Waldzerstörung für Windräder ist gestartet: Harvester fressen sich durch Grimms Märchenwald

von AR Göhring

Als Holzvollernter, Waldvollernter oder Kranvollernter (englisch harvester) bezeichnet man spezielle Holzernte-Maschinen. Diese fressen sich gerade durch den hessischen Reinhardswald, der als „Märchenwald“ bezeichnet wird, da viele von Grimms Märchen hier spielen (sollen). Pikant: Die Bagger-Säger legten nur Minuten nach der Genehmigung los und haben laut BILD jetzt schon fast alle der zu fällenden Bäume erledigt.

Darunter fast 200 Jahre alte Veteranen, die im Falle der Deutschen Eiche (Quercus robur) vielleicht noch 600 Jahre vor sich gehabt hätten. Wofür? Für den Profit von Windpark-Betreibern, die 18 Riesenräder mit 241 Meter Höhe und 150 Metern Rotordurchmesser mit noch größerem Stahlbetonfundament inm den Wald klotzen. Wird es wenigstens Strom bringen? Irrelevant – Zappelstrom von Windgeneratoren ist ohne Speicherung meist nutzlos, und in den Mittelgebirgen, mit Bäumen als Windbrechern nebendran, wird eh nicht viel ankommen. Hauptbetriebsart Stillstand ist zu erwarten. Und in 20 Jahren werden die Monster sowieso stillgelegt werden, da Windkraft per se unwirtschaftlich ist und von Subventionen lebt.

Fundamentarbeiten für Riesen-WEA im Sauerland




Die Klimaschau von Sebastian Lüning: Wie nachhaltig sind Biobrennstoffe wirklich?

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Das Thema der 96. Ausgabe ist Biobrennstoffe. 0:00 Begrüßung 0:18 Biokraftstoffe 7:18 Biogas 10:40 Holzpellets 17:40 Robin Wood

▬ Bildlizenzen ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Biokraftstoff-Produktion der letzten 30 Jahre: https://ourworldindata.org/grapher/bi… Animation Entwicklung der Biokraftstoff-Produzenten: https://www.youtube.com/watch?v=Lsuyz… Bioktraftstoff-Produzenten in Europa: https://de.statista.com/infografik/23… Drax-Fernansicht: Paul Glazzard (https://commons.wikimedia.org/wiki/Fi…), „Northeast of Drax – geograph.org.uk – 581958“, https://creativecommons.org/licenses/… Alle anderen ungekennzeichneten Bilder: Pixabay.com ▬ Musiklizenzen ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Eingangsmusik: News Theme 2 von Audionautix unterliegt der Lizenz Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 4.0“. https://creativecommons.org/licenses/…, Künstler: http://audionautix.com/




Peter Ridd: Wie können wir die Wissenschaft vor der Korruption retten?

von AR Göhring

Unser Referent Peter Ridd, der wegen falscher Ansichten von seiner australischen Universität gefeuert wurde, berichtete auf der 13. und 14. EIKE-Konferenz davon, daß das berühmte Große Barriere-Riff 100km vor der Küste laufend an allem möglichen stürbe – an Medikamentenrückständen im riesigen Pazifik, an Schlammeinträgen nach Regengüssen an Land, und – natürlich – am Klimawandel.
Ridd erwähnte, daß führende Wissenschaftler und Publizisten wie Richard Horton (The Lancet) und John Ioannidis (Universität Stanford) das bestehende Kollegen-Gutachter-System als – gelinde gesagt – völlig unzureichend zur Qualitätssicherung der Wissenschaften ansehen. In Gera machte er via Netzkonferenz im November 2021 Vorschläge, wie man das ändern könnte. Wir befragten ihn noch einm,al gesondert dazu.

EIKE: Lieber Prof. Ridd,
in Ihrem Vortrag auf der EIKE-Konferenz in Gera haben Sie berichtet, daß australische Riff- und Klimawissenschaftler Katastrophen melden und damit die Politiker vor sich hertreiben. Gibt es nicht auch das Gegenteil? Immerhin hat Margaret Thatcher das Märchen von der CO2-Klimatheorie in Europa salonfähig gemacht, indem sie willfährige Forscher mit Subventionen bestochen hat.

Ridd: Zweifellos gibt es Politiker, die sich durch Bestechung von Wissenschaftlern einen Vorteil verschaffen, aber ich denke, daß die Politiker eher die Marionetten der Wissenschaftsorganisationen sind als andersherum.

Unsere Recherchen haben ergeben, daß Australien und Neuseeland Vorreiter der Klimakollaps-Theorie sind. Deutsche Panikmacher haben dort studiert, und Canberra ist mit seiner Energiepolitik der Berliner Energiewende etwa zehn Jahre voraus. Warum sind die Vorzeigedemokratien in Down Under so verwundbar?

Ich bin nicht davon überzeugt, daß Australien viel schlimmer ist als Europa, obwohl Neuseeland sicherlich so verrückt ist, wie es nur geht. Australien hat weiterhin Kohle exportiert, weil sie unser zweitwichtigstes Exportgut ist – das hat sogar unsere sozialdemokratischen [Labour-] Regierungen gezwungen, bei den Kohleminen ein wenig praktisch zu sein. Wir haben keine so völlig selbstmörderische Energiepolitik wie Deutschland. Wir haben eine große Fracking-Industrie, vor allem in Queensland – eingeführt von einer Labour-Regierung. Aber Australien ist führend in Sachen Klimakatastrophe, wie Sie sagen. Ein Grund dafür ist, dass wir das Große Barriere-Riff haben, wo bei heißem Wetter gelegentlich große Mengen an Korallen absterben. In Verbindung mit der Tatsache, daß das Riff unter Wasser liegt und daher im Allgemeinen nicht zu sehen ist und vor mehr als 50 Jahren nur sehr wenig darüber bekannt war, konnten Wissenschaftler die Welt davon überzeugen, daß es in einem schlechten Zustand ist. Kein anderes Land hat ein Naturwunder, das angeblich durch den Klimawandel so gut wie tot ist.

Ein letzter Grund dafür, daß Australien mehr als jedes andere Land auf erneuerbare Energien gesetzt hat, ist die Tatsache, daß Solarenergie in Australien tatsächlich einen gewissen Sinn macht, vorausgesetzt, man versucht nicht, einen zu hohen Anteil am Energiemix zu erreichen. Wir haben viel Sonne, viel trockenes, nutzloses Land, auf dem wir Solarzellen aufstellen können, und die Spitzenlasten sind dann, wenn die Sonne am besten scheint. 100 % erneuerbare Energien anzustreben ist verrückt, aber 20-25 % sind für Australien wahrscheinlich sinnvoll.

Um Gruppendenken und die Bildung von Filterblasen zu vermeiden, empfehlen Sie die Einrichtung eines Institutes für Wissenschaftliche Revision. Gute Idee – aber ist die „Katastrophen“-Wissenschaft nicht so profitabel, daß eine solche Institution nicht einmal die Chance hat, wirklich unabhängig zu sein? Ein Schicksal wie das der „Faktenchecker“-Journalisten scheint vorprogrammiert.

Ich neige dazu, Ihnen zuzustimmen, und ich gestehe, daß ich mit der Zeit immer weniger von dieser Idee begeistert bin. Es scheint, daß alle Institutionen übernommen werden. Aber wir müssen etwas tun. Das Versagen der Institutionen der Wissenschaft ist die Wurzel des Problems. Eine Alternative zum Institut für Wissenschaftliche Revision wäre, daß die einzelnen Regierungen ihre eigenen Überprüfungen durchführen. Eine konservative Regierung ist beispielsweise in der Lage, größere Überprüfungen vorzunehmen, indem sie Wissenschaftler oder Organisationen zur Überprüfung der Wissenschaft direkt finanziert. Es besteht kein Bedarf an einem quasi unabhängigen Amt für wissenschaftliche Überprüfung, das von den Bösewichten übernommen werden könnte.

Wie sehen Sie mittelfristig die Zukunft der korrumpierten Riff-Wissenschaft und Ozeanographie? Das Klima auf der Erde wird dank des Großen Solaren Minimums immer kälter, und dem Großen Barriereriff geht es prächtig, wie Tauchtouristen mit eigenen Augen sehen können. Diese Tatsachen lassen sich nicht mehr lange leugnen.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob die Erde kälter wird – wir werden sehen. Ich hoffe, dass die Fakten am Riff für sich selbst sprechen und daß das Debakel der Wuhan-Grippe viele Menschen davon überzeugt hat, daß eine gründliche Überprüfung unserer wissenschaftlichen Einrichtungen in einer Vielzahl von Fragen notwendig ist. Der Optimist in mir hofft, daß dies wie der Fall der Berliner Mauer sein wird und der Wandel plötzlich, fast ohne Vorwarnung, und möglicherweise recht bald eintreten wird. Wenn die Menschen erst einmal mit der Realität von Netto-Null konfrontiert sind, wird ein gewisses Maß an Praktikabilität unvermeidlich sein. Aber die Institutionen sind so korrumpiert, es gibt so viele Einzelinteressen, und das Klima könnte sich noch jahrzehntelang sanft erwärmen (ganz natürlich), so daß wir noch lange warten müssen. Wir müssen also weitermachen, niemals aufgeben und hoffen, dass sich die Vernunft durchsetzt.




‚Klima – Interessen – Wissenschaft‘ mit Michael Limburg, Timm Herbst, Wätzold Plaum und Dirk Pohlmann

Die faire Internet-Talk-Show mit Jens Lehrich und seinen Gästen Michael Limburg, Timm Herbst, Wätzold Plaum und Dirk Pohlmann.

Da die Gesprächsrunden in ARD, ZDF und den ganzen Privatsendern kaum noch als fair bezeichnet werden können, weil Interessensvertreter und grüne Politiker dort fast unwidersprochen exklusiv ihre Weltsicht präsentieren können, bilden sich im Sinne der Evolutionstheorie Darwins andere Anbieter, die die alten Dinosaurier zumindest dezimieren können. Ein gutes Beispiel dafür ist die Sendung Fair Talk. In der aktuellen Ausgabe, aufgezeichnet am 9. Dezember 2021 in Dresden, treffen zwei Klimaskeptiker und zwei Alarmisten aufeinander.

 




Woher kommt der Strom? Energiewende zum Scheitern verurteilt

Weswegen ist die Energiewende, wie sie in Deutschland geplant wurde und umgesetzt wird, zum Scheitern verurteilt? Die vierte Analysewoche (Abbildung) bietet exemplarisch Antworten auf diese Frage. 

Flautentage zu Beginn, viel Windstrom zum Wochenende

Die Woche begann mit zwei Flautentagen. Auch nach einer angenommenen Verdreifachung der tatsächlichen Stromerzeugung mittels Windkraft und Photovoltaik (PV) wären am Montag noch 0,69 TWh (Tag 23), am Dienstag noch 0,75 TWh (Tag 24) elektrische Energie in Form von Strom notwendig gewesen, um den Bedarf Deutschlands zu decken (Abbildung 1). Das sind für zwei Tage 1,44 TWh, die aktuell und auch in den nächsten Jahren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht per Speicherstrom zur Verfügung gestellt werden könnten. Auch ein Stromimport in dieser Größenordnung ist reines Wunschdenken. Unsere Nachbarn benötigen ihren Strom selbst. Außerdem ist es – wie aktuell von Deutschland üblich – inkonsequent, mittels Kernkraft und Kohle erzeugten Strom zu importieren. Würde so erzeugter Strom von Deutschland als Importstrom abgelehnt, wären hier schon lange die Lichter aus. Regenerativ erzeugter Strom unserer Nachbarn würde niemals ausreichen, um Deutschland zusätzlich zu versorgen. Es mag sein, dass irgendwo immer der Wind weht. Die Sonne scheint – über den Wolken – ohnehin dauerhaft. Die Frage ist, ob die Windkraft- und PV-Anlagen genügend Wind- und Solarenergie zwecks Stromproduktion zur Deckung des Strombedarfs Deutschlands, Europas geliefert bekommen. Das ist doch mehr als zweifelhaft, wenn schon in ganz Deutschland Flaute herrscht. Deshalb entpuppt sich der Spruch „Irgendwo weht der Wind, scheint die Sonne immer“ als ´Dummspruch` von Leuten, die keine Ahnung haben. Das sind auf der bundesrepublikanisch-politischen Verantwortungsebene leider die meisten Personen: Ahnungslos und unfähig hinzuzulernen. Dafür sind sie ideologisch verbohrt und ganz fest im Glauben, dass ohne die Energiewende in Deutschland die Welt innerhalb weniger Jahre untergehen würde. Weil keine Länder dem Vorbild Deutschlands nacheifern könnten. Wenn es das deutsche Energiewendevorbild nicht gäbe. Ich möchte meine Ausführungen zur Ahnungslosigkeit und Lernunfähigkeit der angeblich Kenntnisreichen noch ergänzen. Unsere politischen und gesellschaftlichen Eliten sind absolut naiv und weltfremd in ihrer ideologischen Energiewendeblase gefangen. Ein realer Albtraum. Der Rest der Welt lacht.

Preisfindung in einer Marktwirtschaft

Ein weiterer Aspekt ist die Preisfindung für Strom. Gebetsmühlenartig wiederholen unsere Freunde der Energiewende, dass mittels Windkraft- und PV-Anlagen erzeugter Strom doch so günstig sei. Das mag für die Stromgestehungskosten vielleicht gelten. Bleibt allerdings die Frage, warum seit über 20 Jahren die Förderung des regenerativ erzeugten Stroms in Form von Garantiepreisen notwendig ist. Warum werden so viele Anlagen, die aus dieser Förderung herausfallen, abgebaut?

Hier bietet ein Blick auf die vierte Analysewoche gute Erkenntnismöglichkeiten (Abbildung 2). An den beiden Flautentagen reichen regenerativ und konventionell (Abbildung 3) erzeugter Strom nicht aus, um den Bedarf zu decken. Der Import von Strom wird in erheblichem Umfang notwendig. Der Strompreis steigt in der Spitze auf 400€/MWh. Egal wie niedrig die Gestehungskosten sind. Selbstverständlich könnten die Konventionellen noch Kraftwerke hochfahren. Doch warum? Sie nehmen lieber den hohen Ertrag mit, den die schwache regenerative Erzeugung verursacht.

Ab Mittwoch geht es in die andere Richtung. Die regenerative Stromerzeugung steigt an. Zum Wochenende erreicht sie ihre Höchstproduktion. Das führt in Verbindung mit dem geringen Bedarf zum sukzessiven Preisverfall (Abbildung 4). Am 30.1.2022, 0:00 Uhr bis 15:00 Uhr liegt der Strom-Exportpreis zwischen 2,03€/MWh und 14,04€/MWh. Erst zum Vorabend ab 17:00 Uhr, als der Bedarf steigt, ziehen die Preise wieder an. Welche Länder am Stromhandel der vierten Analysewoche teilnehme, dieser Chart ist ebenfalls unter Abbildung 4 abgelegt. Der zeitweise sehr geringe Strompreis hat nun nichts mit den günstigen Gestehungskosten der Regenerativen zu tun, sondern liegt am marktwirtschaftlichen Prinzip von Angebot und Nachfrage. Während die konventionellen Stromerzeuger ihre Produktion der Nachfrage anpassen können, ist regenerativ erzeugter Strom immer mit Einspeisevorrang zu vermarkten. Unabhängig davon, welche Auswirkungen diese Vermarktung auf den Preis hat. Und, weil die konventionelle Produktion zwecks Netzstabilisierung immer minimal aufrechterhalten werden muss, ist zu viel Strom im Markt. Dieser Sachverhalt führt zum Preisverfall. Nicht die geringen Gestehungskosten der regenerativen Stromerzeugung. Wobei ´gering` zunächst mal nur behauptet ist. Allein der noch zu bauende Gas-Backup-Kraftwerkspark, den Deutschland vorhalten muss, um das Land bei Flaute zu versorgen, kostet Unmengen Geld, Material und Fachkräfte. Ein ausreichendes und günstiges Versorgen des Landes ausschließlich mit regenerativ erzeugtem Strom, ist, wie oben gezeigt, nicht mehr als ein Traum. Wenn dann noch der geringe Nutzungsgrad bezogen auf die installierte Leistung der regenerativen Kraftwerke eingerechnet wird, verschärft sich die Kostenfrage. Schon jetzt hat Deutschland die höchsten Strompreise absolut. Ein Ende der Strompreis-Fahnenstange ist bei geplanten Investitionsvolumina der Ampel von 50 Mrd. € und mehr pro Jahr nicht abzusehen. Ich behaupte, dass in Verbindung mit anstehenden EU & Euro-Kosten, den Kosten für Corona, den Kosten für die Versorgung zugewanderter Menschen, ich behaupte, dass die Bundesrepublik Deutschland in zwei bis fünf Jahren ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Es sei denn, es gäbe einen massiven Wandel. Den allerdings sehe ich nicht. Die Deutschen tendieren leider dazu, das Glas immer bis zur bitteren Neige auszuleeren. 

Schauen Sie sich die kompletten Werte der vierten Analysewoche an und vergleichen Sie diese mit den Jahren ab 2016. 

Die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und der daraus generierte Chart liegen unter Abbildung 5. Es handelt sich um Werte der Nettostromerzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose kommt“, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Der höchst empfehlenswerte virtuelle Energiewende-Rechner (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.) ist unter Abbildung 6 zu finden. Ebenso wie der bewährte Energierechner.

Die Charts mit den Jahres- und Wochenexportzahlen liegen unter Abbildung 7Abbildung 8 zeigt einen Vortrag von Professor Brasseur von der TU Graz. Der Mann folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft.

Die Arroganz der Macht – hier: Der Volkswagenkonzern

Unter Abbildung 9 ist ein Vorgang dokumentiert, der Unverfrorenheit und Leichtfertigkeit eines Weltkonzerns – hier Volkswagen (VW) – in Sachen Greenwashing aufzeigt. Es werden in einer Pressemitteilung Absichten in Sachen Stromerzeugung mit Angaben unterfüttert, die sachlich unkorrekt, weil maßlos über- (Strommenge) und untertrieben (Kosten) sind. Ich habe mit einem Anruf und einer E-Mail an den zuständigen Mitarbeiter freundlich auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht. Die E-Mail und die Antwort einer Mitarbeiterin finden Sie unter Abbildung 9. Die Antwort ist ein Dokument jeglicher Ahnungslosigkeit und/oder Verdummungstaktik. Auf meine Bitte, den Sachverhalt erneut zu recherchieren und zu korrigieren – ebenfalls unter Abbildung 9 abgelegt –, erhielt ich diese endgültige, „ausgeschriebene“  Antwort. 

Guten Tag Rüdiger Stobbe, vielen Dank für Ihre an den Vorstand der Volkswagen AG gerichtete E-Mail. Wir bedanken uns für Ihre konstruktiven Hinweise im Zusammenhang mit unserer Pressemitteilung „Komfortabel, vernetzt und nachhaltig: neue Lösungen für das Laden der elektrischen Volkswagen Modelle“ vom 15.12.2021 und bedauern es sehr, dass Sie mit der bisherigen Bearbeitung Ihres Anliegens durch die Kollegen unserer Konzernkommunikation nicht zufrieden sind.  Gern haben wir uns zur individuellen Abstimmung über die Sachlage direkt mit unserem zuständigen Fachbereich in Verbindung gesetzt.Im Ergebnis müssen wir Ihnen mitteilen, dass sich für uns keine bislang unberücksichtigten Aspekte ergeben haben und verweisen daher auf die vorangegangene umfangreiche  Korrespondenz mit unserer Pressesprecherin Katrin Hohmann. Darüber hinaus gestatten Sie uns bitte den Hinweis, dass wir die Angelegenheit als ausgeschrieben betrachten und daher etwaige zukünftige Nachrichten von Ihnen – sofern sich keine neuen Faktoren ergeben – kommentarlos zur Kenntnis nehmen werden. Viele Grüße und bleiben Sie gesund“ Quelle

Die Antwort ist m. E. doch recht dümmlich und belegt, dass auch Großkonzerne glauben 1 + 1 = 11. Der Vorgang mit dem Beleg für diese Behauptung liegt unter Abbildung 9 ab.  

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche ab 2016 in den Tagesanalysen. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vieles mehr. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Überhaupt ist das Analysetool stromdaten.info ein sehr mächtiges Instrument, welches nochmals erweitert wurde:

  • Strom-Import/Export: Die Charts
  • Produktion als Anteil der installierten Leistung
  • Anteil der erneuerbaren und konventionellen Erzeugung am Bedarf
  • Niedrigster, höchster und mittlerer Strompreis im ausgewählten Zeitraum

sind Bestandteil der Tools „Stromerzeugung und Bedarf„, „Zeitraumanalyse“ sowie der Im- und ExportanalyseCharts & Tabellen. Schauen Sie mal rein und analysieren Sie mit wenigen Klicks. Die Ergebnisse sind sehr erhellend.

Ist ein Land mit hohen Stromexporten auch für Flautenzeiten gewappnet?

Mit der Frage, ob Deutschland als Stromexporteur genügend Strom auch für die Zeit schwacher regenerativer Stromerzeugung zur Verfügung steht, befasst sich dieser Artikel ausführlich. 

Tagesanalysen

Montag, 24.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 23,72 Prozent, davon Windstrom 9,87 Prozent, PV-Strom 2,88 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,98 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der Montag der vierten Analysewoche bringt kaum Wind- und PV-Strom. Eine fast zwei Tage andauernde Strom-Versorgungslücke tut sich auf. Die Konventionellen schließen die Lücke nicht.  Deshalb explodiert der Strompreis von dem sie auch profitieren.  Der Handelstag.

Klicken Sie auf den ´Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016` oben im jeweiligen Faktenabsatz und schauen Sie sich die Gewinner der nach Deutschland exportierenden Länder und vieles mehr an.  

Dienstag, 25.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 22,81 Prozentdavon Windstrom 9,75 Prozent, PV-Strom 2,03 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,04 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der Dienstag gleicht dem Montag verblüffend. Die Konventionellen fahren kein weiteres Kraftwerk hoch. Sie wissen bereits, dass ab Mittwoch der Wind verstärkt wehen wird. Wieder ist die Lücke da, wieder explodiert der Preis. Der Handelstag.

Mittwoch, 26.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 40,10 Prozent, davon Windstrom 29,13 Prozent, PV-Strom 1,39 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,58 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Die Windstromerzeugung steigt, die Konventionellen führen gut nach, die Preise sinken in der Tendenz, sind aber noch auf hohem Niveau. Der Handelstag.

Donnerstag, 27.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 60,40 Prozent, davon Windstrom 49,65 Prozent, PV-Strom 2,04 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 8,71 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Die regenerative Erzeugung ist heute so stark, dass die 150€/MWh-Marke nicht überschritten wird. Die Konventionellen führen wieder gut nach. Der Handelstag.

Freitag, 28.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 59,29 Prozent, davon Windstrom 43,33 Prozent, PV-Strom 3,47 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,48 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der Freitag bringt eine leichte Winddelle auf hohem Niveau. Eine Stromlücke zu Vorabend kann gerade so von den Konventionellen vermieden werden.  Der Tageshöchstpreis von 260€/MWh um 17:00 Uhr kann ´mitkassiert` werden. Der Handelstag.

Samstag, 29.1.2022: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 73,45 Prozent, davon Windstrom 62,63 Prozent, PV-Strom 1,31 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,51 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Samstag: Wenig Bedarf, viel regenerativ erzeugter Strom: Die Preise fallen, erholen sich im Zick-Zack wieder etwas und erreichen um 18:00 Uhr zum Vorabend schlappe 123€/MWh. Tageshöchstpreis.  Die Konventionellen drosseln, soweit sie können (Netzstabilität, die Stromerzeugung.  Der Handelstag.

Sonntag, 30.1.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 70,44 Prozent, davon Windstrom 56,53 Prozent, PV-Strom 3,90 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,01 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Heute erreicht die regenerative Stromerzeugung fast den Bedarf. Zumindest bis zum Sonnenuntergang. Die Konventionellen drosseln unter 20 GW. Das ist möglich, weil der Bedarf so gering ist. Die Preise liegen für etliche Stunden unter20€/MWh. Der Handelstag.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr. Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

Rüdiger Stobbe betreibt seit über fünf Jahren den Politikblog www.mediagnose.de.