Warum erreicht der CO2-Anstieg von 2023 bis 2024 einen Rekordwert? Klimaschau 249

Mauna Loa-Vulkan, Hawaii.

Die Konzentration des atmosphärischen CO2 erreicht laut Meldung des Weltorganisation der Meteorologen WMO vom Oktober 2025 ein Rekordhoch. Nicht nur der Wert der Konzentration, auch die jährliche Zunahmerate sei seit Beginn der Aufzeichnung 1957 noch nie so hoch gewesen. In den 1960er Jahren seien jährlich 0,8 Teilchen pro Million (ppm) hinzugekommen, aktuell sind es 3,5 Teilchen pro Million.




Woher kommt der Strom? Höchste Residuallast

6. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

Die höchste Residuallast, die Menge des Stroms, die konventionell hergestellt und oder importiert werden muss, der aktuellen Analysewoche lag bei 61 GW. Das war am 6.2.2026 von 8:00 bis 9:00 Uhr. Für den gleichen Zeitraum wurde der Wochenhöchstpreis von 145€/MWh Strom aufgerufen. Da verwundert es den geneigten Leser dieser Kolumne nicht, dass 8,8 GW Importstrom gekauft wurden. Übertroffen wurde diese Strommenge nur von 9,2 GW* einige Stunden später (6.2.2026 19:00 bis 20:00 Uhr).

Bis zum 5.2.2026 2:00 Uhr wurde praktisch durchgängig Strom von Deutschland exportiert. Danach kam es fast durchgängig zu Stromimporten.  Bis zum Wochenende. Ab Samstagsnacht wurden wieder verstärkt Nettoexporte verzeichnet. Insgesamt exportierte Deutschland in der 6. Analysewoche knapp 13 GWh Strom. Der Stromdurchschnittspreis lag bei 107,59€/MWh. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass nur die Offshore-Windstromerzeugung eine richtig kräftige Dunkelflaute verhindert hat.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der sechsten Analysewoche 2026 gibt Agora-Energiewende. Diese NGO erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den möglichen Prognose-Höchstwert von 86 Prozent Ausbaurate. Die Residuallasten liegen wieder um die 60 GW und mehr.

Beachten Sie bitte nach den Tageswerten die Zulassungszahlen für den Monat Januar, die Peter Hager freundlicherweise zusammengestellt hat. Die E-Mobilität liegt trotz hoher prozentualer Zuwächse weit hinter den gesteckten Zielen der Energiewender zurück. Da helfen kein Subventionen. Diese „Beigaben“ sind „rausgeworfenes Geld“ der Steuerzahler. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Energiewende in Deutschland „platzt“!

*Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer.  Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Sunde (h & pro Stunde) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel ein MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneele mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverlusten.

Appell an die Vernunft

In diesem Zusammenhang mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung mit Kernenergie auf, bevor es zu spät ist. Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Windstrom ist noch reichlich vorhanden, fast keine PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.

Wind- Stromerzeugung zieht etwas an. Die Strompreise.

Wind-Stromerzeugung weiter hoch. Die Strompreise.

Regenerative Stromerzeugung an Land wird schwächer. Die Strompreise.

Regenerative Stromerzeugung an Land weiter schwach. Die Strompreise.

Weiterhin wenig regenerative Stromerzeugung bei niedrigerem (Wochenend-)Bedarf. Die PV-Stromerzeugung gleicht eine Winddelle aus. Die Strompreise.

Die Windstromerzeugung zieht zum Abend an. Die Strompreise.

PKW-Neuzulassungen Januar 2026: Plug-in Hybride und reine E-Autos bei einem Drittel 

Zusammengestellt von Peter Hager

Im Januar 2026 vermeldet das Kraftfahrt-Bundesamt 193.981 PKW-Neuzulassungen. Das entspricht einem Minus von 6,6% im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Gegenüber dem Dezember 2025 mit 246.439 Neufahrzeugen bedeutet dies einen Rückgang von 21,3 %.

Antriebsarten

+ Plug-in-Hybrid-PKW sowie reine Elektro-PKW (BEV) mit einem deutlichen Zuwachs

+ Hybrid-Fahrzeuge (ohne Plug-In) mit geringem Rückgang

+ Deutliche Rückgänge bei Fahrzeugen mit reinem Benzin- und Dieselantrieb

Im Einzelnen

Benzin: 43.695 (- 22,9 % ggü. 01/2025 / Zulassungsanteil: 22,5 %)

Diesel: 27.309 (- 17,1 % ggü. 01/2025 / Zulassungsanteil: 14,1 %)

Hybrid (ohne Plug-in): 58.206 (- 1,8 % ggü. 01/2025 / Zulassungsanteil: 30,0 % / mit Benzinmotor: 46.102 /mit Dieselmotor: 12.092)

Plug-in-Hybrid: 21.790 (+ 23,0 % ggü. 01/2025 / Zulassungsanteil: 11,2 % / mit Benzinmotor: 20.273 /mit Dieselmotor: 1.517)

Elektro (BEV): 42.692 (+ 23,8 % ggü. 01/2025 / Zulassungsanteil: 22,0 %)

Die beliebtesten zehn E-Modelle 01/2026

Skoda Elroq (SUV): 3.121
VW ID 7 (Obere Mittelklasse): 2.632
VW ID 3 (Kompaktklasse): 2.405
Skoda Enyaq (SUV): 1.841
Audi Q6 (SUV): 1.454
Audi A6 (Obere Mittelklasse): 1.454
Mercedes CLA (Mittelklasse): 1.330
Mini (Kleinwagen): 1.220
Tesla Model Y (SUV): 1.119
Seat Born (Kompaktklasse): 1.054

Quelle 1 & Quelle 2

E-Barometer der HUK Coburg für 2025: 81 % aller E-Autos (BEV) werden von Immobilienbesitzern gefahren

+ 81 % aller E-Autos werden von Immobilienbesitzern (75 % eigenes Haus, 6 % eigene Wohnung) gefahren.

Das Ergebnis ist keine Überraschung, denn Hausbesitzer können bequem zu Hause laden – womöglich noch besonders günstig im Sommer mit dem Strom der eigenen PV-Anlage.

+ Umstiegsquote von Verbrenner- auf reine Elektroautos erreicht im Bundesdurchschnitt 5,5 % (der höchste Wert seit 2022 mit 4,9 %)

+ In Großstädten über 500.000 Einwohner wird seltener (4,6 %) als ausserhalb der Großstädte (5,6 %) umgestiegen

+ Anschaffungspreis (62 %), Unterhalt (47 %) sowie Ladeinfrastruktur/-geschwindigkeit (43 %) sind die wichtigsten Kriterien für einen möglichen Umstieg

+ Beliebteste Hersteller bei einem möglichen E-Auto-Kauf sind VW, BMW und Audi – BYD auf Platz 10

Quelle

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.




„Klimagefängnis“: Die Klimapolitik in Deutschland und in den USA

Axel Bojanowski von der WELT bezeichnete das aktuelle Klimpolitik-Urteil des Bundeswerwaltungsgerichts in Leipzig als „Klimagefängnis“ für Deutschland. Kontrafunk befragte EIKE dazu – und verglich die Situation in den USA.

„Deutschland und die USA gehen unterschiedliche Wege in der Klimapolitik. Welche Folgen das für die Wirtschaft und die Politik beider Länder hat, erläutert Dr. Axel Robert Göhring, Molekularbiologe und Mitarbeiter des Europäischen Instituts für Klima und Energie.“

 




Erderwärmung bis 1940 schneller als heute – Klimaschau 248

Eine aktuelle Studie der Queen’s University im nordirischen Belfast von Bibek Bhatta kam zu dem Schluß, daß die Erwärmung der Erdatmosphäre zwischen 1899 und 1940 schneller voranschritt als heute. Das Ergebnis überrascht, da nach „Dürre und Hitze“ die angebliche Beschleunigung des Klimawandels zu den aktuell wichtigsten alarmistischen Aussagen gehört.

So schreibt die NASA auf ihrer Internetseite unmißverständlich:
„Es gibt eindeutige Beweise dafür, daß sich die Erde in einem noch nie dagewesenen Tempo erwärmt. Die Hauptursache dafür ist menschliches Handeln.“




Woher kommt der Strom? Nicht unübliche längere Dunkelflaute ausgeblieben

5. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

Bisher ist in diesem Jahr die für den Jahresanfang nicht unübliche längere Dunkelflaute ausgeblieben. In der aktuellen Analysewoche kommt es gleichwohl wieder zu einer schwachen Regenerativerzeugung mit durchgehend hohen Residuallasten. Kurz: Der Aus- und Zubau insbesondere von Wind- und Solarkraftwerken in den vergangenen 25 Jahren führt zwar im aktuellen Zeitraum zu einer ziemlich gleichmäßigen Wind- und PV-Stromerzeugung.

Diese befindet sich gleichwohl auf niedrigem Niveau. Der bisherige Ausbau der installierten Leistung Windkraft beläuft sich Stand heute auf gesamt (on- und offshore) 78,3 GW, im PV-Bereich beträgt die installierte Leistung sogar 108,1 GW. Damit ist eine theoretische Windstromerzeugung von 686 Terawattstunden (TWh) möglich. Da der Wind nicht gleichmäßig weht, weil es Wartungsarbeiten gibt, liegt der Nutzungsgrad bei großzügig geschätzten 25 Prozent. Das wären 171 TWh Strom im Jahr. Weil die Sonne nachts nicht scheint, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste Einfluss auf die Stromerzeugung per Solarpaneele haben, ist die Stromausbeute im PV-Bereich noch geringer. Möglich sind mit 108,1 GW installierter Leistung in der Theorie 947 TWh, erreicht werden lediglich 118 TWh pro Jahr. Das sind selbstverständlich nur Durchschnittswerte. Faktisch sieht die regenerative Stromerzeugung im Jahresverlauf so aus. Das ist wenig verlässlich und wird mit den Residuallasten, die mit der schwarzen Linie dargestellt werden, belegt.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der vierten Analysewoche 2026 gibt Agora-Energiewende. Diese NGO erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den möglichen Prognose-Höchstwert von 86 Prozent Ausbaurate. Die Residuallasten liegen häufig bei 50 GW und mehr.

Der durchschnittliche Wochenstrompreis beträgt  124,69€/MWh (0,124 €/kWh).

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer.

Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ (siehe oben Agora) ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel ein MW-Dauerenergie. Solarpaneele mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverlusten.

In diesem Zusammenhang mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung mit Kernenergie auf, bevor es zu spät ist. Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Wenig Windstrom, fast keine PV-Stromerzeugung. Die Strompreise

Wind- und PV-Strom ziehen auf niedrigem Niveau an. Die Strompreise.

Wind- und PV-Stromerzeugung pendeln sich ein. Die Strompreise.

Fast keine PV- Stromerzeugung mehr. Die Strompreise.

Wenig volatile Windstromerzeugung. Etwas mehr PV-Strom. Die Strompreise.

Etwas stärkere regenerative Stromerzeugung bei niedrigerem (Wochenend-)Bedarf. Die PV-Stromerzeugung gleicht eine Winddelle aus.  Die Strompreise.

Die Windstromerzeugung zieht zum Abend an. Die Strompreise.

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.

Rüdiger Stobbe war nach den Studium (Sozialwissenschaften/Germanistik, Abschluss 1. Staatsexamen) 30 Jahre in der Versicherungswirtschaft tätig. Er betreibt seit Februar 2016 den werbe- und kostenfreien Politikblog www.mediagnose.de.