„Die Grünen sind die wahren Zerstörer“: Thüringer Windkraftgegner auf Baerbock-Demo in Weimar
geschrieben von AR Göhring | 30. August 2021
Thüringen bleibt Windkraftfrei ist eine Initiative, deren Mitglieder sich als Biobauern mit Strohhut verkleideten, um bei einer Wahlkampfveranstaltung von Annalena Baerbock in Weimar zu Füßen der beiden Dichterfürsten den grünen Versprechungen Paroli zu bieten. Auf den Stufen des Nationaltheaters entfalteten sie ein Transparent und machten ihre Ansichten per Flüstertüte kund. Am Dialekt war zu hören, daß sie aus der Gegend kommen.
Der Redner warf Baerbock vor, elitär zu sein und mit globalistischen Kapitalisten wie Klaus Schwab zu kungeln. Die Energiewende sei gescheitert; es drohe der Blackout, und die kleinen Leute könnten ihre Rechnungen bald nicht mehr bezahlen.
Baerbock ging vom Denkmal herüber zu dem Nationaltheater und antwortete den beiden; im Video nicht verständlich. Trotz daß Weimar eine Universitätsstadt mit vielen „überbezahlten Minderleistern“ ist (Zitat Bernd Zeller), gab es nur Pfiffe der zuhörenden Studenten, aber keine körperlichen Angriffe auf die Windkraftgegner. Die beiden „Biobauern“ verließen die Treppe nach ihrer Rede und wurden von einer Polizistin abgeführt.
In Weimar haben die Grünen wie in Jena, Leipzig, Halle oder Berlin natürlich Heimspiel. In Dresden, Erfurt oder Gera könnte es noch schärferen Gegenwind geben als in der Goethestadt.
Am 26. August folgten die Windkraftgegner auch Anton Hofreiter bei auf seinem Stadtspaziergang durch Erfurt:
Hochwasser als Ankündigung und Charakteristikum der Kleinen Eiszeit?
geschrieben von AR Göhring | 30. August 2021
von AR Göhring und Holger Thuß
Die aktuellen heftigen Schneestürme in Nord und Süd und das häufiger auftretende Hochwasser könnten ein Zeichen des Klimawandels sein – des natürlichen, und der bringt Kälte.
Das Mittelalter ging im 14. Jahrhundert zu Ende, und mit ihm die Warmzeitära mit Bevölkerungsexplosion, Höhenburgenbau und ausgetrocknetem Rhein. Als zentrales Ereignis wird die Pest von 1348 angesehen, die in einigen Städten und Gegenden bis zu drei Viertel der Bevölkerung auslöschte.
Nun kam die Pest meistens mt Fernhändlern aus Asien, die in Venedig anlegten. Die Stadt hatte zur Bewältigung der Seuche bereits um 1200 angefangen, moderne Maßnahmen wie Isolation (von isola = die Insel) und Quarantäne (quaranta = 40) zu etablieren. Dennoch konnten die Pestbazillen 1348 ganz Europa in die Knie zwingen. War die Bevölkerung durch Wetterverschlechterung geschwächt? Oder kann durch vermehrte Abkühlung der Keim länger überleben? Bei Viren zumindest ist das bekannt (daher tritt die Grippe meist im Winter auf).
Im Laufe der Flut-Berichterstattung der vergangenen Wochen wurde das Magdalenenhochwasser häufiger erwähnt. Und das war – 1342, sechs Jahre vor der Pest. Ob ein direkter Zusammenhang besteht, können wir in einem Artikel nicht evaluieren, aber die zeitliche Nähe läßt den Verdacht aufkommen.
Die „Kleine Eiszeit“ nach 1400, eigentlich „nur“ eine Abkühlungsphase, ist immerhin von einigen Hochwasser-Ereignissen gekennzeichnet. Ein Grund dafür könnte sein, daß warme Luft mehr Wasser aufnehmen kann und es sich daher seltener in Oberflächengewässern befindet. Typisches Beispiel ist die „Thüringer Sintflut“ von 1613, die mehrere Flüsse meterhoch ansteigen ließ und in Jena, Weimar, Erfurt, Stadtilm, Gotha und Apolda etliche Häuser zerstörte – und über 2.200 Menschen tötete, bei zehnfach geringerer Bevölkerung gegenüber heute.
Es gab seit 1997 mehrere Hochwasser-Ereignisse, die zeitweilig die Medien beherrschten und Wahlen entschieden. 1997 – die Oderflut, 2002 – das Hochwasser in Bayern und Österreich, 2013 – die Flut im Osten, 2021 – die Flut im Rhein-Einzugsgebiet. Es sieht nach Häufung aus, und das könnte ein Anzeichen für eine Abkühlung zumindest auf der Nordhalbkugel sein. Zusammen mit den gewaltigen Schneefällen von Dezember bis Februar, und den derzeitigen Kälterekorden in Brasilien (Kaffee-Ernte fällt aus), kann sogar eine globale Abkühlung vermutet werden.
Ob die Vermutung stimmt, kann erst in 10, 20 Jahren geklärt werden; Klima-Statistik ist von langen Datenreihen abhängig. Eines ist aber jetzt schon sicher: Waldbrände in Südamerika und Australien, und Hitzerekorde in Südeuropa und den Nordwest-USA sind kein Beweis für die Heißzeittheorie der Klima-Alarmisten, die exzellente Geschäfte machen.
Die Profiteure der Panikmache (2): atmosfair
geschrieben von AR Göhring | 30. August 2021
von AR Göhring
Nach der rot-grünen Energiewende der Nuller Jahre, und dem Merkelschen Umbau ab 2011 hat sich in Deutschland eine Schattenwirtschaft aus grünen Nicht-Regierungsorganisationen und Firmen etabliert, die kaum ein Bürger kennt.
Diese Profiteure der Panikmache und Umverteilung haben wir anhand der bereits 45 Jahre alten Deutschen Umwelthilfe DUH analysiert. Eine neuere gemeinnützige GmbH ist atmosfair, die erst 2005 gegründet wurde und als Schirmherren Mojib Latif und Klaus Töpfer gewinnen konnte.
atmosfair zeigt deutlich die enge Verzahnung von grünem Steuer-Staat und grünen NGOs: Die GmbH mit Geschäftssitz in Berlin-Kreuzberg wurde durch ein gemeinsames Projekt des Bundesumweltministeriums, des Reiseveranstalterverbandes forum anders reisen und der 1990 gegründeten NGO Germanwatch ins Leben gerufen.
Geschäftsmodell der GmbH ist die Klimakompensation von Flugreisen, Busfahrten und Hotelübernachtungen. Es wird versprochen, daß für einen bestimmten zu zahlenden Betrag Maßnahmen finanziert werden, die CO2 einsparen oder sogar aus der Atmosphäre ziehen. Die Deutsche Bahn zum Beispiel behauptet, daß ihre ICE klimaneutral führen, was aber nur durch Kauf von Klimazertifikaten norwegischer Wasserkraftwerke (juristisch) erreicht wird. Die Bahn könnte genauso gut sagen, daß die Regionalbahnen klimaneutral rollten, die ICE aber nicht.
Wo bekommt atmosfair sein Geld her?
Das Unternehmen finanziert sich hauptsächlich aus Kompensationsbeiträgen und Spenden.
sagt Wikipedia. Da Dienstflüge im öffentlichen Dienst mittlerweile klima-kompensiert werden müssen, fließt das Steuergeld zuverlässig in die Kassen solcher Organisationen.
Wie kompensieren atmosfair und andere die CO2-Freisetzung von Flugzeugen und Bussen? Zum Beispiel durch Förderung des Solarthermie-Kraftwerks „India One“, von atmosfair nach eigenen Angaben mit 36.000 Euro, und vom deutschen Bundesumweltministerium über die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit mit sechs Millionen Euro gefördert worden.
Im Greta-Jahr 2019 erhielt atmosfair bereits rund 20 Millionen Euro – eine Verdoppelung gegenüber 2018. Das klingt nicht viel, aber man darf die Wirksamkeit solcher NGOs nicht unterschätzen – das PIK in Potsdam hat auch „nur“ rund 40 Millionen per annum. Entscheidend ist auch, wie viele Leute dort arbeiten. Wie viele atmosfair hat, ist via Netz nicht so leicht festzustellen. Die Heimseite läßt vermuten, daß es gar nicht so viele sind (Vergleich Germanwatch und DUH: unter 100 Mitarbeiter).
Auch interessant ist die Erfahrung eines Produzenten von Öko-Holzkohle aus Uganda, die es den dortigen Familien erlaubt nicht nur ihre Mahlzeiten schneller zu kochen, sondern auch noch dabei weniger CO2 zu emitieren. Ein klarer Fall für Atmosfair sollte man meinen:
Unsere Briketts brennen bis zu drei Stunden und haben einen erheblich besseren Brennwert als Holzkohle und Feuerholz. Sie sind gut für die Gesundheit, weil rauchfrei und „gut für das Klima“, denn sie verhindern Abholzung. Was lag also näher, als bei bei der gemeinnützigen (!) atmosfair gGmbH einmal nachzufragen, ob wir, die Uganda Green Fire Ltd., in ihr Projektportfolio passen?
Also rief ich am Tag Ihrer Sendung (26. August) dort an. Das Gespräch war kurz und unfreundlich. Als ich einem Herrn, dessen Name mir entfallen ist, sagte, dass wir Holzkohlenbriketts in Uganda herstellen, hörte ich: „Wissen Se, ick hab det nich so mit Grillen.“ Mit so bestürzendem Sachverstand hatte ich nicht gerechnet. Auch meine Erklärungen und der Verweis auf vorliegende international anerkannte Zertifizierungen halfen nicht weiter. „Wissen Se, Sie brauchen erstmal ‚ne Zertifizierung mit ‚ner Zehnjahresprognose vom TüV Süd. Für sone Projektentwicklung müssen Se erstmal 500.000 Euro in die Hand nehmen. Wenn Se det jemacht ham, dann könn Se sich wieda melden.“ Der Kürze halber erspare ich Ihnen die fachlichen Fehler meines Gesprächspartners mit dem herben Berliner Charme.
Obwohl ich behandelt wurde, als wollte ich ein Jahresabonnement für Jehovas Wachtturm verkaufen, war die Unterhaltung lehrreich. Entgegen der Außendarstellung liegt der atmosfair gGmbH offenbar nichts an konkreten Klimaschutzprojekten (vergleiche Wikipedia). Dieses Unternehmen verkauft staatlich gefördert und steuerbegünstigt Ablass. Den Zutritt haben aber nur Begüterte aus der ersten Welt. Dort, wo es wirklich etwas zu tun gibt, etwa in Afrika, sehen die Herrschaften nicht hin. „Klimagerechtigkeit“ ist nur ein Schlagwort für Internet und Fernsehdiskussionen.
Daß im Jahre 2021 ohne Inhalte Wahlkampf gemacht wird, kann nicht durch die Bank behauptet werden. Im Gegenteil – gerade die R2G-Parteien werben gerne mit dem Klima, neben Sozialphrasen, die aber nicht ernst gemeint sind. Und das Klimathema ist so schön einfach – nach dem Schelsky-Prinzip behauptet man einach ein Problem, das nicht existiert und deswegen nie gelöst werden kann, und kann so ewig abkassieren – und erscheint zudem noch als Macher und Kümmerer.
eigenes Werk
Darauf zielt vor allem die erstaunlich hochwertige Reklame der Grünen ab – ob die für ihre Plakate wohl CO2-Zertifikate in ausreichender Menge gekauft haben? Bei den Sozialdemokraten und den Linken scheint das Thema „Klima“ eher notgedrungen mitverarbeitet zu werden, wie das Plakat mit dem mausgrauen Apparatschik der Linkspartei zeigt. Man muß es halt sagen, um die Großstadt-Klientel ansprechen zu können. Da wundert es auch nicht, daß neue Parteien wie „Volt“ sich wie eine zweite (oder dritte, vierte?) Grüne Partei aufführen – Scheinopposition, wahrscheinlich waren bei den Grünen schon alle Pöstchen vergeben; macht man halt eine neue Partei mit demselben Programm.
Zumindest in Thüringen heben sich die CDU und FDP wohltuend vom Klimagetöse ab, weil stattdessen die üblichen Phrasen wie „Klartext“ (CDU) oder schicke Fotos von Lindner (FDP) zu sehen sind. Immerhin tun die Freidemokraten noch so, als wollten sie das „alte Normal“ wiederbeleben. Und die satanische Schwefelpartei nutzt „Normal“ sogar als Slogan und ignoriert das Klima natürlich.
eigenes Werk
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eigenes Werk. Gerade mit den Grünen soll das Land funktionieren?
eigenes Werk
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Fritz Vahrenholt bei Phoenix zum Thema: „Fluten, Brände, Stürme – Klimapolitik auf dem Prüfstand“
geschrieben von AR Göhring | 30. August 2021
Fritz Vahrenholt wagte sich in die Höhle des Löwen:
Am 26.8.2021 nahm er auf dem ARD-Sender Phoenix an einer Talkshow zum Thema „Fluten, Brände, Stürme – Klimapolitik auf dem Prüfstand“teil. Die anderen Gäste waren:
Sven Plöger (per Video), Klima-Aktivist, Meteorologe und ARD-Wetterexperte Luisa Neubauer (per Video), Grünen-Stipendiatin (Böll-St), Klima-Aktivistin, Fridays for Future Maja Göpel, Politökonomin, Klima-Aktivistin