China will bei der Kernkraft führend werden, und niemand bemerkt es.

Von Jo Nova

Während die Australier über Grace Tame oder Brittany Higgins sprachen, veränderte sich die Grundlage industrieller Energie still und leise.

Australien hegt zwar eine puritanische Abneigung gegen Atomkraft, doch weltweit sind 437 Reaktoren in Betrieb, die 9 % des globalen Stroms erzeugen. Eines Tages könnten die Australier technologisch so weit fortgeschritten sein wie Armenien und Bangladesch. Hoffen wir es…

In den letzten fünfzig Jahren waren die USA die führenden Nationen in der Kernenergie, gefolgt von Frankreich – und zwar mit großem Abstand. Doch China ist im Begriff, diese globale Rangliste zu verändern.

Derzeit in Betrieb befindliche Kernkraftwerke

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Im Bau

Derzeit befinden sich 78 Reaktoren im Bau, die weitere 78.986 MW Leistung beisteuern werden, und fast alle davon befinden sich in einem einzigen Land.

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Die Liste der betriebsbereiten Reaktoren steht bei 438 mit einer Kapazität von 400.680 MWe, was einem Anteil von 9 % an der globalen Stromerzeugung und 2.667.383 GWh (2024) entspricht.

Warum sprechen wir nicht darüber?

https://joannenova.com.au/2026/03/china-aims-to-be-the-new-global-king-of-nuclear-power-and-no-one-is-paying-attention/

 




Die gravierenden sozioökonomischen Kosten von Solar- und Windenergie – ein Kommentar aus Südafrika

Cfact, Sethakgi Kgomo, 21. März 2026

Die weltweit immer lauter werdenden Stimmen, die sich aggressiv für erneuerbare Energien einsetzen, verkennen weiterhin die Notwendigkeit eines nachhaltigen Energiemixes. Ein solcher Mix muss Grundlastkraftwerke umfassen. Diese bestehen typischerweise aus Kohle und Kernkraft. Ein nachhaltiger Energiemix kann nicht aufrechterhalten werden, wenn die Grundlastversorgung durch Kohlekraftwerke zugunsten erneuerbarer Energien wie Solar- und Windkraft schrittweise eingestellt wird. Hier in Südafrika werden wir über die Gefahren eines Ausstiegs aus der Kohle als zuverlässiger Energiequelle falsch informiert.

Aufgrund dieser Fehlinformationen der Umweltlobbygruppen werden wir als Land hinsichtlich unserer gegenwärtigen und zukünftigen Energiesicherheit angreifbar. Es gibt keine empirischen Belege, die erneuerbare Energien wie Wind- und Solarenergie als nachhaltige Alternativen zur Kohleverstromung rechtfertigen würden. Neben Kohle benötigen wir Kernenergie, um sicherzustellen, dass die Industrie heute und in Zukunft nachhaltig weiterläuft.

Südafrika wird mit Anreizen aus dem Ausland, insbesondere aus den USA, Deutschland und Großbritannien, überhäuft, die uns zur Reduzierung der CO₂-Emissionen bewegen sollen. Wir werden mit ihren lauten Appellen zur „Rettung des Planeten“ bombardiert. Aufgrund dieses Drucks auf Südafrika wurde bereits ein großes Kohlekraftwerk vorzeitig stillgelegt. Die Folgen dieser Entscheidung waren verheerend für die Bewohner der nahegelegenen Stadt. Diese Stadt war vom lokalen Kohlebergbau und insbesondere von diesem Kraftwerk abhängig. Das voreilige Eingreifen der Regierung führte nicht nur zu Arbeitsplatzverlusten im Kohlebergbau und im Kraftwerk, sondern zerstörte die gesamte lokale Wirtschaft. Die florierenden Lebensmittelläden, Restaurants und andere Geschäfte mussten ebenfalls schließen, da ihre Kundschaft ausblieb.

Bitte beachten Sie auch, dass Südafrika eine beneidenswerte Bilanz im Umweltschutz vorweisen kann. Menschen aus aller Welt kommen hierher, um unsere wunderschönen, riesigen Wildreservate zu besuchen und unsere Berge, Küsten und Wüsten zu erkunden und die unglaubliche Naturlandschaft zu bewundern.

Es ist ärgerlich, dass wir kurzsichtig dazu verleitet werden, in Südafrika riesige Wind- und Solaranlagen zu errichten, untermauert durch allerlei falsche Versprechungen. Üblicherweise werden zahlreiche neue Arbeitsplätze versprochen. Doch diese erweisen sich als rein einfache Tätigkeiten und existieren nur während der Bauphase. Eine traurige Realität, die im Gesamtbild von Wind- und Solarenergiesystemen verborgen bleibt, ist, dass die versprochenen Arbeitsplätze nach Abschluss der kurzen Bauphase wieder verschwinden. Da sämtliche Solar- und Windkraftanlagenkomponenten importiert werden, entstehen keine Arbeitsplätze in der Produktion. Dies konterkariert die erklärten Ziele der Regierung hinsichtlich Lokalisierung und Industrialisierung. Zudem ist die Anzahl der langfristig benötigten Arbeitsplätze für den Betrieb der Anlagen minimal. Ein wichtiges sozioökonomisches Argument ist, dass die Schließung von Kohlekraftwerken und deren Ersatz durch Wind- und Solarenergie zu einem Nettoverlust an Arbeitsplätzen führt – eine Tatsache, die von Umweltschützern und anderen Befürwortern erneuerbarer Energien ignoriert wird.

Es ist außerdem wichtig zu beachten, dass Wind- und Solarenergie unterm Strich zu steigenden Stromkosten führen. Dies trifft insbesondere die Ärmsten hart. Die dringende Botschaft an die Vereinigten Staaten lautet: Die Behörden dürfen nicht glauben, dass ihre „Hilfe“ Südafrika, insbesondere den Armen, wirklich hilft. Diese „Hilfe“ bewirkt genau das Gegenteil dessen, was beabsichtigt ist. Hinzu kommt, dass es sich bei der „Hilfe“ meist lediglich um ein Darlehen handelt, das mit Zinsen zurückgezahlt werden muss. Letztendlich werden wir Südafrikaner unter Druck gesetzt, nur um uns noch tiefer in die Schuldenfalle zu treiben.

Abschließend möchte ich festhalten, dass diese „Hilfe“ die Wahrnehmung Südafrikas hinsichtlich des vermeintlichen guten Willens der Vereinigten Staaten trübt. Wir geraten in eine Abhängigkeit von chinesischen Solarmodulexporten. Daher führen US-Hilfspakete, insbesondere wenn sie uns aufgezwungen werden, in vielen Fällen zu einem beschädigten Ansehen der Vereinigten Staaten von Amerika – ein unerwünschtes Ergebnis.

Sethakgi Kgomo
Experte für Corporate Governance und Rechtsanalyst. Sethakgi ist in Johannesburg, Südafrika, ansässig.

https://www.cfact.org/2026/03/21/the-severe-socio-economic-costs-of-solar-and-wind/

 




Trumps „Milliarden-Dollar-Geschenk“ ist in Wirklichkeit eine Rückerstattung, um Offshore-Windparks zu stoppen

DCNF, Frank Lasee, Gastkommentar, 31. März 2026

Letzte Woche verkündeten Schlagzeilen (New York Times, NPR, CNN), Präsident Donald Trump würde einem französischen Energiekonzern fast eine Milliarde Dollar zahlen, um den Bau von Offshore-Windparks zu stoppen. Die Berichterstattung war klassischer Sensationsjournalismus – irreführend, unvollständig und darauf ausgelegt, ein abgedroschenes Narrativ zu bedienen. Die wahre Geschichte ist weitaus einfacher und vernünftiger.

Am 23. März 2026 erzielte das US-Innenministerium eine Einigung mit TotalEnergies. Die US-Regierung erstattet 928 Millionen US-Dollar – genau den Betrag, den das Unternehmen 2022 an die Biden-Administration gezahlt hatte, als es zwei Offshore-Windparklizenzen vor der Küste von New York/New Jersey und North Carolina erhielt.

Im Gegenzug wird TotalEnergies beide Pachtverträge kündigen und sich formell verpflichten, keine neuen Offshore-Windprojekte in den Vereinigten Staaten zu verfolgen. Das Unternehmen wird das Kapital stattdessen in amerikanische Öl-, Erdgas- und LNG-Projekte investieren.

Das ist keine Unternehmenssubvention. Es handelt sich um eine Rückerstattung bereits gezahlter Gelder, damit zwei teure und unzuverlässige Projekte gestoppt wurden, bevor sie die amerikanischen Stromkunden belasten konnten. TotalEnergies verpflichtete sich außerdem, das Geld in den USA zu behalten und für Öl und Erdgas zu verwenden. Die Schlagzeile hätte lauten sollen:

„Win-Win – Trump bringt das französische Unternehmen TotalEnergies dazu, eine Milliarde Dollar in zuverlässige und bezahlbare amerikanische Energie anstatt in Offshore-Windkraft zu investieren.

Strom aus Offshore-Windparks ist deutlich teurer als Strom aus Erdgas. Jüngste Analysen der Stromgestehungskosten zeigen, dass neue Offshore-Windprojekte zwischen 100 und 140 US-Dollar pro Megawattstunde kosten – 50 bis 150 Prozent teurer als Strom aus neuen Gas- und Dampfkraftwerken, die typischerweise 60 bis 80 US-Dollar pro Megawattstunde liefern.

Diese Kluft vergrößert sich dramatisch, sobald wir die Realität berücksichtigen.

Wind ist unbeständig. Wenn der Wind nicht weht, muss der Strom von woanders herkommen. Offshore-Winde im Atlantik wehen je nach Standort etwa die Hälfte der Zeit. Das bedeutet entweder den Bau und die Wartung teurer Batteriespeichersysteme oder das Bereithalten von Gaskraftwerken als Reserve. Die doppelten Kosten – einmal für die bedarfsgerechte Gasversorgung und ein weiteres Mal für die nur zeitweise verfügbare Offshore-Windenergie – werden in den positiven Schlagzeilen über Offshore-Windkraft selten erwähnt. Das ist teuer.

Trump versteht diese grundlegende wirtschaftliche Realität ganz klar. Warum sollte man massive Investitionen in teure, wetterabhängige Energiequellen tätigen, wenn unsubventionierte Erdgas- und Erdölprojekte günstigeren, bedarfsgerechten Strom und höhere Renditen liefern? Der einzige Grund für diese unkluge wirtschaftliche Entscheidung ist die Klimaideologie. Konventionelle Energiequellen bieten nach wie vor deutlich höhere Gewinne ohne die endlosen Steuergelder, die für die Förderung von Offshore-Windparks benötigt werden. Deshalb ist die Umleitung dieser fast eine Milliarde Dollar in das profitablere, unsubventionierte amerikanische Erdgas ein Gewinn für das Unternehmen und die USA.

TotalEnergies hätten diese Investition überall auf der Welt tätigen können, aber die Amerikaner denken an Ihre eigenen Arbeitzplätze,  sie verhandeln, dass die Gelder im eigenem Land bleiben und zur amerikanischen Energiedominanz beitragen. [Was hätte wohl die Deutsche Regierung verhandelt? – Der Übersetzer]

Der größte Erfolg dieses Deals ist nicht die Rückerstattung selbst, sondern die endgültige Streichung dieser beiden Pachtverträge. TotalEnergies hat sich nun verpflichtet, in den USA keine Offshore-Windparks mehr zu bauen. Das ist ein direkter Gewinn für zuverlässigen und bezahlbaren Strom und ein klares Signal dafür, dass die Ära teurer Ökostromauflagen zu Ende geht.

Sogar einige Demokraten beginnen, diese Wahrheit einzugestehen. Die demokratische Gouverneurin von New York, Kathy Hochul (die wiedergewählt werden will), schlug kürzlich vor, wichtige Bestimmungen des Klimaschutzgesetzes des Bundesstaates zu verschieben. Sie verschob die Regeln zur Reduzierung von Treibhausgasen und räumte ein, dass die ursprünglichen Zeitpläne „kostspielig und unerreichbar“ geworden seien.

Wenn selbst das tiefblaue New York stillschweigend auf die Bremse tritt, sollte der Rest des Landes aufmerksam werden. Jahrelang wurde uns erzählt, Wind- und Solarenergie seien billig und würden unsere Strompreise senken. In Wirklichkeit verteuert deren Ausbau die Strompreise – ähnlich wie ein zusätzliches, unzuverlässiges Auto, das nur gelegentlich genutzt wird, die Kosten für Ratenzahlung, Wartung und Versicherung erhöht, ohne das zuverlässige Auto, das man ständig nutzt, zu ersetzen.

Die Weigerung der Mainstream-Medien, dies korrekt darzustellen, ist aufschlussreich. Anstatt eine pragmatische Entscheidung anzuerkennen, die Verbraucher vor höheren Rechnungen und Netzinstabilität schützt, stellten viele Medien die Geschichte so dar, als würde Trump fossile Brennstoffe gegenüber „grüner Energie“ bevorzugen, indem er Steuergelder für den Aufkauf von TotalEnergies ausgab, anstatt die Gebühr zurückzuerstatten, die TotalEnergies für den Verkauf überteuerter, subventionierter Teilzeitstrom gezahlt hatte.

In Wirklichkeit handelte es sich um eine unkomplizierte Geschäftstransaktion: Die Leasingraten wurden zurückerstattet, die Projekte abgebrochen und das Kapital in funktionierende Energiequellen fließen gelassen.

Zuverlässiger und bezahlbarer Strom ist kein parteipolitischer Luxus, sondern eine wirtschaftliche und nationale Sicherheitsnotwendigkeit. Indem die Trump-Regierung die ursprünglichen Leasingzahlungen zurückerstattete und Investitionen weg von teuren Offshore-Windparks umleitete, erzielte sie einen klaren Gewinn für amerikanische Familien, Unternehmen und die Energiesicherheit.

Frank Lasee ist leitender politischer Analyst bei CFACT. Er war ein ehemaliger Senator des US-Bundesstaates Wisconsin und ehemaliges Mitglied der Regierung von Gouverneur Scott Walker.

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https://dailycaller.com/2026/03/31/opinion-trumps-billion-dollar-giveaway-actually-a-refund-to-kill-costly-offshore-wind-frank-lasee/

 




Ein weiterer Grund, warum die Stromerzeugung aus Wind und Sonne niemals ausreichen wird, um eine Wirtschaft zu betreiben

WUWT, THE MANHATTAN CONTRARIAN, Francis Menton, 26.03.2026

Wer fossile Brennstoffe ablehnt – und wer tut das schon? –, für den haben unsere Experten aus Wissenschaft und Umweltorganisationen die perfekte Antwort parat: Wir können unseren Energiebedarf einfach durch Strom aus Wind und Sonne decken. Die Energiequelle ist reichlich vorhanden und kostenlos. Die New York Times berichtete , dass die Stromkosten aus Wind und Sonne mittlerweile niedriger sind als die Kosten für Strom aus fossilen Brennstoffen. Und während wir Stromkosten sparen, schonen wir gleichzeitig die Umwelt! Alle Studierenden der Soziologie und Gender Studies sind sich einig, dass wir eine moralische Pflicht haben, unser Energiesystem von fossilen Brennstoffen auf „sauberen und grünen“ Wind- und Solarstrom umzustellen. Wer könnte sich uns schon in den Weg stellen?

Auf dieser Website habe ich mich eingehend mit der Dokumentation gravierender Schwächen dieser Darstellung auseinandergesetzt. Insbesondere habe ich zahlreiche Beiträge zum Thema der intermittierenden Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie verfasst. Diese führt dazu, dass entweder eine permanente, vollständige Absicherung durch eine andere Energiequelle oder alternativ massive Energiespeicherkapazitäten erforderlich sind, um ein voll funktionsfähiges Stromnetz ohne regelmäßige Stromausfälle zu gewährleisten. Wie mein Energiespeicherbericht vom Dezember 2022 zeigt, könnten ausreichende Energiespeicher in Form von Batterien die Stromkosten aus Wind- und Solarenergie um das Zehnfache oder mehr erhöhen.

Es hat sich herausgestellt, dass die intermittierende Stromerzeugung nur eines der Hauptprobleme bei Wind- und Solarenergie ist, die diese Energiequellen für den Betrieb eines Stromnetzes völlig unpraktisch und unerschwinglich machen. Ein weiteres großes Problem, das ich hier bisher nur kurz angesprochen habe, ist die Synchronisation und die damit verbundene Trägheit. Ich gehe davon aus, dass die meisten Leser mit diesem Thema kaum vertraut sind und auch nicht wissen, warum es sich als unüberwindbares Problem erweist, wenn Länder versuchen, auf ein überwiegend auf Wind- und Solarenergie basierendes Stromerzeugungssystem umzustellen. Dieser Beitrag soll Ihnen daher eine Einführung in dieses Thema geben.

In meiner Freizeit engagiere ich mich im Vorstand der „American Friends of the Global Warming Policy Foundation“. Diese amerikanische Wohltätigkeitsorganisation sammelt Spenden für zwei Partnerorganisationen in Großbritannien: die Global Warming Policy Foundation und Net Zero Watch . Am 9. März veranstaltete Net Zero Watch in Edinburgh einen Vortrag der Energieberaterin Kathryn Porter zum Thema „Schottlands Energiekrise“.

Frau Porters vollständiger Vortrag ist unter diesem Link zu finden. Diese Kathryn Porter ist nicht zu verwechseln mit Katherine („Katie“) Porter, der etwas exzentrischen ehemaligen Kongressabgeordneten und jetzigen Gouverneurskandidatin in Kalifornien. Unsere Kathryn Porter betreibt ein Energieberatungsunternehmen in Großbritannien und hat eine sehr informative Website namens watt-logic.com . Und sie weiß definitiv, wovon sie spricht, wenn es um die Funktionsweise eines Stromnetzes geht.

Während Frau Porters Vortrag sich speziell mit der aktuellen Situation des schottischen Stromnetzes befasste, stellte sich heraus, dass das größte Problem des schottischen Stromnetzes die Aufrechterhaltung der Synchronisierung ist. Falls Ihnen dieser Begriff nicht geläufig ist, überlasse ich Frau Porter die Erläuterung:

[Nachfolgende Beschreibung habe ich nach meinem Verständnis korrigiert – Demmig
Wer darüber mehr wissen möchte, schauen Sie meine Ausarbeitung ganz unten an.]

Unsere Stromnetze basieren auf Wechselstrom, also Strom, dessen Stärke sich im Laufe der Zeit sinusförmig ändert. Auch die Spannung ändert sich entsprechend. Dieser Strom wird mithilfe grundlegender physikalischer Prinzipien erzeugt.

Bewegt man einen Draht im Magnetfeld eines Magneten, wird eine Spannung induziert. Sind die Drahtenden miteinander verbunden, so fließt darin ein Strom. In unseren Stromnetzen sind „die Drähte“ über die Stromnetze und die Verbraucher „miteinander verbunden“.

In einem Generator sind diese Drähte um ein Eisenteil gewickelt – als Läufer, Rotor oder auch Anker bezeichnet. Die vorgebaute Turbine dreht sich und damit diesen Rotor. Drumherum ist das Gehäuse des Generators, ebenfalls mit Spulen bewickelt und in exakten Abständen zueinander verteilt – Fachname „der Ständer“. Durch diese Spulen im Ständer fließt ein Strom, der damit ein Magnetfeld erzeugt, in dem sich der Rotor dreht – physikalisches Prinzip, wie oben beschrieben (es würde auch im Feld eines Dauermagneten funktionieren, kann dann aber nicht in der Stärke reguliert werden)

Je nach Polzahl (Anzahl der paarigen Wicklungen im Ständer) rotiert der Läufer mit 3.000 1/min (zweipolig) oder 1.500 1/min (vierpolig).  (achtpolig usw. gibt’s auch, je nach Platz im Ständer, dann verringert sich die notwendige Drehzahl, um einen Sinus mit genau 50Hz zu bekommen.)

Das gesamte Stromnetz basiert auf diesen Eigenschaften: Strom und Spannung wechseln mit stabilen 50 Hz, und die Größe und Form der Spannungswelle müssen im gesamten Netz konstant bleiben. [In Nordamerika, Saudi-Arabien und Teilen von Japan beträgt die Frequenz 60 Hz statt 50 Hz.] Bevor ein Generator an das Netz angeschaltet wird, muss er hinsichtlich Spannung [Stärke des Magnetfeldes des Ständers] Frequenz [Drehzahl] und Phase [Beginn des Spannungsanstiegs] mit dem Netz synchronisiert werden – das heißt, die Wellenberge und -täler müssen übereinstimmen. Dieser Vorgang wird als Synchronisation bezeichnet.

Was Frau Porter als „konventionelle Kraftwerke“ bezeichnet, umfasst alle Wärmekraftwerke – sowohl fossil befeuerte als auch nukleare – sowie Wasserkraftwerke. Wind- und Solaranlagen fallen jedoch nicht unter diesen Begriff. Diese verfügen nicht über große, schwere rotierende Komponenten, die den für den Netzbetrieb unerlässlichen Wechselstrom mit konstanter Frequenz erzeugen und aufrechterhalten. Stattdessen erzeugen sie sogenannten Gleichstrom, der mithilfe von Wechselrichtern in Wechselstrom mit der Netzfrequenz umgewandelt wird. Zwar lässt sich Wind- und Solarstrom durch diese Wechselrichter in synchronisierten Wechselstrom umwandeln, um ihn in ein bestehendes Netz einzuspeisen, doch ist die Wind-/Solarstromerzeugung nicht in der Lage, die notwendige Netzfrequenz zu erzeugen oder gar aufrechtzuerhalten. Frau Porter erklärt dazu:

„Der drehende Läufer hat eine Rotationsenergie, die man  Trägheit nennt und Drehzahländerungen entgegen wirkt – je nach Masse = Energie mehr oder weniger. Eine höhere oder auch geringere Belastung [Verbraucher werden hinzu- oder abgeschaltet] beeinflußt die Rotation der Läufer. Doch die Rotationsenergie stabilisiert die Frequenz. Zu erwähnen ist noch, das es sich um Synchrongeneratoren handelt, die entsprechend der Drehzahl eine stabile / gleichmäßige Frequenz liefern.

Dies ist wichtig, denn wenn die Frequenz im Netz – oder gar zugeschaltete Stromquellen in Frequenz, Phase und Spannungshöhe zu stark voneinander abweichen, kommt es zu Ausgleichsströmen, die sogar andere Generatoren, Trafos und auch Verbraucher beschädigen können. Daher verfügen Kraftwerke über Schutzrelais, die die Turbinen bei einem gefährlichen Frequenzpegel abschalten. Schalten Kraftwerke mit dem unkontrolliert ab, kommt es zu Stromausfällen. Daher ist es äußerst wichtig, dass dies verhindert wird.

Die rotierenden Generatoren besitzen ebenfalls „elektromagnetische Trägheit“, was bedeutet, dass sie die Spannung – zu hoch, zu gering, stützen. Verändert sich die anliegende Netzspannung [Spannungshöhe, Frequenz], verändert sich der Ausgleichstrom in den Synchrongeneratoren Strom automatisch und versucht die Netzspannung wieder nachzuregeln. In konventionellen Kraftwerken geschieht dies aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften quasi automatisch. Sie benötigen kein externes Steuerungssystem, um Änderungen im Netzverhalten zu erkennen und entsprechende Anpassungen vorzunehmen.

Wind- und Solaranlagen verhalten sich dagegen sehr unterschiedlich. Windgeneratoren erzeugen je nach Drehzahl unterschiedliche Frequenzen, daher werden diese gleichgerichtet, Solarpanels erzeugen Gleichspannung, beide Quellen schwanken allerdings in der Spannungshöhe. d. h. Stromstärke und Spannung sind zeitlich nicht konstant. Aber Wechselrichtern wandeln die Gleichspannung in Wechselstrom. Wechselrichter benötigen zwingend die anliegende Netzspannung um dieser zu folgen – um dort Energie „passend hinein zu liefern“. (In Einzelanwendungen, die vom Netz völlig unabhängig arbeiten, können Wechselrichter selbstverständlich Energie liefern – Inselnetz)

Wenn man also alle „konventionellen“ Energiequellen ausschließt und nur noch Wind- und Solarenergie zur Verfügung stehen, wie kann man dann ein Stromnetz aufbauen und es mit einer stabilen Frequenz von 50 oder 60 Hz betreiben? Frau Porter erklärt, dass es ein Konzept namens „netzbildende Wechselrichter“ gibt – aber diese existieren noch nicht!

Es gibt einige Bestrebungen zur Entwicklung netzbildender Wechselrichter, die [die Strom- und Spannungswelle erzeugen würden], aber es gibt große Herausforderungen bei ihrer Entwicklung, und bisher gibt es weltweit keine derartigen Geräte, die tatsächlich das Stromnetz bilden.

Die „netzbildenden Wechselrichter“ ähneln somit sehr den magischen „steuerbaren emissionsfreien Ressourcen“, von denen unsere New Yorker Energiebürokraten erwarten, dass sie eines Tages jemand erfinden wird, um das Problem der intermittierenden Energieversorgung zu lösen.

Frau Porter erklärt, dass der große Stromausfall in Spanien im April 2025 auf einen Mangel an konventionellen Kraftwerken mit ausreichender Trägheit zurückzuführen ist, um das Stromnetz bei einer Spannungsanomalie zu stabilisieren:

Spanien hat die meisten konventionellen Kraftwerke im Süden stillgelegt und kämpft nun mit der Spannungsregelung. Der Netzbetreiber warnt, dass weitere Stromausfälle nicht ausgeschlossen werden können.

Und dann erklärt Frau Porter, dass Schottland sich in einer ähnlichen Lage wie Spanien befindet. Schottland hat voll auf Windenergie gesetzt und bis auf zwei alle konventionellen Kraftwerke stillgelegt. Daher scheint Schottland die meiste Zeit über ausreichend Strom zu verfügen. Es ist jedoch völlig von den beiden verbliebenen konventionellen Kraftwerken abhängig, um die Netzfrequenz und -stabilität aufrechtzuerhalten. Eine kleine Störung, und das gesamte System bricht zusammen. Ach ja, und diese beiden letzten konventionellen Kraftwerke sollen innerhalb der nächsten Jahre abgeschaltet werden. Wind und Sonne sind schließlich reichlich vorhanden und kostenlos!

Der Vortrag von Frau Porter ist von weitaus größerem Interesse und lohnt sich auf jeden Fall, wenn Sie sich für dieses Thema interessieren.

https://wattsupwiththat.com/2026/03/26/yet-another-reason-why-wind-and-solar-electricity-generation-will-never-work-to-run-an-economy/

Wechselstromnetz – Gleichtakt ist wichtig




China verarbeitet gewaltige 380 Millionen Tonnen Kohle zu Gas, Benzin, Kunststoffen und Düngemitteln.

Von Jo Nova, 27.03.2026

Kohle erweist sich als unerschöpfliche chemische Quelle, aus der alles Mögliche hergestellt wird – von Plastik über Diesel, Kerosin und Gas bis hin zu Methanol und Düngemitteln. Es ist absolut ausgeschlossen, dass China diesen Reichtum ungenutzt im Boden lässt. Und warum tun wir das?

Die Idee, Kohle in flüssigen Treibstoff umzuwandeln, klingt nach einer teuren, exotischen chemischen Reaktion, die kaum Anwendung findet. Dass man überhaupt davon gehört hat, liegt hauptsächlich daran, dass die Nationalsozialisten in ihrer Not flüssigen Treibstoff für ihre Panzer und gepanzerten Fahrzeuge benötigten und deshalb in einer großen Anlage Kohle umwandelten, die im Zweiten Weltkrieg zum Kriegsziel wurde. Sie produzierte 92 % des deutschen Flugzeugtreibstoffs und 50 % des Erdöls. Wer hätte gedacht, dass die Messerschmitts mit Kohle betrieben wurden? Später, in den 1980er-Jahren, nutzte Südafrika diese Technologie als Reaktion auf ein Ölembargo, und tut dies bis heute.

China hat still und leise eine riesige Kohleverflüssigungsindustrie aufgebaut, um seine strategische Verwundbarkeit gegenüber einem Ölpreisschock oder einem Kriegsembargo zu verringern – und das Ausmaß ist erstaunlich. Genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln, aber die IEA schätzt, dass China jährlich 380 Millionen Tonnen Kohle in Brennstoffe, Ammoniak und Düngemittel umwandelt.

Um das in Relation zu setzen: Australien ist mittlerweile der zweitgrößte Kohleexporteur der Welt, und China verarbeitet durch die Umwandlung von Kohle in Flüssigkohle und Chemikalien mehr Kohle, als wir exportieren. Das ist auch mehr, als die USA verbrauchen.

Chinas Kohleverarbeitung beträgt 4.800 Millionen Tonnen pro Jahr. Etwa 8 % davon werden zu anderen Produkten verarbeitet, wie Benzin, Gas, Plastikwasserflaschen, synthetischer Kleidung und Düngemittel für Nahrungspflanzen.

Und sie stellen auch Dieselkraftstoff her.

Chinas Kohleindustrie hat ein großes, schmutziges Geheimnis

Von Javier Blas, Bloomberg, 2. Juni 2025

Weitgehend unbemerkt hat dieser bisher wenig beachtete Zweig der chinesischen Kohleindustrie gigantische Ausmaße angenommen: Laut der Internationalen Energieagentur verbraucht er rund 380 Millionen Tonnen Kohle als Rohstoff für die Herstellung von Chemikalien und flüssigen Kraftstoffen. Um sein Ausmaß besser zu verstehen, hilft es, ihn wie ein Land zu betrachten. Als solches wäre er der drittgrößte Verbraucher weltweit, nach dem restlichen chinesischen Kohlesektor und Indien, aber vor den USA, Japan und anderen führenden Kohleverbrauchern wie Indonesien und der Türkei.

Manche mögen denken, dass die Umwandlung von Kohle in Flüssiggas nur bei hohen Ölpreisen sinnvoll ist, doch das ändert sich schlagartig, wenn einem die Energiesicherheit am Herzen liegt. Und China tut dies ganz offensichtlich.

Der moderne Teil dieser Verarbeitung war Anfang der 2000er-Jahre größtenteils experimentell. In den 2010er-Jahren schossen Projekte im kommerziellen Maßstab wie Pilze aus dem Boden, und nach einer kurzen Pause sind in den letzten Jahren weitere hinzugekommen, insbesondere im chinesischen Kernland, wo sich der Großteil der Kohlevorkommen des Landes weitab von den Küstenstädten befindet. Mittlerweile überrascht das Ausmaß – das die Kohle-zu-Chemikalien-Produktion aller anderen Länder in den Schatten stellt – und das Wachstum selbst langjährige Branchenbeobachter. Schaut man sich einige modernisierte Anlagen an , ist Kohle nirgends zu sehen: Sie wird unter Tage fast direkt unter den Chemieanlagen abgebaut, per Förderband in die Öfen transportiert, wo sie vergast und chemisch zerlegt wird. Danach wandelt sie sich schließlich in Ihre Plastikwasserflasche oder Ihre Kleidung aus synthetischen Stoffen um.

Und diese riesige, bisher weitgehend unentdeckte Branche wird sich voraussichtlich verdoppeln. Berichten zufolge ist die Nachfrage so groß, dass der Einsatz von Kohleverflüssigung in China rasant zunimmt.

Jegliche Aussagen: China verzichtet auf Kohle, sind reine Fantasie.

Chinesische Alchemie: Billiger Brennstoff treibt Kohle-Gas- und Chemieboom an

Von Sam Li und Colleen Howe , Reuters, 4. September 2025

Der am schnellsten wachsenden Sektor der Branche dürfte die Umwandlung von Kohle in Gas sein.

Laut einer Analyse von Reuters auf Basis von Zahlen von Agora Energy China, der China National Coal Association und Guosen Securities entspricht die derzeit im Bau befindliche Kapazität etwa dem Vierfachen der im letzten Jahrzehnt errichteten Kapazität.

Das würde die jährliche Kapazität auf 19,5 Milliarden Kubikmeter (Mrd. m³) mehr als verdoppeln, was etwa einem Fünftel der chinesischen LNG-Importe des letzten Jahres entspricht.

Obwohl China weniger Kohle zur Stromerzeugung verwendet, sinkt der Kohleverbrauch insgesamt nicht. Die überschüssige Kohle wird in anderen Energiebereichen, der Industrie und der Landwirtschaft eingesetzt:

Chinas Boom der erneuerbaren Energien verschleiert eine stille Expansion der Kohleverstromung.

Von Natalia KatonaOilPrice 02. März 2026

 China und Südafrika sind die einzigen Länder, die CTL und CTC im industriellen Maßstab betreiben.

Es ist wichtig zu beachten, dass der größte Teil dieser Nachfrage in die Kohle-zu-Chemikalien-Industrie (CTC) fließt. China hat Erdgas als Hauptrohstoff für die Ammoniak- und Methanolproduktion praktisch durch Rohkohle ersetzt, sodass mittlerweile rund 80 % der Produktion dieser Chemikalien auf Kohle basieren.

Chinas größte CTL-Anlage (Kohle-zu-Flüssigkeiten), das Werk Shenhua Ningxia, wurde 2016 in Betrieb genommen und produziert täglich rund 100.000 Barrel synthetische Kraftstoffe aus etwa 44.000 Tonnen Kohle. Zum Vergleich: Eine konventionelle Raffinerie bräuchte nur ein Drittel dieser Menge, also 14.000 Tonnen Rohöl pro Tag, um eine ähnliche Menge an Raffinerieprodukten herzustellen. Aktuell wird Kohle in Qinhuangdao für etwa 105–110 US-Dollar pro Tonne gehandelt, während Brent-Rohöl (bei 71 US-Dollar pro Barrel) etwa 525 US-Dollar pro Tonne kostet. Selbst unter Berücksichtigung der Umwandlungskosten können synthetische Kraftstoffe auf Kohlebasis wirtschaftliche Vorteile bieten, insbesondere in einem volatilen Ölmarkt.

Wenn uns Energiesicherheit wirklich wichtig wäre, hätten wir Kohle in kleinerem Maßstab zu Flüssigerde und Düngemitteln verarbeiten und die Produktion kurzfristig hochfahren können. Das wäre eine günstige Versicherung gegen Milliardenverluste, die ganze Erntezyklen, die Rohstoffgewinnung, Exporterlöse und sogar existenzielle Folgen wie die Nahrungsmittelversorgung und die Verteidigung bedrohen.

Am Steuer eingeschlafen im Land der Glücksblase.

https://joannenova.com.au/2026/03/china-is-converting-mass-coal-to-liquid-fuel-plastics-and-fertilizer/