Energiesicherheit und Klimarealismus erzwingen die weitere Nutzung der Kohle

Vijay Jayaraj

In weiten Teilen der globalen Energiedebatte wird noch immer so getan, als stünde die Kohle kurz vor dem Aus. Diese Illusion mag für Aktivisten, Investoren und Politiker beruhigend sein, die ihre Pläne für den Übergang zu sogenannter sauberer Energie so aufgebaut haben, dass die Grenzen von Solar- und Windenergie außer Acht gelassen wurden. Doch die neueste Studie von Lars Schernikau und Portia Roberts, „ Die Kohlerealität, die die westliche Politik ignoriert“ , zeigt das Gegenteil: Kohle wird nicht ersetzt, sondern vielmehr zusätzlich zu allen anderen Energieträgern eingesetzt.

Die Daten zeigen, dass der weltweite Kohleverbrauch zunimmt. Die Nachfrage nach zuverlässiger Grundlaststromversorgung trieb den Verbrauch bis 2025 auf einen beispiellosen Höchststand von fast 9 Milliarden Tonnen.

Diese Menge an geförderter und verbrannter Kohle übertrifft die jemals zuvor geförderte Menge bei Weitem und übertrifft die Werte vor der Billionen-Dollar-Investition des Westens in die Klimaneutralitätskampagne bei Weitem. Allein in China wurden im Jahr 2025 neue Kohlekraftwerke mit einer Leistung von 80 Gigawatt ans Netz angeschlossen – genug, um 60 Millionen Haushalte  zuverlässig mit Strom zu versorgen.

Die durch den Iran-Krieg verursachten Lieferengpässe auch bei Flüssigerdgas haben die Nachfrage nach Kohle weiter angeheizt, da viele Länder auf alternative Brennstoffe zur Stromerzeugung umgestiegen sind. Diese strategische Notwendigkeit führte zu einem massiven Anstieg der Kohlelieferungen über den Pazifikraum. Bangladesch, Japan, die Philippinen, Südkorea, Taiwan und Vietnam erhöhten umgehend ihre Kohleimporte, um Stromausfälle zu vermeiden, wobei China und Indien eine Vorreiterrolle bei diesem Wandel einnahmen.

Mit dem Ausbau alternativer Energieanlagen hat auch die Kohlenutzung parallel dazu zugenommen. Die beiden Energieklassen stehen nicht in einem Nullsummenspiel, sondern wachsen, um den enormen Bedarf an Strom und industrieller Produktion zu decken.

Die weltweit nachgewiesenen Kohlevorkommen – also jene, die sich mit den heutigen Technologien wirtschaftlich abbauen lassen – reichen bei dem aktuellen Verbrauch noch für 130 bis 150 Jahre . Unter Berücksichtigung der bekannten geologischen Reserven verfügt die Erde über genügend Anthrazit und Steinkohle für viele Jahrhunderte. [Excel Datei]

Schernikau und Roberts erinnern zudem daran, dass Kohle eine zentrale Rolle für die Ernährungssicherheit spielt. Rund ein Viertel der Weltbevölkerung ist auf Düngemittel angewiesen, die wie z.B.  Ammoniak aus Kohle hergestellt werden. Ein zu schneller Ausstieg aus der Kohle birgt damit nicht nur das Risiko von Energieknappheit, sondern auch von Gefährdungen der Nahrungsmittelproduktion und letztlich von Menschenleben.

Diese Rückkehr zu verlässlichen festen Brennstoffen fällt mit dem längst überfälligen Zusammenbruch des pseudowissenschaftlichen Systems zusammen, das jahrzehntelang die Erzählung einer inszenierten Klimakrise stützte. Jahrelang wurden Szenarien extremer Wetterereignisse, basierend auf fehlerhaften Klimamodellen, von aktivistischen Bürokraten systematisch instrumentalisiert, um die Abschaffung der Kohlenwasserstoffwirtschaft zu fordern.

Die prominenteste dieser Fälschungen war der repräsentative Konzentrationspfad 8.5 (RCP 8.5) zusammen mit seinem Pendant RCP 7.0. Der internationale Konsens in der Modellierung hat diese Täuschungen formell verworfen und bestätigt, dass RCP 8.5 offiziell „unplausibel“ ist. Die apokalyptischen Szenarien, mit denen die Öffentlichkeit verängstigt und die Finanzmärkte manipuliert wurden, basierten nie auf realen Daten.

Der institutionelle Rahmen, der darauf abzielte, konventionelle Energiesektoren von Investitionskapital abzuschneiden, zerfällt vor unseren Augen. Die Bemühungen von Unternehmen um die Einhaltung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) haben weltweit einen drastischen Rückgang erfahren. Globale Investorenkonsortien, angeführt von institutionellen Giganten wie BlackRock, haben ihre strengen Klimavorgaben stillschweigend abgeschafft oder deutlich reduziert . Internationale Bankengruppen und globale Luftfahrtverbände haben ihre ambitionierten Klimaneutralitätsziele gestrichen oder zurückgefahren.

Die Illusion eines schnellen, schmerzlosen Übergangs weg von Kohlenwasserstoffen ist an physikalischen Gesetzen und geopolitischen Notwendigkeiten gescheitert. Wetterabhängige Energietechnologien können weder Stahlwerke betreiben noch die Schwerindustrie am Laufen halten oder die heimische Lebensmittelversorgung sichern. Die Klimaforschung mag weiterhin den Tod der Kohle prophezeien, doch der Markt erweckt sie immer wieder zum Leben, weil es keinen Ersatz für ihre Größenordnung, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit gibt.

Hören Sie also auf, so zu tun, als ob jeder Ausbau erneuerbarer Energien automatisch einen Rückgang der Kohle bedeuten würde. Hören Sie auf, mit Extremszenarien die Öffentlichkeit zu verängstigen und sie so zu politischen Vorgaben zu zwingen, die den Bedürfnissen wachsender Volkswirtschaften nicht gerecht werden. Und hören Sie auf, Entwicklungsländern einzureden, sie müssten auf verlässliche Energieversorgung verzichten, nur um Prognosemodellen zu vertrauen, denen man längst nicht mehr trauen kann.

Ursprünglich veröffentlicht bei PJ Media , 15. Juli 2026.

Vijay Jayaraj ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der CO₂ Coalition in Fairfax, Virginia. Er besitzt einen Master-Abschluss in Umweltwissenschaften von der University of East Anglia und einen Postgraduierten-Abschluss in Energiemanagement von der Robert Gordon University, beide in Großbritannien, sowie einen Bachelor-Abschluss in Ingenieurwesen von der Anna University in Indien. Zuvor war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Changing Oceans Research Unit der University of British Columbia in Kanada tätig.

https://wattsupwiththat.com/2026/07/22/energy-security-and-climate-realism-usher-in-coals-rise/




„Betrügerisch, voreingenommen und irreführend“: Untersuchung eines NGO und deren von Bezos unterstütztem Klimabericht

Daily Caller News Foundation, Paris Apodaca, Energie-Stipendiat

Präsident Donald Trump ordnete eine Untersuchung an, eine Nichtregierungsorganisation zu überprüfen, die kürzlich einen stark kritisierten Klimawandelbericht veröffentlicht hatte.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften (NAS) veröffentlichte am Donnerstag einen Bericht, in dem sie die Anwendung einer von Klimaaktivisten bevorzugten Methode der „Attributionsforschung“ forderte, die häufig in Haftungsklagen gegen Energieunternehmen herangezogen wird. Der Präsident schrieb am späten Sonntag in einem Beitrag auf Truth Social, dass die Klimahandbücher der NAS politisch voreingenommen seien und die Urteile in wichtigen Klimaprozessen unzulässig beeinflusst hätten.

[„Attributionsforschung“ analysiert und bewertet, welche Faktoren (Ursachen) zu einem bestimmten Ereignis, einer Veränderung oder einem Risiko beitragen, und weist diesen statistische Wahrscheinlichkeiten zu.]

Der Wissenschafts-, Raumfahrt- und Technologieausschuss des Repräsentantenhauses argumentierte, der Bericht stelle einen Interessenkonflikt dar, da Anwälte, die an Klimaprozessen beteiligt waren, bei der Festlegung der von der NAS verwendeten wissenschaftlichen Standards mitgewirkt hätten.

„Die Nationale Akademie der Wissenschaften hat in der Vergangenheit analytische wissenschaftliche Handbücher speziell für unsere Bundesgerichte veröffentlicht“, schrieb Trump in dem Beitrag. „Diese speziell im Sinne der Klima-Aktivisten geschriebenen Handbücher wurden von Richtern zur Entscheidung massiver ‚Klimawandel‘-Fälle herangezogen und haben unserem Land enorme Verluste beschert. Diese Handbücher wurden völlig diskreditiert. Unsere Bundesrichter verdienen Fakten und Wissenschaft, nicht politischen Betrug und falsche Klimawissenschaft.“  [historisches Beispiel: Der Hexenhammer, aufgrund dessen die Gerichte Urteile fällen sollten / konnten – der Übersetzer]

Auch die Redaktion des Wall Street Journal kritisierte den mehr als 250 Seiten langen Bericht, der vom Bezos Earth Fund finanziert wurde, in einem Meinungsbeitrag vom Sonntag mit dem Titel „Ein Klimaputsch an den Nationalen Akademien der Wissenschaften“.

„Der Bericht besagt außerdem, dass diese Forschung dazu beitragen könnte, politische Maßnahmen wie ein Gesetz in Vermont zu ‚untermauern‘, welches die Regierung ermächtigt, die ‚finanziellen Auswirkungen der Treibhausgasemissionen aus fossilen Brennstoffen auf den Staat‘ zu bewerten und ‚Zahlungen von Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie zur Finanzierung von Anpassungsprojekten zu fordern‘“, schrieb der Ausschuss. „Es geht darum, einer Zwangsausübung staatlicher Macht einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben.“

Das Weiße Haus reagierte nicht umgehend auf die Anfrage der Daily Caller News Foundation nach einer Stellungnahme.

„Natürlich wird die Akademie von radikalen linken Demokraten geleitet, die, wie sich herausstellte, betrügerische, voreingenommene und irreführende Handbücher zum Klimawandel veröffentlichten“, fügte Trump in seinem Beitrag hinzu.

„Mit dieser Erkenntnis weise ich hiermit die zuständigen Bundesbehörden an, dieses Verhalten der NGO’s und betroffenen Richter zu überprüfen. Unsere Steuerzahler sollten keinen Klimabetrug finanzieren, und Richter hätten sich niemals darauf stützen dürfen

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https://dailycaller.com/2026/07/20/national-academy-sciences-climate-report-attribution/




Was haben die Bewertungen von Immobilien mit einem Klimarisiko zu tun? Dieser wenig bekannte Klimabericht wirft einen dunklen Schatten – und große Investmentfirmen sind involviert.

Daily Caller News Foundation, Paris Apodaca, Energie-Stipendiat

Einem neuen Bericht zufolge untergräbt eine neue, klimabezogene Kennzahl, die von einem mit Private-Equity-Firmen verbundenen Unternehmen entwickelt wurde, insgeheim den US-amerikanischen Wohnungsmarkt.

Große Online-Immobilienplattformen wie Zillow, Relator.com, Homes.com und Redfin bieten laut einem Bericht des American Energy Institute und Consumers‘ Research vom Juli, der zuerst von der Daily Caller News Foundation veröffentlicht wurde, Prognosen zum Klimarisiko an . Die von dem privaten Unternehmen First Street entwickelten Bewertungen stehen oft im direkten Widerspruch zu den offiziellen Hochwasserkarten und -einschätzungen der US-Katastrophenschutzbehörde FEMA.

„Für die meisten amerikanischen Familien ist ein Eigenheim ihr größtes Vermögen und die wichtigste Grundlage für den Vermögensaufbau über Generationen hinweg“, heißt es in dem Bericht.

„Diese Bewertungen entbehren jeglicher gesetzlichen Grundlage, formeller Rechtsmittelmöglichkeiten und widersprechen häufig den FEMA-Karten“, heißt es weiter. „Eine dokumentierte Fallstudie im Wert von 6,2 Millionen US-Dollar belegt, dass das Interesse von Käufern einbrach und die Preise fielen, nachdem eine private Bewertung einem Objekt der FEMA-Zone X (minimales Risiko) ein Überschwemmungsrisiko von 9/10 zugewiesen hatte.“

Consumers‘ Research forderte laut Bericht mehrere Bundesbehörden, darunter den Kongress, auf, First Street aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf den Wohnimmobilienmarkt zu untersuchen.

„BlackRock, Vanguard und State Street halten zusammen 19 bis 25 % der Anteile an den Muttergesellschaften, die diese Bewertungen veröffentlichen“, heißt es im Bericht weiter.

Ein Sprecher von BlackRock verwies auf den „Global Voting Spotlight“ des Unternehmens, in dem es heißt: „Die Festlegung, Umsetzung und Überwachung der Strategie liegt in der Verantwortung des Managements und des Aufsichtsrats. Als einer von vielen Minderheitsaktionären im Namen unserer Kunden lenkt BlackRock weder die Strategie eines Unternehmens noch deren Umsetzung.“

„BlackRock Investment Stewardship handelt nicht gemeinsam mit anderen Aktionären oder Organisationen bei der Ausübung ihrer Stimmrechte und folgt nicht den Stimmempfehlungen von Stimmrechtsberatern.“

First Street hat auf die Anfrage des DCNF nach einer Stellungnahme nicht reagiert.

🔺Eine wachsende Region in den USA, in der derzeit über 100 Millionen Amerikaner leben, wird in den nächsten drei Jahrzehnten Temperaturen von bis zu 52 °C (125 °F) erreichen.

Das geht aus einem neuen Bericht der gemeinnützigen Klimaforschungsorganisation First Street hervor.

— FORTUNE (@FortuneMagazine) 15. August 2022

Molly Vogt, Senior Fellow am American Energy Institute, sagte gegenüber dem DCNF, dass First Street ein „nicht reguliertes Privatunternehmen“ sei, dessen „Bewertungen regelmäßig im Widerspruch zu offiziellen FEMA-Überschwemmungskarten stehen, Immobilienwerte untergraben und Hauskäufer ohne transparente Methodik oder sinnvolles Beschwerdeverfahren beeinflussen“.

„Noch besorgniserregender ist, dass BlackRock, Vanguard und State Street, dieselben Vermögensverwalter, die in der gesamten amerikanischen Unternehmenswelt destruktive Netto-Null-Initiativen vorangetrieben haben, bedeutende Anteile an den Plattformen halten, die diese Bewertungen verbreiten“, fuhr Vogt fort.

Will Hild, Geschäftsführer von Consumers‘ Research, erklärte gegenüber dem DCNF, First Street suggeriere „wissenschaftliche Unterstützung durch die Bundesregierung, während sie in Wirklichkeit ihre eigenen, willkürlichen Bewertungskriterien nutzen, um eine Klimaagenda durchzusetzen“.

„Indem First Street aktivistisch geprägte Modelle propagiert, nimmt das Unternehmen Hausbesitzern jede sinnvolle Möglichkeit, die Reduzierungen ihres größten Vermögenswerts anzufechten“, fügte er hinzu. „Es ist kein Zufall, dass Wall-Street-Giganten wie BlackRock, Vanguard und State Street maßgeblich an den Plattformen beteiligt sind, die diese Bewertungskriterien verbreiten. Dadurch erhalten sie ein weiteres Instrument, um amerikanischen Familien ihre ESG-Agenda [Umwelt, Soziales und Unternehmensführung] aufzuzwingen.“

„Amerikanische Hausbesitzer haben ein Recht darauf zu erfahren, wer diese Immobilienbewertungen vornimmt, wie diese Bewertungen berechnet werden und welche Schutzmechanismen sie vor fehlerhaften oder irreführenden Bewertungen bewahren“, sagte Vogt gegenüber dem DCNF. „Der Kongress muss Ermittlungen einleiten, bevor weitere amerikanische Familien zusehen müssen, wie ihr größtes Vermögen still und leise durch ein intransparentes, mit der Wall Street verknüpftes Bewertungssystem geschmälert wird.“

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde aktualisiert und enthält nun einen Kommentar von BlackRock.

https://dailycaller.com/2026/07/14/first-street-climate-risk-fema-blackrock-wall-street-consumers-research-american-energy-institute/

Zur obigen Panikmache passt dieser Kältereport

Kältereport Nr. 22 /2026




Die Befürworter von Netto-Null-Energie setzen ihre Hoffnungen auf Batterien, um die schwankende Wind- und Solarenergie auszugleichen, doch die Preise sind astronomisch.

Climate Change Dispatch, Kevin Killough

Befürworter erneuerbarer Energien behaupten oft, dass das Problem der intermittierenden Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie durch Batteriespeicher gelöst werden könne. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt]

In einem Meinungsbeitrag vom Freitag beispielsweise lobte ein Reuters-Kolumnist Batterien in höchsten Tönen als die Technologie, die zu „Netto-Null“ führen würde – also dazu, dass die verbrauchte Energiemenge durch die erzeugte Menge an erneuerbarer Energie ausgeglichen wird .

„In kaum mehr als drei Jahrzehnten haben sich Batterien von einem Nebenaspekt in Energiesystemen zu einer der prägenden Technologien des Übergangs weg von fossilen Brennstoffen entwickelt“,  schrieb Gavin Maguire, Kolumnist von Global Energy Transition .

Maguire erwähnt weder die Tatsache, dass die Welt den Verbrauch fossiler Brennstoffe exponentiell gesteigert hat – ein jahrzehntelanger Trend, der sich nicht umkehren lässt – noch erwähnt er, dass die in Batterien gespeicherte Energiemenge in Minuten gemessen wird.

Forscher des National Center for Energy Analytics wollten herausfinden, ob es möglich ist, das Stromnetz mit Wind-, Solar- und Batterieenergie zu versorgen.

Ihr am Donnerstag veröffentlichter Bericht lässt erhebliche Zweifel an dem Versprechen der Befürworter erneuerbarer Energien aufkommen, dass Batterien die Probleme der Unbeständigkeit von Wind- und Solarenergie lösen können.

„Diese Studie zeigt, dass eine Wind-Solar-Batterie-Strategie zur Deckung des Strombedarfs physikalisch unmöglich, zu kostspielig und angesichts der Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen nicht zu rechtfertigen ist“, so das Fazit des Berichts.

Enorme Kosten

Jonathan Lesser, Senior Fellow beim NCEA, und Mitch Rolling, Forschungsdirektor bei Always On Energy Research, nutzten das PJM Interconnection System , den größten Netzbetreiber des Landes, um die Kosten und die Machbarkeit eines Systems zu bewerten, das mit Wind-, Solar- und Batterieenergie betrieben wird.

  • Der Betreiber versorgt 67 Millionen Menschen in 13 Bundesstaaten und dem District of Columbia mit Strom.
  • Die Stromkunden würden über 20 Jahre 4 Billionen Dollar für ein klimaneutrales Stromnetz mit Batteriespeicher zahlen. Screenshot.

Die Forscher untersuchten drei verschiedene Szenarien.

  1. Eine Studie bewertete das PJM-Stromnetz, das mit Windkraft, Solarenergie, Batteriespeichern und bestehenden Kernkraftwerken betrieben werden könnte. In diesem Szenario würde die gesamte Kohle- und Erdgasverstromung eingestellt.
  2. Im zweiten Szenario werden Batterien zusammen mit neuen und bestehenden gasbetriebenen Generatoren sowie neuen Kernkraftwerken eingesetzt.
  3. Im letzten Szenario wird ein Batteriespeicher eingesetzt, um gasbetriebene Generatoren während der Spitzenlastzeiten zu ersetzen.

Um die Schwankungen der Wind- und Solarenergie im Szenario mit ausschließlich erneuerbaren Energien auszugleichen , müsste PJM laut der Analyse bis 2045 etwa das Zehnfache der gesamten Erzeugungskapazität hinzufügen, die im Szenario mit Erdgas und Kernenergie erforderlich wäre.

Diese zusätzlichen Kapazitäten würden nicht nur den täglichen und saisonalen Schwankungen von Angebot und Nachfrage gerecht werden, sondern auch Tage mit wenig bis gar keinem Wind oder Sonnenschein berücksichtigen .

Die Studie ergab außerdem, dass die von PJM versorgten Stromkunden in den nächsten 20 Jahren 4 Billionen Dollar aufbringen müssten , um dieses ideale Netto-Null-Stromnetz ohne neue Kernkraftwerke zu finanzieren.

Diese Zahl berücksichtigt die Einsparungen bei fossilen Brennstoffen.

Geringes Nutzen-Kosten-Verhältnis

Die Autoren weisen darauf hin, dass der Grundgedanke eines solchen Netzes darin besteht, dass es die zur globalen Erwärmung beitragenden Kohlenstoffemissionen reduziert. Die Studie schätzt die jährlichen Kosten vermiedener Emissionen auf 771 US-Dollar pro Tonne.

Aktuelle Schätzungen der sozialen Kosten von Kohlenstoff – der wirtschaftlichen Schäden, die durch die Emission von Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre verursacht werden – reichen von 180 US-Dollar pro Tonne im Jahr 2025 bis 320 US-Dollar pro Tonne im Jahr 2045.

Selbst im Hinblick auf die Emissionsreduzierung ist das Szenario, das ausschließlich auf erneuerbaren Energien basiert, teurer als der Nutzen, der dadurch entsteht, kommen die Forscher zu dem Schluss.

In den beiden anderen Szenarien sind die Kosten für die Gebührenzahler immer noch recht hoch.

Im Szenario mit Erdgas und Kernenergie müssten die Kunden von PJM in den nächsten 20 Jahren 668 Milliarden Dollar zahlen; im Szenario mit Batteriespeichern, die die gasbetriebenen Generatoren während der Spitzenlast ersetzen würden, müssten die Kunden von PJM in 20 Jahren 768 Milliarden Dollar zahlen.

Lesen Sie den Rest bei Just The News.

https://climatechangedispatch.com/wind-solar-battery-costs/

 




Treibhausgas Zertifikate – und die Abzocke der Verbraucher für CO2-Emissionen

Einleitung durch den Übersetzer:

Dieser Originalbeitrag über die Verhältnisse in den USA ist etwa doppelt so lang, wie die hier von mir gekürzte Version. Ich hoffe, ich habe unseren Lesern die wesentlichen Bestandteile trotzdem behalten.

Ich habe dann die aktuellen Informationen zum Zertifikate Handel in Deutschland für Sie recherchiert – Kurzfassung: Doppelt so teuer und noch kein Ende.  – unten angehängt


WuWT, Roger Caiazza

In den letzten Monaten habe ich hier mehrere Artikel veröffentlicht, in denen ich meine Bedenken hinsichtlich des jüngsten starken Anstiegs der Preise für Emissionszertifikate im Rahmen der Regionalen Treibhausgasinitiative (RGGI) seit der Ankündigung des Wiedereintritts Virginias in das Programm darlege. Ich habe argumentiert, dass

  • die RGGI-Zertifikatskosten eine regressive und intransparente Stromsteuer darstellen,
  • die Rechnungen erhöht,
  • das Stromnetz belastet
  • nicht die von Befürwortern versprochenen nachhaltigen Klima- oder Bezahlbarkeitsvorteile

Die Argumente der RGGI- Regional Greenhouse Gas Initiative Befürworter spiegeln eine einnahmenorientierte Denkweise wider, die steigende Auktionserlöse als „große Chance“ zur Ausweitung staatlicher Klima- und Förderprogramme betrachtet. In Zeiten, in denen die Bezahlbarkeit von Energie ein wichtiges Thema ist, ist es unangemessen, die Verbraucherkosten nicht zu schützen. Ein kürzlich erschienener Artikel in E&E News verdeutlicht diese Denkweise: Höhere Ausgaben für die Ziele der RGGI seien wichtiger als niedrige Stromkosten für die Verbraucher.

Hintergrund

RGGI ist ein marktorientiertes Programm zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Energiesektor. Es ist ein Kooperationsprojekt mehrer Bundesstaaten.

Laut der Programmbeschreibung von RGGI geben die Bundesstaaten CO₂-Zertifikate aus, … Die Erlöse werden anschließend in strategische Energie- und Verbraucherprogramme reinvestiert. …, saubere und erneuerbare Energien, … Hinzu kommen nicht berücksichtigte Verwaltungskosten, die die Vorteile von Rabattprogrammen sogar noch schmälern.

Zusätzlich zu den neun Artikeln über RGGI, die ich hier veröffentlicht habe, … zeigt meine Arbeit, … dass die meisten beobachteten Reduktionen auf den wirtschaftlichen Wechsel von Kohle und Öl zu Erdgas zurückzuführen sind. Emissionsreduktionen durch RGGI-Investitionen machen lediglich 8,7 % der beobachteten Reduktionen aus. Der jüngste Bericht über die Verwendung der RGGI-Einnahmen stellt fest, dass die RGGI-Auktionen über 4 Milliarden US-Dollar eingebracht haben und die Investitionen die jährlichen Emissionen um etwas mehr als 5 Milliarden Tonnen reduziert haben. Das entspricht einer CO₂-Kosteneffizienz von 800 US-Dollar pro Tonne. Bei diesem Wert reicht die aufgebrachte Summe bei Weitem nicht aus, um die RGGI-Emissionen gemäß den Anforderungen der dritten Programmüberprüfung zu reduzieren.  …

Klimageld oder versteckte Verbrauchersteuer?

Der Artikel in E&E argumentiert, dass die stark gestiegenen RGGI-Preise eine große Chance darstellen, da Auktionen nun Milliarden mehr einbringen, die die Bundesstaaten in Klimaprogramme und Steuerrückerstattungen investieren können, …

Meine Arbeit zeigt eine andere Realität. Höhere Strompreise sind kein geschenktes Geld; sie entstehen, weil Stromerzeuger mehr für die Produktion aufwenden und diese Kosten über die Großhandelsmärkte decken müssen. Was wie ein unerwarteter Geldsegen für die Staatshaushalte aussieht, ist in Wirklichkeit eine versteckte, regressive Steuer, die sich in höheren Rohstoffpreisen auf den Verbraucherrechnungen niederschlägt. Die entscheidende Frage ist, ob die versprochene geringe Gutschrift auf der Stromrechnung oder andere geplante Förderprogramme die unmittelbaren Mehrkosten für den einzelnen Kunden ausgleichen.

Was Rekordpreise wirklich bedeuten

Die jüngsten RGGI-Auktionen endeten bei etwa 35 Dollar pro Tonne – ein Rekordpreis, der durch steigende Kosten, den Wiedereintritt Virginias und Engpässe beim Ausbau erneuerbarer Energien getrieben wurde, nicht durch eine geordnete Dekarbonisierung. Bei den derzeitigen Emissionsmengen handelt es sich dabei nicht um eine marginale Anpassung, sondern um eine erhebliche Kostenverlagerung auf die Stromkunden. Darüber hinaus liegt der Preis auf dem Sekundärmarkt für RGGI-Zertifikate über 35 Dollar pro Tonne, sodass die künftigen Kosten sogar noch höher ausfallen werden als hier dargestellt.

Laut meiner Analyse für New York belaufen sich die direkten Zertifikatskäufe in New York derzeit auf etwa 0,7 bis 1,1 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Die Gesamtauswirkungen auf die Stromkunden – unter Berücksichtigung der gestiegenen Großhandelspreise – dürften sich auf 1,8 bis 3,2 Milliarden US-Dollar belaufen. …

E&E berücksichtigt lediglich die Auktionserlöse des ersten Halbjahres in den RGGI-Staaten in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar und bezeichnet diese als Klimagelder.  …

Erlös im Vergleich zu den Gesamtkosten

Das Kernproblem der Diskussion um „Klimagelder“ liegt in der Fixierung auf die Einnahmen unter Vernachlässigung der gesamten Systemkosten. Jedes Zertifikat, das ein Energieerzeuger erwirbt, erhöht den Preis auf den Energiemärkten. Da die Marktpreise pro Grenzkosteneinheit festgelegt werden, fließen diese CO₂-Kosten in den Abrechnungspreis ein und werden bei nahezu jeder verkauften Megawattstunde (MWh) vereinnahmt – auch bei emissionsfreien Anlagen, die keine Zertifikate erwerben, aber dennoch höhere Preise fordern.

… die Stromkunden tragen die gesamten Kosten, und nur ein Bruchteil davon kommt ihnen über Programme oder Gutschriften zurück. Der Rest verbleibt bei emissionsfreien Erzeugern oder wird für Verwaltung und bevorzugte Initiativen ausgegeben. Es gibt keine transparente Kostenaufstellung, die die Einnahmen den Gesamtkosten gegenüberstellt und die Nettoauswirkungen auf die Haushalte erklärt.

Die Behauptung der „Bezahlbarkeitsstrategie“

Um der politischen Kritik an den steigenden Stromrechnungen entgegenzuwirken, preist der Artikel die durch RGGI finanzierten Rabatte als „Strategie zur Senkung der Bezahlbarkeit“ an. … Befürworter argumentieren unter Berufung auf Modellrechnungen von Resources for the Future, dass höhere Preise letztendlich die Stromkosten der Haushalte senken können.

Das klingt verlockend, ist aber irreführend. In Virginia erhöhte RGGI die Stromrechnung eines durchschnittlichen Kunden zuvor um etwa 4 US-Dollar pro Monat; bei höheren Preisen belaufen sich die voraussichtlichen Kosten auf 10–13 US-Dollar pro Monat. …

Regressive und undurchsichtige Inzidenz

Der E&E-Artikel geht kaum darauf ein, wer zahlt und wer profitiert. Da die RGGI-Kosten über die Großhandelsabrechnung abgewickelt und nicht einzeln auf den Rechnungen ausgewiesen werden, sehen die Kunden einfach höhere Preise ohne klare Erklärung. Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen, die einen größeren Anteil ihres Einkommens für Strom ausgeben und weniger Anpassungsmöglichkeiten haben, zahlen mehr, erhalten aber keine Garantie auf eine proportionale Entlastung. …

Sind Effizienzgewinne ausreichend?

Ich habe die RGGI- Erlösberichte und die Behauptungen des Acadia Centers geprüft , wonach Milliardeninvestitionen noch höhere Einsparungen über die gesamte Laufzeit der Stromrechnungen erzielt haben sollen, als der E&E-Bericht ohne Skepsis akzeptiert. Effizienzprogramme und ähnliche Projekte, die durch RGGI finanziert werden, bringen zwar Vorteile, doch diese Schätzungen basieren auf Modellrechnungen, erstrecken sich über viele Jahre und stützen sich größtenteils auf Zeiträume mit deutlich niedrigeren Zertifikatspreisen und anderen Systembedingungen. Es ist außerdem wichtig anzumerken, dass die RGGI-Investitionen meiner Ansicht nach nicht kosteneffektiv sind (Tabelle 1).

Tabelle 1: Zusammenfassung der jüngsten RGGI- Kategorieinvestitionen und vermiedenen Emissionen der letzten 7 Jahre

Vergleicht man diese langfristigen, modellierten Einsparungen mit den realen, kurzfristigen jährlichen Kosten in Milliardenhöhe, die sich aus einem Preis von 35 US-Dollar pro Tonne angesichts steigender Nachfrage und stagnierender erneuerbarer Energien ergeben, ist die Kompensation deutlich weniger überzeugend. Befürworter nutzen eine unkritische Bewertung der historischen Entwicklung unter weniger angespannten Bedingungen, um die heutige, wesentlich höhere Steuerbelastung zu rechtfertigen. Das ist keine tragfähige Grundlage, um RGGI als Erfolg im Bereich der Bezahlbarkeit zu bezeichnen.

Verlagerung, Effektivität und Zuverlässigkeit

Der Artikel erwähnt kurz die Bedenken New Jerseys hinsichtlich der Emissionsverlagerung – also der Annahme, dass RGGI Emissionen eher verlagert als reduziert – … und legen nahe, dass RGGI möglicherweise nicht wie beabsichtigt funktioniert und die Netto-CO₂-Emissionen sogar erhöhen könnte, während gleichzeitig den Verbrauchern Milliarden  verloren gehen, sobald grenzüberschreitende Stromflüsse und Marktinteraktionen vollständig berücksichtigt werden. … Gleichzeitig sieht die aktualisierte Obergrenze jährliche Kürzungen der Zertifikate um mehr als 10 % des Budgets von 2025 zwischen 2027 und 2033 vor – … Der Strombedarf steigt; erneuerbare Energien stoßen auf Engpässe auf Bundes- und Landesebene; bedarfsgerechte thermische Kraftwerke bleiben unerlässlich. Rekordpreise sind in diesem Kontext sowohl ein Warnsignal für die Netzstabilität als auch ein Problem der Bezahlbarkeit. Der Artikel behandelt RGGI jedoch hauptsächlich als fiskalisches Instrument, ohne sich mit den Wechselwirkungen mit der Netzphysik und dem Kapazitätsbedarf auseinanderzusetzen. Höhere Zertifikatspreise, höhere Importe aus Nicht-RGGI-Staaten, höhere CO₂-Emissionen, Bedenken der Verbraucher hinsichtlich der Bezahlbarkeit und potenzielle Probleme der Netzstabilität sind die Folgen der aktuellen RGGI-Auslegung.

Zeit für RGGI-Änderungen

…  RGGI erweist sich als zunehmend unpräzise, ​​kostspielig und intransparent, um Klima- und Bezahlbarkeitsziele zu erreichen.

Wenn Staaten wirklich beides am Herzen liegt, sollten sie:

  • Auf transparente Finanzierungsmechanismen setzen, anstatt Kosten in den Großhandelspreisen zu verstecken.
  • Jeder CO2-Preis sollte an realistischen Emissionspfaden und Zuverlässigkeitsanforderungen ausgerichtet sein.
  • Schaffen Sie wirksame Schutzmechanismen gegen Emissionsverluste und messen Sie die Nettoemissionsergebnisse ehrlich.
  • Die gesamten RGGI-Kosten sollten explizit mit den Einnahmen verglichen werden, und es sollte eine Verpflichtung eingegangen werden, einen definierten Anteil der Nettokosten auf vorhersehbare Weise an die Gebührenzahler zurückzuzahlen.

… Ich bin der Ansicht, dass angesichts der Bedenken hinsichtlich der Bezahlbarkeit von Energie in den RGGI-Staaten und der mangelhaften Leistung dieses Emissionsreduktionsprogramms RGGI ausgesetzt, wenn nicht gar ganz aufgehoben werden sollte.

Roger Caiazza bloggt auf Pragmatic Environmentalist of New York über Energie- und Umweltthemen in New York . Die komplexen regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen des RGGI-Programms machen es Betroffenen oft schwer, sich zu den grundlegenden Problemen des Programms zu äußern. Er ist seit Beginn des Programms in den RGGI-Prozess eingebunden und unterliegt daher keinerlei Einschränkungen bei der Beschreibung der Details . Seine Beiträge spiegeln seine persönliche Meinung wider und nicht die seiner früheren Arbeitgeber oder anderer Unternehmen, mit denen er verbunden war.

https://wattsupwiththat.com/2026/07/15/rggi-cheerleaders-and-the-consumer-carbon-cash-grab/

 

Deutschland

(Zusammengestellt mit Hilfe von Google KI)

In Deutschland hängt der CO2-Preis stark vom jeweiligen System ab. Im nationalen Emissionshandel (nEHS) für Wärme und Verkehr gilt 2026 ein gesetzlicher Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Im europäischen Emissionshandel (EU-ETS 1) für Industrie und Energiewirtschaft liegt der Preis an der Börse aktuell bei 75 bis 90 Euro pro Tonne.

Der CO2-Preis wird in verschiedene Kategorien und Systeme unterteilt:

  1. Nationaler Emissionshandel (nEHS für Gebäude & Verkehr)

Für Brennstoffe wie Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas gilt ein schrittweise ansteigender Festpreis, der seit 2026 in Auktionen versteigert wird.

  • Preisrahmen 2026: Der CO2-Preis liegt zwischen 55 Euro und 65 Euro. [1]
  • Preisaufschläge an der Zapfsäule/Heizung (gegenüber dem Vorjahr):
  • Benzin: ca. +2,8 bis +3,7 ct/Liter
  • Diesel & Heizöl: ca. +3,2 bis +4,1 ct/Liter
  • Erdgas: ca. +0,22 bis +0,28 ct/kWh

Ausblick: Ab 2027 wird der nationale Markt voraussichtlich in den neuen europäischen Handel (EU-ETS 2) integriert, wodurch die Preise Angebot und Nachfrage überlassen werden und Prognosen zufolge deutlich ansteigen könnten.

https://www.zew.de/das-zew/aktuelles/die-meisten-sind-auf-diese-preise-nicht-vorbereitet

  1. Europäischer Emissionshandel (EU-ETS für Industrie & Energie)

Große Industrieunternehmen und Kraftwerke müssen für jede Tonne ausgestoßenes CO2 sogenannte EU-ETS-Zertifikate abgeben. Diese werden an der Börse gehandelt.

  • Aktueller Preis: Die Preise schwankten zuletzt zwischen 75 Euro und 90 Euro pro Tonne.
  • Genaue aktuelle Kursdaten und Realtime-Charts finden Sie beim Börsenportal der Deutschen Börse.
  1. Freiwilliger Kompensationsmarkt

Unternehmen, die ihre Emissionen freiwillig ausgleichen möchten, erwerben Zertifikate von Klimaschutzprojekten. Die Preise variieren hier extrem je nach Art des Zertifikats (z.B. günstige Emissionsvermeidung vs. teure technische CO2-Entnahme).

  • Preise: Die Spanne reicht von 15 Euro bis über 1.000 Euro pro Tonne.
  • Lokale oder dauerhafte Speicherungszertifikate aus Deutschland (z.B. aus der Moorrenaturierung oder Pflanzenkohle) werden hier oft mit einem deutlichen Aufpreis gehandelt.

https://www.senken.io/de/academy/verstandnis-des-co2-kompensationsmarktes/co2-zertifikate-preise

Ausführliche Erklärungen zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen, Versteigerungsterminen und genauen Aufschlägen bietet das offizielle Portal der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt).

Zum Abschluss:

Interview WiWo:

Herr Professor Wambach, 2025 steigt der CO2-Preis für Wärme und Verkehr von aktuell 45 Euro pro Tonne auf 55 Euro. Ab 2027 soll dann der europäische Zertifikatehandel greifen und der CO2-Preis wird frei gehandelt. Sie erwarten einen Anstieg auf bis zu 200 Euro pro Tonne. Was bedeutet das konkret für Verbraucher?

Das wären für einen Liter Benzin rund 60 Cent mehr. Ein Vier-Personen-Haushalt, der noch mit Gas heizt, müsste mit rund 1000 Euro höheren Heizkosten pro Jahr rechnen.

Ist die Entwicklung hin zu höheren CO2-Preisen unumkehrbar?

Eigentlich schon. Selbst eine neue Bundesregierung könnte das nicht ändern. Dafür bedürfte es einer Änderung der europäischen Gesetzgebung.

https://www.zew.de/das-zew/aktuelles/die-meisten-sind-auf-diese-preise-nicht-vorbereitet