Wie Klimamodelle die Erderwärmung aufblasen

Lewis/Curry (2018) kommen zum Ergebnis:

1,3°C für eine Verdopplung des CO2-Gehaltes der Atmosphäre bis etwa zum Ende dieses Jahrhunderts (Transient Climate Response), 1,7°C für ein langfristiges Gleichgewicht (ECS) etwa im Zeitraum 2150 bis 2200. Die Zahlen reagieren kaum empfindlich auf die Wahl von Zeitfenstern, sie schwanken nur sehr wenig, ob man 1870…2016 auswertet oder 1930…2016. Es gab eine ganze Reihe von Vorläuferarbeiten auch anderer Autoren, die ebenfalls etwa diese recht geringen Werte fanden. Auch Arbeiten, die historische Zeiträume (letztes glaziales Maximum bis vorindustriell) unter die Lupe nahmen, widersprechen diesen niedrigen Zahlen nicht.

Wie wir schon häufiger ausgeführt haben, laufen die Klimamodelle zu heiß, sie rechnen mit einer zu hohen ECS- im Mittel liegen sie bei 3°C. Dass diese Modelle nicht einmal die vergangenen 30 Jahre richtig wiedergeben können und daher die Modelle künstlich für diese Zeit mit einer um ein Drittel und mehr verringerten Sensitivität rechnen, hat Steve Koonin (Under Secretary for Science unter Präsident Obama von 2009 bis 2011) vor geraumer Zeit auf einem Hearing der American Physical Society (S. 255) offenbart. Das IPCC nennt das scaling (WG 1, Chapter 10, S. 882), auf deutsch was nicht passt, wird passend gemacht. Denn für die Zukunft rechnen die Modelle dann wieder mit der um ein Drittel höheren Sensitivität.

Können die IPCC-Modelle vor der Empirie gerettet werden?

Wenn Modelle und Wirklichkeit nicht zusammenpassen, sollten eigentlich Wissenschaftler  eher ihre Modelle in Frage stellen. Das hieße, die viel dramatischeren Sensitivitäts- Abschätzungen der letzten IPCC-Modellbetrachtungen – 1,86°C für TCR und 3°C für ECS – müssten über den Haufen geworfen werden. Die IPCC-Wissenschaftler stellen sich eher die Frage, wie können die IPCC Modelle mit ihren besorgniserregenden Projektionen vor der Empirie gerettet werden? Denn daran hängt ja der ganze Alarmismus, der die westlichen Gesellschaften prägt, von Fridays for Future bis zur CO2-Steuer.

Ein Schlüsselargument bisher geht so: Modelle sagen eine andere räumliche Verteilung der Erwärmung der Ozeane voraus als das, was wir beobachten. Es könnte also durchaus sein, so Aktivisten, dass die Abweichung eine „Laune der Natur“ wäre, eine interne Variabilität, und nach Beendigung dieser eher zufälligen Episode die Erwärmung „modellkonform“ viel stärker wird im globalen Maßstab. Und daher versucht das IPCC mit allem Krampf, im nächsten Bericht wieder eine viel zu hohe CO2-Sensitivität durchzudrücken.

Hier nun leisten zwei aktuelle Arbeiten Aufklärung. Um es vorweg zu nehmen: Die Beobachtungen der Erwärmungsrate sind korrekt, die abweichenden Muster der Klimamodelle entstehen durch ihre Unzulänglichkeiten, und die Muster werden sich auch nicht ändern.

Die IPCC-Modelle sehen beispielsweise als Ergebnis des menschgemachten CO2-Antriebs eine recht gleichmäßige Erwärmung des tropischen Pazifiks. Die Beobachtungen jedoch stellen eine bedeutend stärkere Erwärmung des westlichen tropischen Pazifiks gegenüber dem östlichen fest.

In Dong et al (2019) weisen die Autoren nach, dass, wenn sich die konvektiven Regionen mit vielen Wolken des westlichen Pazifiks stärker erwärmen als die mit kaum Konvektion des Ostpazifiks, die globale  Gesamterwärmung deutlich weniger ausgeprägt ist. Die Konvektion im westlichen tropischen Pazifik führt dazu, dass es eine verstärkte Abstrahlung von Wärme in den Weltraum gibt, die dortige Erwärmung also viel effektiver abgebaut werden kann, als dies bei einer stärkeren Erwärmung des östlichen Pazifiks mit geringerer Konvektion möglich wäre. Es ist also ein klarer physikalischer Mechanismus, der dazu führt, dass die beobachtete stärkere Erwärmung des tropischen Westpazifiks zu geringeren globalen Sensitivitäten (= stärkeres negatives globales Feedback) führt. Wieder einmal scheitern die Modelle an den Wolken!

Große Defizite in der Abbildung des Geschehens

Klimamodelle haben so große Defizite in der Abbildung des Geschehens im tropischen Pazifik, dass sie dadurch die Antwort auf den Antrieb global falsch ermitteln und die Empfindlichkeit auf den CO2-Antrieb systematisch überschätzen, wie eine zweite Arbeit von Seager et al von der Columbia University in der angesehenen Wissenschaftszeitung Nature (!) vom Juli 2019 zeigt: „The failure of state-of-the-art models to capture the correct response introduces critical error into their projections of climate change“.

Konsequenzen? Keine. Ich habe Zweifel, dass die Ergebnisse der beiden bedeutenden Arbeiten überhaupt inhaltlichen Eingang in den kommenden Sachstandsbericht des IPCC finden werden. Dann nämlich müsste man hunderte Seiten kritisch überarbeiten, die sich mit Modellprojektionen beschäftigen.

Ein Grund mehr für uns, der Empirie zu vertrauen und nicht der „Playstation Klimatologie“. Aber was soll dann aus der „Panik“ werden, die uns Fridays for Future verordnen wollen? Alles nur heiße Luft? Die Politik läuft heiß, weil die Modelle zu heiß laufen. Welche Wissenschaftler haben den Mut und sehen ihre Verantwortung, FFF und die Politik aufzuklären? Selbst wenn wir die CO2-Emissionen auf dem heutigen Niveau aufrechterhalten und nicht weiter steigen lassen, bleiben wir in diesem Jahrhundert unter 500 ppm und unterhalb von zwei Grad Erwärmung.

Lesen Sie zum Thema auch Fritz Vahrenholts Seite „Die Kalte Sonne“.

Zuerst erschienen bei der Achse des Guten




Tagesschau: Die Klimazonen wandern!

Wie schon 1970 die Eiszeit-Katastrophe wirkt auch die aktuelle Heißzeit-Apokalypse in alle möglichen Bereiche des menschlichen Lebens hinein und verursacht angeblich laufend überraschende Folge-Schäden. Überlaufende Ozeane, Artensterben, Insektensterben, Klimaflüchtlinge, Klimadepression, Dürren, Waldsterben, Almensterben….es gibt nichts, wofür das Klima nicht verantwortlich wäre. Die Tagesschau-Seite präsentierte gerade die neueste furchtbare Umwälzung: Die Klimazonen verschieben sich! Während Pazifikinselchen angeblich bald im Meer versinken, wird Spitzbergen also vielleicht bald gemäßigtes Klima haben, und durch Italien wälzen sich die Saharadünen.

Die Staatsfunker der ARD formulieren das so:

„Die Szenarien lesen sich wie ein Drehbuch für einen Weltuntergangsfilm:

Aus ehemals fruchtbaren Landschaften werden Wüsten, aus Permafrostböden matschige Sümpfe, Überschwemmungen reißen das Erdreich mit, die Landwirtschaft leidet unter langen Dürren, die Menschen unter Hitzewellen – die Ernährung sicherzustellen wird immer schwieriger.

Diese Szenarien entspringen keiner Fantasie. Mit ihnen beschreiben die Wissenschaftler des IPCC die Auswirkungen des Klimawandels.“

[Anmerkung: IPCC- und PIK-Szenarien sind grundsätzlich nichts anderes als Drehbücher für billige Horrorfilme]

Noch ein paar Details der Klimazonen-Verschiebung, die uns bevorsteht: Die Geschwindigkeit des Klimawandels nehme immer mehr zu (siehe die Berner Studie); und vor allem in Mitteleuropa, dem Mittelmeerraum, dem Amazonasbecken und in Südafrika würden Dürreperioden und Hitzewellen zunehmen.

Angesichts der Tatsache, daß Klimapapst Schellnhuber schon vor einiger Zeit orakelte, die Sahara würde eines Tages Hamburg erreichen, sind die aktuellen Vorhersagen des Weltklimarates eigentlich nicht neu. Aber sicherheitshalber werden die Katastrophenaussagen immer mal wieder aufgewärmt, damit auch wirklich jeder Bürger Bescheid weiß, was die Klimauhr geschlagen hat. Und möglichst ohne Murren die CO2-Steuer bezahlt.

 




Eine Million-Grenze geknackt: EIKE sagt Danke!

Vor einem Jahr, im Juli 2018, erreichte unsere Leserstatistik wohl urlaubsbedingt ein Allzeittief mit etwa 72.000 Aufrufen. In den Monaten darauf wurde in Schweden und Deutschland die Gretamanie inszeniert, und von da an gab es kein Halten mehr.

Der recht durchsichtige PR-Coup mit der die Jesuskind-Ikonografie bedienenden autistischen Greta Thunberg machte die Klimaskeptiker unter den Bürgern offenbar besonders ärgerlich; und den Unentschiedenen wurde deutlich gezeigt, daß alles nur Illusion ist, was medial unter „Klimawandel“ firmiert.

Da Greta neben der Goldenen Kamera, dem D-Day-Preis nun auch noch einen Doktortitel und höchstwahrscheinlich wie Al Gore vor zwölf Jahren den Nobelpreis erhalten wird, ist nicht mit weniger Ärger unter den Bürgern zu rechnen.

Vor allem dann nicht, wenn uns eine zweite Mehrwertsteuer (also Kohlendioxidabgabe) droht, und das bei offensichtlich deutlich nach unten zeigenden Wirtschaftsdaten.

Natürlich ist alles nichts ohne unsere hervorragenden Autoren, denen ich auf diesem Wege Dank für ihre unermüdliche Arbeit und knackige Recherche sagen möchte:

Michael Limburg
Horst-Joachim Lüdecke
Chris Frey
Klaus-Eckart Puls
Andreas Demmig
und die vielen Gastautoren der Achse des Guten um Dirk Maxeiner und Henryk M Broder

 

 

 




Greta Thunberg ruft Gewerkschaften zum „Klimastreik“ auf

Greta Thunberg (oder ihre Kamarilla) forderte, am 27. September in Schweden einen Generalstreik auszurufen; die Gewerkschaften sollten das „anordnen“.

Das haben die Vertreter allerdings sofort abgelehnt. Man wolle das schärfste Mittel des Arbeitskampfes nicht „verschwenden“. Vermutlich hätten die Mitglieder auch gemeutert oder wenigstens gegrummelt, weil die Werktätigen mit den Mythen des Juste-Milieus meist nichts anfangen können. Und den Gewerkschaftsbossen war die Sache wohl auch nicht geheuer, weil das Klimatamtam keine konkrete politische Forderung ist, die den Mitgliedern nutzt, sondern nur ein Profit- und Bespaßungsprogramm für Eliten und deren Kinder.




„Multi-Konzerne nutzen den Klimawandel als ideologische Waffe für Superprofite“ – Jeremy Corbyns Bruder zur Klimapolitik des Westens

Der Chef der Arbeiterpartei Großbritanniens (Labour), Jeremy Corbyn, ist bei konservativ-liberalen Kritikern für eine sehr zeitgeistige, also äußerst linke Haltung bekannt. Sein Bruder Piers ist offenbar sehr ähnlich positioniert und äußert in einem aktuellen Interview höchst interessante Ansichten zum Klimaschwindel, ohne die linke Position zu verlassen.

Zunächst geht der Physiker und Wettervorhersage-Betreiber ein wenig auf die Theorie ein. Er meint, das Kohlendioxid in der Luft sei nicht Grund, sondern die Folge erwärmter Meere, die bei steigenden Temperaturen immer weniger Gas gelöst halten können. Die Ausgasung erfolge allerdings mitunter nach einer langen Verzögerung, die hunderte Jahre betragen kann. Ein Effekt, der seit Hunderten von Millionen Jahren auftrete.

Die aktuell hohen Luft-CO2-Werte von über 400ppm rühren der Theorie nach nicht von unserer Industrietätigkeit her, sondern von der hochmittelalterlichen Warmphase vor rund 800 Jahren. Der tatsächlich menschgemachte Anteil an den 400ppm sei nur 4%. Selbst Termiten (die fressen Holz) produzierten zehn Mal CO2 mehr als wir Menschen.

Für die nahe Zukunft prognostiziert Corbyn eine deutliche Abkühlung des Klimas bis etwa 2035, was den Vorhersagen unserer Referenten Svensmark, Shaviv u.a. entspricht („Minimum“ der Warmzeit).

Auf die Frage von Poels, warum die Temperaturprognosen der Klimaforscher wie Schellnhuber, Mann & Co. Richtung Heißzeit deuten, nennt Corbyn diese rundheraus „Fälschungen“. Man habe bestimmte Datensätze genutzt, die die eigene Position stützen.

Zur Möglichkeit, das Klima über CO2 zu „regulieren“, meint Corbyn, das sei sinnlos. Entferne man CO2 aus der Luft, ströme es aus dem Meer nach, und andersherum.

Als eigentlichen Grund für die Erfindung vom CO2-getriebenen Klimakollaps nennt Corbyn die Desindustrialisierungs-Strategie in den westlichen Ländern. Beispiel Teesside/Nordengland: Der “Klimaschutz“ führte zur Verteuerung der Fabrikation, was die Drosselung zur Folge hatte. Inder kaufen die Fabrik, um sie zu retten. Sie bekommen Subventionen aus dem EU-Emmissionshandel-System, weil sie den britischen CO2-Ausstoß reduzieren. Danach behaupten die Inder, die Anlage sei nicht mehr zu retten und nutzen das Geld der EU, in Indien eine neue Fabrik zu bauen. Regionalpolitiker, die verlangen, in England zu bauen, werden damit beschieden, dass das EU-Steuergeld nun den Indern gehöre.

Zu Hause in Indien könnten die Konzerne dann frei von den teils harschen westlichen Auflagen in den Bereichen soziale Absicherung, Arbeits-, Natur- und dann Klimaschutz produzieren und viel mehr Gewinn machen. Der Kohlendioxidausstoß findet dann in Indien statt, es hat sich also nichts verbessert.

Die Theorie des Physikers Corbyn hat es in sich. Er sagt, dass die westliche Linke nach dem Mauerfall desorientiert gewesen sei und als Antwort auf die neue Zeit eine Art Ökosozialismus entwickelt habe. Damit aber war sie anfällig für die Klimawandel-Ideologie des internationalen Big Business.

Ökolinke als nützliche Idioten der globalen Konzerne? Wer weiß. Da es letztlich immer nur um Macht und vor allem Geld geht, den Linken wie den Multi-Kapitalisten, würde es passen.