Möchten Sie zeitweise frieren oder im Dunkeln schwitzen? Dann gehen Sie einen Vertrag mit Wind und Sonne ein

Stopthesethings

Wenn Sie Ihren Strombedarf an die intermittierende Wind- und Solarenergie koppeln, hat das eine ganze Reihe von Konsequenzen. Nicht zuletzt kann es zu Stromausfällen kommen, wenn die steigende Nachfrage mit ruhigem Wetter und/oder Sonnenuntergang zusammenfällt. Ob es das wind- und solarbesessene Südaustralien oder Deutschland ist, die Ergebnisse sind unvermeidlich.

Der Krebs, der in South Australia begann – dem einzigen Bundesstaat Australiens, in dem es zu einem landesweiten (teilweise sogar tagelangem) Stromausfall und einer Reihe weiterer Ausfälle kam – hat sich über das Eastern Grid auf andere Bundesstaaten ausgebreitet, gefolgt von der Wind- und Solarbesessenheit SAs .

Das Team von Jo Nova skizziert eine sehr dunkle Zukunft für australische Stromverbraucher. Anschließend wenden wir uns einem Auszug aus einem Dokumentarfilm der Deutschen Welle zu, der eine ebenso düstere Zukunft für die Deutschen ankündigt.

 

Inzwischen in Panik: Der australische, nationale Netzmanager gibt zu, dass es zu Stromausfällen kommen wird.

Jo Nova Blog,Jo Nova, 2. September 2023

Wir stehen vor dem Abgrund eines radikalen Experiments mit unserem nationalen Stromnetz.

Die AEMO (Manager des australischen Stromnetzes) hat endlich den wichtigsten Bericht über die Probleme veröffentlicht, die in den nächsten zehn Jahren in unserem nationalen Stromnetz auftreten werden, und es ist schlimmer, als wir es noch vor sechs Monaten dachten. Sie verweisen beschönigend auf die kommenden „Zuverlässigkeitslücken“. Man hätte stattdessen „Blackouts“ sagen können, aber eine Lücke in der Zuverlässigkeit klingt viel schöner.

Bizarrer weise sprengt das erste Diagramm des 175-seitigen AEMO-Berichts ab 2027 die Skala und erreicht seinen mysteriösen Höhepunkt in einem unbekannten und unsichtbaren Bereich oberhalb der Skala. Und es werden danach weder Probleme noch Ereignisse für die nächsten fünfzig Jahre prognostiziert.

Und selbst die „Zuverlässigkeitslücken“, die wir sehen dürfen, sind offenbar ziemlich schlimm. Zwei Bundesstaaten dürften bereits im kommenden Sommer gegen die „vorläufige Zuverlässigkeitsmaßnahme“ verstoßen. Bereits am Tag nach Veröffentlichung des Berichts schreibt die AEMO „Zuverlässigkeitsreserven“ in Südaustralien und Victoria aus. Anscheinend wollen sie Angebote von Industrien, die zur Schließung bereit sind aber noch nicht auf der Liste stehen. Und sie wollen auch Stromreserven – unglaublich – und fragen sogar nach „kleinen Generatoren vor Ort“. Klingt das für Sie gut? Für mich hört es sich schlecht an.

Wie der Analyst Paul McArdle ruhig erklärt :

„Aufgrund der aktuellen Entwicklung stehen wir vor einer Welt voller Schmerzen. …die AEMO-Prognosen schauen ziemlich düster aus.“

Betrachten Sie Abbildung 1: Ein Jahrzehnt voller Stromausfälle steht bevor

Haben Sie jemals eine Grafik wie diese gesehen, in der die Maximalwerte verborgen sind? Im „zentralen Szenario“ der beschnittenen Grafik verschwinden „nur“ vier Bundesstaaten Australiens aus den Charts. Wie schlimm mag das ganze Bild aussehen …?

AEMO, ESOO, 2023. Grafig 1 zeigt die Zuverlässigkeitsprognose und die indikative Zuverlässigkeitsprognose für das ESOO Central-Szenario 2023. Diese Prognose berücksichtigt nur die Teilmenge bekannter Entwicklungen, die ein ausreichendes Engagement für die Inbetriebnahme im NEM gezeigt haben (Entwicklungen, die als zugesagt oder erwartet eingestuft sind), einschließlich angekündigter Stilllegungen. Sie berücksichtigt Projektabwicklungspläne, die möglicherweise langsamer sind, als von den Befürwortern empfohlen über beachtete Entwicklungs-, Genehmigungs- und Inbetriebnahme Notwendigkeiten.

[Der National Electricity Market ist eine Vereinbarung im australischen Elektrizitätssektor zur Verbindung der Stromübertragungsnetze der Bundesstaaten und Territorien im Osten und Süden Australiens, um einen bundesstaatenübergreifenden Stromgroßhandelsmarkt zu schaffen. Wikipedia (Englisch)]

Angesichts der Tatsache, dass Südaustralien einstmals  Dieselaggregate zur Notstromerzeugung einsetzte (von Flugzeugen abgeleitete Turbinen von General Electric) – könnten wir vielleicht Qantas Airlines fragen, ob sie einige Flugzeuge direkt an unser Stromnetz anschließen können?

(Die Regierung wird nicht zulassen, dass sie mehr Flüge anbieten, aber das bedeutet, dass sie ein paar Flugzeuge übrig haben müssen, die sie entbehren können.)

Ein Sprung zu Abbildung 43 deutet darauf hin, dass diese verborgenen Spitzen in Abbildung 1 in New South Wales und Victoria recht hoch sein könnten. Abbildung 43 zeigt dasselbe „zentrale Szenario“ wie Abbildung 1 – dieses Mal als gepunktete Linien – und wir dürfen etwas mehr von der Grafik sehen. Die y-Achse zeigt die gleiche erwartete unversorgte Energienachfrage (%), diesmal bis zu 0,007 %. Aber die Linien NSW (blau) und Victorian (grau) machen im Jahr 2027 das Moonshot-Ding. Sie steuern auf die Unendlichkeit oder eine Zahl zu, die die AEMO nicht grafisch darstellen wollte.

Die durchgezogenen Linien in Abbildung 43 sind die etwas besseren Szenarien, die Beiträge von CER  der „Consumer Energie Ressourcen“ (das sind Sie!) beinhalten. So sieht die Zukunft aus, mit mehr Hilfe von Dingen wie Sonnenkollektoren auf Dächern, Batterien in ihrem Heim und ihren Elektrofahrzeugen. Es ist auch das Beste, was wir mit DSP Demand Side Participation [Bedarfs-Unterstützung] erreichen können  – im Klartext sind das Leute, die auf ihren Strombedarf verzichten –  also Kunden, die dafür bezahlt werden, keine Kunden zu sein oder so.

Zehn verschiedene Möglichkeiten, ohne Strom auszukommen

Die AEMO verwendet das Wort Stromausfall nicht, aber sie kennt ein Dutzend andere Namen dafür, viele davon freiwillig oder subventioniert und in gewisser Weise im Voraus vereinbart. Auf dem Papier sieht „DSP“ viel besser aus, aber es bedeutet, dass jemand irgendwo keinen Strom hat, obwohl er ihn sonst genutzt hätte. DSP erhält im AEMO-Bericht 146 Erwähnungen, was uns eine Vorstellung davon gibt, dass Mini-Stromausfälle heute ein wesentlicher Bestandteil der Verwaltung eines sehr angeschlagenen Stromnetzes sind.

Zumindest kann DSP nur eine Unannehmlichkeit sein – die Leute müssen ihre Waschmaschine und ihren Poolfilter so programmieren, dass sie zur Mittagszeit laufen, was sich gut anhört – bis man in der Woche nur einen einzigen sonnigen Tag hat und sechs Ladungen Wäsche. In einer früheren Welt ohne „Zuverlässigkeitslücken“ würden Sie es bequemerweise am Vorabend von 17 bis 22 Uhr erledigen.

DSP ist ein Code für Leute, die in gewisser Weise bereit sind (oder dazu gezwungen werden), einen freiwilligen Mini-Blackout zu erleiden – und der Bericht weist darauf hin, dass der Hauptgrund für die Zunahme der DSP-Nutzung darin liegt, dass Strom jetzt teurer ist (Schicken Wind und Sonne doch eine Rechnung?). Die AEMO stellt fest: „Diese höheren Preise haben zu mehr Vorteilen für Kunden geführt, die an DSP-Programmen teilnehmen oder direkt auf Marktsignale reagieren.“ Tabelle 5 listet die Megawatt freiwilliger Stromausfälle auf, wenn die Preise auf 1.000, 5.000 und 7.500 US-Dollar je Megawattstunde steigen …

Jetzt, wo Alice in Downunderland lebt [Anspielung auf den Märchenfilm Alice im Wunderland], bedeutet teurerer Strom, dass Kunden mehr „Vorteile“ haben, wenn sie keinen Strom nutzen. Sehen Sie, wie das funktioniert? Nur die Wohlhabenden werden den Komfort von Strom haben, wann immer sie ihn wollen. Die Unterschicht wird auf dem Grill kochen und jeden Tag früher aufstehen, um die Waschmaschine zu programmieren und die Zeitschaltuhren für die Ladung der Elektroautos einzustellen.

Beunruhigender Weise prognostiziert die AEMO viel mehr freiwillige Stromausfälle:

Ertrinken in Komplexität

Die Botschaft in 42 Tabellen und 100 Abbildungen ist unausgesprochen, aber offensichtlich – das australische Stromnetz ertrinkt in Komplexität, es gibt so viele bewegte, unvorhersehbare Teile. Der Bericht modelliert die verschiedenen Möglichkeiten von geringem Regen, schwachem Wind, geringen Vorräten an fossilen Brennstoffen, Dürren, Hitzewellen und unerwarteten Ausfällen. Sie versuchen, einige Kombinationen und Permutationen mehrerer gleichzeitig auftretender Probleme zu modellieren. Ob wir jetzt Strom bekommen und uns leisten können, hängt von den Meeresströmungen im Pazifik ab, die niemand vorhersagen kann. Wir leben im Land der Dürre und der heftigen Regenfälle und hoffen, dass das Wetter schön wird.

Die AEMO beschwört deutlich, dass die Probleme zu bewältigen sind, siehe Abbildung 2, wenn wir nur mehrere 10.000 Kilometer Übertragungsleitungen durch Ackerland und Wälder bauen und dann noch mehr Windparks und Solarmodule aufstellen, zusammen mit vielen weiteren freiwilligen Stromausfällen“. Dazu die „Investitionen“ der Verbraucher (z.B. Heimbatterien) und planbare Stromkapazitäten (was könnte das sein?)

Der letzte Gedanke gilt den Vorhersagen für Südaustralien:

Bei einem „neutralen/unbekannten Klimaausblick“ besteht eine 84-prozentige Chance, dass es in Südaustralien diesen Sommer keine Stromausfälle geben wird. Es besteht jedoch eine Wahrscheinlichkeit von 16 %, dass einige auftreten, und diese dauern höchstwahrscheinlich 1 bis 3 Stunden und betreffen 5 bis 30 % der Region (was vermutlich „des Bundesstaates“ bedeutet). Es besteht jedoch eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass sie für bis zu 16 Stunden (verteilt auf beispielsweise vier verschiedene Nächte) die Hälfte des Staates stromlos lassen. Ich wette, sie beten, dass ihnen keine heiße Woche ohne Wind bevorsteht?

Aber selbst wenn es keinen Stromausfall gibt, werden noch mehr Menschen ihr Leben damit verschwenden, hohe und höhere Stromrechnungen zu bezahlen und Artikel darüber zu lesen, wie man Strom spart, wie man den Poolfilter neu programmiert, wie man das E-Bike oder den Kinderroller auflädt und wie man begonnene Brände löscht …

Stromprognosen, „Zuverlässigkeitsausfälle“ in South Australia, Zeitdauer der „blackouts“

Wenn das ein neutraler/unbekannter Ausblick ist, wie sieht es dann für einen langen, heißen Sommer aus?

Zum Schluss noch für die Daten-Nerds: Der Text, der offiziell zur obigen Grafik kommt:
Abbildung 22 zeigt ein Blasendiagramm der Verteilung der USE [ ~Energieausfall-Ergebnisse], die in Südaustralien für den Sommer 2023–24 bei einem neutralen/unbekannten Klimaausblick prognostiziert werden. Es umfasst die Gesamtausfalldauer und die durchschnittliche Tiefe in jeder Simulation

  • Die restlichen Simulationen, die zusammen eine Wahrscheinlichkeit von 16 % haben, werden durch die anderen Blasen im Diagramm dargestellt. Sollte es zu einer USE kommen, ist es am wahrscheinlichsten, dass sie zwischen einer und drei Stunden andauert und eine durchschnittliche USE-Größenordnung hat, die zwischen 5 % und 30 % des durchschnittlichen regionalen Bedarfs entspricht. Bei jedem Ereignis kann es während der Dauer des Ereignisses zu größeren Belastungen als im Durchschnitt kommen.
  • Es besteht eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass USE bis zu 55 % der durchschnittlichen regionalen Nachfrage oder bis zu 16 Gesamtstunden ausmacht, was über mehrere einzelne USE-Ereignisse, beispielsweise vier verschiedene Abende, erfolgen kann. Diese Ergebnisse stellen jeweils das Ergebnis einer einzelnen jährlichen Simulation dar, mit einer geschätzten Wahrscheinlichkeit von etwa 1 zu 4.000.

REFERENZEN

Der AEMO  2023 Electricity Statement of Opportunities (ESOO)-Bericht , ein 10-Jahres-Zuverlässigkeitsausblick, der den Entwicklungsbedarf für jeden Staat im National Electricity Market (NEM) aufzeigt. 31. August 2023

AEMO – Interim Reliability Reserves Ausschreibung 2023/24,  1. September 2023

Jo Nova Blog


Unterdessen ist in Deutschland eine überraschend ausgewogene Dokumentation der DW (Deutsche Welle) erschienen. Die DW ist ein meist linksgerichteter öffentlich-rechtlicher Sender. Es befasst sich mit den voraussichtlichen Folgen landesweiter Stromausfälle.

Stromausfall in Deutschland – Horrorszenario oder echte Möglichkeit?
YouTube, Deutsche Welle, 2. September 2023

Deutschland soll aus fossilen Brennstoffen aussteigen: keine Kohle, kein Gas, aber auch keine Kernkraftwerke. Stattdessen will die Regierung voll auf erneuerbare Energien setzen. Aber droht damit ein großer Stromausfall?

Deutschland erkennt allmählich, wo die Knackpunkte liegen. Nehmen Sie die Netzsicherheit: Diese lässt sich in einem Stromnetz mit nur wenigen Dutzend Großkraftwerken viel einfacher gewährleisten als in einem dezentralen Netz mit mehreren kleinen Stromerzeugern wie Dächern mit Solaranlagen oder Windkraftanlagen. „Mittlerweile geht es darum, fast täglich mehrmals einzugreifen, um die Netzsicherheit zu gewährleisten“, sagt der Sprecher eines großen Netzbetreibers. Wenn die Netzsicherheit nicht mehr aufrechterhalten werden kann, droht plötzlich ein flächendeckender Stromausfall.

Ein weiteres Problem ist die Zuverlässigkeit. Da die Sonne nicht immer scheint und der Wind nicht immer weht, kann es sein, dass an bestimmten Tagen und zu bestimmten Jahreszeiten zu wenig Strom zur Verfügung steht. Dadurch besteht auch die Möglichkeit unvorhergesehener Stromausfälle. Eine mögliche Abhilfe könnte die Stromspeicherung sein.

Es gibt viele verschiedene Ideen, wie man Energie sicher speichern kann, um Stromlücken in der erneuerbaren Energieversorgung zu schließen: Pumpspeicherkraftwerke, Wasserstoffspeicher, riesige Batterien. Doch wenn es diese Technologien überhaupt gibt, dann nur in sehr geringem Umfang: Die aktuelle Speicherkapazität in Deutschland beträgt 40 Gigawattstunden – genug, um das Land bis zu 60 Minuten lang zu versorgen. Und wenn immer noch kein Wind weht und die Sonne immer noch nicht scheint? Hat die Politik einen Plan, Deutschland mit ausreichend Energie zu versorgen, um einen drohenden Blackout abzuwenden? Dies sind einige der Schlüsselfragen, die in diesem Dokumentarfilm untersucht werden. Das Fehlen eines Kommentars zu Deutschlands verrückter Schließung seiner Kernkraftwerke scheint ein eklatantes Versäumnis zu sein.

 

Totaler Stromausfall: Realistisches Szenario oder Panikmache? | DW Nachrichten

18.12.2021 

Trinkwasser ist nicht mehr verfügbar, der Krankenhausbetrieb bricht zusammen, Menschen kommen nicht an ihr Geld – die verheerenden Folgen eines längeren und flächendeckenden Stromausfalls sind Stoff von Büchern und Filmen. Aber wie realistisch ist so ein Szenario? „Es war kurz vor der Angst“, sagt Energie-Experte Prof. Harald Schwarz über den letzten schweren Störfall im Januar 2021 in Europa – und erklärt, warum die Stromversorgung in Zukunft in Deutschland nicht unbedingt jederzeit gesichert ist.

  • Zitat: Einleitung zum Video, Deutsche Welle auf YouTube

https://stopthesethings.com/2023/09/19/want-time-freezing-or-boiling-in-the-dark-keep-backing-wind-solar/

Übersetzt durch Andreas Demmig

 




Offshore-im-freien Fall: Diese Realität mag die Windindustrie gar nicht

Stopthesethings

Aufbauend auf Mythen und Lügen und nur auf Subventionen basierend, konnte die Windindustrie nie von Dauer sein. Setzen Sie ein falsches Geschäftsnarrativ und am Ende kommt die wirtschaftliche Realität herein wie eine Panzerdivision auf Steroiden. Schönende Propaganda führt nicht immer zu Gewinnen.

Beginnen Sie mit der Geschichte, dass Windenergie die günstigste Energie überhaupt sei, fügen Sie die Zeile über Windkraftanlagen hinzu, die 25 Jahre halten und nur mit einem öligen Lappen gewartet werden. Außerdem müssen Sie sich standhaft weigern anzuerkennen, dass dies überhaupt der einzige Grund ist, warum Sie im Geschäft sind Es gibt riesige und (vermutlich) endlose Subventionen.

Jede dieser Prämissen wurde in der jüngsten Angebotsrunde der britischen Regierung zum Kauf von gelegentlichem Strom aus Offshore-Windkraftanlagen im Rahmen von Festpreisverträgen mit einer Laufzeit von 15 Jahren als mythischer Unsinn entlarvt. Keiner der üblichen Verdächtigen gab ein Gebot ab, aus Gründen, die das Team von Jo Nova erläutert.

 

„Größte Katastrophe im Bereich saubere Energie seit Jahren“ – Die britische Regierung verkauft Windrechte, und niemand will sie haben.
Jo Nova Blog, Jo Nova, 12. September 2023

Das düstere Jahr für die Windenergie geht weiter.

Windenergie ist so günstig und profitabel, dass Investoren letzte Woche die jährliche britische Auktion zum Bau industrieller Windkraftanlagen in den Ozeanen rund um Großbritannien aufgegeben haben. Niemand wollte Geld für den Bau von offshore Windräder auszugeben, obwohl die Strompreise brennend hoch sind. Anscheinend sind die Preise für den Bau der Maschinen zur Sammlung und Übertragung unregelmäßiger Energie geringer Dichte nicht „kostenlos“ wie der Wind. Selbst nach jahrzehntelangen Fortschritten kosten heilige grüne Elektronen immer noch viel mehr als vom Krieg heimgesuchte Elektronen aus fossilen Brennstoffen.

Der freie Markt hat gesprochen und „Nein“ gesagt.

Auch der Guardian berichtet, für diese war es natürlich die alleinige Schuld der Regierung. Das und die gefürchtete Hand der Inflation. Es ist so unfair:

 

„Größte Katastrophe bei sauberer Energie seit Jahren“: Britische Auktion sichert keine Offshore-Windparks

The Guardian, Jillian Ambrose

Allgemein rechnete man mit mangelndem Interesse, nachdem die Regierung Warnungen vor steigenden Kosten nicht beachtet hatte.

Keines der Unternehmen, die große Offshore-Windparks in britischen Gewässern bauen wollten, nahm an der jährlichen Auktion der Regierung teil, bei der Aufträge zur Erzeugung alternativen Stroms für 15 Jahre zu einem festgelegten Preis vergeben werden.

Die Unternehmen hatten die Minister wiederholt gewarnt, dass der Auktionspreis für die Teilnahme von Offshore-Windparks zu niedrig angesetzt sei, nachdem die Kosten in diesem Sektor aufgrund der Inflation in ihren Lieferketten um etwa 40 % gestiegen seien.

Matt Ridley erklärte, was wirklich passiert ist:

 

Strom aus Wind ist nicht billig und wird es auch nie sein.

The Telegraph

Bei der jüngsten Versteigerung von Rechten zum Bau von Offshore-Windparks gab es trotz höherer subventionierter Preise keine Angebote. Das allein deutet darauf hin, dass Wind nicht billig ist oder immer billiger wird.

Der eigentliche Grund für das mangelnde Interesse an der Auktion liegt jedoch darin, dass die Bieter zum ersten Mal nicht die Freiheit haben, von ihren Geboten zurückzutreten, wenn es ihnen passt. In der Vergangenheit konnten sie niedrige Angebote unterbreiten, sich damit rühmen, dass sie günstig seien, und dann später den höheren Marktpreis in Rechnung stellen. Die Regierung hat ihren Bluff endlich aufgedeckt und muss zugeben, dass die Strompreise höher sein müssen, damit sich Windparks lohnen.

Die Kosten für die Subventionierung von Windenergie sind enorm. Hinzu kommen noch die Kosten für die Netzanbindung von abgelegenen Windparks bis zu den Wohnorten der Menschen. Und die Kosten für den Netzausgleich und die Unterstützung des Windes durch Gaskraftwerke für die Zeiten, in denen der Wind nachlässt. Und die Kosten für die Bezahlung von Windparks, für Abschaltungen und nicht gelieferten Strom, wenn an windigen Tagen das Netz die Leistung nicht aushält.

Und doch beklagt die Windindustrie, dass die heutigen hohen Strompreise nicht hoch genug seien und sie ohne weitere Subventionen den Bau stoppen würden

 

Die wahren Kosten für die Einspeisung von Windenergie in das Stromnetz wurden bei komplexen Plänen stets verborgen.

Es ist eine Katastrophe
Im Guardian wurde diese Auktion als „katastrophal“ beschrieben, daher wissen wir, dass es eine gute Nachricht ist:

Sam Richards, der Gründer und Kampagnenleiter von Britain Remade, der sich für Wirtschaftswachstum in Großbritannien einsetzt, sagte, das „katastrophale Ergebnis“ der Auktion sei „das direkte Ergebnis der Selbstgefälligkeit und Inkompetenz der Regierung“.

Die Regierung hat nicht auf die Branchenvertreter gehört:

Brancheninsider sagten, dass die drei Offshore-Windenergieentwickler, die hinter diesen Plänen standen – SSE, ScottishPower und das schwedische Unternehmen Vattenfall – gezwungen waren, an der Ausschreibung nicht teilzunehmen, nachdem die Minister sich geweigert hatten, ihre Warnungen zu beherzigen.

Hätte die Regierung nun auf Exxon gehört, wäre das ein Beweis für den planetenzerstörenden Einfluss der großen Ölkonzerne gewesen, aber da die Regierung nicht auf die großen Unternehmen der alternativen Energien gehört hat, war sie inkompetent gewesen.

Die Lage ist so schlimm, dass die Windindustrie sogar aktuelle halbfertige Projekte aufgibt:

Die Warnungen der Branche verschärften sich, nachdem Vattenfall im Juli bekannt gab, dass das Unternehmen die Arbeiten am milliardenschweren Windpark Norfolk Boreas einstellen werde , weil steigende Kosten ihn nicht mehr rentabel machten.

Anscheinend hätte die britische Regierung mehr Geld von den Bürgern nehmen oder die Strompreise für die Kunden erhöhen sollen, um „kostengünstige Energie zu liefern“, was auch immer das ist:

Keith Anderson, Vorstandsvorsitzender von ScottishPower, sagte: „Dies ist eine verpasste Chance in Höhe von mehreren Milliarden Pfund, kostengünstige Energie für Verbraucher bereitzustellen, und ein Weckruf für die Regierung.

Diese „Low Cost Energy“ bezieht sich scheinbar auf einige mythische elektrische Kilowattstunden, die nur in wissenschaftlichen Berichten auftauchen, aber nicht auf den Stromrechnungen der Verbraucher.

 

NetZeroWatch fragt, ob dies ein Meilenstein für alternative Energien sei

08. September 2023:

Die Regierung hat heute die Ergebnisse der fünften Auktion von Contracts for Difference (CfD) für die Stromerzeugung aus alternativen Energiequellen bekannt gegeben. Es war ein Misserfolg und könnte einen Meilenstein für die Politik im Bereich der alternativen Energien darstellen.

Lediglich 3,7 GW an neuer Nenn-Kapazität wurden erfolgreich beworben, hauptsächlich durch kleine Projekte, verglichen mit fast 12 GW im letzten Jahr. Es gab keine Ausschreibungen für Offshore-Windenergie, dem Flaggschiff Großbritanniens für alternative Energien.

Die Teilnehmer der Auktion bieten auf garantierte Preise, die unterhalb einer von den Ministern vor der Auktion festgelegten Obergrenze liegen. Die Obergrenze für Offshore-Windenergie wurde auf 44 £/MWh festgelegt (in Preisen von 2012 entspricht das heute etwa 70 £/MWh). Dies ist höher als bei erfolgreichen Ausschreibungen in der Vergangenheit, dennoch sah sich kein Windparkentwickler in der Lage, zu diesem Preis zu bieten. Behauptungen der Windindustrie, dies sei auf steigende Preise zurückzuführen, sind unglaubwürdig – CfD-Verträge sind indexgebunden.

Die Kosten für Offshore-Windenergie in Großbritannien sind nicht dramatisch gesunken, wie die Branche behauptete. Überall auf der Welt steckt die Windindustrie aus den gleichen Gründen in Schwierigkeiten; Die Kosten bleiben hoch und es sind hohe Subventionen erforderlich, um Investoren zu anzulocken.

Andrew Montford, Direktor von Net Zero Watch, sagte:

Die Regierung scheint die Gerüchte um sinkende Kosten für Offshore-Windenergie geglaubt zu haben und hat eine niedrige Obergrenze für neue Verträge festgelegt, womit sie den Bluff der Windindustrie aus Versehen aufdeckt.

Jo Nova Blog

https://stopthesethings.com/2023/09/18/offshore-freefall-wind-industry-faces-economic-reality-and-doesnt-like-it/

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Im Original hat STT hier auf Bilder eines vor der Küste Dänemarks umgekippten Windrades verlinkt, Offshore-Windpark Nysted südlich von Lolland.

https://folketidende.dk/lokal-nyt/vaeltet-vindmoelle-set-fra-luften

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Übersetzt durch Andreas Demmig

 




Halfway to Hell: Die Wind- und Solarwende zerstört die deutsche Wirtschaft

Stopthesethings

Mit zunehmender Wind- und Solarkapazität diffundiert die einst florierende deutsche Wirtschaft ins Unbedeutende. Und es ist der plötzliche und dramatische Einbruch der deutschen Industrieproduktion, der es dem Wind- und Sonnenkult ermöglicht hat, den „Sieg“ zu verkünden, mit der Behauptung, dass Deutschland 50% seines Stroms aus „ alternativen“ Quellen beziehe. Hinter der Übertreibung steckt u.a. die Tatsache, dass der Großteil der durch sogenannte „ alternative Energien“ erzeugten Energie aus „Biomasse“ stammte, also Holz, das aus den schrumpfenden Wäldern Deutschlands gewonnen wurde.

Der andere Grund dafür, dass Deutschland die 50-Prozent-Grenze für „ alternative“ Energien durchbricht, ist die Tatsache, dass die rückläufige Wirtschaft insgesamt zu einer geringeren Nachfrage nach Strom führt.

Deutsche Haushalte und Unternehmen leiden bereits unter Europas höchsten Strompreisen – und es ist noch schlimmeres zu erwarten, –  und es ist wahrscheinlich, dass weitere Unternehmen schließen. Wer kann, ist auf der Suche nach billiger Energie und besichtigt bereits mögliche Standorte im Ausland. Viele deutsche Unternehmen wie  BASF, Wacker  und  Siltronic sind bereits geflohen und haben sich in Orten wie Singapur und den USA niedergelassen, ein Prozess, der vor über einem Jahrzehnt begann .

Francis Menton wirft einen Blick auf die Wahrheit hinter den Zahlen.

 

Herzlichen Glückwunsch an Deutschland, für mehr als 50 % Strom aus „ alternativen Energien“!

Manhattan Contrarian, Francis Menton, 29 August 2023

Auf dem Weg zu Netto-Null-CO2-Emissionen aus der Energienutzung besteht der wichtigste erste Schritt darin, Kohlenwasserstoff [fossile] basierende Brennstoffe aus der Stromerzeugung zu eliminieren und sie durch die magischen „ alternativen“ Energien zu ersetzen. Zumindest wird uns das gesagt. Sobald die Stromerzeugung frei von fossilen Brennstoffen ist, kann der gesamte Energieverbrauch auf Elektrizität umgestellt werden, ohne dass es zu den angeblich schädlichen Emissionen kommt. Voilà – Netto-Null!

Aber irgendwie scheint in den Ländern, die versucht haben, diesen Weg mit Windkraftanlagen und Solarpaneelen zu gehen, der Vorstoß, mehr Strom aus „ alternativen Energien“ zu erzeugen, bei etwa 40 – 45 % ins Stocken zu geraten. (Einige kleine Länder mit viel Wasserkraft erhalten höhere Prozentsätze, indem sie die Wasserkraft als „erneuerbar“ zählen.) Die o.g. Länder bauen zwar immer mehr Solarpaneele und Windturbinen, aber irgendwo in den 40er Prozenten scheint sich der Anteil, den diese Einrichtungen zur Stromerzeugung beitragen, einfach nicht mehr sehr zu verändern.

Und deshalb ist es so spannend, dass Deutschland im ersten Halbjahr 2023 endlich die 50-Prozent-Marke durchbrochen hat und als erstes bedeutendes Land mit wenig Wasserkraft mehr als die Hälfte seiner Stromerzeugung aus „ alternativen Energien“ bezieht. Mit einer einfachen Internetsuche können Sie eine große Anzahl von Nachrichtenquellen finden, die großartige Neuigkeiten verbreiten.

Hier einige Beispiele: Reuters, 27. Juni ( „Der Anteil  alternativer Energien am deutschen Stromverbrauch steigt im ersten Halbjahr auf 52,3 %“ ); Fraunhofer, 3. Juli ( „Deutsche Nettostromerzeugung im ersten Halbjahr 2023: Rekordanteil  alternativer Energien von 57,7 Prozent“ ); Clean Energy Wire, 27. Juni ( „ alternative Energien deckten im ersten Halbjahr 2023 mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs“ ); und Solar Quarter, 5. Juli ( „Deutschland erreicht Rekordanteil von 57,7 %  alternativer Energien an der Nettostromerzeugung im ersten Halbjahr 2023“ ). Warum die genauen Prozentsätze von Artikel zu Artikel ein wenig variieren, kann ich nicht erklären; aber sie liegen alle mindestens etwas über der Schlüsselzahl von 50 %.

Deutschland ist also sicherlich weiterhin Vorreiter bei der grünen Energiewende. Sicherlich hat Deutschland seine Idee, dass der Weg zu Netto-Null über den Bau von immer mehr Solarpaneelen und Windturbinen führt, nur noch beschleunigt. Eine Website namens Renewable-Energy-Industry.com stellt Daten zu Zubauten der deutschen Wind- und Solarkapazität allein im ersten Halbjahr 2023 zusammen: „Rekordzugänge in Deutschland: 8.000 MW neue Wind- und Solarkapazität im ersten Halbjahr 2023.“ ” :

Insbesondere die Solarenergie boomt in Deutschland. Allein von Januar bis Juni 2023 entstanden rund 465.000 neue Solaranlagen mit 6.500 MW Nennleistung . . . sind in Betrieb gegangen und produzieren Strom, mehr als je zuvor in einem halben Jahr. . . . Im ersten Halbjahr 2023 gingen knapp 350 neue Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von rund 1.750 MW in Betrieb. . . .

Die Erweiterung der Erzeugungskapazität um 8.000 MW in nur sechs Monaten ist ein enormer Zuwachs in einem Land, in dem der Spitzenstromverbrauch weniger als 85.000 MW (oder 85 GW) beträgt.

Demmig, Solaranlage auf dem Straßenbahn Depot, aktuelle Lieferung an einem trüben Vormittag (Anlage in Betrieb seit 10/2002)

Sind es diese großen Kapazitätserweiterungen, die Deutschland über die 50-Prozent-Schwelle bringen konnten? Wenn Sie sich den oben verlinkten Artikel von Reuters genau ansehen, werden Sie leider zu einem ganz anderen Verständnis gelangen. Es zeigt sich, dass der Anteil des Stroms aus  alternativen Energien in Deutschland nicht deshalb gestiegen ist, weil die Produktion von Strom aus  alternativen Energien gestiegen ist, sondern weil die deutsche Wirtschaft schrumpft. Nach jahrzehntelangen Bemühungen, Hunderten von Milliarden Euros an Subventionen und stark gestiegenen Strompreisen für Verbraucher, bleibt der Beitrag von Wind- und Solarenergie zur deutschen Wirtschaft nahezu unbedeutend.

Trotz aller neuen Solar- und Windkraftanlagen ist die Stromproduktion aus diesen Quellen in Deutschland in letzter Zeit eher rückläufig als gestiegen. Hier ist die Geschichte für das erste Halbjahr 2023, aus dem oben verlinkten Reuters-Artikel:

… alternative Energien machten mit 137,5 TWh 51,7 % der Gesamtproduktion aus, ein Anstieg gegenüber 46,4 % im ersten Halbjahr 2022, obwohl die Produktionsmengen von Ökostrom um 0,6 % zurückgingen.

Die 137,5 TWh Strom, die Deutschlands „ alternative“ Anlagen im ersten Halbjahr 2023 produzierten, sind ein lächerlicher Prozentsatz ihrer vermeintlichen theoretischen Kapazität. Eine Grafik bei Clean Energy Wire zeigt hier an, dass Deutschlands Erzeugungskapazität für Solarenergie sowie Onshore- und Offshore-Windenergie im Jahr 2022 130,8 GW beträgt. (In einem Land mit nur etwa 85 GW Spitzenverbrauch!). Rechnet man die neuen 8 GW Kapazität hinzu, die im ersten Halbjahr 2023 hinzugefügt wurden, hätte man 138,8 GW Wind- und Solarkapazität oder 602,9 TWh Kapazität (138,8 x 24 x 181) für die 181 Tage von Januar bis Juni 2023. Das würde bedeuten, dass die Wind- und Solaranlagen zusammen in diesem Zeitraum nur 22,8 % der Nenn-Kapazität produzierten.

Wenn also die Stromproduktion aus „ alternativen Energien“ tatsächlich zurückgegangen wäre, wie hätte dann der Anteil der Stromproduktion aus „ alternativen Energien“ von 46,4 % auf 51,7 % der Gesamtmenge steigen können? Ganz einfach – die Produktion aus allen anderen Quellen (fossile Brennstoffe und Kernkraft) ging dramatisch zurück:

Konventionelle Energiequellen – Atomkraft, Kohle, Erdgas und Öl – lieferten zusammen 128,4 TWh, ein Rückgang gegenüber 160,0 TWh im Vorjahr.

Man konnte [oder musste] die herkömmlichen Generatoren weniger laufen lassen, weil der Strombedarf nicht vorhanden war:

Der Rückgang der konventionellen Produktion spiegelte den Ausstieg aus der Kernenergie Mitte April und die Produktionskürzungen der Betreiber wider, um der schwachen Nachfrage gerecht zu werden. [schließlich bekommen die Erzeuger zuverlässiger Energie keine Vergütung für nicht gelieferten Strom – der Übersetzer]

Die Änderung von 160,0 TWh auf 128,4 TWh aus konventionellen Quellen, ist rechnerisch ein Rückgang um 19,75 %. Und das in einem Jahr ist ziemlich enorm. Wie kann es nun sein, dass es in Deutschland zu einem so enormen Rückgang der Stromnachfrage kommt? Schauen Sie sich vielleicht den großen Artikel auf der Titelseite des heutigen Wall Street Journal an: „Deutschlands schrumpfende Wirtschaft löst einen Kampf um Lösungen aus.“ (andere Überschrift online). Es stellt sich heraus, dass der Weltmarktführer bei der angeblichen „grünen Energiewende“ auch in der einzigartigen Lage ist, eine Wirtschaft zu haben, die schrumpft, und zwar nicht nur geringfügig:

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds wird Deutschland im Jahr 2023 [und 2024?] die einzige große Volkswirtschaft der Welt sein, die schrumpfen wird, und selbst das mit Sanktionen belegte Russland wird ein Wachstum verzeichnen.

 

Der WSJ-Beitrag geht auf eine Reihe von Faktoren ein, die möglicherweise zur schrumpfenden Wirtschaft beitragen. Doch selbstverschuldete hohe Energiepreise werden immer wieder genannt:

Energiekosten stellen [nicht nur] Branchen wie die Chemie vor eine existenzielle Herausforderung. . . . Die Energiepreise in Europa sind seit dem Höchststand des letzten Jahres gesunken, da die EU-Länder sich bemühten, russisches Gas zu ersetzen. Aber die deutsche Industrie muss sich mit immer noch höher steigenden Kosten auseinandersetzen, als ihre Konkurrenten in den USA und Asien.

Und werden diese massiven Investitionen Deutschlands in die Stromerzeugung aus Windkraft und Solarenergie inzwischen tatsächlich größere Fortschritte im Gesamtmarkt für Primärenergie im Land machen? Hier ist eine äußerst aufschlussreiche Grafik, ebenfalls von Clean Energy Wire , mit Daten aus dem Jahr 2022:

In der Kategorie „ alternative Energien“ für alle Primärenergien (nicht nur Strom) erfahren wir, dass sie „Biomasse“ als „ alternative Energie“ einschließen. Wahrscheinlich handelt es sich dabei hauptsächlich um Holz, das zum Heizen von Häusern verwendet wird, und es handelt sich kaum um eine kohlenstofffreie Quelle. Die aus der „Biomasse“ erzeugte Energiemenge liegt mit 1.040 PJ und 8,8 % der Primärenergie weit über der Summe aus Wind und Sonne (713 PJ und 6,0 % der Primärenergie).

Es stellt sich heraus, dass das ganze Mantra „mehr als 50 % aus  alternativen Energien“ nur für Strom gilt (weit weniger als die Hälfte des Primärenergieverbrauchs). Und anstatt den Fortschritt der mythischen Wind- und Solarenergie darzustellen, ist das Ganze nur das Artefakt einer schrumpfenden Wirtschaft, die größtenteils durch den destruktiven Ausbau der Wind- und Solaranlagen selbst verursacht wird. Die deutsche Regierung und Lobbyisten zerstören ihre Wirtschaft und haben seit zwei Jahrzehnten fast nichts vorzuweisen außer, dass sie Hunderte Milliarden euro in die nutzlosen Wind- und Solarparks investiert haben.

Manhattan Contrarian

https://stopthesethings.com/2023/09/26/halfway-to-hell-wind-solar-transition-destroying-german-economy/

Übersetzt durch Andreas Demmig

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Zum Thema

Einigung in der Bundesregierung

Windräder dürfen künftig näher an Radaranlagen gebaut werden

06.04.2022, 08.21 Uhr

…. Die Einigung sieht konkret vor, dass bei der Funknavigation für die Luftfahrt, die Anlagenschutzbereiche verkleinert werden – von derzeitigem Radius von 15 Kilometern auf fünf bis sieben Kilometer zu Windenergieanlagen. Bei den 17 Wetterradaren, die vom Deutschen Wetterdienst betrieben werden, sollen die Abstände von 15 auf fünf Kilometer verkleinert werden.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/windkraft-windraeder-duerfen-kuenftig-naeher-an-radaranlagen-gebaut-werden-a-eeae2f31-212f-4d43-ae14-d556eb4bb255

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NRW

Potenzialstudie: Genügend Flächen für Windstrom-Ausbau

Freitag, 8. April 2022 – 16:39 Uhr, von dpa [Text stark gekürzt – der Übersetzer]

In Nordrhein-Westfalen stehen laut einer neuen Studie bis 2030 genug Flächen zur Verfügung, um die Kapazität für die Windstrom-Erzeugung um mehr als auf das Doppelte auszubauen. Derzeit beträgt die Kapazität 6,5 Gigawatt,  unter bestimmten Bedingungen sind bis zu 16,4 Gigawatt Windenergieleistung möglich, so das Landesumweltamt.

Dafür braucht es Anpassungen im Planungsrecht,

    • Windräder auf Kahlflächen in Wäldern
    • Derzeitiger Mindestabstand von 1000 Metern zu den meisten Wohngebäuden.
    • In dem „Leitszenario“ werden 59 600 Hektar (1,7 Prozent) Fläche in NRW für geeignet gehalten..
    • Geplanter Ausbau auf 12 Gigawatt Kapazität bis 2030 – erfordert doppelt so viel p.a.
    • Bei einem Abstand von 720 Meter zu jedem Wohngebäude in NRW, würde sich die Potenzialfläche im „Leitszenario“ um weitere 25 000 Hektar vergrößern.
    • Windenergie-Ausbau auch an Waldstandorten komme für den Nabu nur als letzte Option in Frage. Zuerst müssten alle Flächenpotenziale in bereits intensiv genutzten Landschaftsräumen voll ausgeschöpft werden. Die Landesregierung müsse als wichtigste Stellschraube für den Ausbau die 1000-Meter-Abstandsregelung zur Wohnbebauung abschaffen.

https://www.mv-online.de/in-und-ausland/nrw/potenzialstudie-genuegend-flaechen-fuer-windstrom-ausbau-529473.html

 

 




Bidens Plan, Amerikaner in Elektrofahrzeuge zu zwingen, steht unter Beschuss von allen Seiten

„Es gibt nichts typisch Amerikanisches als die Freiheit der offenen Straße, und diese wichtige Gesetzgebung schützt die Freiheit aller Amerikaner, die Fahrzeuge ihrer Wahl zu fahren“ John Patrick Joyce, US-amerikanischer Politiker (Republikanische Partei)

Nick Pope Mitwirkender

Der Vorstoß von Präsident Joe Biden für Elektrofahrzeuge (EV) wird diese Woche im Kongress, in Gerichtssälen und an einem Gewerkschaftsverhandlungstisch von allen Seiten erheblich angegriffen.

Die Biden-Regierung beabsichtigt, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor schrittweise vom Markt zu nehmen, mit dem Ziel, dass Elektrofahrzeuge bis 2030 mindestens 50 % aller Neuwagenverkäufe ausmachen. Nach 2030 sollen die Behörden noch ehrgeizigere Ziele verfolgen Der Vorstoß der Regierung für Elektrofahrzeuge steht vor großen Herausforderungen im Kongress, vor den Gerichten und bei Vertragsverhandlungen zwischen der United Auto Workers (UAW) und den „Großen Drei“ der amerikanischen Automobilhersteller, die die Fortschritte der Regierung bei der Umgestaltung des amerikanischen Automarkts zunichtemachen könnten.

Das Repräsentantenhaus wird am Donnerstag über den Preserving Choice in Vehicle Purchases Act [Gesetz zur Wahrung der Wahlfreiheit beim Fahrzeugkauf] abstimmen, der nach jetziger Formulierung den „Clean Air Act“ ändern würde, um die Abschaffung des Verkaufs von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu verhindern. Kalifornien erhält im Rahmen des Clean Air Act Ausnahmeregelungen, die es dem Staat ermöglichen, bei den Abgasvorschriften der Fahrzeuge strengere Standards als die Bundesstandards festzulegen. 17 weitere Bundesstaaten sind dem Beispiel Kaliforniens in Bezug auf diese Standards gefolgt, so die Washington Post.

Die Gesetzgebung würde die Environmental Protection Agency (Umweltbehörde EPA) daran hindern, künftig Ausnahmegenehmigungen zu erteilen. Auch würde die EPA dazu gezwungen, alle seit Januar 2022 erteilte Ausnahmegenehmigungen aufzuheben, die „direkt oder indirekt den Verkauf oder die Nutzung neuer Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren einschränken würden“. “, heißt es im Gesetzestext.

Die EPA schlug im April strenge Abgasnormen vor, die amerikanische Autohersteller faktisch dazu verpflichten würden, dass ihre Neuwagenflotten nach dem Modelljahr 2032 zu 67 % aus Elektrofahrzeugen bestehen. Im August 2022 kündigte Kalifornien ein Verkaufsverbot für neue Benzin betriebene Fahrzeuge nach 2035 an. Eine Politik, zu der sich laut CNET auch acht andere Staaten verpflichtet haben .

„Das Letzte, was meine Wähler wollen, ist ein weiteres repressives Mandat der Biden-Regierung, das eine radikale Umweltagenda und linksextreme Sonderinteressen über ihre individuellen Freiheiten stellt“, sagte der republikanische Abgeordnete John Joyce aus Pennsylvania, der den Gesetzentwurf eingebracht hatte, gegenüber der Daily Caller News Foundation. „Es gibt nichts typisch Amerikanisches als die Freiheit der offenen Straße, und diese wichtige Gesetzgebung schützt die Freiheit aller Amerikaner, die Fahrzeuge ihrer Wahl zu fahren.“

Bidens EV-Vorstoß steht mit den hitzigen Vertragsverhandlungen der United Auto Workers (UAW) mit den „Großen Drei“ [General Motors Company (GM), Stellantis (STLA), früher Fiat Chrysler, und Ford Motor Company (F)],  vor einer weiteren Herausforderung. Die Gewerkschaft hat eine Frist für einen neuen Vertrag festgelegt, die am Donnerstag um Mitternacht ablaufen wird. Wenn die Frist abläuft und kein neuer Vertrag zustande kommt, wird die Gewerkschaft wahrscheinlich 150.000 ihrer Arbeitnehmer zum Streiken veranlassen .

Elektrofahrzeuge stehen im Mittelpunkt der Bedenken der UAW in den Verhandlungen, da die Gewerkschaft der Ansicht ist, dass die Zukunft der Elektrofahrzeuge, die durch enorme Subventionen für Hersteller gefördert werden, auf lange Sicht möglicherweise nicht den Interessen ihrer Arbeitnehmer dient. Im Juni kritisierte UAW-Präsident Shawn Fain die Regierung dafür, dass sie mit ihrer EV-Agenda „den Wettlauf nach unten aktiv mit öffentlichen Geldern in Milliardenhöhe finanziert“, und die Gewerkschaft hat sich in Bidens Wahlkampf 2024 trotz ihrer historischen Unterstützung für demokratische Kandidaten bisher zurückgehalten .

Die Regierung hat 12 Milliarden US-Dollar bereitgestellt, um Herstellern die Umrüstung ihrer Anlagen für die Produktion von Elektrofahrzeugen zu ermöglichen. Weitere 7,5 Milliarden US-Dollar aus dem überparteilichen Infrastrukturgesetz für den Aufbau eines nationalen Ladenetzwerks. Während das Inflation Reduction Act (IRA) Steuergutschriften im Wert von 12,5 Milliarden US-Dollar vorsieht, um Verbraucher dazu zu verleiten laut UtilityDive auf ein Elektrofahrzeug umsteigen . Biden hat seine Absicht erklärt, „der gewerkschaftsfreundlichste Präsident“ in der amerikanischen Geschichte zu sein, aber der UAW Präsident Fain sagte laut Axios, dass „wir wollen, dass die nationale Führung uns dabei unterstützt, bevor wir irgendwelche Verpflichtungen eingehen

Biden‘s-EV-Agenda steht auch vor zwei großen Herausforderungen in Fällen, die vor dem United States Court of Appeals for the District of Columbia Circuit DC Circuit [~Berufungsgericht] am Donnerstag verhandeln werden. Im Fall Texas gegen  EPA stellen 15 republikanische Generalstaatsanwälte die Rechtmäßigkeit eines Schritts der EPA vom Dezember 2021 in Frage, strenge Schadstoffnormen für Personenkraftwagen und Pickup-Trucks festzulegen, so das Constitutional Accountability Center. [NGO –  gemeinnützige Denkfabrik mit Sitz in Washington, D.C., die versucht, eine fortschrittliche Auslegung der Verfassung der Vereinigten Staaten voranzutreiben. En.Wiki]

Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton, der die Koalition herausfordernder Generalstaatsanwälte anführt, hat behauptet, dass die Behörde ihr Mandat des Kongresses überschreitet, indem sie amerikanische Verbraucher faktisch dazu anordnet, auf Elektrofahrzeuge umzusteigen. Die Herausforderer berufen sich auf die „“major questions doctrine“ (~wesentliche Fragen) und hoffen, erfolgreich hervorheben zu können, dass der Kongress der Umweltbehörde keine ausdrückliche Erlaubnis erteilt hat, eine neue Politik von solch nationaler Bedeutung zu verfolgen, so das Constitutional Accountability Center.

Im zweiten Fall, Natural Resources Defense Council gegen National Highway Traffic Safety Administration  (NHTSA – zivile US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit), verklagen mehrere von den Republikanern kontrollierte Bundesstaaten und eine Handelsgruppe gemeinsam die NHTSA wegen ihrer Abgasnormen für Autos, die zwischen 2024 und 2026 hergestellt werden. Der Fall könnte die Möglichkeit der Bundesregierung festigen, in Zukunft Standards für die Fahrzeug-Abgasregelung vorzuschreiben, wenn höhere Gerichte die Regeln in ihrer schriftlichen Form aufrechterhalten.

NHTSA schlug im Juli außerdem Aktualisierungen der CAFE-Standards (Corporate Average Fuel Economy – gesetzliche Regelung zur Begrenzung des Flottenverbrauchs) vor, die einem „EV-Mandat“ gleichkommen, sagte Dan Kish, Senior Fellow am Institute for Energy Research, damals gegenüber dem Daily Caller. Die vorgeschlagene Regel würde die Automobilherstellern zwingen, den durchschnittlichen Flottenverbrauch zu halbieren, auf das von der US-Umweltschutzbehörde für 2022 geschätzten  Effizienzniveau, um „bis 2032 potenziell eine durchschnittliche Flottenkraftstoffeffizienz von 58 Meilen pro Gallone [~ 4 l / 100km) zu erreichen“.  Pressemitteilung des Verkehrsministeriums (DOT).

NHTSA äußerte sich nicht zu anhängigen Rechtsstreitigkeiten, teilte die Agentur dem DCNF mit.

Das Weiße Haus, CARB und UAW reagierten alle nicht sofort auf Anfragen nach Kommentaren, während die EPA den DCNF an das Justizministerium verwies.

Alle von der Daily Caller News Foundation, einem unabhängigen und unparteiischen Nachrichtendienst, erstellten Inhalte stehen jedem seriösen Nachrichtenverleger, der ein großes Publikum erreichen kann, kostenlos zur Verfügung. Alle erneut veröffentlichten Artikel müssen unser Logo, den Namen unseres Reporters und dessen DCNF-Zugehörigkeit enthalten.

https://dailycaller.com/2023/09/14/biden-electric-vehicle-union-congress-court-challenges/

Übersetzt durch Andreas Demmig

 




„Grüner“ Wasserstoff-Schwindel implodiert: Die Wirtschaftlichkeit stimmt einfach nicht

https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/kurzmeldungen/de/2022/05/wasserstoff-australien-energiewende-deutschland.html

Stopthesethings

Zu den Wind- und Solarbetrügern, die riesige Subventionen einstreichen, gesellt sich der „Wasserstoffhändler“, der genauso begierig darauf ist, wenn er eine Gelegenheit sieht, den Steuerzahlern unzählige Milliarden Dollar abzuluchsen. Die Erpressung wird mit dem falschen Vorwand gerechtfertigt, dass sie den Planeten retten wollen.

Kratzen Sie an der Oberfläche und Sie werden feststellen, dass das nicht der Fall ist.

Das bringt uns zu Andrew „Twiggy“ Forrest. Forrest, ein Bergbaumagnat aus Westaustralien (Eisenerz), hat lächerliche Solargroßprojekte gefördert, die in keiner Hinsicht den Erwartungen genügen. Aber seine Lieblingsbesessenheit ist die Produktion von sogenanntem „grünem“ Wasserstoff mithilfe intermittierender und unzuverlässiger Wind- und Solarenergie, die sowieso bereits stark subventioniert wird.

Während der Eisenerzpreis bei 200 US-Dollar pro Tonne lag, schien Forrests Besessenheit sein Managementteam oder seine Aktionäre nicht allzu sehr zu stören.

Da Chinas Wirtschaft zurückgeht und damit auch der Eisenerzpreis sinkt (derzeit bei niedrigen 100 US-Dollar pro Tonne), ist Forrests großer Traum vom „grünen Wasserstoff“ aus den Fugen geraten.

Sein handverlesenes Team aus Spitzenmanagern ist zum Ausgang gestürmt. Sie sind nicht überzeugt von Forrests utopischer Vision und zweifellos beunruhigt über seine zunehmend aus den Fugen geratenen Tiraden. …

Forrests nachlassende Erkenntnis der Realität ähnelt dem Amerikaner Howard Hughes, der als verrückter Einsiedler starb, nachdem er das Leben eines Hollywood-Erzählers und Luftfahrtunternehmers geführt hatte.

Der Australier Nick Cater beschreibt, wie die Obsession mit „grünem“ Wasserstoff den plötzlichen Abstieg von Twiggy Forrest beschleunigt.

 

Andrew Forrests Traum von grünem Wasserstoff ist nicht standhaft

The Australier, Nick Cater, 4. September 2023

„Die Ozeane erwärmen sich, die Antarktis kollabiert und wenn die Klimaanlage ausfällt, ist man am Ende. Tödliche Feuchtigkeit herrscht bereits“, sagte Andrew Forrest letzte Woche in einer Rede. „Millionen Menschen werden sterben. Wenn man die Hitze aufgrund der Feuchtigkeit nicht abführen kann, kocht man selbst.“

Die Mainstream-Medien verschleierten diskret die wilde Rede des Vorstandsvorsitzenden von Fortescue Metals vor dem Boao-Forum in Perth letzte Woche. Wenn es sich jedoch um einen flüchtigen Eindruck der Gespräche mit Mitarbeitern hinter verschlossenen Türen handelt, war das einzig Überraschende am Abgang zweier leitender Angestellter und eines Vorstandsmitglieds letzte Woche, dass dies nicht früher geschah. Forrest klingt wie die Leute, die sich an Bahngleise kleben, anstatt der Vorsitzende von Australiens drittgrößtem Bergbaukonzern zu sein.

Auf dem Forum sagte er: „Das Geschäft verursacht die globale Erwärmung. Das Geschäft wird Ihre Kinder töten. Die Wirtschaft ist für tödliche Luftfeuchtigkeit verantwortlich.“ Fortescue exportierte im vergangenen Jahr die Rekordmenge von 192 Millionen Tonnen Eisenerz. Weiterhin erklärte Forrest, sein Ziel sei es, weltweit führend zu sein und sicherzustellen, dass Metalle und Energie „in einer Form geliefert werden, die Ihre Kinder nicht tötet“. Es ist ein Zeichen dafür, wie behaglich die Welt der Unternehmensinvestitionen geworden ist, dass nur wenige bereit waren, die Rücksichtslosigkeit anzuprangern, die Zukunft des Unternehmens auf grünen Wasserstoff zu setzen, der noch nirgendwo auf der Welt in großem Maßstab hergestellt wird und wofür Wasserstoff verwendet wird, ist noch kein echter Markt.

Forrest beschrieb Wasserstoff vor zwei Jahren in einer Rede vor dem National Press Club als „Wundermolekül … das Schweizer Taschenmesser für Energie und grüne Produkte“. „Um grünen Wasserstoff herzustellen, spaltet man einfach Wasser. Irgendein altes Wasser. Es kann Abwasser, entsalztes Wasser, Meerwasser sein.

Dabei ist Wasserstoff keine Energiequelle, sondern ein Energieträger. Zur Erzeugung ist eine netzüberlastende Energiemenge erforderlich, etwa 50 TWh (Terawattstunden) pro Megatonne bei einem Wirkungsgrad von 67 %. [1 kg Wasserstoff benötigt 9 Liter Wasser]

https://www.gasag.de/magazin/neudenken/wie-viel-strom-fuer-1kg-wasserstoff

Allein der hohe Stromverbrauch führt dazu, dass Fortescues Ziel, bis 2030 15 Millionen Tonnen zu produzieren, in den Bereich der Fantasie verbannt wird. Das liegt so weit daneben, dass das Regierungsziel von 82 Prozent Ökostrom bis 2030 mickrig erscheint. In dem höchst unwahrscheinlichen Fall, dass Australien bis 2030 180 TWh Strom aus erneuerbaren Energien produziert, könnte Forrest die Menge verschlingen und trotzdem 570 TWh unter dem liegen, was er braucht. Joshua Moran, Manager von Fortescue Future Industries NSW, erläuterte auf einer Konferenz im Mai letzten Jahres das Ausmaß der Herausforderung. Fortescue muss bis 2029 jährlich 20 GW Elektrolyseure liefern, fast 20-mal mehr als die aktuelle weltweite Produktion. Es muss täglich 20 Rotorblätter von Windkraftanlagen mit einer Länge von jeweils 80 m und 31 Millionen Solarmodule pro Jahr installieren.

Es ist ein Maß für das Ausmaß der vorherrschenden Vision unter der Unternehmenselite und den Journalisten, dass so wenige Forrests monomanische Obsession mit grünem Wasserstoff kritisiert haben. Die unkritische und woke Presse ist dem Gruppendenken erlegen und begrüßt die im diesjährigen Haushalt angekündigte staatliche Subvention in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar für die Forschung und Entwicklung von grünem Wasserstoff. Forrest, dessen Unternehmen voraussichtlich einen erheblichen Teil dieser Subventionen einstecken wird, beschrieb es etwas undankbar als „für den Anfang ganz gut“ und deutete damit an, dass er seine Hand nach mehr ausstrecken will.

Er kann mit einer wohlwollenden Anteilnahme bei der grünen Regierung rechnen, da Chris Bowens Ziel, Australien zu einem Exportzentrum für grüne Energie zu machen, auf der Illusion beruht, dass Australiens Angebot an erneuerbaren Energien unerschöpflich sei.

Aber das ist es keineswegs. Die Versorgung mit Wind-, Solar- und Wasserkraft wird durch die Landknappheit eingeschränkt, wie Squadron Energy von Forrest feststellt. Squadron ist ein Unternehmen im Tattarang-Portfolio, das sich im Privatbesitz von Andrew und Nicola Forrest befindet.

Squadron gibt an, bis 2030 14 GW an alternativer Energie aufzubauen – ein großer Teil der erneuerbaren Energie, die erforderlich ist, um Bowens Ziel für 2030 zu erreichen. Es sind nur 2,1 GW in Betrieb. [Nennleistung!] Die vorgeschlagenen oder im Bau befindlichen 5,5 GW stoßen auf Hindernisse, die den Zeitplan in Frage stellen.

Den schwersten Rückschlag gab es bei Upper Burdekin, einem Projekt von Wind Lab, einem globalen Entwicklungsunternehmen für erneuerbare Energien im Besitz von Squadron Energy und Federation Asset Management. Die Finanzierung sollte über einen Power Purchase Agreement mit Apple erfolgen.

Nach negativer Publizität über die Zerstörung von 749 Hektar Lebensraum der Koala Bärchen und die Bedrohung anderer gefährdeter Arten, beschloss der Technologieriese, sich zurückzuziehen.

Der Bau des Windparks Clarke Creek von Squadron wurde im Mai aus Gründen, die noch nicht vollständig geklärt sind, abrupt gestoppt. Aufgrund der Vorlaufzeiten für den Bau ist das Ziel des Unternehmens im Bereich der erneuerbaren Energien ebenso phantasievoll wie seine Pläne für grünen Wasserstoff. Dennoch ist dies Forrests Vision, die von seinen Mitarbeitern nicht in Frage gestellt werden darf.

Irving L. Janis identifiziert in seiner klassischen Studie über Gruppendenken aus dem Jahr 1975 mangelnde Wachsamkeit und übermäßige Risikobereitschaft als Formen vorübergehender Gruppenstörung, gegen die verantwortungsbewusste Führungskräfte nicht immun sind. Der Vorstandsvorsitzende manipuliert seine Berater, um seine eigenen schlecht durchdachten Vorschläge abzusegnen, und erlegt subtile Beschränkungen, um ein Mitglied daran zu hindern, seine kritischen Befugnisse voll auszuüben.

Gute Unternehmen verlassen sich nicht auf die Vision einer einzelnen Person, sondern nutzen die gebündelten Ressourcen eines Teams, von denen jeder in seinem Fachgebiet tätig ist. Die Aufgabe eines Vorsitzenden besteht darin, den übermäßigen Eifer der Führungskräfte zu zügeln. Bei Fortescue ist es umgekehrt.

The Australian

https://stopthesethings.com/2023/09/10/green-hydrogen-hoax-implodes-the-economics-simply-dont-stack-up/

Übersetzt durch Andreas Demmig

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Fundstück

Mit freundlicher Genehmigung von www.wiedenroth-karikatur.de/

TA Lärm – “Medizinpolitischer und verfassungsrechtlicher Skandal”

https://www.windwahn.com/2019/02/09/ta-laerm-medizinpolitischer-und-verfassungsrechtlicher-skandal/