Das Murmeltier am Roten Meer

von Hans Hofmann-Reinecke

Alljährlich grüßt das Murmeltier, diesmal aus Sharm el Sheikh. Die 27. UN-Konferenz zum Thema Klimawandel findet 2022 im Taucherparadies an der Südspitze der Halbinsel Sinai statt. Und auch diesmal wird man in harter Arbeit zu dramatischen Erkenntnissen und dystopischen Prognosen kommen, die den Rest der Welt in Angst und Schrecken versetzen werden.

Das Murmeltier als Symbol sinnloser Wiederholungen stammt aus einem Film mit Bill Murray, der als Reporter alljährlich über ein meteorologisches Ereignis berichten muss, in dem das possierliche Nagetier eine wichtige Rolle spielt. Die unerbittliche Wiederholung dieser ungeliebten Aufgabe erzeugt in ihm die Illusion, die Zeit sei stehengeblieben. Die UN Klimakonferenz, die sich seit 1995 jedes Jahr wiederholt, erinnert an diese Geschichte; in jeder Konferenz wird von Neuem betont, es sei fünf vor zwölf. Seit einem viertel Jahrhundert also steht die Uhr still.

Tatsächlich ist diese Veranstaltung – Sie haben das vielleicht schon geahnt – ein internationaler Wettbewerb in Sachen Betroffenheit und Gutmenschentum, wo sich Gleichgesinnte gegenseitig Medaillen umhängen und anschließend an den Trögen mit den Dollars um die Pole-Position rangeln. Bei der COP25 in Madrid im Jahr 2019 rangelten sich da übrigens 35.000 Teilnehmer.

Die Wissenschaft steht im Hintergrund, es geht tatsächlich nur um Politik und Geld. Was als Ergebnis veröffentlicht wird ist dann ein Potpourri aus Horrormeldungen über das Ende der Welt, das nur vermieden werden kann, wenn wir uns alle mit Uhu auf die Straße kleben. Ziel ist es, die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen, um sie gefügig zu machen.

Dieser Artikel soll Sie über die Fakten aufklären. Er ist die Schutzimpfung gegen das Angstvirus der Klimapandemie, welches in den Laboratorien vom International Panel of Climate Change entwickelt wurde und jährlich in neuen Mutationen freigesetzt wird. Und falls es mit dieser einmaligen Immunisierung nicht klappen sollte, dass werden wir Ihnen demnächst ein Booster anbieten.

Erderwärmung oder Klimawandel?

Zunächst eine Unterscheidung: Beim Klimawandel geht es weder um Plastikmüll am Strand noch um Smog in den Metropolen. Es geht ausschließlich darum, dass es wärmer wird und dass die Menschheit daran schuld ist.

Diese Behauptung kann man in sechs Thesen aufteilen. Das tun wir jetzt und prüfen jede These auf ihre Plausibilität:

These 1: Es wird immer wärmer

Wo steht eigentlich dieses wichtige Thermometer, welches die Temperatur unserer Erde misst? Nun, die mittlere Erdtemperatur ist eine fiktive Zahl, die aus Tausenden von Messungen errechnet wird, die, über den Globus verteilt, an Land, auf See, im Sommer, im Winter, Tag oder Nacht laufend durchgeführt werden. Davon nimmt man dann einen Mittelwert.

Seit es Satelliten gibt misst man die Temperatur vom Weltraum aus. Da sind solche kontaktlosen Thermometer an Bord, wie wir ihnen während Corona auf Schritt und Tritt begegnet sind. Die schauen sich die Wärmestrahlung an, die vom menschlichen Körper oder von der Erdoberfläche ausgeht, und berechnen dann, wie warm es ist.

Der Mittelwert liegt so bei 14°C, und der ist in den letzten 50 Jahren um ca. 0,4°C angestiegen.

Zwischen 2001 und 2012 ist die Temperatur übrigens konstant geblieben. Die Experten sprachen dann von einer Pause oder Lücke (lat.: „hiatus“) im Erwärmungsprozeß. Sicherheitshalber tauften sie ihr Anliegen bei der Gelegenheit um: statt von „Global Warming“ spricht man jetzt von „Climate Change“. Das Klima wird sich ja immer ändern, bei der Temperatur ist man aber unsicher geworden.

Was ist also unser Urteil zu These 1? ist sie richtig oder falsch? Sie ist plausibel.

These 2: Die Konzentration von CO2 in der Luft hat zugenommen

Das ist eine einfach zu messende Größe. Ihr durchschnittlicher Wert ist in den vergangenen 50 Jahren von 330 auf 430 ppm angestiegen. Anders ausgedrückt, vor 50 Jahren hätte man unter einer Million Luftmoleküle 330 CO2-Teilchen gefunden, heute findet man 430. Das ist nicht viel, weniger als ein halbes Molekül unter tausend, aber es genügt, um die Pflanzenwelt auf unserem Planeten am Leben zu erhalten. Ohne CO2 könnten also auch wir nicht leben.

Das CO2 kann örtlich weit über diesem Wert liegen, etwa in Räumen mit vielen Personen, die Sauerstoff ein- und CO2 ausatmen. Da kann es dann durchaus mal 1000 ppm geben, aber dann wird spontan der Ruf nach frischer Luft laut.

Anders als Smog oder Schwefeldioxid verteilt sich CO2 ziemlich gleichmäßig über die Welt. Wenn die Fabriken in China also so viel Dreck ausstoßen, dass man den Himmel über Peking nicht mehr sieht, dann bleibt der weiß-blaue Himmel über Bayern davon unberührt. Das CO2 aber, das aus den chinesischen Kraftwerken kommt, das verteilt sich global.

Unser Urteil zu These 2: keine Frage, die ist richtig.

These 3: Die Zunahme von CO2 ist vom Menschen verursacht

Wenn man die oben angegebene Zunahme von ca. 100 ppm auf die gesamte Erdatmosphäre umlegt, dass kann man die Tonnen CO2 berechnen, die hinzu gekommen sind. Vergleicht man das mit der Menge an Kohlenstoff, der in Form von Kohle oder Erdöl in der Zeit von der Menschheit verbrannt wurde, und bedenkt man, dass aus jedem Kilogramm Kohlenstoff 3,7 kg CO2 erzeugt wurden, dann sieht man, dass wir Menschen dazu einen wesentlichen Beitrag geleistet haben.

Unser Urteil zu These 3: sie ist plausibel

These 4: Die CO2-Zunahme verursacht eine Erwärmung der Erde

Die Erdoberfläche nimmt eine solche Temperatur an, dass die von ihr in Form von infraroter Strahlung ins Weltall abgegebene Leistung im Mittel gleich der von der Sonne empfangenen ist (Wärmequellen im Inneren der Erde vergessen wir mal).

Wird die infrarote Abstrahlung aber irgendwie behindert, dann erhöht sich die Temperatur so lange, bis das Gleichgewicht Output = Input wieder hergestellt ist. Eine solche Behinderung findet nun tatsächlich in der Atmosphäre statt, in der so genannte Treibhausgase gewissen Anteilen der infraroten Strahlung bei ihrer Reise ins Universum im Wege stehen.

In erster Linie sind das der Wasserdampf in der Luft und dann das CO2. Ohne die beiden läge die Temperatur der Erde nicht bei angenehmen 15°C, sondern vermutlich in der Nähe von -7°C. An dieser Stelle also ein kurzes Dankeschön an CO2 und H2O, welche die Erde dazu bringen, sich ein paar Grad freundlicher zu zeigen. Die Frage ist nun, ob die in These 2 besprochene Zunahme von CO2 vielleicht ein Zuviel des Guten sein könnte.

Gegenfrage: wie viele Wärmegrade verursacht denn der Anstieg um 100 ppm CO2 in der Atmosphäre? Hier lagen die Antworten der Klimapäpste und -Kaplane immer falsch. Aber das kann man ihnen nicht zum Vorwurf machen, denn es lässt sich nicht berechnen. Solch entscheidende Faktoren wie die Zunahme von Wolken, die das Sonnenlicht an ihrer weißen Oberseite gleich mal zurück ins All reflektieren, lassen sich nicht berechnen, auch nicht von den teuersten Computern.

Was man den Klimapäpsten durchaus vorwerfen kann ist, dass sie das nicht zugeben.

Unser Urteil zu These 4: Eine geringe Erderwärmung durch mehr CO2 ist plausibel, man kann ihr Ausmaß aber nicht berechnen.

These 5: Die durch CO2 verursachte Erwärmung gefährdet Lebensräume von Mensch und Tier.

Hier warnen die Klimajünger vor Anstieg des Meeresspiegels, schmelzenden Eiskappen und „extremem Wetter“. Was diese Warnungen gemeinsam haben: es sind groteske Übertreibungen. Da zeigt man Bilder vom Kölner Dom unter Wasser, aber tatsächlich ist der Meeresspiegel seit 1880 um gerade mal 25 Zentimeter angestiegen. Von diesen 25 cm entfallen übrigens 10 cm auf eine Zeit vor der „industriellen Explosion“, nämlich von 1880 bis 1950, sind also nicht menschengemacht.

Die durch Klimawandel realistischer Weise zu erwartenden Risiken sind im Vergleich zu den seit jeher existierenden Gefährdungen durch die Natur vernachlässigbar. Die veröffentlichten Zahlen der Opfer von „konventionellen“ Naturkatastrophen – Erdbeben, Fluten, Wirbelstürme, Tsunamis, Erdrutschen etc. seit Beginn des Jahrtausends sind – zwar unterschiedlich – aber meist in der Größenordnung von einigen Hunderttausend. Es ist schwer vorstellbar, wie eine Erwärmung um ca. 1°C vergleichbaren Schaden anrichten soll.

Unser Urteil zu These 5: Die von den Experten angegebenen Konsequenzen des Klimawandels sind nicht glaubhaft

These 6: Die Regierungen der Welt müssen dafür sorgen, dass der CO2 – Ausstoß reduziert wird.

Einem Risiko kann man auf zweierlei Weise begegnen: man kann versuchen die Wahrscheinlichkeit seines Eintretens zu verringern, und man kann dafür sorgen, dass der Schaden so gering wie möglich ausfällt, falls es doch eintritt.

Ersteres ist angeblich das Ziel der seit 1995 jährlich stattfindenden, eingangs erwähnten Klimakonferenzen. Hier vereinbart man Maßnahmen, um den Ausstoß von CO2 in die Atmosphäre zu reduzieren. In den 26 Jahren seither ist dieser Wert aber stetig und kräftig gewachsen: von 23 Milliarden Tonnen CO2 im Jahr 1995 auf 36 im vergangenen Jahr. 26 Mal waren die mächtigsten Männer und Frauen dieser Erde also nicht in der Lage, das CO2 in der Atmosphäre um ein paar lächerliche Millionstel zu reduzieren.

Ja, Deutschland macht da bedeutende Anstrengungen in Form der Energiewende. Das hat zwar die CO2-Emissionen des Landes wenig beeinträchtigt, aber auch wenn man auf Null CO2 käme hätte es keinen Effekt, wenn die anderen Länder unvermindert weiter emittieren. Der Preis der Energiewende wird aber für Deutschland astronomisch sein.

Warum geht man eigentlich nicht den anderen Weg, warum reduziert man nicht den Schaden für die Bevölkerung im Falle, dass das angeblich unvermeidbare Risiko eintritt? Warum evakuiert man nicht Hamburg? Warum schätzt man sich nicht vor Malaria? Warum? Weil es offenbaren würde, dass der Kaiser nackt ist

Unser Urteil zu These 6: Die Regierungen der Welt sind nicht willens wirksame Maßnahmen zu verabschieden, weil ihnen klar ist, daß Klimawandel nur ein Theater für die dumme Bevölkerung ist.

Vielleicht haben Sie diese Zeilen etwas immun gegen das Virus namens Erderwärmung gemacht.

Dennoch, ich glaube nicht, dass Worte den Lauf der Dinge aufhalten werden. Aber ich meine doch, dass sie ausgesprochen werden müssen, damit nicht spätere Generationen – wenn es solche überhaupt gibt – unsere Periode für wahnsinnig halten. (Max Born, Physiker)

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors Think-Again. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.




Klimawahn-Aussteiger – Ihre Zahl nimmt zu: drei Schwergewichte

von Michael Klein, sciencefiles

Es ist an der Zeit, ein neues Programm aufzulegen, eines, das es Klimajüngern erlaubt, aus ihrem religiösen Kult auszusteigen. Aussteigerprogramme gibt es derzeit für Neonazis, es gab sie einst für Zeugen Jehowas und andere religiöse Kleinsekten, Al Kaida-Aussteigerprogramm waren mehr oder minder ein Flop, aber es gab und gibt sie dennoch, nur Aussteigerprogramme für diejenigen, die es den Klima-Eiferern helfen, die der größten derzeit tätigen Sekte den Rücken und ins normale Leben zurückkehren wollen, die gibt es nicht.

Zeit, sie auf den Weg zu bringen, denn die Zahl der Aussteiger, sie nimmt zu. Wir haben heute drei Beispiele, um zu belegen, was wir behaupten:

  • die Britische Regierung
  • BlackRock
  • HSBC

Fossil ist das neue “Grün”. Die britische Regierung will vermehrt Natur-Gas fördern.

Deshalb wird aus einem fossilen Brennstoff ein “nachhaltiger”, “grüner” Brennstoff gemacht, was wieder einmal zeigt, dass man sich Idiotien nur so lange leisten kann, so lange man aus dem Vollen schöpft, then “a crisis in the middle east and back to normal”, wie schon Jumbo in der legendären britischen Comedy Serie “Yes, Minister”[Economy Drive] gesagt hat.

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet BlackRock die Klimahysterie beenden wird?

BlackRock beerdigt grünen Aktivismus aus Angst vor Russischem Lieferstopp.
Der Gigant unter den Investitionsunternehmen sagt: Traditionelle Energieformen sind notwendig, um die Sicherheit zu fördern.

BlackRock hat angekündigt, daß das Unternehmen bei allen Aktionärsversammlungen von Unternehmen, an denen es Anteile hält, gegen grünen Aktivistmus stimmen werde. Denn grüner Aktivismus sei zu extrem. Es handelt sich dabei um eine signifikante Kehrtwende von dem Unternehmen, das die meisten Geld-Fonds verwaltet.

Das Unternehmen gibt an besorgt über Vorschläge zu sein, die die Finanzierung von Unternehmen, die mit fossilen Brennstoffen handeln, beenden wollen und die Unternehmen dazu zwingen sollen, Anlagen stillzulegen, um die eigenen Emissionen und die der Lieferketten zu reduzieren.

Es brechen harte Zeiten für Klima-Aktivisten an, sie sind zum Auslaufmodell geworden.

Ein besonders schönes Beispiel stammt von einer Konferenz, die heute in London stattgefunden hat und auf der Stuart Kirk, bei HSBC [Bank] zuständig für das Risikomanagement, ein paar schöne Bonmots gesagt hat, die man so noch vor Monaten nicht gehört hätte. Die Zeiten und die Stimmung haben sich erheblich gewandelt:

“Stuart Kirk hat heute Morgen im Rahmen einer Konferenz den Anwesenden geraten, sich keine Sorgen um den Klimawandel zu machen. Er sei nicht das finanzielle Risiko, über das man sich Sorgen machen müsse. “Es gibt immer irgendwelche Spinner, die einem vom Ende der Welt erzählen”, sagt Kirk.

Kirk, der für ESG-Risiken, also Risiken, die mit Umwelt, Sozialem oder Regierungen verbunden sind, bei HSBC zuständig ist, hat sich auch auf den früheren Chef der Britischen Zentralbank, Mark Carney, und andere Aktivisten eingeschossen, die das mit Klimawandel verbundene Risiko großreden.

Er sagte:

Ich verstehe vollkommen, dass man am Ende seiner Karriere bei der Zentralbank vor viel Zeit steht, die man nun zu füllen hat. Man muß etwas sagen, um die Welt fliegen und auf Konferenzen sprechen und etwas finden, mit dem man den nächsten Typ [Redner] übertrumpfen kann. Aber ich glaube, es ist etwas außer Kontrolle geraten.

In einer weiteren bizarren [Wertung des Redakteurs beim Telegraph] Anmerkung hat der Bank-Chef ausgeführt, dass sich die Menschheit darauf konzentrieren solle, sich an Umweltveränderungen anzupassen.

Er sagte:

Wen interessiert es, ob Miami in 100 Jahren sechs Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Amsterdam liegt seit Jahrhunderten sechs Meter unter dem Meeresspiegel und es ist ein richtig schöner Platz. Wir werden damit zurechtkommen.

Die Anzeichen mehren sich, dass der Klima-Spuk seinem Ende zugeht. Vielleicht beeilt sich die ARD-Tagesschau deshalb, fast jeden Tag ein paar Inder sterben zu lassen und eine Katastrophe in Hitze nach der nächsten im indischen Spätsommer zu berichten….

 

Bilder wie diese haben bald nostalgischen Wert … Erinnerung an die Zeit des Klimawahns…

Anregungen, Hinweise, Fragen, Kontakt? Redaktion @ sciencefiles.org




„Fit-for-55“ und der Krieg: Rette sich, wer kann!

von AR Göhring

Obwohl der Ukraine-Krieg inzwischen jeden denkfähigen Zeitgenossen darüber aufgeklärt haben sollte, dass Energie aus Wind und Sonne mit z.Zeit gerade einmal 5% Anteil an der deutschen Gesamtenergie niemals eine Industrienation antreiben kann, legt Brüssel im Umweltausschuss des EU-Parlaments mit dem „Fit-for-55-Gesetzespaket“ sogar noch nach.

Ganz Europa soll „klimaneutral“ gemacht werden mit einer Konsequenz, die historische Erinnerungen an totale oder totalitäre Umbaufantasien weckt. Fit-für-55 bedeutet nämlich völliges Ausschalten der rationalen Vernunft und des Prinzips der Verhältnismäßigkeit, Appell an Weltverbesserungs- oder sogar Weltrettungsphantasien, Alternativlosigkeit, Verlust bürgerlicher Freiheiten, Hintertreibung der freien Marktwirtschaft, Erdrosselung unternehmerischer Freiheiten,… all dies mit dem Mittel eines undemokratischen Brüsseler Diktats im Namen des „Klimas“.

Sie sollten sich die beiden Dokumentationen zu Fit-für-55 sorgfältig anschauen, damit Sie sehen, was mit Ihnen geplant ist (hier und hier). Das Ganze wird jetzt als „grüner Deal“ bezeichnet, was als Unverschämtheit gelten darf. Zu einem deal gehören nämlich immer zwei, aber hier gibt es den Zweiten gar nicht, nämlich die betroffenen Bevölkerungen. Sie wurden nie gefragt. Andere Bezeichnungen sind „great Reset“ oder „große Transformation“. Diese permanenten Neu- und Umbenennungen bezwecken unübersehbar, den berühmte kleinen Mann von der Straße so lange wie möglich im Unklaren darüber zu lassen, was man mit ihm vorhat.

Noch ein paar Randbemerkungen zu dem Brüsseler Vorhaben: Bis 2035 sollen Verbrennungsmotoren komplett verboten sein. Dabei wird in Brüssel auch noch von „emissionsfreien“ E-Autos gefaselt, obwohl sogar der ADAC nachwies, dass deren CO2-Bilanz keineswegs besser als der von Benzinern oder gar Dieselfahrzeugen ist (hier). Neu kommen jetzt auch energieintensive Bereiche hinzu, die bisher weitgehend vom Klimaschutz-Unsinn verschont waren, nämlich Verkehr und Gebäude.

Mit Hilfe der überarbeiteten Richtlinie zur Förderung der erneuerbaren Energien (RED) soll das EU-Ziel für die Verwendung von erneuerbaren Energien bis 2030 von derzeit 32 Prozent auf 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs angehoben werden. Da die „Erneuerbaren“ angeblich „wettbewerbsfähig“ sind, sind planwirtschaftliche Verbote für andere Technologien unnötig-unlogisch und verraten lediglich die kriminelle Energie der Brüsseler Weltumformer.

Insgesamt widersprechen die ‚Fit-für-55‘-Gesetzesvorlagen den sozialmarktwirtschaftlichen Vorgaben des Vertrags von Lissabon. Aber im Bruch von Verträgen war Brüssel ja schon immer großzügig, so dass vor irgendwelchen Hoffnungen, den Wahnsinn zu stoppen, gewarnt werden muß.




EIKEs Youtube-Kanal startet durch: 20.000 Abonnenten!

Klimaschau, Konferenzvideos, Klimawissen – kurz&bündig, unsere Medienoffensive hat sich ausgezahlt:

Unser Youtube-Kanal bietet über 330 Videos und hat soeben die 20.000 Abonnenten-Marke geknackt! Pro Tag gewinnen wir zur Zeit etwa zehn neue Abos.

Wenn Sie noch nicht zu den regelmäßigen Zuschauern unserer Youtube-Videos gehören, besuchen Sie uns und abonnieren Sie uns mit Glocke!

 




Woher kommt der Strom? Weiter Flaute

von Rüdi Stobbe

Die 18. Analysewoche (Factsheet KW 18) zeichnet sich wie die vergangene Woche (Beide Wochen im Zusammenhang plus Werte) durch sehr schwache Windstromerzeugung aus. Die Konventionellen füllen die Strom-Versorgungslücken nicht komplett auf. Die deutsche Stromwirtschaft setzt auch diese Woche auf den Import von Strom.  Die Preiskurve belegt eindrucksvoll, dass der importierte Strom immer wesentlich teurer ist als der Strom, der von Deutschland insbesondere über die Mittagsspitze exportiert wird. Ergebnis: Deutschland importiert diese Woche gut 211 GWh Strom mehr als exportiert wird und bezahlt dafür gut 64 Mio € (siehe Factsheet KW 18 oben). Das ist ein Ergebnis ähnlich wie in der vergangenen Woche. Zumindest was die Preise anbelangt.

Detailanalyse

Bei der Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und dem daraus generierten Chart handelt es sich um Werte der Nettostromerzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose kommt“, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Nutzen Sie den höchst empfehlenswerten virtuellen Energiewende-Rechner (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.). Ebenso wie den bewährten Energierechner.

Schauen Sie sich an, wie sich eine angenommene Verdoppelung (Original-Excel-Tabelle) bzw. Verdreifachung (Original-Excel-Tabelle) des Wind- und PV-Stroms auswirken würde. Beachten Sie bitte, dass der Strom bei entsprechender Kennzeichnung im Chart (=1) oft eben nur im Tagesdurchschnitt ausreicht. Das ist immer vor allem dann der Fall, wenn, wie an allen Tagen der 17. Kalenderwoche, die PV-Stromerzeugung stark bei gleichzeitig schwacher Windstromerzeugung ist. Da würde Strom zur Deckung des Bedarfs in Zeiträumen fehlen, an denen nur (schwacher) Windstrom zur Verfügung steht. Insbesondere des Nachts. Auch bei einer Verdoppelung oder Verdreifachung würde es nicht reichen. In der Vergangenheit war, aktuell ist die regenerative Stromerzeugung zur kompletten Bedarfsdeckung „Strom in Deutschland“ praktisch immer unzureichend. Dieser Chart belegt den Sachverhalt eindrucksvoll. Man erkennt darüber hinaus, dass zum Beispiel knapp 50 Prozent regenerative Stromerzeugung im Jahr 2020 eben auch nur ein Durchschnittswert ist. In der Jahresübersicht 2020 zum Beispiel schwankt der Tageswert regenerative Erzeugung zwischen 16,6 Prozent am 10. Dezember 2020 und 92,2 Prozent am 16. Februar 2020.

Nach den Tagesanalysen wird ein Ausschnitt aus dem EIKE-Artikel „Preistreiber Energiewende (2)“ zitiert. Der ´Ausbauteil Erneuerbare` des sogenannten Osterpakets von Klimaminister Habeck mit den Ausbauzielen Wind- und Solarkraft wird in seiner Auswirkung dank der grafischen Darstellung von Rolf Schuster sehr schön veranschaulicht.

Die Charts mit den Jahres– und Wochen Im-/Exportzahlen sowie der Vortrag von Professor Brasseur von der TU Graz sind sehr erhellend. Der Mann folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft. Sehr bemerkenswert ist auch der Bericht des ZDF zum aktuellen Windkraftausbau, welcher in der Reihe ZOOM+ gezeigt wurde. Dass die Energiewende faktisch gescheitert ist, veranschaulicht Prof. Fritz Vahrenholt in seinem aktuellen Vortrag beim „Berliner Kreis in der Union“.

Lesenswert ist auch der aktuelle Artikel der Enexion Kolumne zur Energiewende: Energiewende & Wärmepumpe, E-Mobilität – Mit welchem Strom? Mit welchem Nutzen?

Die Werte des bisherigen Jahres 2022 belegen, dass die Energiewende kaum in den angestrebten Zeiträumen gelingen wird. Trotz weiteren Zubaus von Windkraft- und PV-Anlagen liegt die regenerative Stromerzeugung immer noch bei nur gut 50 Prozent. Wobei der Anteil im Sommer sinken wird. Einen Vorgeschmack bietet die aktuelle Analysewoche.

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche 2016 in der jeweiligen Tagesanalyse unten. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vor allem auch die Im- und Exportwerte. Falls Sie den jeweiligen „Handelstagschart“ von Agora vermissen sollten: Einfach über die verlinkte Agora-Chartmatrix aufrufen. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Überhaupt ist das Analysewerkzeug stromdaten.info ein sehr mächtiges Instrument, welches mit dem Tool „Fakten zur Energiewende“ nochmals erweitert wurde.

Wichtige Info zu den Charts: In den Charts von Stromdateninfo ist Solarstrom gelb markiert und IMMER oben, oft auch über der Bedarfslinie. Das bedeutet aber nicht, dass dies der Strom ist, der exportiert wird. Im Gegenteil. Wegen des Einspeisevorrangs wird dieser Strom, genau wie anderer regenerativ erzeugter Strom, bevorzugt in das Netz eingespeist. Zum Export bleibt praktisch nur konventionell erzeugter Strom übrig, der immer allein aus Netzstabilisierungsgründen benötigt wird. Gleiches gilt für zusätzliche Stromsenken, umgangssprachlich Stromverbraucher genannt. Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge zum Beispiel erhöhen den Bedarf erheblich, so sie denn im geplanten Umfang realisiert werden sollten.

Dieser Strom wird aber durchaus nicht regenerativ gedeckt. Die Sonne scheint nicht mehr und länger, der Wind weht nicht stärker, nur weil zusätzlicher Strom benötigt wird. Deshalb wird der zusätzlich benötigte Strom immer zusätzlich konventionell erzeugt. Jedenfalls so lange, bis der „massive Ausbau“ der „Erneuerbaren“ plus Speicher realisiert wurde und 100 Prozent grüner Strom nicht nur im Durchschnitt, sondern auch tatsächlich zur Verfügung steht, wenn er benötigt wird.

Tagesanalysen

Montag, 2.5.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 41,59 Prozent, davon Windstrom 6,2 Prozent, PV-Strom 22,79 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,60 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung  ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Der Montag zeigt das Bild, welches bereits in der vergangenen Woche beherrschend war. Strom wird bei Bedarf teuer importiert. Überschüssiger Strom, insbesondere über die Mittagsspitze, wird wesentlich billiger von Deutschland abgegeben. Bei dem geplanten Ausbau der PV-Stromerzeugung wird sich das Problem verschärfen. Da praktisch keine Speicher zur Verfügung stehen und absehbar auch nicht zur Verfügung stehen werden, wird der dann in großen Mengen überschüssige Strom verschenkt oder gar mit Bonus abgegeben werden. Lesen Sie unten den Auszug nach den Tagesanalysen, der bei EIKE erschienen ist. Die Konventionellen fahren über die Mittagsspitze die Erzeugung herunter. Eine Mindesterzeugung konventionell ist allerdings notwendig, damit das Stromnetz stabil bleibt. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 2. Mai 2022 ab 2016.

Dienstag, 3.5.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 40,84 Prozentdavon Windstrom 9,32 Prozent, PV-Strom 20,12 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,40 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Heute das gleiche Bild wie gestern. Auch konventionell. Allerdings exportiert Deutschland heute mehr Strom als importiert wird. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 3. Mai 2022 ab 2016.

Mittwoch, 4.5.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 34,82 Prozent, davon Windstrom 3,67 Prozent, PV-Strom 18,95 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,20 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Der Mittwoch bringt wieder mehr Importstrom, obwohl die Konventionellen kräftig bullern. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 4. Mai ab 2016.

Donnerstag, 5.5.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 35,27 Prozent, davon Windstrom 3,67 Prozent, PV-Strom 18,38 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,53 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Heute das gleiche Bild wie gestern. Viel Importstrom. Sehr wenig Exportstrom. Die Konventionellen. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 5. Mai ab 2016.

Freitag, 6.5.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 36,94 Prozent, davon Windstrom 5,08 Prozent, PV-Strom 18,70 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,17 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Das gleiche Bild wie gestern. Viel Importstrom. Sehr wenig Exportstrom. Die Konventionellen. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 6. Mai ab 2016.

Samstag, 7.5.2022: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 47,70 Prozent, davon Windstrom 10,75 Prozent, PV-Strom 21,95 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,00 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

´Passend` zum Wochenende (geringerer Bedarf) zieht die Windstromerzeugung etwas an. Die Konventionellen. Das Preisniveau sinkt. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für die Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 7. Mai ab 2016.

Sonntag, 8.5.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,89 Prozent, davon Windstrom 14,42 Prozent, PV-Strom 24,45 Prozent Strom Biomasse/Wasserkraft 15,03 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Dank des geringen Bedarfs und der stärkeren Windstromerzeugung muss am Sonntagmorgen kein Strom netto importiert werden. Erst zum Vorabend entsteht die mittlerweile fast übliche Vorabend-Lücke, die hochpreisig geschlossen werden muss. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für die Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 8. Mai ab 2016.

Der oben angekündigte Auszug aus dem EIKE-Artikel Preistreiber Energiewende (2):

Nach den Plänen von Wirtschaftsminister Habeck sollen die Wind- und Solaranlagen mehr als verdreifacht werden – von 120.000 auf 400.000 Megawatt. Die geplanten neuen Anlagen mit 280.000 MW installierter Leistung verschlingen 560 Milliarden kWh Anlagen Primärenergie. Das sind etwa 15 Prozent des Energiebedarfs eines Jahres. Die Kosten für diesen Ausbau liegen bei 280 Milliarden Euro (3.500 Euro/Einwohner). Das sind acht Prozent des Brutto-Inlandsproduktes oder das Vierfache des Verteidigungsetats. Darüber hinaus werden die Kohlenstoffdioxid (CO2) – Emissionen erhöht. Das politische Ziel, eine Reduzierung von CO2, ist mit diesen Ausbauplänen nicht möglich.

Rolf Schuster hat eine Vorschau der verfügbaren Leistungen nach dem geplanten Ausbau gemacht. Die braune Linie gibt die benötigte Netzlast an. Die hellbraunen Bereiche sind die Leistungen der Regelkraftwerke. Auf den ersten Blick sollten die überschüssigen Strommengen (Leistung x Zeit) ausreichen, die Regelkraftwerke zu ersetzen. Dazu ist aber eine Stromspeicherung erforderlich. Die ist teuer und hat erhebliche Energieverluste. Die Wiederverstromung von Wasserstoff aus Fakepower liefert nur 20 Prozent des eingesetzten Stromes. 80 Prozent gehen verloren. Für die Erzeugung von Wasserstoff aus dem Überschußstrom müssten riesige Elektrolysen mit einer Leistung von 100.000 MW gebaut werden, die nur einen Bruchteil des Jahres laufen. Das sind große Investitionen, deren Bau viel Energie erfordert. Die hohen Speicherverluste dürften zu einem Mangel an Regelstrom führen.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

Rüdiger Stobbe betreibt seit über sechs Jahren den Politikblog www.mediagnose.de