UNwahrheiten: UN-Agentur behauptet Zunahme von klima-abhängigen Naturkatastrophen

But our world has shrunk through the interconnectivity brought about through globalization. And humans have pushed the planet beyond its boundaries. Man-made hazards, like financial system collapse, or radiation are also bringing new risk. The very nature of risk has changed: systemic and cascading risk, where a risk may start out one way, like a tsunami and end up as another risk, as in the nuclear station melt down in the huge Japan earthquake of 2011.

Einerseits wird in dieser Beschreibung, die sich unter “Our Impact” (unsere Wirkung) findet, dem Leser eben einmal die Prämisse untergeschoben, dass die Menschheit über ihre Verhältnisse lebt und entsprechend den Planeten in Schieflage gebracht hat (pushed the planet beyond its boundaries), eine fast schon romantisch-verklärte Vorstellung einer harmonischen Natur, in der kein Sturm und kein Vulkan den himmlischen Frieden stört. Andererseits wird eine Kausalität behauptet, die nicht vorhanden ist, denn Risiko gibt es nicht als Kaskade. Risiko ist eines der Merkmale, die einem Objekt oder einer Handlung zugeschrieben werden. Börsenspekulation trägt das Risiko des Geldverlusts in sich. Windkraftanlagen tragen das Risiko in sich, den Vogelbestand in der näheren Umgebung erheblich zu dezimieren. Beide Risiken sind berechenbar und man kann sich fragen, ob man sie eingehen will. Ein Erdbeben mit nachfolgendem Tsunamie ist nicht unabhängig von einander, denn ein Erdbeben an Land wird kaum einen Tsunami nach sich ziehen. Indes hat das Risiko eines Tsunami nichts mit dem Risiko für ein KKW, in melt down zu gehen, zu tun. Das Risiko besteht unabhängig von Erdbeben. Es ist prinzipiell möglich, den Meltdown auch anders herbeizuführen.

Aber das sind fast Nebensächlichkeiten angesichts der im Folgenden dokumentierten Art, wie beim UNDRR Falschbehauptungen verbreitet werden, um damit Klimapolitik zu machen:

“While this report focuses primarily on the staggering rise in climate-related disasters over the last twenty years, it is also a commentary on the need to strengthen disaster risk governance for the entire range of natural hazards and man-made hazards including related environmental, technological and biological hazards and risks.

Over the last twenty years, 7,348 disaster events were recorded worldwide by EM-DAT, one of the foremost international databases of such events […] These numbers represent a sharp increase of the number of recorded disaster events by comparison with the previous twenty years. Between 1980 and 1999, EM-DAT recorded 4,212 disasters linked to natural hazards worldwide, […] While better recording and reporting may partly explain some of the increase in events, much of it is due to a significant rise in the number of climate-related disasters.”

Hier wird erstens behauptet,

  • dass von 2000 bis 2019 ein erschreckender Anstieg bei Katastrophen, die auf klimatische Faktoren zurückgeführt werden können, zu verzeichnen ist;
  • dass die Anzahl der Katastrophen, die vor 2000 von EM-Dat verzeichnet wurden, mit der Anzahl danach, zwar nicht direkt vergleichbar ist, aber doch direkt vergleichbar ist, weil sich der Schreiber in seinem Wahn sicher ist, dass eine unterberichtete Menge, deren Ausmaß er nicht kennt, bestimmt zu weniger Katastrophen geführt hätte, wenn sie richtig erfasst worden wäre, als nach 2000. Das ist schon verschärfter geistiger Durchfall. Und natürlich hat EM-Dat im Zeitraum von 1980 bis 2000 erhebliche Probleme gehabt, die Katastrophen auf der Erde vollständig zu erfassen. Es gab für lange Zeit kein Internet. Kenntnis von einer Katastrophe in der Demokratischen Republik Kongo oder im abgeschotteten China zu erhalten, war von 1980 bis zur Mitte der 1990er Jahre sicher nicht einfach. Zu behaupten, man könne Daten vor der Einführung des Internet mit Daten nach Einführung des Internet vergleichen, entspricht der Behauptung, dass die Anzahl der Verkehrsunfälle unabhängig von der Anzahl der Kraftfahrzeuge ist. Offenkundiger Unsinn, den nur behauptet, wer ein politisches Anliegen gegen alle Empirie durchsetzen will.

Aber damit sind wir noch nicht am Ende, denn der erschreckende Anstieg von Katastrophen, der gleich auf der ersten Seite des Berichts von UNDRR behauptet wird, er findet sich nicht in den Daten, die auf den Folgeseiten präsentiert sind. Es findet sich, um genau zu sein, das Gegenteil eines Anstiegs: ein Rückgang:

Die Abbildung stammt von Seite 10 des UNDRR Report zu dessen Beginn behauptet wird, die Anzahl der “klima-bezogenen” Katastrophen habe in erschreckendem Ausmaß zugenommen. Die Abbildung zeigt, dass die “klima-bezogenen” Katastrophen wie überhaupt die Gesamtzahl der Katastrophen seit 2000 zurückgegangen ist. Der für die Grafik Verantwortliche hat es sicherheitshalber vermieden, eine Regressionsgerade in die Abbildung zu legen, aber wenn man mit Daten täglich zu tun hat, dann sieht man auch so, dass seit 2000 ein Rückgang zu verzeichnen ist, keine Zunahme und schon gar keine erschreckend hohe Zunahme.

Tatsächlich steht im Begleittext zu dieser Abbildung:

Overall, the number of disaster events per year and the distribution of disaster sub-groups [also auch klima-bezogene Katastrophen] has remained relatively stable between the year 2000 and 2019, with an average of 367 recorded events per year (Figure 5).

“Relatively stable” ist hier die Umschreibung für Rückgang, ein Rückgang, der sich sowohl für alle Katastrophen als auch für die klima-bezogenen Katastrophen feststellen lässt. Was man unter “klima-bezogenen Katastrophen” zu verstehen hat, ist in Fußnote 3 versteckt:

Climate-related disasters include disasters categorized as meteorological, climatological, or hydrological

Also alles außer Vulkanen und Erdbeben (geophysical disaster). Wie wohl ein Tsunami erfasst wird, der durch ein Erdbeben ausgelöst wurde? Wir können wohl annehmen, dass sich die Ersteller dieses “Berichts”, die so großen Wert darauf legen, eine enge Verbindung zwischen Klima und Katastrophen herzustellen, um diese Verbindung dann auf den angeblich von Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen, sicherlich nicht zu ihren Ungunsten geirrt haben.

Wer den Bericht nachlesen will, hier ist er in Gänze:

 



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Klimawandel – schon vor Jahrmillionen

Ein runder Spiegel

Unsere Erde hat eine Hülle aus Wasser, die hier und dort durch Festland unterbrochen wird. Ihre Oberfläche, auch Meeresspiegel genannt, ist fast kugelförmig, aber nur fast. Durch diverse Kräfte wird sie leicht deformiert. Da ist etwa der Mond, dessen Anziehungskraft auf offener See einen sehr flachen, ca. 60 cm hohen Wellenberg erzeugt, unter dem sich die Erde hindurch dreht. Küstenregionen erleben dann Ebbe und Flut. Die kann wesentlich höher werden als 60 cm, wenn besagte Welle in einer Bucht aufläuft.

Paradoxerweise bildet sich auf der vom Mond abgewandten Seite der Erde ebenfalls solch eine Welle, obwohl das Wasser doch zum Mond hingezogen wird. Das liegt daran, dass der Mond nicht einfach um die Erde läuft, sondern die beiden um einen gemeinsamen Schwerpunkt tanzen, und das erzeugt Zentrifugalkraft.

Es gibt dann noch eine Reihe anderer Effekte, die dem Meeresspiegel die ideale Kugelform verwehren. Nichts desto trotz aber ist er die geheiligte Nulllinie, über der wir die Höhenlage von Objekten auf festem Boden bestimmen.

Was hat sich bewegt?

Nun gibt es seit einiger Zeit Befürchtungen, besagter Meeresspiegel, würde nicht nur temporär deformiert, sondern systematisch angehoben. Dazu möchte ich über eine interessante Forschungsarbeit berichten, die quasi bei mir vor der Haustüre in Kapstadt durchgeführt wurde, in der Südwestecke des afrikanischen Kontinents.

Zuerst aber ein Gedankenexperiment.

Nehmen wir an, Sie sitzen in der Badewanne und lesen einen Roman. Kopf und Unterarme befinden sich über dem Wasserspiegel, der Rest ist auf Tauschstation. Nach einem spannenden Kapitel schauen Sie vom Buch auf und stellen zu Ihrem Schrecken fest, dass die Knie jetzt zu sehen sind. Was war passiert? Ist der Wasserspiegel gesunken oder haben sich Ihre Beine spontan neu positioniert? Sie können sich an nichts erinnern. Es ist mysteriös.

Ähnlich beobachten wir Veränderungen des Meeresspiegels an den Küsten, etwa wenn Mutter Erde ein Körperteil zeigt, das bislang unter Wasser war, oder wenn Land unter ist, wo es vorher trocken war. Das ist ein Fall für die Geologen, die sich fragen müssen, was sich bewegt hat; war es der Wasserspiegel oder war es die Erde? Genau das untersuchte man nun an den Küsten Südafrikas – und man hat eine Antwort gefunden, die gut in den Zeitgeist passt.

Vom Hundefelsen zur Hoffnung

An ausgewählten Stellen, vom Atlantik ums Kap herum bis zum Indischen Ozean, untersuchte ein internationales Team also die Küste. Das war kein exotisches Abenteuer, so wie wir es von Indiana Jones kennen, denn die Region ist leicht zugänglich und zivilisiert. In ihren Berichten erwähnen die Forscher beispielsweise „Hondeklip Bay“, das gemütliche Dorf am Hundefelsen mit gut 500 Einwohnern. Etwas mehr Action fanden sie dann zwei Autostunden südlich in Lamberts Bay. Hier hat Isabellas Restaurant Shrimp und Hummer auf der Speisekarte, also die späten Nachfahren der Fossilien, denen das Interesse unserer Geologen galt.

Aber auch am anderen Ende der Region, in „de Hoop“, dem Ort der Hoffnung am Indischen Ozean, kann man es aushalten. Es gibt da ein großzügiges Ferienresort; es ist gut zu erreichen, denn auf der angrenzenden Weidefläche kann man mit seinem Flugzeug landen, vorausgesetzt es gelingt einem erst einmal, die dort grasenden Strauße zu verscheuchen.

Krabben auf dem Trockenen

An dieser Strecke also, im Gestein der mehr oder weniger steilen Küste, sind unsere Forscher auf die Fossilien von Kreaturen gestoßen, die einst am Meeresgrund ein glückliches Leben führten. Dort also, einige zehn Meter hoch, wo es heute trocken ist, muss einstmals Wasser gewesen sein.

Fossilien von Seegetier auf dem Trockenen zu finden sollte einen Geologen nicht in Ohnmacht fallen lassen; die sind für ihn so alltäglich wie Falschparker für einen Polizisten. Man ist ja sogar 8000 m hoch im Himalaya auf sie gestoßen – auf versteinerte Ammoniten, nicht auf Falschparker.

Das Besondere ist, dass die Funde an der afrikanischen Küste nur ein paar Millionen Jahre alt sind, und dass es Grund zur Annahme gibt, dass nicht der Erdboden sich aus dem Meer gehoben hat, sondern dass das Wasser damals so hoch stand. Es war also nicht Mutter Erde, die den großen Zeh bewegt hat, es war sozusagen der Wasserstand in der großen Badewanne.

Stand Mount Everest also damals auch unter Wasser? Nein, da wurde das Terrain aufgetürmt, weil sich irgendwelche tektonischen Platten in einander verkeilt hatten und dann nur noch nach oben ausweichen konnten. Mamma Afrika aber hat einen ruhigen Schlaf in dem sie sich kaum bewegt. Über den Tafelberg gleich nebenan wollen wir mal hinwegsehen.

Mutter Erde – politisch korrekt?

Bis hierher wollen wir unseren Forschern widerspruchslos folgen, im Vertrauen auf ihre Professionalität und wissenschaftliche Korrektheit. Ab jetzt aber wird die Argumentation etwas holperiger.

Was war der Grund für den höheren Meeresspiegel? Polkappen waren geschmolzen und das Wasser hat sich ausgedehnt. Warum? Es herrschte Global Warming. Und woher kam das? Zu viel CO2 in der Atmosphäre. Wieviel war das damals? 400 ppm, also genau der Stand, den wir bösen Menschen heute dank SUVs und Ferienjets produziert haben!

Das also hat unser Team herausgefunden.

Anschließend waren dann CO2 und Meeresspiegel wieder spontan gesunken und die Krabbentiere, die es sich auf dem neu gewonnenen Meeresgrund gemütlich gemacht hatten, saßen im Trockenen und warteten darauf, ein paar Millionen Jahre später von Geologen gefunden zu werden.

Unsere Forscher beeilen sich auch, uns darauf hinzuweisen, dass, wenn wir uns nicht alle an das Pariser Klima-Abkommen halten, der Meeresspiegel demnächst bis in die oberer Stockwerke unserer Hochhäuser steigt und sich auf den Balkons wieder Krabben und Seesterne häuslich einrichten werden.

Das hört sich nun doch etwas nach „Programm-Forschung“ an, bei der das Ergebnis fest steht, bevor die Messungen gemacht sind. Finanziert wird das Projekt übrigens mit 4,25 Mio. Dollar durch die US National Science Foundation, die in Sachen Klima und Gender von sich reden macht.

Das Ganze erinnert an eine Anekdote aus einem verwandten Milieu. Zwei konkurrierende archäologische Teams graben nach Relikten alter Kulturen und haben den Ehrgeiz zu beweisen, dass jeweils „ihre“ Zivilisation schon sehr weit entwickelt war.

Die eine Gruppe stößt in vielen Metern Tiefe auf Überreste einer Stadt, mit erstaunlich gut erhaltenen und wohlgeformten Tongefäßen und anderen Artefakten, darunter auch größere Mengen an leicht oxidiertem Kupferdraht. Nach einigem Rätselraten über diesen Fund war es klar: Die Bewohner hatten damals schon Telefon! Welch eine Sensation.

Das andere Team fand zwar auch Relikte einer alten Stadt, wohl entwickelt, fast vergleichbar mit Pompeji. Was sie aber nicht fanden war Kupfer. Und so veröffentlichten sie dann ihre Entdeckung: „Sensation: schon damals gab es drahtlose Mobiltelefone.“ Sie hatten gefunden, wonach sie suchten.

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors Think-Again. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.




Woher kommt der Strom? Der Herbst ist da!

(Abbildung, bitte unbedingt anklicken, es öffnen sich alle Abbildungen & Mehr)  (Abbildung 1).

Daß mit 62,44€/MWh der höchste Strompreis der Woche zu einer dieser (Mini-) Lücken aufgerufen wird, sei nur am Rande erwähnt. Deutschland exportierte die gesamte Woche per Saldo Strom (Abbildung 2). Deutschland wird über den Winter seinen Strom weitgehend selbst herstellen und Überschüsse exportieren. Diese Überschüsse, es sind Strom-Mix-Überschüsse, werden, das ist das Fatale, umso höher ausfallen, desto näher die Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energieträger an den faktischen Bedarf heranreicht. Ein gutes Beispiel ist der Sonntag der 41. Woche. Insgesamt ist die Erzeugung mittels Wind- und Sonnenkraft plus Biomasse und Wasserkraft diese Woche stark (Abbildung 3). Bis auf den Sonntag schwankten die Preise zwischen 6 und 62 €, wobei ein durchgängiges Zeit-Preis-System aus dem Chart kaum erkennbar ist. Angebot und Nachfrage bestimmen die Exportpreise, die Deutschland erzielt. Abbildung 4 zeigt, welche Nachbarn Deutschlands den Strom abnehmen bzw. Strom liefern. Die konventionelle Stromerzeugung (Abbildung 5) muss trotz des starken Stromaufkommens mittels erneuerbarer Energieträger bis auf den Sonntag absolut hohe Strommengen hinzu erzeugen. Der Bedarf steigt mit dem herbstlichen Wetter, der immer früher einsetzenden Dunkelheit.

Die Tagesanalysen

Sonntag, 4.10.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 70,40 Prozent, davon Windstrom 45,60 Prozent, Sonnenstrom 11,20 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,60 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Am bedarfsarmen Sonntag fahren die konventionellen Stromerzeuger die Stromproduktion so es geht herunter. Aus Netzstabilisierungsgründen müssen etwa 20 GW immer sicher und kontinuierlich ins Stromnetz eingespeist werden. Das können nur die Konventionellen. Deshalb kommt es über Tag, zu einem erheblichen Stromüberschuss, der nicht nur verschenkt, sondern mit Bonusscheck abgegeben werden muss. Von 10:00 bis 15:00 Uhr. Am Stromexport Deutschlands verdienen diese Nachbarn richtig Geld!

Montag, 5.10.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 52,74 Prozent, davon Windstrom 34,93 Prozent, Sonnenstrom 6,16 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,64 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Wenig Sonnenstrom, viel Windstrom, vor allem auch Offshore im Verhältnis zur installierten Leistung. Das ganz ziemlich ausgeglichen. Die Konventionellen können gut nachgeführt werden. Am frühen Morgen wird der Strom praktisch verschenkt, zum Vormittag und zum Vorabend werden recht ordentliche Preise erzielt. Zur Mittagsspitze fallen die Preise unter 40€/MWh. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass der weitere Zubau von Solaranlagen, die Preise über die Mittagsspitze weiter sinken lassen wird. Die Im-, Exportpreise.

Dienstag, 6.10.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 56,49 Prozent, davon Windstrom 40,91 Prozent, Sonnenstrom 4,55 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,04 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Noch weniger Sonnenstrom und eine über Tag  und tendenziell fallende Windstromerzeugung. Der Stromüberschuss steigt, so dass das Preisniveau etwas niedriger als gestern ist. Die Konventionellen führen gut nach. Ohne deren Strom läge Deutschland im Dunkeln. Heute ist Österreich Stromhauptabnehmer.

Mittwoch, 7.10.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 50,34 Prozent, davon Windstrom 33,33 Prozent, Sonnenstrom 5,44 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,56 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Heute etwas mehr Sonnenstrom als gestern, der Windstrom fließt ziemlich kontinuierlich auf einem ein Drittel-Niveau. Am frühen Morgen entsteht eine Mini-Stromlücke, die günstig geschlossen werden kann. In der Spitze erzielt Deutschland einen Strompreis über 50€/MWh. Unten sind es um 15:00 Uhr 34,07 €/MWh. Die Konventionellen bullern kontinuierlich über Tag. Diese Nachbarn nehmen den überschüssigen Strom ab.

Donnerstag, 8.10.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 60,49 Prozent, davon Windstrom 44,44 Prozent, Sonnenstrom 5,56 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,49 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der mittels erneuerbarer Energieträger erzeugt Strom liegt heute über 60% – nur der letzte Sonntag war mit über 70% stärker – der Gesamtstromerzeugung Deutschlands, wobei der Schwerpunkt in der zweiten Tageshälfte liegt. Mit der Folge, dass in der sonst so gewinnträchtigen Vorabendzeit viel zu viel Strom im Markt ist.  Der Preis ist mit 32,27€/MWh entsprechend niedrig. Am Vormittag wurden in der Spitze noch über 50€/MWh erzielt. Die konventionelle Stromerzeugung wird zwar zurück gefahren. Doch der Windstromanstieg ist steiler.  Welche Länder importieren wann, wieviel, zu welchem Preis?

Freitag, 9.10.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 41,55 Prozent, davon Windstrom 23,24 Prozent, Sonnenstrom 6,34 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,97 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken

Eine Ministromlücke musste heute Morgen von 6:00 bis 8:00 Uhr recht teuer geschlossen werden. Um 17:00 und 18:00 Uhr kam es noch mal zu einer geringfügigen Stromunterdeckung. Ansonsten exportierte Deutschland per Saldo Strom. Allerdings recht wenig. Denn die Wind- und Sonnenstromerzeugung ging am Morgen rapide zurück, so dass die konventionellen Erzeuger ihre Kraftwerke zügig hochfahren mussten. Die Stromverteilung.

Samstag, 10.10.2020: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 50,00 Prozent, davon Windstrom 31,54 Prozent, Sonnenstrom 6,15  Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,31 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Einstieg ins Wochenende. Über Tag zieht die Windstromerzeugung leicht an. Schwache Sonnenstromerzeugung kommt hinzu, so dass über die Mittagsspitze der Strom für unter 30€/MWh abgegeben werden muss. Dann, wenn auskömmliche Preise erzielt werden könnten, gibt es wenig Überschussstrom. Gut so! Gäbe es mehr, würde der Preis sinken. Die Konventionellen ziehen an. So verhindern sie eine Unterdeckung, die wahrscheinlich viel Geld kosten würde. Nochmal: Gut so! Deutschland exportiert per Saldo den ganzen Tag Strom. Es fällt gleichwohl auf, dass Dänemark den ganzen Tag Strom nach Deutschland liefert. Zu Börsen- oder zu Vertragsstrompreisen?

Wie wirkt es sich aus, wenn die Stromerzeugung doppelt so hoch wäre, wie aktuell bezogen auf den faktischen Strombedarf in Deutschland? Dies kalkuliere ich jede Woche in der Tabelle, die unter Abbildung 6 abgelegt ist, heruntergeladen und analysiert werden kann.

Leser Helmut Driesel machte sich Gedanken zu einer Verdoppelung der installierten Leistung ausschließlich der Windkraft:

Ich möchte mal noch eine Bemerkung zur “angenommenen Verdoppelung der Stromerzeugung durch Wind” machen. Die Einspeisung von Windenergie ins öffentliche Netz schaffte 2019 als Durchschnitt 20,4% (124TWh). Eine Verdopplung der installierten Leistung ließe also rund 41% erwarten. Wäre das eine Größe, wo unsereiner als verantwortlicher Entscheider an das Abschalten von konventionellen Kraftwerken denken würde? Da ich das für mich verneinen kann, nehmen wir einmal 50%, rund, nur als inneren Denkanstoß. Das würde die Errichtung und Inbetriebnahme von zusätzlichen rund 91 GW nominaler Leistung bedeuten! (Bis 2019 waren es 60,8 GW) Das kann jeder für sich in Standorte umrechnen, dabei bedenken, dass die besten Plätze natürlich schon belegt sind. Trotzdem, wer immer Optimist ist und positiv denkt, könnte noch zu der Überzeugung kommen, das sei zu schaffen. Aber das ist noch nicht alles! Genau wie bei den modellhaft in Serie gefertigten 1 GW-Speichern, deren Ökonomie ich vor einiger Zeit kritisch betrachtet hatte, so hat auch die Installation von so vielen Windrädern einen Haken. Bei einer Windstärke, die Nominalleistung bewirkt, das sind 10-16m/s, erzeugen die dann insgesamt installierten 152 GW in 24 Stunden über 3,6 TW Energie. Also ungefähr das Dreifache dessen, was Herr Stobbe hier als Tagesbedarf anzeigt. Das kann man derzeit und auch bis weit in die Zukunft hinein nicht speichern und auch nicht exportieren. Man muss also immer, wenn die Produktion zu groß ist, und das wird sehr häufig der Fall sein, abschalten. Nicht erst bei Sturm, dann sowieso, sondern immer, wenn genug Strom da ist. Und das bringt auch dieser Form der Energieerzeugung eine negative Ökonomie, die mit jedem neu installierten Windungetüm negativer wird. Man müsste sie auf ewig per Umlage quersubventionieren. Ja, und womit, wenn die konventionellen Kraftwerke abgeschaltet sind? Also, sehr geehrte Damen und Herren Politiker, ich an Ihrer Stelle würde den ganzen Tag mit einer Gänsehaut herumlaufen.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de Aber bitte immer höflich. Ist klar, nicht wahr?

Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

Rüdiger Stobbe betreibt seit vier Jahren den Politikblog  www.mediagnose.de

 

 




Medienversagen in Corona-Zeiten – keine/kaum Berichterstattung über mächtige Proteste im Ausland

Großdemonstration in London? Wird berichtet, wenn es gegen Johnson/Brexit und Rassismus geht. Will man etwas über die Massenproteste gegen die Coronamaßnahmen in der britischen Hauptstadt erfahren, die am 17. Oktober stattfanden, muß man das russische Staatsfernsehen konsultieren.

Vom Aufruf von 250 Intellektuellen in der französischen Zeitschrift Marianne berichtet der „alternative“ Philosoph Gunnar Kaiser:

Die zweite Welle ist nicht viral, sondern wirtschaftlich und sozial: der Ruf von 250 Intellektuellen

Was wollen die 250 Warner:

In diesem Forum warnen 250 Uni-Akademiker, Wissenschaftler, Angehörige der Gesundheitsberufe und Anwälte vor den wirtschaftlichen und psychosozialen Folgen des politischen und gesundheitlichen Managements der Covid-Krise. Sie glauben, daß die nächste Katastrophe nicht viral, sondern wirtschaftlich und sozial sein wird und daß sie nicht die privilegierten Eliten, sondern andere viel verletzlichere soziale Gruppen betreffen wird.

Der Brief im Wortlaut (übersetzt):

<<In seiner Stellungnahme vom 22. September 2020 zur „verstärkten Bekämpfung der Epidemie“ stellte der Wissenschaftliche Rat von Covid-19 die zu treffenden politischen Maßnahmen in Frage. Er gab an, dass er „diese Fragen unter Berücksichtigung eines gesundheitlichen Gesichtspunkts angeht“, erkannte an, dass „allgemeinere wirtschaftliche Aspekte aufgrund ihrer Bedeutung angezeigt sind“, war jedoch der Ansicht, dass dies „nicht in seine Zuständigkeit fällt“ (Seite 26) -27).

Wir fragen uns dann, welchen Nutzen der Anthropologe und der Soziologe haben, die zu seinen Mitgliedern gehören. Vier Tage später forderten die beiden Nobelpreisträger von 2019, Abhijit Banerjee und Esther Duflo, in der Zeitung Le Monde eine allgemeine Eindämmung der Bevölkerung, um „Weihnachten zu retten“. Am nächsten Tag (27. September) erklärte der Minister für Solidarität und Gesundheit, Olivier Véran, in den Medien, dass „man keine Angst vor Heimarbeit haben sollte“.

Schließlich haben einige Journalisten (hier Liberation, dort L’Express) in den letzten Tagen ein neues Etikett für die Schublade erfunden, in der sie diejenigen einsperren möchten, die die von ihnen verteidigte Meinung nicht mit der Regierung teilen: die „Beruhigungsleute“.

Beispielloser Rückgang seit dem Zweiten Weltkrieg

Alle diese Worte zeugen von der Vision der Welt der französischen Eliten, zumindest derer, die die öffentliche Rede kontrollieren. Leider sind während dieser Zeit andere Realitäten für sie unsichtbar. Auf die Gefahr hin, nicht „beruhigend“ zu sein, müssen wir in der Tat warnen, dass die nächste Katastrophe nicht viral, sondern wirtschaftlich und sozial sein wird und dass sie nicht diese privilegierten Eliten, sondern andere viel verletzlichere soziale Kategorien betrifft.

Nach Berechnungen von INSEE hat das Management der Pandemie dazu geführt, dass Frankreich rund zehn Punkte des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verloren hat, ein seit dem Zweiten Weltkrieg beispielloser Rückgang. Zum Vergleich: Die Krise von 2008 führte im folgenden Jahr zu einem Rückgang des BIP um weniger als 3%. Die Arbeitslosenquote sollte zum Jahresende ebenfalls 10% überschreiten, wenn nach Angaben des Direktors des französischen Observatoriums für wirtschaftliche Zusammenhänge (OFCE) mehr als eine Million Arbeitslose erwartet werden. Dies impliziert eine allgemeine Zunahme von Ungleichheiten und Armut, warnt der Direktor des Observatoriums vor Ungleichheiten, der auch feststellt, dass „eine große Anzahl von Abteilungen Ende August einen Anstieg von rund 10% der RSA-Begünstigten im Vergleich zu beobachtet hat zu Beginn des Jahres 2020 „. Es ist kein Zufall, dass die Secours-Gesellschaft am 30. September vor dem starken Anstieg der Anfragen nach Nahrungsmittelhilfe warnte.

Dieser historische Niedergang betrifft nicht alle Berufe; während einige nicht gespürt haben, dass die Krise vorüber ist, trifft sie im Gegenteil die Sektoren Handel und Handwerk, Dienstleistungen für Unternehmen und Haushalte sowie Künstler. Privilegierte Ziele der restriktiven Maßnahmen der Regierung, der Veranstaltungssektor, Hotels und Restaurants zahlen einen hohen Preis, insbesondere die prekärsten Randbereiche ihrer Mitarbeiter: Zeitarbeitskräfte und Saisonarbeiter.
Am Ende sind die am stärksten gefährdeten Unternehmen und Mitarbeiter am stärksten von der Bewältigung der Krise betroffen. Es ist kein Zufall, dass der INSEE bei Ausländern und Einwanderern deutlich mehr Todesfälle durch Covid zählt, und stellt fest, dass die Abteilung mit dem höchsten Anstieg der Sterblichkeit im März-April 2020 Seine-Saint-Denis ist. ärmste Abteilung auf dem französischen Festland. Wie die DREES in ihrem Juli-Bericht schrieb, „machen die kumulierten Ungleichheiten angesichts der Epidemie und angesichts der Eingrenzung die aktuelle Gesundheitskrise zu einem starken Indikator für soziale Ungleichheiten“.

Gesundheit ist nicht nur die Abwesenheit von Krankheiten

Darüber hinaus hat und wird die Kombination aus objektiver wirtschaftlicher und sozialer Belastung und der Angst, die die am stärksten gefährdeten Menschen infolge besonders ängstlicher politischer und medialer Kommunikation empfinden, auf lange Sicht Konsequenzen für die körperliche und geistige Gesundheit haben: zunehmen Konsum von Tabak, Alkohol und möglicherweise anderen Drogen und Psychopharmaka, Angstzuständen, Schlaflosigkeit und anderen Schlafstörungen, Depressionen, Selbstmord, Slip-Syndrom für ältere Menschen usw.

Ganz zu schweigen von den Auswirkungen von Todesangst, Schuldgefühlen und möglichen posttraumatischen Syndromen und Zwangssymptomen bei infizierten Personen und anderen „positiven“ Fällen. Was Kinder und Jugendliche betrifft, wissen wir immer noch nicht, wie sie all dies erleben und welche Spuren es auf ihnen hinterlassen wird. Auch die Auswirkungen der Schulschließungen im vergangenen Frühjahr auf Schulabbrecher und Schulversagen wurden nicht genau gemessen. Wer versteht nicht, dass all dies jedoch äußerst wichtig ist?
Wir fordern, dass wir den Entscheidungen, die im Selbst getroffen werden, ein Ende setzen.
Alle sind sich einig, dass die erste Pflicht der Regierung und jedes Bürgers darin besteht, die „gefährdeten“ Personen zu schützen, aber es ist an der Zeit zu berücksichtigen, dass die Verwundbarkeit sowohl psychosozial als auch physiologisch ist. Es ist an der Zeit, daran zu erinnern, dass die WHO selbst in der Präambel ihrer Verfassung Gesundheit als „einen Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens [definiert], der nicht nur in Abwesenheit von Krankheit oder Krankheit besteht Gebrechen „. Wenn andere gebrechliche Menschen wie ältere Menschen vernachlässigt werden, besteht die Gefahr, dass andere Krankheiten verursacht werden, deren Auswirkungen über viele Jahre hinweg spürbar sind.Schließlich ist es wieder die Verfassung der WHO, die erklärt, dass „eine informierte öffentliche Meinung und eine aktive Zusammenarbeit der Öffentlichkeit für die Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung von größter Bedeutung sind“. Deshalb fordern wir, dass wir den Entscheidungen, die mitten in einem „Wissenschaftlichen Rat“ oder einem Ministerkabinett getroffen werden, ein Ende setzen, um im Gegenzug eine echte demokratische Debatte über die Gesundheitspolitik zu eröffnen.>>
Die 250 Erstunterzeichner:
Laurent Mucchielli, Soziologe, Forschungsdirektor am CNRS
Xavier Timbeau, Ökonom, Direktor des französischen Observatoriums für wirtschaftliche Konjunkturen (OFCE)
Arnaud Plagnol, Psychiater, Professor für Psychologie an der Universität von Paris 8
Nicolas Sembel, Professor für Soziologie an der Universität von Aix-Marseille
Marnix Dressen-Vagne, Professor für Soziologie an der Universität Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines
Thierry Oblet, Dozent für Soziologie an der Universität von Bordeaux
Pascal Roman, Professor für klinische Psychologie, Psychopathologie und Psychoanalyse an der Universität Lausanne
Jean-François Toussaint, Professor für Physiologie an der Universität von Paris, ehemaliger Präsident der Generalstände für Prävention
Laurent Toubiana, Epidemiologe bei INSERM, Direktor von IRSAN
Jean Roudier, Professor für Medizin, Rheumatologe, Direktor der INSERM UMRs 1097
Paul Touboul, emeritierter Professor für Medizin an der Universität von Lyon 1 und ehemaliger Abteilungsleiter am Kardiologischen Krankenhaus von Lyon
Catherine Gire, Kinderärztin, Leiterin der Intensivstation, Intensivstation und Neonatologie am Nordkrankenhaus von Marseille
Marc Rozenblat, Arzt, Präsident des Nationalen Syndikats der Sport-Gesundheits-Ärzte
Gérard Maudrux, Kardiologe, Ehrenvorsitzender der Caisse de Retraite des Médecins de France und der Caisse d’Assurance Maladie des Professions de Province
André Comte-Sponville, Philosoph
Anne Atlan, Forschungsdirektorin bei CNRS, Populationsgenetikerin und Soziologin
Elise Carpentier, Professorin für öffentliches Recht an der Universität von Aix-Marseille
Didier Blanc, Professor für öffentliches Recht an der Universität von Toulouse
Bernard Swynghedauw, Biologe, emeritierter Forschungsdirektor bei INSERM
Mylène Weill, Biologin, Forschungsdirektorin am CNRS
Isabella Annesi-Maesano, Epidemiologin für allergische Erkrankungen und Atemwegserkrankungen, Forschungsdirektorin bei INSERM
Yannick Gottwalles, Kardiologe, Leiter der Notaufnahme des Pasteur-Krankenhauses (Colmar)
Éric Desmons, Professor für öffentliches Recht an der Sorbonne Universität Paris Nord
Laurent Sedel, Arzt, ehemaliger Leiter der Abteilung für Orthopädie im Krankenhaus Lariboisière
Pascal Lardellier, Professor an der Universität von Burgund
Jean Louis Rouvillain, Professor an der Universität der Antillen
David Lepoutre, Professor für Soziologie an der Universität von Paris-Nanterre
Lucie Jouvet Legrand, Sozioanthropologin, Dozentin an der Universität Franche-Comté
Benoit Marpeau, Dozent für Geschichte an der Universität von Caen-Normandie
Marc Richevaux, Magistrat, Dozent an der Université du Littoral Côte d’Opale
Cécile Bourdais, Dozentin für Psychologie an der Universität von Paris 8
Arnaud Rey, Forscher in Psychologie am CNRS
Mathias Delori, Politikwissenschaftler, CNRS-Forscher
Michel Deshaies, Professor für Geographie an der Universität Lothringen
Bénédicte Helfer, Ärztin, große Gesundheitsrisiken und Krisenmanagement
Sylvie Laval, Psychiaterin
Charles Menard, Psychiater
Thierry Gourvénec, Kinderpsychiater
Frédéric Badel, Psychiater
David Esfandi, Psychiater (Bordeaux)
Martine Wonner, Psychiaterin, Abgeordnete von Bas Rhin
Jérôme Coutelan, Psychotherapeut (Bouches-du-Rhône)
Tamara Baron, Psychologin
Murielle Dellemotte, Arbeitsärztin
Louis Fouché, Arzt, Anästhesist in Marseille
Olivier de Soyres, Anästhesist und Beatmungsbeutel
Bernard Marsigny, Anästhesist und Beatmungsbeutel
Olivier Lhoest, Anästhesist und Beatmungsbeutel
Patrick Carlioz, Kinderchirurg, Mitglied der National Academy of Surgery
Daniel Chollet, Lungenarzt (Aubagne)
Sophie Colas, Ärztin, Koordinatorin der Referenzzentren für seltene Krankheiten in Marseille
Alain Wurtz, emeritierter Professor für Thoraxchirurgie an der Universität von Lille
Michelle Zancarini-Fournel, Historikerin, emeritierte Professorin an der Universität von Lyon
Pierre Couturier, Dozent für Soziologie an der Clermont-Auvergne University
Nicolas Leblond, Dozent für Privatrecht an der Polytechnischen Universität Hauts-de-France
Etienne Douat, Dozentin für Soziologie an der Universität Poitiers
Alain Deville, Physiker, emeritierter Professor an der Universität Aix-Marseille
Guy Chapouillié, emeritierter Professor an der ENSAV Jean-Jaurès Universität
Chantal Brichet Nivoit, Ärztin, AIEMPP-Korrespondentin an der Universität Paris-Descartes
Claude Gautier, Professor für Philosophie an der Ecole Normale Supérieure (Lyon)
Frédéric Barbe, Dozent an der Nantes School of Architecture
Colette Anné, Mathematikerin am CNRS (Nantes)
Bernard Giral, Allgemeinarzt und CPTS-Präsident des Landes Arles
Françoise Giorgetti-D’Esclercs, HNO-Ärztin (CHU La Timone)
Daniel Scimeca, liberaler Allgemeinarzt, Regionale Union der Gesundheitsberufe von Ile-de-France
Alain Le Hyaric, Spezialist für öffentliche Gesundheit (Paris)
Jean-Pierre Letourneur, Arzt, Hepatogastroenterologe (Saint-Malo)
Cécile Fortanier, Doktor der Gesundheitsökonomie, Krankenhausmanager
Jérôme Reynier, Doktor der Sozialpsychologie, Lehrer in BTS Health
Stéphane Tessier, Arzt für öffentliche Gesundheit, Doktor der Erziehungswissenschaften
Philippe Laurent, Allgemeinarzt
Véronique Ahari, Ernährungsberaterin (Poitiers)
Jean-Luc Stanek, Arzt, Marinegesundheit und Zahnarzt
Helene Chollet Allgemeinmedizinerin (Marseille)
Gérard Ostermann, Internist
Jean Emsallem, medizinischer Angiologe, verantwortlich für Vorlesungen an den medizinischen Fakultäten der Sorbonne University und der Aix-Marseille University
Isabelle Aubert, HDR-Dozentin an der Universität Bordeaux
Evelyne Fargin, Professorin für Chemie an der Universität von Bordeaux
Patrick Frayssinet, Biologe, Forschungsdirektor Urodelia, Toulouse
Eugenia Lamas, Forscherin für Ethik der biomedizinischen Forschung am INSERM
Romain Descendre, Professor an der ENS de Lyon, UMR 5206 Triangle
Maryse Esterle, Soziologin, Honorardozentin und Forscherin an der Universität Artois
Camille Allaria, PhD in Soziologie, Associate Researcher im Labor für öffentliche Gesundheit der Universität Aix-Marseille
Marie Estripeaut-Bourjac, HDR-Dozentin an der Universität von Bordeaux
Jean-François Pascal, Geriater, Leiter des SSR-Dienstes
Sybille Burtin-Philibert, auf öffentliche Gesundheit spezialisierte Ärztin
Frédéric Schnee, koordinierender Geriater in EHPAD
Natacha Galet, klinische Psychologin in CMPP und Psychoanalytikerin
Gérard Delépine, Onkologe Statistiker
Nicole Delépine, Onkologin Kinderarzt
Nathalie George, Arbeitsärztin
Didier Giraud, Arzt (Paris)
Romain Torrents, Arzt, Krankenhauspraktiker im Zentrum für Giftkontrolle und Toxikovigilanz (AP-HM)
Pierre Guerre Berthelot, Krankenhausarzt, Anästhesist
Emmanuelle Lemonnier, Allgemeinarzt
Claude Murtaza, Allgemeinarzt
Delphine Rive, Allgemeinmedizinerin in Rezé
Isabelle DONOT, Allgemeinmedizinerin, Haute Savoie
Jean-Luc Boesch, Allgemeinarzt (Saint-Jean-de-Vedas)
Jean Louis Thillier, Arzt, Immunopathologe
Laurent Durinck, Anästhesist
André Burnol, Ingenieur ENSTA Paris, Doktor der Hydrogeochemie
Pierre Concialdi, Forscher in den Sozialwissenschaften
Marie-Laure Cadart, Ärztin und Anthropologin
Claire Delval, Allgemeinmedizinerin (77)
Paul-André Bellot, Zahnarzt
Frédéric Préaux, Arzt, Radiologe
Didier Delaitre, medizinischer Prüfer (Le Bourget)
Éric Ménat, Allgemeinarzt (31)
Thierry Medynski, Allgemeinarzt
Claire Lenclud, Allgemeinmedizinerin
Tanguy Martinelli, Allgemeinarzt in der Dordogne
Eric Reboli, Notarzt (Paris)
Olivier Soulier, Arzt, Homöopath (Marcq en Baroeul)
Florence Jacquelin, Ärztin für Palliativmedizin
Isabelle Erhardt, Allgemeinmedizinerin, Aufsichtsbehörde an der SAMU de Lille
Philippe Bos, pensionierter Anästhesist (46)
Joëlle Jansé, Geburtshelferin und Gynäkologin
Patrick Bellier, Arzt, Lungenarzt und Allergologe (Sainte-Foy-les-Lyon)
Stéphanie Boulet, Allgemeinmedizinerin (Isère)
Béatrice Segurens, Forscherin für Genetik und Metagenomik an der CEA
Shanti Rouvier, Ärztin für klinische Psychologie und Psychopathologie
Bernard Dugué, Doktor der Pharmakologie, Doktor der Philosophie
Didier Montet, Doktor in Lebensmittelwissenschaft und -technologie, HDR in Biochemie
Violaine Guérin, Ärztin, Endokrinologin und Gynäkologin
Jean-Baptiste Mouzet, Krankenhausarzt, Geriater, Nachsorge
Vincent Reliquet, Arzt, AIMSIB Medical Committee (Tourcoing)
Michel Brack, ehemaliger Arzt von INSERM im Krankenhaus Pitié Salpetrière
Alexandra Henrion-Caude, Forscherin, ehemalige INSERM-Forschungsdirektorin
Catherine Delmas, Dermatologin (Toulouse)
Christophe Petiau, Arzt, Neurologe (Straßburg)
Christophe Pinet, Arzt, Geburtshelfer-Gynäkologe
Michel Angles, Allgemeinarzt
Hubert Sroussi, Allgemeinarzt
Patrick Sautereau, Allgemeinarzt (Caen)
Fouad Daoud, Allgemeinarzt (Lyon)
Ingrid Novaro-Mas, Allgemeinmedizinerin (Marseille)
Jean-Pierre Eudier, Zahnarzt
Jean-Jacques Coulon, Allgemeinarzt (Bourges)
Bénédicte Dassonville, Allgemeinmedizinerin, Psychotherapeutin
François de Chabalier, Psychiater, Epidemiologe
Thierry Loloum, Arzt, Psychiater (16)
Béatrice Segurens, Forscherin für Molekularbiologie und Genetik, CEA
Aurélia Vessière, Virologin, Forscherin für Infektionskrankheiten an der Universität von Bordeaux
Christophe Leroy, Biologe, Arzt für Molekular- und Zellbiologie
Hélène Banoun, Apothekerbiologin, Ärztin für Molekulare Pharmakologie, ehemalige AP-HP-Praktikantin
Vincent Pavan, Dozent für Mathematik an der Universität von Aix-Marseille
Thierry Orsière, HDR-Forschungsingenieur für Gentoxikologie an der Universität Aix Marseille
Marie Laurendeau-Petit, Gynäkologin
Florence Lair, Radiologe
Jean-Loup Mouysset, Arzt, Onkologe
Caroline Mouzet-Heaulmé, Allgemeinmedizinerin
Dominique Crozat, Professor für Geographie an der Paul Valéry University Montpellier 3
Jacques-Guy Petit, emeritierter Professor für Geschichte an der Universität von Angers
Bruno Péquignot, emeritierter Professor für Soziologie an der Sorbonne Nouvelle Universität in Paris
James Masy, Dozent für Erziehungswissenschaften an der Rennes 2 University
Michèle Leclerc-Olive, emeritierte Forscherin am CNRS (ARTeSS-IRIS-EHESS)
Marie-José Minassian, Professorin für Philosophie an der Universität Paris 8
Dominique Andolfatto, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bourgogne Franche-Comté
Dominique Labbé, Politikwissenschaftler, emeritierter Professor an der Universität Grenoble-Alpes
Marianne Bordenave-Jacquemin, Dozentin für Pflanzenphysiologie, Sorbonne-Universität (Paris)
Jacques Bichot, Honorarprofessor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Lyon 3, Ehrenmitglied des Wirtschafts- und Sozialrates
Arlette Bourcier-Mucchielli, Psychologin, Honorarprofessorin an der Universität von Nizza
Pascale Gillot, Dozentin für Philosophie an der University of Tours
Heike Freire, Philosophin und Psychologin an der Universität von Valencia
Jean-François Lesgards, Biochemiker, Forscher am CNRS
Alexandra Menant, Doktor der Biologie, Forscherin am CNRS
Rosa Gutierrez Silva-Lenud, Krankenschwester, Absolventin der öffentlichen Gesundheit
Denis Agret, Notarzt für öffentliche Gesundheit
Jacques Rionda, Anästhesist-Beatmungsbeutel
Gilles Perrin, Anästhesist am Hôpital de la Conception (Marseille)
Koryna Socha, Pathologin
Idriss Abiola, Krankenschwester Anästhesist (Paris)
Yves-Marie Mattheyses, Krankenschwester Anästhesist
Soizic Noël-Bourgois, staatlich geprüfte Krankenschwester, Arzt für Ethnoanthropologie
Suzanne Robert-Ouvray, Ärztin für klinische Psychologie, Psychotherapeutin
Sandrine Dekens, klinische Psychologin
Elodie Guennec, Ärztin und Psychotherapeutin
Anne-Gabrielle Mottier, Logopädin
Nathalie Demonté Dubruque, Allgemeinmedizinerin (34)
Béatrice Petit, Allgemeinmedizinerin (Marseille)
Dominique Leiber, Allgemeinarzt
Jeanine Jemet, Allgemeinmedizinerin
Tanguy Martinelli, Allgemeinarzt in der Dordogne
Vincent Manns Allgemeinarzt
Elisabeth Pouffier, Allgemeinmedizinerin
Nathalie Caradot, Allgemeinmedizinerin (Sainte-Foy-Les-Lyon)
Martine Mérour, pensionierte Lungenärztin
Gérard Le Roux, pensionierter Allgemeinarzt
Dominique Géraud-Coulon, Rehabilitationsarzt (05)
Marie Christine Rea, Krankenschwester
Serge Rader, Apotheker (Paris)
Nicole Chaudiere, Apothekerin
Marie-Claire Cabelguenne, Apothekerin, MSP-Koordinatorin von Lectourois (Gers)
Justine Schaal, Krankenschwester
Jacques Bouaud, Forscher in medizinischer Informatik, LIMICS
Nadia Lamm, Professorin für Philosophie im Ruhestand an der Universität von Rouen
Christophe Lemardelé, Doktor der Religionsgeschichte, Associate Researcher am CNRS
Aurélien Dyjak, Doktor der Soziologie, Trainer
Laurence Maury, Psychologin (Sozial- und Kognitionspsychologie)
Luc Petitnicolas, F & E-Manager, Dozent am Image Foundry Campus (CNA-CEFAG)
Marc Roux, Honorarprofessor für Zootechnik bei AgroSup in Dijon
Bernard Cornut, Polytechniker, Bauingenieur, Geopolitik und Geschichte
Anne-Marie Begue-Simon, pensionierte Dozentin für Anthropologie, ehrenamtliche Expertin in der Nähe der Gerichte
Fausto Lanzeroti, Masseur-Physiotherapeut, Osteopath
Thomas Meunier, Forscher an der Woods Hole Oceanographic Institution (MA, USA)
Éric Bouvier, Doktor der Pharmazie, Geschäftsführer
Valérie Giraud, Ärztin, klinische Sexologin
Martine Idée, liberale Neurologin (Montpellier)
Joseph Anconina, Kardiologe
Eve Villemur, homöopathische Ärztin, Ernährungsberaterin und Psychotherapeutin
Alexandra Nicolay, Richterin, Vizepräsidentin beim Berufungsgericht von Limoges
Sonia Lumbroso, Richterin, Mitglied der Gewerkschaft der Magistrate
Clément Schouler, Magistrat, Mitglied des Syndicat de la Magistrature
Bernard Palanque, pensionierter Richter, Mitglied des Syndicat de la Magistrature
Gilles Gutierrez, Richter am Berufungsgericht Douai
Daniel Rodriguez, Richter
Astrid Lahl, Richterin, Sozialpolkoordinatorin und Rennes Judicial Court
Myriam Kerneis, Rechtsanwältin am Berufungsgericht von Pau und Gerichtsmediatorin
Christophe Lèguevaques, Rechtsanwalt an der Pariser Anwaltskammer
Stephan de Lamer Denoyes, Rechtsanwalt in den Bars von Paris und Bordeaux
Eveline Jaumary-Lapeyre, Rechtsanwältin, Doktorin der Politikwissenschaft
Christine Claude-Maysonnad, Rechtsanwältin (Tarbes)
Arnaud Durand, Rechtsanwalt an der Pariser Anwaltskammer
Édith Delbreil, Rechtsanwältin in Avignon
Carole Rostagni, Anwältin in  Avignon
Brice Grazzini, Rechtsanwältin in Marseille
Nicolas Fady, Rechtsanwalt in  Straßburg
Anne Victoria Fargepallet, Rechtsanwältin in Paris
Jean-Jacques Gandini, Ehrenanwalt in Montpellier
Catherine Berthol, Notarin in Straßburg
Alexandra Carrasco, Übersetzerin, Autorin (Essonne)
Sophie Tasker, Übersetzerin, Rechtsexpertin am Berufungsgericht von Agen
Gilles Mottet, Lehrer, Künstler, Komponist
Frédéric Hasselmann, Künstler
Jean-Philippe Acensi, Gründer der Agentur für Bildung durch Sport
Jean-Jacques Robin, beratender Anwalt, ehemaliger Direktor eines medizinisch-sozialen Establishments
Sophie Lambert-Wiber, HDR-Dozentin für Privatrecht an der Universität Angers
Blanche Magarinos-Rey, Rechtsanwältin an der Pariser Anwaltskammer
Malika Balduyck, Lehrerin, Forscherin und Krankenhauspraktikerin an der Universität von Lille
Hervé Joly, Historiker, Forscher am CNRS (Lyon)
Leila Gofti-Laroche, Apothekerin und Epidemiologin, Krankenhauspraktikerin an der CHU Grenoble Alpes
Pierre-Yves Collombat, Mitarbeiter der Philosophie, ehemaliger Senator von Var, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Rechtskommission
Arnauld Cabelguenne, Apotheker, Doktor der Toxikologie und Krebswissenschaften (Gers)
Agnès Florin, emeritierter Professor für Kinderpsychologie an der Universität von Nantes
Richard Ollier, Zahnarzt
Pascale Brun, Allgemeinarzt, Akupunkteur (11)
Dominique Eraud, Akupunkteur, Phytotherapeut, Ernährungsberater
Maryse Pechevis, Rechtsanwältin in der Montpellier Bar
Alain Cras, Allgemeinarzt (63)
Roland Pfefferkorn, emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Straßburg

 

 




Weitere Autozulieferer entlassen Mitarbeiter – und Tesla bei Berlin zahlt seine Wasserrechnung nicht

Wir berichteten über die Entlassungspläne von Mahle. Der französische Autozulieferer Valeo will im Taunus 150 Mitarbeiter entlassen – in der Heimat aber nicht. Das liegt wohl an der fanatischen deutschen Klimapolitik; Paris ist da deutlich entspannter. Insgesamt beschäftigt Valeo noch rund 600 Arbeitnehmer, die von Peiker Acustic übernommen worden waren. Peiker war Spezialist für Multimedia- und Freisprecheinrichtungen im Wagen.

Zudem wird Continental mehrere tausend Stellen allein an den hessischen Standorten streichen. Und auch Daimler will 1300 Leiharbeiter freistellen.

Der Grund dafür wird gern mit „Corona“ angegeben, was nicht ganz falscch sein mag. Aber der erfahrene EIKE-Leser kennt den wahren Grund: Die deutsche und EU-Regierung unter Merkel und vd Leyen wollen dem Verbrennermotor möglichst schnell den Garaus machen und fördern daher den „Klimaretter“ Tesla, zum Beispiel in Grünheide bei Berlin, wo die vierte „Gigafactory“ des US-südafrikanischen Multimilliardärs und Mrd-Subventionsempfängers Elon Musk in einen „minderwertigen“ Forst geklotzt wird. (Man sieht, es gibt „gute“ und „schlechte“ Bäume – abhängig davon, wie die Haltungspresse berichtet. Ist ein Forst „gut“, rückt die Klima-Antifa in vielen Autos zum Demonstrieren an und droht gleichzeitig damit, die Fahrzeuge anderer klimaneutral in Gießen zu verbrennen.)

Interessanterweise wurde der Lieblingsfabrikbaustelle von Peter Altmaier in Grünheide gerade das Wasser abgestellt. Trotz mehrer Mahnungen hat Musk nicht bezahlt. Warum, fragt man sich. Ist er gerade nicht flüssig, rein finanziell? Wird seine teure Gigafabrik nicht mit Subventionen deutscher Steuerzahler errichtet? Könnte Peter Altmaier nicht etwas vorstrecken, damit der örtliche Versorger die Hähne wieder aufdreht? Seltsam, man hätte gedacht, Musk kann machen, was er will, weil seine E-Autos von der Regierung ja als Patentlösung der Verkehrswende propagiert werden. Dennoch vermeldet das Wasserwerk, es gebe  „keine Sonderregelung für irgendwen“. Es scheint, daß die Abneigung der Brandenburger gegen den globalistischen Eindringling, dessen Fabrik der Gemeinde und ihren Bewohnern jede Menge Nachteile bringt, sich auch bei den Stadtwerken bemerkbar macht. Gut so, die angeblichen Weltretter und ihre Profiteure haben den Rechtsstaat und die Demokratie schon genug ausgehöhlt.

Interessanterweise gehen auch den Journalisten unter den Weltrettern nun ein paar Lichter auf. Die Berliner taz beschreibt Teslas Baustelle so:

Betonpfeiler und ockergelbe Ödnis. Im Spätsommer 2020 liegt die riesige Tesla-Baustelle in Grünheide trostlos in der ausgetrockneten Mark Brandenburg. Ein scharfer Kontrast zum glitzernden Entwurf der Architekten mit den blühenden Landschaften im Umfeld. 93 Hektar Wald wurden in Grünheide abrasiert.

Und zu den tonnenscheren Luxusboliden:

Für Irritationen sorgen zudem immer wieder kritische Berichte, die den Umweltvorteil von Elektroautos anzweifeln oder Menschenrechtsverletzungen beim Abbau von Lithium und Kobalt kritisieren. 2017 hatte die oft zitierte Studie des schwedischen Umweltinstituts IVL die Ökovorteile des Elektroautos bestritten.

So ganz wollen sie am Ende doch nicht ihre Ökovision aufgeben, aber für taz-Verhältnisse ist der Artikel schon realistisch.

Interessantes Detail am Rande: Die Gigafaktorei bei Berlin soll 2021 schon jährlich bis zu einer halben Million Luxusschlitten ausstoßen – dabei verkauft Tesla bislang weniger als Lada, unter 350.000. Nicht vergessen, es gibt ja noch drei weitere Gigafabriken auf dem Planeten. Musk scheint fest mit der Hilfe der Bundesregierung zu rechnen, seine Verkäufe heftig zu steigern.