Temperaturvergleich Mai und Juni über 80 Jahre: …

Beide Monate verhalten sich vollkommen unterschiedlich

Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Kohlendioxid hinterlässt keine erkennbaren Erwärmungswirkungen in den Deutschland-Temperaturreihen

Behauptet wird von den Leitmedien, von den bezahlten Treibhauswissenschaftlern und der gläubigen Treibhauskirche, dass der steigende CO₂-Gehalt der Atmosphäre für die steigenden Temperaturen Deutschlands und der Erde verantwortlich sein sollen. Behauptet wird vom PIK und IPPC eine absurd hohe Klimasensitivität von 2 bis 4,5 Grad. Natürlich ohne irgendwelche Versuchsbestätigungen.

Wir zeigen in diesem Artikel anhand des Temperaturverlaufs der Monate Mai und Juni, dass die Behauptungen einer starken Treibhauserwärmung verursacht durch Kohlendioxid falsch sind. Schon gar nicht ist CO₂ der alleinige Temperaturtreiber wie die Klimahysteriker behaupten.

Richtig ist: Im Temperaturverlauf der beiden Monate sind keine CO₂-Signale erkennbar. Und beide Monate verhalten sich vollkommen unterschiedlich

Darauf deuten bereits die beiden folgenden DWD-Grafiken seit 1988 hin:

Grafik 1: Mai und Juniverlauf als Schnitt der etwa 2000 wärmeinselverseuchten und wärmer gemachten DWD-Stationen. Der Mai hat eine trotzdem eine leicht fallende Trendlinie, der Juni ist dagegen der seit 1988 am stärksten sich erwärmende Monat. Datenquelle: Deutscher Wetterdienst Offenbach

Ergebnis: Schon aus den Original DWD-Temperaturreihen für Deutschland ist ersichtlich: Der Mai wird seit 1988 leicht kälter. Der Juni wird deutlich wärmer seit 1988, und seit 2019 kühlt er steil ab. Seitdem wird auch die Juni-Steigungstrendlinie seit 1988 flacher.

Damit hat der Deutsche Wetterdienst anhand seiner Temperaturreihen bewiesen: Kohlendioxid hat keine oder fast keine Wirkung auf die Deutschlandtemperaturen. Die angsterzeugende Klimapolitik, das Geschwafel der CO₂-Treibhauskirche ist falsch.

Die Grafik 1 beweist: Kohlendioxid kann im Mai seit 1988 nicht abkühlend wirken und im Juni stark erwärmend.

Betrachtung eines längeren Zeitraumes für Mai und Juni, seit 1943

Abb. 2: Die Temperaturentwicklung der Monate Mai und Juni, gezeichnet nach den DWD-Originaltemperaturen verhalten sich seit 1943 vollkommen unterschiedlich.

Auswertung der Grafik 2:

  1. Von 1943 bis 1987: Beide Monate werden in diesem Zeitraum kälter, der Mai etwas stärker als der Juni.
  2. Starker Temperatursprung beim Mai von 1987 auf 1988, der Juni hat gar keinen Temperatursprung
  3. Von 1988 bis 2024, leichte Maiabkühlung, sehr starke Junierwärmung.

Die Grafik 2 der DWD-Temperaturreihen von Mai und Juni enthalten 6 Zeitabschnitte und zeigen, dass CO₂ keinen oder kaum einen Einfluss auf die Temperaturen haben kann. Lediglich im Juni besteht für den Bereich 1988 bis heute eine Zufallskorrelation.

Die gleichen Aussagen lassen sich aus den Temperatur-Trendgeraden in West-Europa ableiten.

Abb.3 Temperaturentwicklung der Monate Mai und Juni in Westeuropa. Quelle: https://climatereanalyzer.org/

Abb. 4: Laut alimentierter Treibhausforschung ist CO₂ der Haupttemperaturtreiber der Klimaerwärmung. Die beiden Monate Mai und Juni beweisen das Gegenteil

Zum direkten Vergleich mit Deutschland und der CO₂-Zunahme, unser Nachbarland Österreich

Abb. 5, bitte mit Grafik 2 vergleichen, ziemlich identisch.

Ergänzungen der Temperaturverläufe durch die Tag/Nachtemperaturen bei den Monaten Mai und Juni.

Die Tmax und Tmin Aufzeichnungen beider Monate liegen seit 1947, also nach dem Kriege einigermaßen zuverlässig bei etwas mehr als 500 DWD-Wetterstationen vor. Mehr gibt es nicht, die gleichzeitig Tmax, Tmin bis 2024 mitmessen. Allerdings sind diese Stationen wie beim DWD üblich in diesem Zeitraum oft versetzt worden. Wir verwenden die Originaltemperaturen der Stationen wie diese vom DWD veröffentlicht werden. In einer mühevollen, sehr zeitraubenden Arbeit hat M. Baritz die Einzelergebnisse zusammengefasst. Diese Grafikauswertung findet man nirgendwo beim DWD. Eigentlich schade, denn sie ist vielsagend.

Der Übersichtlichkeit halber zeichnen wir diesmal die Grafiken Mai/Juni untereinander:

Abb. 6a/b: Oberer grauer Graph, die tagsüber gemessenen Tmax-Temperaturen, Farben für Mai und Juni sind gleich. Blauer Graph sind die meist bei Sonnenaufgang gemessenen Tmin-Temperaturen.

Auswertung der Grafiken in Abb. 6: ein einziges Wirrwarr an Temperaturreihen, auf den ersten Blick vollkommen unterschiedliche Temperaturverläufe bei den beiden Monaten und Messungen.

Beim genaueren Betrachten ergeben sich aber auch Gemeinsamkeiten:

Zeitraum vor 1987: die Temperaturen fallen bei beiden Monaten, wobei die tagsüber gemessenen T-Max am deutlichsten fallen. Die Nächte bleiben gleich. Die Schere zwischen T-Max und t-Min schließt sich bei beiden Monaten.

Zeitraum ab 1988: Schere zwischen T-Max und T-Min öffnet sich beim Juni sehr stark, beim Mai gibt es keine merkliche Tendenz.

Auffallend: Es ist keinerlei Abhängigkeit oder Zusammenhang mit einem CO₂-Haupttemperaturtreiber erkennbar. Mai und Juni zeigen, dass es keine allgemein wirkende CO₂ Treibhauserwärmung geben kann.

Insbesondere kann CO₂ beim Mai seit 1988 nicht leicht abkühlend wirken und beim Monat Juni stark erwärmend, wobei 2019 anscheinend ein Umkehrpunkt erreicht ist. So ein Gas, welches in der Nacht vom 31. Mai auf 1. Juni seine Gaseigenschaften radikal ändert, gibt es nicht.

Die bezahlte CO₂-Treibhauspaniklehre ist eine bewusste Irrlehre

Wenn nicht CO₂ das Klima bestimmt, was dann?

Es gibt viele Ursachen und Gründe, welche die ständigen Klimaänderungen gerade in Mitteleuropa bewirken. Diese wirken gleichzeitig verstärkend oder abschwächend bei den einzelnen Wetterdaten, in einzelnen Monaten unterschiedlich und tagsüber anders als nachts.

Welche sind das? Wir verweisen auf unsere Einzelartikel, in welchen wir die fünf Hauptursachen jeweils beschreiben, z.B. hier.

Anmerkung: Wir leugnen nicht die IR-Absorption bestimmter Gas-Moleküle, die in Deutschland irreführend Treibhausgase genannt werden. Versuche zur IR-Absorption haben wir im Studium selbst durchgeführt. Aber die behauptete Erwärmung und Thermalisierung der anderen Luftbestandteile konnte noch niemals eindeutig nachgewiesen werden. Und deshalb gibt es diese beängstigte Erwärmung der restlichen Luft durch CO₂ auch nicht. Es gibt auch keinerlei technische Anwendungen des Treibhauserwärmungsglaubens. Und wir haben in diesem Artikel durch den Mai/Juni Temperaturvergleich gezeigt, dass eine mögliche CO₂ Erwärmungsursache im Rauschen der DWD-Daten verschwindet, also vollkommen vernachlässigbar wäre.

Merke:

Wäre CO₂ der Haupttemperaturtreiber oder gar der einzig bestimmende Temperaturfaktor dann müssten alle Graphen in der Abbildung 6 für den Monat Mai und Juni denselben Verlauf haben, und zwar alle mit der gleichen Formel steigend für alle 12 Zeitabschnitte. Vollkommen identisch, egal welche Zeiträume und egal ob Tag oder Nacht betrachtet wird.

Der Deutsche Wetterdienst beweist mit seinen Mai- und Juni-Temperaturdaten, dass ein möglicher CO₂-Treibhauseffekt allerhöchstens in geringen homöopathischen Dosen versteckt mitwirken kann.

Frage: Wenn nicht Kohlendioxid der alles bestimmende Faktor der Temperaturen ist, was dann? Unsere Antwort: Die Veränderungen der Sonnenstunden und der Sonnenintensität.

Abb. 7 Die Sonnenstunden bestimmen hauptsächlich den Temperaturverlauf der beiden Monate. Man beachte: Auch die Maisonnenstunden haben 1987/88 einen Sprung auf ein höheres Niveau.

Logisch, dass die Sonnenstunden hauptsächlich die Tagestemperaturen bei den Grafiken 5a und 5b bestimmen. Und auch vor 1988 hat die Sonne noch niemals nachts geschienen.

Weshalb seit 1988 die Sonnenstunden und die Strahlungsintensität in Mitteleuropa zugenommen haben, dafür gibt es andere Studien im Bereich „das irdische Wetter und Klima wird letztlich im Weltall gemacht“, z.B. über die Temperaturen hier oder die Niederschläge hier oder in Kurzform hier.

Diese UNO-Definition für Klimaänderung ist somit falsch: Der Begriff Klimawandel bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Wir schlagen folgende vor: Der Begriff Klimawandel bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch die Anzahl der Sonnenstunden bewirkt werden, aber auch menschliche Aktivitäten beeinflussen das Klima, jedoch nicht CO₂.

Kohlendioxid beeinflusst die Temperaturen nicht oder nicht messbar. Außer den DWD-Temperaturreihen der Monate Mai und Juni gibt es noch viele andere Beweise, einige sollen hier aufgeführt sein:

  1. Es gibt keinen Versuch, der die Klimasensitivität von CO₂ auch nur annähernd bestimmen kann. Behauptet werden 2° bis 4,5°C Erwärmung. Jeder Versuch liefert Null oder das Ergebnis verschwindet im Rauschen der Messfehler.
  2. Die Sprengung der Nordstream-pipeline, bei der tausende Tonnen des 50- fach stärkeren Treibhausgases Methan freigesetzt wurden, zeigte keinerlei Erwärmung oder gar hotspots über der Austritts-Stelle.
  3. Es gibt auch keinerlei technisches Anwendungsbeispiel, bei welchem wir Menschen uns den behaupteten CO₂-Treibhauseffekt positiv zunutze machen könnten.
  4. Schon bei der Elite der deutschen Physiker wie Einstein, Heisenberg, Hahn, Planck spielte der CO₂-Treibhauseffekt keine Rolle. Er existierte für sie schlichtweg nicht, obwohl die Hypothese dazu schon Jahrzehnte zuvor entwickelte wurde.
  5. Wir sind weit entfernt von einer bevorstehenden Klimakatastrophe, von angeblichen Kipppunkten oder gar einer Klimaverbrennung der Erde. Derartige Behauptungen sind absolut falsch und deshalb lächerlich.

Auf der Erde war es schon weitaus kälter oder wärmer, das zeigt uns die nächste Grafik:

Grafik 8: Einordnung der gegenwärtigen Temperaturen, Vergleich mit anderen Zeitepochen. Von einer Klimakatastrophe oder Erdüberhitzung sind wir weit entfernt. Es liegt ein absolut ausgeglichenes Klima vor.

Merke: Die treibhausbasierte Klimahysterie ist eine Wissenschaft des finstersten Mittelalters. Da geht’s nur ums Geld und einen CO₂-Ablaßhandel. Diese Irrlehre dürfen wir uns nicht länger gefallen lassen.

Wir brauchen mehr CO in der Atmosphäre

Eine positive Eigenschaft hat die CObestätigen dies (auch hier und vor allem dieser Versuchsbeweis).

Kohlenstoffdioxid ist überhaupt kein Klimakiller und schon gar kein Giftstoff. Derartige Behauptungen sind eine bewusste Lüge. Das Leben auf dem Raumschiff Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO ist das gasförmige Transportmittel, um den Wachstumsmotor Kohlenstoff zu transportieren. Wer CO vermindern will, versündigt sich gegen die Schöpfung dieses Planeten.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht das teure Geschäftsmodell Klimaschutz, das keinerlei Klima schützt, sondern über gesteuerte Panik- und Angstmache auf unser Geld zielt. Gegen die Terrorgruppe „letzte Generation“ muss mit allen gesetzlich erlaubten Mitteln vorgegangen werden, da die Gruppe keine Natur- und Umweltschützer sind, sondern bezahlte Chaosanstifter. Ebenso gegen die panikverbreitende Politik und Medien. Abzocke ohne Gegenleistung nennt man das Geschäftsmodell, das ähnlich wie das Sündenablassmodell der Kirche im Mittelalter funktioniert – ausführlich hier beschrieben. Nur mit dem Unterschied, dass man uns das Geld automatisch in Form von Steuern aus der Tasche zieht. Ein Aufstand der Anständigen ist unbedingt und schnell erforderlich.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt menschlichen Handelns gestellt werden. Die Erhaltung der natürlichen Vielfalt von Pflanzen und Tieren sollte ein vorrangiges Ziel sein und nicht diese unseriöse Panikmache von Medien im Verbund mit gut verdienenden Klimaangst-Schwätzern wie z.B. die Professoren Quaschnig/Lesch/Rahmstorf/Schellnhuber/Latif und anderen von uns in der Politik agierenden und teuer bezahlten fabulierenden Märchenerzählern.

Wir alle sind aufgerufen, jeder auf seinem Weg und nach seinem Können die derzeitige Klima-Panikmache und die Verteufelung des lebensnotwendigen Kohlendioxids zu bekämpfen. Ein Umdenken in der Bevölkerung und bei den Kirchen ist schnellstens erforderlich, um den völlig unsinnigen CO₂-Reduzierungsmaßnahmen der weltweit grünen Klimapolitik ein Ende zu bereiten. Dieses „Grün“ hat nichts mit einer notwendigen Naturschutz- und Umweltpolitik zu tun.

Sauberes Wasser, saubere Luft, eine erholsame Landschaft mit einer intakten Fauna und Flora mit ausreichend Kohlendioxid ist lebensnotwendig

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, Naturschützer und unabhängiger Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

 




Kältereport Nr. 29 / 2024

Christian Freuer

Vorbemerkung: Dieser Kältereport ist kürzer als die letzten, weil pro Tag nur ein oder zwei Meldungen kommen. Dafür postet Cap Allon immer wieder Hintergrund-Beiträge, die so interessant sind, dass die meisten davon separat übersetzt werden.

Im Mittelpunkt der Kältemeldungen steht diesmal wieder der Winter auf der Südhemisphäre und hier besonders Südamerika und Australien. Zumindest in der Osthälfte Australiens bis hinauf in die tropische Provinz Queensland scheint ein ganz außerordentlich kalter Winter im Gange zu sein.

Eine Meldung vom 15. Juli 2024:

Anhaltende Kälte in Argentinien

In Argentinien und Chile ist es weiterhin sehr kalt, ist doch die Schneedecke in Südamerika weiterhin ungewöhnlich hoch. Rekordverdächtige Tiefsttemperaturen und großflächige Schneefälle haben Auswirkungen auf das tägliche Leben, die Landwirtschaft und die Infrastruktur.

In weiten Teilen Argentiniens wurden am Sonntag erneut ungewöhnlich niedrige Temperaturen gemessen: Santa Rosa del Conlara verzeichnete -9°C, Villa Reynolds -8,7°C, Coronel Suarez -7,1°C, Azul -6,8°C, Tandil -6,5°C, El Palomar -6,0°C, La Plata -5,2°C und Junín -5°C.

Die Schneefälle waren in dieser Jahreszeit ungewöhnlich stark und weit verbreitet. In weiten Teilen der Anden wurden Schneemengen über 2 m, in Südargentinien und Chile bis zu 1,5 m und in den südlichen Bundesstaaten Brasiliens wie Rio Grande do Sul bis zu 30 cm gemeldet.

Die Kälte hat an einigen Orten Rekorde gebrochen.

Gestern wurde in Iguazú ein Höchstwert von nur 8,3 °C gemessen, der drittniedrigste Tageshöchstwert in der Geschichte der Stadt, der mit dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 1965 konkurriert. Außerdem war dies der vierte Tag in Folge, an dem die Tageshöchsttemperatur unter 10°C lag, was ein noch nie dagewesenes Ereignis ist, lag doch bisherige Rekord bei drei aufeinanderfolgenden Tagen im Juli 2000.

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Es folgt noch ein Beitrag zu einer bemerkenswerten „Flaute“ von Hurrikanen in der Karibik. Das wird anderswo thematisiert.

Link: https://electroverse.substack.com/p/argentina-continues-to-freeze-hurricane?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 16. Juli 2024:

Die kälteste erste Hälfte des Juli in Buenos Aires

Argentinien hat in diesem Winter eine historisch kalte und schneereiche Zeit hinter sich.

Dieses Diagramm zeigt die Durchschnittstemperatur in Buenos Aires für die erste Julihälfte von 1950 bis 2024, basierend auf Beobachtungen des amtlichen zentralen Observatoriums der Stadt:

Die erste Julihälfte dieses Jahres war mit einer Durchschnittstemperatur von 7,3 °C die kälteste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950.

Das 1872 gegründete astronomische Observatorium von Buenos Aires hat durch seine systematische Sammlung von Temperaturdaten einen wichtigen Beitrag zu klimatologischen Studien geleistet.

Ursprünglich diente das Observatorium der Unterstützung astronomischer Beobachtungen, aber es wurden auch meteorologische Messungen durchgeführt, um die atmosphärischen Bedingungen zu korrelieren, wobei zuverlässige Aufzeichnungen bis 1950 zurückreichen.

Zum Leidwesen der Alarmisten zeigt der Datensatz zumindest in der ersten Julihälfte keinen Trend.

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Es folgt noch ein Beitrag zum Great Barrier Reef (dem es bestens geht), ein weiterer zu einem aktiven Sonnenfleck und dann noch einer zu einer Stratosphären-Erwärmung über dem Südpol.

Link: https://electroverse.substack.com/p/buenos-aires-coldest-first-half-of?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 17. Juli 2024:

Antarktis nähert sich dem Juli-Kälterekord mit – 82,1°C

Das globale Minimum für 2024 wurde soeben nach unten korrigiert.

Am 16. Juli wurde an der Dome Fuji AWS in der Antarktis ein Wert von -82,1°C gemessen, der nicht weit vom Monatsrekord der Station von -82,9°C vom 27. Juli 2014 entfernt ist.

Die Relaisstation AWS erreichte um 22:50 UTC ebenfalls einen bemerkenswerten Wert von -72°C. Auch am Ross-Schelfeis werden weiterhin unterdurchschnittliche Werte gemessen: Schwerdtfeger, Vito und Margaret nähern sich -60°C:

Diese anomalen Messwerte setzen den mehrjährigen Abkühlungstrend fort, der am südlichen Ende der Welt dokumentiert ist.

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Europäische Gletscher bleiben schneebedeckt

Der Ossoue-Gletscher in Frankreich ist Mitte Juli immer noch mit Schnee bedeckt, ein Phänomen, das auch in vielen anderen europäischen Gebirgen auftritt – eine Nachricht, über die die klassischen Medien nicht berichten.

Der gute Gesundheitszustand des Gletschers wird auf einen kalten Frühling und einen kühlen Start in den Sommer zurückgeführt, so Météo Pyrénées auf X.

Der in den französischen Pyrenäen gelegene Ossoue-Gletscher gilt als wichtiger Indikator für die klimatischen Entwicklungen in der Region – zumindest war er das, bevor er anfing, sich daneben zu benehmen, d. h. Masse zu speichern. Die hohe Schneelage in dieser Saison bewahrt die Integrität des Gletschers, der Mitte Juli noch kein frei liegendes Eis aufweist.

Diese Geschichte wiederholt sich im Jahr 2024 auf allen europäischen Gipfeln, von Frankreich über die Schweiz bis nach Deutschland und Italien – um nur vier Länder zu nennen.

Normalerweise geht die Schneedecke in den Alpen bis Juni deutlich zurück. In diesem Jahr jedoch sind die Schneehöhen bis in den Juli hinein außergewöhnlich hoch und stehen in Konkurrenz zu einigen der größten jemals aufgezeichneten Schneehöhen.

Das Gletschermonitoring in der Schweiz (GLAMOS) zum Beispiel meldete kürzlich eine historische Schneedecke, bei der ALLE Schweizer Gletscher weit über der mehrjährigen Norm liegen und viele Rekorde brechen.

„In den letzten Monaten ist etwas Besonderes passiert“, berichtet aviationanalysis.ne. „Es ist [in der Schweiz] so viel Schnee gefallen, dass die Mengen nun auf Rekordniveau sind.“

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UK: Bisher ein kühler Sommer

Seit Mitte Juli hat UK einen ungewöhnlich kühlen Sommer erlebt. Die Durchschnittstemperatur liegt derzeit bei 13,04°C, was 1,55°C unter dem langjährigen saisonalen Durchschnitt liegt.

Der Juli 2024 hat den Trend vom Juni fortgesetzt, mit durchweg unterdurchschnittlichen Temperaturen in ganz UK. Er war auch etwas trockener als der Durchschnitt, denn es fiel nur 45 % des gesamten Regens der Saison, während wir mittlerweile bei 49 % liegen sollten.

Kühl und trocken – das genaue Gegenteil von dem, was die AGW-Partei verkündet.

Emily Carlisle schreibt im jüngsten Bericht des Met Office: „Britische Sommer sind sehr variabel. Manche sind heiß und trocken, andere kalt und nass. Der Juni war kontrastreich, mit einer kühlen ersten Hälfte, die durch Wärme in der zweiten Hälfte ausgeglichen wurde, aber insgesamt war er kühler und trockener als der Durchschnitt. Im Juli hat sich der kühle Trend fortgesetzt.“

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USA: Kältewelle in weiten Teilen der USA zu erwarten

Ein Großteil der zentralen und östlichen Vereinigten Staaten wird in der kommenden Woche mit einem ziemlich heftigen Juli-„Kälteeinbruch“ konfrontiert, der organisierte Schauer und Unwetter mit sich bringt.

Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes (NWS) wird am Donnerstag ein kräftiges Tiefdruckgebiet über die östliche Hälfte der USA nach Süden ziehen und für die Jahreszeit untypisch kühle Luft und überdurchschnittliche Niederschläge bringen.

Kühleres und feuchteres Wetter könnte im Süden, in der Mitte und im Osten der USA für den Rest des Monats anhalten, so die Meteorologen.

Mehr dazu wie üblich, falls diese Vorhersage eintrifft.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctica-nears-july-record-low?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 18. Juli 2024:

Ostaustralien bricht Rekorde bei der Stromnachfrage aufgrund der polaren Kältewelle

Der Wintersturm, der über den Osten Australiens hinwegfegt, stellt sowohl hinsichtlich der Kälte als auch der Stromnachfrage Rekorde auf, die mehrere Bundesstaaten betreffen und die Energiebehörden veranlassen, sich auf Stromausfälle vorzubereiten.

Am Montag brach Victoria einen 17-Jahres-Rekord für die maximale Stromnachfrage im Winter. Um 18 Uhr erreichte das Land 8.612 MW und übertraf damit den bisherigen Rekord vom Juli 2007 um mehr als 250 MW.

Es wird erwartet, dass diese Nachfragespitze erneut übertroffen wird, da die Temperaturen in weiten Teilen des Bundesstaates weit unter dem Durchschnitt liegen und weitere Schneefälle von Tasmanien bis Victoria und New South Wales erwartet werden.

Im Norden hat Queensland mit 8.728 MW ebenfalls einen neuen Rekord für die maximale Stromnachfrage im Winter aufgestellt, der 12 MW über dem bisherigen Rekord vom 4. Juli 2022 liegt. Zum Zeitpunkt der Nachfragespitze setzte sich der Stromerzeugungsmix in Queensland aus 65,1 % Steinkohle, 25,9 % Gas, 4,2 % Wasserkraft, 2,5 % Windkraft, 0,7 % Batterien und 1,6 % Importen zusammen.

Da der Winter erst zur Hälfte vorbei ist und für Australien weiterhin lange Perioden anomaler Kälte vorhergesagt werden, hat die AEMO davor gewarnt, dass bis Ende August „Risiken für die Lieferfähigkeit“ bestehen bleiben könnten. Die Energiebehörden erklären, dass sie daran arbeiten, die Versorgung der Haushalte mit Wärme sicherzustellen und gleichzeitig die Gasversorgung der Industrie zu regeln.

Die Kälte hat diese Woche angehalten und sich sogar noch verschärft.

Wie cairnspost.com.au berichtet, hat Queensland in jüngster Zeit eine ganze Reihe von Kälterekorden gebrochen, und das bei einem „brutalen“ Polarsturm, wie es heißt. Am Donnerstag wurden in Far North Queensland die niedrigsten Temperaturen seit 116 Jahren gemessen, wobei Cape York den Spitzenplatz einnahm. In diesem Bundesstaat gab es sogar seltenen Schnee, der in drei verschiedenen Regionen in Süd-Queensland gefallen sein soll.

GFS 2m Temperatur-Anomalien (°C) am 18. Juli 2024 morgens [tropicaltidbits.com].

In den letzten Wochen war es, zumindest im Osten, anomal kalt.

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Es folgt noch je ein Beitrag zum Thema „CO2 treibt Temperatur“ und zu Klimastatistik-Verschleierungen. Beide werden jeweils separat übersetzt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/eastern-australia-breaks-electricity?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 19. Juli 2024:

Kälterekorde von 1899 fallen in Queensland, und für NSW werden „heftige Winde und Blizzards“ vorhergesagt

Der Kälteeinbruch in Ostaustralien erweist sich nun als historisch, denn die seit langem geltenden Grenzwerte fallen weiter.

In den australischen Tropen, d. h. in Queensland, wurde am Donnerstagmorgen in Palmerville (auf 16°S!) eine Temperatur von 0,5 °C gemessen, womit der seit 1899 bestehende Juli-Rekord von 1,7 °C gebrochen wurde.

In Kowanyama wurde eine Temperatur von 4,9 °C gemessen, was 1 °C unter dem Juli-Rekord aus dem Jahr 1984 lag. Der Tageshöchstwert von 6 °C (42,8 °F) in Applethorpe war der niedrigste im ganzen Bundesstaat seit 2015.

Die bemerkenswerte Abkühlung hat sich bis in den Freitag hinein fortgesetzt. In Charters Towers wurde mit 0,1 °C (32,2 °F) der bisherige Rekord aus dem Jahr 1899 gebrochen, und zwar um 1 °C. Weipa erreichte 9,9C (49,8F), was 0,5C unter dem Juli-Rekord liegt, der seit 1959 bestand. Scherger lag mit 10,8 °C (51,4 °F) 0,9 °C unter dem im Juni 2011 aufgestellten Allzeitrekord. Point Fawcett liegt mit 9,7 °C (49,5 °F) um 0,1 °C unter dem Rekord vom Juli 2023.

Diese Liste ist bei weitem nicht vollständig, aber man bekommt einen Eindruck davon.

Der Blick in die Zukunft lässt noch mehr erwarten, insbesondere für NSW, wo das Bureau of Meteorology (BOM) gerade eine Wetterwarnung herausgegeben hat:

„Mit dem Durchzug einer starken Kaltfront werden heute Nachmittag stürmische Winde erwartet. Starke Winde werden für die südlichen Gebirgszüge, die zentralen Tablelands und die Illawarra-Küste vorhergesagt, wobei in der Alpenregion Blizzard-Bedingungen wahrscheinlich sind.“

Wenn Sie im Osten leben, machen Sie sich auf ein weiteres kaltes und möglicherweise schneereiches Wochenende gefasst, lautet die Botschaft.

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Es folgt noch ein Artikel zu neuesten Entwicklungen in der Stratosphäre (wird separat übersetzt) sowie einer zu der derzeit sehr aktiven Sonne.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-records-from-1899-fall-in-queensland?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 30 / 2024

Redaktionsschluss für diesen Report: 19. Juli 2024

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Die bevölkerungsreichste Nation der Welt hat Solar auf das Abstellgleis geschoben. Andere Länder sollten dem Beispiel folgen.

Vijay Jayaraj

Während seiner Debatte mit dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump behauptete Präsident Joe Biden: „Die einzige existenzielle Bedrohung für die Menschheit ist der Klimawandel“. Was wäre, wenn ich Ihnen sagen würde, dass nicht der Klimawandel, sondern die Klimapolitik die wahre existenzielle Bedrohung für Milliarden Menschen auf unserem Planeten darstellt?

Die Verlockung einer grünen Utopie verdeckt die harte Realität der Bereitstellung bezahlbarer und zuverlässiger Elektrizität. Die Amerikaner könnten schon bald in einer dystopischen Zukunft aufwachen, wenn die vorgeschlagenen Initiativen Net Zero und Build Back Better umgesetzt werden – beide zielen auf eine unlogische Verbreitung unzuverlässiger erneuerbarer Energien und ein Zurückdrängen verlässlicher fossiler Brennstoffe.

Nirgendwo zeigt sich dies deutlicher als in abgelegenen Regionen Indiens, wo Solarpaneele – die angeblich saubere und grüne Energie liefern – letztlich zum Bau von Viehställen verwendet werden.

Die Umwandlung des Dorfes Dharnai im Bundesstaat Bihar in ein „Solardorf“ war von großer Begeisterung und hohen Erwartungen geprägt. Den Dorfbewohnern wurde gesagt, dass das solare Mikronetz zuverlässige Elektrizität für die Landwirtschaft, soziale Aktivitäten und das tägliche Leben liefern würde. Das Versprechen weckte ein naives Vertrauen in eine Technologie, die weltweit schon mehrfach versagt hat.

Die Nachricht von dieser Greenpeace-Initiative verbreitete sich schnell, da die internationalen Nachrichtenmedien sie als Erfolgsgeschichte für „erneuerbare“ Energie in einem Land der Dritten Welt darstellten. In der Sendung „Connect the World“ von CNN International wurde berichtet, dass das Mikronetz von Dharnai eine kontinuierliche Stromversorgung gewährleistet. Für einen unwissenden Zuschauer, der beispielsweise im ländlichen Kentucky sitzt, hätte es den Anschein, als würde die Solarenergie als zuverlässige Energiequelle große Fortschritte machen.

Doch das Dharnai-System sollte bald auf der langen Liste der großen Solarpleiten landen.

„Sobald wir Solarstromanschlüsse hatten, gab es auch Warnungen, keine elektrischen Geräte mit hohem Stromverbrauch wie Fernseher, Kühlschrank, Motor und andere zu benutzen“, sagte ein Dorfbewohner. „Diese Bedingungen sind nicht gegeben, wenn man thermischen Strom verwendet. Welchen Nutzen hat dann ein solcher Strom? Der Tarif für Solarenergie war auch höher als der für thermische Energie.“

Ein Dorfladenbesitzer sagte: „Aber nach drei Jahren waren die Batterien erschöpft, und das Gerät wurde nie repariert. … Niemand nutzt hier mehr Solarenergie.“ Hoffentlich halten die Solarpaneele als Unterstand für die Kühe länger.

Schließlich wurde das Dorf an das Hauptnetz angeschlossen, das völlig zuverlässig Strom aus Kohle zu einem Drittel des Preises von Solarstrom liefert.

Dharnai ist kein Einzelfall. Mehrere andere Solar-Großprojekte im ländlichen Indien haben ein ähnliches Schicksal erlitten. Mainsh Kumar schrieb für die Publikation Mongabay: „Sobald die (Netz-)Elektrizität die nicht elektrifizierten Dörfer erreicht, könnten sich die Infrastruktur und die für die Installation solcher netzunabhängigen Anlagen eingesetzten Mittel als nutzlos erweisen.“

Während grüne Non-Profit-Organisationen und die liberalen Mainstream-Medien die Peinlichkeit erleben, dass ein angepriesenes Solarprojekt in einen Viehstall umgewandelt wird, versorgen konventionelle Energiequellen wie Kohle weiterhin die mehr als 1,3 Milliarden Menschen in Indien nebst deren Industrien, von denen ihre Wirtschaft abhängt.

Indien verzeichnete in diesem Jahr einen Rekordanstieg der Stromnachfrage, was zum Teil auf den verstärkten Einsatz von Klimaanlagen und anderen Elektrogeräten zurückzuführen ist, da immer mehr Menschen die finanziellen Mittel haben, um sich diese zu leisten. Bei Stromengpässen kommt oft die Kohle als Retterin ins Spiel. Indien erlaubt seinen Kohlekraftwerken, ihre Kohlevorräte aufzustocken und zusätzlichen Brennstoff ohne Einschränkungen einzuführen.

Indien wird in dem im März 2025 endenden Jahr mehr als 15 Gigawatt zubauen (so viel wie seit neun Jahren nicht mehr) und will bis 2032 insgesamt 90 Gigawatt an kohlebefeuerter Kapazität hinzufügen.

In einer wachsenden Wirtschaft wie der indischen ist der Energiebedarf unausweichlich, und nur Quellen wie Kohle, Erdöl und Erdgas können die Nachfrage decken. Fossile Brennstoffe können die für das moderne Leben notwendige Energie liefern, „grüne“ Quellen hingegen nicht.

Indien stellt das Wirtschaftswachstum über jede klimabedingte Agenda zur Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe. Dies wurde erneut bekräftigt, als das Land sich weigerte, ein früheres Ziel für seine Netto-Null-Verpflichtung festzulegen, und es auf 2070 verschob.

Die Geschichte von Dharnai dient als abschreckendes Beispiel für die Umsetzung von Projekten zur Nutzung erneuerbarer Energien im ländlichen Indien, wo Pragmatismus die offizielle Wahl gegenüber der Wunschvorstellung ist.

This commentary was first published at Daily Caller on July 10, 2024.

Vijay Jayaraj is a Research Associate at the CO2 Coalition, Arlington, Virginia. He holds a master’s degree in environmental sciences from the University of East Anglia, U.K., and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, U.K.

Link: https://cornwallalliance.org/2024/07/worlds-most-populous-nation-has-put-solar-out-to-pasture-other-countries-should-follow-suit/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




USA: Gericht versetzt unkontrollierter bürokratischer Macht einen schweren Schlag

Bonner Cohen, Ph. D.

Mit der Aufhebung eines 40 Jahre alten Präzedenzfalls, der es nicht gewählten und nicht rechenschaftspflichtigen Bundesbeamten erlaubte, mehrdeutig formulierte Gesetze nach eigenem Gutdünken auszulegen, hat der Oberste Gerichtshof einem Verwaltungsstaat einen Stoß versetzt, der sich daran gewöhnt hatte, die in der Verfassung verankerte Gewaltenteilung mit Füßen zu treten.

Mit dem 6 : 3-Urteil des Obersten Gerichtshofs in der Rechtssache Loper Bright Enterprises gegen Raimondo wurde die so genannte Chevron-Rechtsprechung über Bord geworfen, nach der die Gerichte der Auslegung unklarer Gesetzestexte durch die Bundesbehörden Folge leisten müssen, wenn die Auslegung lediglich „vernünftig“ ist. (Chevron bezieht sich auf das Urteil des Obersten Gerichtshofs von 1984 in der Rechtssache Chevron vs. Natural Resources Defense Council).

Durch die Abtretung einer so weitreichenden Befugnis an die ständige Bürokratie trug die Chevron-Rechtsprechung dazu bei, dass jeder, der mit den politischen Präferenzen der immer mächtigeren Bundesbehörden in Konflikt geraten war, das Nachsehen hatte. Jetzt können Bundesrichter nicht mehr von etablierten Bürokraten abhängig machen, was der Kongress bei der Ausarbeitung eines Gesetzes beabsichtigt hat; diese Entscheidung müssen die Gerichte selbst treffen.

Der Oberste Richter John Roberts, der für die Mehrheit schrieb, merkte an, dass eine Doktrin, die es Bürokraten erlaubt, solche Unterscheidungen zu treffen, „fehlgeleitet ist, weil die Behörden keine besondere Kompetenz bei der Lösung gesetzlicher Zweideutigkeiten haben. Das tun die Gerichte“.

Es stimmt auch, dass Bürokraten in Regulierungsbehörden keine unbeteiligten Parteien sind. Sie mögen zwar gesichtslos sein, aber sie haben ein Interesse daran, die Befugnisse der Behörde auszuweiten, in der sie ihre berufliche Laufbahn verbringen, und es wird ihnen schwer fallen, der Versuchung zu widerstehen, ein Gesetz so auszulegen, dass es der Behörde weitere Befugnisse verleiht. Darüber hinaus sind Personen, die sich für eine Laufbahn in einer Bundesbehörde entscheiden, wahrscheinlich ideologisch prädisponiert, Regeln und Vorschriften zu unterstützen, welche die Hand des Regulierungsstaates stärken.

Richter Clarence Thomas stimmte der Mehrheit zu und fügte hinzu, dass „Chevron dem Richter die Hände bindet und die Judikative daran hindert, die Exekutive zu kontrollieren“.

Richter Neil Gorsuch stellte fest, dass Chevron „uns an einen seltsamen Ort geführt hat. An einen Ort, an dem … die Waage der Gerechtigkeit systematisch zugunsten der Mächtigsten geneigt ist, an dem sich die rechtlichen Anforderungen mit jeder Wahl ändern können, auch wenn die Gesetze das nicht tun, und an dem die Menschen über ihre Rechte und Pflichten im Unklaren gelassen werden“.

Wie Gorsuch andeutet, sind die realen Folgen einer Doktrin tiefgreifend, die es den Behörden erlaubt, weite Teile des amerikanischen Lebens zu regulieren, ohne dass ihre Autorität kontrolliert wird. Die Washington Legal Foundation und das Independent Women’s Law Center haben in einem Amicus-Schreiben, in dem sie ein Ende der Chevron-Defensivität fordern, den Schaden unterstrichen, den die Doktrin in der gesamten Gesellschaft angerichtet hat.

„In letzter Zeit haben die Behörden versucht, das Bundesprogramm für Studentendarlehen umzuschreiben, sie haben versucht, Vermietern die Erhebung von Mieten für ihre Immobilien zu untersagen, und sie haben Arbeitnehmer im ganzen Land gezwungen, sich impfen zu lassen“, heißt es in dem Schreiben. „Jedes Mal hat eine Regulierungsbehörde ihre gesetzlichen Befugnisse weit überschritten, weil sie sich durch Chevron ermutigt fühlte“.

Die Richterin Elena Kagan erkannte den Schlag an, den das Gerichtsurteil dem Regulierungsstaat versetzt hatte, und äußerte in ihrer abweichenden Meinung, die Mehrheit habe eine Regel der „richterlichen Demut“ durch eine der „richterlichen Hybris“ ersetzt.

„Mit einem Schlag gibt sich die Mehrheit heute selbst die alleinige Macht über jede offene Frage – egal wie fachlich oder politisch geprägt – welche die Bedeutung des Regulierungsrechts betrifft“, schrieb sie.

„Das Gericht hat sein eigenes Urteil über die Gesundheit am Arbeitsplatz an die Stelle der Occupational Health and Safety Administration gesetzt; sein eigenes Urteil über den Klimawandel an die Stelle der Environmental Protection Agency; und sein eigenes Urteil über Studentendarlehen an die Stelle des Bildungsministeriums“, fügte Kagan hinzu.

Abgesehen von den schwerwiegenden verfassungsrechtlichen Fragen geht Kagan in ihren Ausführungen von der Annahme aus, dass in den Korridoren der Bundesbehörden die Weisheit des „Fachwissens“ herrscht. Die jüngsten Erfahrungen stellen dies jedoch in Frage. Von der Reaktion der Gesundheitsbehörden auf COVID-19 mit Abriegelungen, Schulschließungen und der Vorschrift, Masken und Impfstoffe zu verwenden, bis hin zu den Klimaregulierungsbehörden, die die Wahl der Haushaltsgeräte und des persönlichen Transports der Menschen bis ins kleinste Detail regeln, verlieren die „Experten“ bei einem Großteil der Öffentlichkeit schnell an Ansehen.

Das mächtige Gebäude der Chevron-Rechtsprechung wurde von einem kleinen, schleimigen Fisch zu Fall gebracht: dem Hering. Eine vom National Marine Fisheries Service erlassene Vorschrift, nach der kommerzielle Heringsfänger im Nordatlantik bis zu 700 Dollar pro Tag und Schiff für die Überwachung der Heringsfänge zahlen müssen, drohte einen Fischereibetrieb in New Jersey in den Ruin zu treiben. Die Fischer klagten mit der Begründung, die NMFS sei nicht befugt, eine solche Gebühr zu erheben. Diese Befugnis war Chevron Deference. Ein Jahr vor der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs äußerte Richter Gorsuch seine Meinung zu Chevron: „Zu dieser späten Stunde verdient das ganze Projekt einen Grabstein, den niemand übersehen kann.“

Dieser Grabstein steht jetzt.

This article originally appeared in DC Journal

Link: https://www.cfact.org/2024/07/11/court-deals-body-blow-to-unchecked-bureaucratic-power/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klimaalarmisten zielen mit falschen Behauptungen bzgl. Hitze auf wichtige Wahlkreise

Wähler verängstigen, statt über die Fakten zu berichten

James Taylor

Klimaalarmisten und ihre von der Regierung finanzierten Verbündeten in den Medien zielen mit falschen Behauptungen über Hitze auf den umkämpften Bundesstaat Wisconsin, um die Wähler zu verängstigen.

In einer schlecht geschriebenen Abhandlung einer Gruppe von Klimaaktivisten wird behauptet, dass es aufgrund des Klimawandels weltweit mehr heiße Sommernächte gibt. Die Medien in Wisconsin machen aus der Studie eine Sensation und sagen eine rasche Zunahme der heißen Sommernächte auch in Wisconsin voraus. Die unbestreitbare Wahrheit ist jedoch, dass die Zahl der heißen Sommernächte in Wisconsin langfristig und kontinuierlich abnimmt, was auch durch die eigenen Klimadaten der US-Regierung belegt wird.

Die Propaganda-Website Climate Central veröffentlichte eine Studie mit dem Titel „Faster nighttime warming due to climate change is impacting sleep quality around the globe“ [etwa: Die schnellere nächtliche Erwärmung aufgrund des Klimawandels beeinträchtigt die Schlafqualität auf der ganzen Welt]. Die Studie ist in vielerlei Hinsicht fehlerhaft, aber diese Fehler sind für die Zwecke dieses Artikels irrelevant. Hier geht es darum, dass die Medien in Wisconsin die Studie als „Beweis“ für ihre sensationellen Berichte über einen dramatischen Anstieg der Häufigkeit der warmen Sommernächte in Wisconsin anführen.

Das vom Steuerzahler finanzierte Wisconsin Public Radio [WPR] beispielsweise veröffentlichte am 8. Juli einen Artikel mit dem Titel [übersetzt] „Zu heiß zum schlafen? Neuer Bericht: Klimawandel verursacht mehr heiße Nächte in Wisconsin“

In dem WPR-Artikel heißt es: „In Wisconsin gab es in acht Städten im letzten Jahrzehnt zwischen 92 und 138 wärmere Nächte als ohne den vom Menschen verursachten Klimawandel. Im Durchschnitt gab es in den Städten zwischen neun und 14 heiße Nächte mehr pro Jahr.“

Das Milwaukee Journal Sentinel veröffentlichte einen ähnlichen Artikel: „Die Nächte in den Städten von Wisconsin sind heißer geworden. Die Kosten sind mehr als nur der Verlust von Schlaf.“

Im Journal Sentinel heißt es: „Es steht viel auf dem Spiel – anhaltende Schlaflosigkeit kann das Gehirn beeinträchtigen, Angstzustände und Depressionen verschlimmern und sogar das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Experten sagen, dass dies ein weiteres Beispiel für die Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels ist, und dass gefährdete Bevölkerungsgruppen diese unverhältnismäßig stark zu spüren bekommen werden.“

Wenn man davon ausgeht, dass kälteres Wetter einen gesunden Schlaf fördert und wärmeres Wetter den Schlaf erschwert, zeigen die tatsächlichen Temperaturdaten keine Zunahme der heißen Sommernächte in Wisconsin.

Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) veröffentlicht landesspezifische Klimadaten. Die NOAA-Online-Publikation „State Climate Summaries – Wisconsin“ definiert außergewöhnlich warme Sommernächte als solche, in denen die Temperaturen nicht unter 18 Grad sinken. Den NOAA-Daten zufolge erreichte die Häufigkeit der außergewöhnlich warmen Sommernächte in Wisconsin in den frühen 1930er Jahren ihren Höhepunkt und ist seither in den letzten 90 Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Nachdem in den 1930er und 1940er Jahren im Durchschnitt etwa sieben solcher außergewöhnlich warmen Nächte pro Jahr auftraten, verzeichnet Wisconsin heute im Durchschnitt weniger als fünf solcher außergewöhnlich warmen Nächte pro Jahr.

Außergewöhnlich heiße Sommertage sind im Badger State ebenfalls rückläufig. Die NOAA berichtet, dass die Häufigkeit heißer Sommertage mit Temperaturen über 35 Grad in den frühen 1930er Jahren ihren Höhepunkt erreicht hat und seitdem kontinuierlich zurückgegangen ist. In den 1930er und 1940er Jahren gab es in Wisconsin im Durchschnitt mehr als fünf heiße Sommertage mit Temperaturen von über 35 Grad. In den letzten zwei Jahrzehnten lag die Zahl bei weniger als zwei heißen Sommertagen pro Jahr.

Die NOAA berichtet außerdem, dass die Sommerniederschläge in Wisconsin und die jährlichen Niederschläge in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen haben, so dass Dürren weitaus seltener auftreten als vor 50 oder 100 Jahren. Infolgedessen hat die Maisproduktion in Wisconsin im Jahr 2023 einen Rekord erreicht. Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums wurde die Maisproduktion für das Jahr 2023 auf ein Rekordhoch von 15,3 Milliarden Scheffel geschätzt, 12 % mehr als im Jahr 2022.

Die Ahornsiruperzeugung in Wisconsin verzeichnete 2022 einen Rekord und setzte damit den langfristigen Trend einer steigenden Produktion fort.

Im Jahr 2023 verzeichnete Wisconsin auch einen Rekord bei der Preiselbeererzeugung.

Die Liste ließe sich fortsetzen.

Es ist nicht verwunderlich, dass die Klimaschützer wichtige umkämpfte Bundesstaaten wie Wisconsin ins Visier nehmen und versuchen, den Ausgang der Wahlen 2024 zu beeinflussen. Um eine Blamage und einen weiteren Verlust an Glaubwürdigkeit zu vermeiden, sollten sie jedoch zumindest Behauptungen aufstellen, die plausibel durch Fakten gestützt sind.

James Taylor (jtaylor@heartland.org) is president of The Heartland Institute.

Link: https://www.washingtontimes.com/news/2024/jul/10/climate-alarmists-target-key-battleground-state-wi/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE