Sommerliche Bootstour mit Atemmaske: „Fridays for Future“ streikt auf der Spree

Rund 100 Aktivisten von FFF und „Robin Wood“ (eine Waldschutz-NGO) schipperten von Berlin-Lichtenberg auf der Spree mit Flößen und Kanus nach Mitte zum Heizkraftwerk von Vattenfall. Dort forderten sie wie üblich den Kohleausstieg, ergänzt um den Stopp der Neuzulassung von Gaskraftwerken.

Das erstaunt – wissen die Schüler nicht, daß die „erneuerbaren Energien“ zu mindestens 80% mit Notfallkraftwerken abgesichert werden müssen? Und die werden mit – Gas betrieben.

Trotz daß die Demo unter freiem Himmel stattfand und für die 100 Teilnehmer 50 Wasserfahrzeuge zur Verfügung standen, trugen die meisten in Anwesenheit der Kamera eine Coronamaske. Eigentlich war es ja nur ein lustiger Bootsausflug im heißen Berlin, wie ihn viele Bürger der Hauptstadt auch ohne politischen Hintergrund am Wochenende machen. Aber so wollen die höheren Töchter und Söhne das natürlich verstanden wissen.

Trotzdem meinte eine namenlose Aktivistin, die nach eigener Aussage gerade Abitur mache, sie habe „keinen Bock mehr, jeden Freitag die Schule zu schwänzen“. Wer’s glaubt; gerade in der warmen Jahreszeit sitzen die Kinder garantiert nicht gern in der Schule herum. Im Winter, der in Berlin klirrend kalt werden kann, sieht es meist ganz anders aus. Weiterhin meint die Gymnasiastin:

„Aber für alle Menschen, die nicht weiß, deutsch und scheiße-privilegiert sind, wie zum Beispiel die Menschen im globalen Süden, für die ist die Klimakrise längst präsent.“

Ziemlich radikales Vokabular; man sieht, die Aktivisten sind nicht besonders rational, sondern reichlich hetzerisch, und haben auch noch ganz andere Themen im Köcher. Nebenbei: Eine Ecuadorianerin erzählte mir neulich, daß es Anfang des Jahres in ihrer Heimat in Küstennähe erstmals Schnee gab. Um das weiße Wunder zu sehen, müsse man sonst in die Anden hoch.




Die Klimaschau von Sebastian Lüning: Die meisten Hitze-Rekorde in Nordamerika sind mehr als 80 Jahre alt

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Themen der 52. Ausgabe vom 25. Juli 2021: 0:00 Begrüßung

0:23 Weniger Erneuerbare Energien im ersten Halbjahr 2021

2:20 Nordamerikanische Hitzewelle Juni/Juli 2021

7:59 zusätzliche E-Autos tanken Grenzstrom-Mix

Thematisch sortiertes Beitrags-Verzeichnis aller Klimaschau-Ausgaben: http://klimaschau.tv




War es die Windkraft – und nicht das CO2?

von Hans Hofmann-Reinecke

Das Tief „Bernd“ sorgte für eine Flutkatastrophe in NRW und RP, weil es sich zu langsam nach Osten bewegte. Es dauerte keine Nanosekunde, bis Klimapäpste und Politiker die Ursache dafür gefunden hatten: Menschengemachte globale Erwärmung. Die Flut und ihre Opfer passten thematisch einfach zu gut in die CO2-Politik und terminlich perfekt zu den Wahlen. Aber vielleicht gibt es eine näherliegende Erklärung: die Windkraft.

Menschliches Leid als politisches Kapital

Wieder einmal wird menschliches Leid in unglaublicher Taktlosigkeit für Propaganda missbraucht und die Tatsachen werden verbogen, bis sie in die politische Agenda passen.

Aber das ist ja Routine: Als im März 2011 in Japan 20.000 Menschen auf grausamste Art und Weise in den Fluten des Tsunami ums Leben kamen, rechneten Medien und Politiker alle Opfer sofort dem Reaktorunglück in Fukushima zu, bei dem, nach Erkenntnis der IAEA, nur eine Person ums Leben kam. Aber noch zwei Jahre nach Bekanntwerden der Fakten verbreitete ARD die Fukushima-Lüge, um Merkels Entscheidung zum Atomausstieg zu rechtfertigen.

Es gibt also Grund genug, um an dem Narrativ zu zweifeln, dass die Flut durch Global Warming ausgelöst wurde. Vielleicht war der Auslöser sogar eine vermeintliche Gegenmaßnahme zum Klimawandel: die Windkraft!

Die Pixel des Wetters

Wie kann man auf die Idee kommen, dass Windmühlen das Wetter beeinflussen? Gut, diese These wäre politisch äußerst inkorrekt – aber das alleine ist noch kein Beweis dafür, dass die These richtig ist. Ich schlage vor, wir schauen uns das mal an.

Zunächst ist da die etwas infantile Vorstellung, dass die Windmühlen dem Wind im Wege stehen, und dass deswegen das Tiefdruckgebiet „Bernd“ nicht schnell genug weggeschoben werden kann. Um das genauer zu untersuchen müssen wir die viel zitierte Wissenschaft bemühen – aber nicht eine politisch korrumpierte, die schon von Beginn an weiß, was rauskommen soll.

Um zu sehen, wie das Wetter funktioniert, stückeln wir unsere Atmosphäre in viele, viele Luftpakete, und zwar so klein, dass innerhalb eines Pakets dessen Eigenschaften wie Temperatur, Druck und Feuchtigkeit gleich sind. Pro Paket können wir also jede Eigenschaft durch eine Zahl darstellen, einen „Parameter“. Die Atmosphäre eines ganzen Landes oder Kontinents können wir durch viele Millionen von Paketen darstellen, so wie ein Bild am Display unseres Computers aus unzähligen Pixeln zusammengesetzt ist.

Und da die Luft sich nicht nur von Ort zu Ort verändert, sondern auch mit der Höhe, müssen wir ein dreidimensionales Bild aufbauen. Das ist das „Modell“ des Luftraumes, den wir beobachten wollen, der vielleicht eine Ausdehnung über ein hunderte oder tausend Kilometer hat.

Mein nächster Nachbar

Ähnlich, wie in einer Herde von Schafen oder einen Schwarm von Vögeln das Verhalten des Individuums weitgehend durch die nächsten Nachbarn bestimmt wird, so spielt es sich auch in der riesigen Herde der Luftpakete ab. Das Verhalten jedes einzelnen Pakets in unserem Modell wird weitgehend durch das Verhalten der Nachbarn bestimmt.

Diese Wechselwirkung zwischen den Paketen kann man durch physikalische Gesetze beschreiben, und so das Verhalten des gesamten Schwarms berechnen – prinzipiell. Das ist natürlich ein gigantischer Aufwand an Rechnerei, und nur die größten und schnellsten Computer sind der Aufgabe gewachsen. Aber nicht nur die elektronischen Gehirne, auch die der Forscher müssen Höchstleistungen vollbringen, um das atmosphärische Geschehen mathematisch und physikalisch richtig zu beschreiben.

Da wird ein Paket vielleicht von seinen Nachbarn nach oben gedrückt, weil die einem Berg ausweichen müssen. Dadurch kühlt es sich ab und fängt an zu frieren. Und den übrigen Nachbarn und Nachbarinnen geht es nicht besser, und plötzlich sagt eines: „Ich glaub ich muss mal…“; ja, und dann fängt es an zu regnen.

Turbulenzen im Windpark

Ein anderes Luftpaket treibt mit dem Winde dicht über die Wiesen und Äcker dahin und erfreut sich des Anblicks. Und „peng“ – plötzlich donnert es gegen den Flügel einer Windmühle, schiebt ihn noch ein bisschen an und taumelt dann benommen im Kreise. Pech gehabt. Früher konnten man hier noch sorglos fliegen.

Auch andere Pakete ereilt das gleiche Schicksal und die Unfälle bringen die ganze Herde durcheinander. Aus einer kontinuierlichen Wanderung ist eine Stampede geworden. Die vielen Windmühlen lassen eine geordnete Strömung nicht mehr zu. Könnte das Einfluss aufs Wetter haben? Könnten die Windparks in NRW vielleicht die verheerende Flut verursacht haben? Schließlich gibt es eine Menge davon in der Umgegend des betroffenen Gebietes.

Vielleicht wenden Sie ein, dass die Energie, die den Luftmassen durch die Windmühlen entzogen wird zu gering sei, um das Wetter zu beeinflussen. Ja, mag sein. Aber da gibt es diesen verdammten „Butterfly Effect“, das Phänomen, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings einen Hurrikan auslösen kann.

Go West

Wir sind hier nicht auf reine Spekulation angewiesen. Die Forscher Fiedler und Bukovsky haben 2011 Rechnungen der oben geschilderten Art durchgeführt – nicht für NRW, sondern für eine Region der etwa fünffachen Fläche im mittleren Westen der USA. Sie benutzten das Weather Research and Forecasting Modell (WRF), ein erprobtes System, welches das Treiben der Luftpakete mathematisch beschreibt. Damit untersuchten sie die Auswirkungen von (fiktiven) Windparks auf die Niederschläge in der warmen Jahreszeit in den östlichen zwei Dritteln der USA.

Ihre Rechnungen ergaben, dass das Vorhandensein großer oder auch kleiner Windparks im Mittleren Westen einen enormen Einfluss auf das Wetter und die Niederschlagsmenge in einer Saison haben kann. Der Einfluss auf das Klima jedoch ist gering. Mit anderen Worten: Über viele Jahre gemittelt bleibt die Menge an Regen etwa gleich („Klima“), in einzelnen Jahren aber kann der Einfluss der Windparks zu extremen Niederschlägen führen („Wetter“). Da kann es dann auch vorkommen, dass das Regenbudget für einen Monat an ein paar Tagen runterkommt.

Die Quintessenz aus ihrer Arbeit fassen die Forscher folgendermaßen zusammen:

Prudence dictates that the potential environmental impacts be recognized before the wind farms are constructed. With the enormous cost of deploying significant wind power, even modest skill in predicting its environmental impact could be very valuable.

(Vorsichtshalber müssen mögliche Umweltauswirkungen verstanden werden, bevor man Windparks baut. Angesichts der enormen Kosten für den Einsatz nennenswerter Windenergie könnten selbst bescheidene Kenntnisse bei der Vorhersage ihrer Umweltauswirkungen sehr wertvoll sein.)

Bescheidene Kenntnisse

Wir werden nie erfahren, ob die Umweltminister von NRW diese „bescheidenen Kenntnisse“ genutzt haben, bevor die ca. 4000 Anlagen in ihrem Land genehmigt wurden.

Vielleicht wenden Sie ein, dass man NRW nicht dem Mittleren Westen vergleichen kann. Aber warum nicht? Mathematik und Physik sind auf jeden Fall dieselbe, und genau das von dem Modell prognostizierte Phänomen des „Extremregens“ wurde in NRW bedauerlicherweise Wirklichkeit. Dass die 4000 Windmühlen des Landes daran schuld waren ist natürlich keineswegs sicher, aber immerhin wäre es eine plausiblere Erklärung, als die millionstel Teile an CO2 in der Luft.

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors Think-Again. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.




Kritisch bleiben: Der Weltklimarat sagte nicht, daß der Rhein überfließt. Aber auch nicht, daß er es nicht tut. (Luisa, bitte beachten!)

von AR Göhring

In den sozialen Netzwerken ging die Information herum, daß das IPCC (Weltklimarat) gemeint habe, durch die Erderwärmung werde es weniger Hochwasser geben. Stimmt nicht – und das hat einen pikanten Grund.

Der kritische Kabarettist Vince Ebert, früher wohl ein beruflicher Freund von Klima-Arzt Eckart von Hirschhausen, ist ein bekannter Gegner der Panikmache mit Geschichten vom Klima-Weltuntergang. Legendär sein Auftritt zu den „Homöpathen der Wissenschaft“, den Klimaforschern.

Vor kurzem meinte er, daß das IPCC seinem 1,5°-Sonderreport gesagt habe, daß Hochwasser im Einzugsgebiet des Rheins bei 1,5°C Erderwärmung weniger würden; bei 2°C sogar deutlich.

Stimmt aber nicht so ganz – und das liegt eben an der „Homöopathie“. Tatsächlich zitiert der Klimarat auf Seite 202 einen Magazinartikel von Gosling et al. (2017), der keine klare Aussage zu den Rheinhochwässern macht. So sieht die statistische Darstellung aus:

https://www.ipcc.ch/sr15/download/

Gezeigt werden hier die 25- und 75-Prozentränge (Perzentile) mit Mittelwert und Standardabweichung (dünne Linie) für Temperaturerhöhungen um 1,5° und 2°C. Im Klartext: Nichts Genaues weiß man nicht, da die Standardabweichung nach unten viel zu hoch ist. Könnte mehr werden, könnte aber auch deutlich weniger sein.

Nur bei wenigen Flüssen wie der sibirischen Lena wird eine klare Aussage getroffen (mehr Hochwasser bei Erderwärmung).

Text dazu: Ihre Ergebnisse zeigen, dass Vorzeichen und Ausmaß der Änderung mit globaler Erwärmung für den oberen Amazonas, Darling, Ganges, oberen Niger und oberen Mississippi sind unklar, während der Rhein und der Tejo möglicherweise einen Rückgang des prognostizierten Abflusses und die Lena einen Anstieg erfahren können.

Im Gegensatz zu den Talkshow-Aussagen der Klimaforscher („in 20 Jahren wird es gar kein Eis und Schnee mehr geben“, Latif 2000) sind die IPCC-Reports deutlich vorsichtiger gehalten; heißt: schwammig, uneindeutig. Im Prinzip ist ein vorsichtiges Formulieren wissenschaftlicher Standard. Aus der medizinischen Biologie kenne ich das Phänomen bestens: Da kann ein Gen x oder ein Signalmolekül y in der einen Zellart Wirkung 1 haben; in der anderen aber das Gegenteil oder Wirkung 2. In der Medizin wird aber bei solchen Ergebnissen niemand ein Medikament gegen Gen x oder Molekül y anmelden und in der Öffentlichkeit verkünden, die Welt damit zu retten. In der Klimaforschung hingegen passiert genau das, um in die Medien zu kommen und die Steuergeldflüsse aufrecht zu erhalten.

Die uneindeutigen Formulierungen, häufig mit zweifelhafter Methodik wie Computermodellen und auf Basis noch zweifelhafterer Annahmen wie hoher Klimasensitivität gewonnen, haben aber auch einen Vorteil: Wie im vorliegenden Fall des Tweets von Vince Ebert kann man die Homöos nicht auf falsche Aussagen festnageln. Vor Gericht könnte ein Klimaalarmist die Perzentil-Grafik oben zeigen und korrekterweise behaupten, er habe zum Thema Hochwasser im Rheinland nichts vorhergesagt.

Immerhin: Auch die nun auflaufenden Klima-Karrieristen wie Luisa Neubauer, die zur Flutkatastrophe twittern wie ein Maschinengewehr, haben laut „der“ Wissenschaft definitiv nicht recht, wenn sie behaupten, das tödliche Hochwasser an der Ahr hätte etwas mit dem Klimawandel zu tun, weswegen „wir“ nun noch mehr fürs Klima tun müßten.




Wikipedia und die freie Beschimpfungsäußerung

von AR Göhring

EIKE führt seit anderthalb Jahren einen Gerichtsprozeß wegen Verleumdung in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia. Das Urteil steht noch aus.

Der geübte Internetnutzer kennt das Problem: Ist ein Thema irgendwie politisch oder finanziell relevant, schreiben beauftragte (?) oder selbsternannte Faktenchecker die Wikipedia-Artikel im Sinne der Lobbygruppen um. Gender, Migration, Corona, Klimawandel, Israel, Vietnamkrieg, Trump und Baerbock … liest man die Artikel dazu, merkt man schnell, welche Meinung die Autoren haben. Eigentlich soll demokratische und fachliche Kontrolle gewährleistet sein, wenn genügend Autoren mit unterschiedlicher Meinung an einem „Lemma“ mitschreiben. Aber da läuft es wie in den Medien, der Wissenschaft und in der Politik: Die schweigende Mehrheit ist von der Persönlichkeit her nicht auf öffentlichen Streit aus; die kleine Minderheit der Meinungswächter und selbsternannten Weltretter aber schon. Folge: Eine erstaunlich kleine Gruppe von Dogmatikern kann durch ihre privilegierte Position und Situation einen Großteil der „öffentlichen“ Kommunikation fast ganz allein bestreiten. Medien wie Wikipedia oder Twitter verstärken diesen Effekt erheblich.

Ein besonders prominentes Beispiel ist Andreas Lieb alias Andol, der vom Journalisten Alex Baur von der Zürcher Weltwoche aufgeklärt wurde. Das grüne Parteimitglied aus dem Fränkischen mag „Klimaleugner“ überhaupt nicht und schrieb ganze 40 Seiten über diese bösen Zeitgenossen voll. Natürlich ist er auch auf EIKE und seine Gründer nicht gut zu sprechen und zeichnet für Teile der Artikel über Holger Thuß, Michael Limburg und Horst Lüdecke verantwortlich.

Es gibt zwar interne Disziplinierungsvorkehrungen bei Wikipedia wie Sperren bei „Editier-Krieg“, gewählte Administratoren auf verschiedenen Hierarchie-Ebenen, Diskussionsseiten für jeden Artikel und so weiter. Wenn aber, wie beschrieben, fast nur Gleichgesinnte schreiben und der Pluralismus damit Theorie bleibt, rutschen die einseitigen Texte einfach durch. Stehen eindeutige Beleidigungen und Falschbehauptungen drin, kann man mit Einsatz von Medienanwälten und Geld dagegen vorgehen. Krasse und eindeutige Fälle werden dann von ranghohen Verwaltern gelöst. Ein Publizist erzählte uns, er gebe monatlich rund 1.000 Euro dafür aus, um sein Lemma halbwegs „sauber“ zu halten.

Sind die Wikipedia-Um-Schreiber etwas geschickter, pöbeln sie nicht einfach drauf los, sondern „belegen“ ihre getippte Meinung mit Quellen aus dem Journalismus oder einer NGO. Heißt, daß dann das Gepöbel anderer belegt drinsteht. Gerade Andreas Lieb hat diese Methode perfektioniert. Lesen Sie einmal den Artikel zu EIKE und schauen Sie, wie Andol seine ablehnende Haltung uns gegenüber mit Quellen „objektiviert“. Würde man die Tendenz auf der Diskussionsseite zum Artikel kritisieren, würde gesagt, „schreib doch selber etwas Positives oder Neutrales.“ Was geschähe, wenn man das täte, kann sich der geneigte Leser vorstellen. Dann würde ein „Editierkrieg“ losgehen (schreiben-löschen-schreiben-löschen…), den Andol & Co. unter geschickter Nutzung des Kleingedruckten für sich zu Nutzen wüßten. Oder die „demokratische Mehrheit“ der beteiligten Autoren würde auf der Diskussionsseite entscheiden, daß die Informationen x und y nicht „enzyklopädisch“ genug seien und so weiter.

In dem Zusammenhang, ein kleines Bonbon für Sie zum Nachschlagen: Der Gründer von Extinction Rebellion XR, Roger Hallam, ist auf der deutschen Wikipediaseite zu XR spurlos verschwunden. Warum? Die Auflösung steht auf der Diskussionsseite des Artikels…

Was macht man dagegen? Selber laufend Artikel editieren? Mangels Masse ist das nur punktuell möglich, wenn überhaupt, da die grünen Weltsichtinhaber meist gut steuerlich durchfinanziert und damit zahlreich und Zeitbesitzer sind. Und jemanden mit selbstauferlegter Mission zieht es halt schnell zu Wikipedia, wo man ohne großen Aufwand Millionen Leser erreichen kann.

Stehen in einem Artikel keine klaren Beleidigungen, sondern Fakenüsse à la ARD oder Spiegel, ist der Medienanwalt machtlos, und man kann es nur noch über eine Klage vor Gericht versuchen. Genau das tat EIKE im November 2019 vor dem Landgericht Berlin gegen die Wikimedia Foundation Incorporated, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Michael Snow, Montgomery Street 1, Suite 1600, San Francisco, USA.

Welche Anträge auf Unterlassung von Falschbehauptungen wurden dort gestellt? Insgesamt 20 zu den Themenbereichen Wissenschaftlichkeit und Organisation.

Einige prominente Beispiele aus den Wiki-Artikeln:

Entgegen seinem Namen ist EIKE kein wissenschaftliches Institut, sondern wird als Lobbyorganisation bezeichnet.[6]

Von Stimmen aus Wissenschaft und Presse wird der Verein als Zentrum der politisch aktiven und organisierten Klimaleugnerszene in Deutschland beschrieben. Sein Ziel sei es, den systematischen Angriff auf die Befunde der Klimawissenschaft zu betreiben.

EIKE wird vorgeworfen, Wissenschaftlichkeit vorzutäuschen, gezielt Desinformation zu verbreiten und Einfluss auf Parteien zu nehmen.

Als „Geschäftsstelle“ gibt der Verein eine Adresse in Jena an. Der Verein verfügt nach Aussagen der Süddeutschen Zeitung (2010)[9] und der Zeit (2012)[8] über kein Büro.

[Wolfgang Müller] ist verantwortlich für das CFACT Climate Change Programme[48][49]

Als unabhängige Quellen werden gerne Artikel der grünen Presse und Bücher grüner NGOs angegeben, zum Beispiel:

Sebastian Haupt: Zitierkartelle und Lobbyisten. Vergleichende Perspektiven auf die Klimawandelleugner. In: Forschungsjournal Soziale Bewegungen. Band 33, Nr. 1, 2020, S. 170–184

Man sieht, Andol und Mitschreiber halten sich formal an die Wikipedia-Regeln, nach denen enzyklopädisch jede Sachinformation belegt sein muß.

Wie sieht so eine Klageschrift aus? Der Laie ist ja selten oder nie mit so etwas befaßt. Zitat des Antrags unserer Rechtsvertreterin:

Namens und in Vollmacht des Klägers ergebe ich Klage und beantrage,

I. die Beklagte zu verurteilen, es bei Meidung eines vom Gericht für jeden Fall der Zuwiderhandlung festgesetzten Ordungsgeldes bis zu 250.000 €, ersatzweise Ordnungshaft, oder Ordnungshaft bis zu sechs Monaten, letztere zu vollziehen an den vertretungsberechtigten Vorständen der Beklagten zu unterlassen, wörtlich oder sinngemäß zu verbreiten und/oder verbreiten zu lassen:

  1. EIKE ist kein wissenschaftliches Institut

  2. EIKE täuscht Wissenschaftlichkeit vor und verbreitet gezielt Desinformationen (…). Der Verein veröffentlicht keine Publikationen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Einige Publikationen von Vereinsmitgliedern erschienen in Raubjournalen, werden jedoch auf der Webseite als peer-reviewed (also durch wissenschaftliche Qualitätssicherung geprüft) beworben.

    usw.

Im weiteren folgen, wie unter Juristen üblich, ausführliche (und damit sehr lange) Beweisführungen für die genannten Falschaussagen der Wikipedia-Einträge.

In einer solchen Klageschrift muß vom Gericht auch ein sogenannter Streitwert festgelegt werden, der als Maß für die entstehenden Gerichts- und Anwaltskosten dient; in unserem Fall sind es 20.000 Euro. Bisher mußten wir schon über 1.000 Euro zahlen – im Falle der Niederlage kommen noch einmal mehrere Tausend hinzu.

Der Anwalt von Wikimedia Inc. argumentiert in der üblichen Weise, die Wikipedia sei nur eine öffentliche und nicht-kommerzielle Plattform, auf der andere etwas schrieben, und die seien dann für den Inhalt verantwortlich. Zur Unterstützung werden zwei Präzedenzfälle der Landgerichte Halle/S und Düsseldorf präsentiert, in denen das „Nur-Plattform“-Argument erfolgreich war.

Die Klage ist unbegründet, da die beanstandete Verbreitung der streitgegenständlichen Meinungsäußerungen rechtmäßig ist. Das von der Beklagten mit ihrer Online-Enzyklopädie verfolgte Informationsinteresse der Öffentlichkeit, das Recht des Autors (oder Autoren) des streitgegenständlichen Enzyklopädie-Beitrags auf freie Meinungsäußerung als auch das Recht der Beklagten selbst auf frei Meinungsäußerung überwiegen hier die Interessen der Klägerin. Zudem ist die Klägerin grlößtenteils von den streitgegenständlichen Äußerungen nicht betroffen. Wenn es sich in wenigen Fällen und Tatsachenbbehauptungen handeln sollte, wären dierse wahr.

Wir rechnen mit mindestens einem weiteren Jahr Prozeßdauer. Wie er ausgehen wird, ist nicht abzusehen; beim aktuellen politischen Klima sind aber recht abstruse Urteile möglich, wie das Bundesverfassungsgericht kürzlich unter Beweis stellte.

EIKEs Strategie ist, wie der geneigte Leser weiß, vielfältig:

  1. Aufklären mit aktuellen Artikeln, Konferenzen Büchern und wissenschaftlichen Publikationen über den tatsächlichen Stand der wissenschaftlichen Forschung
  2. Entsenden von echten Experten in Bundes- und Landtagsausschüsse zu wissenschaftlichen Fragestellungen
  3. Bekämpfen von Falschinformationen unter anderem durch Klagen wie der vorliegenden.

Punkt 3 wird immer wichtiger werden, da, wie die Baerbock-Affäre zeigt, die profitierenden Minderleister immer stärker davon abhängig werden, für sie gefährliche Informationen möglichst aus der öffentlichen Meinungsbildung herauszuhalten.

Und dieser Punkt 3 ist leider der teuerste, da wir ohne externe kundige Fachanwälte nicht gegen die (noch) gut steuergeld-geschmierte gegnerische Maschinerie ankommen. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Wenn Sie uns helfen wollen, würden wir uns über eine kleine Spende freuen:

Europäisches Institut für Klima und Energie
Volksbank Gera Jena Rudolstadt
IBAN: DE34 8309 4454 0042 4292 01
BIC: GENODEF1RUJ