Japan, Korea, Indien und Europa greifen auf Kohle zurück, um sich vor einer möglichen iranischen Energiekrise zu retten.

Jo Nova

Die iranische Öl- und Gas-Krise führt zu einer plötzlichen Neuausrichtung der nationalen Energiepolitik an die Realität.

Man sollte den armen Umweltschützern, die hoffen, dass die Straße von
Hormus endlich das Sprungbrett ins Paradies der erneuerbaren Energien sein wird, ein wenig Mitleid entgegenbringen. Sie glauben, dass die Welt jeden Tag die Wunder der Niedrigenergie-Technologie entdecken wird, die in einer Million Quadratkilometer großen Industrieanlage gewonnen wird…

Stattdessen erinnert die Nahostkrise, genau wie der Ukraine-Krieg, alle an die Bedeutung fossiler Brennstoffe.

Nach dreißig Jahren internationaler Hetze gegen die Kohle – braucht es nur wenige Wochen einer blockierten Schifffahrtsroute der Öltanker, um Propaganda, die sechs Fuß tief saß, zum Platzen zu bringen.

Japan, Korea, Indien, Europa, die Philippinen (und das sind nur die Meldungen der letzten Tage) haben allesamt angekündigt, mehr Kohle einzusetzen, um die Lieferknappheit aus dem Nahen Osten auszugleichen.

Selbst wenn die Blockade morgen beendet wäre, wird nichts mehr so ​​sein wie vorher. Der Schock über die Verwundbarkeit des eigenen Landes wird Spuren hinterlassen. Nationale Energiesicherheit steht wieder ganz oben auf der Tagesordnung.

Japan will mehr Kohlekraftwerke zulassen, um den Energieschock zu bewältigen

Von Shoko Oda, Bloomberg27. März 2026

Japan wird den Einsatz von Kohlekraftwerken ausweiten, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und den Energieschock infolge des Krieges im Nahen Osten abzufedern.

Das Land wird weniger effizienten Kohlekraftwerken die Teilnahme an Kapazitätsmarktauktionen im ab April beginnenden Geschäftsjahr ermöglichen…

Japan schließt sich anderen Nationen an, die nach dem Krieg verstärkt auf fossile Brennstoffe setzen. Die faktische Schließung der Straße von Hormus und die Stilllegung der weltgrößten Flüssigerdgas-Anlage in Katar haben asiatische Länder, die stark von Energielieferungen aus dem Nahen Osten abhängig sind, in eine prekäre Lage gebracht.

Der Ausbau der Kohleverstromung wird Japan auch vor Unsicherheiten bei Ölimporten schützen…

Erst im vergangenen November hatte Korea den Kohleausstieg angekündigt. Diese Woche heißt es nun, dass die Kohlekraftwerke nicht mehr reguliert werden und freier betrieben werden dürfen.

Auch Europa wird mehr Kohle verbrennen…

Europa baut Kohlekraftwerke aus, während die Gaspreise steigen.

Von Eamon Akil Farhat, Bloomberg ,19. März 2026

In Europa wird mehr Kohle verbrannt, da der Anstieg der Erdgaspreise die Energieversorger zwingt, auf billigere Brennstoffe umzusteigen, um die Stromversorgung aufrechtzuerhalten.

Deutsche Kohlekraftwerke haben ihren Anteil an der Stromerzeugung in diesem Monat im Vergleich zum Februar bisher um etwa 2 % gesteigert, obwohl sonnigere und windigere Bedingungen den Ausbau erneuerbarer Energien begünstigen, wie Daten von Entso-E zeigen. Gleichzeitig ist die Stromerzeugung aus Gaskraftwerken in Europas größtem Strommarkt um mehr als ein Drittel gesunken.

Europas Energiestrategie stützt sich stark auf Gas als Brücke zwischen Kohle und erneuerbaren Energien. Sie birgt zudem die Gefahr, dass Regierungen der Bezahlbarkeit und der Energiesicherheit Vorrang vor Emissionsreduzierungen einräumen.

Und das ist Kohle für die Philippinen:

Die Philippinen rufen den „nationalen Energienotstand“ aus und bauen die Kohleverstromung aus, während der Krieg gegen den Iran andauert.

Der philippinische Präsident Ferdinand Marcos hat aufgrund des Krieges im Nahen Osten , der laut seiner Regierung eine „unmittelbare Gefahr einer kritisch niedrigen Energieversorgung“ darstellte, den nationalen Energienotstand ausgerufen.

Der Ausnahmezustand, der zunächst ein Jahr dauern wird, wurden bereits nach wenigen Stunden ausgerufen, nachdem der Energieminister des Landes erklärt hatte, die Philippinen planten, die Produktion ihrer Kohlekraftwerke zu steigern, um die Stromkosten niedrig zu halten, da der Krieg die Gaslieferungen stark beeinträchtigt.

Energieministerin Sharon Garin erklärte Reportern am Dienstagvormittag, dass das Land angesichts der stark gestiegenen Kosten für Flüssigerdgas (LNG) „vorübergehend“ gezwungen sein werde, noch stärker auf Kohle zu setzen.

Und die bevölkerungsreichste Nation der Erde hat gerade beschlossen, die Pläne zum Kohleausstieg zu verschieben…

Indien verschiebt flexiblen Kohlekraftwerksplan aufgrund von Kostenunsicherheit

Von Tsvetana Paraskova OilPrice , – 25. März 2026

Indien verzögert seinen Plan, Kohlekraftwerke bei maximaler Solarstromerzeugung mit reduzierter Leistung zu betreiben, aufgrund von Unsicherheiten darüber, wie die Kohlekraftwerke für den Betrieb auf Mindestniveau kompensiert werden sollen. Dieses ging aus Protokollen von Regierungssitzungen hervor, die Reuters einsehen konnte .

Weltweit diskutieren Regierungen über Energiesicherheit. [Ob das auch in Deutschland von der Regierung diskutiert wird, ist unklar – der Übersetzer]

Einen Schock werden sie nicht vergessen…

https://joannenova.com.au/2026/03/japan-korea-india-europe-suddenly-turn-to-coal-to-save-them-from-the-iranian-energy-crisis/

 




Der Stromverbrauch von Elektrofahrzeugen – ein kostspieliges Rätsel

Cfact, David Wojick

Dies ist kein Scherz-Artikel zum 1.April. David Wojick wirft Fragen auf, die Antworten sollten die Politiker und Energielieferanten geben. Bei der notwendigen Leistung des Stromnetzes besteht eine große Datenlücke, die es zu schließen gilt. Uns liegen keine konkreten Daten darüber vor, wie viel Strom Elektrofahrzeuge benötigen und wann und wo sie ihn verbrauchen.

Das Problem besteht darin, dass die meisten Elektrofahrzeuge die meiste Zeit zu Hause oder am Arbeitsplatz des Besitzers geladen werden. In beiden Fällen wird der Stromverbrauch oft einfach dem Gesamtverbrauch des Gebäudes am Stromzähler hinzugefügt. Es gibt keine separate Abrechnung, daher liegen keine Daten vor. In den USA sind etwa 7 Millionen Elektrofahrzeuge unterwegs, deren Auswirkungen auf das Stromnetz unbekannt sind.

Es liegt zwar eine offizielle Schätzung der Regierung mit acht signifikanten Stellen vor, die auf einem Computermodell basiert. Da das Modell jedoch weder getestet noch kalibriert werden kann, gibt es keinen Grund, seinen Ergebnissen zu vertrauen.
Dennoch können wir diese geschätzten Zahlen nutzen, um einige grundlegende Aussagen zur Leistung und zum Energieverbrauch von Elektrofahrzeugen zu treffen. Wir gehen vorerst davon aus, dass sie korrekt sind.

Sie stammen von der EIA (Energy Information Administration), USA
[nicht zu verwechseln mit der IEA, Internationale Energiebehörde als autonome Einheit der OECD von 16 Industrienationen mit Sitz in Paris 1974 gegründet]
Der geschätzte Gesamtenergieverbrauch von Elektrofahrzeugen der jeweils letzten drei Jahre beträgt:

  • 2025 = 23.532 GWh
  • 2024 = 17.800 GWh
  • 2023 = 13.212 GWh

Man beachte, dass sich die Zahl in nur zwei Jahren fast verdoppelt hat. Das ist ein bemerkenswertes Wachstum, insbesondere wenn man bedenkt, dass der Markt für Elektrofahrzeuge angeblich tot ist.

Selbst die höchste Zahl macht nur einen winzigen Bruchteil des US-amerikanischen Stromverbrauchs aus. Daher wird in vielen Artikeln behauptet, dies zeige, dass Elektrofahrzeuge kaum oder gar keine Auswirkungen auf das Stromnetz hätten. Diese Schlussfolgerung ist jedoch grundlegend falsch, da das Stromnetz aus mehr Faktoren besteht als nur aus jährlichen Gesamtstatistiken.

Die größte Herausforderung für das Stromnetz ist die Leistung, nicht die Energie, genauer gesagt MW statt MWh, insbesondere die Spitzenlast. Elektrofahrzeuge können hier einen erheblichen Einfluss haben, da sie faktisch nur zur Spitzenlast beitragen.
Das typische Elektrofahrzeug lädt nur eine begrenzte Zeit, daher ist die Ladeleistung recht hoch. Die EV-Besitzer vergleichen die „Ladezeit“ gerne mit dem kurzen Tanken von Diesel oder Benzin. Daher werden enorme Anstrengungen unternommen, um immer leistungsfähigere Ladestationen zu installieren, was die Ladespitze noch weiter erhöht.
Wenn viele Elektrofahrzeuge gleichzeitig geladen werden, kann die kombinierte Spitzenlast sehr hoch sein. Wir müssen die Auswirkungen des gleichzeitigen Ladens vieler Elektrofahrzeuge verstehen.

Hier ist ein extremes Worst-Case-Szenario, das die potenziellen Auswirkungen verdeutlicht. Nehmen wir zunächst an, dass alle rund 7 Millionen Elektrofahrzeuge gleichzeitig geladen werden. Zweitens, nehmen wir an, dass sie dreimal pro Woche geladen werden und dies jeweils nur eine halbe Stunde dauert, bei konstanter Ladeleistung. (Diese kurze Ladezeit ist realistisch, da die viele Fahrzeugbesitzer den Akku lediglich bis zum Erreichen von 80% aufladen, um die Lebensdauer des Akkus zu verlängern)

Geht man von einer Größe von rund 24.000 GWh für 2025 aus, so wird diese Menge in 156 Stunden aus dem Netz entnommen. Damit beträgt die Ladeanschlußleistung knapp 154 GW.
Das ist allein schon ein kleines Kraftwerk. Tatsächlich entspricht sie in etwa der Rekord-Spitzenlast bei PJM, ein US-Energieversorger, der 67 Millionen Kunden versorgt. Eine solche Nachfrage würde das Stromnetz innerhalb kürzester Zeit überlasten.


Rechnung für eine E-Auto Ladestation, z.Bsp.:

Korrektur vom 10.04.2026  meines Einschubs zur Anschlussleistung einer Ladestation

Danke an unsere aufmerksamen Leser. Hier meine verbesserte Version des Einschubs. Schließlich geht es um die Überlegung, wieviel Ladestationen können aufgestellt werden, und wie ist die notwendige Leistung in einem lokalen Stromnetz.

Ladesäule

Für eine nutzbare Ladung von 50 kWh in der Batterie und einer Ladezeit von 30min, braucht die Ladesäule einen Anschluss von rd. 300kW

Rechnung: gesamte Ladeleistung am Netz, die zu bezahlen ist:

  • Wirkungsgrad der Ladeinfrastruktur angenommen 90%, Wirkungsgrad der Batterie angenommen 90%. Netzspannung 400Vac
  • Nutzladung * 1/ Wirkungsgrad Lad 1/Wirkungsgrad Bat
  • W = Wlad / (µLad * µBat)
    50 kWh / (0,9 *0,9) = 61,7 kWh
  • Anschlussleistung der Ladesäule bei 400Vac,
    Pladung * 2 (wegen Stunde) / 400V = 308,5 kW

Das ist die Anschlussleistung für 10 (mit Wärmepumpe) bis zu 20 Einfamilienhäusern. Wieviel dann am Abend und in der Nacht für die Ladestationen verfügbar bleibt, hängt von der gleichzeitigen Belastung ab. In einer Siedlung darf es sicherlich auch länger dauern, als nur 30 min.

Die durchschnittliche Anschlussleistung für ein Einfamilienhaus in Deutschland liegt meist zwischen 14,5 kW und 34 kW (Elektroheizung ja/ nein, Sauna, neumodisch Wall-box zum E-Auto laden, …). Es gibt Gesetze, das max. 40kW nicht überschritten werden dürfen. https://www.tme.eu/de/news/library-articles/page/44750/anschlussleistung-und-wie-man-sie-ermittelt/

https://www.sw-netz.de/wp-content/uploads/17-leistungen_wohngebude.pdf

Ladung von Elektroautos

Bei einem 400-Volt-Antriebssystem liegt der maximale Ladestrom beim Schnellladen (DC) in der Regel bei 500 Ampere.

  • Maximale Leistung (DC): Aufgrund der CCS-Standard-Begrenzung auf 500A (bei ca. 400V-450V Akkuspannung) erreichen 400V-Fahrzeuge typischerweise Ladeleistungen von 150 kW bis maximal etwa 200 kW-250 kW (z.B. Tesla Model 3/Y, Audi e-tron GT).

Limitierende Faktoren: Die tatsächlich erreichte Ladeleistung hängt stark von der Ladekurve des Autos, der Temperatur und dem Ladestand (SoC) ab.


Die Realität ist natürlich weitaus komplexer, und so etwas hat es noch nie gegeben. Doch der Tag hat nur 24 Stunden, und die meisten der 7 Millionen Elektrofahrzeuge müssen regelmäßig aufgeladen werden.
Die große Frage ist, wie die potenziellen kombinierten Spitzenlasten vieler Elektrofahrzeuge in einem realistischen Maßstab aussehen? Sie könnten bereits auf lokaler Ebene ein Problem darstellen.
Das Zuverlässigkeitsproblem mag zwar noch gering sein, das Kostenproblem könnte jedoch bereits erheblich sein. Es wird seit Langem behauptet, dass viele lokale Stromverteilungsnetze ausgebaut werden müssen, um die Kapazität für das Laden von Elektrofahrzeugen bereitzustellen.
Ausbau der Netze ist teuer, und wenn derzeit viel los ist, könnten sie einen wesentlichen Teil der aktuellen Preissteigerungen ausmachen. Besteht ein Zusammenhang zwischen den Zulassungen von Elektrofahrzeugen und den Strompreissteigerungen?
Die Tatsache, dass der Stromverbrauch von Elektrofahrzeugen unsichtbar ist, könnte schwerwiegende und rasch wachsende Probleme verschleiern. Wir müssen unbedingt verstehen, was hier vor sich geht.

https://www.cfact.org/2026/04/01/ev-power-consumption-a-costly-mystery/

 




China will bei der Kernkraft führend werden, und niemand bemerkt es.

Von Jo Nova

Während die Australier über Grace Tame oder Brittany Higgins sprachen, veränderte sich die Grundlage industrieller Energie still und leise.

Australien hegt zwar eine puritanische Abneigung gegen Atomkraft, doch weltweit sind 437 Reaktoren in Betrieb, die 9 % des globalen Stroms erzeugen. Eines Tages könnten die Australier technologisch so weit fortgeschritten sein wie Armenien und Bangladesch. Hoffen wir es…

In den letzten fünfzig Jahren waren die USA die führenden Nationen in der Kernenergie, gefolgt von Frankreich – und zwar mit großem Abstand. Doch China ist im Begriff, diese globale Rangliste zu verändern.

Derzeit in Betrieb befindliche Kernkraftwerke

Zum Vergrößern klicken ( Weltverband für Kernenergie)

Im Bau

Derzeit befinden sich 78 Reaktoren im Bau, die weitere 78.986 MW Leistung beisteuern werden, und fast alle davon befinden sich in einem einzigen Land.

Zum Vergrößern klicken ( Weltverband für Kernenergie )

Die Liste der betriebsbereiten Reaktoren steht bei 438 mit einer Kapazität von 400.680 MWe, was einem Anteil von 9 % an der globalen Stromerzeugung und 2.667.383 GWh (2024) entspricht.

Warum sprechen wir nicht darüber?

https://joannenova.com.au/2026/03/china-aims-to-be-the-new-global-king-of-nuclear-power-and-no-one-is-paying-attention/

 




Die gravierenden sozioökonomischen Kosten von Solar- und Windenergie – ein Kommentar aus Südafrika

Cfact, Sethakgi Kgomo, 21. März 2026

Die weltweit immer lauter werdenden Stimmen, die sich aggressiv für erneuerbare Energien einsetzen, verkennen weiterhin die Notwendigkeit eines nachhaltigen Energiemixes. Ein solcher Mix muss Grundlastkraftwerke umfassen. Diese bestehen typischerweise aus Kohle und Kernkraft. Ein nachhaltiger Energiemix kann nicht aufrechterhalten werden, wenn die Grundlastversorgung durch Kohlekraftwerke zugunsten erneuerbarer Energien wie Solar- und Windkraft schrittweise eingestellt wird. Hier in Südafrika werden wir über die Gefahren eines Ausstiegs aus der Kohle als zuverlässiger Energiequelle falsch informiert.

Aufgrund dieser Fehlinformationen der Umweltlobbygruppen werden wir als Land hinsichtlich unserer gegenwärtigen und zukünftigen Energiesicherheit angreifbar. Es gibt keine empirischen Belege, die erneuerbare Energien wie Wind- und Solarenergie als nachhaltige Alternativen zur Kohleverstromung rechtfertigen würden. Neben Kohle benötigen wir Kernenergie, um sicherzustellen, dass die Industrie heute und in Zukunft nachhaltig weiterläuft.

Südafrika wird mit Anreizen aus dem Ausland, insbesondere aus den USA, Deutschland und Großbritannien, überhäuft, die uns zur Reduzierung der CO₂-Emissionen bewegen sollen. Wir werden mit ihren lauten Appellen zur „Rettung des Planeten“ bombardiert. Aufgrund dieses Drucks auf Südafrika wurde bereits ein großes Kohlekraftwerk vorzeitig stillgelegt. Die Folgen dieser Entscheidung waren verheerend für die Bewohner der nahegelegenen Stadt. Diese Stadt war vom lokalen Kohlebergbau und insbesondere von diesem Kraftwerk abhängig. Das voreilige Eingreifen der Regierung führte nicht nur zu Arbeitsplatzverlusten im Kohlebergbau und im Kraftwerk, sondern zerstörte die gesamte lokale Wirtschaft. Die florierenden Lebensmittelläden, Restaurants und andere Geschäfte mussten ebenfalls schließen, da ihre Kundschaft ausblieb.

Bitte beachten Sie auch, dass Südafrika eine beneidenswerte Bilanz im Umweltschutz vorweisen kann. Menschen aus aller Welt kommen hierher, um unsere wunderschönen, riesigen Wildreservate zu besuchen und unsere Berge, Küsten und Wüsten zu erkunden und die unglaubliche Naturlandschaft zu bewundern.

Es ist ärgerlich, dass wir kurzsichtig dazu verleitet werden, in Südafrika riesige Wind- und Solaranlagen zu errichten, untermauert durch allerlei falsche Versprechungen. Üblicherweise werden zahlreiche neue Arbeitsplätze versprochen. Doch diese erweisen sich als rein einfache Tätigkeiten und existieren nur während der Bauphase. Eine traurige Realität, die im Gesamtbild von Wind- und Solarenergiesystemen verborgen bleibt, ist, dass die versprochenen Arbeitsplätze nach Abschluss der kurzen Bauphase wieder verschwinden. Da sämtliche Solar- und Windkraftanlagenkomponenten importiert werden, entstehen keine Arbeitsplätze in der Produktion. Dies konterkariert die erklärten Ziele der Regierung hinsichtlich Lokalisierung und Industrialisierung. Zudem ist die Anzahl der langfristig benötigten Arbeitsplätze für den Betrieb der Anlagen minimal. Ein wichtiges sozioökonomisches Argument ist, dass die Schließung von Kohlekraftwerken und deren Ersatz durch Wind- und Solarenergie zu einem Nettoverlust an Arbeitsplätzen führt – eine Tatsache, die von Umweltschützern und anderen Befürwortern erneuerbarer Energien ignoriert wird.

Es ist außerdem wichtig zu beachten, dass Wind- und Solarenergie unterm Strich zu steigenden Stromkosten führen. Dies trifft insbesondere die Ärmsten hart. Die dringende Botschaft an die Vereinigten Staaten lautet: Die Behörden dürfen nicht glauben, dass ihre „Hilfe“ Südafrika, insbesondere den Armen, wirklich hilft. Diese „Hilfe“ bewirkt genau das Gegenteil dessen, was beabsichtigt ist. Hinzu kommt, dass es sich bei der „Hilfe“ meist lediglich um ein Darlehen handelt, das mit Zinsen zurückgezahlt werden muss. Letztendlich werden wir Südafrikaner unter Druck gesetzt, nur um uns noch tiefer in die Schuldenfalle zu treiben.

Abschließend möchte ich festhalten, dass diese „Hilfe“ die Wahrnehmung Südafrikas hinsichtlich des vermeintlichen guten Willens der Vereinigten Staaten trübt. Wir geraten in eine Abhängigkeit von chinesischen Solarmodulexporten. Daher führen US-Hilfspakete, insbesondere wenn sie uns aufgezwungen werden, in vielen Fällen zu einem beschädigten Ansehen der Vereinigten Staaten von Amerika – ein unerwünschtes Ergebnis.

Sethakgi Kgomo
Experte für Corporate Governance und Rechtsanalyst. Sethakgi ist in Johannesburg, Südafrika, ansässig.

https://www.cfact.org/2026/03/21/the-severe-socio-economic-costs-of-solar-and-wind/

 




Trumps „Milliarden-Dollar-Geschenk“ ist in Wirklichkeit eine Rückerstattung, um Offshore-Windparks zu stoppen

DCNF, Frank Lasee, Gastkommentar, 31. März 2026

Letzte Woche verkündeten Schlagzeilen (New York Times, NPR, CNN), Präsident Donald Trump würde einem französischen Energiekonzern fast eine Milliarde Dollar zahlen, um den Bau von Offshore-Windparks zu stoppen. Die Berichterstattung war klassischer Sensationsjournalismus – irreführend, unvollständig und darauf ausgelegt, ein abgedroschenes Narrativ zu bedienen. Die wahre Geschichte ist weitaus einfacher und vernünftiger.

Am 23. März 2026 erzielte das US-Innenministerium eine Einigung mit TotalEnergies. Die US-Regierung erstattet 928 Millionen US-Dollar – genau den Betrag, den das Unternehmen 2022 an die Biden-Administration gezahlt hatte, als es zwei Offshore-Windparklizenzen vor der Küste von New York/New Jersey und North Carolina erhielt.

Im Gegenzug wird TotalEnergies beide Pachtverträge kündigen und sich formell verpflichten, keine neuen Offshore-Windprojekte in den Vereinigten Staaten zu verfolgen. Das Unternehmen wird das Kapital stattdessen in amerikanische Öl-, Erdgas- und LNG-Projekte investieren.

Das ist keine Unternehmenssubvention. Es handelt sich um eine Rückerstattung bereits gezahlter Gelder, damit zwei teure und unzuverlässige Projekte gestoppt wurden, bevor sie die amerikanischen Stromkunden belasten konnten. TotalEnergies verpflichtete sich außerdem, das Geld in den USA zu behalten und für Öl und Erdgas zu verwenden. Die Schlagzeile hätte lauten sollen:

„Win-Win – Trump bringt das französische Unternehmen TotalEnergies dazu, eine Milliarde Dollar in zuverlässige und bezahlbare amerikanische Energie anstatt in Offshore-Windkraft zu investieren.

Strom aus Offshore-Windparks ist deutlich teurer als Strom aus Erdgas. Jüngste Analysen der Stromgestehungskosten zeigen, dass neue Offshore-Windprojekte zwischen 100 und 140 US-Dollar pro Megawattstunde kosten – 50 bis 150 Prozent teurer als Strom aus neuen Gas- und Dampfkraftwerken, die typischerweise 60 bis 80 US-Dollar pro Megawattstunde liefern.

Diese Kluft vergrößert sich dramatisch, sobald wir die Realität berücksichtigen.

Wind ist unbeständig. Wenn der Wind nicht weht, muss der Strom von woanders herkommen. Offshore-Winde im Atlantik wehen je nach Standort etwa die Hälfte der Zeit. Das bedeutet entweder den Bau und die Wartung teurer Batteriespeichersysteme oder das Bereithalten von Gaskraftwerken als Reserve. Die doppelten Kosten – einmal für die bedarfsgerechte Gasversorgung und ein weiteres Mal für die nur zeitweise verfügbare Offshore-Windenergie – werden in den positiven Schlagzeilen über Offshore-Windkraft selten erwähnt. Das ist teuer.

Trump versteht diese grundlegende wirtschaftliche Realität ganz klar. Warum sollte man massive Investitionen in teure, wetterabhängige Energiequellen tätigen, wenn unsubventionierte Erdgas- und Erdölprojekte günstigeren, bedarfsgerechten Strom und höhere Renditen liefern? Der einzige Grund für diese unkluge wirtschaftliche Entscheidung ist die Klimaideologie. Konventionelle Energiequellen bieten nach wie vor deutlich höhere Gewinne ohne die endlosen Steuergelder, die für die Förderung von Offshore-Windparks benötigt werden. Deshalb ist die Umleitung dieser fast eine Milliarde Dollar in das profitablere, unsubventionierte amerikanische Erdgas ein Gewinn für das Unternehmen und die USA.

TotalEnergies hätten diese Investition überall auf der Welt tätigen können, aber die Amerikaner denken an Ihre eigenen Arbeitzplätze,  sie verhandeln, dass die Gelder im eigenem Land bleiben und zur amerikanischen Energiedominanz beitragen. [Was hätte wohl die Deutsche Regierung verhandelt? – Der Übersetzer]

Der größte Erfolg dieses Deals ist nicht die Rückerstattung selbst, sondern die endgültige Streichung dieser beiden Pachtverträge. TotalEnergies hat sich nun verpflichtet, in den USA keine Offshore-Windparks mehr zu bauen. Das ist ein direkter Gewinn für zuverlässigen und bezahlbaren Strom und ein klares Signal dafür, dass die Ära teurer Ökostromauflagen zu Ende geht.

Sogar einige Demokraten beginnen, diese Wahrheit einzugestehen. Die demokratische Gouverneurin von New York, Kathy Hochul (die wiedergewählt werden will), schlug kürzlich vor, wichtige Bestimmungen des Klimaschutzgesetzes des Bundesstaates zu verschieben. Sie verschob die Regeln zur Reduzierung von Treibhausgasen und räumte ein, dass die ursprünglichen Zeitpläne „kostspielig und unerreichbar“ geworden seien.

Wenn selbst das tiefblaue New York stillschweigend auf die Bremse tritt, sollte der Rest des Landes aufmerksam werden. Jahrelang wurde uns erzählt, Wind- und Solarenergie seien billig und würden unsere Strompreise senken. In Wirklichkeit verteuert deren Ausbau die Strompreise – ähnlich wie ein zusätzliches, unzuverlässiges Auto, das nur gelegentlich genutzt wird, die Kosten für Ratenzahlung, Wartung und Versicherung erhöht, ohne das zuverlässige Auto, das man ständig nutzt, zu ersetzen.

Die Weigerung der Mainstream-Medien, dies korrekt darzustellen, ist aufschlussreich. Anstatt eine pragmatische Entscheidung anzuerkennen, die Verbraucher vor höheren Rechnungen und Netzinstabilität schützt, stellten viele Medien die Geschichte so dar, als würde Trump fossile Brennstoffe gegenüber „grüner Energie“ bevorzugen, indem er Steuergelder für den Aufkauf von TotalEnergies ausgab, anstatt die Gebühr zurückzuerstatten, die TotalEnergies für den Verkauf überteuerter, subventionierter Teilzeitstrom gezahlt hatte.

In Wirklichkeit handelte es sich um eine unkomplizierte Geschäftstransaktion: Die Leasingraten wurden zurückerstattet, die Projekte abgebrochen und das Kapital in funktionierende Energiequellen fließen gelassen.

Zuverlässiger und bezahlbarer Strom ist kein parteipolitischer Luxus, sondern eine wirtschaftliche und nationale Sicherheitsnotwendigkeit. Indem die Trump-Regierung die ursprünglichen Leasingzahlungen zurückerstattete und Investitionen weg von teuren Offshore-Windparks umleitete, erzielte sie einen klaren Gewinn für amerikanische Familien, Unternehmen und die Energiesicherheit.

Frank Lasee ist leitender politischer Analyst bei CFACT. Er war ein ehemaliger Senator des US-Bundesstaates Wisconsin und ehemaliges Mitglied der Regierung von Gouverneur Scott Walker.

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