Aufklärung ist möglich – fulminantes BR/ARTE-Video zum angeblichen Waldsterben der 80er

„Und ewig sterben die Wälder“, BR und ARTE 2011, von Michael Miersch und Tobias Streck

Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich. Diese Erkenntnis von Mark Twain wird von einer eindrucksvollen Dokumentation der Sender Arte und Bayerischer Rundfunk aus dem Jahr 2011 anhand der Waldsterben-Hysterie der 80er vermittelt.

Denn was heute „Klima“ oder „Corona“ ist, hieß damals zumindest in Westdeutschland „Waldsterben“. In selbst heute kaum faßbarer Eintracht erzählten sich damals fast alle gesellschaftlichen Gruppen gegenseitig, daß der mitteleuropäische Wald stark geschädigt sei und bis spätestens zum Jahr 2.000 denn auch verschwunden.

Bundespräsident Weizsäcker, Neu-Kanzler Kohl, die neue Partei Grüne im Bundestag, „Spitzen“journalisten, Berufsverbände, Gewerkschaften, linksextreme Studenten, Christen, Heimatvereine, Wissenschaftler – all diese unterschiedlichen Menschen, die sich sonst nicht unbedingt mochten, werden im Film beim Retten des Deutschen Waldes gezeigt. Dabei war die Theorie vom Baumsterben nicht nur schlicht falsch – das krasse Gegenteil war der Fall, da in den warmen und feuchten 80ern der Wald sogar wuchs statt zu verschwinden.

Die Daten dazu stammen von einer deutsch-finnischen Forschergruppe um Heinrich Spiecker aus Freiburg. Als er seine Ergebnisse 1996 publizierte, hagelte es nach dem bekannten Muster der Klima-Alarmisten aus der damals schon sehr grünen Presse persönliche Angriffe und natürlich unbewiesene Korruptionsvorwürfe („von x finanziert, daher vertritt er Interessen von x“).

Die Journalisten, allen voran die des Stern und des Spiegel, waren Anfang der 1980er die härtesten Aktivisten, da sie sich gegenseitig mit erstaunlich kurzfristigen Todesprophezeihungen übertrumpften. Sagte der Spiegel, in fünf Jahren sei der ganze Wald tot, toppte es der Stern mit nur drei. Dieses Vorgehen scheint erstaunlich riskant, weil die Leser und die Konkurrenz in drei bis fünf Jahren nachfragen, was denn nun sei, und wieso man ausgedachte Zahlen als seriöse Prognose ins Blatt schreib. So funktioniert die Psyche der allermeisten Leser aber nicht – es interessiert die Konsumenten in der Regel nicht die Bohne, welcher Unfug vorgestern in ihrem Stammblatt stand, ob nun Bild oder Spiegel. Warum man dann überhaupt Zeitung liest, drängt sich als Frage auf, aber darum soll es an dieser Stelle nicht gehen.

Wenn selbsternannte Qualitätszeitungen bereits um 1980 risikolos mit voller Absicht himmelschreienden Unsinn veröffentlichen konnten, ist man nicht mehr verwundert, wieso heute Politiker und Wissenschafts-Alarmisten wie Drosten, Lauterbach, Spahn, Schelnhuber oder Rahmstorf laufend alles mögliche und das Gegenteil behaupten können, ohne auch nur ansatzweise zur Verantwortung gezogen zu werden.

A propos Wissenschaftler: Der Film versäumt nicht, den Hauptschuldigen des westdeutschen Wissenschaftsbetruges zu benennen: Bernhard Ulrich von der Universität Göttingen, der das Märchen vom Waldsterben mit einer Baum-Studie im kleinen Solling-Gebirge in die Welt gesetzt hatte, die in den Medien oder in Anschlußprojekten auch stets zitiert wurde (viel anderes hatte man schlicht nicht). Pikant: Der niedersächsische Solling liegt nicht in der Nähe von Industrieanlagen, weswegen nicht ganz logisch erscheint, warum gerade hier das angeblich so gefährliche Schwefeldioxid der Schlote zuschlagen sollte.

Ulrich starb 2015 vergessen, aber auch in Ruhe gelassen – er mußte wie seine medialen Helfer niemals für sein Verhalten geradestehen. Und obwohl viele Menschen in den 80ern furchtbare Angst durchlebten, gab es im Volk nach dem Ende der Waldhysterie kein Verlangen nach Aufarbeitung. Die Medien hatten das Thema um die Wendezeit herum wie ein Medikament langsam ausgeschlichen und gingen zur nächsten Lüge über, wie Ozonloch-Sterben oder Klima-Weltuntergang. Fragte doch einmal jemand nach, was denn mit dem zehn Jahre lang so wichtigen Thema Waldsterben passiert sei, wurde lapidar behauptet, die Kalkungsmaßnahmen und die Schlotfilter-Gesetze der Regierungen Schmidt und Kohl hätten das Monsterproblem mit einem Schnipps erledigt. Bitte nicht weiterfragen.

Wieso die Bürger, Medienkonsumenten und Steuerzahler sich so bereitwillig betrügen ließen, und dann keine Konsequenzen forderten, deutet der Film mit der Bemerkung an, daß das Thema Waldsterben das erste seit langer Zeit war, über das nicht gestritten wurde, weil fast alle zustimmten: gesellschaftliche Harmonie wie zu Adenauers Zeiten. Ansonsten gab es kaum noch einen breiten Konsens zu wichtigen Themen, weil sich nach 1968 eine immer größer werdende Schicht von linken Akademikern gebildet hatte, die von Umverteilung leben wollte und lebte, und daher mit den Gewerkschaften einen irrealen Protest nach dem anderen gegen die damals meist noch realpolitisch-verantwortungsethischen Politiker inszenierten.

Mit der Folge, daß der überhaupt nicht friedens-gefühlige Helmut Schmidt von der SPD abgesetzt wurde, und der angeblich so konservative Helmut Kohl von Anfang an Steuergelder für grüne Projekte wie den „Waldschadensbericht“ herauswarf (obwohl es schon länger Waldinventuren gab). Man sieht – die von der Umverteilung Lebenden waren derart gut in den elitären Kreisen vernetzt, daß sie nicht nur immer besser bezahlt wurden, sondern auch völlig immun waren und den Bürgerlichen bereits damals einiges diktieren konnten.

Das alles wissen oder ahnen heutige Alarmisten und Problem-Erfinder, und sind daher erstaunlich dreist beim Märchenerzählen („Bis März werden alle Menschen geimpft, genesen oder gestorben sein“). Sie können sich darauf verlassen, daß nachwachsende Umverteiler wie die FFF-Kinder oder die Autobahnkleber ihren Betrug mitmachen. Und offenbar auch darauf, daß der Wunsch nach Harmonie in der breiten Bevölkerung derart stark ausgeprägt ist, daß es immer genug Mitläufer gibt, die sich gerne betrügen lassen.

Man muß den beiden Machern des Films, Michael Miersch und Tobias Streck, und den sie unterstützenden Sender-Verantwortlichen allerhöchsten Respekt zollen. Sie zeigten, daß auch in den seit den 1980er Jahren zunehmend grün gewordenen Sendern des ÖR kompromißloser und auf Interessen keinerlei Rücksicht nehmender Journalismus möglich war. Man muß allerdings hinzufügen, daß die beiden Vollblut-Journalisten ein Zeitfenster erwischt hatten, das sich kurze Zeit später schloß und bereits die Budgetierung eines solchen Dokumentarfilms unmöglicht gemacht hätte.

Gelänge es – rein hypothetisch – heutigen Journalisten, einen solchen Film noch zu drehen und zu publizieren, würden wahrscheinlich die künstlichen Schittstürme von NGOs, Aktivisten und zum Petzen neigender Zuschauer umgehend zu einer Entlassung aller Verantwortlichen und Beteiligten führen.

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Dank von uns an den Youtube-Kanal DrSelbstdenker, der das Video seit neun Jahren zur Verfügung stellt.




Die Klimaschau: Unterirdische Kohleflözbrände benötigen globales Löschprogramm

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Themen der 103. Ausgabe: 0:00 Begrüßung 0:19 Bessere Ernte durch mehr CO2 3:22 Der schwierige Kampf gegen unterirdische Kohleflöz-Feuer

▬ Bildlizenzen ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Brennender Berg: Elya (https://commons.wikimedia.org/wiki/Fi…), „Brennender berg felsoeffnungen 2009“, https://creativecommons.org/licenses/… Tafel Brennender Berg, Goethe: H. Schreiber (https://commons.wikimedia.org/wiki/Fi…), „Informationstafel- Goethe besichtigt den Brennenden Berg“, https://creativecommons.org/licenses/… Weltkarte Kohleflözfeuer: Planet e, ZDF, https://www.zdf.de/dokumentation/plan… Centralia, Schild: https://commons.wikimedia.org/wiki/Fi… Centralia, Feuer: The original uploader was Jrmski at English Wikipedia. (https://commons.wikimedia.org/wiki/Fi…), „Centralia smoke rising“, https://creativecommons.org/licenses/… Centralia, Rauch: Mredden at the English Wikipedia (https://commons.wikimedia.org/wiki/Fi…), „Centralia wafting“, https://creativecommons.org/licenses/… Centralia, Belüftung: Mredden at the English Wikipedia (https://commons.wikimedia.org/wiki/Fi…), „Dump0307“, https://creativecommons.org/licenses/… Centralia Strasse: https://commons.wikimedia.org/wiki/Fi… Alle anderen ungekennzeichneten Bilder: Pixabay.com

▬ Musiklizenzen ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Eingangsmusik: News Theme 2 von Audionautix unterliegt der Lizenz Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 4.0“. https://creativecommons.org/licenses/…, Künstler: http://audionautix.com/ Produktion: Seven Continents




Woher kommt der Strom? Frühlingshaftes Wetter für die Stromerzeugung

von Rüdiger Stobbe

Mit der neunten Analysewoche (Abbildung) hält frühlingshaftes Wetter Einzug in die Stromerzeugungslandschaft. Faustregel 1: Je schöner das Wetter, desto weniger regenerativ erzeugter Strom aus Windkraftwerken. PV-Strom kann das Manko kaum ausgleichen. Denn die Sonne scheint niemals des Nachts (Faustregel 2).  So wird diese Woche eine richtig schöne Stromimportwoche. Zumindest dann, wenn die Sonne nicht auf die Solarpaneelen scheint. Was dann auch zu teilweise hohen Importpreisen (Abbildung 1) führt. Wobei der Bürger sich darüber freut, dass es überhaupt Importstrom gibt. Wo die regenerativen ihn doch so im Stich lassen. Wobei der geforderte massive Ausbau unterm Strich auch nicht helfen wird. Physik fünftes Schuljahr: „Von nichts kommt nichts“ (Faustregel 3). Verdienen, richtig Geld verdienen zum Beispiel und wieder mal unsere nördlichen Nachbarn Dänemark, Schweden, Norwegen (Abbildung 2). Ein Blick auf die konventionelle Stromerzeugung (Abbildung 3) belegt, dass es Braun- und Steinkohle sind, die neben Erdgas und Kernkraft den Strom für die neunte Analysewoche liefern. Windstrom fällt faktisch aus. Auch eine angenommene Verdreifachung der aktuellen Wind- und PV-Stromerzeugung deckt den Bedarf (Abbildung 4) der neunten Analysewoche nicht. Es fällt auch keine überschüssiger Strom an.

Die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und der daraus generierte Chart liegt unter Abbildung 5 ab. Es handelt sich um Werte der Nettostromerzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose kommt“, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Der höchst empfehlenswerte virtuelle Energiewende-Rechner (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.) ist unter Abbildung 6 zu finden. Ebenso wie der bewährte Energierechner.

Die Charts mit den Jahres- und Wochenexportzahlen liegen unter Abbildung 7 ab. Abbildung 8 zeigt einen Vortrag von Professor Brasseur von der TU Graz. Der Mann folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft.

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche ab 2016 in den Tagesanalysen. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vieles mehr. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Überhaupt ist das Analysetool stromdaten.info ein sehr mächtiges Instrument, welches nochmals erweitert wurde:

  • Strom-Import/Export: Die Charts
  • Produktion als Anteil der installierten Leistung
  • Anteil der erneuerbaren und konventionellen Erzeugung am Bedarf
  • Niedrigster, höchster und mittlerer Strompreis im ausgewählten Zeitraum
  • NEU: Beitrag der regenerativen Stromerzeugung zum Bedarf

… sind Bestandteil der Tools „Stromerzeugung und Bedarf„, „Zeitraumanalyse“ sowie der Im- und ExportanalyseCharts & Tabellen. Schauen Sie mal rein und analysieren Sie mit wenigen Klicks. Die Ergebnisse sind sehr erhellend.

Ist ein Land mit hohen Stromexporten, zum Beispiel Deutschland, auch für Flautenzeiten gewappnet?

Mit der Frage, ob Deutschland als Stromexporteur genügend Strom auch für die Zeit schwacher regenerativer Stromerzeugung zur Verfügung steht, befasst sich dieser Artikel ausführlich.

Tagesanalysen 

Montag, 28.2.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 46,34 Prozent, davon Windstrom 23,51 Prozent, PV-Strom 12,62 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,21 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung sind die Werte der Tabelle der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix

Das letzte Aufbäumen des Windes. Dann, ab Dienstag ist Schluss mit Windstrom in nennenswertem Umfang. Der Strompreis ist volatil. Die Konventionellen. Der Handelstag.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 28.2. ab 2016.

Dienstag, 1.3.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 37,68 Prozentdavon Windstrom 14,43 Prozent, PV-Strom 12,71 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,52 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung sind die Werte der Tabelle der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix

Die Windflaute beginnt. Die Stromlücke tut sich auf. Die Konventionellen denken nicht daran, die Lücke zu schließen. Der Preis liegt in der Spitze bei 362€/MWh. Der Handelstag.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 1.3.2022 ab 2016.

Mittwoch, 2.3.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 27,85 Prozent, davon Windstrom 5,23 Prozent, PV-Strom 10,76 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,86 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung sind die Werte der Tabelle der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix.

Flaute weiterhin. Stromlücken ebenfalls. Die Konventionellen bullern ordentlich. Noch gibt es Kernkraft und Steinkohle sowie Gas. Mal schauen, was die Zukunft bringt. Habeck und Scholz werden es mit tatkräftiger Unterstützung von Annalena richten. Der Preis, der Handelstag.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo Tagesvergleich zum 2.3. ab 2016.

Donnerstag, 3.3.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 35,18 Prozent, davon Windstrom 10,36 Prozent, PV-Strom 13,46 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,46 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung sind die Werte der Tabelle der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix.

Noch immer Flaute. Hat denn niemand ein Erbarmen? Das Preisniveau ist Spitze!? Die Konventionellen, der Handelstag. Habeck, Scholz und Annalena sind ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und doch nur Schwaches schafft.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 3.3. ab 2016.

Freitag, 4.3.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 35,76 Prozent, davon Windstrom 13,25 Prozent, PV-Strom 11,42 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,08 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung sind die Werte der Tabelle der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix.

Noch immer Flaute. Zur Beruhigung: Verdoppelung, Verdreifachung hätte auch nichts genutzt. Der Preis steigt auf über 400€/MWh. Die Konventionellen, der Handelstag

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 4.3 ab 2016.

Samstag, 5.3.2022: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 37,18 Prozent, davon Windstrom 13,08 Prozent, PV-Strom 12,74 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,35 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung sind die Werte der Tabelle der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix.

Einstieg ins Wochenende. Der Wind bleibt schwach. Die Konventionellen, der Preis und der Handelstag.

Belege für die Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo Tagesvergleich zum 5.3. ab 2016.

Sonntag, 6.3.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 32,10 Prozent, davon Windstrom 10,25 Prozent, PV-Strom 9,73 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,11 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung sind die Werte der Tabelle der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix.

Wenig Windstrom, wenig Bedarf. Wie zum Wochenbeginn exportiert Deutschland Strom. Konventionell erzeugten Strom. Der Preis, der Handelstag.

Belege für die Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo Tagesvergleich zum 6.3. ab 2016

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

Rüdiger Stobbe betreibt seit über sechs Jahren den Politikblog www.mediagnose.de




Die Klimaschau von Sebastian Lüning: Was macht der Wald mit dem Klima?

Ausgabe 102 mit neuem Gesicht!

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Themen der 102. Ausgabe: 0:00 Begrüßung 0:16 Bäume gegen Hitze und Dürre 11:11 Wie hoch sind die wahren sozialen Kosten des Kohlenstoffs?

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„Letzte Generation“-Aktivisten verweigern Abiturprüfung – was steckt dahinter?

von AR Göhring

Zwei Berliner Schüler der Gruppe Letzte Generation sind nicht zu ihrer Abiturprüfung gegangen und haben dies offiziell mitgeteilt. Die Gruppe ist berüchtigt für ihre seltsamen Aktionen – im Herbst gaben sie im Tiergarten vor, zu hungerstreiken und verlangten, Kanzlerkandidat Scholz zu sprechen. Aktuell kleben sie sich auf Hamburger Brücken und auf Berliner Autobahnen, um „weggeworfenes Essen zu retten“.

Was bewog die Schüler, ihren acht- oder neunjährigen gymnasialen Schulweg quasi wegzuwerfen? Zu schlechte Noten, zu erwartender Mißerfolg? In Berlin ist das praktisch unmöglich geworden – man müßte schon durchfallen wollen.

Da wären zunächst einmal die üblichen 15 Minuten schnellen Ruhmes zu nennen, für die heutzutage erstaunlich viele anstehen. Viel wichtiger ist aber wohl die Erfahrung, daß mittlerweile etliche hohe Positionen in Staat und Gesellschaft mit mehr oder weniger Beruflosen besetzt sind, die entweder ganz offiziell noch nie etwas vorzuweisen hatten (außer Abitur zumindest…), oder die ihre akademische Karriere systematisch gefälscht und/oder zusammengekauft haben. Die Liste dieser schlechten Vorbilder ist lang – hier sollen nur Tobias Hans, Claudia Roth, Katrin Göring-Eckardt, Annalena Baerbock und Franziska Giffey genannt sein.

Und wenn nun sogar in der CDU viele hohe Posten mit Personal besetzt werden, das sein Abitur gar nicht gebraucht hat – warum sollte man es dann noch machen? Wahrscheinlich würden unsere beiden Prüfungsverweigerer sowieso schlechte Noten bekommen, was ihnen den Zugang zu vielen Wunschfächern verstellt. Da verkauft man das Versagen lieber mit einem hehren Ideal, und sichert sich so wahrscheinlich die nötige Aufmerksamkeit für einen späteren Posten. So klingt dann die Begründung auch:

Um 17 Uhr teilte er seinen Prüfer:innen [sic] mit, er könne, aufgrund der aktuellen Situation, nicht an der Abiturprüfung teilnehmen. Er erläuterte die dramatischen, todbringenden Folgen des Nichthandelns der Bundesregierung in der Klimakrise, und bat sein Lehrer:innen [sic] ebenfalls, die Krise anzuerkennen, ihre eigene Rolle zu hinterfragen und Widerstand zu leisten. …
“Meine Familie und Freunde sagen “Ich werfe meine Zukunft weg”. Aber wie soll ich meine Zukunft wegwerfen, wenn die Regierung diese mit ihrem fossilen Weiter-so sowieso ruiniert?”

Mal schauen, was der Schüler jetzt machen wird. Es darf nicht davon ausgegangen werden, daß er bei Aldi Regale einräumen, oder dem Hausmeister in seinem alten Gymnasium zur Hand gehen wird. Er wird wohl HartzIV anmelden, und dann versuchen, über NGOs an noch mehr Steuergelder heranzukommen.

So neu ist die Idee der Autobahnklebenden gar nicht – schon im Jahr 2009 war in diversen ÖR-Magazinen eine junge Aktivistin zu sehen, die nicht arbeitet oder studiert, sondern vom „Containern“ lebt – und wohl vom Sozialamt, was aber nirgendwo gesagt wurde. Das hier aber schon:

Sie ist Aktivistin im besten Sinne des Wortes: Ob beim Einkauf im Supermarkt, am Ticketschalter in der U-Bahn oder beim Energiesparen: Sie geht in ihrem Alltag radikal, aber immer friedfertig »mit gutem Beispiel« voran. Und wo es nötig ist, greift sie zu deutlicheren Mitteln, kettet sich an Gleise, besetzt Bäume oder demonstriert vor Kernkraftwerken. Im Bewußtsein, daß jeder Veränderung die Einsicht vorausgeht, zielt Hanna Poddig auf eine Revolution im Kleinen ab.