Der tödliche Kurs von Bennu

von Hans Hofmann-Reinecke

Wenn demnächst der Planet durchgeimpft ist und das Virus besiegt; wenn die Welt dem deutschen Vorbild gefolgt ist, und alle „karbonfrei“ leben; wenn wir also alle Sorgen los sind, was bleibt uns dann noch? Ich hätte da einen Vorschlag; er trägt den Namen „Bennu“.

Der kleine Prinz

Bennu ist diese vogelhafte Gestalt aus der ägyptischen Mythologie; ein Halbgott, der sich selbst erschaffen hat und der über Zerstörung und Wiedergeburt waltet. Und er ist Namensgeber für einen Asteroiden, der bald für uns von Bedeutung sein könnte.

Asteroiden kennen wir ja als winzige und wohnliche Himmelskörper, zu denen Antoine de Saint-Exupérie damals den kleinen Prinzen geschickt hat. Aber Vorsicht, diese possierlichen Gestirne haben auch ihre finstere Seite! Fragen Sie mal einen Dinosaurier, der vor gerade mal 66 Mio. Jahren dabei war, als so ein Asteroid im mexikanischen Dorf Chicxulub einschlug und einen 200 km großen Krater hinterließ.

Gefangene der Sonne

Es ist also angebracht, dass wir uns diesen Geschöpfen des Himmels sachlich und respektvoll nähern. Asteroiden sind, so wie die Planeten, Gefangene der Schwerkraft der Sonne. Sie reisen auf mehr oder weniger kreisförmigen Bahnen um das Zentralgestirn und gehorchen dabei den selben „Keplerschen“ Gesetzen wie ihre großen Brüder, insbesondere was Abstand von der Sonne und die Umlaufszeit anbelangt. Warum sind sie dann nicht auch Planeten? Weil sie ganz klein sind und weil es viel zu viele davon gibt, sodass es nicht genügend griechische Götter gäbe, um sie alle zu benennen.

Der erwähnte Bennu ist etwa so weit von der Sonne weg, wie die Erde, wenn er auch nicht auf einer so runden Bahn unterwegs ist, wie wir es sind. Er läuft auf einer Ellipse und braucht 436 Tage für eine Runde. Seine Form gleicht einem verbeulten Fußball von 500 m Durchmesser, er „wiegt“ 78 Mio. Tonnen und ist mit durchschnittlich 100.000 km/h unterwegs. So einem Monster will man nicht in die Quere kommen und es stellt sich die bange Frage: werden sich unsere Bahnen jemals kreuzen?

Darauf haben die Astronomen eine Antwort gefunden: ja, das ist möglich, und zwar könnte es mit einer Chance von 1 : 2700 zu einer Kollision kommen. Beim Risikomanagement muss man nun die Wahrscheinlichkeit des befürchteten Unheils mit seiner Tragweite wichten, und letztere ist gewaltig. Ein Zusammenstoß mit Planet Erde würde die zerstörerische Gewalt von Tausenden Atombomben freisetzen. Soll man sich dieser Gefahr tatenlos aussetzen? Soll man reagieren? Kann man das überhaupt?

Häuptling der Insel

Stellen Sie sich vor, Sie wären Häuptling einer Insel im Südpazifik, und seit Wochen treibt da ein riesiges Schiff führerlos am Horizont vor sich hin. Beobachtungen haben ergeben, dass es sich der Insel nähert, und es besteht die Gefahr, dass es stranden und der Insel lebensbedrohlichen Schaden zufügen könnte. Sie wollen ein Unglück unbedingt abwenden.

Alles was Ihnen an Technologie zur Verfügung steht sind Ruderboote, die mit kraftvollen Katapulten ausgerüstet sind, um 10kg Steine über beachtliche Distanz zu schleudern. Ihre Idee ist nun, diese Boote, voll beladen mit Munition, weit hinaus zum Horizont zu schicken und das bedrohliche Schiff von der Seite zu bombardieren, um dadurch seiner Bewegung hoffentlich eine Querkomponente zu geben, die ausreicht, damit das Schiff an der Insel vorbei treibt.

Natürlich ist die Masse der Steine hoffnungslos gering im Vergleich zu den Hunderttausenden von Tonnen des Frachters, aber wenn man ihn nur früh genug von seiner Bahn ablenkt, dann genügt schon eine winziger Winkel, um ihn vom Kollisionskurs abzubringen.

Der Plan gelingt! Das riesige Schiff, treibt schließlich auf der vorgesehenen Seite an Ihrer Insel vorbei, und erst da wird den Bewohnern das gigantische Ausmaß der Gefahr vor Augen geführt. Während Sie als Retter der Insel, seiner Bevölkerung und der noch ungeborenen Generationen gefeiert werden, stellen Sie die tüchtigen Seeleute in den Vordergrund, die Ruderer und Kanoniere. Denen gebühre der Dank. Das Schiff dümpelt jetzt in sicherer Entfernung vorbei, aber noch einige Tage ist an der Bordwand ein verwitterter Namenszug  zu erkennen.

Mit einem Fernglas können Sie „Bennu“ entziffern. Und insgeheim halten Sie es für möglich, dass dieses Schiff auch ohne Ihr Eingreifen die Insel verschont hätte.

Die Häuptlinge der Erde

Nun, die Insel ist unsere Erde, das Schiff ist der Asteroid, aber wer ist der Häuptling? China hat sich des Problems angenommen, und das dortige National Space Science Center hat berechnet, dass 23 Stück der „Long March 5“ Rakete den Job machen könnten. Sie sollen seitlich auf Bennu einschlagen, um ihn von seinem tödlichen Kurs abzulenken. Die Einhüllende der möglichen Flugbahnen wird die Erde dann um mindestens 9000 km verfehlen.

Jede der Raketen hat beim Start 900 Tonnen, von denen aber nur noch ein Bruchteil übrig ist, wenn sie auf dem Asteroiden einschlägt – und der hat immerhin 78 Millionen Tonnen. Dennoch soll eine kleine Ablenkung, wenn sie früh genug gemacht wird, den gewünschten Effekt erzielen. Wird das gelingen?

Und da kommt wieder der ägyptische Halbgott Bennu ins Spiel, denn er ist Herr über Zerstörung und Wiedergeburt. Er wird es sein, der den Asteroiden seines Namens an unserem Heimatplaneten vorbei lenkt, oder eben nicht. Im letzteren Fall würden wir dann als Tyrannosaurus Rex 2.0 in die Paläontologie eingehen.

Wann werden wir die Antwort haben? Nach den chinesischen Berechnungen soll es in gut 150 Jahren mit Spuk vorbei sein, oder aber mit dem irdischen Leben. Bis dahin müssen wir die Daumen halten.

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors Think-Again. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.




Interview: Arbeitskreis Energie und Umwelt der WerteUnion – wie sieht es aus mit Kohlenstoff, Klimawandel, Kernkraft?

von AR Göhring

Nach der Pandemie ist vor der Klimakatastrophe: Sollte es Lauterbach und Söder nicht gelingen, eine „vierte Welle“ mit erneuter Vollquarantäne und wieder geschlossenen Wirts- und Warenhäusern durchzusetzen, werden stattdessen Luisa und Greta erneut in den Focus der Massenmedien rücken. Der Aufklärung zu den Gegebenheiten des „Klimaschutz“ widmet sich der neugegründete Arbeitskreis “ Energie und Umwelt“ der WerteUnion, dem konservativen Flügel von CDU/CSU. Wir fragten den Vorsitzenden Dr. Christian Steidl.

Herr Dr. Steidl,

der neue WerteUnion-Arbeitskreis „Umwelt und Energie“ unter Ihrer Leitung hat die Regierung aufgefordert, die klimawissenschaftliche Debatte wieder aufzunehmen. Aber wird im Bundestag und in der Öffentlichkeit nicht laufend übers Klima diskutiert?

Steidl: Es wird viel über „Klimaschutz“ geredet, aber alle Politiker der Regierungsparteien reagieren genervt und unwillig, wenn man die zugrunde liegende Frage diskutieren will, wie Klimaveränderungen entstehen und ob das menschengemachte Kohlendioxid dabei eine signifikante Rolle spielt. „Science is settled“, heißt es da auf Neu-Deutsch. Die wissenschaftliche Debatte sei abgeschlossen und das Ergebnis stehe final fest. Rien ne va plus; d.h. nichts geht mehr. Lästige „Diskussionsorgien“ will man nicht mehr. Gesprochen werden darf nur noch über die Frage, ob man das Klima besser mit der Wasserstofftechnik oder mit der Batteriespeichertechnik retten könne.

Die WerteUnion fordert ja nicht nur eine offene Debatte, sondern bringt in diese gleich ihre Überzeugung ein, dass ein Anstieg des Kohlendioxidgehalts zu keiner signifikanten Erderwärmung führt. Worauf basiert diese Einschätzung?

Steidl: Grundlage sind zum einen historische Fakten: Zur Zeit Jesu war es trotz niedrigerem CO2-Gehalt um 0,6°C wärmer als heute. Die Römer bauten in England Wein an. Es gab vor Jahrmillionen Eiszeiten trotz zehnfach höherem CO2-Gehalt als heute und nie wurde ein „Kipp-Punkt“ beobachtet. Zum anderen haben wir eine sehr genaue Korrelation der Temperaturentwicklung der letzten 400 Jahre mit den beobachteten Sonnenfleckenintensitäten. Der Zusammenhang zwischen vermehrten Sonnenflecken, reduzierter kosmischer Strahlung, geringerer Wolkenbildung und damit erhöhter Temperatur ist seit Jahrzenten bekannt. Es ist schockierend, wie es Medien und Politik im Schulterschluß mit gekauften Wissenschaftlern schaffen, wissenschaftliche Erkenntnisse als „Fake News“ zu diskreditieren. Da die Sonnenfleckenintensitäten aktuell wieder abnehmen und dieser Effekt nicht durch wärmende Meereszyklen und das Wetterphänomen El Niño überlagert wurde, hatten wir in diesem Jahr den kältesten April seit 40 Jahren. Das erkennen auch die Menschen, die mit den IR-Absorptionsbanden des Kohlendioxids und dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik nicht so viel anfangen können. Daher sehen wir aktuell gute Chancen für eine erfolgreiche Aufklärungsarbeit. 

Die WerteUnion warnt ja davor, daß linke Parteien einen „Ökosozialismus“ in Deutschland etablieren wollten. Was verstehen Sie unter diesem Begriff?

Steidl: Marx und Lenin vertraten die Theorie, dass der Kapitalismus unweigerlich scheitern werde – sozial und ökonomisch. Der Endsieg des Sozialismus sei unabwendbar. Dass das so nicht eintreffen wird, war auch den Parteifunktionären der Kommunistischen Parteien spätestens seit den 70er Jahren klar und seit Ende 1989 ließ sich das auch nicht mehr abstreiten. Daher versuchte man ein neues Narrativ aufzubauen, wie man sein sozialistisches Staatsmodell begründen konnte. Daher engagierten sich die Kommunisten in der Ökobewegung und argumentierten, nur in einer Staatswirtschaft, in der der Staat alles festlegt, sei Umweltschutz umsetzbar. Die ökologische Situation in der DDR war für diese Theorie jedoch kein gutes Aushängeschild. Daher erklärte man den „Klimaschutz“ als das zentrale Ziel des Ökosozialismus. Diese Spielart des Sozialismus ist jedoch nicht exakt das DDR-System, sondern folgt mehr der Definition von Franz-Josef Strauß: Wenn die Staatsquote über 50% beträgt, haben wir Sozialismus. Der Staat sitzt nicht direkt in den Vorständen der Firmen, aber er lenkt sie doch CO2-Zertifikate und Zuschüsse z.B. für die Umstellung der Stahlproduktion von Koks auf Wasserstoff. Hinzu kommen unzählige Berater und Influencer, die zur Verbreitung und Aufrechterhaltung des CO2-Klimanarrativs aus der Staatskasse finanziert werden – aktuell zum großen Teil durch Schuldenaufnahme.

EIKE: Unabhängig davon, ob die Fossilressourcen der Erde zu Ende gehen oder CO2 unerwünschte atmosphärische Wirkungen hat, bietet die Kernkraft zahlreiche Vorteile, weswegen liberale und konservative Denker und Politiker den Stopp des Atomausstiegs fordern. Wie stellen Sie vom Arbeitskreis „Energie und Klima“ sich die Zukunft der Energieversorgung Deutschlands vor?

Steidl: Aktuelle Beschlußlage der WerteUnion – festgehalten in unserem konservativen Manifest – ist, dass wir eine ideologiefreie Debatte zu diesem Thema wünschen und dass eine bezahlbare und verläßliche Energieversorgung gesichert werden muss. Wir wollen im AK „Umwelt und Energie“ dazu eine ausführlichere Position erarbeiten. Der Stopp des Ausstiegs aus der Kern- und Kohleenergie ist da der erste Punkt. Es macht keinen Sinn, deutsche Kraftwerke abzuschalten und dann den Strom aus Kraftwerken des gleichen Typs aus Frankreich oder Tschechien zu importieren. Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen und die bestehenden Kernkraftwerke nach Ablauf ihrer Lebenszeit durch modernere Reaktortypen ersetzen, die die Kernbrennstoffe in kurzlebigere Spaltprodukte umwandeln. Dann brauchen wir nur noch oberirdische Zwischenlager für einige Jahrzehnte, solange das Material stärker strahlt und Wärme freisetzt und dann unterirdische Endlager für das entstandene schwach radioaktive Material. Die aktuelle Debatte um die Suche nach möglichen unterirdischen Endlagern für hochradioaktive Abfälle im ganzen Bundesgebiet dient nur der Gründung Hunderter von Antiatomkraft-Bürgerinitiativen zur Wahlkampfunterstützung der Grünen.

Diese Ideen für die zukünftige Energieversorgung diskutieren wir aktuell im Arbeitskreis und werden dazu in nächster Zeit ein Positionspapier vorlegen. Einen Neubau von KKW an neuen Standorten oder gar kleine Atomkraftwerke in jedem Städtchen, halte ich für ein unrealistisches Szenario. Wir sind auch nicht generell gegen erneuerbare Energien. Die haben auch ihren Platz im Energiemix. Aber da brauchen wir verbesserte und kostengünstigere Energiespeicher, damit die erneuerbaren Energien nicht nur überflüssigen Flatterstrom erzeugen, sondern einen sinnvollen Beitrag zur Stromversorgung leisten.

Journalistische Offenlegung: Der Interviewer ist Mitglied der CDU/WU und wirkt im AK „Energie und Klima“ mit.




„Klimawandel“ als Ausrede für tödliches Versagen von Regierung und Behörden? Volle Wasserbecken in Erwartung der Dürre?

von AR Göhring

Die alternativen Medien sind voll von Informationen darüber, daß die überlaufenden Flüsse des Rheinlands und Bäche, und die zahlreichen Opfer nichts mit dem menschgemachten Klimawandel zu tun haben, sondern eher mit Wetter, suizidalen Baumaßnahmen, schlafenden WDR-Redakteuren, weltreisenden Kanzlerinnen und schlechten Entscheidungen der Landesregierung.

Wir stellen drei Fragen: Sind die mittlerweile über 150 Toten der Rheinlandflut auf krasses Politiker-und Amtsversagen zurückzuführen? Warum versagten sie? Wurden Staubecken wochenlang nicht geleert, weil Klima-Alarmisten die Sommerdürre seit Jahren als Standard-Argument verwenden?

Daß die Kanzlerin lieber in der Johns-Hopkins-Universität ihren Doktorhut abholte (klimafreundlicher Kurzflug, wie immer), als sich um das eigene ungeliebte Volk zu kümmern, überrascht niemanden mehr, interessiert aber auch nicht, da sie im September sowieso abtritt. Der ebenso ungeliebte Nachfolgekandidat Laschet könnte zwar übernehmen, da er sowieso Ministerpräsident eines der am stärksten betroffenen Bundesländer ist, blamierte sich aber lieber mit Lachsalven vor laufender Kamera im Krisengebiet.

Merkel in karnevalesker Pose mit Talar und der närrisch lachende Laschet sind die Symbolbilder der Hochwasserkatastrophe. Sie stehen repräsentativ für das Versagen der Behörden, der Aktivisten und natürlich der Massenmedien. Die Liste des tödlichen Versagens ist lang.

1. Wir hatten bereits berichtet, daß der WDR, größter Sender in Nordrhein-Westfalen, am schlimmsten Flutabend nach zehn Uhr abends pünktlich Feierabend machte und nur noch via Twitter und Internet kurze schriftliche Warnungen meldete, die man suchen mußte. Die private Konkurrenz war es, die zum Beispiel in Wuppertal alle 15 min. Aktualisierungen im Radio brachte und vor dem Bersten der Staumauern warnte.

2. Die Luftaufnahmen von Altenahr zeigt deutlich, daß Teile des Ortes in das ehemalige Flußbett der Ahr gebaut wurden, die sich das Wasser zurückerobert hat. Logisch, da Flußbetten wie ein Wadi tiefer liegen als die Umgebung. Im Mittelalter hat man absichtlich nicht dahin gebaut. Das Wissen wurde in den letzten Jahrzehnten wohl ignoriert.
Kein Einzelfall: Unsere Leser schreiben uns seit Monaten, daß in ihren Gemeinden falsch gebaut wird und Regenwasser so, statt im schwammartigen Erdreich langsam zu versickern, schnell durch versiegelte Flächen und Kanäle in Flüsse und Bäche abgeleitet wird. Ergebnis: Trockene Böden, also DÜRRE, und schnell anschwellende Fließgewässer, die mitunter über die Ufer treten. (In EIKEs Heimstatt Jena aber nicht, da die Saale in Thüringen streckenweise gleich neben dem Bett noch Überlaufflächen hat, in die das Wasser ausweichen und seine Geschwindigkeit verlangsamen kann.)

3. Es hatte im Frühsommer schon recht viel geregnet, weswegen viele Bassins und Staubecken seit Wochen voll waren. Warum hat man sie nicht abgelassen, wenn es immer weiter regnet? Haben die Ingenieure geschlafen, oder erwartete man eine sommerliche Dürre, wie von Klimawarnern, zum Beispiel Harald Lesch, seit Jahren thematisiert?

4. Mit 3. zusammenhängend: Das Wetter kann heute anhand von Daten und Modellen bis zu einer Woche recht präzise vorhergesagt werden. Die Wassermassen WURDEN auch vorhergesagt. Warum wurde nicht gewarnt, evakuiert, geleert und gesichert? 160 Menschen sind tot. Zum Vergleich: Bei der Jahrhundertflut 2002 starben europaweit „nur“ etwa 50 Menschen.

Experten sagen, daß in 48 Stunden die Regenmenge eines Monats in Teilen des Rheinlandes heruntergekommen sei. Das war bekannt, da es ein Flut-Vorhersage-Modell gibt. Die Hydrologie-Professorin Hannah Choke, Universität Reading/England, erhebt schwere Vorwürfe:

Es macht keinen Sinn, umfassende Computermodelle zu programmieren, auf deren Basis es möglich ist, solche Ereignisse vorherzusagen und die Leute vor Ort dennoch darüber im unklaren zu lassen.
[…]
Die ersten Zeichen der Katastrophe, die die ruhigen Hügel um den Rhein heimsuchen könnte, wurden vor neun Tagen von einem Satelliten aufgefangen, der die Erde in einer Höhe von 500 Kilometern umrundet. Über die nächsten Tage haben Wissenschaftler deutschen Behördern Vorhersagen geschickt, die so akkurat waren, dass sie sich nun wie eine makabre Prophezeiung lesen: Dem Rheinland stünden extreme Überschwemmungen bevor, vor allem die Erft und die Ahr seien davon betroffen und Städte wie Hagen und Altena.“

Auch der nationale Deutsche Wetterdienst hatte drei Tage vor der Todesflut rechtzeitig Bescheid gesagt.

5. Ein Bild aus Kordel bei Trier von Mercedes-Unimogs der Bundeswehr, Sanitäts-KRKW, die halb versunken durchs Hochwasser fahren, macht gerade in den sozialen Netzwerken die Runde. Daß Unimogs, die besten Geländewagen der Welt, einen Dieselmotor haben, ist klar. Was würde passieren, wenn solche Fahrzeuge mit E-Motoren ausgerüstet wären? Sie würden mit Kurzschluß im Hochwasser steckenbleiben. Ähnlich sähe es bei Krankenwagen und Feuerwehrlöschzügen ohne Verbrennungsmotor aus – Diesel retten Leben!

6. Wie kam es überhaupt zu den regionalen Rekordniederschlägen? Ganz einfach: Ein Tief hing länger als sonst zwischen zwei Hochlagen fest und regnete so fast nur das Rheinland ein statt weiterzuziehen. Als Grund für die außergewöhnliche Trägheit des Tiefs wird von Klimawarnern angegeben, daß wegen der warmen Arktis der Temperaturunterschied zum Äquator geringer sei, der Jetstream langsamer werde und damit Wetterlagen vor Ort blieben. Eine ähnlich plausible Erklärung wurde auch schon für die Rekord-Eisstürme der Nordhalbkugel im Winter angeführt.

7. Politiker und Aktivisten aller Art mißbrauchten die Todesnachrichten aus dem Westen sogleich für ihre Zwecke. So posierte der schmächtige SPD-MdB Helge Lindh aus Dortmund in leichter und völlig ungeeigneter Freizeitkleidung mit einem kleinen Sandsack in der Hand neben Feuerwehrleuten. Aber nur auf einem einzigen Foto, denn tatsächlich wird er keine Sandsackdämme gebaut haben. Ein Facebook-Kommentator fragte schon, ob es nicht strafbar sei, die Arbeit der Feuerwehrmänner zu behindern.

Auch die unvermeidliche Luisa Neubauer ließ sich nicht lange bitten und hielt eine improvisierte (?) Rede im sonnigen Berlin vor rund 200 Fans vor dem Brunnen der Luftbrücke. Das Video zeigt, wie sie am Brunnen nervös hin- und herschreitet und mehr Klimaschutz wegen Hochwasser fordert. Noch aktiver ist sie auf Twitter, wo sie unter anderem 40 „Streiks“ ankündigt, um für mehr Klima- und Hochwasserschutz zu demonstrieren. Empörte Leser schrieben, sie und ihre FFF-Mitstreiter sollten statt zu twittern und zu palavern lieber Arbeitskleidung und Stiefel anlegen und helfen.

Besonders provokant ist ein Gender-Tweet von Neubauer, die allen Ernstes von einem „Fossil-Patriarchat“ fantasiert. Ausgerechnet Langstrecken-Luisa, die von überwiegend männlichen Piloten in Flugzeugen mit Kerosin-getriebenen Turbinen schon mehrfach um die Welt geflogen ist. Man sieht, die Klimabewegung ist nicht nur antisemitisch, sondern generell von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gekennzeichnet. Ein Kommentator entlarvt Neubauers Haßrede mit einem Bild, auf dem ein Berge-Kettenpanzer der Bundeswehr zu sehen ist, mit dem weiße, vermutlich heterosexuelle Männer in Uniform einen überschwemmten Ort räumen.

Die Kanzlerin, von ihrem USA-Trip heimgekehrt; der lachende Armin Laschet nutzten die Katastrophensituation vor Ort, um das Hochwasser als „Klimawandelfolge“ darzustellen. Beziehungsweise, ihr eigenes Versagen und ihre Gleichgültigkeit mit faulen Ausreden zu vertuschen. Das ist nicht neu: Auch Diktatoren in Afrika faselten schon vom „Klima“, wenn in ihren Ländern wieder einmal eine Naturkatastrophe erhebliche Folgen hatte, weil die Beamten und die Regierung schliefen oder mit Geldzählen beschäftigt waren.

Immerhin zeigt ein widerständiger Bürger bei einem katastrophen-touristischen Besuch Merkels Haltung und kennzeichnet das Gerede der Klimakanzlerin als das, was es ist.

8. Wieso versagen die Regierungen und Beamten eigentlich derart? Gibt es überhaupt keine kompetenten Persönlichkeiten mehr in verantwortlichen Positionen, die reale Probleme erkennen und angehen? Immer weniger, da die Politik in der Ära Merkel bekanntlich Minderleister und Zivilversager magisch anzieht – nirgendwo sonst kommt man derart leicht und schnell an derart viel Geld und Macht.

Dennoch gibt es natürlich gerade im technischen Bereich noch genügend Fachleute mit Weitblick. Aber in einem politischen System, in dem fast nur noch die Interessen von elitären Lobbygrüppchen durchgesetzt werden, hakt es bei der Grundversorgung. Heißt, das Gendern, die Massenimmigration, der Kampf gegen Rechts und die Klimaleugner, und der Klimaschutz sind bestens organisiert, was man an den immensen Mitteln sieht, die dafür ausgegeben werden. Die dort verbrauchten Ressourcen fehlen dann natürlich im Sozialsystem, im Bevölkerungsschutz, in der Gesundheitsfürsorge, und so weiter und so fort.

Die Todesflut 2021 zeigt ganz klar, welche Folgen das schöne und steuerlich durchfinanzierte Leben der Profiteure hat: Es kostet Menschenleben, jetzt schon.

Ein Bauer in NRW: „Es hätte keine Toten geben müssen“

Ein Meteorologe: „Das Totalversagen der Behörden! Wetterkarten beweisen: Extrem-Unwetter war seit Tagen bekannt!“

CO2 und Hochwasser

Versagen in Stolberg bei Aachen: In Stolberg hat die Flutwelle die Innenstadt verheert. Ein Konditor, dessen Café zerstört ist, sagt: Die Betreiber der örtlichen Talsperre haben den größten Schaden zu verantworten, weil sie eine Staumauer zur Unzeit geöffnet hätten. 




Nach der Pandemie ist vor der Klimakatastrophe: Lauterbach bereitet den Vereinswechsel vor

von AR Göhring

Der unvermeidliche Karl Lauterbach, Arzt mit Doktortitel ohne Facharztausbildung und Approbation erst 20 Jahre nach Staatsexamen, der in den Massenmedien in den vergangenen 18 Monaten eindeutig zu oft seine unfundierte Meinung sagen durfte („Lauterbach wäre nicht Lauterbach, wenn er nicht vor irgernd etwas warnen würde“), sattelt offenbar nun auf die nächste Katastrophe um, vor der er warnen kann.

Ein besseres Bild hier.

 




„Klima-Arroganz“ und „Benzin ohne CO2-Preis“ – Rudern Luisa Neubauer und Journalisten zurück?

von AR Göhring

Es macht gerade die Runde: Luisa Neubauer, sonst nicht um deftige Wortmeldungen (s.u.) verlegen, legt einen Rückzug bei der CO2-Besteuerung des Autokraftstoffes nahe.

 

Offizieller Grund: Die Leute führen eh nicht weniger; und ansonsten steige das Aggressionspotential der Bürger. Oha, driftet die Aktivistin da Richtung Klimaskepsis ab? Ist ein Mitgliedsantrag bei EIKE zu erwarten?

Leider nicht: Es ist Wahlkampf, und die grünen Prozente sind dank ACAB im freien Fall. Da will man nicht noch mit unsozialen Steuern die unteren 50% im Volke gegen sich aufbringen. Und in der Tat:

„Die Vision sollte doch sein, Klimaschutz mit richtig guter Sozialpolitik zu verbinden“, sagt die 25jährige Geografin, B.sc.

Das geht zwar nicht, weil die „Klimaschutz“politik nach aller Erfahrung, beziehungsweise von vornherein, eine elitäre Steuer-Umverteilungspolitik zu Lasten der unteren Hälfte ist. Problem dabei ist, daß die Mitstreiter der EU-Kommission mit „Fit for 55“ Heizöl und Benzin richtig verteuern wollen. In Frankreich wird das die Gelbwesten erneut auf die Straße treiben. In Deutschland zwar nicht; aber die grünen Prozente…..

Wird daher Luisas Vorstoß auch Bestand nach der Bundestagswahl haben? Wir werden uns daran erinnern.

In eine ähnliche Richtung geht der Spiegel-Artikel von Michael Sauga (hinter Bezahlschranke), der mit den klaren Worten

Deutsche Arroganz: Wir Klima-Fundamentalisten

überschrieben ist. EIKE würde kaum anders formulieren. Der Inhalt ist noch besser: Der Autor kritisiert, daß „wir“ (also die Parteien & Aktivisten) zwar der Welt vorschreiben wollen, wie sie das Klima zu retten hat, lehnten aber selber jede valide technische Lösung wie Kernkraft, CO2-Verpressung und Wasserstoff ab. Der letzte Punkt stimmt zwar nicht, da die Regierung die Wunderwaffe H2 sehr wohl einsetzen will. Wir Klimaskeptiker aber nicht, und das meint er wohl.

Ergebnis der deutschen Arroganz: Das Land isoliert sich zunehmend. Zwar kommt Unterstützung aus der EU, aber die gilt vielen als Anhängsel von Berlin und Paris, was zu einer Abwendung vor allem der Osteuropäer führt.

Wenn es um den Klimaschutz geht, nehmen die etablierten Parteien des Landes inzwischen Positionen ein, die im internationalen Vergleich kaum anders denn als extremistisch gekennzeichnet werden können.

Zwar wagt Sauga nicht, die Notwendigkeit einer Reduktion des Spurengases CO2 anzuzweifeln, aber die dazu angedachten Maßnahmen solle man den Nachbarn nicht aufdrängeln, weil sie

 auf direktem Wege in die ökologische und ökonomische Katastrophe führen würde (n).

Außerdem sagt er, wie zum Beispiel Michael Shellenberger, Bill Gates und Frank Schätzing, daß CO2-Reduktion mit Kernkraft zu erreichen sei. Daher den Nachbarn außer den Reservekraftwerken mit Erdgas alle nicht-„regenierbaren“ Energiequellen verbieten zu wollen, treibe diese nur Richtung Rußland und binde Kräfte, die Energiewende zu schaffen.

Auch dem als klimatische „Wunderwaffe“ gepriesenen Wasserstoffgas erteilt der Autor eine Absage, weil man zur Erzeugung sehr viel mehr „Ökostrom“-Anteil bräuchte als heute verfügbar ist (und jemals sein wird, ergänzen wir). Sauga verweist immerhin auf Jahrzehnte, die es dauern würde, grünes H2 in nennenswerter Menge herzustellen.

Er vergißt auch nicht zu erwähnen, daß harte „Klimaschutz“gesetze in Deutschland nur zur Abwanderung der Industrie führt, was dem Öko in Europa aber ein reines Gewissen beschere. Die Verpressung von Kohlendioxid im Boden, die bis vor 2010 auch im Spiegel häufig diskutiert wurde, favorisiert er, obwohl immer wieder vor Quasi-Explosionen gewarnt wird, die ein Druck-Leck im Bodengrab zur Folge hätte.

Seine Lösung für das von ihm weitgehend korrekt analysierte Problem? Keine, oder nur Phrasen wie diese hier:

Die Alternative liegt auf der Hand. Sie besteht in technologischer Offenheit und marktwirtschaftlicher Regulierung. Sie setzt auf Emissionshandel und CO-Bepreisung, anstatt immer neue, immer schärfere Vorgaben zu formulieren.

Der Emissionshandel ist, wie der geneigte EIKE-Leser weiß, nur ein Umverteilungsmechanismus, der reiche Profiteure noch reicher macht. Siehe Elon Musk mit seinen brandgefährlichen und sicher nicht klimaneutralen Elektroboliden. Und was soll „technologische Offenheit“ sein? Die immer neuen „Wunderwaffen“ der Labortechniker, die in Serie im Alltag nicht funktionieren und zu teuer sind?

Man sieht, den Spiegel-Redakteuren dräut, daß sich mit dem Klimaschwindel und seinen wirtschaftlichen Folgen ein gefährlicher Stabilitätseinbruch ankündigt. Nur das einzig effiziente Mittel dagegen, die klare Benennung der Tatsachen, das wollen und können sie nicht leisten. Zu geschlossen ist die Filterblase der Redaktionen, zu wichtig sind die elitären Narrative noch für die eigene privilegierte Position. Die Geschichte lehrt uns aber: Jede Revolution frißt ihre Kinder. Oder: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.