Woher kommt der Strom? Windflaute der 31. Analysewoche geht weiter

32. Analysewoche 2024 von Rüdi Stobbe

Die Windflaute der 31. Analysewoche geht auch in der 32. Woche weiter. Lediglich am Freitag wird sie von einem Windbuckel, am Samstag von einem `Buckelchen` unterbrochen. Am Sonntag herrscht wieder Flaute bis weit hinein in die 33. Woche des Jahres 2024. Die Stromimportstrategie greift auch in der 32. Woche. Die Strompreise, das Strompreisniveau ist entsprechend hoch. Nur wenn die „Erneuerbaren“ plus konventioneller Netzstabilisierungserzeugung den Bedarf übersteigen, rauscht der Preis in den Keller, den negativen Bereich. Zwei Mal, am Dienstag und Freitag, wird die Null €/MWh-Linie erreicht, zwei Mal, am Samstag und Sonntag, muss der Stromkunde den Strom nicht nur verschenken. Er muss noch richtig viel Geld pro MWh den Abnehmern im benachbarten Ausland mitgeben, damit der Strom „entsorgt“ werden kann, der regelmäßig über die Mittagsspitze zu viel erzeugt wird. Sicher, wenig Bedarf bedeutet auch wenig ´Verbrauch`, bedeutet, dass Energie eingespart wird. Dass denn aber Energiesparen zu Mehrausgaben für die Stromkunden führt, ist einer der Widersprüche der Energiewende. Zwar versuchen die Freunde der Energiewende in Politik und Verwaltung (Bundesnetzagentur) die privaten, sowie die gewerblich-industriellen Kunden an ein Verbrauchsverhalten zu gewöhnen, dass sich an das Stromerzeugungs´verhalten` der Windkraft- und PV-Anlagen anpasst. Dass die bei realistischer Betrachtung ein vollkommen unsinniges Unterfangen ist, belegen die Charts der regenerativen Stromerzeugung der vergangen drei Wochen eindrucksvoll. Der Hauptverbrauch müsste zur Mittagszeit stattfinden. Außerhalb der Sonnenscheindauer wurde bei weitem nicht so viel Strom erzeugt, um den Bedarf auch nur annähernd zu decken. Die einzig verlässlichen Stromquellen sind Laufwasserkraftwerke und Biomasseanlagen. Da ist allerdings aktuell eine saftige Pleite zu verzeichnen. Wobei angemerkt sei, dass Biomasse im Strombereich nur eine geringe Rolle spielt. Lediglich 9 Prozent der gesamten regenerativen Energieerzeugung wurden im Jahr 2023 in Form von Biomasse zur Stromerzeugung verwendet. 7 Prozent dienen der Kraftstoffveredelung (E5/E10) im Sinn der Energiewende. 33 Prozent hingegen werden zur Wärmeerzeugung verwendet. Mit 49 Prozent hält Biomasse mit Abstand den größten Anteil an der regenerativen Erzeugung.  Windkraft- und PV-Anlagen erreichen zusammen lediglich 40 Prozent. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass es nicht erst seit der Debatte um eine CO2-Abgabe für die Holzheizverbrennung Diskussionen um die Klima- und Umweltnutzbarkeit von Biomasse gibt. Wie auch immer, der Ausbau der Energieerzeugung aus Biomasse ist und bleibt eingeschränkt. Ebenso die Stromerzeugung in Deutschland mittels Laufwasser. Der prozentuale Anteil der beiden grundlastfähigen Energieträger wird mit dem weiteren Ausbau von Windkraft- und PV-Anlagen immer geringer werden. 

Wochenüberblick

Montag, 5.8.2024 bis Sonntag, 11.8.2024Anteil Wind- und PV-Strom 50,2 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 65,2 Prozent, davon Windstrom 18,7 Prozent, PV-Strom 31,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,0 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 32. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 32. KW 2024: Factsheet KW 32/2024 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 68 Prozent AusbaugradAgora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.

Rüdiger Stobbe zum Strommarkt: Spitzenpreis 2.000 €/MWh beim Day-Ahead Handel

  • Meilenstein – Klimawandel & die Physik der Wärme
  • Klima-History 2: Video-Schatz des ÖRR aus dem Jahr 2010 zum Klimawandel
  • Klima-History 1: Video-Schatz aus dem Jahr 2007 zum Klimawandel.
  • Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen
  • Weitere Interviews mit Rüdiger Stobbe zu Energiethemen
  • Viele weitere Zusatzinformationen
  • Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso wenig gibt es überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es fast keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023/24. Strom-Überschüsse werden bis auf wenige Stunden immer konventionell erzeugt. Aber es werden, insbesondere über die Mittagszeit für ein paar Stunden vor allem am Wochenende immer mehr!

Jahresüberblick 2024 bis zum 11. August 2024Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2024Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2024 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 5.8.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 40,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 57,1 Prozent, davon Windstrom 7,3 Prozent, PV-Strom 33,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,4 Prozent.

Fast kein Windstrom, die Strompreisbildung. Beachten Sie bitte Strompreissprünge. Von 100€ am Vormittag und 200€ am Vorabend/Abend.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 5. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 5.8..2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Dienstag, 6.8.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 44,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 58,6 Prozent, davon Windstrom 6,9 Prozent, PV-Strom 37,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,4 Prozent.

Die Windstromerzeugung liegt weiter im Bereich Null. PV-Strom ist hoch. Die Strompreisbildung ist entsprechend.  Deutschland verschenkt seine Stromübererzeugung nahezu. 

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 6. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 6.8.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten

Mittwoch, 7.8.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 40,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 55,1 Prozent, davon Windstrom 12,8 Prozent, PV-Strom 27,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,0 Prozent.

Die PV-Stromerzeugung lässt wieder nach. Windstrom legt ein wenig zu. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 7. August 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 7.8.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Donnerstag, 8.8.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 39,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 55,3 Prozent, davon Windstrom 12,7 Prozent, PV-Strom 26,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,9 Prozent.

Windstrom auf weiter auf einem „unter 10%-Niveau“. PV-Strom ist nur mittelmäßig stark. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 8. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 8.8.2024: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Freitag, 9.8. 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 65,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 77,8 Prozent, davon Windstrom 43,0  Prozent, PV-Strom 22,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,6 Prozent.

Der Windstrombuckel. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 9. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 9.8.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Samstag, 10.8. 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 62,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 77,7 Prozent, davon Windstrom 28,5 Prozent, PV-Strom 34,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,9 Prozent.

Das Windbuckelchen mit mehr als gestern PV-Strom und geringerem Bedarf. Negative Strompreise

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 10. August ab 2016.

Daten, Tabellen & Prognosen zum 10.8.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Sonntag, 11.8.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 56,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 73,0 Prozent, davon Windstrom 14,1 Prozent, PV-Strom 42,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,8 Prozent.

Noch geringerer Bedarf, noch etwas höhere PV-Stromerzeugung. Ergibt noch ´negativere` Preise. 

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 11. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 11.8.2024: Chart, ProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt seit 2016 den Politikblog MEDIAGNOSE.




Kulturstiftung für Klimaabzocke mißbraucht – Klimawissen – kurz & bündig

Klimawissen – kurz & bündig, No. 49.
„Klimaschutz“ ist heute DAS Thema zum Geld scheffeln – wobei die einträglichsten Projekte besonders sinnlos sind oder gar das Gegenteil bewirken (Windräder im Wald).
Neben den sichtbaren Maßnahmen wie Wälder abholzen wird in allen steuerfinanzierten Bereichen unter dem Etikett „Klima“ unglaublich viel Geld verschleudert – sogar im Bereich Kultur. Typisches Beispiel ist der Geschäftbereich der Bundes-Kulturbeauftragten Claudia Roth.
Da wird mit viel Kreativität und wenig Scham viel Steuergeld in seltsam anmutende Klimaprojekte gesteckt.




Rettet Prometheus!

von Hans Hofmann-Reinecke

Prometheus hatte einst das Feuer und die Geisteskraft der Götter vom Olymp gestohlen und die Menschheit damit beglückt. Es war der Beginn der Zivilisation. Falsche Gottheiten der heutigen Zeit möchten das rückgängig machen. Das dürfen wir nicht zulassen.

Die erstaunlichen Finken

Sicherlich haben Sie schon einmal von diesen Raben oder Finken gehört, die mit winzigen Werkzeugen ganz erstaunliche Dinge verrichten. Die schnappen sich einen dünnen Zweig und stochern damit in einem Loch herum, das für den Schnabel selbst zu eng wäre. Vielleicht sitzt da ja ein Wurm drin, der dumm genug ist, sich an dem Stöckchen festzuhalten. Den holt sich der Vogel dann zum Frühstück heraus.

Wieso kann der das? Hat er sich das von anderen abgeschaut? Oder ist das in seinen Erbanlagen vorprogrammiert? Es gäbe noch eine andere Möglichkeit. Vielleicht saß der Kerl in seinem Nest, hatte Hunger, und sagte sich:

„Hm, so ein fetter Wurm wäre jetzt recht, so wie er sich immer im Stamm von dieser Eiche verkriecht. Aber ich komme in das verdammte Wurmloch mit meinem dicken Schnabel nicht rein. Aber, Moment mal, wenn ich ein dünnes Stöckchen fände und damit dann …“

Diesen letzteren Prozess möchte ich als „geistiges Probehandeln“ bezeichnen. Er ermöglicht uns den Zugang zu Handlungen, auf die wir niemals durch Zufall gestoßen wären. Wir wollen hier nun nicht untersuchen, welche Tiere in welchem Ausmaß zu geistigem Probehandeln in der Lage sind. Stellen wir uns diese Frage lieber im Zusammenhang mit den Menschen.

Feuer und Geist

Zweifelsohne waren unsere Brüder und Schwestern in der Steinzeit dazu in der Lage, denn das Feuermachen mit Flintstein und Zunder erforderte logisches Denken und Kreativität, also geistiges Probehandeln. Die Beherrschung von Feuer und geistigem Probehandeln ist nichts weniger, als die Basis aller Zivilisation.

In der Mythologie wird dieser Meilenstein der Schöpfungsgeschichte durch die Figur des Prometheus verkörpert, dem Helden, der Feuer und Geist vom Olymp geraubt und den irdischen Geschöpfen beschert hatte. Damit hatte er Zeus & Co. deren wichtigste Alleinstellungsmerkmale genommen, und entsprechend hart war die Strafe. Er wurde an einen Felsen gekettet, wo dem nun Wehrlosen täglich seine Leber durch einen Adler entrissen wird. Als Halbgott ist er allerdings unsterblich, und so hat sein Leiden kein Ende.

In den letzten Jahrzehnten hat sich nun eine neue Gattung von Gottheiten entwickelt, denen wir absolut nichts zu verdanken haben, die sich aber auf unsere Kosten ein Leben in Allmacht und in grenzenlosem Wohlstand gönnen. Damit das auch so bleibt, wollen sie uns die Gaben des Prometheus wieder wegnehmen. Sie erklären uns, dass der Gebrauch des Feuers zum Untergang der Welt führe, und sorgen dafür, dass jede Nutzung dieses Geschenks des Prometheus durch eine Strafzahlung – genannt CO2-Zertifikat – geahndet wird. Den Erlös teilen sie sich dann großzügig auf jährlichen Kongressen. Letztes Jahr trafen sich in Dubai immerhin 85.000 solcher Götter, um dort ihren Anteil an Almosen in Empfang zu nehmen.

Ächtet die falschen Gottheiten

Parallel zur Besteuerung des Gebrauchs von Feuer wird ein Verbot des logischen Denkens, des geistigen Probehandelns implementiert. Bei Zuwiderhandlung wird nicht etwa die kritische Argumentation des Denkers in Frage gestellt, sondern der Kritiker selbst wird aus der Gemeinschaft der selbsternannten Guten ausgest0ßen. Er wird nach Kräften benachteiligt, etwa durch willkürliche Verhaftung oder Enteignung. Umgekehrt werden Personen belohnt, deren Ziel es ist, die logischen Abläufe der Zivilisation zu sabotieren. So wird die Blockade von Straßen und Rollbahnen auf Flughäfen nicht nur ermöglicht, sondern sogar aus gewissen Quellen belohnt.

Aber nicht nur das, die Tempel die einst dem logischen Denken und geistigen Probehandeln geweiht wurden, die Hochschulen, werden zweckentfremdet. Sie dienen heute der Unterdrückung von Logik und dem Züchten einer Ideologie, welche die Herrschaft der neuen Gottheiten als alternativlos darstellt. Leistung wird durch Haltung ersetzt, Maschinenbau durch Genderkunde.

Wo nun finden wir diese neuen Gottheiten? Jedenfalls nicht auf dem Olymp! Ihre körperliche Präsenz ist sehr variabel: mal in Davos, mal in Brüssel, mal in Dubai, mal in New York. Aber ihre ideologische Präsenz ist überall – und überall zu bekämpfen.

Lassen wir uns die Gaben des Prometheus, das Feuer und die Freiheit des Geistes nicht von unwürdigen Mächten stehlen. Wir schulden denen absolut nichts, außer unserer Verachtung. Wir müssen Prometheus folgen, der die Freiheit des Denkens und das Feuer für die Menschheit in Anspruch nahm. Johann Wolfgang von Goethe legte dem zeitlosen Helden diese Worte in den Mund, denen auch die falschen Gottheiten von heute und die Letzte Generation nichts zu entgegnen haben:

So also die Worte von Prometheus an Zeus:

Wähntest du etwa,

Ich sollte das Leben hassen,

In Wüsten fliehen,

Weil nicht alle Blütenträume reiften?

Hier sitz ich, forme Menschen

Nach meinem Bilde,

Ein Geschlecht das mir gleich sei,

Zu leiden, zu weinen,

Zu genießen und zu freuen sich

Und dein nicht zu achten,

Wie ich!

Dieser Artikel erscheint auch im Blog des Autors Think-Again. Der Bestseller Grün und Dumm, und andere seiner Bücher, sind bei Amazon erhältlich.




Nobelpreisträger John Clauser gut gelaunt im Interview, EIKE-Konferenz Wien 2024

Nobelpreisträger Clauser im Interview, EIKE-Konferenz Wien 2024




Woher kommt der Strom? anhaltende Windflaute

31. Analysewoche 2024 von Rüdi Stobbe

Diese Woche zeichnete sich durch eine anhaltende Windflaute aus. Erst zum Sonntag zog die Windstromerzeugung wieder an, so dass es in Kombination mit dem geringen Bedarf und einer erklecklichen PV-Stromerzeugung zu einer satten Stromüberproduktion kam. Diese führte allerdings nicht zu ebenso satten Negativpreisen. Es blieb praktisch beim reinen Verschenken des überschüssigen Stroms. Der Bonus für die Stromabnahme fiel diesmal nur sehr klein aus. Wie an drei weiteren Tagen der 31. Analysewoche. Am Montag und Dienstag kam es ebenfalls zur Mittagszeit zu 0€/MWh-Preisen. Dafür wurden zur Vorabendzeit die Wochenhöchstpreise aufgerufen. Da musste der nunmehr fehlende Strom aus dem benachbarten Ausland importiert werden. Am Mittwoch und Samstag verfehlte der Strompreis die Null-Linie nur knapp. Die Preisspanne fiel entsprechend hoch aus. An den übrigen beiden Tagen war die Preisspanne Niedrig- Höchstpreis moderat. Sie lag nur um die 80€/MWh. Was nur im Verhältnis zu den vier übrigen Tagen mit bis zu knapp 180 €/MWh niedrig ist.  Dass der Strom zu den Preisspitzen Importstrom ist, dass der Importstrom mittlerweile ein unabdingbarer Bestandteil der „Stromstrategie der Energiewende“ ist, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Importstrom bedeutet rechnerisch kein CO2-Ausstoß für Deutschland, Importstrom bedeutet hohe Preise bei hohem Preisniveau auch für die inländischen Stromproduzenten Importstrom, bedeutet weniger Einsatz von Ressourcen. Importstrom bedeutet reines, für den Stromkunden sehr teures Greenwashing. Kurz: Der Stromkunde wird auf eigene Kosten hinters immer schwächer werdende Energiewendelicht geführt.

Beachten Sie bitte Peter Hagers Ausführungen zu den Kfz-Neuzulassungen Juli 2024 nach den Tagesanalysen.

Wochenüberblick

Montag, 29.7.2024 bis Sonntag, 4.8.2024Anteil Wind- und PV-Strom 42,7 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 58,7 Prozent, davon Windstrom 10,4 Prozent, PV-Strom 32,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,0 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 31. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 31. KW 2024: Factsheet KW 31/2024 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 68 Prozent AusbaugradAgora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.

Rüdiger Stobbe zum Strommarkt: Spitzenpreis 2.000 €/MWh beim Day-Ahead Handel

  • Meilenstein – Klimawandel & die Physik der Wärme
  • Klima-History 2: Video-Schatz des ÖRR aus dem Jahr 2010 zum Klimawandel
  • Klima-History 1: Video-Schatz aus dem Jahr 2007 zum Klimawandel.
  • Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen
  • Weitere Interviews mit Rüdiger Stobbe zu Energiethemen
  • Viele weitere Zusatzinformationen
  • Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso wenig gibt es überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es fast keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023/24. Strom-Überschüsse werden bis auf wenige Stunden immer konventionell erzeugt. Aber es werden, insbesondere über die Mittagszeit für ein paar Stunden vor allem am Wochenende immer mehr!

Jahresüberblick 2024 bis zum 4. August 2024Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2024Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2024 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 29.7.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 51,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 66,1 Prozent, davon Windstrom 10,1 Prozent, PV-Strom 40,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,1 Prozent.

Kaum Windstrom, sehr viel PV-Strom. Die Strompreisbildung mit Strompreis-Höchstsprung der Woche. Die konventionelle Erzeugung dient der Netzstabilisierung und ist unabdingbar.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 29. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 29.7.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Dienstag, 30.7.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 43,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 58,3 Prozent, davon Windstrom 5,3 Prozent, PV-Strom 38,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,8 Prozent.

Ein ähnliches Bild wie am Montag. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 30. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 30.7.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten

Mittwoch, 31.7.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 38,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,5 Prozent, davon Windstrom 6,3 Prozent, PV-Strom 32,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,8 Prozent.

Die Windstromerzeugung geht weiterhin gegen Null. Die PV-Stromerzeugung sinkt. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 31. Juli 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 31.7.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Donnerstag, 1.8.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 34,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 49,9 Prozent, davon Windstrom 9,3 Prozent, PV-Strom 25,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,2 Prozent.

Die PV-Stromerzeugung schwächelt, Windstrom bleibt schwach. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 1. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 1.8.2024: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Freitag, 2.8. 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 33,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 49,5 Prozent, davon Windstrom 8,1  Prozent, PV-Strom 24,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,5 Prozent.

Wiederum geringer Windstrom, wiederum schwächelnder PV-Strom. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 2. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 2.8.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Samstag, 3.8. 2024: Anteil Wind- und PV-Strom 45,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 63,9 Prozent, davon Windstrom 8,6 Prozent, PV-Strom 36,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 18,8 Prozent.

Der geringe Wochenendbedarf plus wieder ansteigende PV-Stromerzeugung führen zum Preisverfall über die Mittagszeit.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 3. August ab 2016.

Daten, Tabellen & Prognosen zum 3.8.2024: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Sonntag, 4.8.2024: Anteil Wind- und PV-Strom 54,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 72,3 Prozent, davon Windstrom 27,3 Prozent, PV-Strom 27,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 17,5 Prozent.

Die Windstromerzeugung zieht an und gleicht die abfallende PV-Stromerzeugung aus. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 4. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 4.8.2024: Chart, ProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

PKW-Neuzulassungen Juli 2024: Der Abschwung bei den Elektro-Autos hält an

von Peter Hager

Im Juli 2024 wurden 238.263 PKW in Deutschland neu zugelassen. Das entspricht einem Rückgang von 2,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenüber dem Juni 2024 betrug das Minus 19,8 %.

Einen Rückgang gab es lediglich bei den reinen Elektro-PKWs (ein wesentlicher Grund ist das abrupte Subventionsaus der Bundesregierung im Dezember 2023).

Antriebsarten

Benzin: 83.405 (+ 0,1 % ggü. 07/2023 / Zulassungsanteil: 35,0 %)

Diesel: 43.107 (+ 1,4 % ggü. 07/2023 / Zulassungsanteil: 18,1 %)

Hybrid (ohne Plug-in): 65.059 ( + 22,4 %  ggü. 07/2023 / Zulassungsanteil: 27,3 %)
darunter mit Benzinmotor: 48.604
darunter mit Dieselmotor: 16.455

Plug-in-Hybrid: 14.811 (+ 3,2 % ggü. 07/2023 / Zulassungsanteil: 6,2 %)
darunter mit Benzinmotor: 13.316
darunter mit Dieselmotor: 1.495

Elektro (BEV): 30.762 (- 36,8 % ggü. 07/2023 / Zulassungsanteil: 12,9 %)

Quelle

Elektro-PKW (BEV) – die Top 10 nach Hersteller (01-07/24: 214.887 – zum Vergleich: 01-07/2023: 268.926)

VW: 15,3%
Tesla: 11,0%
BMW: 10,5%
Mercedes: 8,5%
Audi: 6,4%
MG Roewe: 5,8%
Skoda: 5,3%
Hyundai: 4,8%
Volvo: 4,4%
Smart: 4,2%

Elektro-PKW (BEV) – die Top 10 nach Modellen in 07/2024 (30.762 – in  07/2023: 48.682):

Tesla Model Y (SUV): 1.926
Skoda Enyaq (SUV): 1.718
Seat Born (Kompaktklasse): 1.683
MG Roewe 4 (Kompaktklasse): 1.423
Fiat 500 (Minis): 1.298
BMW X1 (SUV): 1.290
VW ID 4/5 (SUV): 1.287
Audi Q4 (SUV): 1.245
Hyundai Ioniq 5 (SUV): 1.236
Volvo EX30 (SUV): 1.191

Dass das Ziel der Ampel von 15 Millionen reinen Elektro-Autos bis 2030 eine Illusion ist, muss mittlerweile jedem seriösen Beobachter klar sein.

Studie von Boston Consulting Group und Agora Verkehrswende: „Letzte Chance für 15 Millionen E-Autos bis 2030.

Um die „Klimaziele der Verkehrswende“ zu erreichen muss bei den Maßnahmen – Subventionieren, Verteuern und Vorschreiben – noch eine ´Schippe` draufgelegt werden.

Als wesentliche Hebel werden gelten:

  • Vollkostenentlastung für BEV-Fahrzeuge
  • Verteuerung von Fahrzeugen mit Benzin- und Dieselantrieb
  • Mindestquoten für gewerbliche Kunden oder Hersteller
  • Verstärkter Ausbau der Ladeinfrastruktur (öffentlich/privat)
  • Modellerweiterungen in den unteren Produktklassen (Minis, Kleinwagen) durch chinesische Hersteller

Mit Ausnahme der Erwähnung der chinesischen Hersteller sind die Vorschläge in der Studie nicht neu.

In der Studie wird auch „entschlossenes Handeln“ gefordert. Ob hier Ampel in dieser Legislaturperiode noch große Akzente setzen wird, darf bezweifelt werden.

Tagesschau: Wie läuft die E-Auto-Offensive der Bundesregierung ?

Mit dem abrupten Förderaus der Ampel im Dezember 2023 und den daraus resultierenden massiven Rückgang der Zulassungszahlen von Elektro-PKW wird die Frage sehr deutlich beantwortet.

Selbstverständlich kommen zwei überzeugte Nutzer von E-Autos zu Wort (E-Auto vom Opa übernommen sowie Dienstwagenfahrer).

Dass die Produkteigenschaften der derzeitigen E-Autogeneration nicht immer den Bedürfnissen der Kunden entsprechend wurde halt wieder nicht behandelt (z.B. mit Beispielen von Autobesitzern die, aus welchen Gründen auch immer, sich gegen ein E-Auto entschieden haben). Aber:

Efahrer.com bringt eine bemerkenswerte Studie zum Empfehlungsverhalten von E-Autonutzern in diesem meines Erachtens ernüchternden Artikel: Würden E-Autofahrer ihr Auto weiterempfehlen? Studie zeigt Erstaunliches

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt seit 2016 den Politikblog MEDIAGNOSE.