Tricksen, Täuschen, Fabulieren – Der Klimaschwindel

(ARG)

Ein wichtiger Zugang zur Klimaskepsis ist die kritische Betrachtung der Weltuntergangs-Erzählungen in Medien, Politik und Universitäten, die vor recht genau 52 Jahren das erste Mal auftauchten. Pikanterweise war es ausgerechnet der menschgemachte Klimawandel, den James Hansen und andere um 1970 zu propagieren begannen. Allerdings als Eiszeit – die 70er waren einfach zu kalt, um etwas von emissionsbedingter Erderwärmung zu fantasieren. Erst als die warmen 1980er begannen, wechselten Hansen & Kollegen schnell zur Heißzeittheorie.

Der Youtube-Kanal Norman investigativ betrachtet all diese Vorgänge in einem erfolgreichen Video.

„Der Klimawandel sei existent und bedrohe nicht nur die Zivilisation, sondern den gesamten Planeten. Wenn wir jetzt nicht handeln, würde unsere Welt untergehen, heißt es. In diesem Video wird aufgedeckt, welche Wissenschaftler hinter der Klimahysterie stecken und was sie mit Greta Thunberg zu tun haben. Es wird gezeigt, wie und wo in Deutschland das Klima gemessen wird und ob man den Werten trauen kann? Letztendlich wird nachgewiesen, wie bei Klima- und Treibhaus-Experimenten getrickst, getäuscht und fabuliert wird. Am Ende ergibt sich ein klares Bild und die Frage, werden wir alle getäuscht“




Abstandsregeln für Windräder – So wurden die Wähler in NRW getäuscht!

Youtuber Charles Krüger hat die Augen offen: Nach der Wahl sollen die Mindestabstandregeln für Winkraftanlagen geändert werden – damit die unbeliebten Riesenpropeller noch näher an Häuser herankommen können.

 




Sieben Jahre Waldkampftag – gegen Strom aus dem Illusions-Reaktor. Ein Erfahrungsbericht

von Tobias Gruber

Die Bürgerinitiative (BI) „Unser Holzland – kein Windkraftland“ aus dem kleinen Ort St. Gangloff gilt in Thüringen als das „Gallische Dorf der Windkraft-Gegner“. St. Gangloff liegt in Ostthüringen am „Hermsdorfer Kreuz“, welches durch die Autobahnen A4 und A9 gebildet wird.

Dort, in einem großflächigen Waldstück mit angrenzendem Trinkwasserschutzgebiet, im dortigen Wald des „Holzlandes“ will die Firma ABO-Wind einen Windpark mit neun Windrädern mit einer Gesamthöhe von jeweils fast 240 m errichten. Zum Vergleich: Der Berliner Fernsehturm hat eine Höhe von 250 m bis zur Antenne. Darüber hinaus sind 13 weitere Windräder durch die Firmen Primus GmbH & Co. KG und meridian GmbH geplant.

Aktuell wurden diese Vorhaben durch das Landratsamt abgelehnt, doch schwebt stets das Damoklesschwert von Klagen der Windkraft-Firmen über allem. Bei Realisierung der Windparks würde das Thüringer Holzland, ein bekanntes Erholungsgebiet, in ein gigantisches Elektrizitätswerk aus 22 stählernen Riesen verwandelt. Diese würden bei Windstille bzw. Windgeschwindigkeiten unter 11 km/h genau null Kilowattstunden (kWh) Energie generieren und damit genau null Haushalte versorgen. Die von diesen Windrädern vor ihrer Haustür bedrohten Bürger haben dafür nur ein Wort – Irrsinn.

Nun fand am 1. Mai anno 2022 der „7. Waldkampftag“ der BI St. Gangloff statt. Waren die von Windrädern bedrohten Bürger vor sieben Jahren noch Windkraft-Gegner, so sind sie mit den Jahren Windkraft-Realisten geworden. Am Anfang standen, wie überall, Sorgen zum Natur- und Umweltschutz, wie dem Schreddern von Vögeln, Fledermäusen und Insekten sowie zum Schallschutz und dem Wertverlust der Häuser usw. im Fokus. Damals gab es noch viel „bunte politische Folklore“ mit Politikern und der Windkraft-Lobby, die den Leuten den Vorteil in Form von „Bürger-Beteiligung“ schmackhaft machen wollten. Doch „Bürger-Energie“ ist nichts für Leute, die oft den Rest ihres Lebens die immer größer werdenden Windräder vor ihrer Haustür erdulden sollen. Bürger-Energiegenossenschaften sind etwas für Städter, die von Windrädern nicht betroffen sind, und vom „grünen Ökostrom“ träumen, mit dem es gelte die Welt zu retten. Wenn es um „Rettung“ von irgendetwas geht, dominiert bei vielen Menschen das Gefühl, schließlich möchte man zu den Guten gehören. Was dabei oft vergessen wird, ist die Auseinandersetzung mit dem, durch Politik und Medien propagierten Narrativ und den Fakten, sprich mit der Realität.

Zur Auseinandersetzung mit Physik und Technik der Windkraft waren die Windkraft-Gegner gezwungen, um sich mit Argumenten zur Wehr setzten zu können. Dabei half ihnen der „Thüringer Landesverband Energiepolitik mit Vernunft e.V.“ (Vernunftkraft Thüringen) in dem auch Ingenieure und Physiker ehrenamtlich tätig sind. Dies änderte die „Gefechtslage“ drastisch. Nachdem Politiker und Windkraft-Lobby, die allzu gern bei Veranstaltungen und im Thüringer-Klimapavillon die Segnungen der Windkraft lobpreisen, realisiert hatten, dass sie fortan in St. Gangloff und in Thüringen mit technischen Fakten konfrontiert wurden, vermieden sie es wie der Teufel das Weihwasser den betroffenen Bürgern die Dinge erklären zu wollen. So schaffte es kürzlich der Geschäftsführer der Thüringer Green-Tech-Agentur (ThEGA), Prof. Dieter Sell, unter fadenscheinigem Vorwand, dem „Thüringer Landesverband Energiepolitik mit Vernunft e.V.“ ein Fachgespräch zum Thema „sichere Stromversorgung durch Windräder“ zu verweigern.

Durch sieben Jahre im Windkraft-Widerstand mental und fachlich gestärkt, verkündet nun die St. Gangloffer BI „Wo wir sind, ist kein Platz für Windräder“. Und obgleich die lokalen Leit-Medien eher zurückhaltend, also ohne Nennung der fachlichen Kritik an der Windkraft, berichten, hatte die St. Gangloffer BI in den letzten Jahren nicht nur Besuch vom MDR, den ARD-Tagesthemen, einem TV-Sender aus Dänemark und von den Printmedien TAZ und DIE ZEIT sowie von und einer Reporterin aus Japan.

Die Reden zum 7. Waldkampftag

Tobias Gruber

Sprecher der BI St. Gangloff, Landschaftsgärtner und Kreistagsmitglied im Saale-Holzland-Kreis, eröffnet die Veranstaltung

Dr. Holger Thuß

Präsident und Gründer des Europäisches Institutes für Klima & Energie e. V. (EIKE) spricht zum Thema Klima- und Energiepolitik.

Vera Lengsfeld

Autorin mit eigenem Blog und auf der „Achse des Guten“ über die verfehlte Energie- und Klimapolitik der jetzigen Regierung und deren Vorgänger sowie zur Wandlung der Grünen in eine Kriegspartei.

Prof. Dr. Michael Kaufmann (MdB, AfD)

Der Waldkampftag ist eine Protestaktion gegen die verfehlte Klima- und Energiepolitik der jetzigen und der Vorgängerregierung

Website: https://kaufmann-michael.de/

Dieter Böhme

Physiker im Ruhestand spricht zu Klima-Katastrophe, Chinas CO2, Meeresspiegel, Vorrangeinspeisung, Flüssiggas-Tanker, frieren mit dem Bundespräsidenten, große Windräder, Welt der Illusionen, Milchmädchenrechnungen

Dr. Ing. Singewald

Geologe zum Thema Klimawandel und CO2

Dipl. Ing. Langzettel

Landesverband Vernunftkraft zu einer Windkraft-Studie und zum Infraschall

Prof. Dr. Mario Vogt (MDL, CDU)

Fraktionschef der CDU im Thüringer Landtag ließ sich entschuldigen, da er an diesem Tag auf einer anderen Veranstaltung war. Er ließ jedoch ausrichten „Das Thüringer Waldgesetz bleibt“.  Das Thüringer Waldgesetz verbietet Windkraft im Wald, jedoch nicht auf Feld und Wiese, auch wenn diese von Wald umschlossen sind. Somit ist auch der Thüringer Wald auf seinen baumlosen Hochebenen nicht vor Windrädern sicher, sondern nur die unmittelbaren Waldgebiete. Trotzdem wird das Thüringer Waldgesetz als großer Erfolg der Thüringer Windkraft-Gegner betrachtet, weil es erstmals gelungen ist, dem Windkraft-Wahn wenigstens teilweise einen parlamentarischen Riegel vorzuschieben.

Auch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz ist immer für eine Überraschung gut. So auch mit der Antwort auf eine „Kleine Anfrage“ der Abgeordneten Nadine Hoffmann (AfD) zum Thema: Aktueller Stand von Windkraftanlagen, Repowering und Windvorranggebieten in Thüringen“.

In seiner Antwort beziffert das Ministerium den Endausbaustand der Windkraft mit 4,85 GW für Thüringen. Dies soll durch den Bau von 970 Windrädern (WEA) der 5-MW-Klasse erreicht werden. Die Rechnung lautet: Endausbaustand = 970 WEA * 5 MW = 4,85 GW. Dieser Rechnung sind 1% der Landesfläche (ca. 160 km2) und die „Annahme einer

Windkraftleistung“ von 300 kW/ha (entspr. 30 MW/km2) zugrunde gelegt. Diese „Annahme“ wird nicht begründet. Die Rechnung erstaunt in höchstem Maße. Denn um mit einer realen Leistung von 5 MW pro WEA rechnen zu können, wird implizit unterstellt, dass der Wind 24/7/365 (also das ganze Jahr) unablässig mit mindestens Windstärke sechs (ab ca. 40 km/h), weht. Denn die angegebene Nennleistung von 5 MW wird nur ab dieser Nennwindstärke erreicht, während das Angebot an Windleistung sich bei jeweils halbem Wind auf ein Achtel verringert.

Unterhalb der Einschaltwindgeschwindigkeit (typisch 11 km/h) steht das Windrad still, so dass selbst 970 WEA der 5-MW-Klasse dann eine Leistung von exakt NULL liefern, bzw. Strom aus dem Netz für ihre Steuerung ziehen. Da diese Rechnung gravierende Konsequenzen für die Planungsvorgaben der Landesregierung hat, ist es notwendig und legitim, diese zu hinterfragen. Nicht nur, weil diese Rechnung auf Grundlage der Nennleistung erfolgt, sondern auch weil die „Annahme einer Windkraftleistung“ von 300 kW/ha (30 MW/km2) völlig unrealistisch erscheint.

So mußte das Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena, seine globalen Erwartungen für die mittlere Leistungsdichte von ursprünglich 2 W/m2 auf 0,5 W/m2 (von 2 auf 0,5 MW/km2) nach unten korrigieren. NEUE STUDIE AUS JENA: DAS POTENZIAL UND DIE GRENZEN DER WINDKRAFT

Dies ist eine Abweichung um den Faktor 15 – 60 gegenüber den Annahmen der Thüringer Landesregierung. Dies wirkt sich im selben Maße auch auf den zu Grunde gelegten Flächenbedarf der Windkraft aus. Insofern erscheint es zwingend notwendig, daß die Landesregierung ihre Rechnung der Öffentlichkeit und insbesondere den von der Windkraft-Planung betroffenen Bürgern und deren Vertretung darlegt. Wir laden deshalb Ministerin Anja Siegesmund und ihre technischen Vertreter nach St. Gangloff ein, um diese o.g. Rechnung zum Endausbaustand der Windkraft zu begründen.

Dazu rechnen wir mit der Unterstützung der im Thüringer Landtag vertretenen Parteien und Bürger-Vereinigungen, deren Aufgabe es ist, die Landesregierung zu kontrollieren. Zur Information der Landtagsabgeordneten findet sich hier eine technische Ausarbeitung zur Windkraft, die in unserer BI erstellt wurde. Windräder bremsen den Wind – und beeinflussen das Mikro-Klima“

Unser „echter Klima-Pavillon“

Zum 7. Waldkampftag hatte die BI in St. Gangloff eigens einen„echten Klima-Pavillon“ genanntes Zelt und ein derangiertes hölzernes Windrad, als Menetekel der gescheiterten Energiewende aufgestellt. Im „echten Klima-Pavillon“ konnte, ohne Sprech- und Denkverbote, gefragt werden, was die Leute schon immer wissen wollten und nicht zu fragen wagten.

Dies ist Ausdruck von Wissenschaft im offenen Meinungsaustausch, nicht aber die gemeinsame Initiative von 400 Medien, die stolz verkünden, sämtliche Berichterstattungen auszuschließen, die Beweise gegen den menschengemachten (anthropogenen) Klimawandel liefern. Musste man früher Bücher auf den Index setzten oder gar verbrennen, so geht die Zensur heute mittels Digitalisierung weitestgehend unbemerkt. Wie könnte es auch sein, dass ungefragt, z.B. Geologen, Physiker und Chemiker zu einem Thema mitreden dürfen.

Der echte Klimapavillon der Bürgerinitiative




Großbritannien wird Autobahnkleben verbieten: Man habe „genug von den asozialen Protesten einer selbstgerechten Minderheit“.

von AR Göhring

Großbritannien erlebt schon seit Jahren massive und teure Eingriffe von Extinction Rebellion XR in den öffentlichen Verkehr. Besonders London litt unter tagelangen Blockaden von Kreuzungen und Ubahnbesetzungen mit dem Ziel des Klimaschutzes. Die Underground-Blockaden von akademischen Aktivisten, ausgerechnret zur Stoßzeit, wurden von den Bahnkunden schon mit einer spontanen Abreibung für die XR-Leute beantwortet.

Nun hat auch die Regierung unter Boris Johnson die Faxen dicke und untersagt das Treiben ausdrücklich. Fürst Charles verlas in Vertretung seiner Mutter das Vorhaben vorm Parlament. Danach soll vor allem das Festkleben am Asphalt ausdrücklich unter Strafe gestellt werden.

Das ist zu befürworten – auch und vor allem aus Sicht von (echten) Naturschützern, da die Blockade des Verkehrs aufgrund der Stauung die Emissionen noch erhöht, und erkennbar nur dazu dient, aufmerksamkeitssüchtigen Sensation-seekern schnell und kostenlos Befriedigung zu verschaffen. Wollten 20jährige Irgendwas-Studenten wirklich etwas für die Natur tun, ginge das durch eigenes Handeln abseits der Kameralinsen effektiver, würde aber Anstrengung und Arbeit bedeuten. Genau das wollen die Aktivisten aber unausgesprochen vermeiden – es geht um den schnellen Kick, oder, im Idealfall, ums Bekanntwerden für die Karriere (Modell Reemtsma).

Es stellt sich allerdings die Frage, warum das Blockieren des Verkehrs, bzw. der „gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr“, ein schweres Verbrechen, nicht jetzt schon nach § geahndet wird. Die Antwort ist klar – elitäre Verbrechen wie das Blockieren radioaktiver Frachten (Castor -„Schottern“) hätte schon vor über 30 Jahren Bürgerkinder für lange Zeit hinter Gitter bringen müssen. Die Angst vor medialer Schlachtung hat konservative Politiker und Juristen aber davor zurückschreckenlassen – linke „Aktivisten“ müssen auch im Falle schwerster Sachbeschädigung weder lange JVA-Aufenthalte noch ruinöse Geldstrafen befürchten.

Eine klare gesetzliche Neuregelung in Britannien macht juristische Feigheit in diesem Zusammenhang unmöglich, da ein Staatsanwalt im Falle des Asphaltklebens gar nicht anders kann, als das exakt dafür formulierte Gesetz anzuwenden.

PR-technisch ist Johnsons Regierung gut aufgestellt. O-Ton:

Innenministerin Priti Patel: „Die gesetzestreue, verantwortungsvolle Mehrheit hat genug von den asozialen Protesten einer selbstgerechten Minderheit, die Spaß daran hat, Chaos für den Rest von uns zu stiften.“

In Deutschland ist solcher Mut von Ministern in absehbarer Zeit nicht zu erwarten, da liberale Minister eher von „Freiheitsenergien“ schwadronieren, und die anderen trotz ihrer Aufgabe klar mit den Aktivist*innen sympathisieren.




Woher kommt der Strom? Kaum Windstrom

von Rüdiger Stobbe 

Die 17. Analysewoche zeichnet sich durch sehr schwache Windstromerzeugung und hohe Stromimporte aus. Die Preiskurve belegt, dass der Importstrom immer mehr kostet als der Exportstrom. Ein Blick auf das Factsheet zur KW 17 belegt den Sachverhalt eindrucksvoll. Die Tortengrafik zum Strom-Mix – ebenfalls im Factsheet – veranschaulicht das Verhältnis der Windstromerzeugung zum Beispiel zur Stein- und Braunkohlestromerzeugung. Ergebnis: Über 20 Jahre Energiewende praktisch am Abgrund. Besonders beunruhigend ist, dass die schwache Stromerzeugung mindestens bis zum 7. Mai weitergeht. Weshalb die konventionelle Stromerzeugung die Strom-Versorgungslücken nicht ausgleicht, hat rein ökonomische Gründe. Die konventionellen Stromerzeuger erhalten für ihre Minder-Produktion den gleichen – hohen – Strompreis wie die Länder, die Strom nach Deutschland exportieren. Der Strompreis würde – vor allem über Tag – sinken, wenn die Lücken von deutschen Stromerzeugern geschlossen würden. Was bei mehr Produktion weniger Ertrag bedeuten würde. Da lässt man den deutschen Stromkunden dann doch lieber etwas mehr zahlen. Der erträgt das schon. Ohne Murren. Noch.

Detailanalyse

Bei der Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und dem daraus generierten Chart handelt es sich um Werte der Nettostromerzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose kommt“, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Nutzen Sie den höchst empfehlenswerten virtuellen Energiewende-Rechner (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.). Ebenso wie den bewährten Energierechner.

Schauen Sie sich an, wie sich eine angenommene Verdoppelung (Original-Excel-Tabelle) bzw. Verdreifachung (Original-Excel-Tabelle) des Wind- und PV-Stroms auswirken würde. Beachten Sie bitte, dass der Strom bei entsprechender Kennzeichnung im Chart (=1) oft eben nur im Tagesdurchschnitt ausreicht. Das ist immer vor allem dann der Fall, wenn, wie an allen Tagen der 17. Kalenderwoche, die PV-Stromerzeugung stark bei gleichzeitig schwacher Windstromerzeugung ist. Da würde Strom zur Deckung des Bedarfs in Zeiträumen fehlen, an denen nur (schwacher) Windstrom zur Verfügung steht. Insbesondere des Nachts. Auch bei einer Verdoppelung oder Verdreifachung würde es nicht reichen. In der Vergangenheit war, aktuell ist die regenerative Stromerzeugung zur kompletten Bedarfsdeckung „Strom in Deutschland“ praktisch immer unzureichend. Dieser Chart belegt den Sachverhalt eindrucksvoll. Man erkennt darüber hinaus, dass zum Beispiel knapp 50 Prozent regenerative Stromerzeugung im Jahr 2020 eben auch nur ein Durchschnittswert ist. In der Jahresübersicht 2020 zum Beispiel schwankt der Tageswert regenerative Erzeugung zwischen 16,6 Prozent am 10. Dezember 2020 und 92,2 Prozent am 16. Februar 2020.

Die Charts mit den Jahres– und Wochen Im-/Exportzahlen sowie der Vortrag von Professor Brasseur von der TU Graz sind sehr erhellend. Der Mann folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft. Sehr bemerkenswert ist auch der Bericht des ZDF zum aktuellen Windkraftausbau, welcher in der Reihe ZOOM+ gezeigt wurde. Dass die Energiewende faktisch gescheitert ist, veranschaulicht Prof. Fritz Vahrenholt in seinem aktuellen Vortrag beim „Berliner Kreis in der Union“.

Lesenswert ist auch der aktuelle Artikel der Enexion KolumneEnergiewende & Ideen von Agora zur Bewältigung der aktuellen Energie-Lage

Die Werte des bisherigen Jahres 2022 belegen, dass die Energiewende kaum in den angestrebten Zeiträumen gelingen wird. Trotz weiteren Zubaus von Windkraft- und PV-Anlagen liegt die regenerative Stromerzeugung immer noch bei nur gut 50%. Wobei der Anteil im Sommer sinken wird. Einen Vorgeschmack bietet die aktuelle Analysewoche.

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche 2016 in der jeweiligen Tagesanalyse unten. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vor allem auch die Im- und Exportwerte. Falls Sie den jeweiligen „Handelstagschart“ von Agora vermissen sollten: Einfach über die verlinkte Agora-Chartmatrix aufrufen. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Überhaupt ist das Analysewerkzeug stromdaten.info ein sehr mächtiges Instrument, welches mit dem Tool „Fakten zur Energiewende“ nochmals erweitert wurde.

Wichtige Info zu den Charts: In den Charts von Stromdateninfo ist Solarstrom gelb markiert und IMMER oben, oft auch über der Bedarfslinie. Das bedeutet aber nicht, dass dies der Strom ist, der exportiert wird. Im Gegenteil. Wegen des Einspeisevorrangs wird dieser Strom, genau wie anderer regenerativ erzeugter Strom, bevorzugt in das Netz eingespeist. Zum Export bleibt praktisch nur konventionell erzeugter Strom übrig, der immer allein aus Netzstabilisierungsgründen benötigt wird. Gleiches gilt für zusätzliche Stromsenken, umgangssprachlich Stromverbraucher genannt. Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge zum Beispiel erhöhen den Bedarf erheblich, so sie denn im geplanten Umfang realisiert werden sollten.

Dieser Strom wird aber durchaus nicht regenerativ gedeckt. Die Sonne scheint nicht mehr und länger, der Wind weht nicht stärker, nur weil zusätzlicher Strom benötigt wird. Deshalb wird der zusätzlich benötigte Strom immer zusätzlich konventionell erzeugt. Jedenfalls so lange, bis der „massive Ausbau“ der „Erneuerbaren“ plus Speicher realisiert wurde und 100 Prozent grüner Strom nicht nur im Durchschnitt, sondern auch tatsächlich zur Verfügung steht, wenn er benötigt wird.

Tagesanalysen

Montag, 25.4.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 39,21 Prozent, davon Windstrom 13,50 Prozent, PV-Strom 13,58 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,13 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung  ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag ´Strom-Import/Export`.

Der Montag weist wie alle Tage dieser Woche wenig Windstromerzeugung aus. Die Sonne scheint hingegen recht ordentlich auf die Solarpaneelen. Die konventionelle Erzeugung wird heute so austariert, dass über Tag praktisch keine Überproduktion entsteht, die günstig an unsere Nachbarn abgegeben werden muss. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 25. April 2022 ab 2016.

Dienstag, 26.4.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 34,92 Prozentdavon Windstrom 7,99 Prozent, PV-Strom 13,95 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,98 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Die regenerative Erzeugung ist heute sehr schwach, die konventionelle Erzeugung gleicht heute nichts aus. Folge: Der komplette Tag ist eine einzige Strom-Versorgungslücke, er ist ein Stromimporttag. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 26. April 2022 ab 2016.

Mittwoch, 27.4.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 37,35 Prozent, davon Windstrom 5,81 Prozent, PV-Strom 18,72 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,82 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Am heutigen Mittwoch wird mehr PV-Strom erzeugt als an den Vortagen. Obwohl die konventionelle Erzeugung über Tag die Produktion herunterfährt, kommt es zu einer leichten Überproduktion über Tag. Dass e Preise zu den Importzeiten hoch sind, brauche ich diese Woche nicht mehr gesondert erwähnen.  Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 27. April ab 2016.

Donnerstag, 28.4.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 43,12 Prozent, davon Windstrom 8,37 Prozent, PV-Strom 22,71 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,05 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Wieder starke PV-Stromerzeugung bei wenig Wind. Es ist wieder schönes Frühlings-Wetter. Konventionell das gleiche Bild wie gestern. Trotz Produktionssenkung über Tag kommt es zur Überproduktion. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 28. April ab 2016.

Freitag, 29.4.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 40,66 Prozent, davon Windstrom 8,26 Prozent, PV-Strom 20,16 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,24 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Heute wieder viel PV-Strom. Wieder die Absenkung der konventionellen Stromerzeugung über Tag. Wieder starker Import von Strom. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 29. April ab 2016.

Samstag, 30.4.2022: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 42,29 Prozent, davon Windstrom 10,66 Prozent, PV-Strom 17,44 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,19 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Einstieg in´ s Wochenende. Der Bedarf sinkt. So wie der Importbedarf am Vormittag. Konventionelle Stromerzeugung wie an den Vortagen: Absenkung über Tag. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für die Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 30. April ab 2016.

Sonntag, 1.5.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 39,91 Prozent, davon Windstrom 5,34 Prozent, PV-Strom 19,42 Prozent Strom Biomasse/Wasserkraft 15,16 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Der Bedarf ist heute noch geringer als gestern. Deshalb ergibt sich am Vormittag auch keine Strom-Versorgunglücke, die den Preis treibt. Die Minilücke in der Nacht und am frühen Morgen spielt kaum eine Rolle. Erst zum Vorabend werden wieder gute 250€/MWh erreicht. Die konventionelle Erzeugung. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 1. Mai ab 2016.

Peter Hager mit den aktuellen Zahlen ´E-Auto`:

PKW-Neuzulassungen im April 2022: Bremsspuren – Auch bei der E-Mobilität

Die Schwäche in der Automobilindustrie geht weiter: Durch Chipmangel, Probleme bei der Lieferlogistik durch Corona und den russischen Angriff auf die Ukraine wurden im April nur 180.264 PKW neu zugelassen. Dies bedeutet einen Rückgang um 21,5 % gegenüber April 2021. Vom Rückgang waren erstmals alle Antriebsarten betroffen. Auch PKW mit reinem Elektroantrieb mussten ein Minus gegenüber dem Vorjahresmonat verbuchen. Bei den Plug-In-Hybriden ist es das zweite Monat in Folge.

Benzin: 66.014 (- 27,8 % ggü. 04/2021 / Zulassungsanteil: 36,1 %)

Diesel: 35.289 (- 29,7 % ggü. 04/2021 / Zulassungsanteil: 19,6 %)

Hybrid (ohne Plug-in): 35.089 (- 5,4 % ggü. 04/2021 / Zulassungsanteil: 20,1 %)
darunter mit Benzinmotor: 23.983
darunter mit Dieselmotor: 11.106

Plug-in-Hybrid: 21.697 (- 19,6 % ggü. 04/2021 / Zulassungsanteil: 12,0 %)
darunter mit Benzinmotor: 20.621
darunter mit Dieselmotor: 1.076

Elektro (BEV): 22.175 (-6,9 % ggü. 04/2021 / Zulassungsanteil: 12,3 %)

Der Zulassungsanteil der Elektro-PKWs (BEV und Plug-in-Hybrid) fiel von 25,6 % im März auf 24,3 % im April 2022.

Top 5 nach Herstellern

Hybrid-PKW (ohne Plug-in): 156.630 (01-04/2022)

Audi (mit 10 Modellen): 20,5%
BMW (mit 12 Modellen): 14,5%
Mercedes (mit 9 Modellen): 11,4%
Toyota (mit 6 Modellen): 11,1%
Ford (mit 8 Modellen): 7,1%

Hybrid-PKW (mit Plug-in): 89.468 (01-04/2022)

Mercedes (mit 10 Modellen): 17,7%
BMW (mit 8 Modellen): 14,5%
Audi (mit 8 Modellen): 9,0%
VW (mit 6 Modellen): 7,5%
Seat (mit 3 Modellen): 6,5%

Elektro-PKW: 105.847 (01-04/2022)

Tesla (mit 2 Modellen): 14,2%
VW (mit 4 Modellen): 9,1%
Hyundai (mit 3 Modellen): 8,3%
BMW (mit 4 Modellen): 7,3%
Audi (mit 3 Modellen): 6,5%

Die beliebtesten zehn E-Modelle in 04/2022 (Gesamt: 22.175) waren:

Fiat 500: 1.827 (Minis)
BMW i3: 1.180 (Kleinwagen)
Hyundai Kona: 1.117 (SUV)
Skoda Enyaq: 1.030 (SUV)
Audi E-Tron: 1.007 (SUV)
Smart ForTwo: 947 (Minis)
Opel Corsa: 859 (Kleinwagen)
VW ID4: 814 (SUV)
Renault ZOE: 742 (Kleinwagen)
Peugeot 208: 672 (Kleinwagen)

Herausgefallen ist Tesla mit seinem Model 3 und Model Y (im ersten Monat eines Quartals sind deren Zulassungszahlen stets gering) und so ging der erste Platz an den Fiat 500. Der Opel Corsa und der Peugeot 208 schafften es wieder unter die ersten Zehn.

Quelle

Anpassung der E-Auto-Förderung ab 2023 geplant

Das Wirtschaftsministerium beabsichtigt die Kaufsubvention von E-Autos (allein das staatliche Fördervolumen liegt bisher bei rund 4,6 Milliarden Euro) ab 2023 stärker auf den Klimaschutz auszurichten.

So soll die Förderung von Plug-in-Hybriden komplett wegfallen. Der Gesamtzuschuss beträgt bisher zwischen 4.500 und 6.750 Euro. Begründet wird dies, dass Hybrid-Fahrzeuge nur beim rein elektrischen Fahrbetrieb umweltfreundlich sind und zudem marktgängig sind und daher keine Förderung mehr benötigen.

Bei den reinen E-Autos soll der staatliche Zuschuss im Jahr 2023 auf 4.000 Euro reduziert werden und in den Jahren 2024 und 2025 noch 3.000 Euro betragen (bisher beträgt der Gesamtzuschuß zwischen 7.500 und 9.000 Euro).

Da die Förderung erst mit der Zulassung gewährt wird, könnten durch die derzeit langen Lieferzeiten so manche Kunden leer ausgehen.

Ob mit diesen Anpassungen und den derzeitig schwachen Absatzzahlen sich das „Ampel“-Ziel von 15 Millionen vollelektrischen PKW bis 2030 realisieren lässt, erscheint doch mehr als unwahrscheinlich.

Quelle

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

Rüdiger Stobbe betreibt seit über sechs Jahren den Politikblog www.mediagnose.de