Die Klimaschau von Sebastian Lüning: Klimabeschluß des Bundesverfassungsgerichts fällt im Faktencheck glatt durch

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Thema der 65. Ausgabe vom 15. September 2021: 0:00 Begrüßung 0:21 Der Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts im Faktencheck

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Stromausfall in Dresden als Vorgeschmack auf die kommenden Tage – Teelichtheizungen empfohlen

von AR Göhring

Am Montag (13.9.) fiel in Dresden und Umgebung für 30-60 Minuten der Strom komplett aus. Fahrstühle blieben stecken; Straßenbahnen fuhren nicht mehr. Das Telekommunikationsnetz blieb zum Glück größtenteils funktionsfähig.

Einstündige Stromausfälle in einzelnen Stadtvierteln nach Brandanschlägen auf Starkstromleitungen durch Attentäter sind den Berlinern und Münchnern mittlerweile nur zu gut bekannt („Deutschland in den Pausenmodus versetzen“). Etwas anders sah die Situation am Montag in Dresden aus, als das gesamte Stromnetz der Stadt für mindestens 30 Minuten versagte. Beim Caffè-latte-Trinken draußen in der Sonne mag man das nicht gemerkt haben; wer im Fahrstuhl steckenblieb, dürfte den Tag allerdings noch lange in Erinnerung behalten. Die Feuerwehr mußte zu etlichen Einsätzen ausrücken, um Eingesperrte zu befreien (die Notruffunktion der Lifte scheint eine eigene Energieversorgung zu haben).
Grund für den Ausfall war nicht, wie viele Klimaskeptiker befürchteten, eine Unterdeckung dank Zappelstrom am sonnigen Montag, sondern ein Kurzschluß am zentralen Umspannwerk Dresden. Ein weniger zurechnungsfähiger Mensch hatte einen metallbeschichteten (!) Ballon in der Nähe steigen lassen. War es Absicht? Warum läßt man metallbeschichtete Ballone in Dresden steigen – zur Wetterbeobachtung? Wer es weiß, bitte in die Kommentare schreiben.

Unfall oder nicht – die Dresdner haben nun eine Vorahnung bekommen, wie es sich anfühlt, wenn die elektrotechnische Zivilisation in den „Pausenmodus“ geht. Vielleicht fragen sich nun vermehrt Bürger, ob die pupsgasgetriebene „Erderwärmung“ tatsächlich existiert, und ob die Abwehr dieser tatsächlich die Opfer wert ist.

Wie die Bürger einem Brownout oder sogar Blackout begegnen können, war schon häufiger Gegenstand der Diskussion auf EIKE. Ein auch uns völlig neuer Vorschlag kam von einem fleißigen Leser aus Niedersachsen, der uns auf die Teelichtheizung hinwies: Ein paar Kerzen erhitzen Wasser im Stahlrohr, das aufsteigt, abkühlt und wieder herunterfällt. Die Idee wäre vielleicht etwas für Annalena Baerbock, aber die Gute hat wahrscheinlich schon einen Generator im Potsdamer Villengarten. Die Teelichter wären auch recht teuer: Die Heizung ist vier- bis fünf mal so teuer wie eine mit Gas.




Die Kannibalisierung der Industriegesellschaft

von Jo Illge

Unter Industriegesellschaft verstehen wir hier eine Gesellschaft, die eine stabile Wasser- und Energieversorgung für alle etabliert hat und über ein leistungsfähiges Transportsystem verfügt. Alle Länder Europas kann man als solche bezeichnen.

In einer solchen Gesellschaft wird eine hohe Spezialisierung des Einzelnen benötigt. Und um diese praktisch auch umsetzen zu können, muß man sich aufeinander verlassen können. Voraussetzung einer solchen Gesellschaft ist Zuverlässigkeit und Vertrauen.

Eine solche Gesellschaft verfügt auch über eine hochwertige technische Infrastruktur, die geschützt und gepflegt werden muß. Ohne daß es irgendwo explizit aufgeschrieben ist, funktioniert eine solche Gesellschaft im Wesentlichen durch Zusammenarbeit oder Kooperation.

Dieses Bild wird heute absichtlich getrübt. Das liegt daran, daß es uns zu gut geht, und der Wettbewerb oder Konkurrenzkampf in der öffentlichen Wahrnehmung stark überbetont wird. Die allerwichtigsten Elemente der Infrastruktur, die Netze, können nicht im Wettbewerb stehen, weil man sie nicht mehrfach vorhalten kann. Nur untergeordnete Elemente, die mehrfach vorhanden sind, wie Kraftwerke, Fahrzeuge oder Ähnliches können im Wettbewerb stehen, niemals aber das Schienennetz, das Straßennetz oder das Stromnetz.

Leider wird die Marktwirtschaft gerne von Freunden des Kampfes als gnadenloser Konkurrenzkampf dargestellt, und daraus wird abgeleitet, daß Kampf und Gegensatz das wichtigste Grundprinzip der modernen Industriegesellschaft ist. Ist es aber nicht.

Warum scheitern gerade in neuester Zeit soviel Großprojekte in Deutschland, die nur noch mit Mühe und den zehnfachen Kosten zum Abschluss gebracht werden können? Sie scheitern unter anderem auch, weil man die Zusammenarbeit verlernt hat.

Durch die breite Einbeziehung der Bevölkerung in größere Projekte war es früher nicht möglich, Projekte durch Fehlinformationen zu stören, da es zu viele Menschen gab, die Bescheid wussten. Heute geht das wunderbar mit den wenigen Beteiligten. Ausufernde Regelungen zum Umweltschutz, die teilweise jeder Wirkung entbehren, kommen hinzu.

Man kann die Vergangenheit nicht schönreden, auch in der Geschichte musste immer ein Interessenausgleich für alle Partner gefunden werden, für Lokale und übergeordnete Behörden, Bevölkerung, Industrie und Infrastruktur. Das Grundprinzip blieb immer noch gültig: Spezialisten brachten sich in die Industriegesellschaft ein, es herrschte hauptsächlich Sacharbeit, Vertrauen und Interessenausgleich.

Auf dem Höhepunkt der letzten industriellen Periode in Deutschland war schließlich auch das Geld vorhanden, um den Umweltschutz voranzubringen. Luft- und Gewässerqualität wurden nun dramatisch verbessert.

Hier kommt nun wieder der Kampf ins Spiel. Die professionellen Schützerverbände verbuchten diese Erfolge bei Luft und Wasser ihrem Kampf – und nicht einem gesellschaftlichen Konsens. Zu diesem Zeitpunkt war das vielen egal, verständlicherweise, es gab Erfolge, und nur das zählte. So ließ man den Grünen ihre falschen Kausalketten durchgehen. Die Allgemeinheit hatte nicht verstanden, mit wem man es hier zu tun hatte, und nicht worum es ging. Die Grünen wollten damals nichts weiter als Macht, und mit ihrem ersten kleinen Betrug hatten sie gemerkt, daß die Gegenwehr bei dieser kleinen Umdeutung gering war, denn die Öffentlichkeit setzte noch auf Kooperation. Ein solcher Geist herrschte unausgesprochen bei allen Partnerschaften, und wenn dieser Geist nicht herrschen konnte, so kam auch meistens nichts zustande.

Eindringen

Die grünen Kämpfer lernten, daß sie einem wehrlosen Staatsapparat gegenüberstanden. Der war durch einen verlorenen Krieg weichgespült, und wollte nichts falsch machen. Also in kleinen Schritten zur Macht. Nichts war leichter, als die Machtspiele weiter zu treiben und sich im inneren dieses Apparates bequem einzurichten. Durch Ausnutzung von Schutzthemen und der Empfänglichkeit der Menschen dafür brachte man sich immer wieder positiv ins Gespräch, und schon das genügte.  Dem Willen der grünen Aktivisten zur Macht konnte der Beamtenapparat nichts entgegensetzen, er blieb loyal und diszipliniert.

Sacharbeit lahmlegen

Grün wurde gewählt, da sie sich als die Retter der Natur aufspielten. Das waren sie auch einmal, wenigstens wollten Sie das sein. Irgendwann waren Grüne auf Ministerposten angekommen.

Damit war dann der Grabenkrieg in den meisten Ministerien eröffnet, die einen politisch generierten Chef bekamen. Parteifreunde müssen auch bedacht werden, was liegt näher als seine Freunde dann in der nächsten Führungsebene einzuschleusen. Facharbeit wollten die politischen Nummern nicht machen, so blieb meistens die personelle Basis unten verschont. Die Tagesarbeit wurde nach wie vor erledigt.  Eine solche Verwaltung erledigt das mit Mühe, kann aber strukturelle Probleme nicht mehr erkennen und sich der wandelnden Wirklichkeit nicht mehr anpassen.  An echten Problemen ist ein solcher Apparat nicht interessiert und beschäftigt sich irgendwann nur noch mit sich selbst.

Restarbeit auslagern

Bei der Frage, wer genau jetzt die Sacharbeit leistet, kommen wir in Deutschland zu weiteren überraschenden Erkenntnissen. Der Staat hat unter anderem die Aufgabe, die technische Sicherheit zu gewährleisten, die sich aus den Risiken der Infrastruktur ergeben. Ein typisches Beispiel ist die Prüfung von Dampfkesseln in Kraftwerken. Das macht in Deutschland aber keine Behörde, sondern ein Verein, der TÜV.  Wie wird diese etwas seltsam anmutende Verschiebung von wichtigen und verantwortungsvollen Aufgaben in Vereine erklärt? So:

„Der Staat ist dafür verantwortlich, daß es passiert, und solange solche Vereine die Prüfarbeit machen, ist das OK.“

– Staunen.

Aber ein Mitarbeiter eines technischen Überwachungsvereins kann lediglich feststellen, ob eine technische Einrichtung den geltenden Regeln entspricht oder nicht. Er hat keinerlei gesetzgebende Befugnis, und ist auch nicht verpflichtet, den staatlichen Stellen mitzuteilen, wo der Hase im Pfeffer liegt. Wie stellt man sich also vor, dass die gesetzlichen Vorschriften entwickelt und angepasst werden, so daß sie dem Entwicklungsstand in der Industrie entsprechen?

Das stellt man sich in diesem Szenario, wo man als Behörde erfolgreich Sacharbeit abgewimmelt hat, überhaupt nicht vor, und damit stellt sich der Staat in technischen Fragen selbst ins Abseits.  Die entsprechenden Ämter und Behörden können sich weiter um sich selbst kümmern.

Bürokratie schaffen

Ein weiterer Sargnagel für die Industrie wird geschmiedet. Die von der Wirklichkeit abgekoppelten Behörden erschaffen dennoch neue gesetzliche Vorgaben. Die haben meistens mit technischer Sicherheit nicht viel am Hut, dafür fehlt ihnen die Kompetenz. Deshalb werden immer mehr Vorschriften zum Umweltschutz erfunden, das entspricht auch den Ambitionen der Leitung wichtiger Behörden politisch ganz gut. Niemand dieser Schutzbeauftragten muss nachweisen, daß sein Schutzgut tatsächlich schutzbedürftig ist, nein, schon die Nennung des Zauberwortes „Umweltschutz“ macht ihr Vorhaben unangreifbar.

Die politisch gekaperten Behörden sind skatmäßig gesprochen einfach in der Vorhand, und nutzen das schamlos aus. Die Industrie wird genötigt, für immer kleinere Veränderungen Anträge zu stellen, und bekommt eine kleinliche Bürokratie übergestülpt. Nicht dass diese Anträge pünktlich und sachgerecht abgearbeitet werden, dazu reicht der Horizont der Behörde nicht aus. Innovationen werden so abgewürgt, und die Infrastruktur muss auf wichtige Neuerungen flächendeckend verzichten. Überall stapelt sich Papier, und nichts wird besser.

Technologien selektieren

Es könnte natürlich sein, daß irgendjemand einmal laut ausspricht, was hier geschehen ist. Die fachliche Inkompetenz der politisch verwahrlosten Behörde könnte zutage treten.  Auch an diesen Angriff haben die Machtmenschen längst gedacht, und Vorsorge getroffen.  Wenn eine nicht zu Ende geführte Baustelle erkannt und kritisiert wird, macht man einfach das nächste Fass auf.

Die nächste Waffe ist die Indexliste von technischen Lösungen, die man nun glatt ablehnt. Institute, die „plötzlich“ Gefährdungspotentiale entdecken, finden sich. Da der Weg in die Inkompetenz nicht zu stoppen ist, wird die Indexliste immer länger.

Kernkraftwerke, Kohlekraftwerke, Gentechnik, Tierzucht, Chemikalien etc. Die Vorlagen dazu schreiben die Kämpfer in den NGOs außerhalb.

Technologien kriminalisieren

Obwohl man die genannten Industrien eigentlich benötigt, weil sonst die Versorgung zusammenbricht, wird diese Liste täglich länger. Niemand wirft die geballte Inkompetenz aus den Behörden heraus.  Das hat die Invasoren ermutigt, nun die nächste Eskalationsstufe zu zünden: die Verkündung der Klima Katastrophe und zu ihrer Abwendung den Beschluss der De-Karbonisierung mithilfe einer Energiewende.  Für Verkündungen braucht man aber Partner.

Hier treten nun die Medien auf den Plan, denn um ganze Industriezweige zu kriminalisieren, wird eine leistungsfähige Propagandamaschine benötigt. Es stehen genügend Journalisten bereit, die in Verbänden von Berufsschützern erzogen worden sind, und niemals eine Kilowattstunde Energie erzeugt oder ein vernünftiges Produkt zusammengeschraubt haben, außer vielleicht ein Billy-Regal.

Sie posaunen die Klimakatastrophe in die Leserschaft hinaus:  Eine gefährliche, immer schneller werdende Erwärmung durch das von Kraftwerken und Verbrennungsmotoren freigesetzte Kohlendioxid, welches ewig lange in der Atmosphäre verweilt. Immer schnellerer Anstieg des Meeresspiegels. Hitzewellen. Kein Schnee mehr in Mitteleuropa. Mehr Wirbelstürme. Immer höhere Schäden durch Wetterereignisse.  Nur das letzte ist richtig, Versicherungen zahlen mehr aus, aber nicht, weil das Wetter verrücktspielt, sondern weil es einfach mehr versicherte Häuser und Sachwerte gibt.  Alles davor Genannte ist falsch. Das Klima ändert sich über lange Zeit, aber niemals gefährlich schnell.

Schuld an der herbeigeredeten Katastrophe sind angeblich die Ölmultis und die Energieriesen. Böse Unternehmen, die nur wegen ihres Profites die Welt zerstören. Daß diese Unternehmen uns jeden Tag mit Energie und Material versorgen, interessiert die Schreiberlinge nicht. Die in die Ministerien eingedrungenen Invasoren spielen sich die Bälle mit den NGO zu, und sichern diesen die Finanzen. Damit wird Bürgernähe simuliert. Die NGOs gehen zu professionellen Methoden beim Geldsammeln über, wie man neuerdings an ihren Bettelplakaten in der Öffentlichkeit leicht erkennen kann.

Die grün angehauchten Journalisten reden von Fossilien und Dinosauriern, wenn sie Energieversorger meinen, und niemand stellt sich vor die Kraftwerke und ihre Personale, um sie gegen diese unhaltbaren Vorwürfe zu verteidigen. Energieversorger, die in kommunalem Besitz sind, und deren Anteile, die nicht selten die Altersvorsorge von Malochern im Ruhrgebiet darstellen, werden öffentlich als kriminell dargestellt, und Ihre Kraftwerke nach Gusto der Regierung abgestellt. Investitionsschutz? Fehlanzeige. Schutz der öffentlichen Infrastruktur? Wozu, klappt doch alles noch.

Niemand schreitet ein oder mahnt zur Besonnenheit, wenn ganze Industriezweige und Sparten der Infrastruktur plötzlich öffentlich kriminell geredet werden.  Eine unglaubliche Arroganz der Medien und Machthaber. Die haben keine Zeit für solchen Kleinkram, und retten die Banken Griechenland, die Welt und das Klima. Kompletter Realitätsverlust. Im Parlament auf die Ölmultis schimpfen, und dann schnell noch tanken fahren.

Die Logik der Macht

Und was tut die Industrie? Sie kuscht immer wieder und geht in Deckung, sie heulen mit den Grünen mit und lassen ihre Werbeagentur grüne Streifen in die Prospekte malen. Kein Schimmer von Gegenwehr. Aber das Prinzip Hoffnung greift hier nicht. Ist eine Unternehmenssparte kaputt, muss die Show weitergehen, also sind die nächsten dran. Regierung und Parlament sind unübersehbar vom grünen Wahn befallen, sonst wäre das unmöglich.

Warum tun sie das, fragt man sich, langsam müsste ihnen ihr Zerstörungswerk doch dämmern.  Die Antwort ist simpel: weil sie die Funktion des Ganzen ohnehin nie verstanden haben, und außerdem nichts anderes können. Ihr ganzer Ideenreichtum wird gebraucht, sich um sich selbst und die Rechte von Randgruppen zu kümmern. Die normale Sacharbeit ist wäre ja langweilig und bringt keine Schlagzeilen.  Kritik wird durch Diffamierung der Kritiker beantwortet.  Der Grips der Abgeordneten reicht gerade noch, und um sich noch weitere Gängelungen für die Industrie auszudenken.  Wichtige Vertragswerke werden ohnehin von Anwaltskanzleien vorbereitet.

Hört man die Kanzlerin zu Erwachsenen reden wie zu Vorschulkindern, weiß man um die geistige Beschaffenheit der Regierung. Dass auch der Schutz der Bürger und der Infrastruktur zur Aufgabe der Regierung gehört, weiß in Berlin keiner mehr. Daß Ruhe und Ordnung Voraussetzungen sind für eine Gesellschaft mit hochentwickelter Infrastruktur, wird durch den Justizminister ad absurdum geführt. Der ruft öffentlich zum Kampf gegen 1/3 des politischen Spektrums auf!

Letztendes ist es unsere eigene Schuld. Lange hat man die Parteien machen lassen, und keiner hat sich die zahlreichen Kritiken der Fachverbände richtig angesehen. Der Masterplan Verkehr, eine Lachnummer. Trotz Wirtschaftsflaute großflächige Staus. Mit dem Zerbröseln der Infrastruktur merken wir, dass die Kannibalisierung Deutschlands in die vorletzte Runde geht.  Niemand ist sicher, ob er das nächste Ziel wird. Wir müssen uns leider schnell einen neuen Politikanbieter suchen, ehe uns die Rettungsmafia in ihrem Machtrausch filetiert hat. Dieser Anbieter sollte etwas davon verstehen, wie hochentwickelte Gesellschaften funktionieren. Wie, wurde am Anfang des Artikels schon erklärt.

Durch vertrauensvolle ZUSAMMENARBEIT.




Warum findet die Klimapolitik so viele Unterstützer? Ist sie eine Umverteilungsstrategie?

Schlechte Zeiten erzeugen starke Männer, starke Männer erzeugen gute Zeiten, gute Zeiten erzeugen schwache Männer, schwache Männer erzeugen schlechte Zeiten“ – Der Sinnspruch geht seit einigen Monaten in den sozialen Medien herum. Ist die Zyklik ein Naturgesetz? Welchen Hintergrund haben die einzelnen Phasen, welche Strategien stehen dahinter? Kann man dem Zyklus entkommen? Der Autor und Youtuber Philipp Anton Mende analysiert anhand biologischer und historischer Theorien.

Lieber Herr Mende,

Sie sind ja Sozialismus-Kritiker. Sehen Sie die Klimapolitik, die ja eher physikalisch argumentiert, als sozialistische Strategie?

Ja. Sozialismus (und als Ableger davon auch die gegenwärtige Demokratie in Deutschland) ist ein System des Machterhalts, basierend auf Umverteilung, finanziert durch Besteuerung und Verschuldung. Am ehrlichsten wäre es für Sozialisten, geradeheraus zu sagen: „Wir wollen mehr Geld von euch für die Umsetzung unserer Gesellschaftsklempner-Phantasien.“ Da hierbei allerdings das Risiko höher läge, Unverständnis in den Reihen der Steuerzahler hervorzurufen, bedurfte es schon immer einer wie auch immer gearteten, exorbitanten „Gefahr“, welche das Wohlergehen oder sogar das Leben der Untertanen angeblich unmittelbar bedrohe. Menschen lassen sich bereitwillig(er) enteignen, sofern sie Angst haben. Die Mechanismen, die Gustave Le Bon bereits 1895 so treffend in seinem Werk „Psychologie der Massen“ beschrieb, greifen dabei nach wie vor.

Klassenfeind“, „Rassenfeind“ – allesamt Kopfgeburten sozialistischer Panikverbreitung. Auch etwas wie der katholische Ablaßhandel wäre ohne Angst und irrationaler Schreckensszenarien nicht möglich gewesen. Die aktuelle Klima- und CO2-Politik ist meines Erachtens nichts anderes als eine postmodernistische Version des mittelalterlichen Ablaßhandels, getreu dem Tetzel’schen Motto:

Sobald der Carbon Credit im Becken klingt, im huy die Seel im Himmel springt.“

Dabei wurde ursprüngliches Schulwissen um den lebensnotwendigen Nutzen von CO2 auf fast schon diabolische Weise ins Gegenteil verkehrt, um vor allem junge Menschen in einem Klima der permanenten Bedrohung, Katastrophe und Angst gefangen zu halten und für ihre zukünftigen „Abgaben“ einzustimmen, ohne nennenswerten Widerstand befürchten zu müssen.

In Ihrem neuen Buch „Widerstand. Warum zwischen linker und rechter Politik eine Schlacht der Gene wütet“ zeigen Sie, daß wohlhabender werdende Gesellschaften allmählich im Schnitt eher linke Ansichten in den Zeitgeist übernehmen, wohingegen arme eher rechts sind. Ist das nicht paradox? Arme Menschen dürften doch an Umverteilung und Hilfe von anderen interessiert sein, also an sozialistischen Ideen.

Vorsicht, hier muß man aufpassen. Ich würde nicht sagen, daß arme Menschen grundsätzlich „eher rechts“ sind. Eine wichtige Frage lautet dabei: Sind sie arm, weil sie arbeitslos sind oder weil sie eher bodenständigen, doch nicht allzu gut bezahlten Erwerbstätigkeiten nachgehen? Letztere neigen zwar dazu, „eher rechts“ zu sein, aber nicht so sehr an Umverteilung interessiert zu sein, da „Rechte“ im Allgemeinen weniger Probleme mit einer natürlichen Ungleichheit haben sowie eher dazu neigen, die Ärmel hochzukrempeln und in den Wettbewerb mit anderen zu treten. Auf der anderen Seite werden tendenziell eher linke, arme Leute vor Wettbewerb und Konkurrenz zurückschrecken und allerlei Gründe ins Feld führen, warum man stattdessen beispielsweise „die Reichen“ stärker besteuern sollte.

Das Phänomen, wonach wohlhabendere Gesellschaften dazu neigen, schrittweise „linke Ansichten“ zu übernehmen, scheint nur auf den ersten Blick paradox. Die biologische r/K-Selektionstheorie bietet einen wissenschaftlichen Ansatz, viele, wenn nicht gar die meisten politisch konnotierten Verhaltensweisen unter Menschen und Tieren (besser) nachvollziehen beziehungsweise verstehen zu können. Sie erlaubt uns, sowohl zivilisatorische als auch kulturelle Entwicklungen – Krieg, Frieden, politisches Gebaren etc. – vor dem Hintergrund natürlich entstandener Fortpflanzungs- beziehungsweise Reproduktionsstrategien zu begreifen, genauer: sie aus einer biologischen, hormonellen, epigenetischen und genetischen Perspektive nachzuvollziehen, die das Potenzial in sich trägt, Gesellschaftsentwicklungen auf völlig neue Art und Weise verstehen zu können.

Eine Gesellschaft wird grundsätzlich nur dann wohlhabend, wenn typische K-selektierte Verhaltensweisen greifen (dürfen), die im Allgemeinen eher dem „rechten“, also „konservativen“ Spektrum zugeordnet werden, z.B. der Glaube an die Sinnhaftigkeit eines relativ freien und vom Staat nicht verzerrten Wettbewerbs, Konkurrenzdenken, stabile Familien mit zwei Elternteilen, die viel Aufwand beim Aufziehen des Nachwuchses betreiben, eine relativ spät einsetzende Sexualität und einiges mehr. (Eine ausführlichere Einführung gibt es hier.)

Nun neigen Gesellschaften jedoch dazu, ab einem bestimmten Grad der „Sättigung“ bzw. einem bestimmten Level an Wohlstand fauler und auch großzügiger zu werden und im Zuge dessen mehr und mehr Organismen anzuziehen, die diesen Wohlstand lediglich konsumieren (wollen). Ich muß dabei oft an den Spruch denken, wonach sich der Esel aufs Glatteis begibt, wenn es ihm „zu gut“ geht. Wohlstand bedeutet vereinfacht gesagt, dass ausreichend Ressourcen geschaffen wurden. Es kann dann der trügerische Eindruck entstehen, dass ein „Überschuß“ an Ressourcen der natürliche Ist- und Dauerzustand sei, weshalb es „kalt“ und „irrational“ sei, diese irgendwem vorzuenthalten. Eine Kapazitätsgrenze existiere nicht. So argumentieren tendenziell „Linke“.

Das ist auch der Grund, warum sich (r-selektierte) linke Politiker zum vermeintlichen Helfer „des kleinen Mannes“ aufschwingen, was nicht sonderlich schwer ist, wenn es letztlich lediglich bedeutet, fremde „Überfluß-Ressourcen“ umzuverteilen. Interessanterweise wurde bewiesen, dass Linke“ weniger wohltätig sind, aber höhere Steuern für andere fordern, um vermeintlich mitfühlenden und hehren Zwecken zu dienen. In der Tat ist der Umstand, daß „Rechte“ wesentlich mehr Geld für wohltätige Zwecke spenden, gut dokumentiert, was sich unter anderem logisch aus der Tatsache ableiten lässt, dass für sie soziale Unterstützung und Wohlfahrt unabhängig von der Regierung erfolgen beziehungsweise nicht untrennbar mit Staatsinterventionismus verbunden sind.

Schlechte Zeiten erzeugen starke Männer, starke Männer erzeugen gute Zeiten….“

Wenn Armut rechts macht, rechte Überzeugungen (zum Beispiel Kapitalismus) Wohlstand erzeugen, Wohlstand zu linken Überzeugungen führen, die in der sozialistischen Ausprägung zu Armut führen – sind wir in einem ewigen Teufelskreis gefangen, und man kann einfach nur froh sein, wenn die eigene Lebenszeit in eine Aufwärtsphase fällt? Oder gibt es Ansatzpunkte für die Vermeidung kollektivistischer Verwirrungen, die eine Gesellschaft verarmen lassen?

Es ist in der Tat so, dass sich bei genauem Hinsehen immer wieder dieselben Aufwärts- und Abwärtsspiralen im Westen erkennen lassen, die bisher nicht durchbrochen werden konnten.

Zwei amerikanische Autoren vergleichen vier menschliche Generationen mit den vier Jahreszeiten und sprechen in diesem Zusammenhang von „Drehungen“, was bedeutet, dass sich nach jeder „Jahreszeit“ (ca. alle 20 Jahre) eine mehr oder weniger einschneidende, generationenbedingte Veränderung ergibt, die immer wieder zu denselben Hochs, Tiefs und Übergangsstufen führ(t)en. (Hier gehe ich genauer darauf ein.)

Dieser Zyklus deckt sich meines Erachtens gut mit den evolutionspsychologischen Erkenntnissen, wie ich sie in „Widerstand“ beschreibe. Es gibt die Theorie, wonach schwache Männer harte Zeiten schaffen, diese harten Zeiten daraufhin starke Männer hervorbringen, welche wiederum gute Zeiten schaffen. Die guten Zeiten schaffen schließlich wieder schwache Männer usw. Demnach befinden wir uns gegenwärtig (noch) in der vierten Drehung, d.h. im „Winter“ oder der Krise, die in etwa noch bis 2025 anhalten könnte.

Wenn man die oben kurz und im Buch lang beschriebenen, evolutionspsychologischen Ansätze akzeptiert (selbstverständlich nicht als alleinigen Faktor), ergibt sich in der Gesamtschau ein meines Erachtens ziemlich schlüssiges und nachvollziehbares Bild, warum wir gegenwärtig erleben, was wir erleben. Selbst wenn man am Großen und Ganzen vielleicht nicht allzu viel verändern mag – man bedenke beispielsweise nur, seit wie vielen Generationen schlaue Köpfe weitestgehend ungehört vor den Gefahren sozialistischer Planwirtschaft und Gesellschaftsklempnerei warnen –, kann man sich jedoch zumindest so gut es geht wappnen, beispielsweise durch den Ausbau persönlicher Beziehungen, Diversifikation etc.

Würden Sie sich als Rechtslibertären bezeichnen?

Das ist eine gute Frage. Zunächst einmal bin ich kein Gegner (mehr) von Begrifflichkeiten wie „libertär“, „rechts“ oder „links“, da sie letztlich nur die Kommunikation vereinfachen (sollen). So wie wir Vornamen haben, um die Kommunikation zu vereinfachen, koppeln wir auch bestimmte (politische) Positionen oder Verhaltensweise an Begriffe. Wichtig ist es, klar zu definieren, was man unter diesen versteht. „Rechts“ und „links“ verstehe ich nicht in dem Sinne, grundsätzlich ein aktuell vorherrschendes politisches System erhalten (konservieren), reformieren oder abschaffen zu wollen, sondern – am Beispiel „rechts“ – traditionelle Normen und Werte, die sich über Jahrhunderte bewährt haben, z.B. starke Familien, ein größeres Maß an individueller Freiheit etc.
Auf den ersten Blick wirkt die Bezeichnung „rechtslibertär“ erst einmal widersprüchlich, da „rechts“ eine politische Philosophie repräsentiert, welche die Notwendigkeit eines staatlichen Gewaltmonopols postuliert, wenn auch nicht im selben Ausmaß wie „linke“ Philosophie. In Teilen des libertären Spektrums, dem ich grundsätzlich zustimme, ist dem nicht so. Von daher handelt es sich bei dem Begriff an und für sich um einen Widerspruch. Nun ist es aber so, dass es eine – wie ich in „Widerstand“ aufzuzeigen versuche – evolutionspsychologisch gewachsene Realität fernab von libertärem Wunschdenken gibt, auch wenn letzteres auf noch so viel Logik und Vernunft basieren mag. Viele Libertäre – so auch ich für lange Zeit – unterschätzen den Einfluss biologischer Prozesse und evolutionär über Jahrhunderte gewachsener Entwicklungskapazitäten und wundern sich dann jahrzehntelang, warum die meisten Menschen um sie herum einfach nicht begreifen „wollen“, dass kein Zweck Zwang und Gewalt heiligt.

Sehr viele Menschen sehen heute beim Begriff „rechts“ sogleich imaginäre Nazi-Aufmärsche vor dem geistigen Auge sowie Panzer durchs Bild rollen, allesamt voll von Fremdenhass etc. Ein Grund hierfür ist meines Erachtens der, da es dem sich in den vergangenen Jahrzehnten stetig gewachsenen „linken“ Spektrum gelungen ist (und zwingenderweise ein Bedürfnis sein muss), nach dem 2. Weltkrieg sukzessive alles „Rechte“ in die Nazi-Ecke zu schieben. Da nützt es auch wenig, wenn man darauf hinweist, dass sich tatsächliche Nationalsozialisten als „links“ bezeichneten (z.B. Goebbels und Eichmann) bzw. – meines Wissens – nicht eine zeitgenössische Quelle während des Hitler-Regimes eben dieses als „rechts“ bezeichnete.

In meinem Buch versuche ich, die Begriffe „rechts“ und „links“ vor einem natürlich gewachsenen, evolutionspsychologischen Hintergrund zu erklären, was sich unter anderem darin äußert, dass sich Politik (im Westen) im Wesentlichen immer wieder um dieselben Kernthemen dreht und dabei im Großen und Ganzen immer wieder dieselben, gegensätzlichen und unvereinbaren Positionen aufeinanderprallen. Bei diesen Positionen spielen nach meinem Verständnis Dinge wie Erziehung, Bildung gewiss eine Rolle, allerdings eine geringere als weithin angenommen.

Um die eingangs gestellte Frage abschließend zu beantworten: Wenn Libertarismus so etwas wie den philosophischen „Leitstern“ verkörpert und die politisch „Rechte“ – realistisch betrachtet – das Maximum unter den gegebenen Umständen darstellt, dann kann ich damit leben, so bezeichnet zu werden.

Widerstand – Warum zwischen linker und rechter Politik eine Schlacht der Gene wütet

Philipp Anton Mende – Geschosse wider den Einheitsbrei




Windenergie nachhaltig? Von wegen

von Hans Hofmann-Reinecke

Die kurze Lebensdauer einer Windanlage bringt es mit sich, dass pro erzeugter Kilowattstunde Ressourcen in solchen Mengen vernichtet werden, dass sie mit dem Verbrauch von Rohstoffen wie Kohle und Öl in konventionellen Kraftwerken vergleichbar sind.

Ein finanzielles Perpetuum Mobile

RBB berichtete am 7.9.2021, dass in Brandenburg mehr als 400 Windkraft – Anlagen „stillgelegt“ werden. Warum? Sind die plötzlich kaputt gegangen oder hat der Wind in der Uckermark seine Arbeit eingestellt?

Nein – die 20 jährige Frist für die Subvention durch das „Erneuerbare Energien Gesetz“ ist zuende, und ohne den großzügigen Cashflow aus des Verbrauchers Tasche haben die Betreiber keine Lust, die Dinger weiter laufen zu lassen. Sie werden abgerissen, verschrottet und durch neue Anlagen ersetzt, womit die Uhr für eine neue Frist  von vorne zu Ticken beginnt. Damit ist der Geldstrom für die nächsten 20 Jahre wieder sicher, vielleicht fließt er unter einer neuen Regierung noch großzügiger.

Für diese Strategie hat man das Label „Repowering“ geschaffen. Das ist voll im Trend der modernen Politik; man gibt sinnlosen Dingen einen schicken englischen Namen, und der brave Michel sagt dann: „Ach ja, ich bin für Repowering, das wird schon seine Richtigkeit haben.“

Ich möchte hier nicht die volkswirtschaftlichen Aspekte dieses Wahnsinns erörtern (nicht nur in Mecklenburg, auch im Rest der Republik wartet ja auf Tausende von Windgeneratoren dasselbe Schicksal), sondern lediglich untersuchen, wie „nachhaltig“ Windenergie eigentlich ist, wenn so ein Generator nach 20 Jahren verschrottet wird.

Unerschöpflich

Wikipedia bezeichnet eine Energie als nachhaltig, wenn deren Quelle im menschlichen Zeithorizont praktisch unerschöpflich zur Verfügung steht oder sich verhältnismäßig schnell erneuert. Damit grenzen sie sich von fossilen Energiequellen ab, die endlich sind oder sich erst über den Zeitraum von Millionen Jahren regenerieren.

Wie nachhaltig ist die deutsche Windenergie also?

Ich muss Sie dazu mit ein paar Zahlen nerven, damit Sie meine Gedankengänge nachvollziehen können. Sie können diese Zeilen aber auch überspringen und mir vertrauen.

So ein Mecklenburger Windgenerator hat eine „installierte Leistung“ von 2 Megawatt. Die bringt er aber nur, wenn der Wind mir optimaler Stärke weht, und das tut er fast nie. Im Durchschnitt bekommt man nur 20% davon, also 0,4 Megawatt oder 400 Kilowatt. Wenn wir das mit den Stunden eines Jahres multiplizieren, dann ergibt sich die durchschnittliche Menge an Elektrizität, welche die Mühle jährlich liefert, und das sind dreieinhalb Millionen Kilowattstunden. Im Laufe ihres 20-jährigen Lebens pumpte die Mühle also 70 Millionen Kilowattstunden ins Netz.

Diese Zahlen hier sind durchaus ungenau, was aber der Gültigkeit der ganzen Betrachtung keinen Abbruch tut.

Kilotonnen an Stahlbeton

So eine Mühle bringt rund 2.500 Tonnen auf die Waage. Die verteilen sich hauptsächlich auf Stahlbeton, Stahl und Kunststoff, der mit Kohlefasern durchzogen ist (CfK). Das alles ist nach 20 Jahren Schrott. Vielleicht können Kupfer oder Stahl aus der Maschinerie recycelt werden, aber der Löwenanteil sind Fundament und Turm, und dann die gigantischen Flügel aus CfK, deren Entsorgung ein besonderes Problem darstellt.

Die Materialien sind also nach 20 Jahren „verbraucht“. Nachhaltigkeit bedeutet aber, dass „die Quelle dieser Materialien im menschlichen Zeithorizont praktisch unerschöpflich zur Verfügung steht oder sich verhältnismäßig schnell erneuert“. Ist das für Stahl, Beton und Kohlefaser der Fall? Vermutlich nicht, und schon gar nicht für die benötigten „Seltenen Erden“, die aus irgendeinem Grund ja so heißen.

Vielleicht wenden Sie ein, dass man das ins Verhältnis zur Menge an Strom setzen muss, welche die Mühle in 20 Jahren produziert hat. Ich habe das für Sie gemacht und komme dabei auf 34 Gramm brutto pro Kilowattstunde. Ist das viel? Ein Dieselgenerator vernichtet 250 Gramm Treibstoff pro Kilowattstunde. Das ist deutlich mehr, aber der behauptet auch nicht, dass er nachhaltig ist.

Und sein verbrauchter Treibstoff wird von Wäldern, Wiesen und Meeren begeistert aufgenommen. Das kann man bei den vielen Tonnen an Stahlbeton des Fundaments und dem CfK der Flügel einer Windmühle nicht erwarten.

Und auch dann, wenn Sie der kleinen Rechnung nicht gefolgt sind, dann werden Sie sich vorstellen können, dass eine Energieversorgung nicht „nachhaltig“ sein kann, bei der alle 20 Jahre etwa 30.000 kirchturmhohe Windgeneratoren abgerissen und durch neue, noch größere Nachfolger ersetzt werden. 

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors Think-Again. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.