„Großer Schwindel“: Konzerne stecken Hunderte Millionen in ein Emissionsrechtesystem auf bereits geschütztem Land

Owen Klinsky, Mitwirkender, 24. Juli 2024, Daily Caller News Foundation

[Sie tun etwas, was Sie sowieso tun wollten – oder Sie lassen etwas, was sowieso nicht in Ihrer Absicht lag – erzählen davon und bescheinigen anderen, was sie denn nun Gutes gemacht haben. Der bezahlt Ihnen Geld für die Bescheinigung und erwirbt damit das Recht, zu tun … siehe oben. Dann gewinnen Sie und Ihr Käufer – sonst keiner. Das Ganze nennt man dann Zertifikate Handel. – Einleitung Ende, der Übersetzer.]

Eine große Zahl von Projekten zur Emissionsgutschrift beanspruchen den Erhalt von Land, das bereits durch brasilianische Naturschutzbemühungen geschützt sei, berichtete die Washington Post am Mittwoch.

In den letzten zwei Jahrzehnten haben so genannte „Carbon Cowboys“, also Leute, die Initiativen für Emissionsrechte aus finanziellen Gründen ins Leben rufen, im gesamten Amazonas-Regenwald Projekte zur Landerhaltung gestartet. Dabei wurden Emissionsrechte im Wert von Hunderten Millionen Dollar generiert und ein kaum regulierter Markt mit einem weltweiten Wert von fast 11 Milliarden Dollar aufgebaut, berichtet die Washington Post. Die Anti-Entwaldungspolitik der brasilianischen Regierung hat bereits mehr als 78.000 Quadratmeilen Land geschützt, das für Schutzprojekte genutzt wurde, bevor es für Emissionsrechte beansprucht wurde, und 29 der 35 international zertifizierten Projekte im Amazonas überschneiden sich mit öffentlichem Land, was bedeutet, dass ein großer Prozentsatz der Emissionsrechte mit bereits bestehenden Schutzmaßnahmen zusammenfällt.

(VERWANDTE THEMEN: SEC-Mitarbeiter konsultierten grünes Finanzunternehmen, das beschuldigt wird, „fiktive“ Emissionsrechte verkauft zu haben) – [auf Vorlage, zum übersetzen]

Der geschätzte Gesamtwert der von diesen 29 Projekten verkauften Emissionsgutschriften beträgt laut einer Analyse der Washington Post auf Basis jährlicher Marktpreise 212 Millionen US-Dollar. Multimilliardenschwere Unternehmen wie Netflix, Delta Air Lines, Spotify, PriceWaterhouseCoopers und Boeing sind nur einige der Großkonzerne, die diese Gutschriften zum Ausgleich ihrer Emissionen gekauft haben.

Laut dem erfahrenen Energieberater David Blackmon kaufen derartige Unternehmen auch Emissionsrechte, um ihre Leistung in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) optisch besser aussehen zu lassen.

„Die meisten Emissionshandelssysteme sind Vermögenstransfersysteme, die den sehr reichen Eliten zugutekommen und der Umwelt nahezu oder gar keinen Nutzen bringen“, sagte Blackmon gegenüber der Daily Caller News Foundation. „In den meisten Fällen kaufen Unternehmen diese Zertifikate aus dem einfachen Grund, dass sie entweder durch fehlgeleitete staatliche Vorschriften oder durch ESG-Anforderungen von grünen Investoren und Finanzinstituten dazu gezwungen werden.“

Dan Kish, ein Senior Fellow am Institute for Energy Research, stellt den Mangel an Regulierung und Rechnungslegungsstandards in der Branche in Frage. Seiner Meinung nach lässt dies Spielraum für Interessenten, den noch jungen Markt zu manipulieren:

„Es gibt praktisch keine Standards, und die, die es gibt, werden von den Akteuren selbst festgelegt. Das ist schlicht Wirtschaftskriminalität, die den Verbrauchern letztlich mehr kostet, weil sie die Produktpreise unnötig in die Höhe treibt und die Menschen in den Ländern der Dritten Welt arm hält, weil sie den Zugriff auf Ländereien raubt, die ihnen eine bessere Zukunft für ihre Kinder bieten könnten. Das ist grüner Imperialismus, der einige Leute auf Kosten der Armen reich macht.“

Am 5. Juni gerieten drei CO2-Ausgleichsprojekte in Brasilien ins Visier der Bundespolizei, weil sie angeblich fast 35 Millionen Dollar durch unrechtmäßige Verkäufe von Emissionszertifikaten erwirtschaftet hatten, so die Washington Post. Die Ermittlungen, die den Titel „Greenwashing-Operation“ trugen, betrafen fast zwei Dutzend Unternehmen und führten zur Verhaftung von fünf Personen, darunter Ricardo Stoppe, den Eigentümer von fünf REDD+-Projekten im Amazonasgebiet, die darauf ausgelegt sind, die Emissionen aus Abholzung und Waldschädigung zu reduzieren, so die amerikanische Naturschutz-Nachrichtenseite Mongabay.

Trotz des harten Durchgreifens bleibt Kish skeptisch, dass die multinationalen Konzerne, die die Emissionsrechte kaufen, jemals ein Verschulden zugeben werden:

„Es ist ein großes Schwindelspiel … die Unternehmen, die [CO2-] Kompensationen kaufen, kaufen einfach nur Tugendhaftigkeit, also ist es ihnen eigentlich egal, und wenn der Schwindel auffliegt, tun sie überrascht“.

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https://dailycaller.com/2024/07/24/corporations-sink-millions-carbon-credit-system-protected-land/

Übersetzt durch Andreas Demmig

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Zu „REDD+-Projekten im Amazonasgebiet“ habe ich mit Google einige Einträge gefunden. Hier nur eine Übersicht und Originalzitate

 

Ausgangslage
Der Amazonienfonds ist eine wegweisende Klimafinanzierungsinitiative. Er setzt Mittel für Maßnahmen zur Vermeidung, Kontrolle und Bekämpfung der Entwaldung sowie zur Förderung der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung im brasilianischen Amazonasgebiet um. Somit trägt er im Sinne von REDD+ zur Reduzierung der Emissionen aus Entwaldung und zerstörerischer Waldnutzung bei.

Im Sinne des REDD+-„benefit sharing“ erhielten bisher 102 Projekte Mittel in den vom nationalen Plan zur Prävention und Kontrolle von Entwaldung in Amazonien (PPCDAm) vorgesehenen Interventionsbereichen….

.. Norwegen ist mit USD 1.212.400.000 der größte Geber des Fonds. Von deutscher Seite wurden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die deutsche Entwicklungsbank KfW rund USD 68.100.000 bereitgestellt. Der brasilianische Ölkonzern Petrobras investierte bisher USD 7.700.000.

https://www.giz.de/de/downloads/giz2023-de-amazonienfonds-BMZ.pdf

Seite 4 … wir müssen schnell und gezielt handeln, um die Entwaldung zu stoppen und um die nachhaltige Nutzung von Wäldern zu fördern.  … Ihr Dr. Gerd Müller, MDB Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Seite 13: … Derzeit stellen wir über 1,4 Milliarden Euro für mehr als 240 Waldinitiativen im Rahmen unserer finanziellen und technischen Unterstützung bereit. Mit unserem Beitrag erreichen wir mehr als 30 Länder und 10 Regionen, darunter waldreiche Staaten wie Brasilien, Indonesien und die demokratische Republik Kongo.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung https://www.bmz.de › materialie273-redd-data

Pilotprojekte zum Schutz des Tropenwaldes sind oft längst nicht so wirkungsvoll, wie erwartet. Das zeigt eine aktuelle Studie, die Wissenschaftler der Universität Bonn zusammen mit Kollegen aus dem Vereinigten Königreich und den USA durchgeführt haben. Die Forscher empfehlen daher alternative Finanzierungsmodelle für solche REDD+-Projekte. Sie sollten sich stärker als bislang an der nachweislich erbrachten Schutzwirkung orientieren. Die Studie ist in der Zeitschrift PNAS erschienen.

… Diese Überprüfung basiert jedoch oft auf falschen Annahmen, wie die Studie nun zeigt: Dabei wird nämlich der erwartete Waldbestand zum Projekt-Ende mit dem Bestand verglichen, der sich vermutlich ohne Schutzmaßnahmen ergeben würde. „Dieser Vergleichswert – also die Prognose der Waldentwicklung ohne REDD+-Projekt – wird oft berechnet, indem man die historische Entwaldungsrate bei Projektbeginn einfach fortschreibt“, erklärt Dr. Thales West. Der brasilianische Wissenschaftler hat die Studie am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn geleitet; er ist inzwischen am Waldforschungsinstitut Scion in Neuseeland tätig.

Die Extrapolation historischer Entwaldungsdaten hat einen großen Haken: Sie liefert nur zuverlässige Werte, solange die Entwaldung konstant voranschreitet. Wenn jedoch neue Umweltgesetze in Kraft treten oder die Nachfrage nach Land sinkt und sich so die Umwandlung von Wäldern in Agrarflächen verlangsamt, ist das nicht mehr der Fall. „Genau das konnten wir in unserer Studie im Amazonasgebiet Brasiliens beobachten“, erklärt Prof. Dr. Jan Börner vom ZEF. „Wir haben zwölf REDD+-Projekte untersucht, die dort nach 2007 etabliert wurden. In den Folgejahren hat sich die Entwaldung dort aber ohnehin deutlich verlangsamt. Wenn wir diesen allgemeinen Trend im Amazonas-Gebiet berücksichtigen, sehen wir, dass die REDD+-Projekte so gut wie keinen zusätzlichen Schutzeffekt erzielt haben.“ …

https://www.uni-bonn.de/de/neues/203-2020

 

Klimaschutzfinanzierungsprojekte dienen in erster Linie der Vermeidung und Reduzierung von Emissionen auf der ganzen Welt. Viele tragen aber auch zum Erhalt und zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt und natürlicher Ökosysteme bei, indem sie den Climate Community Biodiversity (CCB)-Standard anwenden, um eine Verbesserung der Lebensgrundlagen lokaler Gemeinschaften und einen verstärkten Schutz der biologischen Vielfalt nachzuweisen.

Ein REDD+-Projekt in Brasilien bewahrt über 100.000 Hektar unberührten Amazonas-Regenwald und schützt natürliche Ökosysteme mit gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Arten. Das Kohlenstoffprojekt schützt 16 gefährdete oder bedrohte Pflanzenarten, die von der International Union of Conservation of Nature (IUCN) identifiziert wurden. Zu den geschützten Tierarten gehören der Wollaffe, der Hanuman-Langur und der Springtamarin. Außerdem konnten Spezialisten für Biodiversität in dieser Region Scharlacharas, Amazonasdelfine, Totenkopfäffchen und Silberreiher beobachten. Die Nähe zu anderen intakten Wäldern fördert die Vernetzung von Lebensräumen, die für ein gedeihendes Ökosystem von entscheidender Bedeutung ist. …

https://www.climateimpact.com/de/news-insights/insights/die-biologische-vielfalt-wiederherstellen-nutzung-innovativer-finanzierungsmechanismen/

 

Es wurden drei Studien untersucht.

West et al. (2020)
Zentrale Erkenntnisse: ​

    • Die Studie findet keine signifikanten Hinweise darauf, dass REDD+-Projekte den Waldverlust mindern. Bei 3 Projekten könnte es zu einer Verlagerung der Abholzung in benachbarte Gebiete gekommen sein (Leakage).
    • West et al. (2020) kritisieren die Verwendung historischer Daten für Baseline-Berechnungen.

Guizar-Coutiño et al. (2022)
Zentrale Erkenntnisse:

    • Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Anreize für die Erhaltung der Wälder durch freiwillige, standortbezogene Projekte die Abholzung der Tropenwälder verlangsamen können. Sie hebt hervor, wie wichtig es ist, der Finanzierung von Gebieten mit einem höheren Abholzungsrisiko Vorrang einzuräumen.​ ​

West et al. (2023)
Zentrale Erkenntnisse:

    • Nur bei einer Minderheit der evaluierten Projekte wurde die Entwaldung im Vergleich zu den Kontrollstandorten deutlich reduziert. Die Einführung dynamischer Ansätze würde die Probleme der Zusätzlichkeit wahrscheinlich verringern.

https://www.climatepartner.com/de/faktencheck-zu-den-studien-zu-redd

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[Der Schutz der Wälder im Amazonasbereich ist sicherlich wichtig. Ist der Schutz der deutschen Wälder, Wiesen und der biologischen Vielfalt gleichermaßen wichtig? – der Übersetzer]




US-Börsenaufsicht SEC konsultierte grünes Finanzunternehmen, das beschuldigt wurde, „fiktive“ Emissionsrechte verkauft zu haben

John Hugh DeMastri, Mitwirkender,11. März 2023, Daily Caller News Foundation

Wie aus einer Untersuchung der Daily Caller News Foundation hervorgeht, trafen sich Beamte der US-Börsenaufsicht SEC mit Vertretern einer Schweizer Klimaberatungsfirma, die derzeit in der Kritik steht, weil sie angeblich „fiktive“ Emissionsrechte verkauft hat.

SEC-Beamte trafen sich im Januar 2022 mit einem Vertreter von South Pole, um zu besprechen, ob SEC die Kosten abschätzen könnte, die Unternehmen entstehen würden, wenn sie gezwungen wären, Daten zu ihren Treibhausgasemissionen in ihre regelmäßigen Finanzberichte aufzunehmen, wie aus einem öffentlich zugänglichen SEC-Memorandum hervorgeht. Das Unternehmen, ein internationales Schwergewicht, zu dessen Kunden Gucci und Volkswagen gehören, hat möglicherweise Emissionsrechte im Wert von mehreren Millionen Dollar mit dem Versprechen von Umweltschutzmaßnahmen verkauft, die nie stattfanden, wie aus einem Bericht des niederländischen investigativen Journalismus-Portals FOLLOW THE MONEY hervorgeht.

Präsentationsfolien US-SEC_South Pole, www.sec.gov/comments/s7-10-22/s71022-spole.pdf

(VERWANDTE THEMEN: Beamte der Biden-Regierung arbeiteten eng mit einer Klimagruppe zusammen, deren Vorsitz ein großer Demokraten-Spender innehatte, wie E-Mails zeigen)

South Pole verwaltet das „weltweit größte Portfolio an Kohlenstoffprojekten“ und ermöglicht es Unternehmen, ihre Treibhausgasemissionen auszugleichen, indem sie in Projekte investieren, die den Kohlenstoffausstoß anderswo reduzieren. ‚So können sie ihre Emissionsziele erreichen, ohne ihr Geschäftsmodell radikal zu ändern‘, heißt es auf der Website des Unternehmens. Allerdings scheint das Unternehmen Gutschriften auf der Grundlage seines Vorzeigeprojekts zum Schutz des Kariba-Waldes in Simbabwe verkauft zu haben, obwohl es sich darüber im Klaren war, dass das Projekt möglicherweise nur ein Drittel der Treibhausgas-Ausgleiche generiert hat, die das Unternehmen öffentlich behauptete, berichtete  FOLLOW THE MONEY.

Präsentationsfolie US-SEC_South Pole

South Pole wurde in einem im März 2022 von der SEC veröffentlichten Verordnungsvorschlag , der Unternehmen verpflichten würde, klimabezogene Daten zu melden, mehrfach als Quelle für die geschätzten Compliance-Kosten für Unternehmen genannt. Erst im Januar 2023 veröffentlichte South Pole  einen Blogbeitrag mit Ratschlägen für Unternehmen, wie sie die vorgeschlagenen Klimaregeln der SEC am besten verstehen sollten und wies darauf hin, dass diese auf den „bewährten Empfehlungen der Task Force on Climate Related Financial Disclosures (TFCD)“ basieren.

Eine frühere Untersuchung des DCNF ergab, dass Mitglieder der Task Force for Climate Related Disclosures offenbar enge persönliche und geschäftliche Verbindungen zu Mitarbeitern des US-Finanzministeriums und dem großen demokratischen Spender Michael Bloomberg hatten.

„Dieses Treffen fand auf Ersuchen der SEC statt: Es ist gängige Praxis der SEC, relevante Interessenvertreter zu einem Treffen einzuladen und über die geschätzten Kosten neuer Vorschriften (z. B. Klimaoffenlegungen) zu beraten“, sagte ein Sprecher von South Pole gegenüber dem DCNF. „Wie es unter Marktexperten üblich ist, traf sich South Pole mit der SEC, um eine kurze Präsentation und eine grobe Kostenschätzung der vorgeschlagenen Vorschriften der SEC abzugeben.“

Derselbe Sprecher sagte auch, dass das Treffen „nichts mit“ dem Kariba-Projekt zu tun hatte und dass die Gruppe von   FOLLOW THE MONEY „zu Unrecht beschuldigt“ worden sei.

Die Gutschriften von South Pole basieren laut   FOLLOW THE MONEY auf einer Schätzung, wie viel Wald abgeholzt würde, wenn das Unternehmen keine Maßnahmen zum Schutz des Waldes ergreifen würde. Im Juni 2022 stellte das Unternehmen jedoch fest, dass es das Tempo der Abholzung überschätzt hatte. Das bedeutet, dass es Gutschriften im Wert von 27 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen vergeben hatte, die es nicht verhindert hatte.

Die von Kariba verkauften Gutschriften erwirtschafteten 10 % des Umsatzes von 232 Millionen Euro (246,8 Millionen US-Dollar), den South Pole im Jahr 2022 meldete, berichtete  FOLLOW THE MONEY.

In einer Pressemitteilung vom Februar argumentierte das Unternehmen, dass sein Projekt von der Klimastandards-Firma Verra unabhängig überprüft worden sei und dass Aktualisierungen des verwendeten Modells ein routinemäßiger Teil von Karibas „eingebautem, selbstkorrigierendem Mechanismus“ seien, um sicherzustellen, dass sich die ausgegebenen Gutschriften auf tatsächliche CO2-Kompensationen beziehen. Verra sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, dass sich rund 90 % seiner Regenwald-Kompensationsgutschriften nicht in tatsächlichen CO2-Reduktionen niederschlugen. Nach einer  im Januar veröffentlichten gemeinsamen Untersuchung des britischen Nachrichtensenders The Guardian, des deutschen Nachrichtensenders Die Zeit und des gemeinnützigen investigativen Journalismus-Portals SourceMaterial weist das Unternehmen diese Behauptung zurück.

„Wir begrüßen die Überprüfung des VCM und nehmen sie sehr ernst. Übertriebene und irreführende Berichterstattung akzeptieren wir jedoch nicht“, erklärte das Unternehmen in derselben Pressemitteilung. „Wir weisen irreführende Aussagen über ‚Überemissionen‘ verifizierter Emissionsgutschriften aus einem unserer Vorzeigeprojekte zum Klimaschutz, dem Waldschutzprojekt Kariba REDD+, entschieden zurück.“

Letztendlich stellte das Unternehmen den Verkauf von Kariba-Gutschriften im November 2022 ein, verkaufte sie aber dennoch im September 2022 im Wert von über einer halben Million Euro an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY, Monate nachdem das Unternehmen die Überschätzung entdeckt hatte, so FOLLOW THE MONEY. Bei einem internen Meeting konnte Mitbegründer Christian Dannecker Berichten zufolge keine klare Antwort darauf geben, ob die in den Gutschriften des Unternehmens garantierten CO2-Kompensationen tatsächlich existierten.

Die SEC lehnte es ab, zu diesem Artikel einen Kommentar abzugeben.

Dieser Artikel wurde mit einem Kommentar vom Südpol aktualisiert.

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https://dailycaller.com/2023/03/11/sec-staff-green-firm-allegedl-fake-credits/

Übersetzt durch Andreas Demmig

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Ich, der Übersetzer kann nicht einschätzten, ob obige Behauptung von „Fake Zertificates“ stimmt oder nicht. Zu diesem Thema fand ich unterschiedliche Info

https://www.zeit.de/2023/04/co2-zertifikate-betrug-emissionshandel-klimaschutz

 

https://www.galaxus.de/de/page/south-pole-verkauft-ausschliesslich-gueltige-zertifikate-26675

https://www.bloomberg.com/news/features/2023-03-24/carbon-offset-seller-s-forest-protection-projects-questioned

https://www.klimareporter.de/international/der-grosse-schwindel-mit-den-co2-zertifikaten




Um Elektrofahrzeuge zu unserem Batterie-Pflaster für ein angeschlagenes Stromnetz zu machen, benötigen wir weitere 10 Milliarden Dollar für Wechselrichter

Von Jo Nova

Die Regierung hofft, dass man die Hausbesitzer dazu bringen kann, für die Batterien (in Form von Elektrofahrzeugen) zu zahlen, die die Wind- und Solarindustrie braucht, um aus ihrer nutzlosen, zufälligen Energie etwas Verlässliches zu machen. Nun kommt die Nachricht, dass Batterien nicht nur selbst gefährliche Brandrisiken bergen und teuer sind, sondern dass wir für den bidirektionalen Anschluss an unser Stromnetz 3.000 Dollar pro Haushalt (oder vielleicht 10.000 Dollar) ausgeben müssen, um die Ausrüstung zu kaufen, die das ermöglicht. Ganz zu schweigen von der zusätzlichen Millionen Gigawatt an Stromerzeugung, damit die Autos überhaupt aufgeladen werden können.

Bedenken Sie: Letztlich kaufen wir Elektrofahrzeuge nicht, weil sie weiter fahren, weniger kosten oder praktischer sind, sondern weil wir Stürme und Hitze in 100 Jahren verhindern wollen.

Wie viele Tage mit schönem Wetter werde ich im Jahr 2100 n. Chr. für diesen 3.000-Dollar-Wechselrichter bekommen?

 

Untersuchung ergab, dass die Infrastruktur für Elektroautos in Privathaushalten bis zu 10 Milliarden Dollar kosten könnte

Von Natasha Schmidt, The Australian

Roger Dargaville, Interimsdirektor des Monash Energy Institute, sagte, die Kosten für Wechselrichter zur Stromversorgung von Elektrofahrzeugen in nur einer Million Haushalten könnten bis zu 10 Milliarden Dollar betragen.

Professor Dargaville sagte, dass solche Wechselrichter im Gegensatz zu Heimbatterien wie der Powerwall von Tesla es Fahrern von Elektrofahrzeugen ermöglichen würden, Strom in das Stromnetz einzuspeisen.

„Dieser Teil der Infrastruktur kostet derzeit etwa 10.000 Dollar, und wenn Sie irgendwann in der Zukunft eine Million Fahrzeuge haben, die versuchen, dies zu erreichen, sind das 10 Milliarden Dollar“, sagte er.

Prof. Dargaville hofft, dass die Massenproduktion die Kosten mit etwas Glück auf 3.000 Dollar pro Stück senken könnte. (Massenhaftes Gelddrucken und Inflation werden das wahrscheinlich verhindern.)

Historiker werden auf diese Ära zurückblicken und sie als Fallstudie in Sachen Korruption und Massenwahn beschreiben. Der große kapitalistische freie Markt von Adam Smith existiert nur in begrenzten Bereichen, die sich als „freie Wahl“ tarnen.

https://joannenova.com.au/2024/07/to-make-evs-our-battery-bandaid-for-a-wounded-grid-we-need-another-10b-in-inverters/

Übersetzt durch Andreas Demmig




Große Umweltorganisationen schließen sich mit ausländischen Ölgiganten zusammen, um den Ozean zu industrialisieren

NICK POPE,

Aktivistenorganisationen wie der Sierra Club und der Natural Resources Defense Council (NRDC) haben sich mit ausländischen Energieunternehmen wie Equinor und einer Tochtergesellschaft von TotalEnergies zusammengetan , um Offshore-Windkraftprojekte in den Gewässern vor dem Bundesstaat New York voranzutreiben. Diese nationalen Umweltgruppen befürworten Offshore-Windkraft als Quelle kohlenstofffreier Stromerzeugung, obwohl kleinere Umweltgruppen, Fischer und Küstenbewohner befürchten, dass die Industrie erhebliche ökologische Schäden verursachen könnte.

Sierra Club, NRDC und die National Wildlife Federation (NWF) sind alle Mitglieder des Lenkungsausschusses der New York Offshore Wind Alliance (NYOWA), einer Koalition, die sich für die Förderung der Industrie in den Gewässern vor der Küste des Staates einsetzt. Gemeinsam mit ihnen im Ausschuss sind Equinor, Norwegens staatlicher Ölgigant, der ein Geschäft mit erneuerbaren Energien betreibt, und Attentive Energy , eine Tochtergesellschaft des US-Zweigs des französischen Öl- und Energiegiganten TotalEnergies.

(VERWANDTE THEMEN: Eine von Bidens Lieblings-Grünindustrien hat das Ziel für 2030 trotz Milliardensubventionen um Jahre verfehlt)

Darüber hinaus sind Gruppen wie The Nature Conservancy, die New York League of Conservation Voters, Riverkeeper und WE ACT For Environmental Justice Partnerorganisationen von NYOWA. Es ist zwar unklar, wann einige der Partnerorganisationen der NYOWA beigetreten sind, aber Sierra Club, NRDC und NWF werden in einer Pressemitteilung vom September 2016 , in der die Gründung von NYOWA angekündigt wird, als Gründungsmitglieder aufgeführt.

„Heuchlerische-Umweltschützer arbeiten mit ausländischen Energiekonzernen zusammen, um unsere Meere zu industrialisieren und Fischergemeinden zu zerstören“, sagte Dustin Delano, COO der New England Fishermen’s Stewardship Association (NEFSA), gegenüber der Daily Caller News Foundation. „Veröffentlichte, von Experten überprüfte Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Windparks die Schellfischbestände dezimieren, das Wachstum von Hummern hemmen, die Temperaturen an der Meeresoberfläche erhöhen und die Grundlagen der Nahrungsketten im Meer bedrohen könnten.“

NEFSA – die sich entschieden gegen die Entwicklung von Offshore-Windkraft ausspricht – verwies das DCNF auf vier verschiedene veröffentlichte Studien, die darauf hinwiesen, dass Offshore-Windkraft tatsächlich Meereslebewesen und Ökosysteme stören, darunter eine Arbeit, die nahelegt, dass niederfrequente Geräusche, die von Offshore-Windkraftanlagen erzeugt werden, das Verhalten von Kabeljaularven beeinflussen. Umweltgruppen, die Offshore-Windkraft befürworten, behaupten, dass eine verantwortungsvolle Entwicklung von Offshore-Windkraft eine entscheidende Strategie zur Bekämpfung des größeren Problems des Klimawandels ist.


(VERWANDTE THEMEN: Biden-Regierung gibt grünes Licht für einen weiteren riesigen Offshore-Windpark trotz Probleme in der Branche und steigender Wal-Sterbe-Zahlen)

In einer Wahlkampfrede kritisierte Trump die Bemühungen der Biden-Regierung, in großen Teilen der atlantischen Küstengewässer Geschwindigkeitsbegrenzungszonen einzuführen, eine Maßnahme, die laut Befürwortern dazu beitragen soll, Wale vor Schiffskollisionen zu schützen.

„Die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden, ist größer als die, mit dem Boot einen Wal zu treffen. In den letzten 50 Jahren wurde vor der Küste von South Carolina nur ein einziger solcher Wal getötet, aber auf der anderen Seite führen [von Biden unterstützte] Windmühlen dazu, dass Wale in noch nie dagewesener Zahl sterben. Niemand unternimmt etwas dagegen.“


Insbesondere hat die [Biden-] Bundesregierung behauptet, es gebe keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass die Entwicklung der Offshore-Windenergie mit jahrelangen „ungewöhnlichen Sterbefällen“ bei zwei Arten gefährdeter Bartenwale in Verbindung stehe, die in den Gewässern vor der Ostküste heimisch sind. Organisationen wie der Sierra Club  vertreten dieselbe Position in Bezug auf die Frage, ob die Offshore-Windenergie den Walen schadet.

Apostolos Gerasoulis, Informatikprofessor an der Rutgers University, hat jedoch laut Maine Wire kürzlich ein komplexes Computermodell entwickelt und ausgeführt, um das Walsterben an der Ostküste im Zeitverlauf und im Licht der anhaltenden Zunahme der Offshore-Windaktivitäten entlang der Küste zu analysieren, die etwa 2016 begann. Gerasoulis erklärt, sein Modell zeige, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Walsterben und der Offshore-Windaktivität in der Region gebe.

„Wir wissen, dass der Sierra Club, das NRDC und die National Wildlife Federation Offshore-Windkraftprojekte fördern, die von Tochterunternehmen europäischer Ölgiganten entwickelt werden“, sagte Dr. Lisa Quattrocki Knight, Präsidentin und Mitbegründerin einer Umweltgruppe namens Green Oceans, gegenüber dem DCNF. „NGOs unterstützen diese Projekte, obwohl die Regierung zugibt, dass der Bau der riesigen Offshore-Turbinen von Big Wind keine wesentlichen Auswirkungen auf den Klimawandel haben wird. Ausserdem wissen wir, dass sie Meerestiere töten, natürliche Lebensräume zerstören, lokale Industrien wie Tourismus, Segeln und Fischerei schädigen und zu höheren Strompreisen für die normale Bevölkerung führen werden. Es ist unbestritten, dass Offshore-Windkraft zu den energie-ineffizientesten und teuersten Energiequellen überhaupt gehört.“

Neben Fischern und Gruppen wie Green Oceans organisieren sich laut UtilityDive auch viele Einheimische in Küstenstädten entlang der Atlantikküste, um gegen die Offshore-Windenergie zu kämpfen, darunter in New Jersey und Massachusetts .

Der Sierra Club, NRDC, NWF, The Nature Conservancy, die New York League of Conservation Voters, Riverkeeper, WE ACT For Environmental Justice, Equinor, Attentive Energy und TotalEnergies reagierten nicht sofort auf Anfragen nach Kommentaren. NYOWA gab keinen Kommentar ab, sondern verwies das DCNF an die spezifischen Unternehmen und Umweltorganisationen, die zu seinen Mitgliedern gehören.

Alle von der Daily Caller News Foundation, einem unabhängigen und überparteilichen Nachrichtendienst, erstellten Inhalte stehen jedem seriösen Nachrichtenverlag, der ein großes Publikum erreichen kann, kostenlos zur Verfügung. Alle erneut veröffentlichten Artikel müssen unser Logo, den Namen unseres Reporters und seine DCNF-Zugehörigkeit enthalten. Bei Fragen zu unseren Richtlinien oder einer Partnerschaft mit uns wenden Sie sich bitte an  licensing@dailycallernewsfoundation.org .

https://dailycaller.com/2024/07/17/major-enviro-groups-foreign-oil-offshore-wind/

Übersetzt durch Andreas Demmig




Die Enten Kurve – Je mehr PV-Anlagen installiert sind, umso größer werden die neuen Probleme der Netzstabilität

Andreas Demmig

Die Duck Curve ist ein Konzept, welches im Bereich Energie- und Stromnetzmanagement verwendet wird, um die Stromnachfrage zu verdeutlichen. Seine charakteristische Form ähnelt dem Profil einer Ente: höherer Strombedarf am Morgen, gesunkene Nachfrage am Mittag und ein hoher Anstieg am Abend.

Im Zusammenhang mit der Integration erneuerbarer Energien wie Solar- und Windenergie zeigt das deren Problematik auf

Quelle: https://elements.visualcapitalist.com/the-solar-power-duck-curve-explained/

 

Aktuelle Herausforderungen durch die Duck Curve – der „Mittagsbauch wird immer flacher“

Die Duck Curve veranschaulicht die Herausforderung, Elektrizitätsangebot und -nachfrage ins Gleichgewicht zu bringen, wenn erneuerbare Energiequellen wie Sonne und Wind, die unregelmäßig verfügbar und wetterabhängig sind, einen wesentlichen Teil des Energiemix ausmachen.

Die Spitzenproduktion von Solarstrom fällt auf die Mittagszeit, wenn die Stromnachfrage normalerweise sinkt. Folglich gibt es einen Energieüberschuss – der Bedarf wird aber durch „selbst genutztem Solarstrom“ sogar noch verringert. Gegen Abend trifft die Steigerung des Strombedarfs auf den Rückgang der Solarstromerzeugung.

Diese Ungleichheit hat sich im Laufe der Zeit aufgrund des kontinuierlichen Ausbaus der Solarkapazitäten immer weiter verschärft. Darüber hinaus kann eine hohe Erzeugung erneuerbarer Energien während der Tagesstunden dazu führen, dass durch PV-Technologien ein Überangebot an Strom auch zu einem erheblichen Preisverfall führt und so möglicherweise neue Investitionen für eine stabile, zuverlässige Stromversorgung während der Spitzenlastzeiten unrentabel machen –

Quelle: California Independent System Operator https://www.caiso.com/

Sehr deutlich sieht man die Auswirkungen der wachsenden Kapazität der Solaranlagen

Quelle: What is the Duck Curve? U.S. Department of Energy
Anmerkung: In den Einstellungen des Videos können Sie die Untertitel (englisch) Ein / Aus schalten

 

Subventionen auch für generatorische Kraftwerke?

  • Traditionelle Energiequellen wie Kernenergie und Kohle sind nur dann wirtschaftlich, wenn sie rund um die Uhr in Betrieb sind. Wenn man sie mittags abschalten muss, weil der Strom durch Solarenergie gewonnen wird, sind sie wirtschaftlich nicht mehr rentabel.

Übliche Lösungen …!?? was man so findet

  • Überproduktion von grün genanntem Flatterstrom in Batterien oder Pumpspeicher nutzen. Nicht tot-zu-kriegen zu vergessen: bidirektionales Laden von Batterieautos – wenn es denn vom Kunden angenommen wird, und das Fahrzeug an einer passenden Stromabsaugsäule parkt.
  • Sektorenkopplung: Durch die Integration von Sektoren kann überschüssiger sauberer Strom genutzt werden, z. B. durch die Verwendung von Wasserstoff zur Speicherung überschüssiger Elektrizität.
  • Solarwärme-Kraftwerke zum Überhitzen eines Materials, um nachts Dampfmaschinen für Generatoren laufen zu lassen. (s.u. Ivanpah)
  • Finanzielle Anreize: Den Strom verteuern, wenn wenig PV-Strom geliefert wird (abends, nachts, morgens), dafür um die Mittagszeit billiger – Waschen, EV Autos laden. Für Klimaanlagen passt das.
  • Im Gegensatz zur Sonnen- und Windenergie können Quellen wie Kernenergie, Wasserkraft und Geothermie kontinuierlich betrieben werden und die Bedarfslücke schließen.

Sicherlich ist dieses Thema nicht erschöpfend behandelt, ich bin sicher, unsere Leser können auch einiges dazu beitragen.

Übersetzt und zusammengestellt durch Andreas Demmig

 

Ergänzung:

Solarthermie Kraftwerke sind oft als der Königsweg beschrieben worden,  um die Hitze des Tages in der Nacht zur Stromerzeugung zu nutzen. Darüber finden Sie im Web und auch auf Eike Informationen

Ivanpah – das größte US – Solarprojekt könnte gezwungen werden abzuschalten

 

Solarkraftwerke – Probleme mit der thermischen Speicherung

Das größte Solarkraftwerk der Welt hat sich soeben selbst verbrannt