Mal anders erklärt, Teil 1: Windkraft

Jedoch ein Hinweis: „Strom“ kommt hier nur am Rande vor. Mein Eindruck ist, dass viele Menschen vor Strom großen Respekt haben (Strom ist gefährlich, man kann eine „gewischt“ bekommen“ und außerdem kommt der ja aus der Steckdose).

„Windkraft“ bedeutet völlig korrekt: Die Kraft des Windes – die wollen wir ausnutzen, d.h. umleiten in etwas, das eine Mühle antreibt oder auch einen Generator, dann heißt es: umformen (oder konvertieren). All das ist immer mit Verlusten verbunden!

Unsere Sprache hat viele Ausdrücke für bewegte Luft, hier einige von wenig bis sehr viel bewegte Luft:

  1. Es ist windstill
  2. Der Wind säuselt oder fächelt – ist angenehm
  3. Ein frisches Lüftchen – kann noch angenehm sein
  4. Es ist windig – hmm, muss nicht sein
  5. Der Wind ist böig – das ist schon teilweise unangenehm, aber es bläst nicht pausenlos
  6. Es ist stürmig – da bleiben wir lieber drinnen
  7. Orkanartig – Vorsicht ist geboten

Nennenswerte Energie der bewegten Luft, können wir nur bei obigen Verhältnissen 4 bis 6 erwarten. Darunter läuft ein Windrad nicht an, darüber kann die Technik Schaden nehmen.

Bewegte Luft drückt nun gegen die Flügel eines Windrades oder Windmühle und überträgt somit Energie. Die Flügel können nur seitlich ausweichen, die Welle dreht sich und treibt damit etwas an – einen Mahlstein, eine Pumpe oder einen Generator. Das funktioniert natürlich auch andersrum, beim Ventilator, Gebläse, Flugzeugpropeller oder Schiffsschraube.

(Hinweis: Anstatt Flügel gibt auch Kolbenmaschinen: „Luft bewegt“ entspricht dem Dampf bei einer Dampfmaschine, andersrum ist das ein Kompressor oder Kolbenmotor)

Luft wiegt auch etwas, hat „Masse“: Ein Liter Luft hat 1,293 Gramm, ein Liter Wasser 1000 Gramm = 1 kg. Die Formel für Energie ist einfach: Masse x Bewegung. Daran erkennt man sofort: Mehr bewegte Masse oder schnellere Bewegung bedeutet mehr (kinetische d.h. bewegte) Energie. Deshalb werden die Windkraftanlagern auch immer größer, damit die Flügel möglichst viel Luftmasse einfangen können.

Ein Windrad kann die Luftbewegung in eine andere Energieform umsetzen, hier mechanisch oder elektrisch, was dann wie gewünscht genutzt werden kann. Der Zusammenhang zwischen der Luftbewegung und der vom Windrad abgegebenen Energie ist kubisch. Beispielhaft zeigt das die von Enercon veröffentlichte Grafik: Bei etwa 6 m/s (~22 km/h) kann das Windrad 400 kW bereitstellen, bei 12 m/s (~ 43 km/h) sind es jedoch schon 2.800 kW. [[ nach der Theorie müssten es sogar schon 3.200 KW sein (doppelte Windgeschwindigkeit hoch drei = 2³ = 8)].

Grafik Quelle: https://www.enercon.de/produkte/ep-3/e-101/

Erläuterung des Leistungskoeffizienten bzw. …- ausbeute: Die Praxis zeigt, dass die Leistungsausbeute mit zunehmender Luftgeschwindigkeit sinkt. Fachlich sehr salopp ausgedrückt: Die Luft strömt zu schnell am Flügel vorbei, da sich die Luft(-pakete) vor dem Hindernis (des Flügels) stauen und den Weg blockieren. Macht aber nichts, die Luft kostet ja nichts.

Das Optimum des Leistungskoeffizienten liegt theoretisch bei 59,3%, nach dem Physiker, Albert Betz, 1920 (alles ohne weitere Verluste)

Umgekehrt leuchtet die Misere der Windausbeute schon eher ein: Bei böigen Winden, können die Flügel nach obigem Beispiel vielleicht 2.800 KW bereitstellen ( – in das Stromnetz drücken), weht der Wind nur halb so schnell, dann sinkt die verfügbare Leistung schnell auf 400 KW ab!.

Denke ich dabei zum Beispiel an den Strombedarf für ein Bearbeitungszentrum für Zylindermotoren, dann muss der Strom unbedingt gleichmäßig und in genügender Menge (Zeitdauer) kommen, sonst gibt es Schrott, somit hat der Mann im konventionellen Kraftwerk ziemlich was zu tun!

Mit dem Suchbegriff „Windkraft“ oder auch „Windenergie“ 
werden sehr viele Webseiten mit Informationen angezeigt: Wen es interessiert, hier einige wenige: Hersteller Enercon, de.Wikipedia hat einen längeren Beitrag, ein Fan von Windenergie bietet ebenfalls viel Informationen.

Lassen Sie sich jedoch nicht in die Irre führen, durch die vielen Fachbegriffe und die vielen positiven Darstellungen, was technisch alles erreicht wurde und wie toll das ist. Bestimmt ist das nicht falsch, es steckt viel Entwicklungsarbeit hinter einer modernen Windkraftanlage.

Denken Sie jedoch mal an die Autos und die Entwicklungen von verbrauchsarmen Motoren. Anfang der 70er Jahre war ich Student und fuhr einen kleinen Fiat 850. Der brauchte zwischen 5 und 6 L / 100km in der Stadt. Mit Freunden fuhren wir mal nach Paris, ich hinter deren 2CV (Ente). Mein Fiat brauchte bei der Fahrweise nur 4,2 l /100. Klar, das Autochen wog leer keine 700 kg. Dann überlegen Sie mal, was seitdem an Entwicklung in die Automotoren hineingesteckt wurde, damit die heutigen (schwereren und sicheren) Autos auch auf etwa den gleichen Spritverbrauch kommen. Liest man die Geschichte der ganzen Verbesserungen an Automotoren, kann man sich wundern, warum die heutigen Autos nicht noch weniger brauchen?

Zurück zur Windkraft:

Die ganzen Entwicklungen können die Energiequelle: „Wie kräftig und dauerhaft bläst der Wind“ nicht beeinflussen. Das ist das, was ich als Grundübel der Stromerzeugung aus Wind bezeichne. Mir wurde auch schon mal gesagt: „Dann müssen wir kleinere Windräder bauen, die bewegen sich dann schon bei weniger Wind“ – „Klar – aber da ist eben auch wenig Energie vorhanden.“

Rolf Schuster, Wind-Germany-2017-Sep

Hier dazu die Ihnen schon bekannte Grafik, deren gezeigte Windstrom-Energie-Einspeisung nicht die geringste Hoffnung auf eine zuverlässige Energie-Quelle aufkommen lässt.

Ein weiterer Gedanke ist, man könnte an der Umdrehung der Flügel eines Windrades auch die Windgeschwindigkeit bestimmen. Dann wären die Windkraftanlagen nichts als riesige Windmesstationen.  Mental hilft mir so eine Vorstellung.

***

 

Grafik Quelle: https://www.enercon.de/produkte/ep-3/e-101/

Zum Abschluss noch obiges Diagramm von Enercon: Der Schallleistungspegel, d.h. wie laut ist es in 135 m Höhe NH (Nabenhöhe). Die 105 db(A) werden bereits bei rd. 8 m/s (29 km/h) (10m Höhe) erreicht. Ich denke, die Zahlen sprechen für sich, da hilft nur Abstand. Hier ein Lautstärke Vergleich .

Und hier die Suchergebnisse zum Thema Infraschall auf Eike.

Zusammenstellung von Andreas Demmig

Update vom 11.04.2019, 14:00

Obige Zusammenhänge Windbewegung, abgebbare Leistung besser formuliert.

***

Angeregt durch lobende Kommentare auf Eike und Gespräche im privaten Kreis, bin ich auf die Idee gekommen, wissenswerte Grundlagen zum Thema Energie und vor allem Strom zusammenzustellen Die Zielgruppe sind unsere Leser, deren fachliche Kompetenz auf anderen Gebieten als Physik und Elektrotechnik liegt. Ich bemühe mich daher, es in möglichst „normalen Worten“ und einfach darzustellen. Auch für mich ist es ein Ausflug in die Grundlagen der Elektrotechnik. Wollte nach meinem Studium der Energietechnik keiner mehr von mir wissen.

Weitere Themen, an die ich denke sind z.B.

  • Wie wird Strom in großen Mengen produziert?
  • Was hat es mit dem Sinus auf sich?
  • Können wir Energie erzeugen?
  • Warum Wechselstrom?
  • Energieübertragung über große Entfernungen

 

Ich lasse mich aber gerne durch unsere Leser inspirieren.




Spielplatz der Heuchler: Australische Politiker spiegeln Tugend für erneuerbare Energien vor

An jedem beliebigen Tag stammen 70 bis 80% des Stroms im östlichen Netz Australiens [noch immer] aus Kohlekraftwerken.

Natürlich gibt es viele Gelegenheiten, bei denen Wind und / oder Sonne sich zieren und absolut nichts an Energie hinzufügen. Das Gegenteil ist jedoch nie richtig: Würden sich Kohlekraftwerke wie Sonnenkollektoren und Windmühlen verhalten, würden die Australier mehr als die Hälfte der Zeit frieren oder schwitzen und das womöglich auch noch im Dunkeln.

Vorgespiegelte Tugend funktioniert nicht mit gesundem Menschenverstand. Die moderne Idee, dass die Welt bald auf fossile Brennstoffe verzichten kann, besteht aus zwei Teilen kindlichem Unsinn und drei Teilen Hipster-Heuchelei. [..~ im Trend liegende …]. Dieselbe Klasse, die hochtrabend über die Übel von Treibstoffen auf Kohlenstoffbasis schwafelt, jetten ziemlich glücklich [im Flugzeug] um die Welt und verbreiten ihre angebliche moralische Reinheit in unsere Ohren.

Wäre Heuchelei eine Treibstoffquelle, hätten die Australier die billigste Energie der Welt, wie Adam Creighton betont.

 

Wäre Heuchelei Energie, könnte das die Nation antreiben.

The Australian, Adam Creighton, 26. März 2019

Könnte Heuchelei als Energie für unser Landes genutzt werden, wären die Energiekriege vorbei. Das Energie- „Trilemma“ wäre gelöst, Heuchelei wäre zuverlässig (siehe jederzeit die Social Media Nachrichten), erschwinglich (kostenlos) und verursachte nur geringe Emission (besonders wenn sie schriftlich ausgedrückt werden). Neben der Heiligkeit [des Papstes] ist dies eine große Kraft unserer Zeit.

Wir exportieren gerne Uran für andere, damit diese emissionsfreien, zuverlässigen Strom erzeugen, aber rümpfen darüber unsere Nasen, anstatt es selbst zu verbrauchen. Das Gezeter, wenn es darum geht, Kohlekraftwerke abzuschalten und das sogar wenn es darum geht, damit noch die Zeit zu überbrücken, bis die Batterietechnologie die Zuverlässigkeit erneuerbarer Energien verbessert – das kommt rüber wie pure Heuchelei.

Insbesondere Kohle und Eisenerz finanzieren auch unseren Lebensstil, indem wir erschwingliche Autos, Fernseher und Auslandsurlaube kaufen können – quasi alle Waren und Dienstleistungen im Wert von 35 Milliarden US-Dollar, die wir jeden Monat importieren.

Der bloße Hauch eines Verbots australischer Kohleimporte nach China, hat den Dollar im letzten Monat um 1 Prozent nach unten gedrückt. Und China ist nicht einmal unser größter Kunde. China hat im letzten Jahr für etwa 60 Milliarden Dollar thermische und metallurgische Energie [Kohle, Uran] gekauft.

Die Bemühungen, die Adani Carmichael-Mine in Queensland zu verhindern, die Energie für einkommensschwache Inder liefern würde, ist das spitze Ende einer noch extremeren Bewegung, die durch Richard Marles, Labour Partei als Gallionsfigur für die Absicht steht, den Markt für Kohle [Abbau und Export] zusammenbrechen zu lassen.

[Adani ist ein indischer Großkonzern, für Rohstoffe, Logistik, Agrobusiness und Energieversorgung. Adani hat einen Vertrag, Kohle in Australien, „Carmichael-Mine“, Queensland abzubauen. Die Finanzierung wird nach dem Aufruf des IPCC, keine Projekte der fossilen Industrie zu unterstützen, in abgespeckter Form durch Andani selbst finanziert. Es entstehen Arbeitsplätze im Bergbau, bei der Eisenbahn und am Hafen. Die Umweltaktivisten wollen das unter allen Umständen verhindern und verzögern alle möglichen Genehmigungen mit ausstehenden Gutachten für Wasser, Umwelt, gefährdete Vogelarten uvam. – Recherchen des Übersetzers]

Ohne Kohleexporte (und Eisenerz, das zweitwertigste) würde unsere Währung zusammenbrechen. Die Nachfrage der Chinesen, Japaner und Koreaner nach unseren Ressourcen untermauert die Nachfrage nach unserer Währung, die unsere Exporteure wie BHP, Rio Tinto, Yancoal und Glencore benötigen, um ihre Steuern, Löhne, lokale Lieferanten und Aktionäre zu zahlen.

Ohne diese Steuern könnten Sie die für das Budget der für nächste Woche geplanten Kürzungen vergessen, die ausschließlich auf einem Einnahmenzuwachs der Exporteure der Nation beruhen.

Eine Welt, die mit erneuerbaren Energien betrieben wird, wäre ein wissenschaftlicher und ökologischer Triumph, aber auch eine wirtschaftliche Katastrophe für Australien, das – abgesehen von nicht erkennbaren, dramatischen Innovationen – von den Exporten fossiler Brennstoffe abhängig ist.

Wenn sich die Welt, wie im Pariser Abkommen von 2015 vorgesehen, von fossilen Brennstoffen entfernt, wird unsere Währung, die bereits zu den schwächsten der Ländern der westlichen Welt gehört, bis 2030 um weitere 6 Prozent fallen, so der Ökonom Warwick McKibbin.

„Die implizite Steuer für Australiens Exporte durch die CO2-Steuer führt sowohl auf kurze als auch auf lange Sicht zu einem erheblichen Verlust der Handelsbedingungen“, schreibt er in der neuesten Brookings-Studie, in dem er ebenfalls auf einen Lohnrückgang von 2 Prozent hinweist.

So sonnig und windig Teile von Australien auch sein mögen, wir können das nicht abfüllen und exportieren. Unser Know-how bei königlichen Kommissionen, bei Regierungsanfragen und beim Kaffeezubehör – so fortschrittlich es auch sein mag – wird voraussichtlich nicht in der Nähe des 100-Mrd.-USD-Plus an Exporten fossiler Brennstoffe im vergangenen Jahr heranreichen.

In der Zwischenzeit machen wir uns das Leben schwerer, indem wir mehr erneuerbare Energie in unser Netz zwingen und gleichzeitig zuverlässige Grundlast-Kraftwerke abschalten, ein Ansatz, der durch den australischen Energieversorger AEMO im Dezember als „chaotisch“ beschrieben wurde.

Es ist kaum ein freier Markt mehr im herkömmlichen Sinne vorhanden. Verzerrt durch staatliche und bundesstaatliche Vorschriften und Eingriffe, zusätzlich zu den Konfusionen der drei großen Einzelhändler – AGL, Origin und EnergyAustralia, letztere ein Unternehmensbesitz aus Hongkong.

Regierungsziele für erneuerbare Energien haben „die Verbindung zwischen den physischen Bedürfnissen eines zuverlässigen Stromsystems und den wirtschaftlichen Anreizen der Marktteilnehmer, die Energiekosten im Großhandel so niedrig wie möglich halten“, gebrochen. Kapitalanleger haben das Stromnetz übernommen.

Befürworter erneuerbarer Energien argumentieren, Wind und Sonne seien billiger als Kohle und Gas. Die Einzelhandelspreise sind jedoch in einem Jahrzehnt real um 56 Prozent gestiegen, da der Anteil der erneuerbaren Energieträger an der Energieversorgung auf etwa 16 Prozent (in Südaustralien 55 Prozent) gestiegen ist. Korrelation ist keine Ursache, aber irgendwann sollte sich die Dividende von dieser „billigen“ Stromquelle auf unseren Rechnungen zeigen.

Victorias Hazelwood-Kohlekraftwerk, das rund fünf Prozent des Stroms für den nationalen Markt lieferte, wurde Anfang 2017 aufgrund einer Entscheidung eines französischen Unternehmens, das von der französischen Regierung kontrolliert wird, geschlossen.

Laut AEMO sind die Großhandelspreise für Strom in Victoria seitdem von weniger als 40 USD auf 100 USD pro Megawattstunde gestiegen. Im Januar dieses Jahres erreichten sie 250 Dollar pro Megawattstunde. Die Preise sind in New South Wales um 100 Prozent und in Südaustralien im gleichen Zeitraum um 86 Prozent gestiegen. (… würde Frankreich einer australischen Firma erlauben, die Energieversorgung und -preise des [französischen] Landes zu bestimmen?)

Das Kraftwerk von Liddell in NSW, ähnlich groß wie Hazelwood, wird im Jahr 2022 geschlossen. Sein Eigentümer AGL sagt, die Preise würden davon unbeeinflusst bleiben und die Zuverlässigkeit werde nicht beeinträchtigt. Lieferanten [Stromversorger] haben ein Interesse an weniger Leistung und höheren Preisen.

Sogar den Behörden kann nicht vertraut werden. Anfang 2017 sagte AEMO, dass die Schließung von Hazelwood „die Sicherheit des Strommarktes Victoria nicht beeinträchtigen würde“. Im November wies AEMO darauf hin, dass „das Risiko von Unterbrechungen der Stromversorgung für den kommenden Sommer erhöht wäre … wenn keine weiteren Schritte unternommen würden“.

Die eingeleiteten Schritte beinhalten Snowy 2.0, eine schicke, teure Batterie, die Strom für etwa 140 Stunden liefert. Dieses Lieblings Projekt der Regierung, eine Erweiterung des Snowy-Hydro-Systems [Pumpspeicher…], ist weit davon entfernt, das Problem des Mangels an zuverlässiger, kostengünstiger Stromversorgung zu lösen und hängt von hohen Preisen ab.

Das Wasser wird den Hügel hinaufgepumpt, wenn die Großhandelspreise für Strom niedrig sind, und wird abgelassen, wenn die Strompreise hoch sind. Je höher die Preise sind, desto besser für Snowy und seinen endgültigen Eigentümer, die Bundesregierung. Mit rund 6 Mrd. USD, einschließlich etwa 2 Mrd. USD für die Aktualisierung des Übertragungsnetzes, sind es drei Mal die Kosten eines neuen emissionsarmen Kohlekraftwerks.

Es ist unwahrscheinlich, dass sich der gesunde Menschenverstand in der Regierung durchsetzt, da die meisten Wähler den Schmerz noch nicht fühlen. Die Stromausgaben machten 2017 – selbst nach einem Jahrzehnt der Preiserhöhungen – 2,17 Prozent der Haushaltsausgaben aus. Das sind weniger als Essensgerichte zum Mitnehmen mit 2,56 Prozent oder Restaurants. Die Haushalte machten im vergangenen Jahr nur ein Viertel des Stromabsatzes aus. Das Geschäft wird insbesondere durch die Schwerindustrie gemacht. Leider wählen die nicht.

[Aber deren Angestellte!]

Von STT ein Beispiel für Industrielle Anbieter, die auf zuverlässigen und unterbrechungsfreien Strom angewiesen sind, findet sich hier: http://www.bundabergwalkers.com.au/ – Schwermaschinenbau, Bergbau und Zuckerindustrie.

The Australian

[Bezahlsperre?]: The Australian

Gefunden auf stopthesethings vom 04.04.2019

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://stopthesethings.com/2019/04/04/hypocrites-playground-australian-renewable-energy-policy-driven-by-virtue-signalling-halfwits/




Sind “saubere neue Energien” tatsächlich so sauber?

Warum scheinen Wind und Sonne so sauber zu sein und die fossilen Brennstoffe so schmutzig? Es liegt an der Wahrnehmung und dem Hype Bei Wind und Sonne sieht man nichts, was verbrannt wird (Wahrnehmung). Nicht so bei Öl, Erdgas und Kohle, das Verbrennen verursacht Verschmutzung  (Hype). Aber schauen wir uns das genauer an.

Die Luftbelastung  durch Verbrennen fossiler Brennstoffe ist in den Vereinigten Staaten seit 1970 stark zurückgegangen. Es sind sechs verschiedene Schadstoffe, die von der Umweltbehörde EPA als gefährlich eingestuft werden, seitdem dramatisch zurückgegangen – obwohl gleichzeitig, als die Amerikaner ihren Verbrauch an fossilen Brennstoffen um 40 Prozent erhöhten. Von 1988 bis 2015 haben sich die gefahrenen [Auto] Kilometer mehr als verdoppelt! Mit dem Wachstum der Wirtschaft in Amerika, haben wir mehr fossile Energie verbraucht, sind viel mehr gereist und die Luft, die wir atmen, wird immer sauberer. Das ist erstaunlich.

Oh, und hier ist eine weitere erstaunliche Tatsache. Seit 1970 zeigen die EPA-Daten, dass die Umweltverschmutzung durch die Abgase unserer Autos und Lastwagen um 99 Prozent reduziert wurde. Ernsthaft 99 Prozent!

Note: CO2 emissions estimate through 2013 (Source: 2014 US Greenhouse Gas Inventory Report)
Gross Domestic Product: Bureau of Economic Analysis
Vehicle Miles Traveled: Federal Highway Administration
Population: Census Bureau
Energy Consumption: Dept. of Energy, Energy Information Administration
Aggregate Emissions: Air Pollutant Emissions Trends Data

EPA_Documerica_New_York_City_1973_vs_2013

Die Verringerung der Umweltverschmutzung durch Transportquellen hat zu einer gesünderen Luft für die Amerikaner geführt. In Städten wurde der Smog deutlich reduziert. Vergleichen Sie die Bilder von New York City.

Und für diejenigen, die sich Sorgen um die CO2-Emissionen in Bezug auf Energie machen, diese sind seit mehr als einem Jahrzehnt rückläufig.

Sie können das selbst bei EPA nachfragen: www.epa.gov/home/ oder +1 (202) 272-0167. Falls keiner rangeht, wenn Sie anrufen, (in USA) werden Sie zurück gerufen.

Und was ist nun mit Wind und Sonne? Wir meinen, dass sie sauber sind, weil sie nichts verbrennen. Nun, … nicht direkt. Aber lass Sie uns darüber nachdenken. Sie sind nicht durch Zaubersprüche erschaffen worden. Die Herstellung von Sonnenkollektoren und Windindustrieanlagen erfordert einen hohen Abbau von Ressourcen, insbesondere für seltene Erden.

China hält 95% der Vorkommen für Seltene-Erden und die chinesische Regierung denkt nicht zuerst an Umweltschonung. Ihre Bergbauprojekte schaffen riesige, giftige und radioaktive Seen, wie Amnesty berichtet. Es ist ein ernstes Problem, mit dem sie sich noch Jahrzehnte beschäftigen werden.

Amnesty International, Dark side of green technologie

Angesichts der wachsenden Nachfrage nach Elektroautos ist es wichtiger denn je, dass die Unternehmen, die sie produzieren, ihre Produktion und Entsorgung umweltschonend durchführen.

Obwohl Kalifornien und die USA [Bundesregierung] die Transparenz ihrer Supply Chain Gesetze [Lieferketten] gesetzlich verankert haben, beginnend mit Transparenz in Supply Chains Kalifornien Act SB657 und gefolgt  von den USA mit HR4842 – Business -Supply – Chain – Transparenz auf Handel und Sklaverei Act von 2014, entschuldigen sich die reichsten und mächtigsten Unternehmen der Welt sich immer noch dafür, ihre Lieferketten nicht untersucht zu haben, und ihre produzierten Elektrofahrzeuge werden weiterhin mit „schmutzigen Batterien“ betrieben.

Und wie steht es um die Landnutzung der Stromerzeuger? Die US Energy Information Administration (EIA) schätzt, dass Erdgas und Kohle etwa 12 acre (~ 5 Hektar oder 50.000 m²) Land pro erzeugter Megawatt Strom verbrauchen – demgegenüber belegen Sonnen- und Windstrom vier- bis sechsmal so viel Landfläche! Also, was ist daran so sauber? Nicht viel.

Schauen Sie sich die Strata.org  Liste „Landnutzung“ .pdf an. [1 acre ~ 4.046 m²]

Es sind auch noch weitere Auswirkungen auf die Umwelt zu beachten. Industrielle Wind- und Solarprojekte töten viele Wildtiere. Allein durch Windkraftanlagen werden geschätzt jährlich 600.000 Vögel und eine Million Fledermäuse getötet. Wind- und Solarbesitzer können vom US-amerikanischen Fish and Wildlife Service (USFWS) eine „Erlaubnis“ für Adler erwerben, mit der der diese Industrieanlage jährlich an der landesweiten Tötung von bis zu 4.200 Weißkopfseeadlern  teilnehmen darf.  Auch die Fledermäuse sind sehr gefährdet.

Die sich drehenden Flügel von Windturbinen verursachen eine Sichtfehlfunktion und wirken sich außerdem durch die Infraschall-Emissionen negativ auf die Gesundheit der Menschen aus, die in ihrer Nähe leben müssen.

Im Mittelpunkt von Dr. Nina Pierponts (New Yorker Kinderarzt) Studie über die Auswirkungen von Windkraftanlagen in Nordamerika und Europa ist, dass Menschen durch niederfrequente Geräusche und Vibrationen von Windkraftanlagen durch ihre Ohrknochen betroffen sind, wie Fische und andere Amphibien. Eine längere Exposition kann bei anfälligen Personen zu einer Psychose führen.

Professor Arnold Wilkins, emeritierter Professor an der Abteilung für Psychologie der University of Essex, entdeckte 2008, dass Windkraftanlagen epileptische Anfälle und Anfälle auslösen können, wenn das Licht mehr als dreimal pro Sekunde flackert [entspricht 1 U/sec bei drei Flügeln]. Wind-Befürworter würden sagen, dass sich die Flügel normalerweise nicht so schnell bewegen. Ein Windpark kann jedoch dazu führen, dass mehrere Schatten je nach Sonnenstand schneller als die minimale Risikogeschwindigkeit flackern.

Wir dürfen nicht vergessen, dass Mineralien / Brennstoffe der Erde die Welt regieren, seit sie vor 200 Jahren die industrielle Revolution befeuert haben und immer noch mehr als 80 Prozent der Energieerzeugung tragen, siehe EIA Energy International Outlook 2018.pdf Wind und Sonne tragen derzeit weniger als drei Prozent zu unserem Energieverbrauch bei, und trotz dieser geringen Energiemenge haben wir ein erhebliches Maß an Umweltbelastung.

Es geht bei all dem nicht darum, Wind und Sonne generell abzulehnen, sondern sich über die falschen Wahrnehmungen der Medien und anderer Experten klar zu werden. Es ist lächerlich zu behaupten, dass tiefe Mineralien / -brennstoffe schmutzig sind, während Wind und Sonne sauber sind. So einfach ist es nicht.

Alle Energiequellen und -technologien haben ihre Auswirkungen, aber im Falle von Öl, Erdgas und Kohle haben sich im letzten halben Jahrhundert erstaunliche Verbesserungen ergeben. Sie sind viel sauberer und werden es immer mehr.

Es ist also an der Zeit, dass die Propagandisten „neuer Energien“ Ihre Ausdrucksweise bereinigen. Verwenden Sie das Wort „sauber“ nicht mehr, wenn Sie über Wind und Sonne sprechen. Da nun mehr Realitäten entlarvt wurden, passt dieser Begriff nicht mehr.

Hinweis: Clear Energy Alliance hat zu diesem Thema ein viereinhalb Minuten langes Video produziert. Hier ist der Link zum Video.

Gefunden auf cfact vom 31.03.2109

Übersetzt und zusammengestellt durch Andreas Demmig

https://www.cfact.org/2019/03/31/clean-energy-isnt-so-clean/




Unzuverlässige und ungenügende Versorgung ändert sich auch nicht, wenn weitere Wind- und Solarstromanlagen hinzugefügt werden.

Anbei  Gedanken zu der aktuellen Auswertung der gelieferten Strommengen im Januar 2019. Weiterhin hat der bereits vielen schon bekannte Herr Rolf Schuster, den Anstieg der installierten Nennleistung in den letzten Jahren genauer dargestellt und mit dem verglichen, was tatsächlich in das Netz eingespeist wird.

Wie sich die Kapazität der Windkraftanlage auf die Einspeiseleistung auswirkt, wird im folgenden Diagramm beschrieben. Es zeigt die installierte Leistung aller deutschen Onshore-Windenergieanlagen von 2014 bis 2018 und die tatsächlich eingespeiste Kapazität.

Rolf_Schuster_ Nennleistung vs Kapazität

Rolf Schuster, Abbildung 1: Ausbau der installierten Nennleistung von Windenergie und der tatsächlich in Deutschland eingespeisten Leistung.

Von Anfang 2014 bis Ende 2018 haben wir in Deutschland einen Ausbau der Windkraftanlagen – Nennleistung von 33.114 MW auf 52.422 MW (Zunahme 19.308 MW) (rote Linie über dem hellblauen Feld).

Die dunkelblauen, gezackten Spitzen stellen den Windstrom (-energie) dar, der tatsächlich eingespeist wurde. Zur besseren Vergleichbarkeit, zeigen die gelben Balken die durchschnittlichen Windstromkapazitäten und die durchschnittlichen Einspeisewerte für jedes Jahr. Wie man sieht, ist die Nennleistung der Windkraftanlagen (rote gepunktete Linie) jedes Jahr mehr oder weniger konstant gestiegen.

 

Mehr installierte Leistung, die Energieabgabe folgt dem Windaufkommen

[Aus den Werten von Rolf Schuster habe ich eine Tabelle erstellt, Demmig]

Windkraftanlagen in Deutschland 2014 2015 2016 2017 2018 2014 bis 2018
durchschnittlich installierte Nennleistung 35.869 MW 40.145 MW 43.736 MW 48.048 MW 51.358 MW
Zunahme der Nennleistung 4.276 MW 3.591 MW 4.312 MW 3.310 MW 15.489 MW
Zunahme der Nennleistung 11,92% 8,95% 9,86% 6,89% 43,18%
durchschnittlich verfügbare Abgabeleistung (auf 8670h) 5.718 MW 8.094 MW 7.550 MW 9.890 MW 10.478 MW
verfügbarer Anteil auf Nennleistung bezogen 15,94% 20,16% 17,26% 20,58% 20,40%
Zunahme der Abgabeleistung 2.376 MW -544 MW 2.340 MW 588 MW 4.760 MW
Zunahme der Abgabeleistung 41,55% -6,72% 30,99% 5,95% 83%

 

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Der Zubau (die Investition) in neue Windenergieanlagen beträgt von 2015 bis 2018 jährlich immer noch zwischen 3,3 GW bis 4,3 GW. Die verfügbare Einspeiseleistung bleibt zwischen 16% bis 20% relativ konstant, hängt jedoch von den Wetterbedingungen von Jahr zu Jahr ab und kann trotz Zubau sogar mal weniger werden. (Das die eingezeichnete „Leistungslücke“ in absoluten Zahlenwerten steigt, wenn der 100% Wert zunimmt, hat mit Mathematik zu tun, und nicht mit Windkraft. Eine „Leistungslücke“ ergibt sich, wenn der Bedarf an Strom größer ist, als die EE Lieferung. Dann muss ein Kraftwerk hochgefahren werden – näheres in der folgenden Grafik)

Die vorstehende Grafik nutzt DURCHSCHNITTSWERTE, aufs Jahr gerechnet – so als ob diese Wind-Kapazität ständig 100% verfügbar wäre.  Reale Stromlieferungen dieser Energiequelle sind jedoch weder konstant, noch sind Zeitpunkt und Menge voraussehbar (… die Antwort weiß allein der Wind), was bei feinerer Auflösung der gelieferten Energie deutlich wird.

Ergänzung: Offshore Windkraftanlagen haben durch das höhere Windaufkommen eine etwas höhere Abgabeleistung in Prozent der Nennleistung. Durch die „Umweltbedingungen“ auf See, werden die technischen Probleme größer.

Insgesamt verbessert sich die vorher beschriebene Situation nicht, im Gegenteil, die Auswirkungen auf ein Stromnetz werden noch schlimmer.

Wofür sind obige Daten nutzbar?

Aus diesen Durchschnittswerten kann die Größenordnung der Kosten für den (onshore) Windstrom, und damit ein Teil der EEG – Umlage bestimmt werden (offshore, Solar, Bio usw. kommt noch hinzu)

Ebenso kann aus den Werten der verfügbaren Abgabeleistung, die Rendite der Windkraft-Investoren abgeleitet werden.

 

Wind- und Sonnenstrom zusammen

Befürworter der Wind- und Sonnenenergie stützen sich immer auf beide Stromerzeuger, wenn behauptet wird, dass ein Industrieland wie Deutschland, damit in die Zukunft „transformiert“ wird.

Quelle: Rolf Schuster, Werte für Januar 2019.

Die obere horizontale Linie steht für die installierte Sonnen- und Windstrom-Nennleistung von 105.000 MW. Die blauen Felder zeigen den eingespeisten Windstrom, durch die gelben Spitzen des zusätzlichen Sonnenstroms „ergänzt“ (es ist Januar, kein Monat mit besonderem, lang anhaltendem Sonnenschein).

Am 25. Januar gab es eine Nacht, in der fast nichts von Wind und Sonne eingespeist wurde. Die installierte Leistung von 105.000 MW konnte nicht einmal an den deutschen Spitzenlastbedarf von 75.000 MW heranreichen. Tatsächlich kann die Leistung, die in Deutschland von Wind und Sonne eingespeist wird, in Echtzeit ohne Wind und Sonne gegen null gehen, wie die obige Grafik für Januar 2019 zeigt.

Ein weiteres starkes Beispiel ist der September 2017, hier nur Windstrom (weil der von unseren elektrotechnisch unwissenden Politikern als wesentlich angesehen wird).

Rolf Schuster, Wind-Germany-2017-Sep

Quelle: Rolf Schuster, Werte für September 2017, von www.vernunftkraft.de/ ,

Das dunkelblaue Feld ist die Leistung, die ins Netz eingespeist wurde. Im September 2017 brachte die 53.000 MW installierte Windkraft – Nennleistung tagelang fast nichts.

Wieder vorwärts zur Grafik für Januar 2019. Es wird deutlich, dass der Ausbau von Wind- und Sonnenstrom nichts für die Versorgungssicherheit eines Industrielandes bringt. Bei weiterem Ausbau vergrößern sich nur die „Spitzen“, das heißt, es wird immer schwieriger, die zuverlässigen Kraftwerke an-und-ab zu regeln, um den Verbrauchern – vor allem aber der Industrie, eine lückenlose Stromversorgung liefern zu können. Hochrechnungen wie: “wir brauchen noch x/y Zubau von Windkraftanlagen und Solarfeldern“ sind sinnlos, Pumpspeicher und Batterien bringen nur Tropfen an Energie.

Dipl.-Ing. Andreas Demmig

Hinweis:

Der über STT gefundene Bericht verlinkt über No Tricks Zone letztlich auf  MenschNatur.

Wegen der von mir als unkorrekt empfundenen Zusammenfassung von P. Gosselin, habe ich Ihnen obige Information selbst geschrieben. Ich empfehle Ihnen jedoch, die darüber hinausgehenden Überlegungen auf MenschNatur zu lesen. Allein wegen der Projektion: „was wäre, wenn es dreimal so viel Wind- und Sonnenstrom gäbe“.

Auch Vernunftkraft bringt eine sehr gute Beschreibung der Verhältnisse.




Bezahlung für Strom wird gekürzt – es wird nur das bezahlt, was beim Verbraucher ankommt

Diese wären andernfalls vermieden worden, wenn Australien einfach bei konventionellen Kraftwerken geblieben wäre und keine (zusätzlichen) Subventionen in Höhe von 60 Milliarden US- Dollar für intermittierende Wind- und Sonnenenergie rausgeschmissen hätte .

Jeder Student der Elektrotechnik im ersten Semester wird Ihnen sagen können, dass die Übertragung von Elektrizität über weite Entfernungen zu einem leicht zu berechenbaren Verlust der übertragenen Leistung führt. Je länger die Zuleitung, desto größer sind die Verluste.

Genau wie der Wert einer erstklassigen Immobilie von drei Dingen abhängt: Lage, Lage und die Lage, so ist auch ein nahegelegener Standort für die Übertragung des erzeugten Stromes am vorteilhaftesten.

[ja, Widerstände gegen Windparks nehmen mit kürzerer Entfernung überproportional zu. Das liegt aber an den in anderen Beiträgen bereits schon diskutierten negativen Auswirkungen, der Übersetzer]

In der Regel befinden sich herkömmliche Kraftwerke nahe genug bei den Abnehmern – so dass die damit verbundenen Übertragungsverluste relativ gering sind. Nicht so die rund 5.600 MW an Windkraft, die an das östliche australische Stromnetz angeschlossen sind.

Im östlichen Stromnetz angeschlossen sind die Windparks von 4 Bundesstaaten – Tasmanien, Südaustralien, Victoria und New South Wales – dies erstreckt sich von: Hornsdale im mittleren Norden, nach Westen bis Cathedral Rocks auf der unteren Eyre-Halbinsel und südlich von Millicent im Süden. Östlich von Südaustralien; bis nach Kap Portland (Musselroe) und Woolnorth (Cape Grim) in Tasmanien; überall in Victoria; und in Neusüdwales, am Broken Hill (Sliverton) im äußersten Westen und bis nach Glen Innes in den New England Ranges.

Es sind über 1.800 Turbinen in 80 Windparks (die von 20 bis 30 Turbinenclustern bis zur größten Sammlung von 140 Windturbinen in Macarthur in Western Victoria reichen) – sie erstrecken sich über eine geografische Ausdehnung von 961.335 km².

Dies ist eine Fläche, die das 4,19-fache der Gesamtfläche Englands (130.395 km²) Schottlands (78.387 km²) und Wales (20.761 km²) von 229.543 km² beträgt. Oder das 1,75-fache der 551.394 km², die Frankreich ausmacht. [Deutschland hat rund 350.000 km² Fläche]

Bislang hatten die Windkraft-Standorte keine finanziellen Folgen für die Betreiber, weil Wind- und Solarstrom bevorzugt behandelt wurden. Nachdem MLFs bereits in Australien angewendet werden, haben die Netzbetreiber die Faktoren neu kalkuliert, um nicht für Energie zu zahlen, die die Kunden nicht erreicht. Mit anderen Worten, Kunden sollten nicht für Energie zahlen müssen, die niemals geliefert wird.

Die Berechnung hängt von einer Reihe von Faktoren ab – von der Qualität und Länge der Stromleitung, dem Vorhandensein oder der Entfernung der lokalen Nachfrage und davon, wie viel andere Kraftwerke (Stromerzeuger) in demselben Gebiet liegen. Diese Schätzungen ändern sich jedes Jahr.

Vorhersagbar schreit die Windindustrie jedoch Zeter und Mordio. Ein weiterer Fall von „haben wollen“ und keine Verantwortung dafür.

 

Windstrom in Australien sieht geringere Einnahmen auf sich zukommen

Wind Power Monthly, David Weston, 8. März 2019

Windprojekte in Australien sehen sich mit einem Rückgang der Erlöse konfrontiert, nachdem sich die Marginal Loss Factors (MLF) [Übertragungs-Grenzverluste] für die Stromerzeuger des Landes für 2019-2020 geändert haben.

Die australische Energiemarktkommission (AEMC) hat ihren MLF-Entwurf für 2019-20 veröffentlicht.

MLFs stellen den Verlust von Elektrizität entlang von Übertragungskabeln und Stromleitungen als Folge von „Widerstandsheizung“ dar, erklärt der australische Energiemarktbetreiber (AEMO).

Der Faktor ist ein Prozentsatz der von einem Kraftwerk erzeugten Strommenge, die einen Endbenutzer erreicht. Generatoren werden für die gelieferte Strommenge bezahlt und nicht für die produzierte.

Ein reduzierter MLF – oder mehr Verluste im Übertragungsnetz – bedeutet weniger Einnahmen. MLFs werden jährlich von AEMO und AEMC festgelegt. AEMO sagte, die Zahlen seien Vorhersagen und könnten sich noch ändern.

Betroffen sind Kraftwerke aller Art. Es ist jedoch anzunehmen, dass Windstrom und Sonnenstrom stärker betroffen sind, da sie sich nicht in der Nähe von Lastzentren befinden, was eine größere Übertragungsdistanz bedeutet und einen höheren Verlust bedeutet.

Bei einigen Projekten, wie z. B. dem Silverton Wind Park des Australischen Energieanbieters AGL könnte der MLF-Wert von 1.0062 auf 0.799 sinken, was zu einer 20% geringeren Bewertung für die Endabnehmer und damit zu geringeren Projekterlösen führt.

Bei den meisten Wind- und Solarprojekten wird ein Rückgang der MLF um 5% prognostiziert, während nur wenige davon sich verbessern könnten.

Der Clean Energy Council (CEC) forderte eine Überprüfung des MLF-Systems, das nach seinen Angaben veraltet war und zukünftige Investitionen gefährden könnte, falls die Projektumsätze unklar bleiben.

„Die größte Herausforderung für die Branche besteht darin, dass wir in den letzten Jahren einen signifikanten und unerwarteten Rückgang der MLFs pro Jahr erlebt haben“, sagte Kane Thornton, Vorsitzender von CEC.

„MLFs stellen den Verlust von Energie dar, wenn sie von den Stromerzeugern über Masten und Leitungen zu den Kunden gelangt.

Während dies ein komplexes Thema ist, sind die Folgen einfach – eine unerwartete und unvorhersehbare Verringerung der Rentabilität von Wind-, Solar-, Wasserkraft- und Bioenergieprojekten im ganzen Land.

Die MLF-Methodik wurde vor über 20 Jahren etabliert und ist nicht mehr zweckmäßig. Eine umfassende und ganzheitliche Überprüfung der MLF durch die AEMC ist unerlässlich, ebenso wie Überlegungen, wie diese Volatilität [hier ~ unplanbare Einspeisung] kurzfristig kontrolliert werden kann.

Die Branche fordert die AEMC auf, diese Überprüfung so schnell wie möglich abzuschließen.

Das Thema unterstreicht auch die Notwendigkeit effizienter Investitionen in neue Masten und Leitungen, um das bestehende Netzwerk zu entlasten, das [mit weiteren Wind- und Solarparks] immer mehr überlastet wird. Dies bleibt eine der höchsten Prioritäten für unsere Branche “, fügte Thornton hinzu

AGL – Australian Gas and Light Company

Wind Power Monthly

 

Gefunden auf Stopthesethings vom 27.03.2019

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://stopthesethings.com/2019/03/27/wind-industry-pay-cut-whopping-transmission-losses-see-remote-wind-farm-revenue-slashed/