Physik-Nobelpreisträger John Clauser erklärt im Juni in Halle, wie Klima wirklich funktioniert

 

EIKE Klima- und Energiekonferenz in Halle

Der 2022 Nobelpreis-gekrönte Physiker John Francis Clauser gehört zu den Klimakritikern – und das völlig offiziell, eine Seltenheit unter den „Stillen Stars“ der Naturwissenschaft!

PROGRAMM UNTEN!

Wikipedia schreibt passenderweise über Clauser:

Clauser, dessen wissenschaftliche Arbeit keinen näheren Bezug zur globalen Erwärmung hat, tritt mittlerweile vornehmlich als Akteur der organisierten Klimawandelleugnerszene in Erscheinung.

Schon 2024 war Prof. Clauser zu Gast auf der EIKE-Klimakonferenz in Wien. In seinem Vortrag beschrieb er die physikalischen Mechanismen der Wetterküche über den großen Ozeanen abseits von politischen Geschichten des CO2-Weltuntergangs – den Wetterthermostat.

Hier geht es zur Anmeldung der EIKE Konferenz in Halle 26.-27. Juni 2026: Anmeldung

Aktualisiert- IKEK-17 Programm




Meereswindparks stören die Strömung und Ökologie der Küstengewässer – Klimaschau 259

Eine aktuelle Studie des Helmholtz-Zentrums Hereon in Geesthacht bei Hamburg untersucht die hydrodynamischen Folgen der Errichtung großer Windparks im Meer, sogenannter Offshore-Windkraftanlagen. Veröffentlicht wurde die Arbeit mit dem Titel „Kumulative hydrodynamische Auswirkungen von Offshore-Windparks auf Strömungen und Oberflächentemperaturen in der Nordsee“ von einem Team um Nils Christiansen im Januar 2026 in Nature Communications Earth & Environment. Motivation für die Studie war der Umstand, daß „ihre kumulativen physikalischen Auswirkungen nach wie vor nur unzureichend quantifiziert sind“, obwohl die Meereswindparks, wie die Autoren klar sagen, „zunehmend die Dynamik der Küstengewässer“ prägen. Im Klartext: Es wird in die westeuropäischen Küstengewässer massenhaft hineingebaut, ohne die Folgen dabei im Blick zu haben.




Woher kommt der Strom? Flauten-Woche par excellence

16. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

Die aktuelle Analysewoche  ist eine Flauten-Woche par excellence. Deutschland benötigt enorme Mengen ausländischen Strom, um die Versorgungssicherheit des Landes sicherzustellen. Abgesehen von den ersten beiden Analysetagen, werden, trotz praktisch permanent positiver Preise, die üblichen Differenzgeschäfte getätigt. Auch diesmal wird Strom über Mittag günstig eingekauft und zum Abend wieder hochpreisig verkauft.

Ein Blick auf die konventionelle Stromerzeugung in Deutschland belegt: Sie ist wie der Stromimport notwendig und stark.  Die Pumpspeicherkraftwerke machen das, wofür sie in erster Linie neben der Erbringung von Systemdienstleistungen gebaut wurden. Sie verkaufen billig eingekauften Strom und machen an allen Tagen der Analysewoche gute Geschäfte.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 16. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Agora Energiewende erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den Ausbaugrad 86 Prozent und müssen feststellen, dass der weitere Ausbau der Erneuerbaren nur zu einer Stromüberzeugung über die Mittagsspitze der letzten fünf Analysetage und damit zu negativen Preisen führen wird. Wenn diese Strom-Übererzeugung dann noch von der Technik „gebändigt“ werden kann und ein Blackout vermieden wird, ist bereits viel gewonnen. Die Erneuerbare Stromerzeugung nimmt zwar etwas zu steht aber mengenmäßig in keinem Verhältnis zum rechnerischen Ausbaugrad 86 Prozent.

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Windflaute Tag eins. Plus wenig PV-Strom Die Strompreise.

Windflaute Tag zwei. Plus weiterhin wenig PV-Strom. Die Strompreise.

Windflaute Tag drei. PV-Stromerzeugung wird frühlingshaft. Die Strompreise.

Windflaute Tag vier.  Starke PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.

Windflaute Tag fünf.  Starke PV-Stromerzeugung.  Die Strompreise.

Windflaute Tag sechs.  Starke PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.

Windstromerzeugung zieht an. PV-Strom lässt nach. Die Strompreise.

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.




Große Flußdeltas sinken schneller als der Meeresspiegel steigt – Klimaschau 258

Eine aktuelle Studie eines Teams um Leonard Ohenhen von der University of California Irvine im Fachmagazin NATURE stellt bereits im Titel fest, daß sich weltweit Flußdeltas absenken. Ist das eine Folge der menschgemachten Erderwärmung oder, wie so häufig, ein natürlicher Prozeß, der, analog zum Schmelzen der Gletscher, auch ohne Einwirkung industrieller Emissionen stattfindet?
Das Auffächern von Flußläufen im Mündungsbereich zum Meer ist weltweit ein häufiges Phänomen, das unter anderem vom Widerstand herrührt, der das Meerwasser dem einströmenden Süßwasser entgegensetzt. Als Folge davon staut sich das Flußwasser etwas und teilt sich in mehrere Mündungsarme mit feuchten oder sumpfigen Zwischengebieten auf. Von oben sieht der Mündungsbereich dann „delta“-förmig aus wie das ägyptische Nildelta.




Petersberger Klimadialog in Berlin – was ist das? Umweltminister offen gegen Kanzler

Neben der jährlichen UN-Klimakonferenz COP gibt es zwischendurch zahlreiche kleinere Konferenzchen auf nationaler und internationaler Ebene. Da Deutschland das politisch grünste Land der Welt ist, wurde unter dem Kabinett Merkel II 2010 zunächst in dem Petersberger Gästehaus bei Bonn ein internationaler Minister-Gipfel zur Vorbereitung der UN-Konferenz im November abgehalten.

Seitdem finden die Petersberger Konferenzen aber zentral in Berlin statt. Am 21. und 22. April besuchten Delegierte aus rund 30 Ländern den Gipfel. Worum geht es eigentlich? Wird nicht genug vom Weltuntergang erzählt und darüber beraten? Oder soll hier schlicht eine weitere touristische Möglichkeit mit Konferenz-Anstrich geschaffen werden? Annalena Baerbock, noch als Außenministerin, dazu:

„Der Petersberger Klimadialog ist und bleibt der Ort, wo wir Allianzen bilden können unter Nationen, die vorangehen wollen: Industrienationen, Inselstaaten, Schwellenländer und die Zivilgesellschaft kommen hier zusammen. Hier wollen wir die Grundlagen für gemeinsame Beschlüsse auf der Weltklimakonferenz legen und hier kommen wir mit konkreten Partnerschaften für den Klimaschutz auch über geopolitische Grenzen hinweg in den Dialog. …

Wir stehen mit der Klimakrise gemeinsam vor der größten Sicherheitsherausforderung unseres Jahrhunderts. Alle, die heute hier versammelt sind, können ihren Beitrag zur Eindämmung der Klimakrise leisten. Denn, und das ist die gute Nachricht des jüngsten IPCC-Berichts: Wir haben die politischen Instrumente, wir haben die finanziellen Mittel auf der Welt und die technischen Lösungen, um diese Krise einzudämmen.“

Mit anderen Worten: nichts wird da gemacht, nur gut gegessen und getrunken. Vielleicht treffen sich wie bei der UN wieder einige Öl- und Gashändler, um ihre Verträge beim Bier auszuhandeln.

Was geschah dieses Jahr, 2026, im besonderen? Bundeskanzler Merz hieklt eine Rede, in der er betonte, Klimaschutz dürfe die industrielle Basis in Deutschland nicht gefährden:

„Eine Transformation, die zur Deindustrialisierung führt, wird in der Bevölkerung keine Akzeptanz finden und letztlich Innovationen behindern“

Weise Worte, denen er wie üblich wohl keine Taten folgen lassen wird. Daher sind die Einlassungen des Umweltministers Schneider (SPD) wohl eher ernstzunehmen:

„Wir werden alles dafür tun, daß Wind- und Solarenergie noch stärker in Deutschland werden, daß wir uns unabhängig machen von Öl- und Gasimporten aus dem Ausland. Und deswegen muß alles, was wir an Gesetzen machen, sich diesem Ziel unterordnen“. (heute journal)

Ein klarer Widerspruch zum Kanzler – aber Merzens konservative Aussagen und Ankündigungen sind seit Amtsantritt 2025 sowieso nur Schall und Rauch. Es wird schließlich grüne Umverteilungs-Politik gemacht, weswegen Merz kürzlich dazu mahnte, mehr und härter zu arbeiten, damit dem Staat das Steuergeld nicht ausgeht. Geld, daß sowieso schon en masse verschleudert wird und in den Taschen überflüssiger Forscher, Pharmabuden, NGOs, chinesischen Klimaprojekten und auf peruanischen Fahrradwegen landet.