James Taylor – Was Alarmisten Ihnen verheimlichen DEUTSCHE VERSION

16. Internationale EIKE-Klima- und Energiekonferenz, IKEK-16, 14.-15. Juni 2024, Wien.

Wir bringen nun nach und nach die Vorträge unserer Referenten in Wien in deutscher und englischer Sprache.

James Taylor ist der Präsident des Heartland-Institutes aus Chikago. Er berichtet von den Fortschritten in der klimakritischen Politik, und von den Manipulationen der internationalen „Klimaretter“.

 




Roter Wasserstoff aus Namibia

von Hans Hofmann-Reinecke

Die Deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert die Erhaltung und Entwicklung eines wichtigen Nationalparks in Namibia. Diese Anstrengung wird jetzt durch ein gigantisches Projekt zur Herstellung von „grünem Wasserstoff“ bedroht, das in eben diesem Nationalpark entstehen soll. Dieses antagonistische Vorhaben wird von der Bundesregierung ebenfalls tatkräftig unterstützt.

Sperrgebiet

Namibia, mehr als doppelt so groß wie Deutschland, hat nur zwei Millionen Einwohner. Das Land ist hauptsächlich Wüste und es gibt nur zwei Flüsse, die ganzjährig Wasser führen. Die fließen entlang der nördlichen Grenze zu Angola und der südlichen zu Südafrika. Ein 80 km breiter und 250 km langer Küstenstreifen, der sich von der südafrikanischen Grenze nach Norden zieht, ist das sogenannte „Sperrgebiet“. Dort wurden einst und werden immer noch Diamanten geschürft.

Das Sperrgebiet, seit über hundert Jahren unzugänglich, birgt noch andere Juwelen. Es ist eine globale Schatztruhe der Artenvielfalt, die sich in nahezu unberührter Wildnis entfalten und erhalten konnte. Man kann hier zwar nicht die üppige Biologie des Amazonas erwarten, aber es gibt immerhin an die hundert kleine Reptilienarten sowie eine Vielfalt von Insekten und anderen wirbellosen Geschöpfen, die zum Teil noch unerforscht sind. Und es gibt über tausend Pflanzenarten, vorwiegend Sukkulenten, von denen manche sonst nirgends auf der Welt zu finden sind.

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) unterstützt die Erhaltung und Entwicklung dieses Naturparks („Tsau Khaeb“ in Landessprache) mit folgender Begründung: Naturschutz und die Entwicklung attraktiver Nationalparks ziehen Tourismus an und schaffen Nachfrage nach Hotels und Versorgung. Das schafft Arbeitsplätze und fördert die wirtschaftliche Entwicklung. Nationalparks sind die Zentren für den Naturschutz; sie sind sichere Häfen oder besondere Schutzzonen, in denen sich Tiere vermehren können.

Das ist eine noble Motivation, die aber offenbar nicht von allen Entscheidungsträgern der deutschen Ampel geteilt wird.

Die Verwüstung der Wüste

Wie schon hier beschrieben, ist in Namibia der Bau von Anlagen zur Erzeugung von grünem Wasserstoff geplant. Der Umfang des Projektes ist gewaltig: Hunderte von Windgeneratoren und Photovoltaik-Installationen, Anlagen zur Entsalzung von Meerwasser, zur Elektrolyse, zur Herstellung von Ammoniak und zu dessen kryogener Verschiffung, sowie die dafür notwendige konventionelle Energieversorgung müssten gebaut werden. Dazu kommen Zufahrtswege, die über ein riesiges Terrain für die Errichtung der Windkraftwerke notwendig werden. All das soll ausgerechnet auf der Fläche des beschriebenen Naturparks realisiert werden.

Die Bundesregierung ist wichtigster Unterstützer des Projekts und würde Hauptabnehmer für Wasserstoff, bzw. Ammoniak und eventuell anderer Produkte sein. Damit sabotiert sie aktiv ihre bisherigen Investitionen in den Naturschutz in Namibia. Projekte der KfW und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, bei denen es um Milliarden an Steuergeldern geht, sollten doch eigentlich vor ihrer Bewilligung eine gründliche Analyse durchlaufen. Vor Schaffung der Partnerschaft mit Namibia zur Unterstützung des besagten Vorhabens ist das offensichtlich nicht geschehen. Werden die Richtlinien der Politik in Deutschland etwa von der Windlobby bestimmt?

Flugsand und Dünen

Zunächst muß man sich fragen, warum diese Anlagen ausgerechnet im Tsau Khaeb-Nationalpark stehen müssen, wo es doch im Namibia sonst noch genügend ödes Land gäbe. Ein Grund ist sicherlich die Verfügbarkeit des Hafens der Stadt Lüderitz, unmittelbar an der Grenze zum Sperrgebiet gelegen. Ein anderer die Verfügbarkeit starken und stetigen Windes aus Südost, bedingt durch den kalten Benguela-Strom entlang der Küste.

Es könnte noch einen weiteren Grund geben: Der Boden im Sperrgebiet ist eher fest und nicht von Flugsand oder Dünen beherrscht – ein Umstand der auch das karge Leben in der Zone ermöglicht. Aber auch Windgeneratoren wollen nicht auf Sand gebaut sein und ihre Blätter nicht von Flugsand frühzeitig erodieren lassen. Da haben wir also die Situation einer Konkurrenz von Windkraft mit Natur. Und wer da gewinnt, das haben wir ja in Deutschland immer wieder schmerzlich erfahren müssen.

Öko-Kolonialismus

Von „Grünem Wasserstoff“ kann also nicht die Rede sein, es wäre „Roter Wasserstoff“ in Anbetracht des Blutvergießens unter Sukkulenten (Kakteen etc.), Reptilien und wirbellosen Geschöpfen. Aber auch wenn kein Naturpark durch dieses Megaprojekt zerstört würde, es wäre auf jeden Fall ein Wahnsinn in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und ökologischer Hinsicht. Nun aber wird auch noch die Zerstörung dieses kostbaren Biotops billigend in Kauf genommen. Das entlarvt die in jeder Hinsicht rücksichtslose und destruktive aktuelle „grüne“ deutsche Politik.

Die Namibian Chamber of Environment drückt das so aus:

Deutschlands Bedarf an alternativen Energiequellen sollte nicht auf Kosten der Artenvielfalt Namibias gedeckt werden. Namibias Bedarf an nachhaltiger Entwicklung, Schaffung von Arbeitsplätzen und Armutsbekämpfung kann besser gedeckt werden, wenn eine nationale Studie über die Kosten und Vorteile der verschiedenen Energieerzeugungsoptionen für das Land abgeschlossen ist.“

Vielleicht sollte die deutsche Politik lieber auf solche Worte hören als sich bei jeder Gelegenheit lautstark für den Kolonialismus aus Kaiser Wilhelms Zeiten zu entschuldigen. Noch ist das Projekt durch Namibias Regierung nicht bewilligt, aber die zehnstelligen Beträge, die darauf warten, ausgegeben zu werden, die sind schon ein starkes Argument.

(Informationen zu diesem Post entstammen privater Kommunikation während eines Aufenthalts in Lüderitz, sowie Veröffentlichungen der Namibian Chamber of Environment).

Dieser Artikel erscheint auch im Blog des Autors Think-Again. Der Bestseller Grün und Dumm, und andere seiner Bücher, sind bei Amazon erhältlich.




Craig Rucker – Putting the Greens and the Left in their place – and winning the debate

16. Internationale EIKE-Klima- und Energiekonferenz, IKEK-16, 14.-15. Juni 2024, Wien.

Craig Rucker ist geschäftsführender Direktor des Komitees für ein konstruktives Morgen (CFACT).
Seine Organisation ist sehr erfahren darin, gegen illegale Windkraftanlagen vorzugehen, die die Natur zerstören und die Gesundheit der Menschen schädigen.

Hier zunächst die englische Version, die Sie auch mit Youtube-Übersetzung jetzt schon auf Deutsch sehen können (Zahnrad rechts unten im Videofenster). Unsere Übersetzung folgt!




James Taylor – What climate alarmists are hiding from you

16. Internationale EIKE-Klima- und Energiekonferenz, IKEK-16, 14.-15. Juni 2024, Wien.

Wir bringen nun nach und nach die Vorträge unserer Referenten in Wien in deutscher und englischer Sprache.

James Taylor ist der Präsident des Heartland-Institutes aus Chikago. Er berichtet von den Fortschritten in der klimakritischen Politik, und von den Manipulationen der internationalen „Klimaretter“.
Übersetzung folgt! Wer uns beim Übersetzen helfen mag, ist herzlich willkommen: leserreporter@eike-energie-klima.eu

Tipp: Nutzen Sie jetzt schon die Übersetzungsfunktion von Youtube – einfach im Video unten rechts das Schraubrad drücken und im Untertitelmenü auswählen.




Ein Planet mehr am Himmel – in memoriam Bill Anders

von Hans Hofmann-Reinecke

Am 7. Juni verunglückte Bill Anders im Alter von 90 Jahren. Wenn ein Neunzigjähriger stirbt, dann ist das nichts Besonderes. Wenn es aber am Steuer seines Flugzeuges geschieht, dann ist das schon außergewöhnlich, insbesondere wenn eben dieser Pilot, ein halbes Jahrhundert zuvor, eine Apollo Kapsel problemlos um den Mond gesteuert hat und nebenher noch ein paar Fotos schießen konnte. Diesem Mann verdanken wir eine der letzten „Sternstunden der Menschheit“.

Sternstunden

Immer sind Millionen Menschen innerhalb eines Volkes nötig, damit ein Genie entsteht, immer müssen Millionen müßige Weltstunden verrinnen, ehe eine wahrhaft historische, eine Sternstunde der Menschheit in Erscheinung tritt. Ereignet sich eine solche Weltstunde dann, so schafft sie Entscheidung für Jahrzehnte und Jahrhunderte.

Wie in der Spitze eines Blitzableiters die Elektrizität der ganzen Atmosphäre, ist dann eine unermeßliche Fülle von Geschehnissen zusammengedrängt in die engste Spanne von Zeit. Was ansonsten gemächlich nacheinander und nebeneinander abläuft, komprimiert sich in einen einzigen Augenblick, der alles bestimmt und alles entscheidet; ein einziges Ja, ein einziges Nein, ein Zufrüh oder ein Zuspät macht diese Stunde unwiderruflich für hundert Geschlechter und bestimmt das Leben eines Einzelnen, eines Volkes und sogar den Schicksalslauf der ganzen Menschheit.

High as a Kite

So beschreibt Stefan Zweig die Kriterien, nach denen er 14 Ereignisse aus den vergangenen zwei Jahrtausenden als „Sternstunden der Menschheit“ ausgewählt, analysiert und gewürdigt hat. Gemessen an diesen Merkmalen, welche Sternstunden sind in unserer Zeit entstanden? Welche Momente der vergangenen Jahre und Jahrzehnte könnten es an Bedeutung mit der „Weltminute von Waterloo“ aufnehmen, als Marschall Grouchy sich entschied, Napoleon in der Schlacht bei Wavre im Stich zu lassen? Ist Angela Merkels Wahl zur Kanzlerin mit diesem Ereignis vergleichbar?

Oder ist die Hommage an Robert Scott, „ Der Kampf um den Südpol“ bei dem er knapp scheiterte und ums Leben kam, vergleichbar mit Robert Habecks Kampf gegen das Klima? Oder ist die Rechtschreibreform vergleichbar mit „Georg Friedrich Händels Auferstehung“. Und welches Ereignis wäre dem „Genie einer Nacht“ ebenbürtig, dem Komponisten            Rouget de Lisle, der in einer Nacht die Marseillaise erschuf?

Ich möchte Monsieur de Lisle hier das Genie einer Minute gegenüber stellen: Carlos Santana. Am 16 August 1969 sitzt er mit seiner Band zusammen, Joint im Mundwinkel, und man überlegt, welche Songs man morgen wann und wie spielen sollte. In die entspannte Stimmung platzt der Veranstalter mit der Nachricht: Carlos, ihr seid dran. Man wehrt sich dagegen, das Programm sei ganz anders, man sei nicht vorbereitet, aber der Boss sagt: „You play now or not at all“. Zwei Minuten später stehen die Kerle auf der Bühne vor 400.000 Fans, „high as a kite“, und opfern ihre Seele mit ihrer Show von Soul Sacrifice.

Das war im Sommer 1969. Aber kommen wir zurück zu dem eingangs erwähnten Kandidaten.

Im richtigen Moment

Der hatte ein halbes Jahrhundert zuvor seine Apollo Kapsel problemlos um den Mond gesteuert. Am 7. Juni 2024 stürzte Bill Anders mit seiner Beech T-34 in die See westlich von Seattle und kam dabei ums Leben. Was auch immer die Ursache des Absturzes gewesen sein mag, er verabschiedete sich von diesem Planeten mit Stil. Die Fotos aus seiner Hand aber machen ihn unsterblich.

Es war Dezember 1968 und es blieben noch zwölf Monate bis zum Ende des 60-er Jahrzehnts. Um John F Kennedys Vermächtnis nicht Lügen zu strafen musste man bis dahin einen Mann auf den Mond und heil wieder zurück bringen. Die Vehikel für diese Reise – Saturn V Rakete und Apollo Kapsel – waren zu diesem Zeitpunkt schon diversen Tests unterzogen worden.

Die Mission Apollo 7 war der erste Einsatz des Kommando- und Servicemoduls mit Besatzung. Man umkreiste damals die Erde 163 Mal und verbrachte elf Tage im Weltraum. Das ging gut, aber es war eben nur in unmittelbarer Nähe zur Erde. Vergleichsweise war man, vor dem Eiffelturm stehend, in Kniehöhe gekreist, während der Mond 300 Metern höher war, auf der Spitze des Turms.

Am 21. Dezember 1968 startete dann Apollo 8. Es war die erste Mission, die Menschen zum Mond und zurück bringen sollte, allerdings ohne dort zu landen. Die Saturn mußte jetzt alles zeigen, insbesondere ihre dritte Stufe. Es gelang. 62 Stunden nach dem Start bog die Kapsel in ihren Orbit um den Mond und umkreiste ihn dann 20 Stunden lang. In dieser Zeit gab es eine Menge zu tun; Tests der Kommunikation mir der Erde, Navigation und Kartographie des Mondbodens, und vieles mehr. Aber man hatte auch noch Zeit, um aus dem Fenster zu schauen. Da sah man nun den gewohnten Sternenhimmel, wenn auch aus anderer Perspektive.

Aber noch etwas hatte sich geändert: statt sieben Planeten sah man jetzt acht! Die Erde hatte sich zu ihren Geschwistern am Firmament dazu gesellt. Für Bill Anders, den Piloten der Kapsel, gab es da kein „Zu früh oder Zu spät“. Er drückte im rechten Moment auf den Auslöser seiner Kamera und bescherte der Menschheit die ersten Bilder, die unseren Planeten in seiner vollen Pracht zeigten. Vielleicht wenden Sie ein, dass es schon vorher von Satelliten geschossene Fotos der Erde gab. Das mag schon sein, aber die waren aus zu geringem Abstand gemacht, um ihrer Schönheit gerecht zu werden. Das ist so, wie wenn Sie Ihren Hund aus nur fünf Zentimeter Entfernung fotografieren, da sehen Sie dann nur ein Stück seines Fells, aber nicht Ihren Vierbeiner in seiner ganzen Anmut.

Bill Anders‘ Fotografie ist ohne Zweifel eine Sternstunde. Seine Worte – Wir flogen zum Mond, aber was wir entdeckten, das war die Erde – bringen ihn in die Nähe von Vasco Núñez de Balboa und seiner Entdeckung des Pazifischen Ozeans im Jahre 1513, die von Stefan Zweig als Sternstunde unter dem Titel „Flucht in die Unendlichkeit“ gewürdigt wurde.

Bills letzter Flug war seine Flucht in die Unsterblichkeit.

Dieser Artikel erscheint auch im Blog des Autors Think-Again. Der Bestseller Grün und Dumm, und andere seiner Bücher, sind bei Amazon erhältlich.