Hamburg für Klimasozialismus? Berlin kann das auch!

Der Hamburger Klimaentscheid, offiziell „Hamburger Zukunftsentscheid“, war ein Volksentscheid am 12. Oktober 2025, bei dem die Hamburger über eine Verschärfung des Klimaschutzgesetzes abstimmten.

Die meisten Bürger an der Urne ahnten wohl nicht, welche gewaltigen Kosten ihre Entscheidung bei konsequenter Umsetzung für ihre Mietkosten haben würden. Mittlerweile vielleicht aber schon, da die Medien fleißig darüber berichteten.

Daher läuft die Klimapolitik zunehmend formalrechtlich über die Justiz – oder exekutiv hinter verschlossenen Türen.

Die Berliner Zeitung BZ berichtete kürzlich, wie die Umverteilung via „Klima“ ohne Beteiligung oder Information der Bürger festgezurrt wird:

Ein Klima-Deal, der Belastungen für die Bürger in Berlin verschweigt

Inhalt: Die Hauptstadt besitzt mehrere Eigenbetriebe, die nun jeden zweiten Euro „klimafreundlich“ ausgeben sollen. Das kann alles mögliche bedeuten. Was es realiter bedeutet, zeigt die Berliner E-Bus-Flotte, die von 8-12 Uhr fährt, und dann erst mal stundenlang an die Ladesäule muß.

Wer hat das entschieden? Die BZ:

Den Pakt besiegelte die Politik mit sechs Senatsmitgliedern, sowie 22 Vorständen und Geschäftsführern – und seitenweise Erklärungen.




Frankreichs neues Elektrizitätsprogramm (PPE3) im Zeichen der Grünen Geisteskrankheit

von Edgar L. Gärtner

Nachdem der ohne parlamentarische Mehrheit regierende neue französische Premierminister Sébastien Lecornu nach langem Hin und Her auf der Grundlage des berüchtigten Paragrafen 49.3 der Verfassung seinen ersten Staatshaushalt per Dekret erlassen hatte, konnte er sich endlich der mittelfristigen Planung der Elektrizitätsversorgung des Landes in Form eines Plans für die Jahre 2025 bis 2035 widmen. Wir haben bereits in mehreren Beiträgen auf die Inkohärenz der bislang vorgelegten Plan-Entwürfe hingewiesen.

Das Programm ist kein Gesetz

Der am 12. Februar 2026 mit deutlicher Verspätung vorgelegte dritte Plan für das Jahrzehnt von 2025 bis 2035, genannt „Programmation Pluriannuelle de l’Électricité (PPE3)“ brauchte nach Ansicht von Premierminister Sébastien Lecornu nicht von der Nationalversammlung abgestimmt werden, obwohl deren Mehrheit den damaligen Entwurf der PPE3 bereits im Oktober 2024 abgelehnt und eine parlamentarische Debatte mit anschließender Abstimmung über ein ordentliches Gesetz gefordert hatte. Diese Forderung wurde in diesem Jahr nur noch von den Abgeordneten des Rassemblement National (RN) unterstützt, während die mit dem RN konkurrierenden gemäßigt rechten Republikaner (LR) kniffen. Lecornu und seine Getreuen beeilten sich, die PPE3 zu dekretieren, um der angekündigten Publikation einer vom neuen EDF-Präsidenten Bernard Fontana in Auftrag gegebenen Studie über die schädlichen Auswirkungen des häufigen Hoch- und Runterfahrens der KKW wegen der Vorfahrt des sehr unregelmäßig ins Netz eingespeisten Wind- und Solarstroms zuvorzukommen. Diese von erfahrenen Spezialisten erstellte Studie ist seit dem 16. Februar 2026 im Internet einsehbar. (Wir haben über die bislang nur über Indiskretion bekannt gewordenen Ergebnisse dieser Expertise schon am 2. Februar berichtet.)

Die PPE3 tritt sofort nach der Verkündung durch die Regierung in Kraft. Wie die Erfahrungen mit den beiden Vorgängerplänen lehren, handelt es sich dabei eher um rechtlich wenig verbindliche Richtwerte. Nach der Renationalisierung des monopolistischen Stromkonzerns Électricité de France (EDF) ist aber zu erwarten, daß die staatlichen Vorgaben wenigstens ansatzweise in technische Weichenstellungen übersetzt werden, auch wenn finanzielle Engpässe durch das nicht nur in Frankreich drohende Finanzchaos sowie Widerstände durch Volksbewegungen nach dem Muster der „Gilets Jaunes“ (Gelbwesten) zu erwarten sind.

Frankreich, ein Strom-Paradies

In Frankreich gibt es zurzeit, im Unterschied zu Deutschland oder Spanien, kein grundlegendes Problem der Elektrizitätsversorgung. Es gibt im Gegenteil beachtliche Überkapazitäten in der Größenordnung von bis zu 100 Terawattstunden (TWh). Selbst im Hinblick auf das von Brüssel dogmatisch festgelegte Ziel der Kohlenstoff-Neutralität bis zum Jahre 2050 steht die Elektrizitätsversorgung Frankreichs mit einem Kernenergie-Anteil von über 70 Prozent und einem Wasserkraftanteil über 20 Prozent besser da als die aller Nachbarländer. Es braucht also kein Milliarden-Programm, das (nach offizieller Lesart) gleichzeitig die Produktion „erneuerbarer“ Elektrizität ankurbeln und die Weiterentwicklung der Kernenergie-Anwendung fördern soll.

Seit der Jahrhundertwende, d.h. seit einem Vierteljahrhundert blieb der Strombedarf Frankreichs nahezu konstant. Der industrielle Elektrizitätseinsatz sank seit den Nullerjahren wegen der beängstigenden Deindustrialisierung sogar um etwa 20 Prozent. Die gesamte französische Elektrizitätserzeugung belief sich im Jahre 2025 auf 544 TWh. Davon kamen 370 TWh aus Kernkraftwerken. Diese könnten aber leicht bis zu 450 TWh erzeugen. Nur deren im internationalen Vergleich geringe Auslastung verhinderte, dass der Überschuss noch deutlich größer wurde als die oben erwähnten 100 TWh. Diese wurden in die Nachbarländer exportiert, wodurch die chronisch negative französische Handelsbilanz wieder einmal positiv wurde. EDF hält daher konservativ an der Prognose eines Elektrizitätsbedarfs von lediglich 450 TWh im Jahre 2030 fest. Dieser Bedarf könnte schon heute problemlos ohne den Zubau weiterer Erzeugungskapazitäten gedeckt werden.

Die deutschen Grünen halten sich Konkurrenz vom Leibe

Wozu also die ehrgeizigen Pläne für die Verfünfzehnfachung der Zahl der Offshore-Windräder und die Vervielfachung der Photovoltaikanlagen an Land? Der Ingenieur Fabien Bouglé, der einer nationalen Anti-Windkraft-Initiative vorsteht, hat beim privaten Nachrichten-TV-Sender CNews vor wenigen Tagen die folgende Erklärung geliefert: Die grün-rot-schwarzen deutschen Regierungen wollten nicht die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile akzeptieren, die Frankreich aus seiner günstigen Struktur der Elektrizitätsversorgung mit niedrigen Strompreisen erwachsen. Deshalb versuchen deutsche Parteien und Stiftungen seit Jahrzehnten die französische Energiepolitik in ihrem Sine zu beeinflussen. Es gelang deutschen Lobbyverbänden in wichtigen französischen Ministerien Fuß zu fassen. Das Office Franco-Allemand pour la Transition Energétique (OFATE) im französischen Wirtschaftsministerium war und ist eng mit dem berüchtigten deutschen Anti-Kernkraft- und „Erneuerbaren“-Lobby-Think Tank „Agora Energiewende“ vernetzt. Darauf habe ich hier wiederholt hingewiesen.

Abgesehen vom rechten Front National Le Pens waren in der Tendenz alle französischen politischen Formationen für solche Einflüsse empfänglich, denn nicht nur in der französischen politischen Klasse, sondern auch bei Unternehmen und Wirtschaftsverbänden herrschten über Jahrzehnte Bewunderung und/oder Neid gegenüber der beeindruckenden Effizienz und den Exporterfolgen Deutschlands, überall findet man Hinweise auf das deutsche „Wirtschaftswunder“, das es nachzuahmen gelte. Nur wenige kritische Stimmen schmähten das als „Germanolâtrie“. So begann im 21. Jahrhundert auch die in Deutschland ursprünglich von den USA übernommene Idee einer totalen ökologischen Wende der Wirtschaft, deren Umstellung auf „grünes Wachstum“ in dem zuvor mehr traditionsverbundenen und behäbigen Frankreich an Attraktivität zu gewinnen, weil man dachte, das bringe einen neuen Wachstumsschub. Auch in der Radio- und TV-Werbung von EDF ist seit Jahren fast nur noch von der „Energiewende“ und der Notwendigkeit der Förderung „erneuerbarer“ Energiequellen die Rede. Das naheliegende Umdenken angesichts des voraussehbaren Scheiterns der „Energiewende“, der fortschreitenden Deindustrialisierung und des beginnenden Zusammenbruchs der deutschen Wirtschaft steckt noch in den Anfängen. Die meisten haben noch nicht richtig mitbekommen, dass aus einer Attraktion ein abschreckendes Beispiel geworden ist.

EU-Kommission strengt Vertragsverletzungsverfahren an

Doch erklärt die Faszination vieler Franzosen für das rheinische Modell der „sozialen Marktwirtschaft“ und der darauf aufbauende Einfluss der deutschen „Energiewende“-Lobby nur zum Teil, weshalb die unzuverlässigen „Erneuerbaren“ im PPE3, trotz der Tatsache, dass auch Staatspräsident Emmanuel Macron für den Beinahe-Blackout, zu dem es im vergangenen Jahr in Spanien gekommen ist, das Übergewicht von Wind- und Solarstrom im spanischen Netz verantwortlich machte, so großen Raum einnehmen. Da hilft nur der Hinweis auf den Druck der Brüsseler EU-Kommission weiter. Diese hat Frankreich wiederholt (zuletzt im vergangenen Monat) ermahnt, die EU-Vorgaben für eine Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für „Erneuerbaren“-Projekte umzusetzen. Das ist Rückenwind für die in Frankreich operierenden Wind- und Solar-Lobbys, die frech für sich in Anspruch nehmen, die Interessen der wettbewerbsorientierten Privatwirtschaft gegen das Staatsmonopol EDF zu vertreten. Hauptergebnis und uneingestandenes Ziel dieser Lobby ist jedoch, wie wir zu Beginn dieses Monats bereits gezeigt haben, die Verteuerung der Elektrizität in Frankreich.

Dennoch sieht die PPE3 eine starke Steigerung der „decarbonisierten“ Elektrizitätsproduktion auf 650 bis 693 TWh bis zum Jahre 2035 vor. Von einer „Décroissance“ (Schrumpfung) der Endnachfrage ist im Unterschied zu früheren Entwürfen der PPE3 zum Glück nicht mehr die Rede. Zum allergrößten Teil soll die nun projektierte Zunahme aber auf die „Erneuerbaren“ entfallen und nur zum geringen Teil auf Kernreaktoren. Deren Gesamt-Ausstoß soll bis 2035 nur um 2 Prozent nach oben gehen und im Vergleich mit dem Jahr 2006 sogar sinken. Für die terrestrische Windkraft ist die Verdoppelung bis 2035 vorgesehen, für die Offshore-Windkraft gar eine Vervielfältigung um den Faktor 15.

Nur die Verbilligung des Stroms hilft

Wurden in Frankreich wegen der reparatur- und wartungsbedingten gleichzeigen Abschaltung etwa der Hälfte der Kernkraftwerke nach dem Ende des Covid-Lockdowns noch Ängste vor einem drohenden Blackout im Winter geäußert, so überwiegen heute in der französischen Wirtschaftspresse Warnungen vor Überkapazitäten und sinkender Auslastung der Kernkraftwerke. Diese können die bestehenden Kernkraftwerke mit einem Fixkosten-Anteil von etwa 80 Prozent leicht unrentabel machen. Um EDF wieder deutlich in die schwarzen Zahlen zu bringen, bedürfte es einer Strategie, um in Frankreich mithilfe niedriger Preise die Stromnachfrage anzukurbeln. Klar fordert das bis zum Tage nur die juristisch an ihrer Präsidentschaftskandidatur gehinderte FN-Gründerin Marine Le Pen in ihrer Stellungnahme zum PPE3. Die Umsetzung der Brüsseler Vorgaben in Sachen CO2-Neutralität und „Erneuerbare“ im PPE3 verhindert aber genau das. Sie würde, wie die PPE3 den Franzosen zusätzliche E-Produktions- und Netzkosten in der Größenordnung von 400 Milliarden Euro bescheren. Es liegt auf der Hand: Die weitere Verfolgung des „Net-Zero“-Ziels mithilfe der unsteten und unzuverlässigen „Erneuerbaren“ bringt Frankreich gegenüber den bewährten Kernreaktoren nur Kosten, aber nicht den geringsten Wohlstandsgewinn.

So könnte auch bei den europäischen Nachbarn die Erkenntnis reifen: Nur wer verschwindet, kann klimaneutral werden. Präsident Emmanuel Macron und seine Verbündeten haben jedoch entschieden, den Brüsseler Vorgaben weiter zu folgen. Das erklärt wohl auch die bislang schwankende Haltung der bürgerlichen Republikaner (LR) zum Ausbau der Windkraft-Kapazität. Auch politisch neutrale Experten wie der Politikwissenschaftler Jean-François Roux setzen deshalb ihre Hoffnung in den Sieg des anti-woken RN bei den 2027 anstehenden Präsidentschaftswahlen. Dann würde endlich einer der großen EU-Mitgliedsstaaten damit beginnen, dem von US-Präsident Donald Trump entschiedenen und von seinem Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz in höflichen Worten vorgetragenen Befreiungsschlag des Ausstiegs aus dem „Klimakult“ zu folgen. Nur so wäre es möglich, nicht nur unseren Wohlstand, sondern auch die europäische Kultur zu bewahren.

Die „Elite“ ist krank

Dass mit der westlichen „Elite“ etwas nicht stimmt, wissen wir spätestens seit der Veröffentlichung der so genannten Epstein-Files. Doch auch die Mitglieder der EU-Kommission und die Spitzen der Brüssler EU-Bürokratie erweisen sich als „pas bien catholique“ (nicht gut katholisch), wie die Franzosen sagen würden. Die machtversessenen „Leader“ der EU unter Ursula von der Leyen sind aber wohl nicht so dumm, daß sie nicht erkennen könnten, dass sie ihre eigene Machtbasis untergraben, wenn sie am suizidalen „Klimakult“ festhalten. Sie applaudierten zwar der Münchner Rede Marco Rubios (die sie vermutlich nicht verstanden haben), machen aber munter weiter mit ihrem aussichtslosen Versuch, die Welt über den moralischen Nutzen des Grünen Selbstmords zu belehren und diese Sicht mit Rede- und Berufsverboten durchzusetzen. Das legt den Schluss nahe, dass es sich bei der noch maßgeblichen Haltung europäischer „Eliten“ nicht lediglich um einen Ausdruck ideologischer Verblendung oder religiöser Verbohrtheit handelt, sondern um eine ansteckende Geisteskrankheit genannt Nihilismus oder Narzissmus, die sich nicht unbedingt in neurologischen Befunden zeigt.




Warum erreicht der CO2-Anstieg von 2023 bis 2024 einen Rekordwert? Klimaschau 249

Mauna Loa-Vulkan, Hawaii.

Die Konzentration des atmosphärischen CO2 erreicht laut Meldung des Weltorganisation der Meteorologen WMO vom Oktober 2025 ein Rekordhoch. Nicht nur der Wert der Konzentration, auch die jährliche Zunahmerate sei seit Beginn der Aufzeichnung 1957 noch nie so hoch gewesen. In den 1960er Jahren seien jährlich 0,8 Teilchen pro Million (ppm) hinzugekommen, aktuell sind es 3,5 Teilchen pro Million.




Woher kommt der Strom? Höchste Residuallast

6. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

Die höchste Residuallast, die Menge des Stroms, die konventionell hergestellt und oder importiert werden muss, der aktuellen Analysewoche lag bei 61 GW. Das war am 6.2.2026 von 8:00 bis 9:00 Uhr. Für den gleichen Zeitraum wurde der Wochenhöchstpreis von 145€/MWh Strom aufgerufen. Da verwundert es den geneigten Leser dieser Kolumne nicht, dass 8,8 GW Importstrom gekauft wurden. Übertroffen wurde diese Strommenge nur von 9,2 GW* einige Stunden später (6.2.2026 19:00 bis 20:00 Uhr).

Bis zum 5.2.2026 2:00 Uhr wurde praktisch durchgängig Strom von Deutschland exportiert. Danach kam es fast durchgängig zu Stromimporten.  Bis zum Wochenende. Ab Samstagsnacht wurden wieder verstärkt Nettoexporte verzeichnet. Insgesamt exportierte Deutschland in der 6. Analysewoche knapp 13 GWh Strom. Der Stromdurchschnittspreis lag bei 107,59€/MWh. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass nur die Offshore-Windstromerzeugung eine richtig kräftige Dunkelflaute verhindert hat.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der sechsten Analysewoche 2026 gibt Agora-Energiewende. Diese NGO erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den möglichen Prognose-Höchstwert von 86 Prozent Ausbaurate. Die Residuallasten liegen wieder um die 60 GW und mehr.

Beachten Sie bitte nach den Tageswerten die Zulassungszahlen für den Monat Januar, die Peter Hager freundlicherweise zusammengestellt hat. Die E-Mobilität liegt trotz hoher prozentualer Zuwächse weit hinter den gesteckten Zielen der Energiewender zurück. Da helfen kein Subventionen. Diese „Beigaben“ sind „rausgeworfenes Geld“ der Steuerzahler. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Energiewende in Deutschland „platzt“!

*Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer.  Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Sunde (h & pro Stunde) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel ein MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneele mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverlusten.

Appell an die Vernunft

In diesem Zusammenhang mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung mit Kernenergie auf, bevor es zu spät ist. Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Windstrom ist noch reichlich vorhanden, fast keine PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.

Wind- Stromerzeugung zieht etwas an. Die Strompreise.

Wind-Stromerzeugung weiter hoch. Die Strompreise.

Regenerative Stromerzeugung an Land wird schwächer. Die Strompreise.

Regenerative Stromerzeugung an Land weiter schwach. Die Strompreise.

Weiterhin wenig regenerative Stromerzeugung bei niedrigerem (Wochenend-)Bedarf. Die PV-Stromerzeugung gleicht eine Winddelle aus. Die Strompreise.

Die Windstromerzeugung zieht zum Abend an. Die Strompreise.

PKW-Neuzulassungen Januar 2026: Plug-in Hybride und reine E-Autos bei einem Drittel 

Zusammengestellt von Peter Hager

Im Januar 2026 vermeldet das Kraftfahrt-Bundesamt 193.981 PKW-Neuzulassungen. Das entspricht einem Minus von 6,6% im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Gegenüber dem Dezember 2025 mit 246.439 Neufahrzeugen bedeutet dies einen Rückgang von 21,3 %.

Antriebsarten

+ Plug-in-Hybrid-PKW sowie reine Elektro-PKW (BEV) mit einem deutlichen Zuwachs

+ Hybrid-Fahrzeuge (ohne Plug-In) mit geringem Rückgang

+ Deutliche Rückgänge bei Fahrzeugen mit reinem Benzin- und Dieselantrieb

Im Einzelnen

Benzin: 43.695 (- 22,9 % ggü. 01/2025 / Zulassungsanteil: 22,5 %)

Diesel: 27.309 (- 17,1 % ggü. 01/2025 / Zulassungsanteil: 14,1 %)

Hybrid (ohne Plug-in): 58.206 (- 1,8 % ggü. 01/2025 / Zulassungsanteil: 30,0 % / mit Benzinmotor: 46.102 /mit Dieselmotor: 12.092)

Plug-in-Hybrid: 21.790 (+ 23,0 % ggü. 01/2025 / Zulassungsanteil: 11,2 % / mit Benzinmotor: 20.273 /mit Dieselmotor: 1.517)

Elektro (BEV): 42.692 (+ 23,8 % ggü. 01/2025 / Zulassungsanteil: 22,0 %)

Die beliebtesten zehn E-Modelle 01/2026

Skoda Elroq (SUV): 3.121
VW ID 7 (Obere Mittelklasse): 2.632
VW ID 3 (Kompaktklasse): 2.405
Skoda Enyaq (SUV): 1.841
Audi Q6 (SUV): 1.454
Audi A6 (Obere Mittelklasse): 1.454
Mercedes CLA (Mittelklasse): 1.330
Mini (Kleinwagen): 1.220
Tesla Model Y (SUV): 1.119
Seat Born (Kompaktklasse): 1.054

Quelle 1 & Quelle 2

E-Barometer der HUK Coburg für 2025: 81 % aller E-Autos (BEV) werden von Immobilienbesitzern gefahren

+ 81 % aller E-Autos werden von Immobilienbesitzern (75 % eigenes Haus, 6 % eigene Wohnung) gefahren.

Das Ergebnis ist keine Überraschung, denn Hausbesitzer können bequem zu Hause laden – womöglich noch besonders günstig im Sommer mit dem Strom der eigenen PV-Anlage.

+ Umstiegsquote von Verbrenner- auf reine Elektroautos erreicht im Bundesdurchschnitt 5,5 % (der höchste Wert seit 2022 mit 4,9 %)

+ In Großstädten über 500.000 Einwohner wird seltener (4,6 %) als ausserhalb der Großstädte (5,6 %) umgestiegen

+ Anschaffungspreis (62 %), Unterhalt (47 %) sowie Ladeinfrastruktur/-geschwindigkeit (43 %) sind die wichtigsten Kriterien für einen möglichen Umstieg

+ Beliebteste Hersteller bei einem möglichen E-Auto-Kauf sind VW, BMW und Audi – BYD auf Platz 10

Quelle

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.




„Klimagefängnis“: Die Klimapolitik in Deutschland und in den USA

Axel Bojanowski von der WELT bezeichnete das aktuelle Klimpolitik-Urteil des Bundeswerwaltungsgerichts in Leipzig als „Klimagefängnis“ für Deutschland. Kontrafunk befragte EIKE dazu – und verglich die Situation in den USA.

„Deutschland und die USA gehen unterschiedliche Wege in der Klimapolitik. Welche Folgen das für die Wirtschaft und die Politik beider Länder hat, erläutert Dr. Axel Robert Göhring, Molekularbiologe und Mitarbeiter des Europäischen Instituts für Klima und Energie.“