Woher kommt der Strom? Fast nur Strom aus dem Ausland importiert

 28. Analysewoche 2025 von Rüdiger Stobbe

Nahezu die komplette Analysewoche wird Strom aus dem Ausland importiert. Hintergrund ist die gemäßigt-regenerative Stromerzeugung die nur einmal – am Sonntag – die Bedarfslinie übersteigt. So wird der Strompreis hoch, sprich rentabel gehalten. Die Betrachtung des Import- und Preischarts lässt erkennen, dass der Preis immer dann fällt, wenn kein oder wenig Strom importiert wird. Bemerkenswert ist, dass am besagten Sonntag die Null-Linie NICHT unterschreitet. Das ist meiner Erfahrung nach eine seltene, eine untypische Marktreaktion. Üblicherweise werden bei einem solchen Stromerzeugungsverlauf negative Preise aufgerufen. Die blieben in der 28. Analysewoche aus.

Die Residuallast, der Strom der zusätzlich zur regenerativen Stromerzeugung konventionell produziert, importiert  und/oder aus Stromspeichern zwecks Bedarfsdeckung hinzuerzeugt werden muss, ist trotz des massiven Ausbaus der „Erneuerbaren“ hoch. In der Spitze liegt die – auch Restlast genannte – Residuallast bei gut 46 GW. Stromimporte können aktuell im Bestfall 24 GW liefern. Allein diese kurze Kalkulation belegt, dass die in Politikerköpfen seit Jahren angedachten 25 Gas-Backupkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 20 GW und dem Preis von jeweils einer Milliarde € nicht ausreichen würden, um den Bedarf zu decken. Höhere Residuallasten – und die gibt es – werden erst recht nicht abgedeckt.

Die Ausschreibungen für die Kraftwerke sollen gemäß aktueller Wirtschaftsministerin zum Jahresende erfolgen. Ich sage voraus, dass das auch diesmal nichts werden wird, weil kein Investor Riesensummen für Kraftwerke auslegt, um unter dem Strich nichts zu verdienen. Kraftwerke müssen laufen, sie müssen Tag und Nacht Strom erzeugen, sonst rechnet sich solch ein Investment nicht. Soll, will der Stromkunde, der Steuerzahler auch hier eine „Förderung“ bezahlen, die faktisch nur dazu dienen soll, ein marodes Unterfangen genannt „Energiewende“ künstlich am Leben zu erhalten. Investoren, die nur ein wenig Grips haben, werden es jedenfalls nicht tun.

Beachten Sie bitte den Halbjahresüberblick von Peter Hager zu den Kfz-Zulassungszahlen nach den Tagesanalysen.

Wochenüberblick

Montag, 7.7.2025 bis Sonntag, 13.7.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 51,6 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 65,0 Prozent, davon Windstrom 23,3 Prozent, PV-Strom 28,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,4 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 28. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 28. KW 2025:
Factsheet KW 28/2025 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 68 Prozent AusbaugradAgora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.

Was man wissen muss: Die Wind- und Photovoltaik-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie, angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem Jahresverlauf 2024/25 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Tagesanalysen

Montag

Montag, 7.7.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 48,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 61,7 Prozent, davon Windstrom 26,3 Prozent, PV-Strom 22,5 Prozent Strom Biomasse/Wasserkraft 12,9 Prozent.

Über Tag steigt die Windstromerzeugung. Der Preisanstieg zum Abend fällt moderat aus.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo- Tagesvergleich zum 7. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 7.7.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Dienstag

Dienstag, 8.7.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 56,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 68,8 Prozent, davon Windstrom 33,2 Prozent, PV-Strom 23,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,3 Prozent.

Nur zwei Stunden kein Stromimport. Die Strompreisbildung. 

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 8. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 8.7.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Mittwoch

Mittwoch, 9.7.025: Anteil Wind- und PV-Strom 50,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 63,3 Prozent, davon Windstrom 25,0 Prozent, PV-Strom 25,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,1 Prozent.

Wenig Wind- und recht wenig PV-Strom für den Sommer. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 9. Juli 2025 ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 9.7.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Donnerstag

Donnerstag, 10.7.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 46,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 59,8 Prozent, davon Windstrom 12,5 Prozent, PV-Strom 34,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,3 Prozent.

Teilweise Windflaute und viel PV-Strom. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 10. Juli 2025 ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 10.7.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Freitag

Freitag, 11.7.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 52,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 65,2 Prozent, davon Windstrom 22,9 Prozent, PV-Strom 29,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,5 Prozent.

Windstromanstieg über Tag. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 11. Juli 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 11.7.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Samstag

Samstag, 12.7.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 55,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 70,7 Prozent, davon Windstrom 27,9 Prozent, PV-Strom 27,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,0 Prozent.

Wenig Bedarf, die regenerative Erzeugung erreicht ihn nicht. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 12. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 12.7.2025: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Sonntag

Sonntag, 13.7.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 50,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 66.5 Prozent, davon Windstrom 13,0 Prozent, PV-Strom 37,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,6 Prozent.

Noch weniger Bedarf. Die regenerative Stromerzeugung übersteigt diesen. Dennoch keine negativen Preise.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 13. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 13.7.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Peter Hager

PKW-Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2025: Starkes Wachstum bei Plug-In Hybrid und BEV im Vergleich zum schwachen Vorjahreszeitraum

Der PKW-Neuwagenmarkt in Deutschland bleibt weiter schwach. Im ersten Halbjahr 2025 wurden insgesamt 1.402.789 PKW neu zugelassen. Gegenüber dem Vorjahreshalbjahr bedeutet dies ein Minus von 4,7 %. Damit liegen die Neuzulassungen weiter deutlich hinter dem Jahr 2019 (das Jahr vor Corona) mit 1.849.000 PKW zurück.

Antriebsarten

Deutliche Rückgänge bei Fahrzeugen mit reinem Benzin- und Dieselantrieb, wobei die Verschiebung zu Hybridantrieben weiter zunimmt.

Benzin: 397.518 (- 27,8 % ggü. 1. HJ 2024 / Zulassungsanteil: 28,3 %)

Diesel: 211.382 (- 23,2 % ggü. 1. HJ 2024 / Zulassungsanteil: 15,1 %)

Hybrid-Fahrzeuge (ohne Plug-In) legen zu.

Hybrid (ohne Plug-in): 399.966 (+ 9,9 % ggü. 1. HJ 2024 / Zulassungsanteil: 26,4 %) darunter mit Benzinmotor: 314.298
darunter mit Dieselmotor: 85.667

Plug-in-Hybrid-PKW sowie reine Elektro-PKW (BEV) verzeichnen einen deutlichen Zuwachs im Vergleich zum schwachen Vorjahr.

Plug-in-Hybrid: 138.905 (+ 55,1 % ggü. 1. HJ 2024 / Zulassungsanteil: 9,9 %) darunter mit Benzinmotor: 130.416; mit Dieselmotor: 8.485

Elektro (BEV): 248.726 (+ 35,1 % ggü. 1. HJ 2024 / Zulassungsanteil: 17,7 %)

Neben der steuerlichen Begünstigung von Dienstwagen (bei BEV 0,25 %, bei Plug-in-Hybrid 0,5 %) wird die Nutzung eines BEV als Dienstwagen/Firmenwagen in 2025 noch attraktiver

+ Erhöhung des Bruttopreishöchstwerts auf 100.000 Euro (bisher 70.000 EUR)

+ Bei Firmenwagen degressive Sonderabschreibung über 6 Jahre (75% zum Beginn)

Die Top 10 BEV-Marken und deren Marktanteile im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

VW: 52.445 (21,1%), 1. HJ 2024: 29.213 (15,9%)
BMW: 22.583 (9,1%), 1. HJ 2024: 18.312 (9,9%)
Skoda: 22.320 (9,0%), 1. HJ 2024: 9.629 (5,2%)
Audi: 19.362 (7,9%), 1. HJ 2024: 10.570 (6,3%)
Seat: 16.299 (6,6%), 1. HJ 2024: 6.256 (3,4%)
Mercedes: 14.438 (5,8%), 1. HJ 2024: 15.494 (8,4%)
Hyundai: 12.963 (5,2%), 1. HJ 2024: 8.371 (4,5%)
Tesla: 8.890 (3,6%), 1. HJ 2024: 21.249 (11,5%)
Opel: 8.702 (3,5%), 1. HJ 2024: 4.362 (2,4%)
Ford: 6.922 (2,8%), 1. HJ 2024: 1.544 (0,8%)

Der große Gewinner ist der VW-Konzern (mit seinen Marken VW, Skoda, Seat, Audi). Neu in den Top 10 sind Opel sowie Ford.

Die großen Verlierer sind Tesla und Mercedes. Ebenso MG Roewe (1. HJ 2024: 11.023 = 6%), Smart (1. HJ 2024: 8.549 = 4,6%) und Volvo (1. HJ 2024: 7.909 = 4,3%) die nicht mehr unter den Top 10 sind.

Die beliebtesten zehn E-Modelle im ersten Halbjahr 2025 (248.726) – davon acht Modelle aus dem VW-Konzern – 

VW ID 7 (Obere Mittelklasse): 18.017
VW ID 4/5 (SUV): 15.072
VW ID 3 (Kompaktklasse): 14.623
Skoda Enyaq (SUV): 12.973
Seat Born (Kompaktklasse): 10.239
Skoda Elroq (SUV): 9.394
BMW X1 (SUV): 7.421
Audi Q6 (SUV): 6.449
Tesla Model Y (SUV): 6.305
Audi Q4 (SUV): 6.254

Durchwachsenes Bild bei den chinesischen BEV-Herstellern

Die chinesischen Hersteller kämpfen im Heimatmarkt mit zum Teil hohen Überkapazitäten (z.B. BYD von 01-05/25 über 300.000) und einem ruinösen Wettbewerb (z.B. BYD mit Rabatten von teilweise über 30 % im Mai).

Zudem ist der Markteintritt in Deutschland durch den Aufbau eines Händlernetzes (Verkauf, Service) schwierig. Die EU-Einführzölle für chinesische BEV-Fahrzeuge sind ebenfalls nicht förderlich. Zudem erfordert der Aufbau einer lokalen Fertigung in der EU (z.B. BYD in Ungarn) sehr hohe Investitionen.

Die Wachstumsraten sind zum Teil sehr hoch, was häufig der niedrigen Ausgangsbasis geschuldet ist.

Die KBA-Neuzulassungen China für das 1. Halbjahr 2025 

BYD*1: 4.544 (1. HJ 2024: 1.165)
MG Roewe *1 *2: 4.532 (1. HJ 2024: 11.032)
Polestar: 1.915 (1. HJ 2024: 1.584)
Leapmotor*1: 1.844 (1. HJ 2024: 0)
GWM*1: 1.235 (1. HJ 2024: 896)
Xpeng: 1.065 (1. HJ 2024: 31)

Nio: 121 (1. HJ 2024: 234)
Maxus: 67 (1. HJ 2024: 44)
Chery: 6 (1. HJ 2024: 0)
Fisker: 1 (1. HJ 2024: 129)
AIWAYS: 0 (1. HJ 2024: 23)

  • *1: Hersteller bietet auch Plug-In Hybrid-Modelle an
  • *2: Hersteller bietet auch Verbrenner-Modelle an

Die Summe aller Marken beläuft sich im 1. Halbjahr 2025 auf 15.330 PKW-Neuzulassungen (1. HJ 2024: 15.138).

Quelle 1; Quelle 2, Quelle 3

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt seit 2016 den Politikblog MEDIAGNOSE




Klimaschutz gefährdet die Umwelt und die Bevölkerung – Teil 2: Giftige Akkus, die explodieren

„Klimaschutz = Umwelt- und Naturschutz“ ist eine alte Formel, die von Medien, Politikern und Aktivisten gern genutzt wurde, um die Sinnhaftigkeit und Wichtigkeit ihrer Politik oder ihrer Meldungen zu betonen. Mittlerweile hat sich dieses Argument aber stark abgenutzt, da Nachrichten zu Windradbau in Wäldern, Plastikkontamination durch Rotorflügel und brennende hochgiftige Akkumulatoren immer häufiger werden.

Batterie-Fabriken und Wiederverwertungsanlagen: Investition oder tickende Zeitbombe?

Im Teil 2 unserer Reihe soll es schon aus aktuellen Gründen um die Verseuchung von Umwelt und Natur durch E-Auto- und Akkufabrik-Brände gehen – und damit um die Gefährdung der Gesundheit der Bürger.

Kürzlich meldete die internationale Presse den bereits zweiten Brand der Akku-Wiederverwertungs-Fabrik North Ayrshire in Schottland. Am 9. April fanden mehrere Explosionen im Werk der Firma Fenix Battery statt, die einen Großbrand zur Folge hatten. Das war nicht das erste Mal: Im Vorjahr brannte die Fabrik etwa zur selben Zeit schon einmal und war fast zerstört worden.

Ein Batteriebrand ist mit gewöhnlichen Hausbränden nicht zu vergleichen, da die für die Herstellung der Akkus benötigten giftigen Chemikalien durch den Qualm verbreitet werden. Hinzu kommt, daß Batterien im geladenen Zustand viel Energie enthalten, die zur Freisetzung im Gegensatz zur Verbrennung von Öl oder Gas kein Oxidationsmittel – also Sauerstoff – benötigen. Einen brennenden E-Auto-Akku kann die Feuerwehr daher nicht mit Wasser, CO2 oder Löschschaum löschen, sondern nur herunterkühlen, bis die zum Brand benötigte Temperatur unterschritten wird. Das dauert Stunden oder Tage!

Daher waren Spezialeinheiten der schottischen Feuerwehr beim Einsatz dabei. Um den giftigen Chemiequalm aus den Häusern zu halten, mußten Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten. Nahegelegene Gewässer wurden toxikologisch untersucht.

Erst am Folgetag konnte Vollzug des Löscheinsatzes verkündet werden. Man war offenbar besser vorbereitet als ein Jahr zuvor, als die Polizei gut eine Woche lang löschen mußte. Nach dem Brand 2024 ordnete die Umweltschutzbehörde an, daß länger gelagerte Altbatterien auf dem Fabrikgelände in geeignete Entsorgungsunternehmen zu transportieren seien. Außerdem wurde die Arbeitslizenz entzogen, bis diverse Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt seien. Offenbar hatte der Betreiber zuvor gegen einige Regeln verstoßen, was den Brand möglicherweise hervorrief. 2023 wurde die Betriebsgenehmigung bereits teils ausgesetzt.

Nicht nur an Land: E-Auto-Frachter sind schwimmende Chemiebomben

Wie Jo Nova und EIKE berichteten, brannte der Autofrachter „Morning Midas“, der 65 vollelektrische Fahrzeuge und 681 Hybridfahrzeuge an Bord hatte wochenlang vor der Küste Alaskas. Anfang Juli 25 gab die Bergungsmannschaft auf und ließ das Schiff mit seiner Akku-Fracht sinken.

2022 bereits sank die brennende Felicity Ace vor Holland mit Tausenden VW-Fahrzeugen an Bord, davon ein Großteil elektrisch oder hybrid.  Aktuell wird vor Gericht verhandelt, wer den Schaden verursachte.




Riesenkrach in Dänemark: Windrad-Manager beschuldigt Björn Lomborg des Betruges

Der bekannte kritische Statisker Björn Lomborg aus Dänemark wurde in einem öffentlich gewordenen Streit vom stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Windrad-Firma Vestas, Morten Dyrholm, der Datenmanipulation bezichtigt. Die Behauptung in Form eines Tweets auf Twitter (X) hat der Manager mittlerweile wieder gelöscht.

Die dänische Zeitung „B.T.“ schreibt zu dem Vorgang:

Dies geschah, nachdem eine Debatte über den Preis grüner Energie plötzlich eine Wendung nahm, als der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Morten Dyrholm Lomborg beschuldigte, Daten zu manipulieren und in der Tasche der fossilen Brennstoffindustrie zu stecken.

Aber das war eine Überreaktion, sagte der Mann vom dänischen Windturbinenriesen am Dienstag gegenüber B.T.. „Um es ganz offen zu sagen: Mir ist ein Fink von der Stirn gefallen.

Das dänische Fink-Sprichwort heißt wohl so viel wie „die Pferde durchgegangen“.

Der öffentliche Streit Lomborg gegen Dyrholm drehte sich um die Frage, ob die „Erneuerbaren“ den Strompreis erhöhen. Es war hart zur Sache gegangen. B.T.:

„Als ehemaliger Student von Bjørn Lomborg kann ich Ihnen sagen, dass sein Hauptargument in der Statistik ist, daß man jedes Argument mit Hilfe von Statistiken manipulieren kann“, donnerte Dyrholm und fuhr fort: „Er lebt dieses Mantra aus, indem er sich Unsinn über erneuerbare Energien ausdenkt, um seinen Herren der fossilen Brennstoffe zu dienen.“

Der Vorwurf veranlasste Bjørn Lomborg zu einer prompten Antwort, in der er den Angriff von Vestas als „ekelhaft“ und „beweislos“ bezeichnete.

Lomborg auf Facebook:

Sie mögen es nicht, wenn sie darauf hinweisen, daß viel Wind und Solar Strom mehr, nicht weniger teuer macht.

Dieses Diagramm zum Vergleich der Kosten in Europa zeigte Lomborg auf seiner Facebookseite. Legende: „Tyskland“ = Deutschland, „el“ = Strom. x-Achse: Anteil von Solar- und Windenergie an der Stromerzeugung
y-Achse: Strompreis pro kWh, Industrie und Haushalt, in US-Cent
Vermerk: „kein billiger Ökostrom“
Fazit: je mehr Wind-Solarstrom, desto höher die Preise. Gilt nicht für alle Länder (Zypern, Italien), aber ist allgemeine Tendenz.

Besonders pikant ist der Windrad-Skandal aus deutscher Sicht, weil die Massenmedien sich offenbar weigern, zu berichten. Suchen Sie doch einmal mit den Schlagworten „Dyrholm Lomborg“ bei Google oder Duckduckgo nach Artikeln zum Thema. Wenn Sie nicht dänisch können, gibt es kaum etwas. Wir bei EIKE sind auch nur durch einen Hinweis bei Facebook darauf gekommen, und haben dann mit Internetübersetzer (deepl) den deutschen Text herausbekommen.




Woher kommt der Strom? Erhebliche Volatilität bei der Windstromerzeugung

27. Analysewoche 2025 von Rüdiger Stobbe

Insgesamt zeichnet sich die 27. Analysewoche durch erhebliche Volatilität bei der Windstromerzeugung aus. Waren in den ersten drei Tagen der Woche Windflauten über Tag und große Hitze angesagt, frischt der Wind in der Nacht zu Donnerstag erheblich auf und ebbt erst über Tag langsam ab. Damit war die „Hitzewelle“ mit ihrem Höhepunkt am Mittwoch beendet.  Die PV-Stromerzeugung fiel von etwa 50 GW in der Spitze am Donnerstag auf gut 35 GW, „zuckte“ am Freitag noch mal auf 45 GW, um zu Wochenende unter 40 GW (Samstag) und unter 30 GW (Sonntag) abzusinken. In der 28. KW wurde das Wetter wechselhaft.

Negative Strompreise wurden diese Woche kaum aufgerufen. Lediglich Freitag und Samstag wurden lediglich geringe Negativpreise angesagt. Da über zwei Stunden negativ waren, gingen die „erneuerbaren“ Stromproduzenten leer aus und auch die Höhe der Abnahmeboni, die wir, die Stromkunden/Steuerzahler über das EEG zahlen.

Am Montag und am Dienstag gab es einen starken Preisausschlag nach oben. Hatten die ausländischen Einkäufer den Strom über Tag noch günstig erstanden, konnten Sie den Strom zum Abend zu hohen Preisen verkaufen.  Beispiel Dienstag: Bis 17:00 Uhr schwankte der Preis zwischen gut 40 (Mittagsspitze) und gut 120€/MWh. Ab 11:00 Uhr importierten etliche Länder Strom. Einige aber exportierten auch ihren Strom nach Deutschland, weil sie offensichtlich zu viel davon produziert hatten. Ab 16:00 wurde netto mehr Strom aus Deutschland verkauft als gekauft. Ab 18:00 Uhr begann der Preisanstieg „moderat“ mit 152€/MWh. Deutschland benötigt Strom. Deutschlands Nachfrage steigt. Der Preis steigt ebenfalls: 19:00 Uhr = 307€/MWh; 20:00 Uhr = 476€/MWh; 21:00 Uhr = 406€/MWh; 22:00 Uhr = 250€/MWh ab 23:00 Uhr zahlt Deutschland für Importstrom wieder unter 150€/MWh. Angemerkt sei, dass Luxemburg – importiert immer – und zunächst die Niederlande und Belgien trotz Höchstpreisen Strom aus Deutschland kaufen. Später kommt noch Frankreich hinzu, Frankreich, das Land, das vorher Strom nach Deutschland exportiert hat und dafür Höchstpreise kassiert hat. Um 20:00 Uhr waren es 2,58 GWh Strom zum Preis von 1.228.570 €. Schnelles Geld, in einer Stunde verdient! Selbstverständlich zahlt Frankreich ab 22:00 Uhr für Stromimporte. Doch bei weitem nicht so viel, wie es in dieser einen Stunde verdient hat.

Bitte beachten Sie Peter Hagers Kfz-Zulassungsanalyse für den Juni 2025 nach den Tagesanalysen. Eine Halbjahresanalyse folgt demnächst.

Wochenüberblick

Montag, 30.6.2025 bis Sonntag, 6.7.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 55,1 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 67,0 Prozent, davon Windstrom 22,3 Prozent, PV-Strom 32,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,9 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 27. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 27. KW 2025:
Factsheet KW 27/2025 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 68 Prozent AusbaugradAgora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.

Was man wissen muss: Die Wind- und Photovoltaik-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie, angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem Jahresverlauf 2024/25 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Tagesanalysen

Montag

Montag, 30.6.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 51,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 63,2 Prozent, davon Windstrom 11,7 Prozent, PV-Strom 39,7 Prozent Strom Biomasse/Wasserkraft 11,8 Prozent.

Die regenerative Stromerzeugung „kratzt“ am Bedarf. Die Strompreisbildung mit notwendiger (Netzstabilisierung und mehr) konventioneller Erzeugung auch in der Spitze.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo- Tagesvergleich zum 30. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 30.6.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Dienstag

Dienstag, 1.7.2025: Anteil Wind- und PV-Stromn 48,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 60,1 Prozent, davon Windstrom 12,0 Prozent, PV-Strom 36,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,7 Prozent.

Troz massiver PV-Stromerzeugung wird die Bedarfslinie nicht erreicht. Grund: Windflaute über Tag! Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 1. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 1.7.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Mittwoch

Mittwoch, 2.7.025: Anteil Wind- und PV-Strom 52,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 63,8 Prozent, davon Windstrom 18,6 Prozent, PV-Strom 34,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,3 Prozent.

Der bisher heißeste Tag der Jahres 2025, wahrscheinlich sogar der heißete Tag seit den Dinosauriern (Ironie off). Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 2. Juli 2025 ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 2.7.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Donnerstag

Donnerstag, 3.7.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 57,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 68,9 Prozent, davon Windstrom 31,5 Prozent, PV-Strom 26,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,3 Prozent.

Die Windstromerzeugung steigt in der Nacht zum Donnerstag an, um über den Tagesverlauf wieder abzunehmen. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 3. Juli 2025 ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 3.7.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Freitag

Freitag, 4.7.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 52,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 64,4 Prozent, davon Windstrom 16,4 Prozent, PV-Strom 36,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,0 Prozent.

Nochmal starke PV-Stromerzeugung, doch die richtig große Hitze bleibt aus. Die Strompreisbildung. Vier Stunde Negativpreise, die regenerative Stromerzeugung übersteigt den Bedarf.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 4. Juli 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 4.7.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Samstag

Samstag, 5.7.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 66,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 78,3 Prozent, davon Windstrom 35,4 Prozent, PV-Strom 31,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,7 Prozent.

Geringer Bedarf, viel Wind- und PV-Strom kombiniert führen zu sechs Stunden „moderaten“ Negativpreisen. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 5. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 5.7.2025: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Sonntag

Sonntag, 6.7.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 57,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 71,4 Prozent, davon Windstrom 32,6 Prozent, PV-Strom 25,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,9 Prozent.

Wie am Vortag übersteigt die regenerative Stromerzeugung den Bedarf. Der Strompreis aber bleibt knapp im positiven Bereich.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 6. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 6.7.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

PKW-Neuzulassungen Juni 2025: Deutlicher Zuwachs bei Plug-In Hybrid-PKW – Die Halbjahresanalyse folgt später

von Peter Hager

Laut KBA wurden 256.193 PKW im Juni 2025 neu zugelassen. Das entspricht einem Minus von 13,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Mai 2025 mit 239.297 Neufahrzeugen beträgt das Plus im Juni etwa 7,1 %.

  • Plug-in-Hybrid-PKW sowie reine Elektro-PKW (BEV) verzeichnen einen zum Teil deutlichen Zuwachs im Vergleich zum schwachen Vorjahr.
  • Hybrid-Fahrzeuge (ohne Plug-In) legen geringfügig zu.
  • Deutliche Rückgänge bei Fahrzeugen mit reinem Benzin- und Dieselantrieb.

Antriebsarten

  • Benzin: 73.060 (- 34,6 % ggü. 06/2024 / Zulassungsanteil: 28,5 %)
  • Diesel: 35.665 (- 32,3 % ggü. 06/2024 / Zulassungsanteil: 13,9 %)
  • Hybrid (ohne Plug-in): 73.332 (+ 1,0 % ggü. 06/2024 / Zulassungsanteil: 28,6 %)
    darunter mit Benzinmotor: 59.112
    darunter mit Dieselmotor: 14.220
  • Plug-in-Hybrid: 25.608 (+ 66,4 % ggü. 06/2024 / Zulassungsanteil: 10,0 %)
    darunter mit Benzinmotor: 24.073
    darunter mit Dieselmotor: 1.535
  • Elektro (BEV): 47.163 (+ 8,6 % ggü. 06/2024 / Zulassungsanteil: 18,4 %)

Die beliebtesten zehn E-Modelle im Monat Juni 2025

  1. VW ID 3 (Kompaktklasse): 2.521
  2. Skoda Elroq (SUV): 2.437
  3. VW ID 7 (Obere Mittelklasse): 2.402
  4. VW ID 4/5 (SUV): 2.355
  5. Skoda Enyaq (SUV): 1.922
  6. BMW X1 (SUV): 1.842
  7. Seat Born (Kompaktklasse): 1.654
  8. Audi Q6 (SUV): 1.416
  9. Hyundai Inster (Kleinwagen): 1.325
  10. Tesla Model Y (SUV): 1.304

Quelle I  / Quelle II

Belegung der öffentlichen Ladepunkte bleibt gering

Laut BDEW-Monitoringbericht zur Elektromobilität für das 2. Halbjahr 2024 stieg die Zahl der öffentlichen Ladepunkte zum 01.01.2025 auf 160.809 mit einer installierten Ladeleistung von 8,5 GW. Zum 01.01.2024 waren es 130.504 mit 6,1 GW.

Dennoch bleibt die Belegung der Ladepunkte im 2. Halbjahr mit durchschnittlich 17 % weiter gering.

Quelle

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt seit 2016 den Politikblog MEDIAGNOSE




„Heißester 14. Juli seit Menschengedenken“ oder weltweite Abkühlung? Fritz Vahrenholt gegen Mark Benecke

In einem Interview mit Milena Preradovic sagt Fritz Vahrenholt „Globale Temperaturen sinken“. Gründe: die Luft wird sauberer, El Niño – aber nicht das CO2. Diese Aussage steht in krassem Kontrast zu den kurzfristigen Katastrophenvorhersagen von Krimalbiologe Mark Benecke, der seit zwei Jahren zu einem der prominenstesten deutschsprachigen Klima-Alarmisten avanciert ist.

Benecke sitzt weniger in Talkshows – hält stattdessen lieber (bezahlte?) Vorlesungen an Unis vor Betriebswirten. 2024 verblüffte er mit der Prognose:

„Ich kann ihnen aus der Erfahrung der letzten Jahre mit großer Sicherheit sagen, daß wir den Höllensommer des Jahrhunderts und Jahrtausends kriegen werden.“ Mark Benecke

Der promovierte Biologe ist Spezialist für Leichenfliegen, mit dem man den Todeszeitpunkt gut bestimmen kann – mit diesem Thema wurde er in den 00er Jahren auch als Krimalbiologe bekannt. „Was weiß der Mann über Klimaforschung?“ würde ein Klimaaktivist zum Beispiel über Ingenieur Michael Limburg, Chemiker Fritz Vahrenholt oder die Physiker Horst Lüdecke oder John Clauser sagen. Bei Garantiert-nicht-Experten wie Greta Thunberg, Luisa Neubauer, Haral Lesch, Eckart von Hirschhausen oder eben Benecke fragt das niemand in den Medien – aber wir!
Im oben verlinkten Video oder in diesem „Time is up: Hitze, Fluten, Artenschwund“ können Sie sich seine Argumente anhören.

Der tatsächliche Klima-Fachmann Fritz Vahrenholt, Chemiker, Manager und Umweltpolitiker schaut sich nicht nur die rosinengepickten Schauergeschichten von Benecke & Co. an, sondern harte Daten – zurzeit ist das Thema der Erwärmung durch schlichte Luftreinhaltung aktuell.

Als Beispiel führt Prof. Vahrenholt das deutsche Ruhrgebiet an – „der blaue Himmel über der Ruhr“, der Wahlkampfslogan Willy Brandts von 1961, wurde mittlerweile verwirklicht. Folge: Vor der Luftreinhaltungs-Politik gab es an der Ruhr 20-30 Sommertage, heute 30-40. Der Mechanismus läuft indirekt über die Wolkenbildung – je mehr Schmutzpartikel in der Luft, desto mehr Wassertröpfchen, also Wolken, können sich bilden. Wolken sind weiß und reflektieren daher die Sonnenstrahlung, es wird kühler.

Weitere Beispiele für diesen mächtigen CO2-unabhängigen Temperatureffekt sind der Zusammenbruch des Ostblocks mit seiner Qualm-Wirtschaft und der Aufstieg Chinas mit gewaltiger Luftverschmutzung in den 90er und 00er Jahren. Hier das ganze Interview mit Milena Preradovic.

Und Benecke? Als Beweise für seine Theorie der Erderwärmung führt er in seinen Vorlesungen einen Aufenthalt in London an, als es so heiß war, daß er den ganzen Tag nur im Hotelbett liegen hätte können. Nicola Scafetta würde hier wohl einwenden, daß London eine der größten Städte Europas ist und daher im Sommer der Wärmeinseleffekt die Stadt ordentlich aufheizt.

Benecke neigt generell zu solch unwissenschaftlich Anekdotenbeweisen. So steckte er im Sommer 2024 auf dem Lido vor Venedig ein Thermometer in den schwarzen Sand dort und maß Höllentemperaturen. Auch schön: Er entdeckte in seinem Hauskeller mitten im Winter eine überlebende Stechmücke. Eine!

Seine 2024er Vorhersage des Höllensommers, die nicht eingetreten ist, wurde von den Medien im Herbst nicht kritisch aufgenommen – Klimaalarmisten können erzählen, was sie wollen, Verantwortung müssen sie fast nie übernehmen. Im Gegenteil: Benecke macht auch 2025 fleißig weiter und berichtet in den sozialen Medien von „wärmsten Tagen seit Menschenedenken“.

„Dampfplauderer“ sind wohl die ganzen Klimaleugner, Schwurbler und EIKE-Leser. Danke schön. Was von den verlinkten Institutionen zu halten ist, ist Kritikern längst klar.
In der Tat schrieben einige Leser bei Facebook darunter, daß ihr 14. Juli 25 regnerisch und unter 20°C war. Das ist natürlich genau so eine nicht representative Einzelbeobachtung. In Italien hingegen „schmolzen die Straßen“, wie Carla Reemtsma anmerkte. Was eher am schlechten Asphalt der Cosa nostra liegen mag – solche lokalen Temperaturmeldungen haben nur geringen bis gar keinen Wert. Man muß sich aber schon fragen, wie es weltweit zum heißesten 14. Juli kommen kann, wenn der Südwinter heuer recht kalt ausfällt (Australien etc. haben vertauschte Jahreszeiten – und gerade viel Schnee) und Mitteleuropa eher herbstliche Temperaturen mißt. Wurde da wie 2024 mit dem Satellit wieder auf den schmelzenden Asphalt oder nackten Fels in Italien gezielt?

Im Text ist übrigens wieder ein typischer Benecke versteckt. Finden Sie ihn? Tipp: „seit Menschengedenken“ (?)