EIKE anrufen? Technikumstellung

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Helmut Alt: Technisch ist fast alles möglich…Von der Machbarkeit der Dekarbonisierung

15. Internationale EIKE Klima- und Energiekonferenz, IKEK-15, am 25. und 26. November 2022, Pfännerhall Braunsbedra bei Merseburg.

Helmut Alt ist altgedienter Ingenieur für Energiesysteme aus Aachen und klärt über die Un-Möglichkeit der Energiewende auf Basis der Windkraftanlagen und Photovoltaik auf – die „Erneuerbaren“ sind nicht grundlastfähig, weil sie nur zeitweise zur Verfügung stehen.




EIKE-Konferenz: Vortragsfolien jetzt abrufbar!

Viele Kommentatoren fragten nach Übersetzungen und den Vortrags-Dateien unserer Referenten auf der 15. EIKE-Konferenz in der Pfännerhall Braunsbedra. Im Menüpunkt/ Reiter „15. Internationale EIKE Klima- und Energiekonferenz, IKEK-15“ auf unserer Seite können diese nun fast alle abgerufen werden!

Die Übersetzungen der englischsprachigen Vorträge von Scafetta, Shawiw&Svensmark und Crok folgen nach und nach bei Youtube. Aufgrund der Länge und Zahl der Referate bitten wir um Verständnis, daß es etwas dauert. Gut Ding will Weile haben!

 




Geschichten aus dem grünen Deutschland – EIKE-Leser im Fernzug

EIKE-Leser sind die besseren Reporter – hier ein typisches Stück Zeitgeist aus dem modernen Deutschland.

von Klaus Bückmann

Traurig, was da in Deutschland passiert. Ich saß mit meiner Frau im Zug nach Mailand im September und hatte auf dem Tischchen das aufgeschlagene Buch von Klaus Meier- „Abrechnung mit der Energiewende“ liegen.

Eine junge Frau mit Rucksack setzte sich neben mich und las wohl ein paar Überschriften etc.. Sie wandte sich empört an mich und meinte das sei doch Quatsch was da stünde (ich glaube das Kapitel war über Speicher). Ich als „aufgeklärter“ EIKE-Leser teilte ihr wohlwollend mit, das es kein Quatsch sei und das ich selber mal „Grün“ war, nach eingehender Prüfung des damaligen IPCC-Berichtes aber auch kritische Meinungen anerkannte, was mich zu dem Schluß führte das hier jede Menge Ideologie am Werk sei und ich daher ein Gegner der vorherrschenden Klimameinung geworden bin.

Es war für die junge Frau schier unfaßbar, das ich die menschengemachte Klimaveränderung nicht anerkannte und es gab eine hitzige Diskussion, in der ich auch von den umliegenden Bahnfahrern angegriffen wurde und von einem gleich alten wie gesinnten jungen Mann indirekt beleidigt wurde, in dem er sich beim Aussteigen aus dem Zug der jungen Frau zuwandte mit den Worten, es sei ja ekelhaft mir zuzuhören und er hoffe das Leuten wie mir das Wort verboten würde – oder ähnlich.

Ich habe das Gespräch beendet und der Frau später noch alles Gute für ihre studentische Zukunft gewünscht. Sie war auf dem Weg nach Rom um ein Erasmus-Jahr in Politikwissenschaften zu absolvieren. Also auch ohne in eine Uni zu gehen ist man diesen armen Verirrten ausgesetzt. Wenn man dann bedenkt, das sich seit einigen Jahren mehr junge Leute für ein Hochschulstudium einschreiben als sich um eine Lehrstelle zu bewerben, und die dann alle in Bussen und Bahn sitzen, frisch indoktriniert und grüngewaschen, muss man seine Bücher mit undurchsichtigem Schutzumschlag versehen und nicht aufgeschlagen herumliegen lassen, wenn man nicht diffamiert werden will.

Ich wohne nah an der französischen Grenze und unsere Fahrt nach Mailand ging von Freiburg aus. Freiburg ist schön, ich gehe gerne dorthin, doch auch wieder weg, denn es ist eine grüne Hochburg. In dem Dorf in der Nähe von Freiburg, wo wir seit zwei Jahren wohnen hat man Angst vor Atomkraft, hat Jod-Tabletten zuhause wegen des AKW Fessenheim, war auf Demonstrationen gegen das AKW in Wyhl, die Dächer sind voll mit Solarpanelen, man fragt mich was ich denn gegen Windräder im Schwarzwald hätte, etc.

Ich habe ständig Diskussionen über Sinn und Unsinn der Energiewende. Das im Zug nach Mailand war allerdings der bisherige Höhepunkt. Ich werde nicht aufhören die Leute in meiner Umgebung aufzuklären, doch die Bereitschaft sich den Fakten zu öffnen ist gering. Ich bin kein Ingenieur oder Wissenschaftler, von daher ist meine Glaubwürdigkeit nicht sehr hoch. Ich höre dann oft, ja die da oben werden ja wissen was sie machen, das sind doch Experten. Tja, Kemfert, Graichen, Hirschhausen und Co. flimmern einfach zuviel über die Fernseher, und nicht zu vergessen, die Chips sind klimaneutral hergestellt.




Was ein kalter Winter für Deutschland bedeutet – von Fritz Vahrenholt

Die energiepolitisch spannendste Frage der nächsten Monate ist die nach der Stärke des Winters. Der Deutsche Wetterdienst beruhigte die Bundesregierung und die deutsche Öffentlichkeit im November:

„Die Winterprognose des Deutschen Wetterdienstes ist für alle Energieverbraucher eine gute Nachricht. Wir erwarten einen vergleichsweise milden Winter. Sollte das Modell recht behalten, können wir dadurch Heizenergie einsparen.“

Das hört sich mittlerweile wie regierungsamtliches Pfeifen im Walde an. Denn die neusten mittelfristigen Wettervorhersagen des europäischen ECMWF (Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage) sagen bis zum 4. Advent eine starke Abkühlung voraus. (Siehe unten die Prognose für den 4. Advent, Quelle: Kachelmannwetter.com)


Quelle: kachelmannwetter.com/ECMWF
Die Grafiken zeigen, daß sich die kalte Wetterlage von Polen bis Nordfrankreich erstreckt. Frankreichs Stromverbrauch, der zu einem bedeutenden Teil zum Heizen eingesetzt wird, hat in Ermangelung ausreichender Kernenergiekapazität großen Einfluß auf die Stromversorgung und die Strompreise in Deutschland.
Wer sich weiter täglich informieren will, sei auf die Seite Wo bleibt die globale Erwärmung verwiesen.
Auch global zeigen die Indizes keine Erwärmung an.

Die Abweichung der globalen Temperatur vom 30-jährigen Mittel der satellitengestützten Messungen der University of Alabama (UAH) ist im November 2022  gegenüber dem Oktober von 0,32 Grad auf 0,17 Grad Celsius gesunken. (siehe erste Grafik oben). Die durchschnittliche Temperatursteigerung pro Jahrzehnt beträgt seit 1979 nach wie vor 0,13 Grad Celsius – kein Hinweis auf eine besorgniserregende oder gar katastrophale Entwicklung.
Ganz im Gegenteil: Die Meereisausdehnung der Arktis hat seit 2016 wieder zugenommen. Seit 2016 gehen die Temperaturen weltweit leicht zurück.

Wie lange reicht das gespeicherte Gas ?
„Die Verfügbarkeit von Energie für die elektrische Stromerzeugung ist für diesen Winter gesichert“,
sagte Robert Habeck auf einer Pressekonferenz in Süd-Afrika zur Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland. Doch wenn man analysiert, woher der Strom in diesen Tagen in Deutschland kommt, ist das alles andere als beruhigend. Im folgenden Diagramm sehen wir die Stromerzeugung seit dem 1.12. Die Solarenergie liefert praktisch kaum etwas, Windenergie leidet unter einer anhaltenden Flaute. Am 10.12. um 15 Uhr wurden 60 Gigawatt Strom verbraucht. Solar (hellgelb) lieferte 0,7 GW, Wind onshore (hellgrün) 1 GW, offshore (graugrün) 1,6 GW, Erdgas (hellbraun) 16 GW, Steinkohle (dunkelbraun) 12 GW und Braunkohle (mittelbraun) 14,6 GW. Selbst die im Streckbetrieb befindliche Kernenergie (rot) lieferte mit 3,8 GW mehr als Solar und Windenergie zusammen.
Wie soll in solchen Situationen Deutschland versorgt werden, wenn im Jahre 2024 die hinzugeschalteten Stein-und Braunkohlekraftwerke vom Netz genommen worden sind und die Kernkraftwerke schon im April 2023 abgeschaltet worden sind? Man schaue sich in der Grafik den hellbraunen Bereich von Strom aus Erdgas an, der teuersten Stromerzeugung mit der knappsten Energie, die wir haben.  Wenn allerdings teures Fracking-Gas die dunkelbraunen und mittelbraunen Flächen von Braun- und Steinkohle sowie die roten Flächen von Kernenergie zusätzlich ersetzen soll, dann wissen wir heute schon, daß die Strompreise weiter durch die Decke gehen werden. Das würde die Ampelkoalition nicht überleben.
Schon ein mittelmäßig kalter Winter stellt die Regierung vor kaum lösbare Probleme. Schon jetzt leeren sich die Speicher mit einer Rate von 0,5 % pro Tag. Jeder kann sich ausrechnen, wie lange Speicher, die zu 94 % (am 10.12.2022) gefüllt sind und nach Vorgabe der Bundesregierung im Februar noch 40 % Speicherstand haben sollen, bei anhaltender Kälte reichen werden. Es kann gerade mit Glück gutgehen. Doch was passiert im nächsten Winter? Wie kann der Bundeskanzler in Anbetracht dieser Sachlage die Förderung von Gas aus Schiefergestein rundherum ablehnen?
In dieser Aussage sind drei Fehler: Es lohnt sich wirtschaftlich, denn es wäre 1. deutlich preiswerter als US-Fracking-LNG-Gas, 2. es würde auch nur ein Jahr dauern, bis das erste Gas fließen kann ( was jetzt der Fall wäre, wenn die Bundesregierung verantwortungsvoll gehandelt hätte) und 3. der Gasbedarf wird mitnichten zurückgehen. Drei Fehler in einem Satz mit fatalen Folgen für den Standort Deutschland hört man nicht alle Tage von einem Bundeskanzler.

Nach der Gas- und Stromkrise nun auch noch eine Ölknappheit

Vor dem Ukraine-Krieg deckte russisches Öl 35 % des hierzulande benötigten Öls ab. Obwohl es bis heute kein europäisches Importverbot für Pipeline-Öl gibt, hatte Wirtschaftminister Habeck der EU zugesagt, ab 1. Januar kein Öl mehr über die Druschba-Pipeline, die die Standorte Schwedt und Leuna versorgt, zu beziehen. Die alternativen Belieferungen über Rostock oder Danzig werden nur einenTeil der Pipeline-Importe abdecken. Über den Preis schweigt die Politik.

Hinzu kommen nun die Boykottbeschlüsse der EU: Dem Öl- Lieferanten Rußland soll nur noch  60 $ pro Faß Öl gezahlt werden, obwohl der Weltmarktpreis deutlich höher ist. Putin hat schon erklärt, daß Rußland zu diesen Bedingungen nicht liefern wird. Nun gibt es zwei mögliche Folgen des EU-Beschlusses. Rußland hat sich bereits eine Schattenflotte von 100 Tankern zugelegt, um sein Öl in andere Regionen zu transportieren.Wenn es Rußland gelänge, sämtliches Öl bei anderen Marktteilnehmern wie Indien oder China unterzubringen, hätte das für alle Marktteilnehmer wenig Folgen- außer für Deutschland das bislang preiswertes Pipeline-Öl aus Rußland importierte. Sollte es allerdings Rußland nicht gelingen, das Öl vollständig unterzubringen, wäre zuwenig Öl auf dem Weltmarkt. Die OPEC+ hat bereits angekündigt, daß sie die Ölförderung nicht erhöhen wird. In diesem Fall würden die Ölpreise bei gleichbleibender Nachfrage weltweit steigen. Einen solchen Boykott würde man wohl eher als Knieschuß bezeichnen.