Woher kommt der Strom? Dunkelflaute rauf und runter

46. Analysewoche 2025 von Rüdiger Stobbe

Nachdem die Dunkelflaute der letzten drei Tage vergangener Woche am Montag ein Ende fand, kam es zu mehr Wind- und PV-Stromerzeugung ab Dienstag. Im Verlauf der Woche nahm die regenerative Erzeugung wieder ab. Zum Ende der aktuellen Analysewoche waren sowohl Wind- als auch die PV-Stromerzeugung wieder auf einem eher niedrigen Niveau. An keinem Tag der Woche erreichten die „Erneuerbaren“ auch nur annähernd die Bedarfslinie. Auch die konventionellen Stromproduzenten setzten wie gewohnt auf Strom-Minderproduktion, um Stromimporte so weit wie möglich zu initiieren. Damit verfestigte sich das Strompreisniveau – abgesehen vom Donnerstag auf einen Korridor von 68 bis 158€/MWh. Am Donnerstag hingegen kam es in der Nacht um 3:00 Uhr zu einem Strompreisabsturz, der bei 7€/MWh sein Ende fand. Zum frühen Morgen erholte sich der Preis, um zur Mittagsspitze wieder zu fallen. Um 19:00 Uhr dann, als die ersten Stromimporte wieder eingesetzt hatten, stieg der Preis auf 129€/MWh. Der Preisabsturz in der Nacht hatte seinen Grund in den von 0:00 bis 4:00 Uhr praktisch fehlenden Stromimporten. Der Bedarf sank in der Nacht so stark, dass regenerative plus konventionelle Stromerzeugung, dass die Eigenerzeugung Deutschlands ausreichte, um den Bedarf zu den. Kurz: Keine Nachfrage beim Ausland=Fallender Strompreis.

Montag, 10.11.2025 bis Sonntag, 16.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 42,8 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 54,2 Prozent, davon Windstrom 36,2 Prozent, PV-Strom 6,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,3 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 46. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 46. KW 2025:
Factsheet KW 46/2025  ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2, Agora-Zukunftsmeter 68 Prozent Ausbau & 86 Prozent Ausbau

Was man wissen muss: Die Wind- und Photovoltaik-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie, angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem Jahresverlauf 2024/25 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Tagesanalysen

Montag

Montag, 10.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 22,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 34,6 Prozent, davon Windstrom 15,9 Prozent, PV-Strom 6,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,4 Prozent.

Ab 14:00 steigt die Windstromerzeugung. Die Dunkelflaute ist vorbei. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 10.November 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 10.11.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Dienstag

Dienstag, 11.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 41,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 51,9 Prozent, davon Windstrom 34,0 Prozent, PV-Strom 7,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,9 Prozent.

Die PV-Stromerzeugung bleibt herbstlich schwach. Die Windstromerzeugung ist ebenfall weiterhin moderat. Ganztägige Stromimporte sind angesagt. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 11. November ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 11.11.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Mittwoch

Mittwoch, 12.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 54,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 65,0 Prozent, davon Windstrom 46,1 Prozent, PV-Strom 8,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,3 Prozent.

Nach einem leichten Durchhänger über die Mittagsspitze zieht die Windstromerzeugung an. Dennoch sind Stromimporte notwendig. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 12.1 November 2025 ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 12.11.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Donnerstag

Donnerstag, 13.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 59,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 68,8 Prozent, davon Windstrom 51,0 Prozent, PV-Strom 8,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,7 Prozent.

Der Peak des Windbuckels wird erreicht. Vor Sonnenaufgang ist punktueller Stromimport nötig. Die Strompreisbildung. 

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 13. November 2025 ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 13.11.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.

Freitag

Freitag, 14.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 34,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 45,7 Prozent, davon Windstrom 29,3 Prozent, PV-Strom 5,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,5 Prozent.

Schwache Wind- und schwache PV-Stromerzeugung. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum  14. November ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 14.11.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Samstag

Samstag, 15.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 50,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 45,6 Prozent, davon Windstrom 45,6 Prozent, PV-Strom 4,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,4 Prozent.

Die Windstromerzeugung erholt sich etwas, fallt dann aber wieder ab. Die PV-Stromerzeugung bleibt schwach. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 15. November ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 15.11.2025: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Sonntag

Sonntag, 16.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 31,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 44,8 Prozent, davon Windstrom 24,7 Prozent, PV-Strom 6,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,8 Prozent.

Über Tag zieht die Windstromerzeugung etwas an. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 16. November ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 16.11.2025: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.




Das Ende der desaströsen Klimaschutzpolitik? – Klimawissen – kurz & bündig

No. 65 – Seit Jahrzehnten wird in Europa „Klimaschutzpolitik“ gemacht. Mittlerweile hat das drastische Auswirkungen auf die Bürger & Steuerzahler: Steigende Energiepreise durch künstliche Verknappung, Steuern & Abgaben auf CO2, Milliardenzahlungen an Klimaschutzprojekte im In- und Ausland, steigende Ausgaben für Klima-NGOs oder sich rasch vermehrende kommunale Posten wie „Klimafolgen-Anpassungsmanagerinnen“.
Hinzu kommen die schnell wachsenden bürokratischen Hürden wie zum Beispiel durch das Gebäude-Energiegesetz. Kein Ende in Sicht? In Deutschland zumindest sorgt sich die Mehrheit der Bürger nun vor einem Weiterso.
Aber es gibt international Anzeichen für ein Ende der rigorosen Klimapolitik. Trump in den USA und Milei in Argentinien leiteten in ihren Ländern ein Kehrtwende ein. Und in den Entwicklungs- oder Schwellenländern wie Indien oder China wird Klimapolitik sowieso fast nur gemacht, um westliche Steuersubventionen abgreifen zu können.

Freispruch für CO2




Klimawissenschaftliche Fake News – Kontrafunk befragt EIKE

Kontrafunk ist ein seit einigen Jahren etablierter kritischer Radiosender, der die Arbeit der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten übernommen hat. In der Schweiz und Österreich kann man Kontrafunk sogar im Radio hören (Tipp für unsere A/CH-Leser), in der Bananenrepublik bislang leider nur via Internet.

Am Wochenende sprach Stefan Millius mit EIKE: Verzerrte Studien heizen die Klimadebatte auf.
„Die Studie schlug im April 2024 ein wie eine Bombe: Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, PIK, veranschlagte die weltweiten Kosten der Erderwärmung auf sage und schreibe 38 Billionen Dollar jährlich. Der Artikel mit dem Titel „The economic commitment of climate change“ von Maximilian Kotz, Anders Levermann und Leonie Wenz im Hauptmagazin von Nature wurde von den Massenmedien begeistert aufgenommen.“

Das Gespräch, beziehungsweise die ganze Interviewsendung von Millius am 24. November können Sie hier hören:

Stefan Millius im Gespräch mit Alexander Rahr, Peter Haisenko und Axel Göhring – Kontrafunk-Kommentar: Markus Vahlefeld

oder hier:

 

Freispruch für CO2




Fake News aus dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung? – Klimaschau 238

Die Studie schlug im April 2024 ein wie eine Bombe: Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, PIK, veranschlagte die weltweiten Kosten der Erderwärmung auf sage und schreibe 38 Billionen Dollar jährlich. Der Artikel mit dem Titel „The economic commitment of climate change“ von Maximilian Kotz, Anders Levermann und Leonie Wenz im Hauptmagazin von Nature wurde von den Massenmedien begeistert aufgenommen.

Rund ein Jahr später kam heraus, daß die Redaktion des altehrwürdigen und äußerst renommierten Wissenschaftsmagazins NATURE den Text aus der Feder der Potsdamer gegen den ausdrücklichen Rat ihrer Gutachter veröffentlicht hatten. Dabei wird auf Seiten der Klimaforscher und -Aktivisten sonst höchster Wert auf die Tatsache gelegt, daß die Studien zur Erderwärmung „peer-reviewt“ seien – also stets von Fachleuten und Lektoren auf Herz und Nieren geprüft. Der aktuelle Fall zeigt: In Zeiten des Klima-Alarmismus ist selbst dieser grundsätzliche Qualitäts-Sicherungsmechanismus nicht mehr vertrauenswürdig – Ideologie geht selbst in NATURE vor Fakten & Daten.




Svensmark und Shaviv auf ARTE 2008: ARD & ZDF und das Klima – es ging einmal anders!

Die Rede der Grünen-Abgeordneten MdB Lisa Badum im Bundestag zur Klimapolitik schlug in EIKE-Kreisen erhebliche Wellen.  Das lag nicht nur an der Erwähnung von EIKE als angeblichem Erdöl-Lobbyinstitut (wie üblich), sondern vor allem an der Zurschaustellung von Badums frappierender Unkenntnis der Klimaphysik.

Die Abgeordnete sagte sagte wörtlich:
„Kosmisch verursachte Wolkenbildung – für wie blöd halten Sie eigentlich die Bürger?“

Der Svensmark-Shaviv-Effekt ist seit den 2000er Jahren bekannt und wurde seitdem längst nicht nur von EIKE & Co. berichtet. Kein Wunder: Der Klima-Effekt solarer Massenauswürfe wurde bereits in den 1940er Jahren von Scott Ellsworth Forbush, einem Geophysiker, entdeckt. Wie in den Naturwissenschaften üblich, bauen Svensmarks und Shavivs Arbeiten darauf auf – die typische Wissens-Akkumulation. Da die Klimaforschung seit den 1990er Jahren aus politischen Gründen blüht – und das zunächst gar nicht einmal so einseitig – wurde der Svensmark-Shaviv-Effektin Forscherkreisen bekannt.

Und somit gelangte das Wissen auch in die Medien. Die BILD-Zeitung berichtete zum Beispiel 2012 prominent mit dem Titel:

„Die CO2-Lüge
Renommiertes Forscher-Team behauptet: Die Klima-Katastrophe ist Panik-Mache der Politik“

Aus heutiger Sicht noch umwerfender ist ein Beitrag im öffentlich-rechtlichen Sender ARTE von 2008, in dem die Klimatheorie von Svensmark und Shaviv nicht nur umfassend erklärt wird, sondern auch auf das politische Mobbing gegen die beiden Forscher aufmerksam gemacht wird. Typische Szene: Henrik Svensmark stellte seine Ergebnisse auf einem Kongreß vor, wurde aber mit den pauschalen Worten wie „gar keine relevante Aussage gemacht“ abgelehnt.
Sehen Sie sich hier die ARTE-Doku von 2008 an:

Svensmarks Vorfahr Henrik Galilei beim Verhör durch die Heilige Inquisition 1658:

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