusion. Furfari is signee of the CLINTEL World Climate Declaration.

Link: https://cornwallalliance.org/americas-irreversible-goodbye-to-climate-governance/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Das Kohlenstoff-Kartell der EU beginnt zu zerfallen

Cap Allon

Die wachsenden Unsicherheiten in der Klimawissenschaft dringen langsam in die Politik und die Bevölkerung ein, sogar in der EU.

Letzte Woche geriet das wichtigste Klima-Diktat der Europäischen Union unter direkten politischen Beschuss.

[Hervorhebung im Original]

Bei aufeinanderfolgenden Gipfeltreffen in Antwerpen und Alden-Biesen stellten mehrere Mitgliedstaaten offen den CO₂-Preis der EU in Frage und nahmen damit den zentralen Eckpfeiler der Europäischen Union ins Visier: das Emissionshandelssystem (ETS).

Das ETS zwingt große Industrieunternehmen dazu, für jede emittierte Tonne CO₂ staatliche Emissionszertifikate zu kaufen. Fast die Hälfte der EU-Emissionen fällt unter dieses System. Wenn die Preise für Emissionszertifikate steigen, zahlen die Unternehmen mehr. Dieses Geld fließt direkt an die Regierungen und in EU-Klimaprogramme. Es handelt sich um eine CO₂-Abgabe für die Schwerindustrie in Europa und eine wichtige Finanzierungsquelle für den „Green Deal“ (gestartet 2019).

Seit Jahren beschweren sich immer mehr EU-Regierungen über die Klimaregulierung der Union.

Das ETS selbst war jedoch weitgehend unantastbar und stand fast über der Politik.

Führende Vertreter der Industrie haben davor gewarnt, dass die CO₂-Kosten die Produktion aus Europa vertreiben. Politiker schlossen sich dieser Forderung an. Selbst der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz forderte kürzlich weitreichende Reformen. Österreich, die Tschechische Republik und Polen führten die ersten Bemühungen zur Schwächung des Systems an, aber inzwischen hat sich eine Mehrheit der anderen Länder angeschlossen.

Angesichts der drohenden Revolte haben die Märkte reagiert: Der Kohlenstoffpreis fiel innerhalb weniger Tage von etwa 81 Euro unter 72 Euro.

Selbst Befürworter des ETS räumen nun den Schaden ein.

Analysten beschrieben einen Verlust des langfristigen Vertrauens. Händler warnten Politiker davor, sich weiter einzumischen. Dies ist Neuland. Bislang beschränkten sich die EU-Staats- und Regierungschefs auf Änderungen der Meldevorschriften und sektorspezifischen Ziele. Die tragenden Säulen blieben unangetastet. Im Jahr 2026 stehen diese Säulen offiziell zur Überprüfung an.

Die europäische Wirtschaft stagniert – vor allem aufgrund der weltweit höchsten Energiepreise, die wiederum auf grüne Regulierung zurückzuführen sind, nämlich die hohen ETS-Kohlenstoffabgaben. Die Schwerindustrie schrumpft. Die Kohlenstoffkosten werden politisch toxisch.

Der französische Präsident Emmanuel Macron forderte, dass der ETS weitaus niedriger gehandelt werden sollte.

Selbst Ursula von der Leyen, die nicht gewählte Architektin des Systems, räumte ein, dass Interventions-Verfahren auf dem Tisch liegen.

Weltweit, von den USA bis zur EU, stirbt der Klimabetrug.

Link: https://electroverse.substack.com/p/western-alps-buried-arctic-cold-intensifies?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Stand hiervon etwas in unseren MSM, oder habe ich das nur übersehen?

 




Scafetta und die Mittelalterliche Warmzeit

Cap Allon

Moderne Klimamodelle werden zur Untermauerung der Behauptung herangezogen, wonach die jüngste Erwärmung beispiellos und überwiegend vom Menschen verursacht ist. Diese Behauptung beruht auf der Annahme, dass die Modelle das vergangene Klimaverhalten der Erde genau reproduzieren können. Das können sie jedoch nicht.

Bei näherer Betrachtung von Nicola Scafettas neuer Studie zeigt sich, dass Klimamodelle immer wieder daran scheitern, bekannte Warmzeiten der Vergangenheit zu reproduzieren, darunter die mittelalterliche Warmzeit (MWP) etwa zwischen 900 und 1300 n. Chr.

Die MWP ist keine spekulative oder lokale Anomalie. Sie ist in mehreren unabhängigen Aufzeichnungen dokumentiert, darunter historische Berichte, Gletschervorstöße und -rückzüge, Sedimentkerne und Temperaturrekonstruktionen, die Europa, den Nordatlantik, Teile Asiens und Teile der südlichen Hemisphäre umfassen.

In mehreren Rekonstruktionen übersteigen die Temperaturen während dieses Zeitraums diejenigen des späten 20. Jahrhunderts. Dennoch lassen moderne Klimamodelle diese Wärme weitgehend außer Acht.

Scafetta zeigt, dass dies nicht daran liegt, dass die mittelalterliche Warmzeit nicht existiert hat, sondern an den Vorgaben zur Modellierung. Aktuelle CMIP-Modelle verwenden Rekonstruktionen der solaren Einstrahlung, die von einer sehr geringen langfristigen Sonnenvariabilität ausgehen. Unter diesen Annahmen werden natürliche Klimaschwankungen gedämpft und vergangene Warmzeiten verschwinden weitgehend. Wenn eine mit anderen veröffentlichten Rekonstruktionen übereinstimmende größere Sonnenvariabilität zugelassen wird, taucht die MWP in den Simulationen wieder auf natürliche Weise auf.

Die Schlussfolgerung, dass die jüngste Erwärmung fast ausschließlich anthropogenen Ursprungs ist, hängt daher davon ab, wie viel natürliche Variabilität Modelle enthalten dürfen. Es handelt sich nicht um ein Beobachtungsergebnis, sondern um ein von den Eingangsgrößen abhängiges Ergebnis.

Dies führt zu einem direkten Problem für die Zuverlässigkeit der Zuordnung. Wenn Modelle das bekannte Klimaverhalten in Zeiten eines stabilen atmosphärischen CO₂-Gehalts nicht reproduzieren können, ist ihre Fähigkeit begrenzt, natürliche und menschliche Einflüsse in der Moderne genau zu trennen. Ein Modell, das unterdrückte natürliche Schwankungen erfordert, um mit der Vergangenheit übereinzustimmen, kann nicht als präzises Zuordnungsinstrument betrachtet werden.

Scafetta behauptet nicht, dass die moderne Erwärmung nicht stattgefunden hat. Er argumentiert, dass die natürliche Klimavariabilität größer ist als aktuelle Modelle zulassen, und dass dies einschränkt, wie viel Erwärmung mit Sicherheit dem CO₂ zugeschrieben werden kann. Wenn in der Vergangenheit ohne industrielle Einflüsse Temperaturen auftraten, die über dem modernen Niveau lagen, kann die moderne Erwärmung nicht als einzigartig und beispiellos behandelt werden.

Die mittelalterliche Warmzeit ist keine Unbequemlichkeit, die heruntergespielt werden sollte.

Die ganze Studie steht hier.

Link: https://electroverse.substack.com/p/sierras-worst-snowstorm-in-years?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 8 / 2026

Vorbemerkung: Auch diesmal gibt es wieder Meldungen aus Europa, doch werden diese im nächsten Kältereport kaum noch auftauchen. Im Zuge einer grundlegenden Wetterumstellung wird in der nächsten Woche eher frühlingshaftes Wetter erwartet. Sollte das wirklich so schnell gehen, kann man aber davon ausgehen, dass dieser Vorgang nicht dauerhaft sein wird.

Meldungen vom 16. Februar 2026:

Nordeuropa: anhaltender strenger Frost

Seit Jahresbeginn herrscht in Nordeuropa anhaltende Kälte auf kontinentaler Ebene.

In Skandinavien, im Baltikum und bis nach Weißrussland hinein herrschte dieses Jahr wochenlang ununterbrochen Frost. Tageszeitliche Tauperioden waren selten. Die Nächte waren unerbittlich kalt.

In Estland lagen die Lufttemperaturen in weiten Teilen des Landes 45 Tage lang unter 0 °C – eine seit Jahrzehnten nicht mehr registrierte Dauerfrostperiode.

Norwegen erzählt die gleiche Geschichte.

In Oslo liegen die Temperaturen nun seit 32 Tagen in Folge unter dem Gefrierpunkt. Damit ist dies die drittlängste Frostperiode des 21. Jahrhunderts, nur übertroffen von der 40-tägigen Periode von November bis Dezember 2010 und der 33-tägigen Periode von Dezember 2009 bis Januar 2010.

Am Flughafen Røros sank das Thermometer am Sonntag auf -33,8 °C, was den 20. Tag unter -30 °C in diesem Jahr markierte. Die Aufzeichnungen in Røros reichen bis ins Jahr 1876 zurück, und bis zum 15. Februar gab es nur ein Jahr – 1942 –, in dem mehr solche extrem kalten Tage (22) verzeichnet worden waren.

Dieser Winter zeichnet sich durch seine Dauer aus: lange, anhaltende Frostperioden vor allem in Nord- und Osteuropa.

Begleitet wird die Kälte von starken, anhaltenden Schneefällen, die sich über weite Teile des Kontinents ausbreiten.

Es schneit nicht nur in Skandinavien und im Baltikum, sondern auch in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg, und auch in Deutschland, Frankreich und der Schweiz werden neue Schneefälle gemeldet.

In den Alpen erreichte die Gesamtmenge innerhalb von 72 Stunden in höheren Lagen bis zu 2,5 m.

———————————-

Kalifornien: Schwerer spät-saisonaler Schneesturm droht

Zwei starke Pazifikstürme trafen am Sonntagabend auf Kalifornien und sorgten in den Höhenlagen für Whiteout-Bedingungen.

Für die Küstengebirgskette in der Nähe von Shasta County und die südlichen Cascades werden extreme Schneefälle vorhergesagt, mit einer Gesamtmenge von 120 bis 250 cm in höheren Lagen innerhalb von nur drei Tagen. Selbst in tieferen Lagen könnten etwa 30 cm Schnee fallen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/northern-europe-locked-in-deep-freeze?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

———————————-

Meldungen vom 17. Februar 2026:

Westalpen versinken im Schnee

Starke Schneestürme fegen über die westlichen und nordwestlichen Alpen hinweg. Am Montag fielen in weiten Teilen der Region rund 1 m Schnee, für Dienstag wird ein weiterer Meter vorhergesagt, wodurch die Gesamtmenge weit über den saisonalen Durchschnittswerten liegt.

Die stärksten Schneefälle gibt es in den französischen Alpen, im Nordwesten Italiens sowie im Westen und Norden der Schweiz.

Die Schneefälle waren sehr intensiv. In Stuben am Arlberg beispielsweise fielen in der Nacht zum Montag innerhalb von weniger als 20 Minuten rund 15 cm Schnee – dem Vernehmen nach einer der stärksten Schneefälle, die dort seit Jahren beobachtet wurden.

Die Lawinengefahr ist derzeit in weiten Teilen der Alpen extrem hoch. In der Schweiz warnt das SLF, dass Eisenbahnstrecken, Straßen und sogar exponierte Siedlungen gefährdet sind.

Weiter südöstlich ist die Schneedecke zwar dünner, aber dennoch signifikant.

Wie zu erwarten war, erhält Cortina d’Ampezzo, Austragungsort der Spiele 2026, beeindruckende Schneemengen – weniger als eine Woche, nachdem Klimaaktivisten davor gewarnt hatten, dass die globale Erwärmung die Zukunft der Olympischen Winterspiele bedroht. In Wirklichkeit geht die Gefahr eher von zu viel Schnee aus.

———————————-

Nordhemisphäre: Arktische Kälte verschärft sich

Mitte Februar sinken die Temperaturen in der Arktis auf extreme Werte.

In weiten Teilen der Region liegen sie bei fast -53 °C, wobei Prognosen zufolge in Teilen Grönlands sogar Werte von bis zu -65 °C erreicht werden könnten.

Der Polarwirbel ist in den letzten Wochen ungewöhnlich stark, kompakt und vertikal hochreichend geblieben. Anstatt sich abzuschwächen oder aufzulösen, blieb er über der Arktis zentriert, so dass sich Kälte aufbauen und halten konnte.

Zu Beginn des Winters führten Verzerrungen zu mehreren polaren Ausbrüchen in den mittleren Breiten, wobei die polare Kälte Teile Europas, Nordasiens und Nordamerikas erreichte. In Deutschland beispielsweise war der Januar kälter als im Durchschnitt der Jahre 1961–1990 und damit der erste Monat seit August 2021, in dem die Temperaturen unter diesem Referenzwert lagen.

In den letzten Wochen hat sich die Zirkulation jedoch verstärkt. Und obwohl es Anzeichen für einen Zusammenbruch gibt, blieb die kalte Luft weitgehend auf die Arktis und Grönland beschränkt und konnte sich nicht nach Süden ausbreiten.

Karten zeigen Temperaturen von 500 mb nahe -58 °C, was fast dem niedrigsten Wert entspricht, der über der Arktis möglich ist.

Der Meteorologe Ryan Maue: „Diese Kälteanomalie wird die globalen Temperaturen wieder auf den 30-jährigen Durchschnitt zurückbringen.“

Sie dürfte sich auch weiterhin auf das arktische Meereis auswirken, das bereits jetzt den Durchschnitt der Jahre 2011–2020 erreicht hat.

Jede Südverschiebung des PV in den kommenden Wochen würde eine ungewöhnlich kalte arktische Luftmasse anzapfen. Einige Modelle deuten zwar darauf hin, dass sich dies anbahnen könnte (ein SSW), doch gibt es bislang noch nichts Konkretes.

Link: https://electroverse.substack.com/p/western-alps-buried-arctic-cold-intensifies?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

———————————-

Meldungen vom 18. Februar 2026:

USA: Schwerster Schneesturm in der Sierra Nevada seit Jahren

Ein schwerer Wintersturm fegt über die Sierra Nevada hinweg und bringt die stärksten Schneefälle seit Jahren.

Die Schneemesspfähle im Tahoe-Becken sind vollständig verschüttet, während der Sturm mit voller Wucht wütet. Bis Donnerstagabend werden insgesamt 90 bis 240 cm Schnee erwartet, womit dieses Wetterphänomen weit über alles hinausgeht, was bisher in diesem Winter zu beobachten war.

Die Bedingungen am Donner Summit haben sich zu einem vollständigen Schneesturm verschlechtert. Die Sichtweite ist auf nahezu null gesunken. Fahrzeuge sind verschüttet. Sattelschlepper sind gestrandet. Reisen sind unmöglich. Die Interstate 80 ist durch den Pass vollständig gesperrt, weil sich der Schnee weiterhin meterhoch auftürmt.

„Das sind die schlimmsten Schneesturmbedingungen, die ich je in meinem Leben am Donner Summit gesehen habe“, berichtete Sturmjäger Colin McCarthy.

———————————-

Rekord-Schnee in den Alpen

Die Alpen sind weiterhin unter Schnee begraben.

Nach den außergewöhnlichen Schneefällen der letzten Woche wird die Bergkette erneut von einem starken Schneesturm heimgesucht, der die Schneemengen auf ein historisches Niveau steigen lässt und die Lawinengefahr in weiten Teilen Frankreichs, Italiens und der Schweiz auf ein extremes Niveau treibt.

Die Skigebiete berichten von unerbittlichen Schneestürmen, verschütteten Infrastrukturen und sich rapide destabilisierenden Schneedecken.

In Bonneval-sur-Arc erreichte die Schneehöhe am 17. Februar auf 2.741 m 294 cm. Dies ist die höchste Schneedecke vor März, die dort seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1996 gemessen worden ist.

Mit so viel Schnee geht auch Gefahr einher.

Am Dienstag fegte eine Lawine durch das Skigebiet Courmayeur am Fuße des Mont Blanc, während die Behörden in den westlichen Alpen vor einer außergewöhnlich hohen Lawinengefahr warnten, auch in gesicherten Gebieten.

Tiefe Kälte, wiederholte Stürme und starke Schneefälle haben zusammen zu einer ungewöhnlich gefährlichen Spätwinterlandschaft in den Alpen geführt. Die Schneedecke ist derzeit außergewöhnlich hoch.

Link: https://electroverse.substack.com/p/sierras-worst-snowstorm-in-years?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

———————————-

Meldungen vom 19. Februar 2026:

Schottland: Kalter Jahresbeginn 2026 setzt sich fort

Schottland hat im Jahr 2026 noch nicht die Temperatur von 12 °C erreicht. Diese Verzögerung ist nun die längste seit 40 Jahren.

Das letzte Mal, dass es so lange gedauert hat, war 1986, als die 12 °C erstmals am 4. März erreicht worden waren.

Der kalte Winter jenes Jahres zog sich tatsächlich bis weit in den Frühling hinein, wobei erst Ende April 15 °C gemessen worden waren. Es folgte ein gedämpfter Sommer, der Teil einer Reihe von Jahren mit unterdurchschnittlichen Temperaturen Mitte der 1980er Jahre war.

In diesem Jahr blieben die üblichen kurzen Warmluftströmungen aus dem Atlantik aus. Das Land war anhaltend kalt.

Das könnte sich an diesem Wochenende ändern, wenn eine Warmluftströmung aus dem Atlantik einsetzt. Sobald die Temperaturen endlich 12 °C erreichen, wird 2026 offiziell als der thermisch gesehen kälteste Jahresbeginn in Schottland seit Mitte der 1980er Jahre bestätigt sein.

———————————-

Kalifornien: Schneesturm fordert Todesopfer

Der erste Sturmzyklus am Donner Summit ist nun vorbei. Damit endeten drei Tage mit extremen Winterbedingungen, die Fahrzeuge unter Schnee begruben, die Interstate 80 sperrten und die Schneefallmengen in die Spitzenklasse der modernen Sierra-Ereignisse katapultierten.

Der Höhepunkt wurde am zweiten Tag erreicht.

Der Schneesturm hielt stundenlang an. Die Sichtweite sank wiederholt auf null. Selbst Allradfahrzeuge mit Spikereifen und hoher Bodenfreiheit waren überfordert. Die Schneefallrate erreichte kurzzeitig 10 bis 13 cm pro Stunde.

Der erfahrene Sturmjäger Colin McCarthy stuft die Spitzenintensität als höher ein als die großen Stürme in der Sierra der jüngeren Vergangenheit, nämlich Januar 2017, Februar 2019, Dezember 2021 und den Schneesturm am Schalttag 2024. Was die Schwere in so kurzer Zeit angeht, steht dieses Ereignis ganz oben auf der Liste.

In der Nähe von Castle Peak wurde eine geführte Backcountry-Gruppe von einer Lawine erfasst. Acht Menschen sind bestätigt tot, einer wird noch vermisst. Sechs überlebten. Dies ist die tödlichste Lawine in den USA seit 1981, als 11 Bergsteiger auf dem Mount Rainier ums Leben kamen.

Die Such- und Bergungsarbeiten werden trotz sehr hoher Lawinengefahr fortgesetzt. Die Behörden fordern die Öffentlichkeit auf, sich aus dem Gebiet fernzuhalten, damit die Rettungskräfte sicher arbeiten können.

Dies ist jedoch noch nicht das Ende dieser Wetterlage.

Die Vorhersagen deuten auf eine weitere Schneefallrunde hin, die am späten Donnerstag und Freitag die Sierra erreichen wird. Auch wenn nicht mit einer Intensität wie am Dienstag zu rechnen ist, wird sich die bereits instabile Schneedecke weiter erhöhen, wodurch die Lawinengefahr hoch bleibt und die Verkehrsbeeinträchtigungen andauern werden.

———————————-

Massen-Schneefälle in den Alpen und den Pyrenäen

Alpe d’Huez hat derzeit eine der höchsten Schneedecken in den Alpen.

Die Schneehöhe beträgt etwa 2,3 m und steigt in höheren Lagen auf über 4 m. Diese Messung wurde vor der Vorhersage eines weiteren Sturms am frühen Donnerstag vorgenommen, bei dem in den Höhenlagen weitere mehr als 50 cm erwartet werden.

Spalten, Bergkämme und Zufahrtsstraßen sind zunehmend blockiert. Die Lawinengefahr bleibt in weiten Teilen der Alpen, insbesondere im Westen, auf höchstem Niveau, da sich neue Schneemassen auf einer bereits extremen Unterlage auftürmen.

Eine ähnliche Situation herrscht in den Pyrenäen.

Rund um den Col du Pourtalet verschwinden Häuser und Straßenrestaurants unter 3 bis 4 m Schnee. Die Dächer sind nicht mehr zu sehen. Die Straßen sind unterbrochen. Die Räumungsarbeiten kommen kaum hinterher, weil es weiter schneit.

Von den Hochalpen bis zu den Pyrenäenpässen ist die Schneedecke hoch, wächst weiter und wird zu einem prägenden Merkmal des Spätwinters 2026.

———————————-

Japan: Weitere Schneefälle

Im Großraum Sapporo lag die Schneehöhe wieder über 1 m.

Dieser jüngste Sturm kommt zu einer außergewöhnlichen Saison 2025–26 in ganz Japan hinzu.

Bis Mitte Februar lagen in weiten Teilen der Insel 2 m Schnee auf dem Boden, darunter in Akita, Yamagata, Toyama und Ishikawa, wobei in höheren Lagen noch höhere Schneemengen zu verzeichnen waren – beispielsweise in Sukayu, wo fast 5 m Schnee lagen, was einen neuen Rekord darstellt.

Kommunale und nationale Behörden haben diesen Winter als einen der strengsten seit Jahren in Bezug auf Schneeräumung und Belastung der Infrastruktur bezeichnet, der eher durch anhaltende als durch einzelne kurzlebige Ereignisse geprägt ist.

Link: https://electroverse.substack.com/p/scotlands-cold-start-to-2026-drags?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

———————————-

Meldungen vom 20. Februar 2026:

USA: Schneemassen in der Sierra nehmen zu

In Palisades Tahoe sind diese Woche mehr als 2,4 Meter Schnee gefallen, während die Sierra Nevada unter anhaltenden winterlichen Unwettern leidet.

15 inch ≈ 38 cm; 21 inch ≈ 53 cm; 97 inch ≈ 250 cm

Abseits der Straßen sind die saisonalen Gesamtwerte in der gesamten Region sprunghaft gestiegen, wobei mehrere Standorte nun deutlich über dem Durchschnitt liegen. In Cottonwood Lakes hat sich die Schneedecke aufgrund wiederholter ergiebiger Stürme auf etwa das Doppelte des für Mitte Februar üblichen Niveaus erhöht.

Nach einem langsamen Start überschreitet die Sierra nun rasch die saisonalen Normwerte – und es wird noch mehr kommen.

———————————-

Schneemassen auch in Osteuropa

Während die Aufmerksamkeit auf den historischen Schneefall in den Alpen gerichtet war, hatte Osteuropa mit seinem eigenen strengen Winter zu kämpfen.

Im Süden Rumäniens haben starke Schneefälle Straßen und Bahnstrecken zugeschneit, Autobahnen gesperrt und den Verkehr in der gesamten Region behindert.

In Bukarest hatten Autofahrer Mühe, ihre über Nacht verschütteten Fahrzeuge zu befreien, Züge wurden gestrichen, Flüge vom Flughafen der Hauptstadt umgeleitet und die Häfen am Schwarzen Meer aufgrund der gefährlichen Bedingungen geschlossen.

Im Nordosten wurde auch Moskau von starken Schneefällen und weitreichenden Beeinträchtigungen heimgesucht. Nach Angaben von Stadtbeamten fiel allein bis Donnerstag 70 % der durchschnittlichen monatlichen Schneemenge der Stadt.

Auf den Hauptringstraßen Moskaus kam es schnell zu Verkehrsbehinderungen, und südlich der Stadt wurden mehrere schwere Unfälle gemeldet. Flug- und Zugausfälle sowie lange Verspätungen begannen am Mittwoch, verstärkten sich am Donnerstag und hielten bis Freitag an.

Weiter südlich wurde der russische Nordkaukasus noch stärker getroffen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/sierra-snowpack-surges-eastern-europe?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 9 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 20. Februar 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE