Es war erst gestern – das schwere Leben ohne Smartphone, Weltreisen und „Fridays for future“-Spaß

von Karsten Leibner

Es war 1.April, als der Sonnenaufgang einen strahlenden Ostertag ankündigte. Doch es sollte anders kommen!

Geschützdonner brach los, die ersten Häuser brannten. Der Artilleriebeschuss leitete den Vorstoß der Amerikaner an. „Wo ist Ursel?“ Dann sahen sie sie. Ursel war noch mal ins Haus gerannt. Das Nachbarhaus stand schon in Flammen. Vom Fenster des 2. Stockwerkes warf sie das Bettzeug auf das darunter stehende Fuhrwerk, unbemerkt von seinem Besitzer, der sich geweigert hatte, Sachen von ihnen mitzunehmen. Es sollte später ihr einziger Besitz sein außer dem, was sie am Leibe trugen.

Kleine, nackte Beine rennen hinter der Mutter her, sie hat das kleinste Familienmitglied auf dem Arm und eilt voraus. Über ihnen pfeifen die Granaten. Ihr Ziel ist der Wald. Hinter ihnen geht Creuzburg in Flammen auf und wird fast vollständig niederbrennen.

Pattons Armee startete einen Vorstoß in Richtung des thüringischen Ohrdruf, weil er dort „Wunderwaffen“ vermutete. Gefunden hat man diese dann in der Nähe von Nordhausen. Im sogenannten „Mittelbau Dora“ bauten KZ-Häftlinge Untertage die V-Waffen Hitlers.

Noch einmal entbrennt an der Werra ein heftiger Kampf. Gauleiter Sauckel (im Volksmund „Sauleiter Gauckel“ genannt)  hatte den Ausbau der Werralinie zur Chefsache erklärt. Nun schießen die Amis aus den Bordwaffen ihrer Mustang-Jäger auf alles, was sich bewegt.

„Und dann haben wir ein halbes Jahr im Wald gelebt! Ursel und ich sind noch mal zurück geschlichen, da hat alles gebrannt.“ Sagt Melannie.

Die mir das erzählen, sind fünf betagte Ladies alle ca. 1 Jahr auseinander um die 80 Jahre alt. Die älteste der Schwestern Ursel ist vor zwei Jahren verstorben. Eine der Damen ist die Mutter meiner Frau. Sie sitzen im Garten um einen Tisch herum und erzählen, lachen und übertönen sich gegenseitig. Es sind starke Frauen und auch jetzt können sie noch kräftig über ihre Erinnerungen streiten. In der Mitte steht mein kleines Aufnahmeteil. Habe sie eingeladen, möchte, dass ihr bewegtes Leben nicht in Vergessenheit gerät und es irgendwann mal aufschreiben.

Ihr Vater ist gefallen und keiner weiß wo.

Immer wieder: „Weißt Du noch?“

Und es war ein hartes Leben! Das sie alle noch hier am Tisch sitzen, ist einfach nur Glück, so scheint es mir. Das Haus der Großmutter war noch intakt, doch dahin konnten sie nicht zurück. Es wurde von den Amis requiriert.

„Die haben das ganze Eingeweckte gegessen und dann in die Gläser geschissen!“ Regt sich Marga heute noch darüber auf. Die Amerikaner haben die Bevölkerung spüren lassen, dass sie hier Kameraden verloren haben.

„Brot und Suppe haben uns erst die Russen gegeben!“ Höre ich Melannie sagen.

„Und die hatten selber nüscht!“ Pflichtet Irmchen (meine Schwiegermutter) ihr bei.

Irgendwie erzählt man heute in der Schule genau das Gegenteil, geht es mir durch den Kopf und ich höre weiter gebannt zu.

Höre, wie die Mädchen um die zehnJahre alt ihr Essen überall selbst „organisieren“ mussten. Klauen oder hungern und sterben. Kamen sie an einem Feld vorbei, wurden flugs ein paar Ähren abgerissen. Legte der Bauer Kartoffeln, lagen sie in den Büschen. War er über die Kuppe drüber weg, krochen sie heraus und gruben sie wieder aus. Abends gab es dann Bratkartoffeln. Aus den Schalen und Bucheckern wurden Plätzchen gebacken. Immer hungrig, frierend im Winter, nur ein Paar Schuhe. Kohle zum Heizen war Luxus! Meine Schwiegermutter hat bei einem Bauern Kühe gehütet für eine Scheibe Brot. Da kam ein Karussell in den Ort, hatte sie noch nicht gesehen und wollte unbedingt hin. Danach ging sie nie mehr zu dem Bauern. Als das ihre Mutter erfuhr, wurde sie verdroschen. Und gedroschen wurde viel. Mit allem, was gerade zur Hand war. Dennoch gehen sie jedes Jahr auf den Friedhof und ehren ihre Mutter zu deren Todestag. Sie hat sie durch die schwere Zeit gebracht. „Es war eben so.“ Später wohnten sie in einer Baracke mit mehreren Familien zusammen. Sahen wie Spielkameraden an banalen oder heute ausgemerzten Krankheiten starben.

Warum schreibe ich das hier?

Wenn ich die heutige Jugend von den „alten weißen Männern“ reden höre …, muß ich unwillkürlich an unsere Vorfahren denken, in diesem Fall: „alten weißen Frauen“. Mit denen sollten sie mal reden. Wenn ich Worte höre wie: „Wohlstandsverwahrlosung“ und Dinge, die man nicht machen sollte, wie Fleisch essen, Milch trinken oder Getreide wäre ganz schlimm wegen des Glutens. Heilfasten ist toll zur Darmentschlackung, Vegan würde Krebs heilen und man gehört dann irgendwie zu den Guten. Impfen verursacht Schäden, Babys bekommen eine Saugverwirrung, wenn man ihnen den Schnuller gibt. Dann lege ich den Damen, die von nagendem Hunger erzählen wie nur Menschen es können, die ihn selbst erlebt haben, noch eine Thüringer Bratwurst auf ihre Teller.

Ob sie das Anliegen der Jugend verstehen? Ich glaube nicht! In ihrem vom harten Leben geprägten rauhen Umgangston sagen sie: „… die sollen froh sein, daß sie in die Schule gehen dürfen…“ Dann folgt natürlich eine Geschichte von ihrem Schulalltag und „… denen geht’s heut´ viel zu gut…“ Ja, hat man ihnen gesagt! Jetzt wollen sie staatlich verordnet verzichten, um die Welt zu retten!

Ich denke an meine Großväter. Der eine aus Breslau vor den Russen geflohen, hat zum Teil mit bloßen Händen Uran in Munitionskisten im „Schacht“ bei Johanngeorgenstadt gefördert. Wollte seinen vier Kindern ein gutes Leben ermöglichen. Er starb später mit nur 60 an Staublunge vom Trockenbohren. Glaubte an eine bessere Welt ohne Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. War glühender Parteigenosse. Halte sein Exemplar vom Kapital in den Händen mit umfangreichen Bleistiftanmerkungen von ihm. Vieles davon gilt heute noch. Er bekam noch mit, wie seine „bessere Welt“ in einem Lügenhaufen endete.

Der andere hatte versucht eine zugige Bruchbude im Winter warm zu bekommen, als die Fenster von innen zufroren und Eisblumen trugen. Da war ich schon mit dabei und habe mit Opa morgens alle Öfen angeheizt. Wenn er mal von der Reichsbahn ein Stück Steinkohle „abgezweigt“ hatte, glühte das Ofenrohr. „Wer nicht hüpft, der ist für Kohle!“ Damals hüpfte keiner! Er hatte geglaubt, mit der Machtergreifung Hitlers würde alles besser, was sich ganz schnell als Trugschluß herausstellte. Danach glaubte er an nichts mehr!

Und ich selbst?

Nein, ich musste keinen Hunger leiden! Bin als Baby mit Mütze und Handschuhen ins Bett gelegt worden und später mit Wärmflasche. Wurde am Samstag in einer Zinkbadewanne gebadet. Habe zusammen mit meinem Vater (auch Bergmann im Uranbergbau) an diese bessere Welt geglaubt, die den bösen Kapitalismus überholen wollte, ohne ihn einzuholen.  Nein, ich wurde nicht unterdrückt, war kein Genosse und auch kein „Freiheitskämpfer“, eher ein Mitläufer. Durfte studieren, aber nicht das, was ich wollte. Wie viele von EUCH laufen heute bloß mit? Und ich habe zentnerweise Kohle geschaufelt. In der DDR lief alles mit Braunkohle, von uns „Cottbusser Blumenerde“ genannt. Mein Schwiegervater musste als NVA-Soldat im Tagebau die vom Frost still liegenden Förderbänder frei brechen, damit in der Republik nicht das Licht ausging. Jeder musste damit heizen. Meine Aufgabe nach der Schule: Ofen in Gang setzen. Für Gas und Öl wollte der große „Sowjetbruder“ richtiges Geld und keine Alu-Chips. Die größten Feinde waren nicht die Imperialisten, sondern Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Wie sich doch Geschichte wiederholt!

Gab es eine Inversionswetterlage, hatten wir Smog. Für unsere Kinder lag ein Zäpfchen gegen Pseudokrupp im Kühlschrank. Honeckers Enkelin starb daran, weil er unbedingt ins Uni-Krankenhaus wollte. Die Flüsse waren Abwasserkanäle. Unser Flüsschen hatte fast täglich eine andere Farbe, weil die Uhrenwerke ihre Galvanik direkt dort hinein entließen. Alter Wohnraum verfiel, weil die Baustoffe in das Neubauprogramm flossen. Wir kannten noch Plumpsklos! Und Impfpflicht! Das Impfen gab es oft in der Schule. Antreten und warten auf den Pieks. Wer heulte, war ein Weichei, aber ein immunisiertes. Obst und Gemüse gab es wenn überhaupt nur gemäß den Jahreszeiten. Gab es mal Südfrüchte, rannten die Frauen von der Arbeit weg und versuchten, für die Kinder mal eine Banane zu bekommen. Meist wurden diese schon hinten an der Rampe verhökert und gelangten nicht bis in den Laden. So wurden die Bananen krumm, weil sie einen Bogen um die DDR machten!

Es gab einen schönen DDR-Witz:

Kunde zur Verkäuferin: „Sagen sie mal, gibt’s hier keine Hemden?“ Darauf die Verkäuferin: „Nein, hier gibt’s nur keine Schuhe, keine Hemden gibt’s da drüben.“

Nein, es war früher bestimmt nicht alles besser und keiner möchte diese Zeiten zurück haben.

Aber ich sehe, daß es bei uns kaum noch Smog gibt. Kinder müssen keine Kohlen schaufeln und keine Angst vor Atemnot haben, dafür wieder vor Masern, eingebildeter Laktoseintoleranz und ADHS. Sie leiden keinen Hunger, können frei ihre Meinung äußern und dürfen (sollten) sich frei informieren, noch. Krankheiten werden erforscht und es gibt wirksame Medikamente. Auch damals gab es schon Antibiotika, die blieben aber in den Taschen der Soldaten. Unsere Lebensmittel sind so kontrolliert wie nie vorher. In dem Bach, der früher farbig war, schwimmen jetzt Forellen. Meine Enkel können Gemüse und Obst essen, soviel sie wollen und das meiste mögen sie nicht mal! Sie haben gute Chancen friedlich alt zu werden. Wir hatten noch nie so viel gesunden Wald… So stelle ich mir Wohlstand vor.

Ist deswegen heute alles toll?

Nein, bei weitem nicht! Aber die Vorzeichen, dass EURE Zukunft wieder mit einer Lüge beginnt, sind deutlich. Auch ihr werdet im Alter die „weißen Männer“ sein, die sich haben vereinnahmen lassen. Wenn du demonstrierst und die Politiker klopfen dir auf die Schulter, stimmt etwas nicht!

Ich sehe, dass man wieder Argumente erfindet, um alles zu verändern. Machtgefüge, Geldströme, Freiheitsgedanken, Zukunftsängste sollen umgeleitet werden. Die Demokratie gerät ins Wanken, die Medien ordnen sich wieder ein. Menschen werden wieder verunglimpft, wenn sie nicht uniform denken und das auch noch äußern. Fortschritt bedarf des dauernden Widerspruchs! Es wird wieder von Verzicht im Hinblick auf eine bessere Zukunft gesprochen. Auch diese ist völlig alternativlos. Und wieder wird eine Generation „belehrt“. Die Parolen ähneln sich:

„So wie wir heute arbeiten, werden wir morgen leben!“

„Wer auf Erden der Knecht, ist im Himmel der König!“

„Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben, braucht´s Klimaschutz!“

Die braunen Slogans möchte ich hier nicht aufschreiben.

Geht auf die Straße für den Schutz der Umwelt, gegen Hunger, Krieg und Überbevölkerung auf der Welt, für den Schutz unserer Ressourcen, gegen Plastikmüll und Massentierhaltung, bitte auch gegen Überregulierung und Staatswillkür … Von mir aus montags oder freitags, forscht und erfindet neue Energiequellen. Lasst Euch nicht erzählen, man müsse nun alles transformieren, regulieren, besteuern und dann staatlich umverteilen, ansonsten drohe die Katastrophe. Das ist noch nie gut gegangen und es wird diesmal Euch treffen. Den Beweis haben unsere Vorfahren und auch meine Generation erbracht. Es geht immer genauso los! Da solltet ihr den alten, weißen Männern und Frauen genau zuhören und die Lehren für euer Morgen daraus ziehen. Macht es anders als diese!

Das war alles erst gestern und es waren auch nur Menschen mit Sehnsüchten, Zielen und Fehlern, aus denen dann oft Gier und Haß wurden!

 




Mercedes-Benz „klimaneutral“: Desindustrialisiert sich die Industrie jetzt selber?

Und zwar bis 2022, also in rund drei Jahren. Hintergrund ist eine „Purpose“-Initiative, die sich dem „tieferen Sinn“ der Unternehmensexistenz widmet. Da das grüne Wohlstandsbürgertum des Westens sinnstiftende Reklame goutiert, klingt das nach einer recht geschickten PR-Kampagne, warum nicht. Wenn die Gläubigen wegen PR-Sprüchen mehr kaufen, dann soll das so sein, das ist Kapitalismus.

Aber was die Führung hier vorhat, ist ein weiterer Kniefall vor den ökosozialistischen und ahnungslosen Desindustrialisierern im meinungsbildenden Überbau der Gesellschaft. Denn wie wollen die Manager die CO2-Neutralität erreichen? Wollen sie pro hergestelltem Auto einen Quadratmeter schnellwachsende Bambusgräser pflanzen, die das bei der Produktion ausgestoßene Kohlenstoffdioxid wieder photosynthetisieren? Das wäre ja fast noch sinnvoll. Aber nein, man will auf Strom aus Kohlekraft verzichten und stattdessen auf Energie aus erneuerbaren Quellen zurückgreifen, also hauptsächlich Windräder und Solarzellen.

Ha!-Ha!

Wer soll das glauben? Was machen die Ingenieure, wenn Dunkelflaute herrscht? Und nachts? Das Werk schließen? Ja? Das würde Millionen kosten.

Es ist also mal wieder eine Mogelpackung. Die Windräder und Solarkraftwerke liefern jetzt schon meist viel zu wenig Saft. Da kam es in der Vergangenheit nicht selten vor, daß die schwäbisch-badische Industrie auf die elsässischen Atomkraftwerke zurückgriff, die dafür riskanterweise auf Vollast gefahren werden musste. Die französischen Kollegen verlangen für den Service natürlich besonders hohe Preise. Wir kennen das Phänomen: Setzen grünrote Fantasten ihre Umwelt-Klima-Rettungsfantasien durch, werden weder Umwelt noch Klima gerettet, sondern das Risiko für Katastrophen steigt.

Ich warte nur darauf, daß einer der französischen Reaktor-Veteranen unter Vollast durchknallt und dann eine radioaktive Wolke auf Stuttgart zuwabert. Und dann, Herr Zetsche? Was ist dann mit „Purpose“, dem tieferen Sinn?

Der Sinn eines Unternehmens ist es, netto viel Geld zu verdienen und dies dann an seine Besitzer und seine Mitarbeiter zu verteilen, leider auch an versagende Manager. Das ist ehrliche Arbeit, das ist ein gottgefälliges Werk, wie der Erste Offizier Starbuck in „Moby Dick“ zu seinem Kapitän Zetsche, äh, Ahab, sagt.

Die Ökosozialisten aber wollen ordentlich verdienen ohne Arbeit, indem sie die freie Wirtschaft, die den Wohlstand erst schafft, auspreßt. Und solche Manager wie Dieter Z. lassen sich erpressen, ohne Gegenwehr; machen sogar freiwillig den Kotau auf grünen Parteitagen. Dabei könnte die milliardenschwere Industrie problemlos selber PR gegen den grünen Blödsinn machen, durch Thinktank-Gründung, Einkaufen von Medien, Spenden an grünkritische Politiker usw. Warum tun sie es nicht? Ist es die Psychologie des Milieu-Konformismus? Der Asch-Effekt, den ich neulich behandelte?

Manch Kritiker wendet ein, daß die Globalmanager ohne Loyalität zu Land, Firma und Leuten die linksextremen Gesellschafts-Umbauer gewähren lassen, solange diese den Kapitalismus nicht mehr ernsthaft kritisieren und sich in der Identitäts- und Immigrationspolitik austoben. Wobei die Spinnereien wie Massenasyl und Gender für die Globalkapitalisten nützlich sein sollen.

Diese Argumentation hat durchaus etwas für sich. Wenn aber die Extremisten darauf abzielen, ein „schwäbisches Quäker-Idyll“ ohne Großindustrie und Massenmobilität (Zitat Fleischhauer) herzustellen, sollte den Globalmanagern um Zetsche ein Körperteil auf Grundeis gehen. Die grüne Desindustrialisierung zielt nämlich schlicht darauf ab, frühere Zustände ohne Massenwohlstand und ordentliches Wirtschaftswachstum zu generieren, in denen die Wirtschaft direkt von den politisch Mächtigen kontrolliert wird; ohne dazwischengeschaltete Manager.

Genau diesen Zustand beschreiben die Harvard-Ökonomen Acemoğlu und Robinson in ihrem Bestseller Warum Nationen scheitern: In Bananenrepubliken ohne mächtige Unternehmer können Politiker/Herrscher den wenigen Wohlstand bevorzugt in die eigenen Taschen lenken. Schlecht für das Gesamtsystem, aber gut für die Herrscherclique. In den realsozialistischen Staaten sah es ähnlich aus.
In Deutschland ist es heute (noch) andersherum: Die demokratische Verteilung der Macht ist nicht optimal für einzelne Elitengrüppchen, aber optimal für das System. Die Gewalten sind geteilt: Exekutive, Gesetzgeber, Justiz, Wirtschaft, Medien, Religion, all diese Elemente des Systems sind noch halbwegs selbständig. Leider zeigt sich seit einiger Zeit, daß die Ökosozialisten mit ihren Weltuntergangsfantasien und ihrer moralischen Erpressung allmählich alle Bereiche unter ihre Knute bekommen und so immer mehr Wohlstand in die eigene Tasche leiten.

Das scheinen Manager wie Zetsche nicht zu merken und nicht zu verstehen. Denn daß sie die Extremisten nicht wirklich benutzen, sondern von denen benutzt werden, zeigt der Diesel-Skandal. Die grotesk niedrigen Grenzwerte für Schadstoffe von der Deutschen Umwelthilfe & Co. hat man ängstlich akzeptiert und versuchte dann via Schummelsoftware, die völlig unrealistischen Vorgaben scheinbar zu erfüllen. Mit dem Ergebnis, daß unsere deutschen Diesel-Hersteller geteert und gefedert wurden.

Will so etwas ein Manager wie Dieter Zetsche? Sicher nicht. Es wäre Zeit für diese Leute, sich cojones wachsen zu lassen, bis es zu spät ist und sie zu VEB-Verwaltern unter der Knute von ökosozialistischen Kadern geworden sind.

 

 

 




Medien wollen „klickbaren Horror“– jetzt kommen die „Dürrekatastrophen“

Aufhänger für europäische Leser und Zuschauer ist der ungewöhnlich heiße und trockene Sommer 2018, der natürlich ein Beweis für die Heißzeit sei, wohingegen die eiskalten Winter vorher und nachher selbstverständlich keine Gegenbeweise seien. Am Freitag flatterte mir ein Bericht des Klimaretter-Magazins Die Welt über die angebliche Austrocknung Andalusiens auf den Bildschirm, die die dortigen Obstbauern bedroht. Das ist für Mitteleuropa relevant, weil all das spanische Obst in unseren Supermärkten daher kommt. (Lesen Sie die Kommentare! Die sind besser als das Geschreibsel des Welt-Aktivisten.)

Bei einer Umfrage zum Thema bei unserer Redaktionskonferenz meldete sich unser Vizepräsident Michael Limburg mit der Information, daß Spanien gebirgiger als die Schweiz sei. Die Berge reichen meist bis an die Küste, so daß fruchtbare Ebenen im Lande sowieso rar sind. Heißt, Spanien besteht natürlicherweise zu großen Teilen aus (Stein-)Wüste. Immer schon, zu Cäsars Zeiten, zu Kalifs Zeiten, zu Isabellas Zeiten, und zu Gretas Zeiten.

Der Europäische Rechnungshof (EU, was will man erwarten) tut sich trotzdem als Klimaforschungsanstalt hervor:

…Laut einem Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofs vom Dezember 2018 könnten drei Viertel der Landesfläche Spaniens bald Wüste sein. Das macht Spanien zu einem der vom Klimawandel am stärksten betroffenen Länder Europas

Gut, der iberische Boden ist eine Wüstenei. Wie sieht es mit dem Wasser aus? Kollege Limburg war zum Osterfest in Spanien und erlebte „sintflutartige Regenfälle“. Die übervollen Wasserreservoire mussten sogar ableiten. Hoffentlich fahren viele Tagesschau-Gucker nach Spanien in Urlaub und sehen das auch….

Kollege Chris Frey packte mir zum Thema Dürre gleich einen ganzen Stapel von erfundenen Katastrophen und Gegenbeweisen auf den Tisch, die zum Teil schon Jahre alt sind. Der politmediale Komplex rechnet offenbar mit der Vergeßlichkeit der Leser und Wähler, und zwar völlig zu Recht.

Eine Auswahl:

Wir kleinen verfemten Klimaleugner aus der thüringischen Provinz sind zum Glück nicht die einzigen Zweifler, die versuchen, Stöcke in das Schwungrad der Bürgertäuschung zu werfen. Der ehemalige Chef-Wetterfrosch der ARD, Jörg Kachelmann, sagt am Freitag auf Twitter und im eigentlich linken Organ Meedia:

„Über 90 Prozent aller Geschichten zu Wetter und Klima sind falsch oder erfunden.“

Konkret zu den Dürrewarnungen aus FAZ, Bild, ARD:

„frei erfunden“.

Der Deutsche Wetterdienst DWD, der von den Qualitätsmedien als Quelle angegeben wird, habe nie vor einer Dürre gewarnt:

„Das ist eine Lüge“

, die Deutsche Presseagentur dpa habe „zugedichtet“. Eine erfolgte Korrektur sei ignoriert worden, weil die Medien

„klickbaren Horror“

wollten. Für Kachelmann sei der Dürrekatastrophenquatsch vom 24. April „ein Dammbruch“. Eine klare Lüge sei trotz zahlreicher Widersprüche über 24 Stunden in etlichen Medien aufrechterhalten und auch noch verbreitet worden. Auch am Freitag habe es noch nicht aufgehört.

Zum Problem der „Lügenpresse“ gefragt, sagt Kachelmann:

„Was die Berichterstattung zu naturwissenschaftlichen Themen angeht, erlebe ich eine Verkommenheit weiter Teile des Medienbetriebes, die mich beelendet.“

[kein Schreibfehler, es geht um Elend]

„…tunlichst ignorieren, was dpa und andere […] mit deren [DWD] Inhalten machen.“

Eine Ergänzung von mir dazu: Entweder man schaut heute die Tagesschau wie früher die gelernten DDR-Bürger die Aktuelle Kamera. Dazu muß man bei jeder Meldung gründlich rätseln, was davon stimmen könnte, was davon tendenziös dargestellt wurde, und welche entscheidenden Aspekte gezielt verschwiegen wurden.

Oder man läßt es schlicht sein. Wer heutzutage noch die Quantitätsmedien und sein Regionalblättchen nur kurz und oberflächlich konsumiert, kann sich sicher sein, bei fast allen Themen manipulierte Meldungen zu erhalten. Sogar beim Wetter! Da ist es besser, nichts zu lesen oder zu schauen.

Wer nichts weiß, ist klüger, als jemand, der nur Lügen kennt.




Allheilmittel Elektroauto? Explodierende Teslas und grauselige CO2-Bilanz

Die Physiker und Ingenieure unter den geneigten Lesern wissen, daß wir Menschen mit unserer Metall-Halbleiter-Kunststoff-Technologie Energie noch lange nicht so sicher und effizient speichern können wie die Natur mit ihren organischen Stoffen.

Wollen wir auf ähnliche Energiedichten kommen wie zum Beispiel Mineralöl oder Holz, müssen wir auf Lithium-Ionen-Akkumulatoren oder ähnliches zurückgreifen. Leider setzen diese Batterien ihre Energie ab und an von ganz alleine frei, was man in Technikerkreisen schlicht „Explosion“ nennt. Versuchen Sie dagegen einmal, flüssiges Benzin oder trockenes Holz mit dem Feuerzeug anzuzünden.

Die Neigung der modernen Hochdichte-Akkus zur spontanen Explosion ist unter Handybesitzern nicht unbekannt. Nun durfte diese Erfahrung auch ein Tesla-Besitzer in Schanghai machen: Sein rund 100.000 Euro teurer Luxus-Ökoschlitten, Modell S, flog in einer Tiefgarage in die Luft; zum Glück saß keiner drin. Das war nicht das erste Mal: Schon im Sommer letzten Jahres fing in New Jersey (USA) ein Tesla S auf der Autobahn Feuer. Zur genauen Ursache im Fall Schanghai wurde noch nichts gesagt; aber ich wette, es liegt am Akku. Die Aktie von Tesla brach gerade ein.

Verunsicherte Tesla-Fahrer fühlen sich vielleicht sicherer, wenn es draußen ordentlich kalt ist, weil dann sich im Akku entwickelnde Hitze sofort abgeführt würde. Nutzt aber auch nichts, denn während des eiskalten Winters im Norden und mittleren Westen der USA vor drei Monaten blieben Teslas reihenweise liegen. (Die Heißzeit-Katastrophe, Sie wissen schon…. ). Ein befreundeter Elektroingenieur erklärte mir unbedarftem Biologen, daß Akkumulatoren keine allzu große Temperaturtoleranz haben und unter 0°C rasch große Teile ihrer Speicherkapazität verlieren. Ein Gegenmittel ist, den Akku mit seiner eigenen Energie zu heizen. Dazu sage ich jetzt mal nichts.

Nun muß man als grüner Umwelt-Klimaschützer ja nicht unbedingt mit einer Bombe unter Hintern herumfahren. Die Politiker von denen fliegen sowieso lieber, wie gerade wieder Claudia Roth mit ihrer weltumspannenden Flugreise bewies.

Es verbleibt aber trotzdem ein Problem mit den E-Limousinen: Auch wenn man die selber nicht fährt, versauen sie die Luft und das Klima. Und zwar mehr als ein vergleichbares Auto mit Verbrenner. Dies hat eine brandaktuelle Studie vom Ökonomen Hans-Werner Sinn, Physiker Christoph Bruchal und Hans-Dieter Karl offenbart. In einem Vergleich zwischen einem Diesel-Mercedes (C220d) und einem Tesla 3 erzeugte das E-Auto 10 bis 28% mehr CO2-Emissionen!

Grund: Die Coltan-, Lithium- und Manganerze für die Akkus müssen mit sehr hohem Energieaufwand gewonnen und verarbeitet werden. Von den unmenschlichen Arbeitsbedingungen für die Bergleute in Afrika und Südamerika einmal ganz abgesehen. Die Achse des Guten hat die genauen Werte aufgeführt.

Solch unerwünschte Wahrheiten sind dem politmedialen Komplex natürlich nicht genehm. Deswegen stänkern die ex-konservativen Blätter Wirtschaftswoche und Focus zusammen mit dem grünen Spiegel gegen Sinn et alumni. Die Achse wundert sich über den großen Umfang des Verrisses in Focus online. Riecht nach redaktioneller „Unterstützung“ durch professionelle Klimaretter.

Ein besonders Schmankerl liefern Sinn und Kollegen am Ende ihrer Studie: Kaufen wir Deutschen als Wirtschaftsgroßmacht (noch…) keine fossilen Brennstoffe mehr, sinkt die Nachfrage auf dem Weltmarkt, was die Preise fallen läßt. Dann können die nicht-bekloppten Länder, und die sind deutlich in der Mehrheit, noch mehr Öl kaufen und SUV-Geländewagen fahren.

Grün gemeint, schlecht gemacht.




Seit wann scheitern die deutschen Massenmedien an ihren zentralen Aufgaben?

Ein Freund und alter FAZ-Leser erzählte mir einmal, daß ihn schon seit Jahren störe, daß seine geliebte Frankfurter Allgemeine nach und nach Positionen der taz übernähme. Er machte die Beobachtung an der zunehmenden Propagierung der angeblich ungleichen Bezahlung von Frauen und Männern fest („Gender Pay Gap“). Er argwöhnte, daß dieses Verhalten reine Strategie sei, um weibliche Leser zu gewinnen. Mag sein, wäre aber eine miserable Strategie, da man durch solche Richtungsschwenks die Stammleserschaft vergrault; auch die weiblichen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist wohl der Gruppenkonformismus, auch Asch-Effekt genannt. Solomon Asch war ein jüdischer Psychologe aus Krakau, der nach dem Krieg erforschen wollte, wieso das gebildetste Volk der Erde dermaßen leicht und schnell auf Hitlers Propaganda hereinfallen konnte und in den eigenen Untergang rannte. In einem Experiment präsentierte Asch Probanden verschieden lange Linien (siehe Beitragsbild) und versuchte dabei, die Testpersonen mit Hilfe von Inkognito-Schauspielern dazu zu bewegen, die Linien als gleichlang zu bewerten. Zu seiner eigenen Überraschung klappte das in etwa 2/3 der Fälle sehr gut.

Wundern Sie, geneigter Leser, sich also nicht, daß Journalisten, die letztlich fast alle aus demselben Milieu stammen und an denselben Unis studierten, überwiegend grün-rot ticken; und das trotz häufig konservativem familiären Hintergrund. Die Linksextremen an den Universitäten sind laut und energisch, und nehmen so die Rolle unserer Schauspieler im Asch-Experiment ein. Rechte Intellektuelle sind heuer deutlich zurückhaltender und sachlicher, das heißt, völlig ineffektiv.

Wann war der weltanschauliche Kipp-Punkt in der deutschen Medienlandschaft erreicht? Es muß irgendwann zwischen 2011 und 2015 gewesen sein. Bis etwa 2010 konnte zum Beispiel 3Sat noch kontrovers zur Klimareligion des „Predigers“ Al Gore berichten, was wir dank des Youtube-Kanals FMD überprüfen können. Gerade wurde in einer Facebook-Gruppe auf einen Welt-Artikel von 2011 aufmerksam gemacht, in dem Journalisten-Altrecke Günter Ederer noch schreiben konnte:

„Die CO2-Theorie ist nur geniale Propanda.“

Darin sagte Ederer sogar ganz deutlich, daß alle Parteien in den Industriestaaten die Weltuntergangs-These übernehmen würden; die Vorhersage war sogar 1998 schon vom ausgezeichneten Wissenschaftsjournalisten Nigel Calder prophezeit worden. Grund: Man könne mit dem CO2-Wahn sogar die Luft zum Atmen besteuern. Das ließe sich kein Politiker entgehen. Dabei gebe es rund 800 wissenschaftliche Publikationen gegen die CO2-Panikmache. Fragt sich, wieso die konservative Journaille diese ignoriert; denn Atemluftsteuern bringen den Redakteuren nichts. Auch werden falsche Angaben wie die berühmte „97%“-Aussage völlig ungeprüft laufend wiedergekäut.

EIKE-Pressesprecher Horst Lüdecke sagte dazu, daß die Frage in betreffender Studie unwissenschaftlich gestellt worden sei: Man wollte wissen, ob die Befragten allgemein die These befürworten würden, daß Kohlenstoffdioxid die Atmosphäre aufheizen könne. Ohne Aussage zur Quantität und Relevanz müssen natürlich auch manche „Klimaleugner“ wie es sie auch bei EIKE gibt, als vorsichtige Wissenschaftler ja sagen. Pikanterweise sind also einige von uns auch in den 97% auch enthalten, was so in den Medien aber nicht gesagt wird.

Und was schreibt die Welt am 21.4.19 in ihrer Flaggschiffversion, der Welt am Sonntag? Da kann – ganz aktuell – ein extrem gefrusteter, von seiner Partei abgehalfterter AfD-Politiker, widerspruchslos den menschgemachten Klimawandel als Tatsache hinstellen und uns als Lobbyisten der US-amerikanischen Öl-Gas-Kohle-Industrie bezeichnen. Konrad Adam, so heißt dieser frühere Welt-Journalist, hatte sich – wohl sehr zu Unrecht- früher einmal einen Ruf als scharfer Beobachter erarbeitet. Doch mit zunehmendem Politfrust über die ungezogene AfD hat er offensichtlich nicht mitbekommen, dass EIKE finanziell in einer ganz anderen Liga spielt, als die staatlich und privat gemästeten Klimaalarmisten-Institute, die er so bewundert. Im Vergleich zu denen bewohnt EIKE sozusagen das feuchte Kellergeschoß im Armenhaus. Was wiederum der Finanzkraft der US-amerikanischen Öl-Gas-Kohle-Industrie ein miserables Zeugnis ausstellen würde, so sie denn wirklich vorgehabt hätte, EIKE zu unterstützen. Hat sie aber nicht.

Denn auch das gilt: Obwohl wir bei EIKE jeden Spendeneuro gebrauchen könnten, muss jedem Spender klar sein, dass wir niemals eventuell damit verbundene Anweisungen, egal ob direkter oder indirekter Art, akzeptieren würden. Das verbietet uns nicht nur unsere Satzung, sondern auch das Selbstverständnis aller  Mitglieder,  die auch noch – wiederum im Gegensatz zu vielen Alarmisten – ehrenamtlich arbeiten. Es wäre das Ende von EIKE und verbietet sich daher von selbst.

Wie die konservativen Leser solchen leicht erkennbaren Gefälligkeitsjournalismus goutieren, zeigt die jüngste Medien-Statistik: Die Welt minus 17%, FAZ minus 3,3%, Bild minus 9,3%. Wird bald ein neuer Kipp-Punkt kommen, an dem die Journalisten sich wieder daran erinnern, was Journalismus bedeutet? Man mag es hoffen, allein es fehlt der Glaube.