Elektrizitätsverbrauch und Wirtschaftswachstum gehen Hand in Hand. Und da sich die weltweite Stromnachfrage nach den COVID-19-Abschaltungen weiter erholt, wird auch der Einsatz von Kohle in den Entwicklungsländern zunehmen. In der Tat wird erwartet, dass die globale Kohlenachfrage im Jahr 2022 einen Rekordwert erreichen wird, was wahrscheinlich die Bemühungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen behindern wird.
„Fridays for future“: Globaler Klimastreik am 24. September – #allefürsklima
geschrieben von AR Göhring | 20. September 2021
von AR Göhring
Zwei Tage vor der Bundestagswahl, am Freitag den 24.9., will die Klima-NGO FFF weltweit gegen die Erderwärmung streiken.
Hoffentlich ist es an dem Tag nicht naß und kalt, das könnte einige Teilnehmer zum Nachdenken anregen. Zitat aus dem Aufruf:
Im ganzen Land und auf der ganzen Welt gehen wir am 24. September auf die Straßen – für den Wandel, für Klimagerechtigkeit. Denn die Bundestagswahl ist entscheidend. Denn die Gesellschaft steht hinter uns. Denn Klimagerechtigkeit wird das wahlentscheidende Thema. Denn wir sind hier und wir sind laut – wir stehen gemeinsam auf für eine gerechte und konsequente Klimapolitik.
Wir streiken für das Klima. Gemeinsam. Am 24. September. Auch in Deinem Ort. #AlleFürsKlima
„Klimagerechtigkeit“ heißt im Klartext übrigens, daß Europa an schlechtem Wetter in der Dritten Welt verantwortlich sei und dorthin deswegen noch mehr Entwicklungshilfegelder zahlen soll.
Unterstützt wird die Aktion von erstaunlich vielen Wohlhabenden und Prominenten wie Axel Prahl, Enissa Amani, Iris Berben, Benno Fürmann, Bjarne Mädel, Carolin Kebekus & Luisa Neubauer, Charly Hübner, Cordula Stratmann, Eckart von Hirschhausen, Edgar Selge, Frank Schätzing, Joko Winterscheidt, Katja Riemann, Kübra Gümüsay, Martina Gedeck, Peter Lohmeyer, Ranga Yogeshwar, Raul Krauthausen, Wolfgang Niedecken (nebenbei: BAP-Gründer WN lobte neulich Karl Lauterbach für dessen Standhaftigkeit).
Neben den Bundes-Aktionen sind auch regionale Gruppen von FFF und Ende-Gelände laufend aktiv – es scheint sehr viel Personal und sehr viele Demonstranten zu geben. Ein Beispiel: Das Dorf Lützerath, Stadtteil von Erkelenz, soll für den Tagebau Garzweiler (RWE) abgerissen werden. Ende-Gelände plant daher, den Weiler zu besetzen:
29.09.-6.10.: Alle Bäume Bleiben – Skillshare-Woche (Demo üben)
1.10. Platz Nehmen, Aktion von Alle Dörfer Bleiben
29.10.-1.11. Unräumbar-Festival
Ab 1.11. Lützerath unräumbar machen!
Offiziell Energiewende – hinter den Kulissen wird die Versorgung mit Öl- und Gasprojekt-Förderung gesichert
geschrieben von AR Göhring | 20. September 2021
von AR Göhring
Offiziell wollen alle Berliner Regierungsmitglieder und Kandidaten das Klima in Deutschland retten. Inoffiziell scheinen aber realistische Beamte und Politiker die Energieversorgung des Landes mit Bürgschaften für fossile Projekte in Rußland und Brasilien sichern zu wollen.
Zumindest sieht es so aus – oder wurden nur alte Verträge erfüllt? Die Deutsche Umwelthilfeund eine zweite NGO namens urgewald beklagten sich zumindest darüber, daß die Bundesregierung in Berlin mit Bürgschaften in Milliardenhöhe die Förderung von Gas und Mineralöl im Ausland unterstützt. Gott sei Dank, kann man nur sagen – offenbar haben Merkel oder andere Kabinettsmitglieder verstanden, daß durch die Abschaltung von Kern- und Kohlekraftwerken bei gleichzeitiger EU-Förderung von Stromautos bald Blackouts drohen, die man der Regierung völlig zu Recht anlasten wird. Wahrscheinlich will man sich durch die Bürgschaften ein Bezugsrecht sichern, damit man schnell die Altanlagen anwerfen kann, wenn bei uns die Lichter ausgehen.
Vielleicht geht es auch nur um die Notfall-Ersatzkraftwerke auf Gasbasis, die als zweite Infrastruktur in jedem Fall vorgehalten werden müssen. Dem Gedanken widerspricht aber die Tatsache, daß auch Ölfirmen unter den begünstigten sind. Im einzelnen:
das petrochemische Amurwerk in Ostrußland
die NordStream-1 und -2-Pipelines
der Flüssigerdgaskomplex Yamal LNG in Rußland
das Flüssigerdgasterminal und Gaskraftwerk Gas Natural Acu in Brasilien
„Es ist erschreckend, wie stark die Bundesregierung mit diesen Bürgschaften die internationale Energiewende sabotiert, indem sie hilft, die weitere Nutzung von Öl und Gas international zu zementieren. Es ist insbesondere unhaltbar, daß die Bundesregierung Erdgas in ihrer Rohstoffstrategie weiterhin als förderungswürdigen Rohstoff einstuft, obwohl dessen klimaschädliche Wirkung wissenschaftlich belegt ist.“
Man könnte auch sagen: Es ist erschreckend, wie stark die selbsternannten Klimaretter mit ihren Berichten und Aktionen die internationale Energie-Versorgungssicherheit sabotieren, in dem sie helfen, die weitere Nutzung grundlastfähiger Quellen international zu unterbinden.
Fortgesetztes Versagen: Regierung hilft den Flutopfern weiterhin nicht – will aber die Welt retten
geschrieben von AR Göhring | 20. September 2021
von AR Göhring
Die BILD berichtet, daß Flutopfer verzweifelt an die Kanzlerin appellieren, ihnen endlich zu helfen. Man hätte gedacht, daß sich die Politiker schon wahlkampfbedingt darum reißen würden, den vom Hochwasser geschädigten Bürgern mediengerecht Hilfen zukommen zu lassen.
Das Video ist fast ikonisch: Angela Merkel steht in Schuld an der Ahr und behauptet, die Erderwärmung hätte das Jahrhunderthochwasser verursacht. Der Bürgermeister des Ortes greift ein und belehrt die Kanzlerin, daß das Eifeldorf schon seit Jahrhunderten von Fluten heimgesucht werde; auch während der „Kleinen Eiszeit“.
Nun zeigt sich, daß die Bundes- und die Landesregierungen trotz vieler Versprechungen zu wenig für die Opfer tun. Kein Wunder: Es ist ja Wahlkampf, und gerade Armin Laschet bekam bei Ortsbesuchen heftige Kritik von Bürgern zu hören, auch nach einer unglücklichen Aufnahme, in der er lachend zu sehen war. Da kümmert sich der glücklose Kandidat lieber um seine wackelige Kandidatur.
Die BILD richtete in Neuenahr-Ahrweiler ein vorübergehendes Büro ein und filmte die von der Politik enttäuschten Einwohner:
Dabei waren Soforthilfen von Bund und Ländern von immerhin 400 Millionen Euro bewilligt worden. Kann man sie leicht abrufen? Offenbar nicht immer – die Bürokratie kommt genau wie bei den Coronahilfen nicht hinterher. Langfristig sollen sogar 30 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Es wird sich zeigen, ob das Geld zügig an die Opfer geht.
Wo die Prioritäten des Kabinetts Merkel hingegen liegen, zeigt sich nach dem Fall Kabuls: Den neuen Herrschern, den Taliban, wurden von Außenminister Maas 100 Millionen schnelle humanitäre Hilfe zugesagt und weitere 500 Millionen in Aussicht gestellt. Zusätzlich werden afghanische Bürger in unbekannter Zahl eingeflogen. 100 + 500 Millionen sind 600 Millionen Euro, das sind 200 Millionen mehr als für die Flutopfer, eigene Bürger.
Nun könnte man sagen, daß die Hochwasser-Geschädigten in einem reichen Land leben und nicht hungern müssen, was man von den Afghanen nicht sagen kann. Nur – wer verwaltet denn eingehende Hilfsgelder in einer religiösen Diktatur? Aus Afrika ist seit langem bekannt, daß Potentaten und Warlords Spenden in die eigene Taschen stecken und den Bürgern mediengerecht ein paar Brosamen abgeben.
Die Massenmedien (exkl. BILD) helfen den versagenden Exekutivpolitikern wie leider so häufig dabei, ihre Tatenlosigkeit zu verschleiern – das Thema Hochwasser war ein Strohfeuer, das nur noch ab und an entzündet wird, um auf die „Klimakrise“ aufmerksam zu machen, da der heiße Dürresommer dieses Jahr ausgefallen ist.
Tausend Jahre Klimawandel: Sebastian Lüning bei indubio von der „Achse des Guten“
geschrieben von AR Göhring | 20. September 2021
Der Geowissenschaftler Sebastian Lüning spricht mit Burkhard Müller-Ullrich über die Temperaturmodellpolitik des Weltklimarates IPCC, über wissenschaftliche Scheuklappen und unwissenschaftlichen Aktivismus sowie über den deutschen Traum von einer Energiewende, die vom Atomstrom der Nachbarländer abhängig ist.