„Wir spielen mit sechs Millionen Arbeitsplätzen“ – Fritz Vahrenholt

Punkt.Preradovic: Ist wirklich Putins Krieg schuld am deutschen Energiedesaster?

Nein, sagt der Chemiker, Politiker, Manager, Autor und Energieexperte Prof. Dr. Fritz Vahrenholt.

„Die gescheiterte Energiewende ist verantwortlich“.

Vahrenholt kritisiert die Energiepolitik der Regierung. „Wenn sie so weitermacht, werden die Energiepreise nie mehr auf Normalniveau sinken.“ Vahrenholt befürchtet den Niedergang der Industrienation Deutschland. Der ehemalige Umweltsenator von Hamburg, SPD, fordert, die AKWs weiterlaufen zu lassen und auch wieder in Kohle einzusteigen.

„Es gibt bereits eine Technologie für grüne Kohle, aber davon will niemand etwas wissen“.




„Ein 17-jähriger Salonlinker, gefangen im Körper eines 50-jährigen Ministers.“

Fundstücke auf Reitschuster.de, nach Robert Habecks desaströsem Auftritt bei Maischberger.

„Ich glaube nicht, daß Menschen sterben werden. Sie werden vielleicht für ein paar Monate das Essen und Trinken einstellen und in extremen Fällen das Atmen, aber die sind dann nicht automatisch tot.‘“
Robert Habeck, ehrenamtlicher Sterbehelfer

„Wer einen solchen Wirtschaftsminister hat, braucht keinen Putin mehr.“ (Vera Lengsfeld)

„Sind jetzt Hakle und Görtz Staatsdelegitimierer, weil sie nicht nur einfach ihre Tätigkeit einstellen, sondern frech Insolvenz anmelden?“

Fundstück FB

Fundstück FB

Interessante Einordnungen dazu von Sahra Wagenknecht, Ralf Schuler und dem US-Politologen Andrew Denison:

 




Wie fossil sind unsere fossilen Brennstoffe eigentlich?  

von Hans Hofmann-Reinecke

Man erzählt uns, daß Gas und Erdöl über Jahrmillionen aus den organischen Überresten tierischen und pflanzlichen Lebens, aus Fossilien, entstanden sind. Diese These gilt als alternativlos, obwohl man „fossile Brennstoffe“ auch auf Planeten entdeckt hat, auf denen es nie Leben gab.

Schliemann mußte graben

Archäologen interessieren sich dafür, was Menschen vor Tausenden von Jahren so getrieben haben. Wenn man ihnen bei ihrer Arbeit zuschaut, dann sind sie meist damit beschäftigt zu graben, weil sie hoffen in der Tiefe historische Informationen zu finden. Warum liegt die Vergangenheit eigentlich so tief unter der Erde? Warum mußte Heinrich Schliemann drei Jahre lang schaufeln, bis er endlich die Stadt Troja (Ilion, auch Willusa) aus dem 13. Jh. v. Chr. fand?

Das kommt so: Auf der Oberfläche unserer Erde läßt sich laufend Sediment nieder. Das ist feiner Staub aus natürlichem Material, welches durch Erosion abgebaut und anschließend von Wind und Wetter transportiert wird. Wenn man Troja also erst in zehn Metern Tiefe entdeckt hat, dann hatten sich da Jahr für Jahr ein paar Millimeter Staub niedergelassen und in drei Jahrtausenden die Gemächer von Menelaos und der schönen Helena unter sich begraben.

Man entdeckte da unten hauptsächlich altes Gestein, vielleicht auch Eisen, aber wenig Überreste von Lebewesen. Das liegt daran, dass organisches Material von größeren oder kleineren Aasfressern, etwa Würmern oder Bakterien, entsorgt wird. Sie fressen Zellulose und andere Stoffe und verwandeln den dort gebundenen Kohlen- und Wasserstoff letztlich in CO2 und H2O, welche auf Nimmerwiedersehen in die Atmosphäre entwischen.

Die Biogenese von Erdöl und Gas

Das muß aber nicht so sein. Ein kleiner Prozentsatz der Überbleibsel von Pflanzen und Tieren landet in Gewässern, sinkt dort als organisches Sediment auf den Grund, vermischt sich mit anorganischem Staub und eventuell vorhandenem totem Plankton. Dieses Gemisch ist nun das gefundene Fressen für anaerobe Bakterien, also solche, die ihr Leben in einer Umgebung ohne jeglichen Sauerstoff verbringen. Sie verwandeln besagten Mix in einen unappetitlichem Schlamm, der da unten vor Sauerstoff geschützt ist, wo die organischen Stoffe also nicht oxidieren können.

So wie die Stadt Troja versinkt dieser Schlamm in der Erde, etwa 100 Meter in einer Million Jahre. Mit der Tiefe nehmen Druck und Temperatur zu, in 1.000 m hat man rund 50°C und 250 Bar. Wenn man dann lange genug wartet, sagen wir 60 Millionen Jahre, dann ist diese Masse noch weiter gesunken. Dort unten, in 2.000 bis 3.800 m Tiefe herrschen noch höherer Druck und eine Temperatur von rund 100°C. Unter diesen Bedingungen verwandelt sich der „Schlamm“ in Erdöl. Noch tiefer und noch heißer werden aus dem Erdöl dann Gase wie Äthan C2H6 und Methan CH4.

Mit diesen Informationen ausgerüstet gehen Exxon und Shell dann an die Arbeit und holen die kostbaren Stoffe an die Erdoberfläche, wo sie sich endlich in unseren Motoren und Gasherden mit dem ersehnten Sauerstoff verbinden dürfen und als CO2 und H2O in der Atmosphäre enden.

Auf zum Orion

Sind also Planeten ohne Vegetation frei von jeglichen Kohlenwasserstoffen? Keineswegs! Jupiter, Uranus, Saturn und dessen Mond Titan sind voll davon, und dort gibt es kein Leben; und kürzlich entdeckte man im Sternbild Orion, 1.300 Lichtjahre entfernt, Ölvorkommen, die angeblich alle irdischen Reserven in den Schatten stellen. (Werden unsere Regierenden also demnächst mit Dienstflugzeug und Maske dorthin reisen, um über Lieferungen zu verhandeln?)

Offensichtlich gab es auf anderen Planeten schon „von Anfang an“ Kohlenwasserstoffe – auf der Erde aber soll das nicht so gewesen sein. Warum?

Man geht davon aus, dass unser Planet in seiner Entstehungsgeschichte einmal eine rotglühende Kugel aus „flüssigem Gestein“ war. Falls in dem ursprünglichen Erdmaterial also Kohlenwasserstoffe gewesen wären, so wären die in der Hitze dissoziiert, d.h. in ihre Bestandteile Wasserstoff und Kohlenstoff zerlegt worden. Diese hätten sich später mit dem reichlich vorhandenen Sauerstoff zu H2O und CO2 verbunden. Es wären also keine Kohlenwasserstoffe von damals übrig geblieben. Alles, was wir heute auf der Erde an Kohlenwasserstoffen vorfinden ist Produkt des oben beschriebenen „biogenetischen“ Prozesses, der damit beginnt, dass sich die Pflanzen das CO2 aus der Luft einfangen.

Könnte es auch anders gewesen sein?

Eine Alternative zur biogenetischen Entstehung von irdischem Gas und Erdöl ist der „abiogenetische“ Ursprung. Diese Hypothese wird seit Jahrhunderten immer wieder diskutiert und sie gewann insbesondere durch den Astrophysiker Thomas Gold (1920-2004) und sein Buch Die heiße und tiefe Biosphäre: Der Mythos der fossilen Brennstoffe (The Deep Hot Biosphere: The Myth Of Fossil Fuels) eine gewisse Aufmerksamkeit.

Hier die Hypothese:

Die Erde entstand durch „Akkretion“ von Meteoriten, d.h. durch deren Zusammenballung dank Schwerkraft. Diese Meteoriten enthielten unter anderem Kohlenwasserstoffe. Beim sukzessiven Wachstum der Erde entstanden nun Regionen, die zwar sehr heiß waren, in denen die Kohlenwasserstoffe aber wegen des enormen Drucks dennoch nicht dissoziierten. Diese Regionen liegen heute in einer Tiefe von 100 bis 300 km, also ein paar hundert Kilometer tiefer als die tiefsten Erdöl-Bohrungen.

Im Laufe der Jahrmilliarden sind diese Gase und Flüssigkeiten langsam nach oben gesickert und haben sich in geeigneten Erdformationen angesammelt, also dort, wo heute danach gebohrt wird.

Stimmt das?

Es gibt eine Liste von Argumenten, die jeweils für und gegen diese Hypothese sprechen. Zunächst ist das Vorhandensein von Kohlenwasserstoffen auf anderen Planeten ein starkes Argument dafür. Dann geben uns auf Erden die Vulkane interessante Hinweise. Deren Schlote reichen ja Hunderte von Kilometern hinunter, hinein in die Regionen des flüssigen Magma und in Tiefen, wo angeblich die erwähnten abiogenetischen Kohlenwasserstoffe lagern. Die müssten dann doch andauernd aus den Kratern strömen, auch beim ruhenden Vulkan.

Im Prinzip ja, aber die verbrennen natürlich sofort an der Luft, sodass wir nur H2O und CO2 nachweisen können. Bei einem Ausbruch des Vulkans würden allerdings solche Mengen an unverbrannten Gasen herausgeschleudert, dass sie erst über dem Krater in Flammen aufgingen, man hätte also „feuerspeiende Berge“.

Dieses Feuer wäre bei all dem Rauch und ausgeworfenen glühenden Magma allerdings schwer zu beobachten. Deutlich erkennbarer werden Flammen bei Eruptionen unter der Meeresoberfläche, so etwa beim Ausbruch eines der Krakatau-Vulkane in der Sundastraße, als das glühende Magma unter Wasser blieb, die brennbaren Gase an die Luft kamen, sodass über einem großen Bereich auf der Meeresoberfläche die Flammen tanzten.

Umstritten?

Dennoch, es gibt nicht genügend Hinweise, oder zumindest nicht genügend gründliche Studien zum dem Thema, um die abiogenetische These beweisen oder verwerfen zu können. Die Situation der fossilen Brennstoffe hat natürlich auch politischen Aspekt, und wie wir bei den Themen Klima und Corona sehen konnten, steht die Wissenschaft in solch einem Fall dann nur noch in Diensten der Mächtigen und nicht mehr in Diensten der Wahrheit.

Thomas Gold wird heute in einschlägigen Medien posthum vermutlich als „umstritten“ gebrandmarkt. Aber Vorsicht, das wäre nicht zum ersten Mal, dass man ihn irrtümlich so tituliert. Er, der Astrophysiker, stellte 1948 eine Hypothese zur Funktionsweise des menschlichen Innenohrs bei der Identifikation von Tonfrequenzen auf; er erfand den „cochlear amplifier“. Das wurde von der medizinischen Fachwelt damals mit Herablassung belächelt. 30 Jahre später stellte sich heraus, dass er recht hatte. Wird er mit  seiner Abiogenetik auch Recht behalten?

Dazu gibt es interessantes Feedback von recht kompetenter Seite (Quelle ist das oben erwähnte Buch):

„Mein Wissen und meine Erfahrung mit Erdgas, die ich beim Bohren und Betreiben vieler der tiefsten und druckreichsten Erdgasbohrungen der Welt gewonnen habe, verleihen Ihren Ideen mehr Glaubwürdigkeit als den konventionellen Theorien über den biologisch-thermogenen Ursprung von Erdgas. Ihre Theorie erklärt am besten, was wir bei Tiefbohrungen tatsächlich angetroffen haben.“

-Robert A. Hefner III, The GHK Companies, Oklahoma City, Oklahoma; Aus einem Brief an Thomas Gold

Golds Theorien sind immer originell, immer wichtig, und meistens richtig. Es ist meine Überzeugung, basierend auf fünfzig Jahren der Beobachtung von Gold als Freund und Kollege, dass The Deep Hot Biosphere alles von dem oben genannten ist: originell, wichtig, kontrovers und richtig.“

-Freeman Dyson (Mathematiker, Physiker, Templeton Prize Gewinner 2.000)

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors Think-Again. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.

 




Grüner Stamokap: Die Marktwirtschaft wurde auf den Kopf gestellt

von Albrecht Künstle, Die andere Sicht

– Lehrsatz: Der teuerste Anbieter bestimmt den Energiepreis!? 
– Nun haben wir Staatsmonopolistischen Kapitalismus in Grün 
– Ergebnis: Die einen zahlen, andere streichen Extraprofite ein

„Der teuerste Anbieter setzt den Preis“, verkündet die grünliche Badische Zeitung unkritisch in ihrer Ausgabe vom 30. August 2022. Das gelte nicht nur für Gas, Kohle, Öl und Strom, sondern auch für die Preisbildung allgemein, z.B. auf einem Wochenmarkt. Bei einer gegebenen Nachfrage „bestimmt der letzte Hersteller, der zum Zug kommt, den Preis für alle.“ Das sei die geltende Lehrmeinung an den wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten. Ich traute meinen Augen nicht, denn vor 50 Jahren hatte ich das anders gelernt. Und das Beispiel in der Zeitung vom Apfelkauf auf dem Wochenmarkt widerspricht jeder Realität:

„Auf einem Markt werden zehn gleichwertige Äpfel angeboten … Nehmen wir nun an, es wird ein elfter Apfel nachgefragt. Was dann passiert, ist einfachste Lehrbuchökonomie: Der Preis der Äpfel steigt, bis … entweder ein Interessent abspringt … oder ein Anbieter bereit ist, für den elften Apfel einen höheren Preis zu zahlen.“

Und dieser Preis gelte dann auch für die anderen zehn Äpfel, so der Wirtschaftsexperte der Zeitung. Diese „Grenzbepreisung“ werde beim Strommarkt „Merit-Order-Modell“ genannt.

Ist das jetzt wirklich die Lehrmeinung an unseren Universitäten? Das kann nicht sein, denn auf einem funktionierenden Markt geht die Hausfrau zum zweiten oder dritten Obstverkäufer, der durch gutes Wirtschaften seine Äpfel nicht teurer verkaufen muss und auf Extraprofit verzichtet. Anders jedoch, wenn die Berliner Staatsmacht ihre Finger im Spiel hat…

In Zeiten, in denen aber Kraftwerke mit teuren Brennstoffen erforderlich sind, steigt der Einheitspreis für alle verkauften Kilowattstunden.“

Das sei halt so. 1998 wurde die Strommarktliberalisierung eingeführt und im Jahr 2000 mit dem Aufbau der Strombörse EEX etabliert. Aber einen freien Energiemarkt mit einer freien Energiegewinnung gibt es nicht mehr seit der Wählerentscheidung für die derzeitige Bundesregierung. Den kostengünstigen fossilen Energieträgern und Atomstrom wurde der schnellstmögliche Endkampf angesagt. Und die „übergangsweise“ noch geduldeten Energie wird nicht mehr zu einem günstigen Preis aus dem Osten bezogen. Die russischen Lieferanten werden per Gesetz sanktioniert bzw. boykottiert. Stattdessen wird Energie aus dem fernen Westen und dem Rest der Welt geordert, die noch gar nicht zur Verfügung steht. Und je knapper die Ressourcen künstlich gehalten werden, desto mehr explodieren die Preise dieses faktischen Preiskartells.

Mit diesem unseligen System der wirtschaftspolitischen Höchstpreisdominanz kann auch der unwirtschaftlichste und damit teuerste Anbieter noch überleben. Und alle Anbieter mit niedrigen Gestehungskosten fahren durch die Hochpreisgarantie satte Extragewinne ein und wissen nicht, wohin mit dem Geld. Geld, das uns Endkunden abgepresst wird. Die Preise steigen schon jetzt für die Energie, die noch günstig erzeugt werden konnte. Maßgebend für uns Verbraucher sind schon jetzt jene Preise, mit denen für den kommenden Winter kalkuliert wird; weil kein Gas aus Russland kommen soll, wenig Ersatz aus anderen Ländern zur Verfügung stehen wird, wenig Strom aus Photovoltaik-Anlagen und gar kein Strom von jenen Windrädern, die zwar geplant, aber noch nicht errichtet sind. Auch die noch brauchbaren Kernbrennstoffe sollen sich selbst überlassen bleiben, statt mit ihnen Strom zu erzeugen. Das ist so, al ob man LKWs mit lebenswichtiger Fracht auf halbem Weg stehen lässt, statt die Tanks noch bis zum Ziel leerzufahren.

Nein, eine richtige Marktwirtschaft funktioniert bei mehreren Anbietern anders. Das sei hier am Schaubild des obigen Artikels erläutert. Setzen wir dieses Bild mit einer Talsperre gleich. Die Vertikale sei die Staumauer, die obere Horizontale der Wasserstand. Die gelbe Linie unten ist der Grund des Stausees; auf dieser gelben Linie sind die Unternehmen angesiedelt, die aufgrund besseren oder weniger guten Wirtschaftens unterschiedliche Entstehungskosten haben. Entspricht die kaufkräftige Nachfrage z.B. 90, d.h. der Stausee ist fast voll, kommen alle Unternehmen unterhalb des Wasserstandes 90 gut über die Runden um machen Gewinne. Aus der vertikalen Spanne zwischen den Erlösen der 90er Linie und den unterschiedlichen Gestehungskosten auf der gelben Linie unten resultieren unterschiedliche Gewinnspannen. Fällt die Nachfrage und der Marktpreis auf z.B. 80 ab, können die Betriebe mit den höheren Grenzkosten (rechts oben) nicht mehr mithalten und müssten dichtmachen. Es sei denn, sie werden von anderen Unternehmen übernommen, die wirtschaftlicher arbeiten und auch mit einer Mischkalkulation über die Runden kommen.

Steigt die kaufkräftige Nachfrage an, dann werden auch die Betriebe mit hohen „Grenzkosten“ wieder wirtschaftlich, wenn auch mit kleineren Gewinnen. Wurden diese aber stillgelegt, d.h. die Produktionskapazitäten reichen für die Nachfragesteigerung nicht aus, schlägt sich das in Preissteigerungen nieder. Die jetzige Inflation besonders der Energiepreise ist aber eine völlig andere Sache. Weil von unseren Superschlauen der höchste Preis zum Maß aller Dinge wurde, gibt es keine Konkurrenz mehr, auch keinen effektiven Einsatz der Energieressourcen. Alle Unternehmen der gelben Linie am Grund es Stausees erwirtschaften Gewinne, die umso höher ausfallen, desto günstiger sie einkaufen und produzieren. Weil sie so im Geld schwimmen, fehlt jedoch die unternehmerische Motivation, zugunsten der Verbraucher wirtschaftlich zu handeln. Schreibt man den Unternehmen nicht vor, wie sie z.B. Strom zu erzeugen haben, bildet sich in einer richtigen Marktwirtschaft ein günstiger Preis, nicht ein Höchstpreis wie jetzt.

Die Gaspreisumlage, Steuern darauf oder anderes sind nur Nebenkriegsschauplätze des obigen Preiskriegs. Ein Problem ist noch der Grundsatz „pacta sunt servanda“ – Verträge sind einzuhalten. Die Versorger müssten sich eigentlich für die Laufzeit der Lieferverträge an die vereinbarten Preise halten – gäbe es nicht den § 313 BGB: (1)

Haben sich Umstände, die zur Grundlage des Vertrags geworden sind, nach Vertragsschluss schwerwiegend verändert und hätten die Parteien den Vertrag nicht oder mit anderem Inhalt geschlossen, wenn sie diese Veränderung vorausgesehen hätten, so kann eine Anpassung des Vertrags verlangt werden, (wenn) das Festhalten am unveränderten Vertrag nicht zugemutet werden kann

(hier auch kommentiert). Wenn sogar wegen Lappalien wie Corona Vertragsanpassungen möglich waren, warum dann nicht in dieser alle betreffenden Existenzfrage? Denn wir müssen sowieso für alle Fehler der Politik aufkommen, warum dann nicht über diesen einfachen Weg von Vertragsanpassungen, sondern über Habecks Bandenspiel? Der Gesetzgeber bräuchte das einfach nur über einen § 313BGB regeln, statt es den Gerichten zu überlassen.

Dieser Rechtsgrundsatz Wegfall der Geschäftsgrundlage sollte dann aber auch für die Regierung gelten. § 313 Abs. (2) lautet:

Einer Veränderung der Umstände steht es gleich, wenn wesentliche Vorstellungen, die zur Grundlage des Vertrags geworden sind, sich als falsch herausstellen.“

Wie konnten wir Wähler auch ahnen, dass die in Berlin einen Kindergeschichtenschreiber zum Wirtschafts- und Energieminister berufen? Und Abs. (3) lautet,

Ist eine Anpassung des Vertrags nicht möglich oder einem Teil nicht zumutbar, so kann der benachteiligte Teil vom Vertrag zurücktreten. An die Stelle des Rücktrittsrechts tritt für Dauerschuldverhältnisse das Recht zur Kündigung.“

Weil uns die Berliner Laienspielschar nicht mehr zumutbar ist, sollten wir das Recht haben, dieser Regierung zumindest unser Vertrauen aufzukündigen!

Weitere Beiträge zum Thema:

Die Explosion des Strompreises ist auch eine Folge des Preiskartells – Ansage 
Anderweltonline.com: Die Gasumlage – der unsägliche Murks des Herrn Habeck
Wer lieber hört als liest: Strom jetzt 14mal teurer als 2020 – YouTube


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Schluß mit der wissenschaftlichen Ausgrenzung und Diffamierung! Klimaschau 125

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Themen der 125. Ausgabe:
0:00 Begrüßung
0:27 Wie reagieren die Stürme in Deutschland auf den Klimawandel?
4:00 Roger Pielke Junior setzt sich für einen Stop unplausibler Klimaszenarien ein
6:34 Fachzeitschriften-Herausgeber fordert mehr Fairneß in der Klimadiskussion