Woher kommt der Strom? 5. Analysewoche 2024 regenerative Stromerzeugung etwas geringer

5. Analysewoche 2024 von Rüdi Stobbe

Die regenerative Stromerzeugung war in der fünfen Kalenderwoche (KW) 2024 etwas geringer als in der vierten. Dennoch ist die KW speziell, weil sich die Windstromerzeugung besonders auf die letzten vier Tage der fünften KW erstreckte. Der Strom-Mix für die 4 Tage im Einzelnen:

  • Windstrom komplett 60,5 Prozent,
  • Photovoltaikstrom 3,1 Prozent,
  • Biomassestrom 7,4 Prozent,
  • Laufwasserstrom 2,9 Prozent.
  • Regenerativ gesamt 73,9 Prozent der gesamten Stromproduktion
  • Chart „Regenerative
  • Kreisdiagramm und Tabelle „Strom-Mix“ mit Vergleichsdaten ab 2016

Bezogen auf den Bedarf* liefern die Regenerativen 81,4 Prozent. 10,8 Prozent „überschüssiger“ Strom netto werden exportiert. Warum ist das so, wo doch der Chart „Regenerative“ kaum eine Produktion über Bedarf signalisiert. Beachtet werden muss immer, dass …

  1. Die konventionellen Stromerzeuger – abgesehen von Pumpspeicherkraftwerken – können nicht mir nichts dir nichts komplett abgeschaltet werden, um später von einer Sekunde auf die andere wieder in Betrieb genommen zu werden.
  2. Auch wenn, wie auch in den vier Tagen, die regenerative Stromerzeugung den Strombedarf übersteigt, ist immer eine Stromerzeugung mittels großer Generatoren aus Gründen der Netzstabilität unabdingbar. Die notwendige Strommenge liegt bei 20 bis 25 Prozent der Gesamtstromproduktion. Sehr schön erkennt man den Sachverhalt bei dieser Grafik.

Die physikalisch notwendige Stromübererzeugung hat Auswirkungen auf den Strompreis. Ohne auf die Detailpreisentwicklung einzugehen, erkennt man, dass der Höchstpreis während des Stromimportes zu Beginn des Viertagezeitraums aufgerufen wurde. Deutschland benötigte Strom. Ab Freitag, 18:00 Uhr nahm die Windstromerzeugung zu und der Preis verfiel. Genau 24 Stunden später gab es eine kleine Winddelle. Der Preis erholte sich. Danach sorgten insbesondere der geringe Sonntagsstrombedarf für hohe Stromübererzeugung und damit niedrige Preise.

Bleibt die spannende Frage, wie sich ein weiterer Ausbau von Windkraft- und PV-Anlagen auf die Übererzeugung auswirkt? Nehmen wir einen Ausbau auf rechnerisch 81 Prozent an. Der ist in etwa bis zum Jahr 2030 geplant. Das Agora-Zukunftsmeter liefert diesen Chart. Am 1.2.2024 bis zu Beginn 2.2.2024 gibt es einen Zeitraum (6:00 bis 1:00 Uhr), da liegt die Residuallast in der Spitze bei 40 GW. Das sind 8 GW mehr als die aktuell installierte Leistung Gas. Ab Freitag, den 2.2.2024, 20:00 Uhr kommt es zu einer massiven Stromüberzeugung bis Sonntag 24:00 Uhr. Da sind die auch dann notwenigen 20 Prozent fossil erzeugter Strom zwecks Netzstabilisierung noch nicht einkalkuliert. Ich behaupte, dass der überschüssige Strom in großen Mengen an unsere Nachbarn verschenkt werden muss. Und nicht nur das. Es werden hohe Bonuszahlungen fällig, damit der Strom überhaupt genommen wird. Man kann selbstverständlich auch Wind- und PV-Kraftwerke in hoher Zahl vom Netz nehmen. Eines aber kann getrost vergessen werden. Eine Speicherung dieser horrenden Mengen überschüssigen Stroms. Diese Speicherung wird weder in sechs Jahren und auch nicht in 25 Jahren möglich sein. Allein an den Kosten werden solche Projekte scheitern.

*Zu möglichen Differenzen zwischen Bedarf und Stromgesamterzeugung haben wir bei der Bundesnetzagentur nachgefragt. Die Antwort.

Wochenüberblick

Montag, 29.1.2024 bis Sonntag, 4.2.2024Anteil Wind- und PV-Strom 56,3 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 67,2 Prozent, davon Windstrom 51,9 Prozent, PV-Strom 4,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,9 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 5. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 5. KW 2024: Factsheet KW 5/2024 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 68 Prozent AusbaugradAgora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.

  • Video-Schatz aus dem Jahr 2007 zum Klimawandel
  • Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen – Weitere Interviews zu Energiethemen
  • Viele weitere Zusatzinformationen
  • Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso wenig gibt es überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023/24. Überschüsse werden bis auf wenige Stunden immer konventionell erzeugt!

Jahresüberblick 2024 bis zum 4. Februar 2024 

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2024Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2024 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 29. Januar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 42,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 55,0 Prozent, davon Windstrom 33,1 Prozent, PV-Strom 9,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,1 Prozent.

Die Windstromerzeugung ist noch gering. PV-Stromerzeugung für diese Jahreszeit ist ordentlich. Kurz: Es ist ein schöner Wintertag. Stromimporte werden notwendig. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 29. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 29.1.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Dienstag, 30. Januar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 45,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 57,4 Prozent, davon Windstrom 39,8 Prozent, PV-Strom 5,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,7 Prozent.

Die Windstromerzeugung nimmt zu. Die PV-Stromerzeugung lässt etwas nach. Weitere Stromimporte sind angesagt. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 30. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 30.1.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Mittwoch, 31. Januar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 44,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 59,0 Prozent, davon Windstrom 44,4 Prozent, PV-Strom 3,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,3 Prozent.

Nach einer Winddelle, die durch Stromimporte ausgeglichen wird, steigt die Windstromerzeugung an. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 31. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 31.1.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Donnerstag, 1. Februar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 54,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 65,1 Prozent, davon Windstrom 50,2 Prozent, PV-Strom 4,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,5 Prozent.

Beginn der Starkwindphase. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 1. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 1.2.2024: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Freitag, 2. Februar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 60,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 71,5 Prozent, davon Windstrom 57,7 Prozent, PV-Strom 3,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,5 Prozent.

Die  Windstromerzeugung nimmt weiter zu. Um 24:00 Uhr wird die Bedarfslinie erreicht. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 2. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 2.1.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Samstag, 3. Februar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 67,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 77,9 Prozent, davon Windstrom 64,7 Prozent, PV-Strom 2,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,4 Prozent.

Gleichmäßige Windstromerzeugung. Stundenweise reichen die Regenerativen aus, um den Bedarf zu decken. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 3. Februar ab 2016.

Daten, Tabellen & Prognosen zum 3.2.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Sonntag, 4. Februar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 71,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 81,3 Prozent, davon Windstrom 69,3 Prozent, PV-Strom 12,81,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,5 Prozent.

Heute deckt die regenerative Stromerzeugung den Bedarf bis 16:00 Uhr und wieder ab 22:00 Uhr. Die Strompreisbildung. Der mittlere Strompreis liegt für den Sonntag bei 14,78€/MWh. 

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 4. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 4.2.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Peter Hager: PKW-Neuzulassungen 2023

Der große Boom ´E-Auto` ist vorbei. Die Jahreswerte 2023 spiegeln noch eine positive Entwicklung. Nach dem Wegfall jeglicher Förderung von heute auf morgen werden die Zulassungszahlen für rein elektrische Fahrzeuge ähnlich stark einbrechen, wie es 2023 bei den Plug-In-Hybridfahrzeugen (minus 50 Prozent) der Fall war, nachdem im Januar 2023 die Förderung für diese Fahrzeugantriebsart regulär auslief.

Der deutsche PKW-Neuwagenmarkt befindet sich in einem schwierigen Umfeld. Auch wenn Corona, Chipmangel sowie Zulieferprobleme durch den Krieg in der Ukraine weitgehend überwunden sind, so wirken sich jetzt zunehmend die negative Wirtschaftslage sowie die Absatzschwäche bei den E-Autos aus. Allein der Zulassungsanstieg bei den bewährten Verbrennerfahrzeugen ist Beleg, dass die Zeit der E-Mobilität ihrem Ende entgegen geht. Wer investiert bei einem rückläufigen Markt noch in notwendigem Umfang zum Beispiel in die Ladeinfrastruktur. Ohne hoher Subventionen läuft da nichts. Und Geld für den praktisch selbst geschlachteten Gaul E-Mobilität (abrupter Wegfall der E-Autoförderung) , das hat der Staat aktuell nicht.

2023: 2.844.609 (+ 7,3% ggü. 2022)

2022: 2.651.237 (+ 1,1% ggü. 2021)
2021: 2.622.132 (- 11,2% ggü. 2020)
2020: 2.917.678 (- 19,1% ggü. 2019)
2019: 3.607.258

PKW-Antriebsarten

Benzin: 978.660 (+ 13,3% ggü. 2022), Anteil: 34,4% (2022: 32,6%)

Diesel: 486.581 (+ 3,0% ggü. 2022), Anteil: 17,1 % (2022: 17,8%)

Hybrid: 664.580 (+ 42,8% ggü. 2022), Anteil: 23,4% (2022: 17,2%)

Plug-In-Hybrid: 175.724 (- 51,5% ggü. 2022), Anteil: 6,2% (2022: 13,7%)

Elektro (BEV): 524.219 (+ 11,4% ggü. 2022), Anteil: 18,4% (2022: 17,7%)

Flüssiggas: 13.147 (-12,4% ggü. 2022), Anteil: 0,5%

Erdgas: 1.327 (- 28,1% ggü. 2022), Anteil: 0,0%

Der Anteil von PKW mit Verbrennungsmotor stieg auf 74,9 % (2022: 67,6%).

Quelle 

Die vielen Änderungen bei den „E-Auto-Subventionen“ im Jahr 2023 hatten zum Teil drastische Auswirkungen auf die Zulassungszahlen.
Durch den Wegfall der Förderung bei den Plug-in-Hybriden ab Januar 2023 war der Rückgang besonders stark. Aber auch die Änderungen bei den BEV-PKW – von der Reduzierung ab Januar 2023, dem Auslauf der Förderung für gewerbliche PKW im September 2023 für gewerbliche PKW bis zur abrupten Beendigung im Dezember 2023 – hat zu einem deutlich geringeren Zuwachs geführt.

Plug-in-Hybrid-PKW

2023: 175.724 (- 51,5% ggü. 2022)

2022: 362.093 (+ 11,3% ggü. 2021)
2021: 325.449 (KBA-Auswertung ab 2021)

Die Top 10 nach Herstellern (31 Hersteller mit 96 Modellen – 2022: 30 Hersteller mit 90 Modellen) und deren Marktanteile in 2023:

Mercedes (12 Modelle): 23,6% (2022: 15%)
BMW (9 Modelle): 12,4% (2022: 11,9%)
Audi (8 Modelle): 9,4% (2022: 8,2%)
Seat (3 Modelle): 8,4% (2022: 7,5%)
Ford (mit 2 Modellen): 6,5% (2022: 8,0%)
Volvo (mit 5 Modellen): 5,1% (2022: 4,1%)
VW (mit 7 Modellen): 4,4% (2022: 8,5%)
Opel (mit 2 Modellen): 3,7% (neu in den Top 10)
Skoda (mit 2 Modellen): 3,7% (neu in den Top 10)
Kia (mit 4 Modellen): 3,5% (2022: 5,5%)

Herausgefallen sind ggü. 2022 Mitsubishi und Hyundai.

Ausschließlich Mercedes bietet Plug-In-Hybrid-PKW mit Dieselmotor an (4 Modelle).

Elektro-PKW (BEV) 

2023: 524.219 (+ 11,4% ggü. 2022)

2022: 470.559 (+ 32,2% ggü. 2021)
2021: 355.961 (+ 83,3% ggü. 2020)
2020: 194.163 (+ 206,8% ggü. 2019)
2019:   63.281

Die Top 10 nach Herstellern (41 Hersteller mit 105 Modellen – 2022: 41 Hersteller mit 80 Modellen) und deren Marktanteile im Jahr 2023

VW (5 Modelle): 13,5% (2022: 13,4%)
Tesla (4 Modelle): 12,1% (2022: 14,9%)
BMW (6 Modelle): 7,7% (2022: 5,0%)
Mercedes (8 Modelle): 7,0% (2022: 5,4%)
Audi (6 Modelle): 5,8% (2022: 6,0%)
Hyundai (6 Modelle): 5,5% (2022: 7,0%)
Opel (5 Modelle): 5,3% (2022: 6,2%)
Skoda (mit 1 Modell): 4,5% (2022: 2,6%)
Fiat (4 Modelle): 4,4% (2022: 6,4%)
MG Roewe (4 Modelle): 3,5% (2022: 1,9%)

Im Jahr 2023 gab es etliche Veränderungen bei der Platzierung unter den Top 10. Bemerkenswert:  VW hat Tesla als Nummer 1 abgelöst. Von den Top 10 des Vorjahres konnten BMW und Mercedes Marktanteile hinzugewinnen. Neu hinzugekommen sind Skoda und mit MG Roewe erstmals ein chinesischer Hersteller. Herausgefallen sind Renault (2022: 5,9%) und Peugeot (2022: 3,6%).

In den KBA-Zahlen tauchen in 2023 mittlerweile sieben chinesische Hersteller (fünf davon erstmalig) mit folgenden Neuzulassungen auf:

AIWAYS – Hauptsitz Shanghai: (2 Modelle): 50
BYD – Hauptsitz Shenzhen (3 Modelle): 4.135
GWM – Hauptsitz Boading (1 Modell): 4.585
Maxus – Hauptsitz Shanghai (1 Modell): 63
MG Roewe – Hauptsitz Shanghai (4 Modelle): 18.526 (2022: 8.774)
Nio – Hauptsitz Shangai (4 Modelle): 1.263
Polestar – Hauptsitz Göteborg (1 Modell): 6.288 (2022: 6.984)

Die beliebtesten zehn E-Modelle im Jahr 2023 waren:

Tesla Model Y (SUV): 45.818 (2022: 35.426)
VW ID.4/ID5 (SUV): 36.353 (2022: 24.847)
Skoda Enyaq (SUV): 23.498 (2022: 12.184)
Fiat 500 (Minis): 22.608 (2022: 29.635)
VW ID3 (Kompaktklasse): 22.270 (2022: 23.487)
Audi Q4 (SUV): 18.061 (2022: 12.406)
Seat Born (Kompaktklasse): 17.464 (2022: 12.564)
Tesla Model 3 (Mittelklasse): 15.865 (2022: 33.841)
BMW X1 (SUV): 14.694 (2022: 884)
Mini (Kleinwagen): 13.953 (2022: 11.744)

War das Ziel der Ampel bei Regierungsbeginn mit 15 Millionen BEV-Autos im Jahr 2030 auf der Straße bereits hoch ambitioniert, so ist es mittlerweile vollkommen unrealistisch. Es müssten in den verbleibenden sieben Jahren jeweils rund 1,9 Millionen BEV-PKW neu zugelassen werden.  Ein weiterer Energiewendetraum ist geplatzt.  Grund- und Waldbesitzer hingegen können noch richtig Geld verdienen. 

Pacht für Windkraftanlagen steigt in neue Höhen

Nicht nur die Nabenhöhen der Windkraftanlagen steigen, sondern auch deren Herstellungs-, Betriebs- und Finanzierungskosten. Dem zufolge hat die Bundesnetzagentur bei den Wind an Land – Ausschreibungen die Höchstwerte der Einspeisevergütung von 5,88 Cent/kWh in 2022 auf 7,35 Cent/kWh in 2023 angehoben. Diese gilt auch für die Ausschreibungen in 2024.

Quelle 

Mit den hohen Ausbauzielen der Ampel für Windkraftanlagen (Land) von 115 GW installierte Leistung bis 2030 (Ende 2022: 58,23 GW) steigen auch die Pachtpreise. Die Verpachtung von Standorten für Windkraftanlagen wird für die jeweiligen Grundbesitzer immer lukrativer. Diese liegen in der Regel bei 50.000 bis 150.000 Euro (bei guten Windstandorten) pro Jahr.

Ein Beispiel aus Hessen zeigt, dass es auch noch deutlich höher gehen kann. Dort wird für Windkraftanlagen mit 7 MW eine Jahrespacht von 460.000 Euro je Anlage fällig.

Quelle

Bei solchen Pachtpreisen kann man sehr gut die neue Vorliebe von Landesregierungen und Kommunen für Windkraftanlagen in Staatsforsten und auf Gemeindegebieten verstehen. Dabei heißt es doch immer von den „Energiewendern“: Je mehr die „Erneuerbaren Energien“ ausgebaut werden desto billiger wird der Strom.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.




PIK-Edenhofer fordert weitere Billionen Euro für „Klimaschutz“ und „Entwicklungshilfe“

von AR Göhring

„Wenn wir die globale Erwärmung begrenzen wollen, müssen wir Billionen ausgeben“

Der Chefökonom und Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung e.V. PIK, Ottmar Edenhofer, fordert in einem Interview mit dem Focus einen Ausbau der Klima-Entwicklungshilfe:

Wir brauchen Mechanismen, die Länder dabei unterstützen, dass sie ihre CO₂-Preise anheben. Ein Entwicklungsland kann nicht den gleichen CO₂-Preis haben wie die EU. Dafür muß es Fonds geben. Und die Klima-Entwicklungshilfe müßte daran gekoppelt sein, dass die Länder einen CO₂-Preis einführen.
Im Klartext: Westliche Länder sollen Milliarden und Billionen Euro Steuergeld bereitstellen, damit Entwicklungs- und Schwellenländer mehr Klimaschutz machen. In der Wirklichkeit wird das erfahrungsgemäß daraus hinauslaufen, daß vor allem Deutschland an Raumfahrtnationen und andere nicht ganz arme Länder einen Großteil seiner Steuereinnahmen überweist. Ob im Zielland tatsächlich irgend etwas „fürs Klima“ gemacht wird, ist fraglich – das Geld wird gern genommen, und dann irgendeine eine Vorzeige-Investitionsruine damit errichtet.
Nur eine Klimaleugner-Fantasie à la EIKE? Keineswegs – eine kleine Anfrage der Unionsfraktion im Bundestag ergab, daß die grüne Ampelregierung Hunderte Millionen zum Beispiel nach Peru schickt, damit dort Busse gekauft oder Fahrradwege gebaut werden. Andere Beispiele:
  • Klimafreundliche Urbane Mobilität III
    Indien
    210.889.058 Euro
  • Klimafreundliche urbane Mobilität IV
    Indien
    206.018.172 Euro
  • Finanzierungsfazilitäten für städtische Entwicklung I
    Indien
    205.375.237
  • Nachhaltige Stadtentwicklung – Smart Cities
    Indien
    164.577.625

Laut Dieter Nuhr sollen weltweit über 8.000 Projekte von deutscher Entwicklungshilfe (über verschiedenste Töpfe) finanziert sein. Selbst wenn die Ampelmänner die Unterstützung irgendwelcher Klimaschutzmaßnahmen tatsächlich ernst meinen sollten – wie will man bei DER Menge und DEN Entfernungen kontrollieren, ob das Geld im Sinne der Klimaschützer ausgegeben wird?

Dabei gibt selbst Edenhofer in einem Nebensatz so halb zu, daß der angebliche Klimaschutz ein Elitenprojekt zu Lasten der unteren Hälfte ist:
Aber auch wir als Wissenschaft haben viel zu wenig darauf hingewiesen, dass die Klimapolitik die ärmeren Haushalte stärker belastet als die reicheren.
Beachte: „Wir“, also die Alarmisten, sind „die“ Wissenschaft.



Die Felle schwimmen weg – Schittstürme auf den Twitter-Seiten von Energiewende-Marktschreiern

von AR Göhring

Seit Habecks Heizhammer und der Graichen-Affäre kommt die grüne Energiewende-Ideologie immer stärker unter Beschuß. Die Bürger merken, daß EIKE und andere Warner nicht „schwurbeln“ und die Interessen der Ölindustrie vertreten – sondern genau andersherum: Habeck & Co.schwurbeln und verteilen das Steuergeld der immer klammeren Nettozahler in die Taschen von Profiteuren wie gewissen Klima-Instituten und Klima-Professoren um.

Insofern wundert es nicht, daß uns ein Informant kürzlich berichtete, daß die Mitschüler seiner Tochter in der Abiturklasse in Stuttgart (!) mittlerweile überwiegend anti-grün tickten. Ähnliches hörten wir von einer Privatschule in Thüringen, deren Schüler morgens mit nicht ganz kleinen Autos gebracht werden.

Aber nicht nur der EIKE-Buschfunk vermeldet einen Meinungsumschwung im Lande. Nein, auch die lauten Klima-PR-Sirenen wie Elektro-Prof. Volker Quaschning aus Berlin bekommen zunehmend Gegenwind. Er veröffentlichte auf TwitterX gerade ein selbst geschossenes Foto von Windspargeln im Sonnenuntergang – sehr romantisch.

Letzte Woche aus dem Auto fotografiert. Ist hier noch jemand der Auffassung, wir dürften die #Windkraft nicht weiter ausbauen und die #Klimakrise hemmungslos anheizen, weil die Windräder das Landschaftsbild stören?

Da wir den Schnappschuß aus rechtlichen Gründen hier nicht zeigen können, klicken Sie doch einfach auf dieses Symbolbild:

Romantisch: Korruptions-Denkmäler im Sonnenuntergang, mit KI erzeugt (Bing)

Daß Quaschning ein keineswegs romantisches, sondern eher dramatisches Untergangssymbol publiziert, merkt er gar nicht. Da es aber so schön zur Industrievernichtung und zum Wohlstandsabbau des Mittelstandes (aber nicht des Quaschnings) paßt, erntete der entrückte PR-Mann rund 90% kritische Kommentare. Viele davon beantworteten seine Frage schlicht mit JA, aber viele auch ausführlicher. Lesen und genießen Sie:

Es gibt keine Klimakrise, Q. Die findet nur in Ihrem Kopf und in unserem Geldbeutel statt.

Auf jeden Fall, jedes Windrad ist eins Zuviel!!

Kernenergie. Ja bitte.

Ja, ich Auch wenn hier in der Tat die Tempel der CO2-Sekte vor dem Hintergrund des phantastischen Abendrots verblassen!

Der Schutz der Natur wird ignoriert, die Fläche zugepflastert- es ist furchtbar alle 20-25 Jahre muss jedes einzelne ersetzt werden ohne Recycling. Ein wirklich schöner Ausblick. Dem Grünstädter ist das natürlich völlig egal

Meinst du ungefähr? Du merkst doch nichts mehr …

Ziemlich frech! Denn ich dachte unberührte Natur oder Kulturlandschaften sind ein wichtiger Teil unseres Lebens. Es sollte geboten sein in Berlin Zentrum auf jede Freifläche ein 250 Meter Windrad hin zu stellen… dann schauen wir mal wie lange sie es haben wollen.

Sähe ohne Windräder viel schöner aus.

Die hässlichen Windräder stören das Bild. Anonsten tolle Aufnahme. Gut eingefangen.

Sie brauchen eine neue Brille.

Seine volle Wirkung entfaltet der Anblick erst, wenn die #WKA wieder weg sind. Spötter behaupten, Hr. Quaschning hätte sich schon freiwillig dazu gemeldet, dann die monströsen Fundamente wieder wegzuhämmern, wenn die Betreiber mangels Steuersubventionen pleite gegangen sind.

Wollen sie ernsthaft behaupten, dass der Sonnenuntergang durch eine verspargelte Landschaft schöner wird?!

Die Windräder zerstören die Umwelt, ganze Wälder müssen für diesen Irrsinn weichen! Das hat nichts mit Umweltschutz zu tun!!

Ihre Aussage suggeriert, dass wenn wir keine #Windkraft bauen, wir keine „klima-neutrale“ Energiequelle haben. Es gibt aber etwas jenseits der Ideologie…

Aber hundertprozentig. Die stören nicht nur das Landschaftsbild sondern auch eine stabile Energieversorgung.

Ja Ende Windkraft. Ihre Klimakacke ist ein ganz grosser MEGASCHWINDEL. Haben Sie jemals den Einfluss der Sonne betrachtet in diesen besch. Computernodellen ? Nee…

Bei uns stehen auch 2 Windradl auf ner Anhöhe.. toll.. nur woanders stehen wie auf dem Foto von Nicola zu sehen 100 derte.. Das ist Ihnen wohl nicht bekannt..

Diese hässlichen, lärmenden Dinger? Bitte nicht. Wenn, dann in den Naherholungsgebieten der Städte. Oder wie wäre es mit dem Tempelhofer Feld?

Nein, weil sie der Umwelt SCHADEN!

Nicht nur weil sie das Landschaftsbild zerstören, aber auch: – Vögel schreddern – sehr begrenzte Laufzeit haben – größtenteils nicht recyclebar sind – schlechte Energiebilanz haben – ohne Förderung sich nicht am Markt behaupten würden – Umwelt zerstören statt zu schützen

Reißt die Dinger ab und vergrabt die Reste bei jedem Grünen im Garten.

Alter, da brennt ja der Himmel……Uiiiiiiiiiii Hab gedacht das ist ne Metapher, aber nein der brennt ja wirklich…… schmelzen dann nicht die Flügelchen von den Windmühlen? Da ist doch bestimmt tausende Grad, oder?

Wenn man Spanien anschaut, was dort die Windräder anrichten können, wäre ich sehr vorsichtig. Rings um den Park eine nie dagewesene Dürre. Die beeinflussen das Wetter.

Ja ich. Wälder zu opfern für Industrieanlagen ist nicht ökologisch

Ich dachte, wir schonen jetzt die Landschaft, indem wir wieder Gaskraftwerke bauen?

Ein wahres Kleinod der Natur die natürlich gewachsenen Strommasten, die gerade in den Wind aufgewachsenen WKA sind ein Sinnbild für die Schönheit und Eleganz der Natur. Nature at it´s best!

Windräder ändern das Klima. Windräder zerstört Natur, Vögel, Insekten. U.v.m Welche Klimakrise ? Hab die Scheiss Dinger übrigens vor der Haustür, sind laut und Gesundheitsschädlich.

Wow, wie malerisch. Oder geht’s um den rötlich gefärbten Horizont, der uns die nahende Klimahölle ankündigt?

Hm das offensichtliche ist eigentlich das geringere Problem – die notwendigen Fundamenten und Versorgungsstraßen sind da viel ärger. Obwohl auch die Windräder kann man nicht entsorgen

Als Schleswig-Holsteinerin, in deren jungen Jahren Windkraftanlagen noch kein (großes) Thema waren, sage ich schon, dass gerade Dithmarschen und Nordfriesland mit ihrer einzigartigen Weite und dem Blick über die Köge schon etwas verloren haben, was dieses Erlebnis betrifft

Wenn man nicht umgeben von 276 Windrädern wohnt, mag einem der Anblick im Sonnenuntergang ja noch romantisch erscheinen

Wenn die Windrädchen helfen würden, müßte man sie halt hinnehmen. Tatsächlich verschandlen wir für ein Schweinegeld unsere Landschaft und kommen der CO2-Neutralität nicht näher. Die Dinger funktionieren nämlich nur im Verbund mit Kohle und Gas. „Kraftwerksstrategie“

Wie krank muss ein Mensch sein darin Schönheit zu finden.

Ein unglaublich scheußlicher Anblick. Selbst der tolle Himmel macht die Dreckspropeller nicht hübscher.

Wir heizen Das Klima nicht hemmungslos aus. Sie heizen es an. Alarmismus

Ja, ich sehe lieber Bäume als feuchte links-radikale Traumbilder.

Mit weiter laufenden AKW, hätten wir gar nichts aufgeheizt.

Ich find Windräder schön! Schöner als AKWs und Kohlekraftwerke!

Klar wenn jemand die vierfache Menge Windräder möchte. Und auch das wird nicht reichen, wenn alle fossilen Energieträger wegfallen. Nur zu…

Fürchterliches Bild. Alles kaputt.

Ehrlich gesagt ich finde es fürchterlich. Da habe ich lieber ein Kernkraftwerk an einem Punkt und gut ist. Wir brauchen die #Windkraft aber wenn man das schön findet, dann weiß ich auch nicht mehr wie man helfen kann

Junge….du warst noch nie im Hunsrück und der Eifel! ….komm….lass uns mal rumfahren…..um den Sondermüll zu sehen!!! Na los! Keine Eier?

Also ich finde das sieht extrem scheiße aus

Ja, ich hier. Weg mit dem Schwachsinn. Wieso fahren sie eigentlich Auto? Haben Sie kein Fahrrad?

Wie verdreht ist ihre Wahrnehmung? Diese Tierschredderanlagen zerstören massiv dieses Bild eines Sonnenuntergangs-/aufgangs. Sie zeigen ein Beispel wie sehr die Dinger das Landschaftsbild stören und framen es als positiv? Wenn Ideologie die Wahrnehmung zerstört…

Gestützt durch Kohlestrom. Na toll sie „Experte“.

Der quatschnigg ist so lost. Windräder sind extrem schädlich für unsere Umwelt. Abholzung, Entsorgung der Blätter, SF6-Emissionen, Austrocknung der Böden, Vogelkiller, Mikroplastik von den rotorblättern, ….




Marcel Crok – Warum es keinen Klimanotstand gibt – deutsche Synchronübersetzung

Marcel Crok von CLINTEL analysierte auf unserer Konferenz in Braunsbedra die Tricks der Klimaalarmisten anhand ihrer eigenen Publikationen. Im Sachstandsbericht des UN-Weltklimarates IPCC steht dummerweise gar nicht (eindeutig) drin, daß sich das Wetter durch industrielles CO2 ändert.

Trotzdem wird in den Medien und von Aktivisten unablässg behauptet, daß zum Beispiel Dürren immer häufiger würden.

Hier eine nagelneue simultan gedolmetschte Version des interessanten Vortrages von unserem Leser




Woher kommt der Strom? Kratzen an der Bedarfslinie…

4. Analysewoche 2024 von Rüdiger Stobbe

Viermal kratzt die regenerative Stromerzeugung an der Bedarfslinie. Immer nachts um 2:00/3:00 Uhr. Dreimal fällt der Strompreis Richtung 0€/MWh. Am Mittwoch wird der Preis sogar für kurze Zeit negativ.  Nur am Donnerstag am frühen Morgen lag der Preis bei 43,30€/MWh. Warum ist das so? Weil um diese Zeit am Donnerstag Strom benötigt wurde, deshalb wurde der entsprechende Preis aufgerufen und gezahlt. Das ist das Prinzip: Angebot und Nachfrage. Selbstverständlich werden von den konventionellen Stromerzeugern bei Bedarf immer zuerst die Kraftwerke zur Stromerzeugung verwendet, deren Betrieb am wenigsten kostet. Das sind in erster Linie vermutlich die Kraftwerke, die neben dem Strom auch noch die entstehende Wärme verkaufen (Fernwärme), und deren Brennstoff, die Braunkohle direkt vor Ort liegt.

Die Erneuerbaren haben dieses Problem nicht. Deren Strom wird immer eingespeist und sogar bei Netzengpässen vergütet. Weiterer Vorteil: „Wenn nicht gerade besonders widrige Umstände (Vier oder mehr Stunden negative Strompreise) vorliegen, bekommen die Betreiber regenerativer Stromerzeugungsanlagen immer mindestens den Preis, der im EEG festgelegt wurde. Oder eben den höheren Marktpreis.

Am Donnerstag bricht die Windstromerzeugung ein. Ab 12:00 Uhr muß Strom importiert werden. Dänemark, die Schweiz und Belgien liefern Strom, natürlich nicht denselben Strom, den sie am Mittwoch noch billigst oder gar mit Bonus bezogen haben. Jetzt liegt der Preis um 17:00 Uhr allerdings bei 123,40€/MWh. Das ist die erste Preisspitze der Woche. Die zweite fällt auf den Samstag um 18:00. Wieder wird Strom importiert.  Weil der Samstag bedarfsarm ist, werden nur 96,0€/MWh aufgerufen. Für den notwendigen Importstrom. Selbstverständlich erhalten alle Stromerzeuger, auch die deutschen, den Börsenpreis, für den an der Börse gehandelten Strom.

Damit möchte ich heute schließen.  Es gibt noch einen brillanten, offenen Artikel der Zeitschrift „Capital“, in dem Prof. Peter Seppelfricke  wichtige Fragestellungen der Energieversorgung Deutschlands mittels volatiler elektrischer Energie darstellt. Titel:  „Deutscher Strommarkt: Der perfekte Sturm zieht auf“. Die Erkenntnisse, die im Laufe der Jahre mit der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ Woche für Woche herausgearbeitet werden, bekommen sie kompakt von Prof. Peter Seppelfricke im Überblick geliefert.

Wochenüberblick

Montag, 22.1.2024 bis Sonntag, 28.1.2024Anteil Wind- und PV-Strom 60,1 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 70,9 Prozent, davon Windstrom 55,3 Prozent, PV-Strom 4,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,9 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 4. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 4. KW 2024: Factsheet KW 4/2024 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 68 Prozent AusbaugradAgora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.

  • Video-Schatz aus dem Jahr 2007 zum Klimawandel
  • Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen – Weitere Interviews zu Energiethemen
  • Viele weitere Zusatzinformationen
  • Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso wenig gibt es überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023/24. Überschüsse werden bis auf wenige Stunden immer konventionell erzeugt!

Jahresüberblick 2024 bis zum 28. Januar 2024 

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2024Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2024 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 22. Januar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 66,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 75,3 Prozent, davon Windstrom 64,9 Prozent, PV-Strom 1,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 8,9 Prozent.

Am Morgen kratzt die regenerative Stromerzeugung an die Bedarfsgrenze. Der hinzukommende konventionelle Strom zwecks Netzstabilisierung bewirkt ein Stromüberangebot für Deutschland, dessen Preisniveau  unsere Nachbarn dankbar zum Einkauf nutzen.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 22. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 22.1.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Dienstag, 23. Januar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 64 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 73,2 Prozent, davon Windstrom 60,6 Prozent, PV-Strom 3,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,1 Prozent.

Ein ähnliches Bild wie am Vortag, wobei eine Winddelle über Tag durch etwas stärke PV-Stromerzeugung und Mini-Stromimport an Vorabend ausgeglichen wird. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 23. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 23.1.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Mittwoch, 24. Januar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 68,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 77,5 Prozent, davon Windstrom 66,2 Prozent, PV-Strom 2,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 8,8 Prozent.

Die Windstromerzeugung ist stärker als an den Vortagen. Ansonsten ähnelt das Bild. Die Strompreisbildung mit Negativpreisen.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 24. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 24.1.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Donnerstag, 25. Januar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 49,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 61,3 davon Windstrom 45,1 Prozent, PV-Strom 4,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,4 Prozent.

Die Windstromerzeugung lässt stark nach. Stromimporte werden notwendig. Mit 123,40€/MWh wird um 17,00 Uhr der Wochenhöchstpreis aufgerufen.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 25. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 25.1.2024: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Freitag, 26. Januar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 58,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 69,5 Prozent, davon Windstrom 56,7 Prozent, PV-Strom 1,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,1 Prozent.

Die Windstromerzeugung zieht wieder an. Ab Sonnenaufgang um 8:00 Uhr ist kein Stromimport mehr notwendig. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 26. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 26.1.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Samstag, 27. Januar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 53,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 67,0 Prozent, davon Windstrom 43,0 Prozent, PV-Strom 10,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,8 Prozent.

Der Wochenendbedarf Samstag ist gering. Das Wetter wird schön, die Sonne liefert mehr Strom und der am Morgen noch kräftige Wind lässt nach.  Ab 15:00 Uhr wird Strom importiert. Die zweite Preisspitze der Woche ist die Folge.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 27. Januar ab 2016.

Daten, Tabellen & Prognosen zum 27.1.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Sonntag, 28. Januar 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 54,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 69,6 Prozent, davon Windstrom 41,7 Prozent, PV-Strom 12,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,1 Prozent.

Ein schöner Tag mit wenig Windstrom am Vormittag. Die PV-Stromerzeugung ist für einen Wintertag stark. Ab 14:00 Uhr zieht die Windstromerzeugung an. Stromimporte sind nicht mehr notwendig. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 28. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 28.1.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.