FFF-Klimastreik am 19. März: Luisa & Co blockieren die Straße, und in Karlsruhe laufen Wildschweine in Demo mit Mindestabstand

Zunächst einmal: Es wurde fleißig in Farbe plakatiert. Chemische Farbe in der Umwelt en masse – mehr muß man wohl nicht sagen.

In ganz Deutschland demonstrieren heuer Bürger für ihre Grundrechte und ihre Freiheit – in Kassel am Sonnabend sogar mehrere Zehntausend. Am Tag vorher sah man zum Beispiel in Berlin und Karlsruhe Gymnasiasten und Studenten, die eher für das Gegenteil und no future demonstrierten.

Luisa Neubauer stand an der bekannten wilhelminischen Oberbaumbrücke in Berlin, hielt eine Rede über Gerechtigkeit und so  und bemalte mit ein paar Getreuen großflächig die Straße, die dafür von der Polizei abgesperrt wurde.

In Karlsruhe fand in einem Park eine Demo mit einigen Hundert Kindern statt, in die laut Zeitung zwei Wildschweine hineinliefen. Die Polizei und die Reporter lobten die Einhaltung der Mindestabstände auf der Demonstration. Achtung: Das Bild im verlinkten Artikel ist aus dem Archiv. 




Ist Nomen Omen ? Treibstoff aus Feuerland!

Kap Hoorn, das Ende der Welt

Länder haben manchmal ausgefallene Formen, etwa die eines Stiefels, der auf einen dreieckigen Fußball tritt, oder eines Koteletts Namens Down Under. Welches Land aber sieht aus wie ein ausgestreckter Bandwurm? Es ist Chile, der Landstreifen zwischen Anden und Pazifik. Die nördlichen 1.000 km sind Wüste und Kupferminen, dann kommen 1.500 km mit Hauptstadt, Landwirtschaft und Industrie, und dann kommt 2.000 km lang nur noch Landschaft – bis ans Ende der Welt, bis zum Kap Hoorn.

Wegen seiner stürmischen Winde ist das Kap Herausforderung und Albtraum aller Seefahrer. Aber des einen Eule ist des anderen Nachtigall. Wo viel Wind, da viel Windenergie. Dort unten nun, in Feuerland, das vom restlichen Chile auf dem Landweg nicht zu erreichen ist, soll eine Anlage entstehen, die aus Wind Treibstoff macht. Ich schlage vor, wir schauen uns das mal an.

Vom Wind zum vollen Tank

Wie also soll die Energie des flüchtigen Windes in Treibstoff verwandelt werden? Das Konzept heißt „Power to Liquid (PtL)“.

Der Weg vom Wind zum vollen Tank ist aber nicht ganz einfach, und die Tatsache, dass wir eine coole englische Bezeichnung haben, löst noch nicht alle Probleme. Aber vielleicht lohnt sich die Sache ja dennoch. Hier die einzelnen Schritte auf dem Weg zum vollen Tank.

Eine Windturbine liefert Elektrizität. Die wird für Elektrolyse, also die elektrische Zerlegung von Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff (H2) eingesetzt. Letzterer wird dann mit CO2 chemisch verbunden und wir bekommen Methanol, eine Flüssigkeit, die auch „Holzgeist“ genannt wird. Methanol ist, aus Sicht des Chemikers, ein Alkohol. Anders als sein großer Bruder aber, das Äthanol, sollten wir ihn nicht als Genußmittel verwenden. Man kann ihn aber chemisch behandeln und bekommt dann einen Treibstoff, genannt eFuel, der dem Diesel nicht unähnlich ist.

Besser flüssig als Gas

Warum verwendet man nicht gleich den total grünen Wasserstoff um die Energie aus der Windkraft zu speichern und dann damit Fahrzeuge anzutreiben? Warum verwandelt man ihn in weiter in Holzgeist und dann eFuel?

H2 ist schwierig zu speichern, sei es als Gas unter hohem Druck oder tiefgekühlt als Flüssigkeit. Es wird immer etwas davon entweichen. Das H2-Molekül ist furchtbar klein und zwängt sich durch die Wände jeglicher Behälter ins Freie. Und das ist nicht nur ein Verlust, es ist auch eine Gefahr, denn mit Luft gemischt bildet sich hoch-explosives Knallgas. Stellen Sie sich eine Tiefgarage vor, in der Hunderte von H2– getriebenen Autos seit Wochen parken. Würden Sie sich da eine Zigarette anzünden? Deswegen ist es mehr als fraglich, ob sich H2 jemals als Energieträger durchsetzen wird (siehe auch hier).

Das Zwischenprodukt Methanol ist aber schon bei normalen Temperaturen flüssig. Auch wenn man das Zeug nicht trinken kann, so eignet es sich also wesentlich besser zum Speichern von Energie als das Gas H2. Seine Herstellung ist noch dazu „exotherm“, also wenn sich H2 und CO2 zu CH3OH (das ist die Formel für Methanol) verbinden, dann brauchen wir keine Energie zuzuführen, nur mit Druck müssen wir etwas nachhelfen.

Sauberer geht’s nicht

Erstaunlicherweise ist die Beschaffung von CO2, das bei der Synthese von Methanol gebraucht wird, nicht trivial. Man könnte meinen, dass das böse Gas, von dem doch viel zu viel da ist, ganz einfach aus der Atmosphäre zu gewinnen sei, aber dem ist nicht so. Es stellt ja weniger als ein Tausendstel der Luft dar, und da ist einiges an Aufwand erforderlich, um es heraus zu filtern und zu konzentrieren. Und das kostet auf jeden Fall Energie.

Dennoch hat das ganze Vorhaben den Charakter eines Perpetuum Mobile. Aus nichts als Wind, Wasser und Luft entsteht letztlich, wie von Geisterhand, echter flüssiger Treibstoff, den wir zum Betrieb unserer Fabrik benutzen oder an Autofahrer verkaufen können. Porsche hat sein Interesse schon angemeldet. Vielleicht wird der neue Cayenne mit der 453 PS, 4.0-liter V8 Maschine damit auch eine Option für Greta & Co. Wenn die dann unterwegs sind, dann blasen sie zwar auch CO2 in die Gegend, aber das ist ja genau das CO2, das man vorher aus der Luft heraus gefiltert hatte. Also ist das Ganze ein ökologisch total sauberes Geschäft.

Bei all der grünen Begeisterung sollte man aber das Rechnen nicht ganz vergessen. Da haben wir ja eine lange Kette von Schritten, und bei jedem kommt hinten weniger raus, als vorne hinein gesteckt wurde. Und die Energie für den allgemeinen Betrieb unserer Zauberfabrik müssen wir auch in Rechnung stellen.

Wild Guess“

Man muss also fragen, was die Effizienz dieses Verfahrens ist. Wie viele Kilowattstunden Energie müssen vom Wind geliefert werden, damit wir schließlich eine Kilowattstunde im Tank unseres Autos zur Verfügung haben?

Lassen Sie uns eine wilde Abschätzung machen, einen „wild guess“. Nehmen wir eine kapitale Windturbine die im stürmischen Feuerland durchschnittlich ein Megawatt = 1000 Kilowatt elektrische Leistung liefert. Das wären dann 24.000 kWh pro Tag.

Der Umwandlung von elektrischer in chemische Energie, die im eFuel gespeichert wird, geben wir eine Effizienz von 30%. Das eFuel wird im Motor verbrannt und erzeugt mechanische Energie. Das passiert erfahrungsgemäß mit einem Wirkungsgrad von ca. 33%. Der Gesamtwirkungsgrad wäre dann 33% von 30%, das sind rund 10%. 10% der Energie aus der Windturbine landen also im Motor des Autos als mechanische Energie.

Pro Tag liefert uns die Anlage also eFuel für 2.400 kWh mechanischer Energie. Der übliche Treibstoff hat ca. 2,4 kWh mechanische Energie pro Liter. Mit anderen Worten, wir können von unserer Anlage mit der gigantischen Windmühle pro Tag 1.000 Liter Treibstoff erwarten. Damit könnte man schon die Autofahrer eines Dorfes in Feuerland glücklich machen. Und um Deutschlands Autofahrer voll mit eFuel zu versorgen, da bräuchte man ein paar hunderttausend solcher Anlagen.

Unsere Rechnung mag dann zwar um den Faktor zwei daneben liegen, nicht aber um den Faktor zehn oder hundert.

Und noch etwas. “Erneuerbare Energie” drückt ja klar aus, dass die Wingeneratoren erneuert werden müssen, im stürmischen Feuerland vielleicht alle fünf oder zehn Jahre.

Grüne Effizienz

Wollen wir hoffen, dass sowohl der Wirtschaftsminister, der acht Millionen Steuergelder für das Vorhaben am Ende der Welt spendiert hat, als auch die beteiligten Firmen Siemens und Porsche diese Überlegungen etwas genauer angestellt haben.

Hier ein Blick in die Präsentation des Projektes, welches ein Element von Deutschlands nationaler Wasserstoff-Strategie darstellt. Den Blick können Sie sich auch sparen, wenn Ihnen die üblichen Textbausteine mit den obligatorischen Vokabeln wie nachhaltig, highly innovative, klima-neutral, high-potential, etc. schon geläufig sind.

Immerhin wird uns aber doch eine Zahl verraten, nämlich dass die Anlage im Laufe des Jahres 2022 rund 130.000 Liter eFuel erzeugen wird (das wären übrigens rund 350 Liter pro Tag, falls die Anlage kontinuierlich liefe).

Ist das effizient? Ist das viel? Nun, falls Herr Altmaier zur Feier dieses Meilensteins die 14.000 km von Berlin nach Feuerland fliegt, dann verbraucht der Luftwaffen- Airbus A340 der Flugbereitschaft seinen vollen Tankinhalt von etwa 100 Tonnen = 125.000 Litern Kerosin. Das ist fast so viel wie die erwähnte Jahresproduktion an eFuel – nur für den Hinflug.

Oder, anders ausgedrückt, der jährliche Beitrag zur CO2-Vermeidung durch das eFuel der Anlage würde durch besagten Besuch schon auf dem Hinflug zunichte gemacht.

Egal wie sinnvoll: je mehr zu Beginn schon investiert wurde, desto mehr muss später draufgelegt werden. Auf die Millionen werden Milliarden folgen. Vielleicht ist das Ganze ja ein Perpetuum Mobile anderer Art: aus Wind mach Geld.

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors Think-Again. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.




Cancel culture: Duke-Universität sollte Klimaskeptiker Björn Lomborg ausladen – tat es aber nicht

Die Duke-Universität in Nord-Carolina ist eine Spitzenuniversität an der Ostküste der USA, die zuzeiten als das „Harvard des Südens“ bezeichnet wird. Leider sind die Elite-Universitäten einschließlich der Ivy League für die politische Radikalität ihrer Studenten bekannt. Darunter sticht vor allem der Campus Berkeley der Universität von Kalifornien bei San Francisco heraus, der schon zu Hippie-Zeiten heftig nach linksaußen abdriftete. An den US-Eliteunis wurde ab 1984 auch die politische Korrektheit mit ihren antirassistischen Sprechverboten als Ersatz für die von links emanzipierte Arbeiterklasse entwickelt. In den 90er Jahren führte das in Harvard dazu, daß Studenten versuchten, in jedem Buch der riesigen Bibliothek jede ethnische Bezeichnung zu schwärzen.

Da tut es nicht Wunder, daß ein ehemaliger Professor der Duke-Uni mit zwei im Dienst befindlichen Kollegen, William H. Schlesinger, Miguel Rojas Sotelo und Drew Shindell, ein moralisches Erpressungsschreiben aufsetzte, um den Auftritt des Klima“leugners“ Björn Lomborg aus Dänemark zu verhindern. Die drei Meinungspolizisten fuhren gleich ganz schwere Geschütze auf:

Das Jahr 2020 begann mit Bildern (…) des brennenden australischen Kontinents. Im zweiten Monat des Jahres 2021 haben wir gesehen, wie das notorisch heiße Texas gefroren ist, da ein instabiler Polarwirbel, der zu Schneestürmen und Stromausfällen für Millionen von Haushalten führte, Dutzende Todesfälle verursacht hat. Diese Ereignisse sind wahrscheinlich eine Folge des anthropogenen Klimawandels.

Duke hat sich als führend in der Förderung von Wissenschaft, Umweltschutz und Bekämpfung des Klimawandels positioniert. Doch während das Klima-Chaos auf der ganzen Welt nachhallt und Klimaforschern Recht gibt (…), nutzt Duke seine Ressourcen und seine Plattform, um die Interessen von Unternehmen für fossile Brennstoffe und ihren Investoren über einen akademisch unehrlichen Gastdozenten zu fördern. Zusätzlich zu Dukes eigener Stiftung, einschließlich Investitionen in fossile Brennstoffe, von denen es sich nicht trennen wollte, veranstaltet das Duke’s Center für die Geschichte der politischen Ökonomie einen Vortrag von Bjørn Lomborg vom Copenhagen Consensus Center, einem professionellen Klima-Leugner, dessen Karriere von anderen Klima-Leugnern wie Charles Koch bis Exxon Mobil finanziert wurde.

Man sieht, die alte Leier, Diffamierung, und die Behauptung einer Finanzierung durch Interessensgruppen, die bei Klima-Alarmisten natürlich nie vorkommt.

Die Leiter der Duke-Universität behielten aber Nerven, was heuer selten ist. Ob Deutschland oder Amerika, es muß sich wie in der DDR oder dem Dritten Reich nur ein „politisch korrekter“ Schreihals finden, der jemanden – aktuell – des Rassismus, der Frauenfeindlichkeit, der AfD-Wählerschaft oder des Klimaleugnens beschuldigt, und schon knicken Verantwortliche ein.

Meistens – Lomborg wurde nicht ausgeladen und hielt seine Rede. Sein Kommentar zur versuchten Diffamierung:

Überall auf der Welt versprechen Politiker jetzt eine Klimapolitik, die zig Billionen Dollar kostet – Geld, das wir nicht haben, und Ressourcen, die anderswo dringend benötigt werden.

Klimakämpfer sagen uns jedoch, wenn wir jetzt nicht alles für das Klima ausgeben, ist nichts anderes wichtig, da der Klimawandel unsere Zivilisation bedroht. Wie Präsident Biden sagt: Der Klimawandel ist „eine existenzielle Bedrohung“. Ja, der Klimawandel ist ein echtes Problem.

Es ist jedoch in der Regel stark übertrieben, und der daraus resultierende Alarmismus wird ausgenutzt, um die verschwenderischen Ausgaben von Billionen zu rechtfertigen. Wenn Sie darauf hinweisen, werden Sie attackiert. Ich sollte es wissen, denn ich persönlich bin seit Jahren am unteren Ende dieser Durchsetzung des Klimaalarmismus.

Letzte Woche sollte ich einen öffentlichen Vortrag an der Duke University halten, als eine Gruppe klimapolitischer Professoren – einige, die für das IPCC schreiben – Duke öffentlich aufforderte, meinen Auftritt abzusagen. Einer meiner Präsentationspunkte war die Hervorhebung des neuesten vollständigen Berichts des IPCC, in dem die Gesamtkosten des Klimawandels geschätzt werden. Sie stellten fest, daß der ungebremste Klimawandel in einem halben Jahrhundert den allgemeinen Wohlstand verringern wird, was einer Senkung des Einkommens jeder Person um 0,2 bis 2 Prozent entspricht. Angesichts der Tatsache, dass die UNO erwartet, daß es jedem Menschen auf dem Planeten viel besser gehen wird – +363 Prozent so reich wie heute -, könnte der Klimawandel dazu führen, dass wir bis dahin nur noch +356 Prozent so reich sind. Das ist ein Problem, aber sicherlich nicht das Ende der Welt.

Warum wissen die meisten Leute das nicht? Weil Geschichten über Katastrophen und menschliche Schuld mehr Klicks erzielen und besser dazu geeignet sind, politische Argumente zu formulieren. Leider ist es unwahrscheinlich, daß wir gute Entscheidungen treffen, wenn wir in Panik geraten. Die politischen Kräfte, die die Klima-Billionen ausgeben wollen, und das akademische Segment, das die Angst liefert, wollen die Klimadebatte nur mit den gruseligsten Szenarien führen. Sie wollen eine unerschütterliche Loyalität gegenüber energischen Ausgaben für die Klimapolitik, unabhängig von ihrer Wirksamkeit.

Sie bestehen darauf, dieses Problem als moralische binäre Entscheidung zu behandeln, anstatt eine realistische Abwägung von Kosten und Effektivität, die es ermöglichen würde, auch viele andere Herausforderungen zu beachten. Sicherlich wollten die drei Professoren von Duke nicht, daß jemand abweichende Fakten hört. Sie versuchten, den Vortrag durch Lügen zu stoppen, wie zum Beispiel die Behauptung, daß meine Finanzierung von Exxon und den Koch-Brüdern kommt. Diese Behauptungen sind kategorisch falsch. Sie erklärten auch, daß ich wissenschaftlich als unehrlich eingestuft worden sei, obwohl der Scheinprozeß, aus dem diese Behauptung hervorging, vollständig aufgehoben und annulliert wurde, weil er keine Argumente enthielt.

Noch besorgniserregender war, daß Klimakatastrophen so schrecklich seien, dass wir keine weitere Klimadebatte zulassen können. Ihre Behauptungen waren jedoch fast komplett falsch. Sie sagten, daß „ein Großteil des australischen Kontinents“ von klimabedingten Bränden verschlungen worden sei. Aus in „Nature“ veröffentlichten Satellitenmessungen wissen wir jedoch, dass die Brände in der Nähe von Bevölkerungszentren zwar schwerwiegende Auswirkungen hatten, die gesamte verbrannte Landfläche jedoch vier Prozent betrug – einer der niedrigsten Prozentsätze aller Zeiten, verglichen mit einem Durchschnitt in diesem Jahrhundert von 6,2 Prozent und dem letzten Jahrhundert von 10,1 Prozent.

Vier Prozent sind nicht „viel vom australischen Kontinent“. Solche Behauptungen ähneln eher Beschimpfungen von Menschen, die zu viele alarmierendes Fernsehsendungen gesehen haben. Sie behaupteten, daß „unzählige Leben“ durch klimabedingte Katastrophen weltweit verloren gingen. Die „International Disaster Database“ zeigt jedoch, dass in den 2010er Jahren jedes Jahr 18.357 Menschen an klimabedingten Auswirkungen wie Überschwemmungen, Dürren, Stürmen, Waldbränden und extremen Temperaturen starben. Dies ist die niedrigste Zahl an Todesfällen im vergangenen Jahrhundert, ein Rückgang um 96 Prozent seit den 1920er Jahren, trotz einer größeren Weltbevölkerung. Und 2020 war die Zahl der Todesfälle mit 8.086 sogar noch niedriger.

Dies können wir jedoch nur wissen, wenn wir die präsentierten Fakten hören dürfen. Zum Glück hat die Duke University ihren heftigen Angriffen nicht nachgegeben, aber die Versuche, Redefreiheit, Fakten und Wissen zu unterdrücken, gehen weiter. Der einfachste Weg, Gesellschaften dazu zu bringen, die Ausgaben von zehn Billionen zu genehmigen, die wir nicht haben, besteht darin, uns zu erschrecken. Die akademische und aktivistische Fraktion, die den bedrohlichen Ton in der Klimakonversation angibt, möchte, dass Dissens beseitigt wird, und lässt sich als einzige autorisieren, Ihnen zu sagen, wie ängstlich Sie sein sollten. Um zu vermeiden, dass Billionen verschwendet werden, sollten wir sie nicht zulassen.

Hier ist das Video seines hörenswerten Vortrages, Corona-Maßnahmen-bedingt nur per Video:




RTL-Reportage „Der Klimaschwindel“ von 2007 – warum verpuffte die Aufklärung?

Daß 3Sat und sogar das Erste vor 2010 in Report klimakritische Beiträge von Günther Ederer oder Talkrunden mit Michael Limburg brachten, ist durch das Youtube-Gedächtnis der Österreicher, Schweizer und Deutschen gewährleistet. Vor kurzem wurde auf Facebook in einer Skeptikergruppe (Fakten gegen Klimahysterie) an eine erstaunlich lange und detailreiche Reportage mit Moderatorin Birgit Schrowange erinnert, die heute nicht mehr möglich wäre.

Es ist das Jahr 2007: Al Gores Film Eine unbequeme Wahrheit bekam gerade den Oscar; der Weltklimarat IPCC erhielt den Nobelpreis; und die Bild titelte, „Wir haben nur noch 13 Jahre“.

Und da platzt eine britische Reportage (Channel 4) in den klima-politmedialen Komplex, die es in sich hat. RTL übernahm sie in überarbeiteter eingedeutschter Form, wofür deutsche Medien zitiert und hiesige Journalisten wie Dirk Maxeiner interviewt wurden, so auch Wissenschaftler wie Wolfgang Thüne, Nir Schaviv, Fred Singer und Richard Lindzen, alles Referenten des gerade gegründeten Europäischen Institutes für Klima und Energie, EIKE e.V.

Schauen Sie sich den Film (noch) einmal an; sie werden staunen, was damals in 40 min. in erstaunlich hoher Dichte gebracht wurde. Zusätzlich ist man geplättet, wie klipp und klar sogar ein IPCC-Mitglied, John Christy, die tatsächliche Intention der Klima-Alarmisten benennt:

Man muß eine gewisse Panik schüren, dann fließt das Geld!

Auch der PIK-Trick, jedes leicht vom gewohnten Wettergeschehen abweichende Phänomen wie der Schneesturm im Februar sogleich als unwiderlegbaren Beweis für den menschgemachten Klimawandel zu präsentieren, wurde damals schon klar benannt. Man hat fast den Eindruck, als hätten sich Rahmstorf & Co. im Film Anregungen geholt.

Aber nein, die „Klimaforschungsfolgen“-Forscher aus dem Hause Schelmhuber, die sich mit Naturwissenschaften nicht so auskennen („Winkel-CO2“), sind gewiefte PR-Leute und Netzwerker, die die ihnen nützlichen Narrative seit Anfang der 90er geschickt unter die Journalisten und Politiker bringen. Dabei sind sie noch nicht einmal die Erfinder der Panikmache: Wie unser Artikel zum Hamburger Klimakongreß 1988 zeigt, sind die heutigen Protagonisten wie Latif, Rahmstorf und Lesch reine Epigonen, die lediglich ein von anderen bereits erprobtes Konzept zur Erlangung von Ruhm & Rubel nutzen.

Was neben dem Inhalt der 07er Reportage auch noch wundert, ist, man muß es so nennen, der Mut des RTL-Extra-Teams und der Moderatorin Birgit Schrowange. Stellen Sie sich, geneigter Leser, einmal vor, eine solche Sendung würde im Jahre 2021 bei RTL oder einem anderen Privatsender wiewie laufen. Der Schittsturm des PIK und anderer Aktivisten, aber vor allem der Journalisten in ARD, ZDF, Spiegel, Süddeutscher Zeitung, Frankfurter Rundschau, Berliner Tagesspiegel, Zeit, FAZ, taz, und so weiter und so fort wäre heftig. Wahrscheinlich gäbe es sogar Talkrunden zur „Wissenschaftsleugnung“ bei Maischberger, sternTV, Anne Will, Maybrit Illner, hart aber fair, und so weiter und so fort. In der Redaktion vermuten wir, daß Schrowange nach einer Woche „freigestellt“ wäre, wie es gerade Julian Reichelt von der Bild passiert ist.

Soweit war damals die Postdemokratie, in der die Fassaden noch stehen, ansonsten aber fast nur noch die Interessen der Privilegierten bedient werden, noch nicht. Stefan Rahmstorf vom Potsdamer Klimainstitut PIK, der in der Abwehr von Kritik besonders aktive und geschickte Klimaprofessor in Deutschland, hat zur Reportage einiges geschrieben. Zitat:

Ein guter Teil der „Skeptiker“-Argumentation ist schlichte Verschwörungstheorie. Den Menschen wird eingeredet, die Klimaforscher hätten aus Eigeninteresse – um mehr Forschungsmittel zu bekommen – die Mär der globalen Erwärmung erfunden oder würden zumindest die Gefahren kräftig übertreiben. Dabei ist es gerade umgekehrt. Bestens belegt ist, daß prominente „Klimaskeptiker“ direkt von Interessengruppen finanziert werden.

Wie wir von EIKE mit unseren „Millionen von der Ölindustrie“, Sie kennen das ja. An anderer Stelle beklagt Rahmstorf sachliche Fehler im 2007er Film, die absichtliche Fälschungen seien.

An diesem Beispiel zeigt sich der Unterschied zwischen einer seriösen wissenschaftlichen Diskussion (wo z.B. eine einmal als falsch erkannte Kurve nicht mehr verwendet werden kann, und wo nicht willkürlich Daten erfunden oder weggelassen werden dürfen) und der Mediendiskussion, wo derartige falsche Kurven durch die „Klimaskeptiker“ seit Jahren immer aufs neue einem Laienpublikum präsentiert werden.

Das ist wirklich pikant – gerade die Forscher der Church of Global Warming gelten, wie Kabarettist Vince Ebert so schön formulierte, als die „Homöopathen der Wissenschaft – Beweisführung, Methodik, alles so’n bißchen huschi-pfuschi“.  Man denke zum Beispiel an die beiden Klima-Gates, die zeigten, daß Rahmstorf und Kollegen ihre theoretischen Computermodelle laufend zurechtpfriemeln müssen, damit sie rückwärts und vorwärts in der Zeit zu den Meßdaten passen.

Man denke auch an die Hockeyschlägerkurve von Michael E. Mann, die „seriös wissenschaftlich“ aus völlig unterschiedlichen Datenquellen zusammengeschustert wurde und in der ersten Version die allseits bekannte hochmittelalterliche Heißzeit verschwieg. Man denke auch an Rahmstorfs Beichte, daß seine „seriös wissenschaftlichen“ Rechenmodelle nur chaotische Simulationen aufgrund von Annahmen sind, die nicht als Prognose dienen können.

Standbild https://www.youtube.com/watch?v=4hrx08tInBg

Der kundige EIKE-Leser erinnert sich vielleicht noch, daß 2007 nicht nur das Jahr des „Klimaschwindels“ war, sondern auch das Jahr des Schlagabtausches von Augusto Mangini, Universität Heidelberg, und Stefan Rahmstorf in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung FAZ. Dabei argumentiert Rahmstorf wie so häufig ad hominem:

Höchst selten kommen solche Zweifel noch von seriösen Wissenschaftlern, denn inzwischen haben sich fast alle von den erdrückenden Belegen überzeugen lassen.

Mangini selber meine er aber nicht, schrieb Rahmstorf, da er mit ihm sogar gemeinsam publiziert habe. Dennoch nutze Mangini ein „Bauernfängerargument“, wenn er sage, daß der natürliche Klimawandel der Vergangenheit ein Hinweis auf die Nichtexistenz des menschgemachten Kollapses sei. Außerdem macht Rahmstorf sich über Manginis Fachgebiet beziehungsweise dessen Proxydaten – Stalagmiten lustig:

Zudem vertritt Mangini bereits seit einigen Jahren die These, die Erwärmung im zwanzigsten Jahrhundert sei überwiegend auf natürliche Sonnenzyklen zurückzuführen. Dies alles schließt er aus Stalagmitendaten.

Nein – daß die Sonne mit ihren Zyklen, und andere astronomische Phänomene Hauptreiber des irdischen Klimas sind, war etabliertes Fachwissen in der Meteorologie, bis Treibhausgasforscher wie James Hansen sich politisch-medial in den Vordergrund spielten. Die Wirkung der solaren Zyklen ist durch unterschiedliche Daten bestens belegt – zum Beispiel von den Stalagmiten, die Augusto Mangini als Spezialist selber ausgewertet hat. Wenn die Tropfsteinhöhlen als Proxies unbedeutend seien oder sogar untaugliche Daten lieferten, wie Rahmstorf anklingen läßt – was ist dann mit den Ergebnissen der PIK-Computermodelle, die uns in den Medien als „wissenschaftlicher Beweis“ verkauft werden? Wie Fred Singer auf einer EIKE-Konferenz so schön formulierte: Wissenschaft, das sind die Daten.

Im Artikel teilt Rahmstorf auch noch gegen einen anderen Kollegen aus, dessen Namen er nicht einmal für erwähnenswert hält:

Im bereits erwähnten „heute-journal“ verstieg sich ein Mitarbeiter der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe zu der Behauptung, Klimatologen würden vergangene Klimavariabilität gezielt herunterspielen, um den Einfluß des Menschen zu übertreiben. Abgesehen davon, dass dies einem ganzen Berufsstand weltweit Unredlichkeit unterstellt, ist es aus den genannten Gründen logisch unsinnig (…)

Man sieht – 2007 war für die deutschen Priester der Church of Global Warming ein äußerst gefährliches Jahr, in dem ihr guter Ruf (und damit ihre Fördermillionen) beinah gewaltig abgenommen hätte.  Leute wie Rahmstorf haben als gewiefte PR-Manager das Ruder noch herumreißen und den klima-politmedialen Komplex in Deutschland derart stabilisieren können, daß ihn auch die beiden hochnotpeinlichen Klimagates nicht mehr erschüttern konnten. Vereinzelte kritische Artikel wie Die selbstgemachte Klimakatastrophe der UN in der Welt fielen schon nicht mehr ins Gewicht. Dabei fällt auf, daß, wie oben gezeigt, der persönliche Angriff und die erstaunlich eifrige Beschäftigung mit den Kritikern im Vordergrund stehen.

Selbstbewußte Wissenschaftler, die politikfern korrekt arbeiten und auf effiziente Wissensakkumulation setzen statt auf eitle Medienpräsenz und politischen Einfluß, haben solche Angriffe gar nicht nötig. Auf sachliche fundierte Kritik wird ebenso sachlich fundiert geantwortet, und im Irrtumsfall der Irrtum zugegeben. Warum auch nicht? – Wissenschaft ist laut (?) Sokrates in erster Linie das Eingeständnis, „zu wissen, daß ich nichts weiß“ – beziehungsweise noch wenig. Die Klimaforscher hingegen betonen auffällig, im Gegensatz zu den „Unseriösen“ und „Verschwörungstheoretikern“ im alleinigen Besitz der Wahrheit zu sein.

Es sollte einmal jemand in den Naturwissenschaften, der Medizin oder im Ingenieurswesen versuchen, Kontrahenten in einer Fachdebatte derart persönlich herabzuwürdigen; der- oder diejenige würde sich unmöglich machen. In den politiknahen Fächern geht es aber nicht die Erforschung der Wirklichkeit oder die darauf basierende effiziente Nutzung der Natur, sondern, wie in der Politik, um Macht und Geld. Dementsprechend fallen die Methoden aus.




Woher kommt der Strom? schwache Stromerzeugung der Windkraft

(Abbildung)

Tag- und Nachtgleiche ist dieses Jahr am 20. März. Damit wird denn auch der Frühling dieses Jahres eingeläutet. Die Tage werden länger als die Nächte, was die PV-Stromerzeugung immer stärker werden lässt. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass die erste Märzwoche im Bereich der erneuerbaren Stromerzeugung höchst unbefriedigend war. Hinzu kommt, dass ein leichter Anstieg ausgerechnet zum Wochenende zu verzeichnen war. Genau zu der Zeit, in der der Strombedarf wesentlich geringer ist als an den Wochentagen, an denen allgemein gearbeitet wird.  Die Strompreise der 9. Woche (Abbildung 1) lagen insgesamt im grünen Bereich. Deutschland mußte einige Male an der Schnittstelle Sonnenuntergang = Schluß mit PV-Strom und dem Vorabend Strom importieren und entsprechend hohe Preise bezahlen. Insgesamt bewegte sich der Strompreis recht gleichmäßig um die 40€/MWh. Nur an besagtem Wochenende erzielte Deutschland weniger für den Strom, den es in erheblichem Umfang exportieren musste.

Wind und Sonne halten sich eben nicht an Kriterien wie viel oder wenig Bedarf. Dafür sind die konventionellen Stromerzeuger (Abbildung 2) da. Sie haben die verantwortungsvolle Aufgabe, die Versorgungssicherheit in Sachen Strom sicher zu stellen. Das gelang in der 9. Woche bis auf die erwähnten Ausnahmen zum Vorabend gut. Die konventionelle Stromerzeugung ist insgesamt wesentlich flexibler geworden als noch vor zerhn, 20 oder mehr Jahren. Dennoch ist es offensichtlich kaum möglich, die am Vorabend sehr häufig entstehende Stromlücke wirtschaftlich angemessen zu schließen. Der Stromimport kommt trotz des oft sehr hohen Preises dann doch günstiger als das Hoch- und kurz danach wieder Herunterfahren eines Kraftwerkes. Denn zur Nacht sinkt der Strombedarf regelmäßig. Bleibt nur zu hoffen, dass unsere Nachbarn den zu dieser Zeit von Deutschland benötigten Strom ob der guten Verdienstmöglichkeit nachhaltig bereitstellen (Abbildung 3). An dieser Stelle sei auf den Energierechner (Abbildung 4) hingewiesen, mit dem der Wegfall, die Einschränkung der Verfügbarkeit diverser Energieträger und die entsprechenden Auswirkungen kalkuliert werden können. Eine weitere, sehr ausgefeilte Simulationsmöglichkeit bietet das Tool Strom-Speicher-Strom, welches erlaubt, die Speicherung überschüssigen Stroms in Batterien oder in Form von Wasserstoff zu speichern. Vorgefertigte Szenarien machen die Handhabung dieses komplexen Werkzeugs auch für den Nicht-Stromexperten möglich (Abbildung 5).

Apropos „Überschüssiger Strom“: Erst ab einer angenommenen Verdreifachung der aktuellen Stromerzeugung mittels Windkraft und Photovoltaik werden nennenswerte Überschüsse erzeugt. Insgesamt sind es an den 27 Tagen, an denen die Verdreifachung ausgereicht hätten, um den Strombedarf Deutschlands im Tagesdurchschnitt zu decken, knapp 1,6 Terawattstunden (TWh).  Dieser Strom fällt leider nicht in Kontinuität und etwa gleicher Höhe an. Das wäre für die Wasserstofferzeugung per Elektrolyse gleichwohl notwendig. Abbildung 6 verdeutlicht das Dilemma. Hinzu kommt, dass lediglich 25 bis 30 Prozent des in die Speicherung per Wasserstoff gesteckten Stroms am Ende zur Verfügung stünden. Das recht in unserem Beispiel bei weitem nicht aus, um die trotz Verdreifachung entstandenen Stromlücken von gut 1,6 TWh zu schließen. Abbildung 6 enthält der Vollständigkeit halber noch den Chart mit einer angenommenen Verdoppelung Wind – und Photovoltaikstrom. Mein Kommentar: Ein Bild des Jammers.

Allein die Betrachtung von Abbildung 6 lässt das Gelingen der Energiewende fragwürdig erscheinen. Auch vor dem Hintergrund, dass Ende dieses Jahres 30 TWh Strom/Jahr und Ende 2022 nochmals 30 TWh Strom/Jahr, insgesamt also 60 TWh jährlich wegfallen. Grund: Atomausstieg. Angenommen die wegfallende installierte Leistung Kernenergie könnte noch bis Ende 2022 durch 1.600 Windkraftanlagen à 5 MW substituiert werden, würden diese Anlagen bestenfalls gut 20 TWh Strom erzeugen. Unregelmäßig, flatterhaft. Es fehlten also noch immer um die 40 TWh Strom im Jahr. Wo liegt die Lösung? Ich sehe diese nur in erhöhter konventioneller Erzeugung verbunden mit einem höheren CO2-Ausstoß.

Die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und die daraus generierte Tabelle liegt unter Abbildung 7 ab. Abbildung 8 liefert den Jahres – und Wochenchart zu den Im-, und Exportwerten.

Abbildung 9 bringt die Analyse und die Werte der Windkraft- und Photovoltaikstromerzeugung in der 9. Woche 2021 saldiert.

Tagesanalysen

Montag, 1.3.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 30,60 Prozent, davon Windstrom 6,72 Prozent, Solarstrom 11,94 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,94 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der Wochenanfang bringt kaum Windstrom. Die Sonnenstromerzeugung ist in 12 Stunden stärker als die Windstromerzeugung den ganzen Tag. Die konventionelle Stromerzeugung will die Lücke am Morgen und am Abend nicht ausgleichen. Zwar liegt der Strompreis in diesen beiden Zeiträumen bei weit über 60€/MWh. Das ist wahrscheinlich (s.o.) günstiger als das kurzfristige Hochfahren/Herunterfahren eines oder mehrerer Kraftwerke. Immerhin werden für den Exportstrom in der Mittagsspitze noch über 40€/MWh erzielt. Von diesen Nachbarn.

Dienstag, 2.3.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 31,76 Prozentdavon Windstrom 6,76 Prozent, Solarstrom 13,51 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,49 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der Dienstag bietet ein ähnliches Bild wie gestern. Das Preisniveau verschiebt sich insgesamt etwas nach oben. Die konventionellen Stromerzeuger können auch heute trotz massiven Einsatzes von Pumpspeicherstrom den Bedarf nicht vollständig decken. Diese Nachbarn liefern Deutschland den fehlenden Strom

Mittwoch, 3.3.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 31,29 Prozentdavon Windstrom 10.20 Prozent, Solarstrom 9,52 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,56 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Ab Mittag zieht die Windstromerzeugung an. Mit der Folge, dass die Vorabendstromlücke nahezu gedeckt wird. Auch am Vormittag muss kaum noch Strom hinzugekauft werden. Die Konventionellen schaffen nahezu den Ausgleich. Dies Nachbarn kaufen/verkaufen Strom

Donnerstag, 4.3.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 33,56 Prozent, davon Windstrom 16,78 Prozent, Solarstrom 5,37 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,41 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Heute liegt die Windstromerzeugung auf etwas höherem Niveau als an den Vortagen. Dafür ´schwächelt` die Solarstromerzeugung. Am Morgen und Abend entstehen die üblichen Lücken. Starker Pumpspeichereinsatz reicht nicht aus. Diese Nachbarn liefern Strom, nehmen Strom ab.

Freitag, 5.3.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 33,56 Prozent, davon Windstrom 13,01 Prozent, Solarstrom 8,90 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,64 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der letzte Arbeitstag der 5-Tagewoche bietet nochmals das Bild der vergangenen Tage. Der Pumpspeicherstrom reicht nicht, um die Stromlücken zu schließen. Die Preise sind entsprechend. Der Im-, Exportchart. 

Samstag, 6.3.2021: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 44,44 Prozent, davon Windstrom 19,44 Prozent, Solarstrom 13,19 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,81 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Wind- und Sonnenstromerzeugung werden stärker. Der Bedarf ist wegen des Wochenendes geringer. Auf einmal ist zu viel Strom im Markt. Über Tag fallen die Preise für Deutschlands Exportstrom unter 40€/MWh. Dafür wird am Vorabend mal Kasse gemacht. Der massiv eingesetzte Pumpspeicherstrom hat sich gelohnt. Diese Nachbarn handeln.

Sonntag, 7.3.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 47,89 Prozent, davon Windstrom 20,06 Prozent, Solarstrom 10,56 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,27 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Sonntag: Noch geringerer Bedarf, noch mehr Wind- und Solarstrom. Das Preisniveau fällt etwas. Stromlücken entstehen keine, die Konventionellen führen gut nach. So sind die Preise insgesamt noch befriedigend. Die Nachbarn kaufen/verkaufen Strom

Peter Hager aus Lauf an der Pegnitz stellt freundlicherweise die aktuellen Zulassungszahlen Februar 2021im Bereich PKW zusammen:

Auch im Februar blieben die PKW-Neuzulassungen in D mit 194.349 auf niedrigem Niveau (- 19% gegenüber Feb. 2020). Im Vergleich zum sehr schwachen Januar 2021 gab es Plus von 14,5%. Hybrid- und E-PKW wachsen nach wie vor deutlich gegenüber dem Vorjahresmonat, gegenüber dem Januar 2021 ähnlich wie die Gesamtzulassungszahlen. Der Anteil der gewerblichen Halter liegt im Februar 2021 bei 70%.

  • Gesamt: 194.349 (gegenüber 02/2020: -19% / gegenüber 01/2021: + 14,5%)

  • Hybrid (incl. Plug-in): 52.704 (gegenüber 02/2020: +75,7% / gegenüber 01/2021: +16%)

  • E-Antrieb: 18.278 (gegenüber 02/2020: +124,2% / gegenüber 01/2021: + 12%)

Mehr Zulassungen gegenüber 02/2020 hatten bei den Herstellern lediglich:

  • Tesla: 1918 Fahrzeuge (+ 180%)

  • Smart: 1.550 (+ 123%)

  • Land Rover: 1.071 (+ 23,4%)

  • Mini: 3.312 (+ 18,6%)

  • Ssanyoung: 129 (+ 8,4%)

  • Porsche: 1.797 (+ 3,6%)

Zu Tesla:

Laut einem Kommentar ist das oberste Vertriebsziel von Tesla möglichst alle in einem Quartal produzierten Autos auch in diesem Quartal zu verkaufen. Deswegen werden Fahrzeuge, die einen langen Transportweg haben, in den ersten Wochen des Quartals produziert, und kommen dann frühestens im 2. Monat des Quartals in Europa an. Tesla liefert daher im 1. Monat jedes Quartals in Europa keine Fahrzeuge aus. Das gilt jedenfalls für das Modell 3, das in deutlich größeren Stückzahlen produziert wird als die teureren Modelle. Dies deckt sich auch weitgehend mit den KBA-Zulassungszahlen.

Das Tesla-Werk in Grünheide mit einer geplanten Jahresproduktionskapazität von 500.000 PKW für den europäischen Markt dürfte mit der Produktion von Modell 3 und Modell Y bei weitem nicht ausgelastet sein. Die Produktion eines weiteren Modells für das Kleinwagensegment – von Tesla für 2023 angekündigt – ist daher sehr wahrscheinlich.

Top 5 nach Herstellern:

Hybrid-PKW (ohne Plug-in): 55.686 (01-02/2021)

  • Audi: 24,1%

  • BMW: 17,3%

  • Ford: 8,2%

  • Toyota: 7,9%

  • Hyundai: 7,6%

Hybrid-PKW (mit Plug-in): 42.467 (01-02/2021)

  • Mercedes: 20,1%

  • BMW: 17,6%

  • VW: 12,9%

  • Audi: 10,8%

  • Volvo: 7,8%

Elektro-PKW: 34.593 (01-02/2021)

  • VW: 26,9%, mit 5 Modellen

  • Smart: 9,8%, mit 2 Modellen

  • Renault: 8,7%, mit 2 Modellen

  • Hyundai: 7,9%, mit 2 Modellen

  • Tesla: 6,9% mit 3 Modellen

Die beliebtesten zehn E-Modelle im Februar 2021 waren

  • VW up: 2.215 (Minis)

  • Tesla Model 3: 1.910 (Mittelklasse)

  • VW ID3: 1.892 (Kompaktklasse)

  • Renault ZOE: 1.424 (Kleinwagen)

  • Hyundai Kona: 1.315 (SUV)

  • Smart FourTwo: 1.245 (Minis)

  • BMW i3: 849 (Kleinwagen)

  • Audi E-Tron: 826 (SUV)

  • Peugeot 208: 596 (Kleinwagen)

  • Opel Corsa: 592 (Kleinwagen)

Zu den E-PKW bringt Walter Röhrl, Ex-Rallye-Weltmeister, eines der Akzeptanzprobleme auf den Punkt:

Ich bin 74 Jahre alt und habe keine Zeit mehr, die ich an Ladesäulen verschwenden könnte“.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr. 

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.