Fake-Pandemie? RT-PCR kann SARS-CoV-2 nicht sicher feststellen

Wir machen das eigentlich selten, aber dieses Mal nennen wir alle Autoren:

Pieter Borger, Bobby Rajesh Malhotra , Michael Yeadon , Clare Craig, Kevin McKernan, Klaus Steger, Paul McSheehy, Lidiya Angelova, Fabio Franchi, Thomas Binder, Henrik Ullrich, Makoto Ohashi, Stefano Scoglio, Marjolein Doesburg-van Kleffens, Dorothea Gilbert, Rainer Klement, Ruth Schruefer, Berber W. Pieksma, Jan Bonte, Bruno H. Dalle Carbonare, Kevin P. Corbett und Ulrike Kämmerer.

Sie alle sind Molekularbiologen, Biochemiker usw., die an verschiedenen Universitäten tätig sind.

Sie haben einen Beitrag verfasst, der den Titel trägt: “External peer review of the RTPCR test to detect SARS-CoV-2 reveals 10 major scientific flaws at the molecular and methodological level: consequences for false positive results.” Das ist ein sperriger Titel, der den Sprengstoff, der sich dahinter verbirgt, verdeckt.

Der Sprengstoff lässt sich wie folgt beschreiben: Seit Monaten sind Politiker panisch weil Ihnen aus Labors Zahlen gemeldet werden, Zahlen von Personen, die mit einem Test, dem RT-PCR – Polymerase Chain Reaction – Reverse Transcriptase – Test positiv auf Coronavirus getestet wurden. Diese Zahlen sind falsch. Das ist die zurückhaltendste Formulierung, die sich für die Ergebnisse finden lässt, die Borger et al. (2020) in ihrem Beitrag publizieren. Der Beitrag ist eine Peer Review des Beitrags, “Detection of 2019 novel coronavirus (2019-nCoV) by real-time RT-PCR”, der am 23. Januar im Journal “Eurosurveillance” publiziert wurde. Darin wird die Entwicklung eines Tests zur Bestimmung von positiv mit SARS-CoV-2 Infizierten Personen beschrieben, der seither den Standard darstellt, anhand dessen Labors rund um die Welt bestimmen, ob der Nasenabstrich, den sie gerade testen, SARS-CoV-2 enthält. Wer sich bei der WHO Test-Rat holen will, dem wird ein Testprotokoll geliefert, das auf dem Beitrag von Corman, Drosten und anderen basiert. Es findet sich hier. Mit anderen Worten: Labore weltweit nutzen den von Corman, Drosten et al. entwickelten Test, um SARS-CoV-2 in Proben zu identifizieren. Sie bauen auf dem auf, was Corman, Drosten et al. veröffentlicht haben, und das ist falsch.

Wenn Sie sich gerade im Lockdown befinden, daran gehindert werden, ein normales Leben zu leben, wenn ihr Unternehmen gerade Bankrott gegangen ist, ihre Lebenswerk zerstört wurde, wenn sie gerade an Krebs leiden, aber in Krankenhäusern wegen SARS-CoV-2 nicht behandelt werden können, dann wird es Sie vielleicht trösten, dass alles ein schlechter Scherz gewesen sein kann, dass seit Monaten Personen, die an irgend einem der vielen Coronaviruse erkrankt sind, als COVID-19 Fälle etikettiert und zum Anlass genommen werden, um ihre bürgerlichen Freiheiten einzuschränken, ihr Unternehmen zu zerstören, sie einzusperren.

Falls Sie sich fragen, welche Coronaviren es eigentlich gibt: Oben finden sie eine Liste. Sie alle können mit PCR-RT “entdeckt”, aber nicht von SARS-CoV-2 unterschieden werden. Sie alle sind normale Vorkommnisse in Winter und Frühling, manche von ihnen sind die normalen Anlässe für Pneumonia, die tödlich verlaufen kann. Sie alle mögen der Grund dafür sein, dass die Sterblichkeit in diesem Jahr nicht über der der letzten Jahre liegt. Es ist alles ein Versehen – vielleicht auch Absicht.

Beginnen wir mit Besonderheiten.

Schon am 13. Januar 2020 wird das Protokoll des RT-PCR Tests, den Corman, Drosten et al. am 23. Januar 2020 in Eurosurveillance veröffentlichen werden, als Protokoll zur Feststellung von SARS-CoV-2 auf der Webseite der WHO publiziert, am 17. Januar wird es dort in überarbeiteter Version publiziert. Am 21. Januar 2020 wird der Beitrag von Corman, Drosten et al. (2020), der die Entwicklung des RT-PCR-Tests beschreibt, bei Eurosurveillance eingereicht. Am 22. Januar wird er bereits zur Veröffentlichung angenommen. Am 23. Januar wird er veröffentlicht. Angeblich sind die Texte, die bei Eurosurveillance veröffentlicht werden, Peer Reviewed, in diesem Fall mag es geholfen haben, dass Christian Drosten und Chantal Reusken, die am Corman-Drosten-Paper mitgeschrieben haben, auch gleichzeitig Herausgeber von Eurosurveillance sind, ein Interessenkonflikt, den die beiden vergessen haben, anzugeben, wie Borger et al. (2020) in ihrem Beitrag, in dem sie das Papier von Corman, Drosten et al. nicht nur einer Peer-Review unterziehen, sondern zerstören, anmerken.

Der Text, den Borger et al. publiziert haben, er findet sich für Interessierte am Ende dieses Beitrags, er ist eine systematische Zerstörung eines – so muss man nach Lektüre des Textes Borger et al. feststellen – dilettantischen Textes von Corman, Drosten et al. der zur vermeintlich wissenschaftlichen Grundlage der gesamten SARS-CoV-2 Pandemie geworden ist.

Beginnen wir mit der Darstellung der Zerstörung:

  • Es beginnt mit dem Zeitpunkt der Veröffentlichung. Am 21. Januar reichen Corman, Drosten et al. ihr Paper zur Veröffentlichung ein und begründen die Relevanz ihrer Arbeit damit, dass SARS-CoV-2, das neue Virus aus China, eine Herausforderung und ein großes Risiko für die öffentliche Gesundheit darstelle. Zu diesem Zeitpunkt gibt es weltweit gerade einmal 6 Tote. Wieso, so fragen Borger et al., nehmen Corman, Drosten et al. bereits zu diesem Zeitpunkt an, dass SARS-CoV-2 eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstelle?
  • Wenn ein Test entwickelt wird, der auf das Vorhandensein eines Virus testen soll, dann nimmt man an, dass das Virus, das Genom des Virus, das in Proben gefunden werden soll, Ausgangspunkt der Entwicklung ist. Nicht so bei RT-PCR von Corman, Drosten et al. Der Test wurde nicht auf Basis eines lebenden SARS-CoV-2 Virus entwickelt, er wurde überhaupt nicht auf Basis von genetischem Material für SARS-CoV-2 entwickelt, sondern auf Basis einer Veröffentlichung chinesischer Wissenschaftler, in der die Gensequenz von SARS-CoV-2 enthalten ist und auf Grundlage von SARS-CoV-1, dem Vorgänger von SARS-CoV-2. Allein das macht den Test schon suspekt. Aber das ist noch das geringste der Probleme, die Borger et al. auflisten.
  • Um einen RT-PCR-Test zu starten, werden so genannte Primer benötigt. Sie dienen als Startpunkt für das Enzym “Polymerase”, das zuvor in DNA umgeschriebene RNA so amplifiziert, dass auf das Vorhandensein eines bestimmten Genoms geschlossen werden kann. Normal sind Konzentrationen von 100 bis 200 Nanomol (nM) pro Primer. Corman, Drosten et al. verwenden Primer-Konzentrationen, die mit 600 bis 800 nM um ein Vielfaches höher liegen. Mit höherer Primer-Konzentration geht eine höhere Wahrscheinlichkeit, Junk zu messen und als SARS-CoV-2 auszugeben, einher.
  • Primer formen mit dem genetischen Material in der Probe ein Paar, das indikativ für in diesem Fall SARS-CoV-2 sein soll. Dazu ist es notwendig, alle Paare, die gebildet werden können, zu bestimmen. Beim RT-PCR-Test von Corman, Drosten et al. bleiben 64 Paare unbestimmt. D.h. es gibt 64 Möglichkeiten, SARS-CoV-2 mit dem Test in Proben zu finden, ohne dass SARS-CoV-2 vorhanden wäre. Wenn man die Wahrscheinlichkeit maximieren will, etwas zu finden, was gar nicht da ist, dann geht man wohl so vor.
  • Normalerweise werden Tests, die das Vorhandensein von z.B. einem Virus erfassen sollen, auf Basis von drei Test-Assays durchgeführt. Der RT-PCR-Test sieht nur zwei Test-Assays vor. Weltweit werden Personen auf Grundlage von zwei Test-Assays als SARS-CoV-2 positiv getestet, obwohl zwei Test-Assays nicht ausreichen, vor allem deshalb nicht, weil der einzige Test-Assay, der SARS-CoV-2 zweifelsfrei nachweisen kann, weil das N-Gen von SARS-CoV-2 und SARS-CoV-1 in seiner spezifischen Form nur in diesen beiden Coronaviren zu finden ist, gar nicht durchgeführt wird. Dazu schreiben Borger et al. (2020):

    “So, in order to specifically detect a SARS-CoV1 and SARS-CoV-2 PCR product the above region in the N gene should have been chosen as amplification target”.

    Statt des N-Gens wurde von Corman, Drosten et al. jedoch das E-Gen ausgewählt und für dieses Gen gilt, dass es nicht spezifisch für SARS-CoV-2 ist.

  • Hinzu kommt, dass die Primer, die von Corman, Dorsten et al. als Ausgangspunkt zur wenn man so will, Reproduktion von SARS-CoV-2 gewählt wurden, bestenfalls knapp die Hälfte des Genoms von SARS-CoV-2 abdecken. Das lässt ausreichend Spielraum, um Personen positiv zu testen, die gar nicht mit SARS-CoV-2 infiziert sind. Es maximiert die Anzahl der False Positives. Dazu schreiben Borger et al.:

    “These are severe design errors, since the test cannot discriminate between the whole virus and viral fragments. The test cannot be used as a diagnostic for SARS-viruses”.

    Mit anderen Worten, der Test, der genutzt wird, um die schönen Statistiken bei Worldometer und Johns Hopkins mit den Millionen Infizierten zu generieren, er ist nutzlos, um SARS-CoV-2 festzustellen. Mit noch anderen Worten:

    “The design errors described here are so severe that it is highly unlikely that specific amplification of SARS-CoV-2 genetic material will occur using the protocol of the Corman-Drosten paper.

    RT-PCR misst also irgend etwas, was er misst kann mangels Spezifizität nicht gesagt werden.

  • Um genug genetisches Material für eine Bestimmung im Assay herzustellen, müssen mehrere Zyklen durchlaufen werden. Zuverlässige Ergebnisse können nur unterhalb von 30 bis 35 Zyklen erhalten werden:

    “PCR data evaluated as positive after a Ct value of 35 cycles are completely unreliable.”

    Dessen ungeachtet wird im WHO-Protokoll, das auf dem Corman, Dorsten et al. Paper basiert, behauptet, es sei bis zu 45 Zyklen möglich, reliable Ergebnisse zu erhalten:

    “But an analytical result with a Ct value of 45 is scientifically and diagnostically absolutely meaningless (a reasonable Ct-value should not exceed 30).”

  • Um sicherzustellen, dass ein PCR-Test auch in der Lage ist, genetisches Material des Virus zu produzieren, auf das er testen soll, ist es unablässig auf Grundlage von lebendem Virus zu testen, ob das Testergebnis auch mit dem aktuellen Virus übereinstimmt. Ein solcher Test hat für RT-PCR nie stattgefunden.
  • Es gibt keine Standard-Prozedur, die die Anwendung von RT-PCR beschreibt, ct-Werte festsetzt usw. Alle relevanten Informationen, die die Laborpraxis anleiten, sind vage und machen eine große Vielfalt unterschiedlicher Vorgehensweisen, die dann alle SARS-CoV-2 gefunden zu haben vorgeben, möglich.

Die Liste der Mängel, Fehler, Auslassungen und Unterlassungen, die Corber et al. zusammengestellt haben, ist so erschreckend, dass man sich fragt, wie ein solches Junk-Paper, wie das von Corman, Drosten et al. jemals veröffentlicht, wie ein solcher Junk-Test jemals Grundlage eines Testprotokolls werden konnte, das die WHO verbreitet. Der Test, der auf Basis schriftlicher Angaben für ein angebliches Genom von SARS-CoV-2 aus China entwickelt wurde, der zu einem Zeitpunkt mit einer Dringlichkeit versehen wurde, die SARS-CoV-2 zu diesem Zeitpunkt sicher nicht hatte, macht eher den Eindruck als sei sein Ziel, die Anzahl der positiv Getesteten insgesamt zu maximieren, wobei positiv getestet, positiv getestet auf Irgendetwas, nicht auf SARS-CoV-2 bedeutet, ganz so als sollte hier eine Basis geschaffen werden, auf der eine Fake-Pandemie inszeniert werden kann.

Weil der Beitrag von Corman, Drosten et al. (2020) so fehlerhaft und problematisch ist, haben Borger et al. einen Brief an die Herausgeber von Eurosurveillance geschrieben, in dem sie fordern, den Beitrag von Corman, Dorsten et al. zurückzuziehen.

“Retraction request letter to Eurosurveillance editorial board
November 28, 2020
This is the retraction-request letter sent to Eurosurveillance by the main & co-author’s, written by Dr. Peter Borger, enclosed to the extended Review Report submission via the Eurosurveillance online-submission portal. Submission date was 27th November 2020.

Nov 26th 2020,
To: Editorial Board Eurosurveillance
European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)
Gustav III:s Boulevard 40
16973 Solna
Sweden
Subject: External Review and request to retract the paper of Corman et al, published in Eurosurveillance January 23, 2020.
Dear editorial board Eurosurveillance,

We, an international consortium of life-science scientists, write this letter in response to the article “Detection of 2019 novel coronavirus (2019-nCoV) by real-time RT-PCR” published in Eurosurveillance (January 23rd, 2020) and co-authored by Victor M Corman , Olfert Landt , Marco Kaiser , Richard Molenkamp, Adam Meijer, Daniel KW Chu, Tobias Bleicker , Sebastian Brünink, Julia Schneider , Marie Luisa Schmidt , Daphne GJC Mulders , Bart L Haagmans , Bas van der Veer , Sharon van den Brink, Lisa Wijsman, Gabriel Goderski, Jean-Louis Romette, Joanna Ellis, Maria Zambon, Malik Peiris, Herman Goossens, Chantal Reusken, Marion PG Koopmans, and Christian Drosten.

This paper (hereafter referred to as “Corman-Drosten paper”), published by “Eurosurveillance” on 23 January 2020, describes an RT-PCR method to detect the novel Corona virus (also known as SARS-CoV2). After careful consideration, our international consortium of Life Science scientists found the Corman-Drosten paper is severely flawed with respect to its biomolecular and methodological design. A detailed scientific argumentations can be found in our review “External peer review of the RTPCR test to detect SARS-CoV2 reveals 10 major scientific flaws at the molecular and methodological level: consequences for false positive results”, which we herewith submit for publication in Eurosurveillance.
Further, the submission date and acceptance date of this paper are January 21st and January 22nd, respectively. Considering the severe errors in design and methodology of the RT-PCR test published by “Eurosurveillance”, this raises the concern whether the paper was subjected to peer-review at all.

A previous request from our side (Dr. P. Borger; email 26/10/2020) to the editors of “Eurosurveillance” to provide the peer review report of the Corman-Drosten paper has not been complied with. We have enclosed your email reply (dated 18/11/2020) indicating that you do not wish to disclose important information to solve this conundrum.

We are confident that you will take our scientific objections seriously and recognize that there is no alternative but to accept our request to retract the Corman-Drosten paper.

Sincerely,
Dr. Pieter Borger (MSc, PhD), Molecular Genetics, W+W Research Associate, Lörrach, Germany
Prof. Dr. Ulrike Kämmerer, specialist in Virology / Immunology / Human Biology / Cell Biology, University Hospital Würzburg, Germany
Prof. Dr. Klaus Steger, Department of Urology, Pediatric Urology and Andrology, Molecular Andrology, Biomedical Research Center of the Justus Liebig University, Giessen, Germany
Prof. Dr. Makoto Ohashi, Professor emeritus, PhD in Microbiology and Immunology, Tokushima University, Japan
Prof. Dr. med. Henrik Ullrich, specialist Diagnostic Radiology, Chief Medical Doctor at the Center for Radiology of Collm Oschatz-Hospital, Germany
Rajesh K. Malhotra (Artist Alias: Bobby Rajesh Malhotra), Former 3D Artist / Scientific Visualizations at CeMM – Center for Molecular Medicine of the Austrian Academy of Sciences (2019-2020), University for Applied Arts – Department for Digital Arts Vienna, Austria
Dr. Michael Yeadon BSs(Hons) Biochem Tox U Surrey, PhD Pharmacology U Surrey. Managing Director, Yeadon Consulting Ltd, former Pfizer Chief Scientist, United Kingdom
Dr. Kevin P. Corbett, MSc Nursing (Kings College London) PhD (London South Bank) Social Sciences (Science & Technology Studies) London, England, UK
Dr. Clare Craig MA, (Cantab) BM, BCh (Oxon), FRCPath, United Kingdom
Kevin McKernan, BS Emory University, Chief Scientific Officer, founder Medical Genomics, engineered the sequencing pipeline at WIBR/MIT for the Human Genome Project, Invented and developed the SOLiD sequencer, awarded patents related to PCR, DNA Isolation and Sequencing, USA
Dr. Lidiya Angelova, MSc in Biology, PhD in Microbiology, Former researcher at the National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), Maryland, USA
Dr. Fabio Franchi, Former Dirigente Medico (M.D) in an Infectious Disease Ward, specialized in “Infectious Diseases” and “Hygiene and Preventive Medicine”, Società Scientifica per il Principio di Precauzione (SSPP), Italy
Dr. med. Thomas Binder, Internist and Cardiologist (FMH), Switzerland
Dr. Stefano Scoglio, B.Sc. Ph.D., Microbiologist, Nutritionist, Italy
Dr. Paul McSheehy (BSc, PhD), Biochemist & Industry Pharmacologist, Loerrach, Germany
Dr. Marjolein Doesburg-van Kleffens, (MSc, PhD), specialist in Laboratory Medicine (clinical chemistry), Maasziekenhuis Pantein, Beugen, the Netherlands
Dr. Dorothea Gilbert (MSc, PhD), PhD Environmental Chemistry and Toxicology. DGI Consulting Services, Oslo, Norway
Dr. Rainer Klement, PhD. Department of Radiation Oncology, Leopoldina Hospital Schweinfurt, Germany
Dr. Ruth Schrüfer, PhD, human genetics/ immunology, Munich, Germany,
Dr. Berber W. Pieksma, General Practitioner, The Netherlands,
Dr. med. Jan Bonte (GJ), Consultant Neurologist, the Netherlands,
Dr. Bruno H. Dalle Carbonare (Molecular biologist), IP specialist, BDC Basel, Switzerland

Es ist somit möglich, dass die Pandemie, die SARS-CoV-2 Pandemie, eine Inszenierung, ein Schein, ein Fake ist, der letztlich auf falschen Testergebnisse basiert, die wiederum mit Toten, die es auf Intensivstationen rund ums Jahr gibt, die nur niemand zählt, ergänzt werden, um Eingriffe in Grundrechte und -freiheiten zur rechtfertigen, die ohne Pandemie wohl nur mit Panzern und Gewalt durchsetzbar gewesen wären.

Mehr dazu gibt es hier: CORMAN-DROSTEN-REVIEW REPORT

Wir müssen diesen Text jetzt erst einmal verdauen.

Wer den gesamten Text vor Borger et al. nachlesen will, der kann das nun tun

Zuerst erschienen bei Sciencefiles.

 




Klimapolitik: Das Virus ist die Generalprobe (1)

Video-Clip

Deshalb habe man zusammen mit Wissenschaftlern und Künstlern einen „Algorithmus programmiert, der Vivaldis Vier Jahreszeiten neu arrangiert“. Uraufführung war am 16. November 2019. Die Temperatur in Hamburg lag bei 5 Grad Celsius, die Sonne ging um 16.22 Uhr unter. Die Zuschauer kamen zum Teil im Nerz, zum Teil in Bade-Shorts; niemand wusste so recht, ob es Frühling, Sommer, Herbst oder Winter war. Aber die Aufführung öffnete allen die Augen, so dass sie endlich der Klimakatastrophe gewahr werden konnten.

Was die Elbphilharmoniker können, das kann ich auch, dachte sich Svenja Schulze und ließ uns via Tagesschau vom 26. November 2019 wissen, Deutschland stecke „mitten drin in der Erderhitzung“. Liest man den an diesem Tag vorgestellten Monitoringbericht der Umweltministerin zu den Folgen des Klimawandels für Deutschland, findet man allerdings nichts wirklich Alarmierendes: kein signifikanter Trend bei Hochwasser, keine vermehrten Dürren (die durchschnittliche jährliche Regenmenge hat sogar zugenommen), Hagel nimmt eher ab als zu, kein signifikanter Trend bei Niedrigwasser, kein Trend beim Schadholz, keine Aussage zum Einfluss des Klimawandels bei Schaderregern möglich, und so weiter. Der größte Coup, den Schulze landen konnte: „Die Erhöhung der durchschnittlichen Temperatur in Deutschland um 0,3 Grad in nur fünf Jahren ist alarmierend.“ (siehe hier)

Mythos Hitzetote

Das ist allerdings eine vollkommen sinnfreie Aussage. Denn die Veränderung der Durchschnittstemperatur über Jahrzehnte ist oft geringer als die Schwankungen innerhalb weniger Jahre. Je nachdem, von welchem Jahr bis zu welchem Jahr man misst, kann man beliebige Erwärmungen oder Abkühlungen konstatieren: Von 2013 bis 2018 ist es sogar um sage und schreibe 1,75 Grad wärmer geworden (ebenso allerdings von 1846 bis 2018), von 2007 bis 2010 ist es dafür um 2,0 Grad kälter geworden. Das heißt nicht, dass es keine Erwärmung gibt: Vergleicht man Zehn-Jahres-Durchschnittswerte, zeigt sich, dass die Temperatur in Deutschland seit den 1980er Jahren deutlich ansteigt und derzeit bei 9,7 Grad liegt, davor jedoch rund 70 Jahre ungefähr gleich blieb. Die 1910er Jahre lagen bei 8,2 Grad Celsius, die 1930er, 1950er und 1970er ebenfalls. (siehe hier)

Und dann hat Frau Schulze sich noch für einzelne Jahre mit besonders schönem Sommer jeweils tausende von Hitzetoten ausrechnen lassen. Grund: An zehn Tagen im Jahr klettere das Thermometer mittlerweile über die 30 Grad Marke! Auch das nicht wirklich überzeugend. Ist es ein Todestrieb, der Millionen von Senioren ans Mittelmeer oder nach Florida zieht, wo die Temperatur 2019 an 71 Tagen über 33 Grad Celsius lag?

Oder vielmehr die begründete Hoffnung auf ein angenehmeres, längeres Leben mit weniger Krankheit? Tatsächlich sterben an sehr heißen Tagen statistisch betrachtet etwas mehr Menschen. Vorwiegend sehr alte, die dem Tod schon sehr nahe sind. Allerdings darf man nicht vergessen, dass dieselben, nun schon toten Menschen dafür kurz danach nicht mehr sterben. Sie als „zusätzliche Todesfälle“ zu bezeichnen, weil sie ein paar Tage oder Wochen früher streben, ist sehr irreführend.

Egal. Was die Schulze kann, das können wir auch, dachte sich kurz darauf eine Mehrheit von 429 Abgeordneten des Europaparlaments und rief den (symbolischen) Klimanotstand aus.

25 Jahre Klimapolitik: Außer Spesen nichts gewesen

Vor 25 Jahren fand in Berlin die erste UN-Klimakonferenz (COP 1) statt. Vorausgegangen war im Juni 1992 der Umweltgipfel in Rio de Janeiro. Damals, 1995, war Angela Merkel Umweltministerin, und Deutschland versprach, den größten Einzelbeitrag aller Länder zur Treibhausgasreduktion zu leisten. Tatsächlich sind die deutschen CO2-Emissionen seitdem um rund 15 Prozent gesunken. Allerdings erfolgte der deutlichste Rückgang in den Nachwendejahren mit der Abwicklung der DDR-Industrie. Seit 2009 verläuft die Kurve eher flach. Die USA hatten dagegen ihren Höchststand 2007 und konnten ihn in den folgenden zehn Jahren um 14 Prozent reduzieren.

Europa erreichte schon 1989 den Höchststand und konnte bis 2017 einen Rückgang um 28,5 Prozent vermelden. Doch der Großteil der Welt hat in Sachen Wohlstand und damit auch bei der Energienutzung noch großen Nachholbedarf. Der Großteil der Menschheit kann und will sich die künstliche Verteuerung der Energieerzeugung oder die künstliche Verteuerung von Gebäuden und Geräten aller Art, um sie energieeffizienter zu machen, schlicht nicht leisten. Global gesehen steigen die Emissionen also weiter ungebremst an. Seit 1995 haben sie um 57 Prozent zugenommen. Allein China hat um 200 Prozent zugelegt und Indien um 205. (siehe hier) Dennoch emittiert ein Deutscher immer noch mehr als fünfmal so viel CO2 wie ein Inder.

Betrachtet man die globale Entwicklung, so kann man den Eindruck gewinnen, dass 25 Jahre internationale Klimaschutzpolitik tendenziell mit der Bemerkung bilanziert werden können: außer Spesen nichts gewesen. Die Zahl der Menschen, die Jahr für Jahr zu den Vertragsstaatenkonferenzen fliegen, ist von 2.044 registrierten Teilnehmern im Jahr 2005 auf 26.706 im Jahr 2019 angewachsen. Der Treibhausgasausstoß ist keineswegs umgekehrt proportional dazu gesunken, sondern steigt weiter stetig an.

Die verbale Aufrüstung im letzten Jahr, in dem Greta Thunberg die Welt bereiste, einige Schüler immer wieder freitags demonstrierten, sogenannte Extinction-Rebellen gelegentlich auf Straßenkreuzungen allerlei Übungen machten und manche Medien offenbar Richtlinien erließen, wonach nicht mehr von „Klimawandel“ oder „Klimaerwärmung“ die Rede sein darf, sondern nur noch von „Klimaüberhitzung“ oder „Klimakrise“, änderte hieran nichts.

Zum Glück. Denn es gibt Wichtigeres in der Welt. Während im „Klimaschutz“ im Wesentlichen Stagnation zu beobachten war, können wir in vielen anderen Bereichen signifikanten Fortschritt verzeichnen. Die Kindersterblichkeit in Afrika ist seit 1995 um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Die Lebenserwartung ist in den letzten 50 Jahren im weltweiten Durchschnitt um rund 18 Jahre gestiegen, die verfügbaren Kalorien pro Kopf haben um rund 30 Prozent zugenommen. Die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, ist von 42 Prozent im Jahr 1981 auf 10 Prozent im Jahr 2015 gesunken. Und so weiter. (Alle Zahlen von der Website „Our World in Data“) Dieser Fortschritt kommt nicht von ungefähr. Er ist eng verbunden mit der über lange Zeit stetig verbesserten Fähigkeit der kosteneffizienten Energiebereitstellung in mittlerweile riesigen Infrastrukturen, größtenteils auf Basis fossiler Energieträger.

Unrealistische Ziele

Barack Obama glaubte offenbar sehr an sich selbst und damit auch daran, dass es wohl nicht so schwer sein kann, die Welt zu retten, als er über den Tag seiner Nominierung als Präsidentschaftskandidat sagte:

„This was the moment when the rise of the oceans began to slow and our planet began to heal.“

Auch Richard David Precht stellt sich die Sache recht einfach vor. Wir müssten jetzt „bestimmte Verbote machen“, meint der deutsche Fernsehphilosoph.

Denn: „Wessen Leben wird tatsächlich unglücklicher, wenn er kein nicht-recyclefähiges Plastik (1) mehr hat? Wer wird denn wirklich unglücklicher, wenn es weniger Billigkreuzfahrten gibt?“ (2)

Mit solchen Maßnahmen, glaubt er, unter dem magischen 1,5-Grad-Ziel bleiben zu können, das neuerdings die Grenze zwischen Rettung und Untergang markiert. Offensichtlich hat er keine Vorstellung, was Dekarbonisierung wirklich erfordern und bedeuten würde. Nur ein Beispiel: Würde man den globalen Flugverkehr komplett einstellen, immerhin 45 Millionen Flüge mit 4,5 Milliarden Fluggästen pro Jahr, ergäbe sich dadurch bis zum Jahr 2100 ein um 0,054 Grad geringerer Temperaturanstieg. (siehe hier)

Die Idee, mit genug gutem Willen, ein paar Verboten und einer CO2-Steuer könne man in kurzer Zeit die globale Energie-, Industrie- und Mobilitätsinfrastruktur umbauen, ist irreal. Wir erleben im Moment einen skurrilen Überbietungswettbewerb bei sogenannten „Klimazielen“: CO2-Neutralität bis 2050 (IPCC- „Sonderbericht 1,5°C globale Erwärmung“), bis 2030 (Campact, siehe hier), bis 2025 (Extinction Rebellion, siehe hier)! Wer bietet mehr?

Angebliche Rekorde bei Solar- und Windenergie

Der Umweltwissenschaftler Roger Pielke Jr. hat sich die Mühe gemacht, auszurechnen, was das konkret bedeuten würde. Die Ausgangslage: Im Jahr 2018 verbrauchte die Welt 11.743 Megatonnen Öleinheiten (Mtoe) in Form von Kohle, Erdgas und Erdöl. Die Verbrennung dieser fossilen Brennstoffe führte zu 33,7 Milliarden Tonnen Kohlendioxidemissionen. Bis zum Jahr 2050 bleiben rund 11.000 Tage. Um bis 2050 weltweit Netto-Null-Kohlendioxid-Emissionen zu erreichen, sei es daher erforderlich, in den nächsten 30 Jahren täglich Erzeugungskapazitäten für gut 1 Mtoe kohlenstofffreien Energieverbrauch aufzubauen. Wenn wir einen moderaten Zuwachs von 1,25 Prozent jährlich für die Armen der Welt erlauben, kommen wir auf 1,6 Mtoe pro Tag.

Laut Pielke entspricht eine Megatonne Erdöleinheiten dem Output des Kernkraftwerks Turkey Points in Florida. Es folgt daraus, dass wir die nächsten 30 Jahre rund zehn Kernkraftwerke dieser Größe (1 GW) pro Woche bauen müssten. (Oder 10.000 Windräder der 2,5-MW-Klasse. Oder 1,3 Milliarden Quadratmeter Solarmodule, siehe hier). Woche für Woche. Gleichzeitig müssten wir noch die gesamte globale Infrastruktur, die auf Verbrennung beruht, ersetzen: Heizungen, Autos, Flugzeuge, Industrieanlagen. Befinden wir uns nach 30 Jahren Klimapolitik denn auf gutem Wege dorthin? Dazu nur eine Zahl: 2018 ist der globale Verbrauch an fossiler Energie um 280 Millionen Tonnen gestiegen. Nicht gesunken.

Unablässig wird durch Meldungen über immer neue Rekorde bei Solar- und Windenergie die Machbarkeit einer Umstellung auf Erneuerbare beschworen. So zeigt zum Beispiel die Süddeutsche Zeitung in einer Grafik, Finnland gewinne bereits 78,4 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Quellen. Schaut man genauer hin, wundert man sich. Wind- und Sonnenenergie, um die es in dem Artikel geht, kommen in Finnland zusammen gerade einmal auf 3,5 Prozent. Die großen Brocken machen mit 25,1 Prozent die Wasserkraft aus, die generell nicht mehr viel Steigerungspotenzial aufweist, sowie mit 16,2 Prozent die Biomasse, die weit davon entfernt ist, klimaneutral zu sein, und wegen ihres Flächenverbrauchs eher ab- als zunehmen sollte.

Schließlich wurden offenbar noch 33,7 Prozent Kernenergie mitgezählt. So schafft man es, ein Land, das mehr Elektrizität aus der Verbrennung von Torf als durch Windräder und Solarzellen gewinnt, als leuchtendes Beispiel für den Siegeszug der Erneuerbaren zu präsentieren. Auch in Hinblick auf das „Musterland“ Deutschland muss man immer wieder darauf hinweisen, dass Wind und Sonne derzeit am Primärenergieverbrauch noch immer nur einen Anteil von weniger als fünf Prozent (Wind: 3,0, Solar 1,5) haben (siehe hier). Und in China, das auch immer wieder als Vorbild herhalten muss, steigt seit 2017 der Anteil des Kohlestroms wieder an, während 2019 der Zubau von Solaranlagen im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 Prozent eingebrochen ist. Wind und Sonne machen weniger als acht Prozent der Elektrizitätsversorgung und damit etwa zwei Prozent der gesamten Energieversorgung aus (siehe hier).

In Deutschland stehen inzwischen rund 30.000 Windräder, nicht wenige davon schon an Standorten, die aufgrund geringer Windgeschwindigkeiten als weniger geeignet gelten, und an solchen, die eigentlichen zu schade dafür sind, beispielsweise Wälder. Sie erfreuen sich insgesamt nur ausgesprochen geringer Beliebtheit. Die Vorstellung, über Wald und Wiesen verstreut, rund eine Million aufzustellen, ist nachgerade absurd. Und würde den gewünschten Ertrag auch gar nicht bringen, da sich die Windräder dann gegenseitig ausbremsen würden (siehe hier).

Dies ist ein Auzug aus dem Buch: „Schluss mit der Klimakrise: Problemlösung statt Katastrophenbeschwörung“ von Thilo Spahl (Hrsg.), 2020, Edition Novo: Frankfurt/Main, hier bestellbar.

Zuerst erschienen bei Novo Argumente und der Achse des Guten.

Weitere Quellen

(1) Die Realität beim Kunststoffrecycling beschreibt Prof. Rainer Bunge, Fachstellenleiter am Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik UMTEC an der Hochschule Rapperswil: „Das Kunststoffrecycling ist weder effizient noch effektiv. Doch warum will der Konsument trotzdem Kunststoff separat sammeln? Der Konsument glaubt, und er möchte auch daran glauben, dass das Kunststoffrecycling einen wichtigen Beitrag zur Kompensation seiner Umweltauswirkungen leistet – obwohl das nicht stimmt.“ In: Stephanie Thiel et al. (Hrsg.): „Recycling und Rohstoffe“, Bd. 12, 2019, S. 245-58.

(2) ARD Video-Clip zit. n. mr. pip, Twitter, 30.11.2019.




Corona-Sars2 heute – Corona-Mers morgen. Bereitet Drosten die nächste „Pandemie“ vor?

Die reiferen unter den EIKE-Lesern können sich noch an das Corona-Sars1-Virus erinnern, das im Jahre 2002 auftrat. Nicht ganz folgenlos: Ein Mann, der damals um die 40 war, berichtete mir, daß er eine Lungenentzündung hatte, die es ihm versagte, auch nur drei Treppenstufen hochzugehen. Warum hatte die Regierung damals keinen „Lockdown“ ausgerufen?

Ähnlich sieht es bei der Grippe-Pandemie (Influenza) im Winter 2017/18 aus: Viele Intensivstationen pfiffen vor drei Jahren auf dem letzten Loch wegen der hohen Patientenzahl. Ein Leser schrieb mir, daß er Anfang 2020, kurz vor der Sars2-Quarantäne, wegen des aktuellen Influenzavirus in Lebensgefahr schwebte.

„Wenn das Geschäftsmodell mit den erfundenen Pandemien für die die Erfinder so gut läuft, warum nicht schon die nächste vorbereiten?“ warf unser Vizepräsident Michael Limburg ein, als ich ihm von der aktuell anlaufenden Mers-Forschung des Dr. (?) Drosten erzählte. Was ist Corona-Mers, das laut des Charité-Chefvirologen „nächste Kandidat für eine Pandemie“ sei? Das Akronym steht für Middle East respiratory syndrome-related coronavirus, deutsch Atmungssyndrom-bezogenes Coronavirus aus dem Mittleren Osten. Das Virus stammt von der arabischen Halbinsel und tritt in Europa (noch) nicht auf. Es verursacht schwere Infektion der Atemwege, Lungenentzündung und Nierenversagen. Man sieht – eine bunte Palette an Symptomen, die viel „Interpretationsspielraum“ lassen. So erklärt Christian Drosten in Capital, daß Mers der „nächste Pandemiekandidat“ sein könne und wolle sich nach dem „Rummel“ um Corona-Sars2 im Labor der Erforschung um dieses Virus kümmern.

Hat Drosten mit seiner Einschätzung Recht? Das wird die Realität zeigen, die Drosten bislang aber Lügen strafte. Im Jahre 2009/10 hatte der Arzt, damals noch in Bonn auf dem Posten Streecks, bezüglich der Schweinegrippe H1N1 ähnlich Panik geschürt wie heute. Wolfgang Wodarg, Amtsarzt und SPD-Parlamentarier, widersprach ihm und behielt Recht. Trotzdem machte die Pharmaindustrie einen ordentlichen Schnitt, weil die Regierung für Hunderte Millionen Tamiflu und andere Mittel kaufte, die nach recht kurzer Zeit abliefen und aufwendig vernichtet werden mußten.

Die Schweinegrippe-Affäre, in der neben Drosten auch das Robert-Koch-Institut, die WHO und natürlich die immer katastrophen-affinen Qualitätsmedien mitmischten, war wahrscheinlich so eine Art Testlauf für die aktuelle „Pandemie“. Nicht, daß unbedingt etwas geplant war, aber Menschen mit zu viel Macht und gleichen Interessen handeln gleich. Da tut es nicht Wunder, daß die Politiker um Merkel, die finanziell immer abhängigeren Medien, die „Wissenschaftler“ und pikanterweise nun sogar die Antifa dasselbe Märchen erzählen, weil es ihren Interessen dient.

Da die Querdenker-Demonstrationen sich in Grenzen halten und die Massenmedien es erfolgreich geschafft haben, alle Maßnahmenkritiker als verantwortungslose Spinner oder gleich Nazis darzustellen, ist wahrscheinlich, daß der politmediale Komplex nach der Abwicklung der Sars2-Erzählung zum nächsten „Supervirus“ übergehen wird. Der MDR und das Redaktionsnetzwerk von der SPD laufen  sich schon warm. Ich hoffe, daß wir da nicht Recht haben.




Kernfusion auf Bayrisch

Der neue Porsche
Sicherlich sind Sie beim Blättern in Illustrierten schon über attraktive Lotteriegewinne gestolpert – ein Porsche etwa, neuestes Modell, Farbe und Ausstattung nach Wunsch. Gemeinsam mit Ihrer Liebsten überlegen Sie Farbkombinationen: Dunkelblau mit cremefarbenen Sitzen, oder vielleicht lieber knallrot und schwarz? Vor Ihrem inneren Auge können Sie das deutlich sehen. Was Sie nicht sehen können ist die Wahrscheinlichkeit von eins zu einer Million, mit der das Auto Ihnen gehören wird.
Ähnlich attraktive Angebote machen derzeit diverse Startups. Sie versprechen unerschöpfliche, saubere Energie aus Kernfusion. Was sie nicht verraten ist die Wahrscheinlichkeit, mit der das gelingen wird.
Eine dieser Firmen plant, sich im bayerischen Penzberg anzusiedeln; dort soll das Wunder der kontrollierten Kernfusion wahr werden. Der Name der Firma: Marvel Fusion.
Ich schlage vor, wir schauen uns das mal an.

Wege auf den Vulkan
Es besteht kein Zweifel, durch Verschmelzen von Atomkernen kann beliebig viel Energie erzeugt werden – die Sonne macht uns das ja täglich vor. Auf Erden müssen wir allerdings eine Nummer kleiner anfangen, und da wird’s schwierig.
Atomkerne sind positiv geladen, sie stoßen sich gegenseitig ab, und zwar umso mehr, je näher sie sich kommen. Wenn sie sich aber ganz nahe sind, wenn sie sich berühren, dann setzt plötzlich eine starke Anziehungskraft ein, sie verschmelzen und enorm viel Energie wird frei.
Stellen Sie sich einen klassisch geformten Vulkan vor. Je höher oben, desto steiler ist der Hang. Es wäre verdammt schwierig eine Bowling-Kugel vom Fuß des Vulkans bis zum Gipfel zu rollen, aber wenn Sie das schaffen, dann fällt sie in den Krater und stürzt jetzt völlig mühelos in Richtung Mittelpunkt der Erde. Und bei diesem Fall wird ein Vielfaches der Energie frei, die bergauf verbraucht wurde.
So ist das mit der Kernfusion, an deren praktischer Nutzung man sich seit Jahrzehnten die Zähne ausbeißt. Man muss den kleinen Bowling-Kugeln, den Atomkernen, so viel Energie geben, dass sie den mühsamen Weg durch die gegenseitigen Abstoßung überwinden; wenn das aber gelingt, dann bekommt man ein mehrfaches an Energie zurück.
Gigantische Projekte dazu laufen bei ITER in Frankreich (siehe auch hier) und bei NIF in Kalifornien; bisher ohne Erfolg.
Man versucht es dort mit den Wasserstoff-Isotopen Deuterium und Tritium, die man auf viele Millionen Grad erhitzt. Dabei werden einige Atomkerne so schnell, dass sie die erwähnte Abstoßung überwinden und tatsächlich verschmelzen. Die allermeisten Kerne aber sind zu langsam, um nahe genug an einen Partner zu kommen, sie werden umsonst erhitzt.
Das ist so, als würden Sie eine Ladung von einer Million Bowlingkugeln gegen den Abhang des besagten Vulkans schleudern und hoffen, dass wenigsten ein oder zwei oben ankommen. Dabei vergeuden Sie mehr Energie, als die wenigen Treffer erzeugen, die in Krater fallen.

Zu gut um wahr zu sein
Die erwähnte Marvel Fusion – und ein paar andere Startups – versuchen es mit einem neuen Verfahren. Jetzt sollen Kerne von Wasserstoff, auch Protonen genannt, mit Kernen des chemischen Elements Bor verschmelzen. Letztere haben fünf Protonen und meistens sechs Neutronen, macht insgesamt 11 Teilchen. Daher wird dieser Kern B11 abgekürzt. Die Reaktion zur Verschmelzung mit dem zusätzlichen Proton heißt dann „HB11“, wobei das „H“ für Wasserstoff steht.
Dabei entsteht vorübergehend ein Gebilde aus sechs Neutronen und sechs Protonen, das explosionsartig in drei Fragmente zerfällt. Diese Fragmente, es sind Kerne des Elements Helium, bestehen aus je zwei Neutronen und zwei Protonen, wobei letztere elektrisch geladen sind.
Das ist eine praktische Sache, denn schnell fliegende elektrische Ladungen kann man dazu überreden, ihre Bewegungsenergie direkt in Elektrizität umzuwandeln. Man spart sich also den Umweg über Hitze, Dampf, Turbinen und Generatoren, und auch die bösen Kühltürme braucht man nicht mehr.
Was also fehlt noch? Warum haben wir nicht längst diese neuen Wundermaschinen?

Der Zauberstab
Muss denn bei HB11 nicht auch die elektrische Abstoßung zwischen den Atomkernen überwunden werden? Aber Hallo, das erwähnte Bor hat immerhin fünf elektrische Ladungen im Kern, und entsprechend größer sind die Kräfte. Mit Aufheizen, so wie man es bei der herkömmlichen Kernfusion versucht, geht da gar nichts. Aber mit Hilfe eines Zauberstabs könnte es klappen.
Dieser Zauberstab ist ein bestimmter Typ von Laser. Der wird nun nicht etwa benutzt, um das Material aufzuheizen, das fusionieren soll, sondern er erzeugt extrem starke elektromagnetische Felder, in denen einige Kerne so beschleunigt werden, dass sie mit anderen verschmelzen.
Im Gegensatz zu ganzen Ladungen von Bowlingkugeln, die gegen den Abhang des Vulkans geschleudert werden, schießt man jetzt mit Kanonen in Richtung Krater. Das ist erheblich effizienter.
Besagte Laser – gewissermaßen die Kanonen – sind aber erst seit Kurzem verfügbar, und das hat den aktuellen HB11-Hype ausgelöst.

Kommt die Rettung aus Bayern?
Marvel Fusion hat nun ein Team von Experten gebildet, die mit Hilfe des neuen Zauberstabs ein richtiges Kraftwerk entwickeln wollen. Man hat die Stadt Penzberg ersucht, ein Areal von rund 3ha im „Nonnenwald“, für die notwendigen Bauten zur Verfügung zu stellen. Penzberg liegt rund 40km südlich von München im schönen Alpenvorland. Wird das klappen?
Politik in Bayern ist nicht weniger grün als im restlichen Deutschland, mit anderen Worten, alles ist entweder sehr gut (Mutti und Maske) oder sehr böse (Trump und Atom). Es wird für Marvel Fusion schwierig sein, die neue Kernfusion als gut zu verkaufen, aber man tut alles, um zu zeigen, dass sie zumindest nicht böse ist. Man schlägt die Trommeln des Zeitgeistes.
In der PR der Firma stehen daher der CO2-lose Betrieb und die Freiheit von jeglicher Atomgefahr, wie Radioaktivität, Bomben und Explosionen, im Vordergrund. Und auch der TÜV Süd hat schon seinen Segen dazu gegeben.
Auf ihrer Präsentation für die Stadt Penzberg zeigt Marvel Fusion sehr prominent Bilder der geplanten Gebäude im Nonnenwald. Das ist sicher nicht das Wesentliche und es erinnert an die eleganten Bilder der Traglufthalle, welche die Firma Cargolifter einst im Norden Deutschlands hinstellte. Dort konnte man zwar das versprochene Luftschiff nicht bauen, aber immerhin die Halle, in der es gebaut worden wäre.

Chancen und Risiken
Bei der übertriebenen Rücksicht auf die kleinlichen Ängste des Zeitgeistes geht der Blick für die Proportionen natürlich verloren. Es geht hier ja um ein Projekt von epochaler Bedeutung. Wenn die Sache klappt, dann haben wir den heiligen Gral der Energieerzeugung auf Erden. Da ist es egal, was der TÜV Süd dazu sagt und es ist egal, ob Marvel Fusion in der Cafeteria Plastikbecher verwendet. Sollte man nicht erst einmal die Chancen betrachten, bevor man mit dem Mikroskop nach Risiken sucht?
Das Ziel des Projektes rechtfertigt jeden Aufwand. Die Frage ist nur, ob dieses Ziel auch erreicht wird, und ob ausgerechnet Marvel Fusion die Firma ist, die das schafft.
Die haben nun Meilensteine gesetzt, welche den Weg zum Ziel aufzeigen. Bis Ende 2023 soll eine Anlage stehen, in der die besagten Laser den HB11 Prozess durchführen, ohne dass man dabei schon Energie erntet. Das hört sich nicht unrealistisch an, vorausgesetzt, dass die riesigen Mengen an Strom für den Betrieb der Laser zur Verfügung stehen. Da muss sich Penzberg was einfallen lassen, denn mit Windmühlen allein wird das nicht klappen.
Bis Ende 2028 soll dann eine Anlage stehen, die immerhin 100 Megawatt liefert und die als Modell für große industrielle Kraftwerke dient. Nach 2030 will man dann im Gigawatt-Maßstab ins Netz einspeisen.
Diese beiden letzteren Meilensteine nun sind extrem sportlich, aber wir wollen den Forschern keine unlauteren Absichten unterstellen, sondern eher, dass der notwendige unternehmerische Optimismus da etwas mit ihnen durchgegangen ist.

Fazit
Wir leben in einer Zeit, in der Startups wie Marvel Fusion relativ leicht Investoren finden. Nun neigen solche Gründer dazu, mehr zu zeigen als sie haben – so geht Marketing. Es kommt auch vor, dass sie schließlich die eigenen üppigen Versprechungen selbst glauben. Da ist es nun wichtig, dass unter den Geldgebern kompetente Entscheider sind, welche die Logik eines Vorhabens und dessen Fortschritt realistisch beurteilen können; die rechtzeitig die Reißleine ziehen, falls nötig. Ist das nicht der Fall, dann kommt es zu Skandalen wie um die amerikanischen Hochstaplerin Elizabeth Holmes mit Theranos (sie auch hier) oder beim bayerischen Lufttaxi (siehe auch hier).
Die Kompetenz der Entscheider muss primär auf fachlichem Gebiet liegen; wer das beherrscht, der hat allemal die kognitiven Fähigkeiten, um auch die Finanzen zu verstehen. Umgekehrt ist das nicht der Fall. Gibt es in der Politik solche Experten?
Unsere Minister zitieren gerne die enorme Komplexität ihres Aufgabengebietes, die es unmöglich macht, überall Experte zu sein. Dafür haben sie Berater.
Berater haben nun ein gutes Gespür dafür, was der Auftraggeber gerne hören möchte. Letzterer muss also zumindest die Qualifikation haben, um zu erkennen, wem er in sachlicher und ethischer Hinsicht vertrauen kann. In Sachen Corona ist das ganz sicher nicht der Fall.

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors Think-Again. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.




Interner Streit bei Klima-Alarmisten: Fundis gegen Realos – worum geht es wirklich?

Die beiden prominenten Klimaschützerinnen Luisa Neubauer und Carola Rackete schrieben gemeinsam beim Spiegel einen Artikel mit dem Titel Wer hat die Macht, Verträge zu brechen?, in dem sie forderten, das 1,5°-Begrenzungsziel einzuhalten, weil wir sonst

Gefahr laufen, uns Rückkopplungseffekten im Klimasystem auszusetzen, die nicht mehr aufzuhalten sind.

Die Autorinnen beziehen sich damit auf die unbewiesene Theorie der „Kipp-Punkte“, die besagt, daß nach x Jahren weiterer CO2-Emissionen alles zu spät sei und die Atmosphäre sich nun unweigerlich aufheizen werde. „x“ bedeutet aktuell nach Greta Thunbergs Einschätzung etwa elf oder zwölf Jahre ab 2019; 2007 meldete die BILD auf dem Titel, es seien noch 13 Jahre. Einen anderen Wert lieferte Luisa Neubauer selbst, als sie Anfang 2020 im Interview meinte, wir hätten nur noch dieses Jahr Zeit, das Klima zu retten. Nach heftigem Einspruch der anwesenden Greta nahm die Hamburgerin aus der Reemtsma-Familie ihre Einschätzung aber sofort zurück.

Im Interview mit der Berliner Tageszeitung taz widerspricht nun der Klima-Physiker Anders Levermann vom PIK der Notwendigkeit der Begrenzung auf 1,5° Klimaerwärmung. Levermann ist EIKE-Lesern bekannt, da wir bereits darüber berichteten, daß der Professor der Universität Potsdam im Bundestag ein ähnlich wie Wasser gewinkeltes CO2 postulierte und später die abschmelzende West-Antarktis mit Schneekanonen beschneien wollte.

Zur Kipp-Punkt-These meint er, daß nur einzelne Bereiche der Erdoberfläche kippen könnten, so die Arktis oder Korallenriffe. Eine selbstverstärkende Spirale der Erderwärmung auf dem gesamten Planeten verneint er. Auch meint er, daß eine Erhitzung der unteren Luftschichten um 2° unsere Gesellschaften wohl nicht fundamental bedrohen würden.

Ganz anders sähe es aus, wenn man, wie die jungen radikalen Bürgerkinder der Millennial-Generation es gern fordern, schlagartig alle Kraftwerke und Verbrennungsmaschinen verbieten würde. Die USA zum Beispiel müßten genau dies bis 2023 tun, um „klimaneutral“ zu werden. Angesichts von „70 Millionen Trump-Wählern, die man nicht mögen muß, die aber eine Realität sind“ warnt er davor. Als Alternative empfiehlt Levermann, die Treibhausgasemissionen bis 2050 ganz herunterzufahren. Und nicht „gegen die kämpfen, die 2 Grad fordern“.

Welche Taktik mag hinter diesen Worten stecken? Im Interview erwähnt der Physiker, daß Teile der Klimaretterszene (gemeint sind wohl Extinction Rebellion XR und FFF) sich auf die grünen Realos eingeschossen hätten. Das klingt so, als habe Levermann stellvertretend für viele andere „Alte“ Angst vor den Geistern, die er selbst rief. Die akademischen Klimamodellierer der Professorengeneration macht sich offenbar Sorgen, daß die bürgerlichen Millennials, die gerne fordern und fordern, aber wegen ihrer Verwöhntheit und mangels Verantwortungs- und Realitätssinn zu sehr auf die Tube drücken, eine sofort wirksame katastrophale Politik durchsetzen. Die dann wieder auf Levermann, Schellnhuber, Rahmstorf und Co. zurückfiele. Zumindest, wenn die Folgen unsinniger KKW-Abschaltung und Verbrennerverbot radikal bis 2035 durchgesetzt würden. Dann sind die drei genannten Profs nämlich nach aktueller Lebenserwartung alle noch am Leben, Levermann noch nicht einmal pensioniert. 2050, weitere 15 Jahre später, sähe es anders aus; die politischen Maßnahmen zur „Klimarettung“ bis dahin wären nur halb so schnell vom Zaun gebrochen, und Levermann könnte da seine üppige Rente unter südlicher Sonne genießen (während Solarzyklus-bedingt in Deutschland das nächste Temperaturminimum begonnen hat).

Man sieht, wie in Goethes Zauberlehrling neigen Leute, die es gern bequem haben, statt etwas zu leisten, dazu, zu riskanten Mitteln zu greifen, die eine aus dem Ruder laufende Entwicklung bewirken können. Unser großer Dichter beschrieb das Problem in seinem Gedicht über einen Jungzauberer, der die Abwesenheit seines weisen Lehrers nutzt und ohne ausreichende Fertigkeit einen verhexten Wischmop zum Wasserholen fürs Bad nutzt, aber nicht in der Lage ist, den seelenlosen Diener zu stoppen und nun zusehen muß, wie das Haus überschwemmt wird.

Hat der alte Hexenmeister 
Sich doch einmal wegbegeben! 
Und nun sollen seine Geister 
Auch nach meinem Willen leben. 
Seine Wort‘ und Werke 
Merkt ich und den Brauch, 
Und mit Geistesstärke 
Tu ich Wunder auch.

Walle! walle 
Manche Strecke, 
Daß, zum Zwecke, 
Wasser fließe 
Und mit reichem, vollem Schwalle 
Zu dem Bade sich ergieße.

Und nun komm, du alter Besen! 
Nimm die schlechten Lumpenhüllen; 
Bist schon lange Knecht gewesen: 
Nun erfülle meinen Willen! 
Auf zwei Beinen stehe, 
Oben sei ein Kopf, 
Eile nun und gehe 
Mit dem Wassertopf!

Walle! walle 
Manche Strecke, 
Daß, zum Zwecke, 
Wasser fließe 
Und mit reichem, vollem Schwalle 
Zu dem Bade sich ergieße.

Seht, er läuft zum Ufer nieder, 
Wahrlich! ist schon an dem Flusse, 
Und mit Blitzesschnelle wieder 
Ist er hier mit raschem Gusse. 
Schon zum zweiten Male! 
Wie das Becken schwillt! 
Wie sich jede Schale 
Voll mit Wasser füllt!

Stehe! stehe! 
Denn wir haben 
Deiner Gaben 
Vollgemessen! – 
Ach, ich merk es! Wehe! wehe! 
Hab ich doch das Wort vergessen!

Ach, das Wort, worauf am Ende 
Er das wird, was er gewesen. 
Ach, er läuft und bringt behende! 
Wärst du doch der alte Besen! 
Immer neue Güsse 
Bringt er schnell herein, 
Ach! und hundert Flüsse 
Stürzen auf mich ein.

Nein, nicht länger 
Kann ichs lassen; 
Will ihn fassen. 
Das ist Tücke! 
Ach! nun wird mir immer bänger! 
Welche Miene! welche Blicke!

O, du Ausgeburt der Hölle! 
Soll das ganze Haus ersaufen? 
Seh ich über jede Schwelle 
Doch schon Wasserströme laufen. 
Ein verruchter Besen, 
Der nicht hören will! 
Stock, der du gewesen, 
Steh doch wieder still!

Willsts am Ende 
Gar nicht lassen? 
Will dich fassen, 
Will dich halten 
Und das alte Holz behende 
Mit dem scharfen Beile spalten.

Seht, da kommt er schleppend wieder! 
Wie ich mich nur auf dich werfe, 
Gleich, o Kobold, liegst du nieder; 
Krachend trifft die glatte Schärfe. 
Wahrlich! brav getroffen! 
Seht, er ist entzwei! 
Und nun kann ich hoffen, 
Und ich atme frei!

Wehe! wehe! 
Beide Teile 
Stehn in Eile 
Schon als Knechte 
Völlig fertig in die Höhe! 
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

Und sie laufen! Naß und nässer. 
Wirds im Saal und auf den Stufen. 
Welch entsetzliches Gewässer! 
Herr und Meister! hör mich rufen! – 
Ach, da kommt der Meister! 
Herr, die Not ist groß! 
Die ich rief, die Geister 
Werd ich nun nicht los.

»In die Ecke, 
Besen! Besen! 
Seids gewesen. 
Denn als Geister 
Ruft euch nur, zu seinem Zwecke, 
Erst hervor der alte Meister.«

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)