Die Klimaschau von Sebastian Lüning: Dreifacher Durchbruch bei der Kernfusion

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende.

Themen der 72. Ausgabe vom 20. Oktober 2021: 0:00 Begrüßung 0:21 Chinesische Dächer als Thermometer der Vorzeit 2:13 Offshore-Grundwasser vor Malta 4:10 Dreifacher Durchbruch bei der Kernfusion

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„Energiewende ohne Kernkraft ist unmöglich“ – B.Z.-Chefkolumnist Gunnar Schupelius

Michael Moore hat es schon gesagt, Michael Shellenberger auch, jetzt auf Deutsch für alle in den DACH-Ländern Gunnar Schupelius. Der altgediente Springer-Journalist, der die Zustände im rotgrünrot-regierten Berlin ohne Scheu benennt und dessen Auto deswegen schon mal in Flammen aufgeht, erinnert daran, daß nach Bau fast völlig CO2-frei arbeitende Kernkraftwerke die einzige Möglichkeit sind, um die Energiewende Merkels zu retten.

Genau deswegen hatte Margaret Thatcher in den 80ern die Spurengas-Katastrophentheorie salonfähig gemacht und einen Vorläufer des Weltklimarates gegründet: Sie wollte die Macht der chaotischen britischen Bergbau-Gewerkschaften brechen, die mit ihren Streiks ähnliche Zustände herbeiführten wie Merkel und die Grünen heute bald bei uns…

Schupelius-Kollege und BILDTv-Chef Claus Strunz sekundiert und verweist darauf, daß selbst jeder vierte Grün-Wähler sich mittlerweile vorstellen könnte, auf Kernkraft zu setzen. Man sieht, die Taktik der Eisernen Lady geht voll auf, selbst lange nach ihrem Tod. Die mitdiskutierende Bremer FDP-Chefin Lencke Wischhusen fällt auch voll darauf herein und fantasiert etwas von der „furchtbaren Klimakrise“ (Schneestürme und Kälte?), die immerhin „keine Denkverbote“ mehr zulasse.




Erneuerbarer Strom in Bürgerhand – ist das nicht gut?

von AR Göhring

Antikapitalisten wollen vor allem Welt-Konzerne enteignen oder beschneiden, was mit der Energiewende Merkels oberflächlich auch gelungen ist.

Eine Grafik bei Statista zeigt es deutlich: Die 30.000 Windräder und ungezählten Photovoltaik-Anlagen in Deutschland gehören zumeist einzelnen Bürgern oder mittelständischen Betrieben.

Besitz in % der installierten Leistung:

Privat 30,2

Stromversorger 17,2

Projektierer 14,2

Fonds und Banken 14,1

Gewerbe 13,2

Bauern 10,2

andere 0,8

Nun ist die breite Verteilung von Besitz genau das, was ein sozial und liberal orientierter Citoyen im Gegensatz zum Bonzen will, da er demokratisch-bürgerliches Selbstbewußtsein stärkt und zugleich die Versorgung der breiten Bevölkerung sichert, ohne große Zahler- und Nehmergruppen zu schaffen, wie es in den 16 Jahren unter Merkel geschehen ist.

Ist der breite Streubesitz an Wind- und Solarparks also nicht genau das, was wir Libertären und Konservativen bei EIKE wollen? Ist es nicht viel besser als zunehmende Monopolisierung von Energie-Weltkonzernen, die letztlich in eine Art nicht-staatliche Planwirtschaft ohne Marktkonkurrenz münden muß?

Nur scheinbar, denn Konzerne wie Siemens oder RWE machen zumindest teils noch echte Wirtschaft. Heißt, sie beschaffen auf eigene Kosten ohne Steuer-Transfers Rohstoffe und verwandeln diese in ein Produkt (Strom u.v.a.), das Käufer unbedingt haben wollen, wenn der Preis stimmt. Man muß dieses Argument natürlich insofern einschränken, da die superteuren Kernkraftwerke meist staatlich subventioniert waren, weil die Konzerne die sich erst allmählich amortisierende Investition nicht getätigt hätten. Ähnlich sieht es bei der Kohle aus, die aus politischen Gründen vor allem von SPD-Politikern in NRW steuerfinanziert wurde (Wählerpflege). Zumindest bei der Kernkraft waren die Transfers aber eine echte Anschub-Subventionierung, die nur einmal erfolgen mußte, und danach lief das Projekt von alleine, weil Kernstrom der billigste ist.

Ganz anders sieht es bekanntlich bei den „Erneuerbaren Energien“ EE aus, die mindestens doppelt so teuer wie Kernkraft sind, da die Leistungsdichte und der Erntefaktor von PV und Windkraft lausig sind. Wer nun die Anlagen besitzt und sich am Wohlstand seiner Mitbürger bedient, ist vielleicht nicht ganz unerheblich, da die EE ein Milieu von Profiteuren und eine große Arbeiterklasse von ewigen Zahlern schaffen. Wie Helmut Schelsky es nannte: Klassenkampf von oben.
Wie Libertäre zum Beispiel von eigentümlich frei gerne vorrechnen: Der Chefarzt kauft sich für sein Garagendach eine Solaranlage und beantragt Förderung. Zusätzlich kann er im Sommer durch die Edel-Vergütung seines nutzlosen Zappelstroms richtig Kasse machen, womit er seine hohen Einkommen-Steuerzahlungen zum Gutteil wieder hereinholt. So ist die Investition nach kurzer Zeit wieder drin und wirft danach schöne Gewinne ab. Die kleine Krankenschwester hingegen kann sich in ihrer Mietwohnung keine förderfähige Solaranlage kaufen und bekommt daher auch keine Stromvergütung. Heißt, ihre Einkommenssteuern sind tatsächlich welche, weil sie den Staat und dessen Nutznießer, darunter ihren Chef, finanziert.

So hetzt man Bevölkerungsteile gegeneinander auf. Angela Merkel hatte das Prinzip schon vor geraumer Zeit erkannt: Lange vor ihrer Kanzlerschaft erklärte sie vor Fachleuten, daß die EE irgendwann so viele Profiteure schaffen würden, daß man die Sache demokratisch nicht mehr begrenzen könne, wenn es nicht funktioniere. Man sieht, sie weiß ganz genau, was sie tut.

Wäre es daher günstiger, wenn die PV- und Windkraftanlagen fast alle den wenigen Konzernen gehören würden? Heute ja, da die Manager vor der Politik regelmäßig einknicken oder sie sogar fördern. In anderen Ländern ist die Besitzstruktur der EE-Opportunisten günstiger für die Bürger: In Texas zum Beispiel fielen im Februar ganze Windparks klimabedingt aus – sie froren mitten in der Erderwärmung wochenlang ein. Der Besitzer muß wegen Lieferausfall Hunderte Millionen Euro Konventionalstrafe zahlen. Und wer ist das? Das deutsche RWE…




„Eine Strom-Mangelwirtschaft wäre die Zerstörung des Landes“ McKinsey 2021

In einer bundesweiten Anzeigenkampagne hat der Autor Henrik Paulitz vor den Folgen der von der Bundesregierung angestrebten, „angebotsorientierten Energieversorgung“ gewarnt. Paulitz ist Geschäftsführer der Akademie Bergstraße für Ressourcen-, Demokratie- und Friedensforschung. Außerdem ist er Autor des Buches „Strom-Mangelwirtschaft“. Der Journalist Jörg Rehmann hat ihn zu seinen Hintergründen befragt.




Woher kommt der Strom? 442,90 Euro für die Megawattstunde – Preisweltrekord!

von Rüdiger Stobbe

Am Sonntag, 3.10.2021 wurde wegen starker regenerativer Stromerzeugung und geringem Bedarf der erzeugte Strom in der Zeit von 0:00 bis 13:00 an die Nachbarländer praktisch verschenkt. Die konventionellen Stromerzeuger konnten die Erzeugung nicht weiter herunterfahren, weil sonst die Netzstabilität gefährdet worden wäre. Zu Beginn der 40. Woche (Abbildung) war die regenerative Stromerzeugung nicht mehr ganz so stark und der Bedarf an diesem Montag wieder „Werktag-normal“ hoch. Am Dienstag zog die regenerative Erzeugung nochmals stark an, um am Mittwoch wieder rapide abzuflauen. Am Donnerstag ging die Windstromerzeugung gegen Null. Die PV-Stromerzeugung war für die Jahreszeit zufriedenstellend. Man hat den Eindruck, daß die konventionellen Stromerzeuger (Abbildung 1) solch einen Einbruch  der Windstromerzeugung sowohl vor der Mittagsspitze, als auch anhaltend bis zum Abend nicht erwartet haben. So tun sich vor und nach dem Zeitraum, in dem PV-Strom erzeugt wird, zwei gewaltige Stromlücken auf, die durch eine dritte verbunden werden, die allerdings preislich (Abbildung 2) nicht gar so schwer ins Gewicht fällt und dennoch mit knapp 300€/MWh geschlossen werden muss. Um 8:00 Uhr aber werden fast 400€/MWh aufgerufen, um 19:00 Uhr sind es sogar 442,90€/MWh. Das ist meines Wissens ein weltweiter Preisrekord für eine MWh Strom. Schauen Sie sich Strom-Erzeugungs-Entwicklung zu den beiden Preisspitzen am 7.10.2022 hier an. Selbstverständlich muß der Preis nicht nur an die Länder gezahlt werden, die den fehlenden Strom liefern (Abbildung 3). Auch die konventionellen Stromerzeuger verdienen kräftig mit. Würden Sie die Stromlücken schließen, würde der Preis sinken. Was unter dem Strich eben kein gutes Geschäft wäre. Mehr erzeugen, weniger kassieren ist ökonomisch nicht sinnvoll. Der mittlere Strompreis für den 7.10.2021 lag bei 302€/MWh, der für die komplette 40. Woche lag bei  185€/MWh. Klicken Sie auf beiden Beleglinks und vergleichen Sie die aktuellen Preise mit denen der Vorjahre. Sie werden sofort erkennen, was auf die Stromkunden, die Wirtschaft, was auf Deutschland zukommt. Denn ein Absinken der Strompreise auch nur in Richtung Vorjahresniveau ist angesichts der diversen Kraftwerksabschaltungen sehr unwahrscheinlich. Hinzu kommt noch der Anstieg des CO2-Ausstoßes ab 2022 wegen des Wegfalls von 30 TWh praktisch CO2-freiem Strom erzeugt mittels Kernkraft.

Die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und der daraus generierte Chart liegen unter Abbildung 4 ab. Es handelt sich um Werte der Nettostromerzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose“ kommt, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Der höchst empfehlenswerte virtuelle Energiewende-Rechner (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.) ist unter Abbildung 5 zu finden. Ebenso wie der bewährte Energierechner.

Die Charts mit den Jahres- und Wochenexportzahlen liegen unter Abbildung 6 ab. Abbildung 7 beinhaltet die Charts, welche eine angenommene Verdoppelung und Verdreifachung der Wind- und Solarstromversorgung visualisieren. Bitte unbedingt anschauen. Vor allem die Verdoppelung. Abbildung 8 weist auf einen Artikel hin, der sich mit dem Klimaschutz-Sofortprogramm der Grünen befasst, welches durchgesetzt werden soll, wenn die Partei Regierungsmitglied wird. Abbildung 9 zeigt einen Vortrag von Professor Brasseur von der TU Graz. Der Mann folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft.

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche ab 2016 in den Tagesanalysen. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vieles mehr. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Überhaupt ist das Analysetool stromdaten.info ein sehr mächtiges Instrument, welches nochmals erweitert wurde:

  • Produktion als Anteil der installierten Leistung
  • Anteil der erneuerbaren und konventionellen Erzeugung am Bedarf
  • Niedrigster, höchster und mittlerer Strompreis im ausgewählten Zeitraum

sind Bestandteil des Tools „Stromerzeugung und Bedarf„. Schauen Sie mal rein und analysieren Sie mit wenigen Klicks. Die Ergebnisse sind sehr erhellend.

Ganz unten noch ein wichtige Informationen in Sachen Netzentgelte und Strompreis.

Tagesanalysen

Montag, 4.10.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 43,71 Prozent, davon Windstrom 27,26 Prozent, PV-Strom 10.72 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,26 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Die Windstromerzeugung lässt zumindest onshore nach, die PV-Stromerzeugung ist schwach. Die Konventionellen bullern den ganzen Tag. Das Preisniveau schwankt zwischen 67 und 230€/MWh. Der mittlere Preis liegt bei 158€. Der Handelstag. Was kostet Deutschland heute der importierte Kohlestrom aus Polen? 151€/MWh. Macht gesamt knapp 2,5 Mio €!

Dienstag, 5.10.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 44,34 Prozentdavon Windstrom 28,14Prozent, PV-Strom 5,39 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,82 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Dank schwacher regenerativer Stromerzeugung und dem Unwillen die konventionelle Erzeugung hochzufahren tut sich bis 19:00 Uhr eine gewaltige Stromlücke auf. Der Strompreis schwankt zwischen 95 und 229€/MWh. Mit einem mittleren Strompreis von knapp 160€/MWh kann man von einem hohen Preisniveau sprechen. Der Handelstag. Was kostet Deutschland heute der importierte Kohlestrom aus Polen? 162€/MWh. Macht gesamt knapp 4,8 Mio €. Ich nenne das Energiewende paradox.

Mittwoch, 6.10.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 46,21 Prozentdavon Windstrom 27,09 Prozent, PV-Strom 8,12 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,00 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Heute tut sich die Stromlücke erst ab 14:30 auf. Die regenerative Erzeugung sinkt nach Sonnenuntergang weiter ab. So wird der „Teure Donnerstag“ vorbereitet. Mehr als 40 GW (ohen Pumpspeicherstrom) wollen die Konventionellen nicht erzeugen. Die Preise liegen zwischen 95 und 229€/MWh. Der mittlere Preis beträgt 184€/MWh. Der Handelstag. Was kostet Deutschland heute der importierte Kohlestrom aus Polen? 183€/MWh. Macht gesamt knapp 2,0 Mio €. Ich nenne das Energiewende paradox.

Donnerstag, 7.10.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 26,08 Prozentdavon Windstrom 2,94 Prozent, PV-Strom 10,96 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,19 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der „Teure Donnerstag„. Windstromerzeugung findet praktisch nicht statt. PV-Strom fließt ebenfalls nur mäßig. Die Konventionellen fahren zwar ein Gaskraftwerk zusätzlich hoch und leeren die Pumpspeicher. Dennoch bleibt eine gewaltige Lücke. Der niedrigste Preis liegt bei 237€/MWh, der höchste beim Weltrekord von 442,90€/MWh. Der mittlere Preis dieses Tages knackt die 300€-Marke. Es sind 302,53€/MWh. Der Handelstag. Was kostet Deutschland heute der importierte Kohlestrom aus Polen? 299€/MWh. Macht gesamt 5,71 Mio €. Oha!

Freitag, 8.10.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 34,59 Prozent, davon Windstrom 12,02 Prozent, PV-Strom 10,95 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,32 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Die Windstromerzeugung bleibt niedrig zieht zum Abend aber wieder etwas an. PV-Strom bleibt schwach. Es kommt zu zwei Stromlücken, die hochpreisig geschlossen werden. Der mittlere Strompreis liegt bei 204€/MWh. Die konventionelle Stromerzeugung. Der Handelstag. Was kostet Deutschland heute der importierte Kohlestrom aus Polen? 204€/MWh. Macht gesamt 5,2 Mio €.

Samstag, 9.10.2021: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 48,75 Prozent, davon Windstrom 20,33 Prozent, PV-Strom 16,91 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,51 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Wochenende, weniger Bedarf, etwas mehr regenerative Erzeugung. Das passt schon. Alles auf Kante, aber keine Lücken. Das Preisniveau sinkt. Auch weil die Konventionellen auf niedrigem Niveau gut nachführen. Der mittlere Preis sinkt auf 140€/MWh. Der Handelstag. Und was macht Polen? Fette Preisdifferenzgeschäfte. Ergebnis: 3,90 Mio Gewinn. Gratulation, liebes Polen.

Sonntag, 10.10.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 42,36 Prozent, davon Windstrom 12,29 Prozent, PV-Strom 17,76 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,31 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Zufriedenstellende PV-Stromerzeugung, sehr schwache Windstromerzeugung, die fast zwingende Vorabendlücke, die wieder richtig teuer wird. Der ab 16:00 zusätzlich erzeugte konventionelle Strom reicht nicht zum Lückenschluss. Der mittlere Strompreis kommt einem schon niedrig vor. Doch das täuscht. Vergleichen Sie mal mit den Vorjahren. Der Handelstag. Und Polen, was macht Polen am heutigen Sonntag? Polen exportiert 31,4 GWh Kohlestrom nach Deutschland und kassiert 4,65 Mio €. Überschlägig hat Polen in der 40. Analysewoche insgesamt knapp 29 Mio €.

Peter Hager hat zum Thema Netzentgelte einen Beitrag gepostet, der sehr schön einen Aspekt für die „Preisdynamik Strom“ aufzeigt. Verlinkt ist auch die komplette Strompreisanalyse des BDEW 1. Halbjahr 2021. Sie finden den Beitrag komplett unter Abbildung 10.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr. Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

Rüdiger Stobbe betreibt seit über fünf Jahren den Politikblog www.mediagnose.de.