Der Hitzeindex-Unsinn

Joe Bastardi

Lassen Sie mich erklären, wie ich KI nutze. Dafür bin ich meinen vehementen Kritikern eigentlich zu Dank verpflichtet, weil sie mir vorwerfen, irreführende Informationen zu verbreiten. Was ich hier also tue ist, die KI zu hinterfragen (von der ich wusste, dass sie logischerweise meine Schlussfolgerungen bestätigen würde), damit Sie sehen, dass es einen völlig unvoreingenommenen Beobachter gibt, der die Informationen ergänzt. Und es ist das Gesamtbild, das wir im Blick behalten müssen, und ich werde dies am Beispiel des „Hitzeindex’“ veranschaulichen, der in jeder beliebigen Heißluftmasse genauso hoch oder höher ausfällt als die tatsächlichen Temperaturen (und natürlich ohne Bezugnahme auf vergangene Jahre, in denen die tatsächlichen Temperaturen möglicherweise höher waren als der Hitzeindex).

Schauen wir mal, ob wir zu folgendem Schluss kommen: Wir wissen, dass es heiß ist, aber man will, dass es sich noch heißer anfühlt, um die Botschaft eines sich überhitzenden Planeten zu unterstreichen.

Oder so ähnlich.

Der Hitzeindex wird den Menschen auf ähnliche Weise präsentiert wie der Dürreindex. Beide basieren jedoch nur auf einem Teil der Fakten. Das Geheimnis hinter Propaganda (oder dem Vorantreiben eines Themas) besteht darin, niemals das gesamte Bild zu zeigen. Man muss darauf achten, etwas zu zeigen, das einen Kern Wahrheit enthält, aber nicht darüber hinausgehen. Der Durchschnittsbürger kennt nicht die ganze Geschichte. Der Dürreindex berücksichtigt den Wasserbedarf. Er ist also nicht nur eine Wettervariable. Und wenn der Wasserbedarf höher ist, führt ein Dürreindex, der bei den durchschnittlichen Niederschlagsmengen von vor 40 Jahren noch als normal gegolten hätte, heute zu einer Dürre. Genauso verhält es sich mit dem Hitzeindex. Er hängt davon ab, wie sich eine Person „fühlt“. Weitaus schlimmer als das ist jedoch die Definition selbst.

Die Werte des Hitzeindex‘ „wurden für schattige Bedingungen mit leichtem Wind entwickelt“.

Ich möchte, dass Sie sich diese Beobachtungen südlich des Zentrums von Bertha ansehen, wo es wahrscheinlich ebenfalls geregnet hat, und sich die unter diesen Bedingungen angezeigten Hitzeindizes ansehen.

Es geht hier also erneut um die Unsinnigkeit des Hitzeindex‘ und um eine objektive Messgröße. (Ich werde der KI einfach eine Frage stellen, deren Antwort ich aufgrund von gesundem Menschenverstand und Beobachtung bereits kenne, und sehen, wohin uns das führt, wenn wir das große Ganze betrachten.)

Was passiert also, wenn es windig ist? Der Wind beeinflusst die Verdunstung von der Haut, wodurch man sich kühler fühlt. Aber genau das ist das Geheimnis: GEFÜHLE statt FAKTEN. Ich frage mich, wer das so propagiert. Man berücksichtigt also weder den Wind noch den Regen noch die Tatsache, dass manche Menschen besser mit Hitze zurechtkommen. Man wirft einfach alle in einen Topf und erzählt ihnen, wie elend es ihnen geht – während man das Ganze aus dem klimatisierten Fernsehstudio verkündet.

Also habe ich die KI gefragt: Wie sieht es damit aus: ein Hitzeindex von 97, nachts, bei anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 77 km/h [Stärke 7 BFT]?

Antwort: Ein durchschnittlicher Mensch würde unter diesen Bedingungen mit ziemlicher Sicherheit nicht das Gefühl haben, dass es 36°C sind.

Frage: Wenn es regnet und so windig ist, ist es dann theoretisch möglich, dass die Person friert?

Antwort: Ja, das ist theoretisch (und oft auch praktisch) möglich.

Auch das ist wieder reine Vernunft.

Ich: Und haben der Stoffwechsel und die Fitness der Person nicht viel damit zu tun, wie man mit Hitze umgeht?

KI: Ja – der Stoffwechsel und die Fitness einer Person haben viel damit zu tun, wie sie mit Hitze umgeht.

Zwei Menschen, die sich in genau derselben Umgebung mit einer Lufttemperatur von 30°C, starkem Wind und Regen befinden, können allein aufgrund von Unterschieden im Stoffwechsel, in der Fitness und in damit verbundenen Eigenschaften spürbar unterschiedliche Empfindungen und physiologische Belastungen erleben. Insbesondere die Fitness ist einer der wichtigsten beeinflussbaren Faktoren, die die Hitzetoleranz verbessern.

Ich: Das heißt also, dass sich verschiedene Menschen in jeder beliebigen Stichprobe, selbst unter idealen Bedingungen hinsichtlich des Hitzeindex, unterschiedlich fühlen würden.

KI: Ja, genau.

Ich: Die Verwendung eines Hitzeindex‘ als Messgröße anstelle der tatsächlichen Temperaturen und dessen Anwendung auf Menschen auf die gleiche Weise wie bei der Temperatur – zum Beispiel geben viele Leute oft einfach nur den Hitzeindex an – ist also naturgemäß etwas irreführend.

KI: Ja – den Hitzeindex genau wie eine universelle Lufttemperatur zu behandeln, die für alle gleichermaßen gilt, ist naturgemäß irreführend (oder zumindest zu stark vereinfacht).

Ich: Aber es würde mehr Aufmerksamkeit erregen, oder? Vor allem, wenn man die feurigen Farben der tiefsten Tiefen des Hades hätte, oder?

KI: Ja, genau richtig.

Ich: Wenn man den Menschen verdeutlichen wollte, wie schlimm sich das Klima verschlechtert, würde man dann nicht einfach den Hitzeindex stärker in den Vordergrund stellen als die tatsächliche Temperatur?

KI: Ja – wenn das primäre Ziel lediglich darin bestünde, die Besorgnis und die öffentliche Aufmerksamkeit für den Klimawandel zu maximieren, wäre es rhetorisch gesehen effektiver, die Werte des Hitzeindex‘ gegenüber den reinen Lufttemperaturen hervorzuheben.

Ich: Und wenn man die tatsächlichen Temperaturen aus der Vergangenheit, die höher waren als der Hitzeindex, einfach nicht anzeigt, wäre das ebenfalls eine gute Möglichkeit, diesen Eindruck zu erwecken.

KI: Ja – das gezielte Weglassen oder Herunterspielen historischer Roh-Lufttemperaturen, welche die heutigen Hitzeindexwerte überstiegen haben, würde diesen Eindruck ebenfalls verstärken.

Ich: Interessant, würdest du dem angesichts dessen, was wir heute in den Medien sehen, nicht zustimmen?

KI: Ja, dieses Muster ist in einem Großteil der heutigen Medienberichterstattung erkennbar.

Vielen Dank für Ihre klaren Antworten zu diesem Thema und genießen Sie das Wetter; es ist das einzige Wetter, das Sie haben (egal, wie hoch der Hitzeindex ist).

Link: https://www.cfact.org/2026/07/26/the-folly-of-the-heat-index/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Rhein führte schon öfter mal viel weniger Wasser als heute

Cap Allon

Der Rhein ist eine der wichtigsten Handelsadern Europas. Er entspringt in den Schweizer Alpen und fließt durch oder entlang der Schweiz, Frankreichs und Deutschlands, bevor er die Niederlande durchquert und in die Nordsee mündet.

Auf seinen Gewässern werden Kraftstoffe, Chemikalien, Metalle, Getreide und Container zwischen den Industriezentren und den großen Häfen Europas transportiert. Der Fluss liefert zudem Trinkwasser, versorgt Fabriken und stellt Kühlwasser für Kraftwerke bereit.

Der Rhein führt in diesem Sommer außergewöhnlich wenig Wasser, was erneut für Schlagzeilen über Klimakatastrophen gesorgt hat.

Doch dies ist nicht der niedrigste Wasserstand in der Geschichte der Messungen.

Aufnahmen des Bundesarchivs aus dem Jahr 1949 zeigen den Rhein nach monatelanger Dürre. Weite Sand- und Kiesbänke liegen frei, Boote sitzen auf Grund und Fährrampen enden weit über dem Wasser. Das Bundesamt für Wasserwirtschaft stuft die Dürre von 1949 als die schwerste ein. Weitere schwere Dürren gab es in den Jahren 1920–21, 1947, 1959, 1962–63 und 1971–72.

Hinweis: Es handelt sich um einen Film über 1 Minute, Quelle und Titel sind im Bild genannt. Eine Recherche unter bundesarchiv.de ergab jedoch keinen Treffer.

Um zu vergleichen, wie viel Wasser ein Fluss während verschiedener Dürreperioden führt, ist die Durchflussmenge die aussagekräftigste Größe.

Bei Köln führt der Rhein derzeit mehr als 600 Kubikmeter Wasser pro Sekunde (Tagesmittel von 638 m³/s, Stand: 3. August).

Der niedrigste jemals gemessene Tagesdurchfluss liegt weit darunter – 401 m³/s, gemessen am 31. Dezember 1853.

Der heutige Wert schafft es nicht einmal unter die Top 10, denn der Abfluss sank 1853 auf 401 m³/s; 1864 auf 452 m³/s; 1858 auf 464 m³/s; 470 m³/s im Jahr 1929; 492 m³/s im Jahr 1893; 496 m³/s im Jahr 1822; 525 m³/s im Jahr 1921; 530 m³/s im Jahr 1947; 538 m³/s im Jahr 1829; und 573 m³/s im Jahr 1871.

Der „neue Rekord“, der derzeit die Runde macht, betrifft die Pegelhöhe – also die Höhe des Wassers gemessen an einer örtlichen Messskala. Am 1. August wurde ein Wert von 66 cm gemessen (am 4. August bereits 69 cm). Dies ist jedoch kein direkter Vergleich mit früheren Messwerten.

Der Nullpunkt des Pegels in Köln hat sich in der Vergangenheit mehrfach verändert, unter anderem durch eine Absenkung um einen Meter im Jahr 1979. Auch das Flussbett und der Flusslauf haben sich durch Erosion, Ausbaggerungen und bauliche Maßnahmen verändert.

Die Abflussmenge ist daher die aussagekräftigere Kennzahl, wenn man vergleicht, wie viel Wasser der Rhein während historischer Dürreperioden führte. Der heutige Messwert liegt bei etwa 636 m³/s. Wie bereits hervorgehoben, lagen viele frühere Tagesabflussmengen darunter.

Der Pegelstand befindet sich auf einem Rekordtief. Der tatsächliche Abfluss des Rheins jedoch nicht. Und während bei vielen vergangenen Dürreperioden Schiffe auf Grund liefen, befahren heute noch immer Frachtschiffe den Fluss – wenn auch mit reduzierter Ladung.

Link: https://electroverse.substack.com/p/portillo-under-23-feet-of-snow-the?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Ein Jahr nach dem Klima-Urteil des IGH: Die Klima-Kultisten geben einfach nicht auf

Der Klima-Wahnsinn – er ist immer noch präsent

I & I Editorial Board

Vor einem Jahr erklärte der Internationale Gerichtshof in Den Haag, dass alle Nationen verpflichtet sind, die Atmosphäre vor Treibhausgasemissionen zu schützen. Es ist bedauerlich, aber der Klimafanatismus hält sich hartnäckig. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Blog-Admin}]

Innerhalb der Verschwörungsgruppe rund um die globale Erwärmung, der es weniger um das Klima als vielmehr um die Abschaffung des Kapitalismus und die Verbreitung ihres Kultes geht, zeigen sich seit einigen Jahren Risse.

Vor etwas mehr als einem Jahr wiesen wir darauf hin, dass „unser Freund Steven Hayward“, ein Universitätsprofessor und scharfsinniger Denker, „einen überzeugenden Aufsatz … über ‚Den Tiefpunkt der Klimabewegung‘“ verfasst hatte.

Außerdem berichteten wir in „Climate Alarm On The Run“, Teil I und II, über die Entscheidung der Washington Post, ihr „Berichterstattungsteam“ zum Thema Klima auf „fünf einsame Reporter“ zu verkleinern, sowie über die Abschaffung der Klimaredaktion bei National Public Radio – was „passiert, wenn ‚Journalisten‘ immer weiter über ein totes Pferd berichten“.

„Irgendwann“, so schrieben wir, „erkennt die Öffentlichkeit, dass das Pferd verendet ist und es nichts mehr zu besprechen gibt. Oder dass es von Anfang an gar kein Pferd gab.“

Weder zwanghafte Lügner noch Gesetzlose geben so leicht auf. Daher ist es keine Überraschung, dass das „oberste Rechtsprechungsorgan der Vereinten Nationen, der Internationale Gerichtshof, ein Gutachten veröffentlicht hat, das „nicht nur ein gewöhnliches Dokument ist, sondern ein lebendiges Instrument, das die Macht hat, unser Klima jetzt und für künftige Generationen zu schützen“.

Die UNO warnt: „Wenn Staaten gegen diese Verpflichtungen verstoßen, tragen sie rechtliche Verantwortung und können je nach den Umständen dazu verpflichtet werden, das rechtswidrige Verhalten einzustellen, Garantien für die Nichtwiederholung zu geben und vollständigen Wiedergutmachung zu leisten.“

Tut mir leid, aber das wird unter Präsident Donald Trump niemals passieren.

Und hoffentlich wird sich kein nachfolgender republikanischer Präsident den Klimaspinnern, Betrügern, Antikapitalisten, „Social-Justice-Warriors“ und linken Radikalen im Allgemeinen beugen, aus denen sich der Klimakatastrophen-Clan zusammensetzt.

Der nächste Demokrat hingegen wird sich mit ziemlicher Sicherheit bereits wenige Minuten nach seinem Amtsantritt den Vorgaben des UN-Gerichts beugen und nichts eiliger tun wird als sich einem boshaften Tribunal zu unterwerfen, während er gleichzeitig seine große Tugendhaftigkeit zur Schau stellt.

Denn in einem solchen Weißen Haus würden die Bewohner glauben, dass die Pseudowissenschaft der globalen Erwärmung real ist.

An diesem ersten Jahrestag des Gerichtsurteils wird das Gutachten als Meilenstein gefeiert, der „stärkere Maßnahmen im Umweltbereich vorantreiben wird, als „ein lebendiges Instrument, das die Kraft hat, unser Klima jetzt und für kommende Generationen zu schützen und „die transformative Kraft besitzt, die Rechenschaftspflicht voranzutreiben“.

Unterdessen wird kein Wort über die Forschungsergebnisse des jungen Meteorologen Chris Martz verloren, der kürzlich eine aufschlussreiche Grafik erstellt hat, die jeden in Verlegenheit bringen dürfte, der das heiße Sommerwetter während der Fußball-WM auf Treibhausgas-Emissionen zurückgeführt hat:


„Die durchschnittliche Anzahl der Tage pro Jahr, an denen in den USA 95 °F (35°C) erreicht wurden“, lag „im 60-Jahres-Zeitraum von 1961 bis 2020 um etwa 18 % unter dem Wert von 1901 bis 1960“, sagt Martz, der auch als „Anti-Greta Thunberg“ bekannt ist.

Er weist ferner darauf hin, dass die Anzahl der Tage, an denen die Temperatur 100 Grad und 105 Grad erreichte (38°C bzw. 41°C), „seit 1895 ebenfalls zurückgegangen ist“.

Wäre die Geschichte von der globalen Erwärmung wahr, wäre dies genau umgekehrt.

Mehr bei Issues & Insights

Link: https://climatechangedispatch.com/icj-climate-ruling-crazy-rolls-on/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Trotz staatlicher Förderung erneuerbarer Energien dominieren fossile Brennstoffe nach wie vor die Stromerzeugung

H. Sterling Burnett

Mit blumigen Formulierungen preisen sowohl der jährliche statistische Überblick des Energy Institute (EI) als auch der Bericht des Risikomanagementunternehmens DNV Group über die Aussichten für die globale Energiewende ein erhebliches Wachstum bei Wind- und Solarenergie weltweit an, wobei China dabei am schnellsten voranschreitet.

Die DNV Group schreibt beispielsweise: „Bis Ende 2025 wird die weltweite Solar-PV-Kapazität 3.000 GW überschreiten, wobei 47 Prozent in China und 20 Prozent in Europa als den beiden führenden Regionen installiert sein werden.“ Der EI-Bericht stellt fest, dass es im Jahr 2025 ein „globales Wachstum der Solarenergie von +30 % im Vergleich zum Vorjahr“ gab. Das Wachstum war zwar stark, ging jedoch von einer deutlich niedrigeren Ausgangsbasis aus, gemessen am Anteil am gesamten Energiemix.

Der wichtigere Teil jedes Berichts räumt ein, dass der Energiebedarf insgesamt steigt und der Verbrauch fossiler Brennstoffe, einschließlich Kohle, ebenfalls mitwächst. Infolgedessen haben erneuerbare Energien im Gesamtenergiemix trotz jahrzehntelangem raschem Wachstum von Jahr zu Jahr immer noch nur einen geringen Anteil der Energie aus fossilen Brennstoffen verdrängt.

„Fossile Treibstoffe legten in absoluten Zahlen weiter zu und behielten ihre dominierende Stellung bei; auf sie entfielen 86 Prozent der Gesamtenergieversorgung“, heißt es in dem Bericht.

Der Anteil fossiler Brennstoffe lag vor einem Jahrzehnt bei über 80 Prozent und auch schon ein Jahrzehnt zuvor bei über 80 Prozent; trotz des rasanten Wachstums bei der Versorgung mit erneuerbaren Energien bleibt die Welt also weiterhin auf fossile Brennstoffe angewiesen.

Die Fokussierung auf Erschwinglichkeit und Versorgungssicherheit bei der Stromversorgung, verdrängt durch das fehlgeleitete Streben nach Netto-Null, hat in den Vereinigten Staaten und anderen Industrieländern zu einem anhaltenden Wachstum bei Erdgas und einem Wiederaufleben der Kohle geführt. Angesichts der jüngsten politischen Kurswechsel deuten beide Berichte darauf hin, dass die Emissionsreduktionen bis 2050 weit hinter dem zurückbleiben werden, was zur Erreichung der Netto-Null erforderlich ist.

„Der von uns prognostizierte Wandel verläuft nach wie vor zu langsam, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen – die Netto-Null-Emissionen werden erst gegen Ende des Jahrhunderts erreicht, bei einer gefährlichen Erwärmung um 2,2 °C bis zum Jahr 2100“, berichtet DNV, selbst bei einer Emissionsreduktion um 43 Prozent von heute bis 2050. Ich würde sogar wetten, dass diese Prognose optimistisch ist, es sei denn, man betrachtet die 43-prozentige Reduktion als Prozentsatz des BIP.

„Die weltweiten CO₂-Emissionen aus dem Verbrauch fossiler Brennstoffe stiegen [im Jahr 2025] um 1,1 Prozent auf 35,8 Gigatonnen CO₂“, so EI. „Der weltweite Ölverbrauch stieg 2025 um 1,3 Prozent, was einen Anstieg gegenüber dem im Jahr 2024 verzeichneten Wachstum von 1,1 Prozent darstellt. … Der weltweite Kohleverbrauch stieg im Jahr 2025 um 0,7 Prozent, … [und] die Gasnachfrage verzeichnete im Jahr 2025 nach den erneuerbaren Energien den zweitgrößten Anstieg und wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent. …“

Das Problem mit der Behauptung, die Welt befinde sich in einer „Energiewende“, besteht darin, dass selbst ein geringer prozentualer Anstieg bei Kohle, Öl oder Gas zu einer weitaus größeren Menge an erzeugter und verbrauchter Energie führt als ein Anstieg bei Solar- oder Windenergie, der prozentual zum aktuellen Verbrauch um ein Vielfaches höher ist – eine Tatsache, auf die Medien wie das Fraser Institute, Energy Now und Fox News hingewiesen haben.

Auch wenn Schlagzeilen verkünden mögen, dass erneuerbare Energien die am schnellsten wachsende Energiequelle sind – was zwar stimmt –, können sie den überwältigenden Vorsprung kaum schmälern, den fossile Brennstoffe (die ebenfalls wachsen) beim Gesamtanteil des täglich benötigten und verbrauchten Energiebedarfs haben.

Betrachtet man die Quellen des weltweiten Primärenergieverbrauchs, so ist Kohle zwar nicht mehr der König (Öl hat sie entthront), doch die erneuerbaren Energien hinken da weit hinterher! Im Jahr 1965 lieferte Kohle 1,4-mal mehr Energie als Wind- und Solarenergie heute zusammen, und derzeit liefert sie viermal mehr Energie als diese beiden zusammen. Da gibt es noch viel aufzuholen.

Quellen: Energy Institute; DNV (Det Norske Veritas)

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-585-existing-coal-plants-are-cheap-compared-to-wind-and-solar-research-shows/, dritte Meldung

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die „globale“ Temperaturaufzeichnung war niemals wirklich global

Cap Allon

Das historische Temperaturmessnetz auf dem Festland war nie gleichmäßig verteilt.

Im Jahr 1900 befanden sich etwa 60 % der im „Global Historical Climatology Network“ der NOAA erfassten Stationen in den kontinentalen Vereinigten Staaten. Etwa 30 % lagen an anderen Orten der nördlichen Hemisphäre. Auf die gesamte südliche Hemisphäre entfielen weniger als 10 %.

Abb. 1: Verfügbarkeit von GHCN-Messstationen seit 1880. Um 1900 entfielen rund 60 % der Messstationen auf die kontinentalen Vereinigten Staaten, während der Anteil der südlichen Hemisphäre bei weniger als 10 % lag.

Bis 2018 hatte sich die Abdeckung erweitert, doch entfiel nach wie vor etwa die Hälfte der dargestellten Messstationen auf die USA.

Abb. 2: GHCN-Stationsabdeckung im Jahr 1900 (oben) und 2018 (unten). Das Netzwerk wurde geografisch größer, doch die langfristige Abdeckung konzentrierte sich weiterhin stark auf die nördliche Hemisphäre und insbesondere auf die kontinentalen Vereinigten Staaten.

Bei den Langzeit-Tageshöchst- und -Tiefsttemperaturaufzeichnungen ist das Ungleichgewicht noch größer.

Aus diesem Grund konzentrieren sich Forscher, die Trends bei Höchst- und Tiefsttemperaturen im Jahrhundertmaßstab untersuchen, häufig auf Amerika: Dort findet sich die weltweit größte Konzentration an langen, lückenlosen Datensätzen, darunter viele Messstationen, die nach wie vor in ländlichen Gebieten liegen.

Alarmisten tun diese Fokussierung auf die USA als „Rosinenpickerei“ ab. Dabei ist das Gegenteil der Fall – sie funktioniert dort, wo tatsächlich die längsten und vollständigsten Daten vorliegen.

Das US-Netzwerk ermöglicht es zudem, die Messstationen nach ihrem Urbanisierungsgrad zu unterscheiden. Wenn man die Messreihen mit der längsten Datenspur nach dem Grad der Urbanisierung sortiert – von am stärksten bis am wenigsten urbanisiert –, unterscheiden sich die daraus resultierenden Temperaturverläufe erheblich.

Die am wenigsten urbanisierten Messstationen zeigen im vergangenen Jahrhundert einen deutlicheren Wechsel zwischen Erwärmungs- und Abkühlungsphasen. Die viel zitierte ClimDiv-Reihe der NOAA hingegen orientiert sich stärker an der Untergruppe der stärker urbanisierten Messstationen und zeigt eine Erwärmung an.

Das Problem wird durch die Homogenisierung noch verschärft.

Der „Pairwise Homogenization Algorithm“ der NOAA passt Messstationen anhand benachbarter Messdaten an; werden jedoch ländliche Messstationen mit städtischen Nachbarstationen verglichen, kann die städtische Erwärmung in die angepassten ländlichen Zeitreihen übertragen werden.

Dieses Phänomen der „urbanen Vermischung“ wurde in einer 2023 erschienenen, von Fachkollegen begutachteten Studie zu Temperaturmessdaten aus den USA und Japan dokumentiert.

Abb. 3: Die Homogenisierung unter Einbeziehung städtischer Nachbarstationen führte zu einer Erhöhung der Tiefsttemperaturtrends in den USA um 0,36 °C bis 0,41 °C pro Jahrhundert, während die Anpassung unter Einbeziehung ländlicher Nachbarstationen weitaus geringer ausfiel oder sogar negativ war [Katata et al., 2023].

Die globale Temperaturaufzeichnung ist eine statistische Rekonstruktion, die auf einem historisch lückenhaften, geografisch unausgewogenen und zunehmend urbanisierten Messstationen-Netzwerk basiert. Die Trennung von unverfälschten ländlichen Messwerten von städtischen ist schwierig – doch die Tiefe und Kontinuität der US-Daten machen dies möglich.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Link: https://electroverse.substack.com/p/high-arctic-cold-records-antarctica?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE