Das wird Stefan Rahmstorf nicht gefallen: Überraschung zum kalten Nordatlantikfleck – Klimaschau 195

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende.

Thema der 195. Ausgabe: Das wird Stefan Rahmstorf nicht gefallen: Der kalte Nordatlantikfleck hat zum Teil andere Ursachen als vermutet




So funktioniert Propaganda: Die erstaunlich einfachen Tricks der Wissenschaftsschwindler

(ARG)

Auf Facebook und anderen Sozialmedien kursiert seit einigen Wochen eine richtig schön knackige Definition für Propaganda, die perfekt die Strategien der Schwindler rund um „Klima“ oder Virus-PLandemie umreißen.

Sie lauten ganz schlicht:

1. Emotionalisierung eines Sachthemas – am besten mit Angst

2. Sachthema als sehr komplex darstellen – und eigene Aktivisten laufend als „Experten“ interviewen
(echte Experten ignorieren oder als Leugner/Laien bezeichnen)

3. Fakten gezielt nach Nützlichkeit aussuchen – Rosinenpicken – und ansonsten eine Konjunktiv-Prognose nach der anderen veröffentlichen

4. Diskussionen unterbinden und Kritiker diffamieren

In letzter Zeit gehen in der EIKE-Redaktion Beschwerden ein, daß sich auf unserer Facebook-Seite immer mehr Klimaalarmisten zu Wort melden. Ein Grund dafür mag sein, daß ein Multiplikator unsere Artikel empört teilt, und der Algorithmus schlägt den Link dann noch häufiger vor. Etwa die Hälfte pöbelt nur und wird vom Admin sogleich gelöscht. Aber die andere Hälfte versucht, zu argumentieren. Dabei kommen von den oben genannten Taktiken die ein oder andere zur Anwendung.

Dabei bedienen sich die alarmistischen Kommentatoren bei „journalistischen“ Artikeln wie

Konferenz in Wien Aktiv gegen Klimaschutz – Die Klimawandel-Leugner aus Thüringen vom MDR

oder

Ein Tag unter den Stars der Klimawandelleugner von profil.at

Ein Kommentator meinte dazu:

Was ist denn das für ein Artikel? Eine Diffamierung nach der anderen, kein einziges Argument aus der Konferenz aufgegriffen und einen Versuch gemacht das dann zu widerlegen. Statt argumentieren nur diffamieren.

Ein anderer ähnlich:

Ich finde bereits die Einleitung „internationalen Klimawandel-Leugnerszene“ unterirdisch und einer seriösen Berichterstattung nicht würdig!

Analog zur „Berichterstattung“ in den Qualitätsmedien schreiben die uns gegenüber kritischen Kommentatoren dann:

Warum ich EIKE unredlich finde. Ein Beispiel: Klima ist nach allgemeinem Verständnis das Verhalten des Wetters über einen längeren Zeitraum. WIE kommt EIKE eigentlich dazu, uns unterschwellig dieses WETTER als Beleg für die Nichtexistenz der menschengemachten Klimaerwärmung unter zu jubeln????
Thema war die thermische Zweiteilung der USA – Osten gerade sehr warm, Westen dafür deutlich zu kühl. EIKE & Co. kritisieren bekanntlich, daß „zu“ warme Temperaturen (aber auch normal warme) von den Alarmisten gerne als Beweis für die anthropogene Erderwärmung hergenommen, „zu“ kühle aber ignoriert werden – selbst wenn sie häufiger und flächig auftreten.
Und oben zitierter Kommentator wirft uns genau diese alarmistische Taktik vor – eine perfekte Freudsche Projektion (siehe Punkt 3 der Propagandaliste).
Vor einiger Zeit hatten wir uns bereits einmal mit der PLURV-Liste von John Cook auseinander gesetzt – Mister „97%“. Die PLURV-Liste ist unserer recht ähnlich:

P Pseudo-Experten, (siehe 2)

L Logikfehler oder falsche Analogien (siehe 3)

U Unmögliche Annahmen (siehe 1)

R Rosinenpickerei (siehe 3)

V Verschwörungstheorien (4)

Fast unnötig, darauf hinzuweisen, daß PLURV typischerweise das Vorgehen der Klimaretter selbst charakterisiert – im EIKE-Artikel wurde es bereits analysiert.

Auch die kurze Definitionsliste der Propaganda ist eine schöne Zusammenfassung der politischen Klimarettung – ein paar Beispiele:

  1. Emotionalisierung: Die Auswirkung der behaupteten heftigen Klimaerwärmung werden als katastrophal und tödlich beschrieben. Eine Aktivistin wie Greta Thunberg wird wie eine Influencerin oder ein Hollywoodstar begleitet und bejubelt, obwohl sie weder Abschluß und Expertise besitzt.
    Egal, ob „Bevölkerungsbombe“ (1968), menschgemachte Abkühlung (70er), Waldsterben (80er), AIDS (80er), Rinderwahn (2000), menschgemachte Erhitzung (90er ff) oder Corona-SARS2 (2020ff.) – immer sei das Problem eine Katastrophe, die Tod und Verderben mit sich bringe. Die Angstmache bringt Bürger jeglichen politischen Lagers dazu, gewaltige Kosten und sogar Grundrechtsabschaffungen zu akzeptieren.
  2. Komplexität und Aktivisten-Experten: Nur politisch ernannte und bezahlte Klimaforscher oder Virologen – auch solche mit fadenscheiniger Qualifikation – seien überhaupt in der Lage, Klima oder Pandemie zu beurteilen. Kritische Stimmen, sogar wenn es sich um Nobelpreisträger wie John Clauser oder ähnlich renommierte Wissenschaftler wie John Ioannidis handelt, werden als Laien abgestempelt, weil sie nicht klimatologisch etc. arbeiteten.
  3. Prognosen statt Fakten: Fakten werden, wie oben beschrieben, nur rosinengepickt. Wenn ein Strand auf Fidschi überspült wird, ist das eine Folge des Meeresspiegelanstiegs. Wenn von den Malediven nicht eine einzige unterging, wie vor 40 Jahren prophezeiht, wird das nicht erwähnt.
    Da die wenigen Rosinen-Fakten nicht ausreichen, werden computergestützt „wissenschaftliche“ Prognosen erstellt. Welche erfahrungsgemäß nicht einmal annähernd zutreffen – siehe „Club of Rome“ und „Klimagate“.
  4. Diskussionsverbot und Diffamierung: Das drückte unser Leser oben zum MDR-Artikel bereits perfekt aus – besser geht es nicht. Die Diffamierung kritischer Stimmen mit Hilfe gerader aktueller moralischer Normen wie „rechts“ oder „AfD“ schützt die finanziellen Interessen der Schwindel-Profiteure und macht es faulen Journalisten leicht, einen Artikel hinzuklecksen. Ein pikantes Beispiel ist die junge Journalistin in Wien, die während eines nun wirklich nicht geschwurbelten Beitrages von Professor Happer nach schönen Handtaschen-Angeboten googelte.
    Ähnlich die Investigativ-Aktivistin in Gera 2021, die erst nach den schwierigen und naturwissenschaftlichen Vorträgen (langweeeeilig!) kam, um beim Abendessen möglichst skandalöse Aussagen der Gäste zu sammeln.

PLURV – die erstaunlich einfachen Tricks der Wissenschaftsleugner




Woher kommt der Strom? Deutschland importiert die ganze Woche Strom

24. Analysewoche 2024 von Rüdiger Stobbe

Deutschland importiert die ganze Woche Strom. Ausnahmen: Vier Mittagsspitzen, an denen der regenerativ erzeugte Strom plus in Deutschland fossil erzeugter Strom ausreichen, um den Bedarf des Landes zu decken. An den beiden Wochenendtagen reicht der regenerativ erzeugte Strom allein, um den Bedarf zu decken. Negative Strompreise sind die Folge. Plus Importstrom-Preissprung nach Wegfall der PV-Stromerzeugung. Am Dienstag kratzt die regenerative Erzeugung bereits allein an der Bedarfslinie. Inkl. der fossilen Netzstabilisierungs-Stromerzeugung wird der Bedarf mehr als gedeckt. Der Strom wird für einige Stunden billig abgegeben bzw. verschenkt. Die Importsprünge am 14.6.2024 resultieren an mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus Datenübertragungsfehlern des Entso-e.

Wochenüberblick

Montag, 10.6.2024, bis Sonntag, 16.6.2024Anteil Wind- und PV-Strom 57,2 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 71,3 Prozent, davon Windstrom 31,3 Prozent, PV-Strom 25,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,1 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 24. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 24. KW 2024: Factsheet KW 24/2024 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 68 Prozent AusbaugradAgora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.

  • Meilenstein – Klimawandel & die Physik der Wärme
  • Klima-History 2: Video-Schatz des ÖRR aus dem Jahr 2010 zum Klimawandel
  • Klima-History 1: Video-Schatz aus dem Jahr 2007 zum Klimawandel.
  • Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen
  • Weitere Interviews mit Rüdiger Stobbe zu Energiethemen
  • Viele weitere Zusatzinformationen
  • Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso wenig gibt es überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es fast keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023/24. Strom-Überschüsse werden bis auf wenige Stunden immer konventionell erzeugt. Aber es werden, insbesondere über die Mittagszeit für ein paar Stunden vor allem am Wochenende immer mehr!

Jahresüberblick 2024 bis zum 16. Juni 2024

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2024Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2024 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 10.6.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 52,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 66,1 Prozent, davon Windstrom 25,8 Prozent, PV-Strom 26,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,6 Prozent.

Die Windstromerzeugung war zunächst sehr schwach. Zum Tagesende steigt sie an. Die PV-Stromerzeugung war ebenfalls nicht besonders stark. Den ganzen Tag wurde Strom importiert. Der Höchstpreis wurde am Vormittag aufgerufen.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 10. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 10.6.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Dienstag, 11.6.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 63,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 75,4 Prozent, davon Windstrom 42,1 Prozent, PV-Strom 21,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,1 Prozent.

Die Regenerativen kratzen an der Bedarfslinie. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 11. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 11.6.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Mittwoch, 12.6.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 54,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 68,2 Prozent, davon Windstrom  26,5 Prozent, PV-Strom 28,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,4 Prozent.

Über die Mittagsspitze steigt die Windstromerzeugung onshore leicht an. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 12. Juni 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 12.6.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Donnerstag, 13.6.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 44,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 59,4 Prozent, davon Windstrom 13,5 Prozent, PV-Strom 31,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,8 Prozent.

Sehr schwache Windstromerzeugung und ganztägiger Stromimport. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 13. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 13.6.2024: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Freitag, 14.6. 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 52,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 67,9 Prozent, davon Windstrom 32,5 Prozent, PV-Strom 19,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,6 Prozent.

Ein ähnliches Bild wie am Donnerstag. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 14. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 14.6.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Samstag, 15.6. 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 68,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 82,9 Prozent, davon Windstrom 44,6 Prozent, PV-Strom 24,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,1 Prozent.

Der geringe Wochenendbedarf führt über die Mittagsspitze bereits zu einer Bedarfsübererzeugung allein durch die regenerative Stromerzeugung. Folge: Negativpreise.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 15. Juni ab 2016.

Daten, Tabellen & Prognosen zum 15.6.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Sonntag, 16.6.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 63,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 79,1 Prozent, davon Windstrom 32,4 Prozent, PV-Strom 30,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,8 Prozent.

Heute wieder regenerative Stromübererzeugung mit negativen Preisen.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 16. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 16.6.2024: Chart, ProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt seit 2016 den Politikblog MEDIAGNOSE.




Woher kommt der Strom? Importe sind die ganze Woche über angesagt.

23. Analysewoche 2024 von Rüdiger Stobbe

Stromimporte sind die ganze Woche über angesagt. Lediglich an vier Tagen fand über die Mittagsspitze kein Stromimport statt. Dafür fielen die Strom-Preise zu diesen Zeiten in den Keller. Als an den beiden Wochenendtagen wie immer der Strombedarf sank, kam es dank starker PV-Stromerzeugung zu negativen Strompreisen. Der Chart oben belegt, dass zu starken Nachfragezeiten der Importstrompreis erheblich ansteigt. Um die Mittagsspitze hingegen, sinkt auch der Importpreis.  Dieser ist dem Prinzip Angebot und Nachfrage genauso unterworfen, wie der Preis für den in Deutschland selbst erzeugten Strom. Dass Deutschland praktisch nach offensichtlicher Absprache mit den Erzeugerländern generell fehlenden Strom importiert, liegt an dem damit erzeugten hohen Preisniveau, das allen Marktteilnehmern, Stromkunden ausgenommen, zugutekommt und an der rechnerischen CO2-Freiheit des importierten Stroms für Deutschland. So wird gutes Geld verdient und der CO2-Ausstoß Deutschland künstlich verringert.

Wenn die bundesdeutsch-regenerative Stromeigenproduktion den Bedarf übersteigt, fällt der Strompreis oft in den negativen Bereich. Das gefällt den PV- und Windstromerzeugern nicht. Sie erhalten nach drei oder mehr Stunden keinerlei Vergütung. Allerdings brauchen sie den fälligen Bonus an die Stromabnehmerländer nicht bezahlen, das ´regelt` der Stromkunde. Auch wird der nichtvergütete Zeitraum an den Förderzeitraum angehängt, so dass dieser verlängert wird. Doch auch dieses Verfahren stößt bei den Herstellern der „Erneuerbaren“ auf wenig Gegenliebe. Der angehängte Zeitraum könnte in einer regenerativ wenig produktiven Zeit liegen. Deshalb schlägt der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BBE) eine Mengenförderung vor:

„Aufgrund der fehlenden Vergütung in Zeitfenstern negativer Strompreise (§51 EEG 2021) würde es in Folge einer solchen Ausweitung negativer Strompreiszeitfenster zu einer fehlenden betriebswirtschaftlichen Grundlage der fluktuierenden Erneuerbaren Energien führen, was den dringend benötigten Ausbau Erneuerbarer Energien begrenzt. Für eine erfolgreiche Energiewende es daher zwingend notwendig, dass im Markt ausreichend Flexibilitäten zur Verfügung stehen, welche bei solchen hohen Erneuerbaren Einspeisungen die Preise stabilisieren. Wie in der Strommarktdesignstudie der Fraunhofer Institute IEE und ISE vom Dezember 2021 im Auftrag des BEE gezeigt, würden selbst unter optimalen Bedingungen hinsichtlich der Entstehung von Flexibilitäten im Verbraucher- und Speicherbereich, nicht ausreichende Flexibilitäten zur Marktstabilisierung entstehen. Es verblieben weiterhin jährlich 300 bis 500 Stunden mit negativen Strompreisen, welche z.B. im PV Bereich dazu führen würde, dass 10% bis 20% der eingespeisten Strommengen keine EEG-Förderung erhielten. Auf Basis dieser Erkenntnis ist es notwendig auch die Erzeugerflexibilität in Form der Erneuerbaren Energien, zu realisieren. Der aktuelle Fördermechanismus über eine feste Zeitdauer verhindert dies jedoch aktuell und sollte deshalb angepasst werden hin zu einer Mengenförderung über die Betriebslaufzeit.“ 

Meines Erachtens wird damit ein weiteres Absenken der Energiewende in planwirtschaftliche Regionen gefordert. Der Stromkunde, der Steuerzahler zahlt für eine bestimmte Menge Strom unabhängig, davon, ob dieser benötigt wird oder nicht. Windkraft- und PV-Anlagen werden von volatilen Energietransformationsanlagen zu konstanten Gelddruckmaschinen für die Betreiber. Den Bonus für die Abnahme des zu viel erzeugten Stroms plus Netzstabilisierungskosten darf der Stromkunde selbstverständlich auch noch bezahlen. Der Vorschlag ist für einen marktwirtschaftlich denkenden Menschen absurd. Vielmehr sollte darüber nachgedacht werden, ob in einem freiheitlichen Wirtschaftssystem so ein Konstrukt wie die deutsche Energiewende überhaupt funktionieren kann. Meine Meinung dazu ist bekannt und wird Woche für Woche mit Fakten unterfüttert.

Wochenüberblick

Montag, 3.6.2024, bis Sonntag, 9.6.2024Anteil Wind- und PV-Strom 50,3 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 64,5 Prozent, davon Windstrom 21,6 Prozent, PV-Strom 28,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,3 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 23. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 23. KW 2024: Factsheet KW 23/2024 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 68 Prozent AusbaugradAgora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.

  • Meilenstein – Klimawandel & die Physik der Wärme
  • Klima-History 2: Video-Schatz des ÖRR aus dem Jahr 2010 zum Klimawandel
  • Klima-History 1: Video-Schatz aus dem Jahr 2007 zum Klimawandel.
  • Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen
  • Weitere Interviews mit Rüdiger Stobbe zu Energiethemen
  • Viele weitere Zusatzinformationen
  • Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso wenig gibt es überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es fast keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023/24. Strom-Überschüsse werden bis auf wenige Stunden immer konventionell erzeugt. Aber es werden, insbesondere über die Mittagszeit für ein paar Stunden vor allem am Wochenende immer mehr!

Jahresüberblick 2024 bis zum 9. Juni 2024

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2024Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2024 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 3.6.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 37,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 52,0 Prozent, davon Windstrom 18,7 Prozent, PV-Strom 18,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,7 Prozent.

Im Verlauf der Analysewoche wird die regenerative Stromerzeugung tendenziell wachsen. Der Montag allerdings ist noch „mau“. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 3. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 3.6.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Dienstag, 4.6.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 42,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 56,2 Prozent, davon Windstrom 12,0 Prozent, PV-Strom 30,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,2 Prozent.

Heute gibt es viel PV-Strom und die Windstromerzeugung zieht an.  Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 4. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 4.6.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Mittwoch, 5.6.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 54,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 67,9 Prozent, davon Windstrom  32,3 Prozent, PV-Strom 22,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,1 Prozent.

Die Windstromerzeugung lässt etwas nach, auch die PV-Stromerzeugung schwächelt. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 5. Juni 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 5.6.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Donnerstag, 6.6.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 48,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 62,1 Prozent, davon Windstrom 16,3 Prozent, PV-Strom 32,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,9 Prozent.

Die bundeseigene Stromerzeugung übersteigt für ein paar Stunden den Bedarf. Erstmalig wird in dieser Woche kein Strom netto importiert. Die Strompreisbildung. Das Strompreis-Differenzgeschäft ist auch ohne negative Preise attraktiv.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 6. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 6.6.2024: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Freitag, 7.6. 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 47,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 61,8 Prozent, davon Windstrom 13,3 Prozent, PV-Strom 33,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,6 Prozent.

Wieder ein Tag mit zeitweisen netto Nichtimport  von Strom. Die regenerative Stromerzeugung reicht mittags nahe an den Bedarf heran. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 7. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 7.6.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Samstag, 8.6. 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 60,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 75,3 Prozent, davon Windstrom 28,1 Prozent, PV-Strom 32,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,4 Prozent.

Heute die höchste PV-Stromerzeugung dieser Woche. Bei geringem Samstagsbedarf. Die Strompreisbildung. Von 11:00 bis 16:00 Uhr wird der Strom mit Bonus verschenkt.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 8. Juni ab 2016.

Daten, Tabellen & Prognosen zum 8.6.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Sonntag, 9.6.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 61,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 75,7 Prozent, davon Windstrom 29,2 Prozent, PV-Strom 31,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,6 Prozent.

Heute etwas weniger PV-Strom, dafür mehr Windstrom bei geringem Bedarf. Die Strompreisbildung mit negativen Strompreisen von 9:00 bis 17:00 Uhr und ´knackigen` Strompreisdifferenzgeschäften für einige unserer Nachbarn.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 9. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 9.6.2024: Chart, ProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

PKW-Neuzulassungen Mai 2024 – 30% Zulassungseinbruch bei reinen Elektro-Autos

von Peter Hager

Im Mai wurden 236.425 PKW neu zugelassen. Dies entspricht einem Rückgang von 4,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat und einem Minus von 2,7 % gegenüber April 2024.

Bei den reinen Elektro-PKWs (BEV) gab es wieder einen deutlichen Einbruch im Vergleich zum Vorjahresmonat (- 30,6 % ggü. 05/2023 / Zulassungsanteil: 12,6 %).

Auch im Mai lag der Anteil der PKW-Neuzulassungen mit Verbrennungsmotor (Benzin- oder Dieselantrieb sowie Hybrid ohne Plug-In) wieder über 80 Prozent.

Antriebsarten 

Benzin: 89.498 (+ 2,1 % ggü. 05/2023 / Zulassungsanteil: 37,9 %)

Diesel: 44.893 (+ 3,2 % ggü. 05/2023 / Zulassungsanteil: 19,0 %)

Hybrid (ohne Plug-in): 57.413 ( -0,1 %  ggü. 05/2023 / Zulassungsanteil: 24,3 %)
darunter mit Benzinmotor: 43.644
darunter mit Dieselmotor: 13.768

Plug-in-Hybrid: 14.038 (+ 1,7 % ggü. 05/2023 / Zulassungsanteil: 5,9 %)
darunter mit Benzinmotor: 12.751
darunter mit Dieselmotor: 1.287

Elektro (BEV): 29.708 (- 30,6 % ggü. 05/2023 / Zulassungsanteil: 12,6 %)

Quelle

Elektro-PKW (BEV) – die Top 10 nach Hersteller

(01-05/24: 140.713 – zum Vergleich: 01-05/2023: 167.256)

VW: 14,1%
Tesla: 11,8%
BMW: 10,6%
Mercedes: 9,5%
Audi: 6,7%
Skoda: 5,2%
Smart: 4,9%
Hyundai: 4,7%
MG Roewe: 4,5%
Volvo: 4,4%
MG Roewe: 3,6%

Zum Vergleich BYD: 0,5% mit 669 PKW

Elektro-PKW (BEV) – die Top 10 nach Modellen in 05/2024

(29.708 – im Jahr 05/2023: 42.780):

VW ID 3 (Kompaktklasse): 2.383
MG Roewe 4 (Kompaktklasse): 2.064
Skoda Enyaq (SUV): 1.920
VW ID 4/5 (SUV): 1.831
Seat Born (Kompaktklasse): 1.417
Tesla Model Y (SUV): 1.169
Smart 1 (SUV): 1.060
Mercedes GLA (SUV): 1.059
Audi Q4 (SUV): 1.058
BMW X1 (SUV): 1.015

Zum Vergleich das meistzugelassene BYD-Modell Seal: 67

Aus für Aachener E-Autohersteller e.Go

Nach 2020 rutschte der Hersteller kleiner elektrischer Stadtautos im März 2024 zum zweiten Mal in die Insolvenz. Nun ist klar: weitere Investoren sowie Finanzmittel gibt es nicht.

Vom ersten Modell e.Go life (Listenpreis ab ca. 15.000 EUR) wurden laut Hersteller lediglich rund 1.000 Fahrzeuge verkauft.

Das Nachfolgemodell e.wave X (Listenpreis ab ca. 25.000 EUR) kam Oktober 2022 in den Vorverkauf (es gab rund 11.000 Vorbestellungen) und ist jedoch nicht auf den Markt gekommen.

Quelle

Great Wall Motor schließt kurzfristig Europa-Zentrale

Es ist nicht lange her, da hatte der chinesische Autohersteller (verkaufte 2023 weltweit rund 1,2 Millionen Plug-In-Hybrid- und BEV-Fahrzeuge) noch große Pläne auf dem europäischen Markt: So wollte man im Jahr 2025 etwa eine Million Fahrzeuge der Marken Ora und Wey verkaufen. Sogar eine eigene Fertigung war geplant. Doch der Verkauf läuft nicht so wie gewünscht. Allein die deutschen Zulassungszahlen liegen von 01-05/2024 laut KBA bei lediglich 404 BEV-PKW, was einem Marktanteil von 0,3 % entspricht.

Die plötzliche Schließung der Europa-Zentrale in München bedeutet einen Strategiewechsel für Europa. Zwar möchte man bestehende Märkte wie Deutschland (Importeur ist die Emil-Frey-Gruppe), Großbritannien oder Schweden weiter bedienen, jedoch auf die Erschließung weiterer Länder (z.B. Österreich oder Schweiz) verzichten.

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Rüdiger Stobbe betreibt seit 2016 den Politikblog MEDIAGNOSE.




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