Die Klimaschau 113 – Antarktisches Meereis: Unberechenbar und voller Rätsel

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Thema der 113. Ausgabe: Das antarktische Meereis – unberechenbar und voller Rätsel.




Britische Großbank HSBC feuert klimakritischen Manager

von AR Göhring

Eine der größten Banken der Welt, die HSBC (Hongkong & Shanghai Banking Corporation Holdings PLC, Platz 9 der Rangliste), entließ gerade einen ihrer Spitzenmanager, weil er sich äußerst kritisch zum Klima-Alarmismus äußerte. Pikant: Der Manager Stuart Kirk hatte seine Rede auf einem Bankengipfel vorher absegnen lassen. Titel: Warum Investoren sich keine Sorgen über den Klimawandel machen müssen. Was war also passiert?

„Substanzlose, schrille, parteiliche, eigennützige und apokalyptische Warnungen sind immer falsch“, sagte Kirk auf dem „Moral Money Summit“, zu deutsch: „Moralischer Geld-Gipfel“.

Man darf nicht vergessen, daß Versicherungen und Banken Weltuntergangsthemen als erste Wirtschaftsunternehmen gern annahmen, weil medial verängstigte Bürger in reichen Ländern gerne Versicherungen gegen „Klimaschäden“ etc. abschließen. Das beweist der jährliche Bericht mit dem „Klima-Risiko-Index“ der Grün-NGO Germanwatch, die Klimaalarmismus mit Entwicklungshilfe verknüpft. Darin erscheint Deutschland recht weit oben auf der Liste der klima-gefährdetsten Länder (Top20) – was recht offensichtlich auf die hohe Dichte von Versicherungspolicen hierzulande hinweist, und nicht auf häufiges Extremwetter.

Auch das Potsdam-Institut für Klimaforschungsfolgen PIK arbeitete schon mit der Allianz zusammen.

Wenn Lobbyisten wie FfF, Germanwatch und das PIK in Zusammenarbeit mit den Medien aber jedes Hochwasser, das schlicht durch schlechte Verwaltung und suizidale Baumaßnahmen hervorgerufen wurde, als „Klima-bedingt“ definieren, kann das gute Geschäft der Banken und Versicherungen ins Gegenteil umschlagen. Das mag ein Grund gewesen sein für Stuart Kirks Ansage, bzw. für die Freigabe durch seine Chefs.

Der Fehler steckte wohl in der Verknüpfung der allzu realistischen Rede und dem „Moral-Gipfel“, wo auch grüne Aktivisten und Journalisten anwesend gewesen sein dürften, die im Sinne einer Gesinnungspolizei sogleich für den Rauswurf des Managers sorgten.

Erst recht, weil Kirk keineswegs zurückhaltend war, sondern die Schnorrerszene recht klar beleuchtete:

Es habe in den 25 Jahren seiner Karriere in der Finanzbranche „immer irgendeinen Verrückten“ gegeben, „der mir vom Ende der Welt erzählt“… Die Menschen seien schon immer „fantastisch darin gewesen, sich dem Wandel anzupassen, an Klimakrisen anzupassen, und sie werden es weiterhin tun.“

Ob Kirk EIKE-Videos mit Michael Limburg geschaut hat? Die Formulierung legt es zumindest nahe. Und Youtube hat heuer eine recht gute Übersetzungsfunktion.

Und weiter:

Was sei schlimm daran, „wenn Miami in hundert Jahren sechs Meter unter dem Meeresspiegel liegt?“, so eine rhetorische Frage an die Zuhörer. „Amsterdam liegt schon seit Ewigkeiten sechs Meter unter dem Meeresspiegel, und es ist eine richtig schöne Stadt. Wir werden damit fertig.“

Die Lösung heißt auf niederländisch Polder – das sind eingedeichte, dem Meer abgerungene Flächen, die mit modernen hoch-flachen Deichsystemen, an denen sich selbst eine Sturmflut totläuft, trocken gehalten werden. Die genannten Werte sind übrigens nicht ganz korrekt, da Amsterdam „nur“ 40cm unter der Nordsee liegt, und die sechs Meter in Miami sind veraltet, weil die IPCC-Meeresspiegelanstiege seit Jahrzehnten sinken….

Er erwähnt auch das grüne Kalifornien, daß nur 1% seines Budgets für Feuerbekämpfung ausgeben müsse. Das sind rund 0,1% des BIP – und wenn das wirtschaftliche Wachstum anhalte, wovon er ausgehe, könne man die Klimaprobleme mit technischer Anpassung lösen. Man sieht – Kirk ist gar kein „Klimawandelleugner“, er stellt „die Wissenschaft“, die ja „settled“ ist, gar nicht in Frage. Er schaut sich nur recht emotionslos die angeblichen Folgen der „Klimakrise“ an und bemerkt, daß die Probleme so klein sind wie die akademische Leistung von Annalena Baerbock (das sagt er aber nicht wörtlich).

Zitat:

„Auch wenn die Klimakrise nicht vernachlässigbar ist, liegt sie für die meisten Unternehmen zu weit in der Zukunft, um sich darum zu kümmern.“

Solche Sätze sind in der Öffentlichkeit natürlich nicht problemlos sagbar, weil die Twittermeute, die aus vielleicht gar nicht so vielen physischen Mitgliedern besteht (Jan Fleischhauer: „immer dieselben 30 Konten, die shitstorms machen“), allzu laut auftretende Kritiker sogleich niedermacht und finanzielle Einbußen des Arbeitgebers bewirken kann (oder will). Typisches Beispiel: Die ehemalige Generalsekretärin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC), Christiana Figueres, sprach auf Twitter von einer „abscheulichen Unverschämtheit“. Eine Bank on our Future nannte die Aussagen „unentschuldbar“.

Folge: Der gerade amtierende Vorstandschef Noel Quinn ging sofort auf die Knie.

„Ich stimme nicht überein, mit den Bemerkungen, die vergangene Woche gemacht wurden, ganz und gar nicht überein. Sie repräsentierten weder die Strategie der Bank, noch die Sichtweise ihrer Führung. Unsere Ambition ist es, die führende Bank zur Unterstützung der Transition der Weltwirtschaft zu Netto-Null zu sein“, so Quinn.

Erst einmal wurde Kirk suspendiert, die Entlassung dürfte folgen, oder schon beschlossen sein.

Daß gerade ein HSBC-Manager offiziell eine klimakritische Rede hält, ist besonders pikant, da schon der Twitter-Auftritt der Riesenbank zeigt, wie politisch korrekt man sich gibt. „Net zero“ (Nettonull-Emissionen) und „Diversity“ (sexuelle und ethnische Vielfalt) sind häufige Themen der HSBC-PR. Sie haben sogar eine „Konzernbeauftragte für Nachhaltigkeit“, die mit Bild mehrfach im Twitter-Verlauf auftaucht. Was die Dame, Celine Herweijer, die auch auf dem Welt-ökonomischen Forum WEF von Klaus Schwab spricht, wohl im Konzern macht?




Woher kommt der Strom? Viel Windstrom, noch mehr Solarstrom

von Rüdiger Stobbe

Das Factsheet zur 19. Analysewoche belegt eine erhebliche Zunahme der regenerativen Stromerzeugung gegenüber der Vorwoche. Der regenerative Anteil am Bedarf stieg von 35,6 auf 55,2 Prozent. Es war wieder vor allem PV-Strom, der einen erheblichen Anteil daran hatte. Auch die Windstromerzeugung zog von Dienstag bis Samstag an. Ebenfalls über die Mittagszeit. Das brachte einen regenerativen Schub. Was zur Folge hatte, dass der Preis regelrecht einbrach. Mal mehr, mal weniger. Aber jeden Tag außer am Montag. Was die Betreiber der Regenerativen wenig tangiert. Denn sie bekommen in jedem Fall den im EEG festgelegten Vergütungssatz bis Juni 2022 noch aus der EEG-Umlage, danach aus Steuermitteln, die faktisch auch vom Stromkunden finanziert werden. Liegt der Preis über diesem Satz, ist der Gewinn der Betreiber entsprechend höher. Die dann nicht benötigte EEG-Umlage wurde und wird angesammelt und beträgt aktuell etwa 15 Milliarden €. Geld, das den Stromkunden mit der Stromrechnung regelmäßig ´abgehalten` wird, diesen also eigentlich gehört. Ob der Stromkunde in Form einer Rückerstattung jemals etwas davon wiedersieht, steht nicht nur in den Sternen, es ist mehr als zweifelshaft. Ganz sicher ist, dass der Strompreis, obwohl die EEG-Umlage zum 1.7.2022 auf der Stromrechnung wegfällt, steigen wird. Eben nur etwas abgemildert. Denn der Strompreis liegt im Jahresschnitt 2022 (bis 15.5.2022) bei gerundeten 0,184; 2021 bei 0,051; 2020 bei 0,024 €/kWh. Es ist leicht vorstellbar, dass der Preisvorteil ´Wegfall EEG-Umlage`(2022 = 0,03723 €) von den anstehenden Preissteigerungen locker ausgebremst wird.

Die konventionellen Stromerzeuger halten sich bei der Schließung der täglich entstehenden Strom-Versorgungslücken wie bereits  im vergangenen Jahr ab Mai zurück. Grund ist die Tatsache, dass es wohl viel teurer ist, zusätzliche Kraftwerke hochzufahren, um die Lücken vormittags und zum Abend zu schließen und dann – es kann nicht so schnell zurückgefahren werden – über Mittag viel zu viel Strom zu produzieren, der womöglich mit Bonus verschenkt werden muss, als den Stromkunden einfach direkt den hohen Strom-Importpreis zahlen zu lassen. Den erhalten alle deutschen Kraftwerksbetreiber auch für ihre Stromerzeugung. Ein gutes Geschäft. Für alle Beteiligten. Alle? Nein: Der Stromkunde zahlt. Alles. Komplett.

Detailanalyse

Bei der Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und dem daraus generierten Chart handelt es sich um Werte der Nettostromerzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose kommt“, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Nutzen Sie den höchst empfehlenswerten virtuellen Energiewende-Rechner (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.). Ebenso wie den bewährten Energierechner.

Schauen Sie sich an, wie sich eine angenommene Verdoppelung (Original-Excel-Tabelle) bzw. Verdreifachung (Original-Excel-Tabelle) des Wind- und PV-Stroms auswirken würde. Beachten Sie bitte, dass der Strom bei entsprechender Kennzeichnung im Chart (=1) oft eben nur im Tagesdurchschnitt ausreicht. Das ist immer vor allem dann der Fall, wenn, wie an allen Tagen der 18. Kalenderwoche, die PV-Stromerzeugung stark bei gleichzeitig schwacher Windstromerzeugung ist. Da würde Strom zur Deckung des Bedarfs in Zeiträumen fehlen, an denen nur (schwacher) Windstrom zur Verfügung steht. Insbesondere des Nachts. Auch bei einer Verdoppelung oder Verdreifachung würde es nicht reichen. In der Vergangenheit war, aktuell ist die regenerative Stromerzeugung zur kompletten Bedarfsdeckung „Strom in Deutschland“ praktisch immer unzureichend. Dieser Chart belegt den Sachverhalt eindrucksvoll. Man erkennt darüber hinaus, dass zum Beispiel knapp 50 Prozent regenerative Stromerzeugung im Jahr 2020 eben auch nur ein Durchschnittswert ist. In der Jahresübersicht 2020 zum Beispiel schwankt der Tageswert regenerative Erzeugung zwischen 16,6 Prozent am 10. Dezember 2020 und 92,2 Prozent am 16. Februar 2020.

Die Charts mit den Jahres– und Wochen Im-/Exportzahlen sowie der Vortrag von Professor Brasseur von der TU Graz sind sehr erhellend. Der Mann folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft. Sehr bemerkenswert ist auch der Bericht des ZDF zum aktuellen Windkraftausbau, welcher in der Reihe ZOOM+ gezeigt wurde. Dass die Energiewende faktisch gescheitert ist, veranschaulicht Prof. Fritz Vahrenholt in seinem aktuellen Vortrag beim „Berliner Kreis in der Union“.

Lesenswert ist auch der aktuelle Artikel der Enexion Kolumne zur Energiewende: Energiewende & Wärmepumpe, E-Mobilität – Mit welchem Strom? Mit welchem Nutzen?

Die Werte des bisherigen Jahres 2022 belegen, dass die Energiewende kaum in den angestrebten Zeiträumen gelingen wird. Trotz weiteren Zubaus von Windkraft- und PV-Anlagen liegt die regenerative Stromerzeugung immer noch bei nur gut 50 Prozent. Auch im Bereich CO2 hat sich seit 2019 kaum etwas getan, wenn man vom ersten Corona-Jahr 2020 absieht. Da stellt sich auch die Frage, ob die deutsche Bevölkerung in der Mehrheit so leben wollen wie im Jahr 2020, dem Jahr mit wenig CO2-Ausstoß.

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche 2016 in der jeweiligen Tagesanalyse unten. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vor allem auch die Im- und Exportwerte. Falls Sie die Agora-Handelstag vermissen: Bitte die verlinkte Agora-Chartmatrix aufrufen. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Überhaupt ist das Analysewerkzeug stromdaten.info ein sehr mächtiges Instrument, welches mit dem Tool „Fakten zur Energiewende“ nochmals erweitert wurde.

Wichtige Info zu den Charts: In den Charts von Stromdateninfo ist Solarstrom gelb markiert und immer oben, oft auch über der Bedarfslinie. Das bedeutet aber nicht, dass dies der Strom ist, der exportiert wird. Im Gegenteil. Wegen des Einspeisevorrangs wird dieser Strom, genau wie anderer regenerativ erzeugter Strom, bevorzugt in das Netz eingespeist. Zum Export bleibt praktisch nur konventionell erzeugter Strom übrig, der immer allein aus Netzstabilisierungsgründen benötigt wird. Gleiches gilt für zusätzliche Stromsenken, umgangssprachlich Stromverbraucher genannt. Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge zum Beispiel erhöhen den Bedarf erheblich, so sie denn im geplanten Umfang realisiert werden sollten.

Dieser Strom wird aber durchaus nicht regenerativ gedeckt. Die Sonne scheint nicht mehr und länger, der Wind weht nicht stärker, nur weil zusätzlicher Strom benötigt wird. Deshalb wird der zusätzlich benötigte Strom immer zusätzlich konventionell erzeugt. Jedenfalls so lange, bis der „massive Ausbau“ der „Erneuerbaren“ plus Speicher realisiert wurde und 100 Prozent grüner Strom nicht nur im Durchschnitt, sondern auch tatsächlich zur Verfügung steht, wenn er benötigt wird.

Tagesanalysen

Montag, 9.5.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 46,71 Prozent, davon Windstrom 8,68 Prozent, PV-Strom 25,27 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,65 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Der Montag zeichnet sich noch durch geringe Windstromerzeugung aus. Zwei große Strom-Versorgungslücken werden – wie fast jeden Tag dieser Woche – mit hochpreisigem Importstrom geschlossen. Überschüssiger Strom, insbesondere über die Mittagsspitze, wird wesentlich billiger von Deutschland abgegeben. Bei dem geplanten Ausbau der PV-Stromerzeugung wird sich das Problem verschärfen. Da praktisch keine Speicher zur Verfügung stehen und absehbar auch nicht zur Verfügung stehen werden, wird der dann in großen Mengen überschüssige Strom verschenkt oder gar mit Bonus abgegeben werden. Die Konventionellen fahren über die Mittagsspitze die Erzeugung herunter. Eine Mindesterzeugung konventionell ist allerdings notwendig, damit das Stromnetz stabil bleibt. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 9. Mai ab 2016.

Dienstag, 10.5.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 55,76 Prozentdavon Windstrom 24,74 Prozent, PV-Strom 19,48 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,54 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Die Windstromerzeugung zieht an. Die Stromüberproduktion über Mittag wird wesentlich billiger abgegeben als der Importstrom eingekauft wird. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 10. Mai ab 2016.

Mittwoch, 11.5.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 62,97 Prozent, davon Windstrom 31,31 Prozent, PV-Strom 20,58 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,08 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Über Mittag ist heute die Windstromerzeugung besonders stark. Es ist zu viel Strom im Markt. Der Preis bricht Richtung 0€/MWh ein. Der Import allerdings kostet weit über 200€/MWh. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 11. Mai ab 2016.

Donnerstag, 12.5.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 64,69 Prozent, davon Windstrom 32,88 Prozent, PV-Strom 20,50 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,31 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Heute liegt die Windstromerzeugung schwerpunktmäßig am Vormittag. Deshalb heute in dieser Zeit keine Strom-Versorgungslücke. Der Preis fällt wieder massiv über die Mittagszeit. Allerdings nicht so stark wie gestern. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 12. Mai ab 2016.

Freitag, 13.5.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 62,63 Prozent, davon Windstrom 32,61 Prozent, PV-Strom 17,86 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,17 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Zur Windspitze über Mittag gesellt sich heute ein starker Windbuckel. Der Preis bricht wieder ein. V0n 0:00 bis 10:00 Uhr und ab 18:00 Uhr importiert Deutschland fehlenden Strom. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 13. Mai ab 2016.

Samstag, 14.5.2022: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 64,56 Prozent, davon Windstrom 24,43 Prozent, PV-Strom 26,22 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,92 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Über Mittag lässt die Windstromerzeugung nach. Doch der Bedarf ist gering. Die Konventionellen senken zusätzlich die Erzeugung. Der Preis fällt dennoch unter 10€/MWh. Zum Abend fahren die Konventionellen die Erzeugung wieder hoch. Doch es reicht nicht, um die Lücke zu schließen.  Windstrom bleibt weiterhin aus. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für die Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 14. Mai ab 2016.

Sonntag, 15.5.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 59,70 Prozent, davon Windstrom 10,71 Prozent, PV-Strom 32,97 Prozent Strom Biomasse/Wasserkraft 16,02 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Sonntag, der Bedarf ist gering, die Windstromerzeugung fällt über Tag noch mal ab. Wieder ist viel Importstrom nötig. Der Preis fällt nicht so stark. Das Preisniveau ist insgesamt geringer als an den Tagen zuvor. Die Im- und Exportwerte Deutschlands und die von Deutschlands Nachbarn können hier analysiert werden.

Belege für die Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 15. Mai ab 2016.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

Rüdiger Stobbe betreibt seit über sechs Jahren den Politikblog www.mediagnose.de.




Mega-Jacht-Besitzer Jeff Bezos spendiert zehn Milliarden Dollar zur Rettung des Klimas

Sie werden Ihr Auto aufgeben und mit dem Bus fahren, Jeff Bezos wird eine größere Yacht bauen.

von Daniel Greenfield

Der Gründer und Vorstandsvorsitzende von Amazon kündigte einen zehn Milliarden Dollar schweren Bezos Earth Fund an. Die Milliarden wird der Eigentümer der Washington Post ausgeben, um den Planeten vor den Menschen zu retten.

Der Bezos Earth Fund ruft zu einem „großen Reset“ auf, der uns alle in eine nachhaltigere, wohlhabendere Zukunft führen solle. Der Begriff („großer Neustart“) ist sehr umstritten, nachdem er vom Weltwirtschaftsforum WEF übernommen wurde, und der Bezos Earth Fund vom WEF angepriesen wird.

In der Verlautbarung des Bezos Earth Fund heißt es, daß sich die Wirtschaft im Jahr 2030 dramatisch von der heutigen unterscheiden muß „und daß radikale Veränderungen erforderlich sein werden“, die etwa 40 bis 60 Umstellungen umfassen werden“.

Diese Veränderungen werden jedoch wahrscheinlich nicht beinhalten, daß Jeff Bezos seine Megajacht, die 14.-größte auf dem Planeten, aufgibt, die Berichten zufolge den Abriß der historischen Koningshaven-Brücke in Rotterdam erfordern könnte, nur um sie aus dem Hafen zu bekommen.

Der Bezos Earth Fund warnt, daß die meisten Menschen auf andere Verkehrsmittel (z. B. zu Fuß oder mit öffentlich) umsteigen müssen. Bezos wird seine Megajacht haben, Sie werden zu Fuß gehen oder mit dem Bus fahren.

Während der Bezos Earth Fund dazu aufruft, „den Verbrennungsmotor zu ersetzen“, wird seine 500 Millionen Dollar teure Megajacht von zwei Dieselmotoren angetrieben, die zusammen 12.000 PS leisten, um sie überall dorthin zu bewegen, wo einer der reichsten Männer der Welt hin will.

In der Zwischenzeit schlägt der Bezos Earth Fund vor, Satelliten zu nutzen, um die Methanverschmutzung zu identifizieren, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und Möglichkeiten aufzuzeigen, die Methanemissionen von Öl und Gas zu verwalten und zu minimieren. Es werden verwertbare Daten erstellt, die zur Durchführung von Kampagnen genutzt werden, um die Regulierung voranzutreiben und Verpflichtungen zur weltweiten Reduzierung der Methanverschmutzung zu erreichen.

Werden diese Satelliten auch die riesige Jacht ihres Chefs überwachen?

Die Amerikaner sehen sich aufgrund der Umweltpolitik der Biden-Regierung mit unmöglichen Auto- und Benzinpreisen konfrontiert. Während die Arbeiterklasse und die Mittelschicht vom Autobesitz abgeschnitten werden, fordert das Mega-Jacht-Proletariat der Welt sogar noch weitere Einschnitte.

Der Bezos Earth Fund behauptet, daß die Wirtschaft „dekarbonisiert“ werden müsse. Seine Megajacht aber hat eine zweite „Unterstützungsjacht“ mit einem Hubschrauberlandeplatz. Bezos meint, daß „radikale Veränderungen in der Art und Weise, wie wir unsere Welt mit Energie versorgen“, „Produkte herstellen und konsumieren“ und „unsere Lebensmittel anbauen“ notwendig sind. Die Bezos-Jacht hat einen eigenen Swimmingpool und 25 Zimmer auf drei Decks.

Alle anderen können sich darauf einstellen, in einem beengten städtischen Gulag zu leben, in dem „Wohnungen und Arbeitsplätze zusammengelegt werden“. Vielleicht können ganze Familien ein Zimmer in einem Amazon-Lagerhaus bewohnen, in dem sie nach dem Aufwachen aus dem Bett schlüpfen können, um Pakete mit maximaler Effizienz zu sortieren.

Der Bezos Earth Fund wird auch Geld ausgeben, um die Landwirtschaft zu zwingen, die Umweltauflagen zu erfüllen, und um Nicht-Milliardäre dazu zu bewegen, ihre Ernährung auf pflanzliche Quellen umzustellen“. Bezos hingegen genießt Berichten zufolge ein „mediterranes Tintenfischfrühstück“ mit Speck. Auch nach dem Großen Reset wird er essen können, was er will. Gewöhnliche Amerikaner werden Soja bekommen.

„Die Wirtschaft im Jahr 2030 muß sich dramatisch von der heutigen unterscheiden“, verordnet der Bezos Earth Fund.

Und im Jahr 2022 ist sie das bereits, nicht zuletzt dank Jeff Bezos.

Amazon zerstörte den Einzelhandel und vernichtete unzählige Unternehmen und Arbeitsplätze. Es hat sich zu einer Plattform entwickelt, auf der chinesische Imitationen amerikanischer Produkte über Drittanbieter schnell in dieses Land gebracht werden, was die letzten Überreste der Fertigung in diesem Land vernichten wird.

Während 200.000 amerikanische Unternehmen durch pandemische Vorschriften zerstört wurden, verdreifachten sich die Gewinne von Amazon. Der enorme Reichtum, der der Mittelschicht geraubt wurde, wird nun in Forderungen nach „systemweiten Transformationen“ und „Umweltgerechtigkeit“ investiert.

Vielleicht könnten sich die Mitarbeiter des Bezos Earth Fund eine Minute Zeit nehmen, um mit den Amazon-Lieferfahrern, die beim Einsturz des Lagerhauses in Illinois während eines Tornados ums Leben kamen, über „Umweltgerechtigkeit“ zu diskutieren.

Der Teil des Bezos Fund, der sich um „Umweltgerechtigkeit“ kümmert, verspricht, sich auf „farbige Frauen“ zu konzentrieren. Bei den Toten im Amazon-Lagerhaus handelt es sich um vier weiße Männer, einen schwarzen Mann und eine schwarze Frau.

Die Familie eines der Opfer, Austin McEwen, hat Amazon verklagt und behauptet, es habe bauliche Mängel und keine sicheren Schutzräume gegeben. Vielleicht kann der Bezos-Fonds von den 43 Millionen Dollar, die er für „Umweltgerechtigkeit“ für „farbige Frauen“ ausgibt, ein paar Tausend für tatsächliche Gerechtigkeit abzweigen.

Stattdessen überweist der Bezos Earth Fund zwölf Millionen Dollar an das NDN Collective, eine linke Aktivistengruppe, die einen „indigenen grünen New Deal“ fordert und gleichzeitig „die weiße Vorherrschaft und koloniale Institutionen entwurzelt“.

Es geht nichts über einen der reichsten weißen Männer der Welt, der die Entwurzelung der weißen Vorherrschaft finanziert.

Nachdem der Bezos Earth Fund bereits so viele amerikanische Unternehmen zerstört hat, schlägt er vor, das, was noch übrig ist, aus dem Orbit heraus zu vernichten, indem er den Vorstoß zur „Beschleunigung des Fortschritts der US-Finanzaufsichtsbehörden bei der Behandlung des Klimas als systemisches Risiko“ unterstützt. Das bedeutet, daß Kohlenstoffsteuern, Kompensationen und andere Spielereien, mit denen grüne Investoren die Wirtschaft ausplündern, in das Geschäftsmodell integriert werden und alle Unternehmen gezwungen werden, die Punkte der Agenda des Green New Deal zu übernehmen.

Wenn Sie den Forderungen der Umweltschützer nicht nachkommen, ist Ihr Unternehmen ein „Klimarisiko“, während Spenden an Politiker oder Organisationen, die den Green New Deal ablehnen, als „betrügerische Falschdarstellung“ definiert werden können.

Der Bezos Earth Fund finanziert einen Vorstoß zur „Mobilisierung von Banken und Investoren für Netto-Null-Portfolios“, ganz zu schweigen von Versicherern. Wenn Ihr Unternehmen die Anforderungen nicht erfüllt, haben Sie Glück, wenn Sie einen Kredit oder eine Versicherung erhalten, an der Börse notiert werden oder überhaupt tätig sein dürfen.

Ob der Green New Deal oder andere Klimaabkommen verabschiedet werden oder nicht, sie werden von Mega-Jacht-Milliardären, Banken, Konzernen und ihren bezahlten „Graswurzel-Aktivisten“ durchgesetzt.

Das Ceres Investor Network on Climate Risk and Sustainability, das Bezos hier finanziert, versucht auch, die Lebensmittelproduzenten unter Druck zu setzen, damit sie ihre „Emissionen“ reduzieren. Das bedeutet höhere Kosten und weniger Lebensmittel für den Rest von uns, während Bezos mit zwei Superjachten in ein Restaurant am Meer in Miami einfahren und ein Dutzend gegrillte Austern bestellen kann, weil er so besorgt über „Emissionen“ ist.

Sind dies wirklich die Handlungen eines Mannes, der glaubt, daß die Welt untergeht, wenn wir mit unseren Autos fahren?

Abgesehen von all der Rhetorik steckt Bezos Millionen in die übliche alte Aktivistenmaschine.

Der Bezos Earth Fund leitete 43 Millionen Dollar an den Climate and Clean Energy Equity Fund. Der CCEEF wurde von George Soros‘ Democracy Alliance gegründet. Zehn Millionen Dollar gehen an Green for All, das von Van Jones gegründet wurde, dessen Arbeit von Bezos gefördert wurde, und das unter anderem von Soros und der Ford Foundation finanziert wurde.

Weitere Millionen gehen an Earthrise Media, das neben dem Sixteen Thirty Fund, der Schwarzgeldmaschine der Linken, dem Sierra Club, dem Environmental Defense Fund, Mothers Out Front und einer Reihe linker Gruppen, die den Green New Deal befürworten, tätig ist.

Und, natürlich, das Weltwirtschaftsforum WEF.

„Sie werden nichts besitzen und glücklich sein“, so die Vision eines Videos des Weltwirtschaftsforums über den großen Reset der Welt im Jahr 2030.

Jeff Bezos trägt seinen Teil dazu bei, daß Sie nichts besitzen, während ihm glücklicherweise alles gehört.

Genau das ist Umweltfreundlichkeit. Hinter der inszenierten Krise ist das alles, was sie jemals war. Sie werden gezwungen sein, alles aufzugeben, um „den Planeten zu retten“, während die neuen feudalen Mega-Jacht-Lords noch größere Mega-Jachten bauen und die Aktivisten finanzieren werden, die von Ihnen verlangen, alles aufzugeben, was noch übrig ist.

Daniel Greenfield, ein Shillman Journalism Fellow am Freedom Center, ist ein investigativer Journalist und Autor, der sich auf radikale Politik und Terrorismus konzentriert.

Der Artikel ist zuerst im Frontpage Magazin auf Englisch erschienen.




Das passiert, wenn ein Klima-Leugner zu Fridays For Future geht…

Die Ketzer der Neuzeit gehen gern auf grüne Demos und provozieren mit Gegenargumenten – ganz zivilisiert. Aktuell zeigen sie ihre Erfahrungen im Video – auf einer FfF-Demo.