Das nicht passende Klimapanikpuzzle – von Markus Fiedler
geschrieben von AR Göhring | 12. Januar 2023
Teil 1: „Datenmassagen, Weglassungen, sportliche Interpretationen und andere Manipulationen.. Wer sich über längere Zeit mit dem Thema „menschgemachter Klimawandel“ beschäftigt, wird früher oder später festgestellt haben, daß viele Veröffentlichungen von sogenannten „Klimaforschern“ gerne als Grundlage für Hiobsbotschaften aller Art genutzt werden.“
Tabulos und in einfacher Sprache: Physik für Politiker – am Beispiel des australischen Wombats
geschrieben von AR Göhring | 12. Januar 2023
von Hans Hofmann-Reinecke
Es gab da einmal diesen Woody-Allen-Film über Alles was Sie schon immer über Sex wissen wollten, sich aber nicht zu fragen getraut haben. Ich bin sicher, Sie haben inzwischen alle Fragen zu dem Thema geklärt. Allerdings habe ich den dringenden Verdacht, daß Sie auf einem anderen Gebiet hochgradig naiv sind – und Sie wissen genau, wovon ich rede.
Es geht hier und jetzt um diese Problematik der Mega-Giga-Tera-Watt oder Wattstunden, welche sogar die kognitiven Fähigkeiten unseres hochkarätigen Personals in Politik und Medien überfordert. Dazu werde ich Ihnen jetzt alle Fragen beantworten, tabulos und in einfacher Sprache.
Dinge bewegen
Wenn wir im Alltag etwas bewegen wollen – das Auto reparieren oder eine Reise machen – dann brauchen wir dazu Geld; ohne das geht’s nicht. Das ist die treibende Kraft hinter allen Veränderungen, die wir durchführen wollen. Auch in der technisch – physikalischen Welt brauchen alle Veränderungen solch eine magische Kraft, ohne die nichts geht.
Diese wird Energie genannt und sie kann in unterschiedlichen Formen kommen – Bewegung, Wärme, Strahlung, Elektrizität etc. Diese unterschiedlichen „Währungen“ der Energie kann man auch gegeneinander eintauschen, allerdings nicht immer ohne Verluste.
Eine besonders angenehme Form der Energie ist die Elektrizität. Sie lässt sich leicht transportieren und recht verlustlos in die anderen Energieformen verwandeln. Man kann damit das Wasser für den morgendlichen Kaffee heiß machen, ein Tesla-Auto betreiben, einen Christbaum beleuchten oder einen Computer rechnen lassen. Und wie beim Geld brauchen wir auch hier für verschiedene Anwendungen unterschiedlich Mengen von dieser magischen Kraft.
Der Wombat in Aktion
Das morgendliche Kaffeewasser braucht weniger Energie als der ICE auf der Fahrt von München nach Frankfurt. Und so wie wir Einheiten für die Geldmenge definiert haben, etwa den Euro (Eu) oder den Wumms (Wu), so brauchen wir auch eine Einheit um Energiemengen zu beschreiben. Vorübergehend möchte ich dieser Einheit den Namen „Wombat (Wb)“ geben, in Anlehnung an den Wumms. Ich bemühe mich hier um einfache Sprache
Für den Morgenkaffee wird rund ein zehntel Wombat = 0,1 Wb verbraucht. Zusammen mit Kühlschrank, Heizung und anderem hilfreichen Gerät im Hause ziehen wir jeden Monat so um die 350 Wb aus den diversen Steckdosen; diese Zahl kann von Haushalt zu Haushalt etwas abweichen.
Für jeden Wombat bezahlen wir dem Hersteller einen gewissen Preis, sagen wir rund 0,30 Euro.
Ein unglücklicher Name
Es kann nun interessant sein, wie viele Wombats in jedem Moment aus der Steckdose kommen, so wie es auch beim Autofahren interessant ist zu wissen, wie viel Strecke wir jeden Moment zurücklegen. Wir nennen das die „Geschwindigkeit“ und messen die in Kilometern pro Stunde (km/h), auch wenn wir keine ganze Stunde unterwegs sind. Entsprechend messen wir den momentanen Energieverbrauch in Wombats pro Stunde (Wb/h), und nennen das „Leistung“.
Wie es der Teufel nun will haben sich die Ingenieure für die „Wombats pro Stunde“ einen eigenen Namen einfallen lassen, nämlich das „Kilowatt“ = 1.000 „Watt“ . Für den Wombat selbst aber gibt es noch keinen Namen. Man half sich nun damit, indem man sagte, ein Wombat ist die Energiemenge, wenn eine Stunde lang die Leistung von ein Kilowatt aus der Steckdose geflossen ist. Und dann hat man dem armen Tier den Namen Kilowatt mal Stunde, oder kurz „Kilowattstunde“ verpaßt.
Also:
Leistung: 1 Wombat pro Stunde = 1 Kilowatt
Oder 1 Wb/h = 1 kW
und
Energie: 1 Wombat = 1 Wombat/Stunde x 1 Stunde = 1 Kilowatt x 1 Stunde
Oder 1 Wb = 1 kWh
Liegt es an den großen Zahlen?
Wer sich berufsmäßig mit der Sache befaßt, der hat die Zusammenhänge entweder im Laufe der Zeit verstanden oder er hat sich zumindest daran gewöhnt. In dem Masse aber, wie die „Energie“, oder besser gesagt die „Energieprobleme“ den Alltag und die Politik bestimmen, desto häufiger kommt es hier zu Mißverständnissen.
Potenziert wird das Problem nun dadurch, daß es bei dem Thema oft um sehr große Zahlen geht. Will man etwa wissen, wie viele Wombats = kWh alle deutschen Haushalte in einem Jahr verbrauchen, dann muß man den durchschnittlichen monatlichen Verbrauch mit 12 multiplizieren und dann mit 40 Millionen, also
Durch die Vorsilben k = Kilo = tausend, M = Mega = 1 Million, G = Giga = 1 Milliarde, T = Tera = 1 Billion lassen sich die großen Zahlen einfacher schreiben.
Wie viele Kernkraftwerke bräuchten wir, um all diese Haushalte zu versorgen? Dazu rechnen wir die benötigte Leistung aus, das sind die Wombats pro Stunde = Kilowatts, also der gesamte jährliche Energieverbrauch dividiert durch die 8766 Stunden des Jahres:
Ein Kernreaktor gibt so um die 1,2 Gigawatt (GW) ab, man bräuchte also 19 GW / 1,2 GW ≈ 16 Reaktoren. So viele gab es schon einmal in Deutschland. Was es damals nicht gab, das waren Stromprobleme und Angst vor Frieren und Blackout. Dafür retten wir heute den Planeten.
Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors Think-Again. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.
Paul R. Ehrlich – 55 Jahre Erfolg mit frei erfundenen ökologischen Untergangserzählungen
geschrieben von AR Göhring | 12. Januar 2023
von AR Göhring
Der Insektenforscher Paul Ralph Ehrlich von der eigentlich renommierten Privat-Universität Stanford, wo auch der Epidemiologie-Papst und Pseudowissenschafts-Aufklärer John Ioannidis forscht und lehrt, treibt seit über 50 Jahren erfolgreich mit alarmistischen Märchen sein Unwesen in den Medien.
Eigentlich Schmetterlings-Experte, blieb Ehrlich nicht bei seinen Leisten, sondern verbreitet seit 1968 analog zum Millionärs- und Managerclub „Club of Rome“ faktenfrei Geschichten zum Massensterben der Menschheit. Sein Lieblings-Grundargument ist dabei der angebliche Mangel an planetaren Ressourcen, der „so viele“ oder „zu gut lebende“ Menschen nicht zulasse (oder beides). Sein einflußreichstes Buch schrieb er gleich zu Beginn seiner Guru-Karriere 1968, Die Bevölkerungsbombe, recht offensichtlich an den damals bereits lange widerlegten Thomas Malthus angelehnt.
Er hätte es zum Beispiel auch „Problem Überbevölkerung?“ nennen können – aber das war dem gewieften Medien-Wissenschaftler nicht knallig genug. Eigentlich hätte er sich mit seiner durchaus beachtlichen Insektenbiologie-Karriere zufrieden geben können. Aber ähnlich seinem Kollegen, dem Insektenkundler und späteren Sexologen Alfred Kinsey, waren ihm die sechsbeinigen Krabbler nicht genug, und er wandte sich zeitgeistigeren Themen zu, auf die sensationsgierige Medien und die Öffentlichkeit leicht mit erheblicher Aufmerksamkeit reagierten.
Einige seiner kuriosen Aussagen über die Jahrzehnte:
1968: „Der Kampf um die Ernährung der gesamten Menschheit ist vorbei. In den 1970er Jahren wird die Welt von Hungersnöten heimgesucht werden – Hunderte von Millionen Menschen werden verhungern, trotz aller jetzt eingeleiteten Notprogramme. Zu diesem späten Zeitpunkt kann nichts mehr einen erheblichen Anstieg der weltweiten Sterblichkeitsrate verhindern.“
1970 sagte er voraus, daß „die Luftverschmutzung … sicherlich allein in den nächsten Jahren Hunderttausende von Menschenleben fordern wird“. Ehrlich skizzierte ein Szenario, wonach 1973 bei „Smogkatastrophen“ in New York und Los Angeles 200.000 Amerikaner sterben würden.
1970: in der Zeitschrift Audubon, ..daß DDT und andere Chlorkohlenwasserstoffe „die Lebenserwartung von Menschen, die seit 1945 geboren wurden, erheblich verringert haben könnten“. Ehrlich warnte, daß Amerikaner, die seit 1946 geboren wurden, nur noch eine Lebenserwartung von 49 Jahren hätten
1975: „Da mehr als neun Zehntel der ursprünglichen tropischen Regenwälder in den meisten Gebieten innerhalb der nächsten 30 Jahre abgeholzt werden, ist zu erwarten, dass die Hälfte der Organismen in diesen Gebieten mit ihnen verschwinden wird.“
1980: Seine Vorhersagen über die zunehmende Ressourcenknappheit veranlaßten ihn 1980 zu einer Wette mit dem Wirtschaftswissenschaftler Julian Simon, dass fünf Rohstoffe bis 1990 teurer werden würden. (Stattdessen sanken die realen Preise für alle fünf Rohstoffe.)
2022: „Die nächsten Jahrzehnte werden das Ende der Zivilisation sein, an die wir gewöhnt sind. Die Menschheit verbraucht 175 Prozent dessen, was die Erde regenerieren kann. Unsere derzeitige Lebensweise ist nicht nachhaltig.
Nebenbei – der Man heißt EHRLICH, die Ironie ist fast schon unterhaltsam. Ob die Amerikaner die Bedeutung des Wortes kennen? Ein Vorfahr von Paul Ralph in Osteuropa muß ja für seine Aufrichtigkeit und Zuverlässigkeit bekannt gewesen sein, wenn man ihm diesen Namen gab.
Paul Ehrlich liegt bekanntlich seit sechs Jahrzehnten mit allen seinen Vorhersagen falsch.
„Hört nicht auf die falschen Propheten“ sprach schon Christus in der Bibel – nach noch älteren Vorlagen im Alten Testament. Heuchler und Unfug-Prediger scheinen also eine menschliche Konstante zu sein, die man gerade in der modernen aufgeklärten Industriegesellschaft nicht mehr erwartet hätte. In der Tat gab es in den zwanzig Jahren nach dem Krieg im Westen kaum Chancen für Berufslügner – wenn man von Edward Bernays absieht, der die New York Times und US-Präsident Eisenhower faktenfrei davon überzeugen konnte, die Sowjets stünden kurz vorm Einmarsch in Guatemala. Ansonsten steckte vielen Menschen damals noch Krieg, Wirtschaftskrise, Konzentrationslager& Gefängnis, Hunger und Diktatur in den Knochen, was sie weitgehend immun gegenüber nur im Fernsehen oder der Zeitung existierenden Katastrophen machte.
Seit Ende der 1960er scheint es aber – wohlstandsbedingt? – eine erneute Sehnsucht nach religiösen Erzählungen wie Marxismus oder Weltuntergang zu geben. Das haben Opportunisten wie Ehrlich oder der „Waldsterben“-Prophet Bernhard Ulrich gespürt und mit erstaunlich wenigen Publikationen Millionen-Bestseller oder unglaubliche Medienpräsenz erreicht. Das Wirken von Verlagsstrategen, wie Dr. Thuß in der Redaktionskonferenz zu bedenken gab, ist auch nicht ganz unwichtig. Da kannte ein Agent wohl einen Dr. Ehrlich vom Naturschutzclub Sierra und fragte ihn, ob er als Biologe zum gerade aktuellen Thema Ökologie oder ähnlich nicht etwas schreiben mag. Ehrlich suchte in seinem Bücherstapel nach dem alten Buch von Rachel Carson, der Stille Frühling (1962), oder nach dem von William Vogt, Der Weg zum Überleben, 1948 (!), in dem der vermutlich PR-motivierte Vogt die ollen Kamellen von Malthus ausgräbt und Alarm schlägt, was nach dem Krieg aber niemanden interessierte. Wahrscheinlich war der unheimliche Erfolg der Bevölkerungsbombe für beide eine Überraschung – zumal Ehrlichs Buch eigentlich nur ein inhaltliches Plagiat von Vogt darstellt. Die Verlagsindustrie publizierte dann weiter solcherlei Alarmschinken, und der geltungssüchtige Ehrlich legte immer nach, weil Journalisten und Leser jedes Mal drauf ansprangen – egal, was Ehrlich sich gerade ausdachte.
Bei Altvorderen wie ihm, als 90jähriger ein Generationsgenosse von George Soros oder Klaus Schwab, scheint das Erfinden von Katastrophen selbst nach 50jährigem Scheitern eine Art Sucht geworden zu sein – und diese Sucht ist bei den Massenmedien nicht geringer ausgeprägt.
Was Medien und Ehrlich gerade schon wieder auf höchst peinliche Art bewiesen: Michael Shellenberger, der ehemalige kalifornische Klimaaktivist, nun Betrugsaufklärer, berichtet über eine „Informationssendung“ des großen US-Senders CBS, in dem Ehrlich und der Moderator davon fantasierten, daß der Mensch ein „sechstes Massenaussterben“ verursache und daß „wir“ das Äquivalent von fünf Planeten Erde bräuchten, damit alle Menschen auf dem derzeitigen westlichen Niveau leben könnten.
Auf welcher Basis diese „Äquivalente“ berechnet werden, bleibt in solchen Aussagen meist unklar. Daß sie unwissenschaftliche Konstrukte sind, wird klar, wenn man „fünf Erden“ wörtlich nimmt und sich überlegt, wie viel % der Erdoberfläche bereits in Schutt und Asche liegen müßten.
O-Ton Ehrlich:
„Nein, die Menschheit ist nicht zukunftsfähig, um unseren Lebensstil aufrechtzuerhalten – Ihren und meinen. Im Grunde bräuchte man für den gesamten Planeten fünf weitere Erden. Es ist nicht klar, woher sie kommen sollen.“
Daß Mediengestalten wie Ehrlich, die Thunberg-Ernmans, Al Gore oder Luisa Neubauer in der Tat selber auf sehr großem Fuß leben, bestreiten Kritiker wie wir nicht. Es scheint bei den Reichen und Mächtigen seit langem aber ein gewisses Interesse zu geben, die nicht-reiche Mehrheit der Weltbevölkerung wirtschaftlich zu beschneiden, oder sogar zu reduzieren. Verschwörungstheorie? Eher nicht – sogar Hollywood verarbeitete diese Sichtweise schon.
Beide Behauptungen sind falsch und wurden in der wissenschaftlichen Fachliteratur wiederholt entlarvt.
Die Behauptung, daß „fünf weitere Erden“ benötigt werden, um die Menschheit am Leben zu erhalten, stammt aus einer Berechnung, die sich „Ökologischer Fußabdruck“ nennt.
Ich habe sie vor zehn Jahren zusammen mit einer Gruppe anderer Analysten und Wissenschaftler, darunter der leitende Wissenschaftler von „The Nature Conservancy“, in der von Experten begutachteten Fachzeitschrift PLOS Biology entlarvt.
Wir haben die sechs Meßgrößen, aus denen sich der „Fußabdruck“ zusammensetzt, aufgeschlüsselt und festgestellt, daß fünf der sechs Meßgrößen, einschließlich Nahrungsmittel und Forstwirtschaft, entweder im Gleichgewicht oder im Überschuß sind. Das einzige, was nicht im Gleichgewicht war, waren die Kohlenstoffemissionen der Menschheit.
Weswegen er immer noch das CO2 reduzieren will – immerhin mit Kernkraft, und nicht mit Windradwäldern und PV-Friedhöfen.
Zu Paul Ehrlichs geistigem Vorläufer, Thomas Malthus, hat unser Format Klimawissen – kurz&bündig gerade ein interessantes Video herausgebracht.
Henrik Svensmark – Die Sonne und die kosmische Hintergrundstrahlung machen den Klimawandel
geschrieben von AR Göhring | 12. Januar 2023
(ARG)
Wie die Erdsonne unser Klima steuert, erklären Nir Shaviv und Henrik Svensmark, die fast zeitgleich unabhängig voneinander den Svensmark-Shaviv-Folgeeffekt entdeckten, wie wir ihn bei EIKE bezeichnen: Die kosmische Hintergrundstrahlung, Überbleibsel von Supernovae, trifft auf die obere Atmosphäre des Planeten und erzeugt so über einen komplizierten Prozeß Wolkenkeime.
Die Partikel – Strahlung der Erdsonne verdrängt nun einen Teil dieser kosmischen Partikel, was im Extremfall, nach einem coronaren Ausbruch, seit den 1950ern als Forbush-Effekt bekannt ist. Die Sonne bewirkt auf diese Weise – je nach momentaner eigener Strahlungsstärke – daß sich die Wolkenbedeckung durch Verminderung der Zahl der zu ihrer Bildung benötigten Keime vermindert. Ergebnis, der genannte Folgeeffekt: Weniger Wolken reflektieren weniger Sonnenstrahlung zurück ins All, und so heizt sich die Atmosphäre auf.
Warum wird über die kommende Abkühlung in Europa nicht berichtet? – von Fritz Vahrenholt
geschrieben von AR Göhring | 12. Januar 2023
von Fritz Vahrenholt
Das ungewöhnlich milde Wetter zum Jahreswechsel in Mitteleuropa bestärkt so manchen hierzulande in der Auffassung, dass die CO2-bedingte globale Erwärmung in vollem Gang sei. Global – und nur darauf kommt es an – entwickeln sich die Temperaturen in eine andere Richtung. Bildet man den Durchschnitt der letzten Jahre, so ist die globale Temperatur seit acht Jahren und vier Monaten konstant. Im Dezember ist die Abweichung der globalen Temperatur vom 30-jährigen Mittel der satellitengestützten Messungen der University of Alabama (UAH) erneut gesunken und zwar auf 0,05 Grad Celsius.
Quelle: UAH, Uni Alabama in Huntsville
Zwar gibt es bis 2015 eine langjährige Temperatursteigerung. Aber sie beträgt im Durchschnitt pro Jahrzehnt seit 1979 lediglich 0,13 Grad Celsius. Aber es kommt noch besser: Neueste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen für Europa, daß es erst einmal 15-20 Jahre leicht bergab gehen wird.
Studie in „Nature“: Nord-Atlantik kühlt sich ab
Es sind klimawissenschaftliche Schwergewichte, die kürzlich im Nature Journal „climate and atmospheric science“ Aufsehen erregten. Katja Matthes, Direktorin des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel, Johann Jungclaus vom Max-Planck Institut für Meteorologie in Hamburg und Nour-Eddine Omrani vom norwegischen Bjerknes centre for climate research veröffentlichten eine Untersuchung, die zeigt, daß wir vor einer Abschwächung der Nordatlantischen Oszillation, einer Abkühlung des Nord- Atlantiks und damit verbunden einer globalen Temperaturentwicklung wie zwischen 1950 und 1970 stehen (so die Autoren in ihrer Zusammenfassung). Die Grafik zeigt den Rückgang der Temperaturen des Nordatlantiks bis 2040. Wegen des globalen Erwärmungstrends fallen die Temperaturen nicht wieder auf das Niveau der Jahre 1950 bis 1970 zurück, erläutert einer der Autoren, Eddine Omrani. Die zu erwartende Erwärmungspause gibt uns Zeit – so Omrani-, um technische, politische und ökonomische Lösungen zu erarbeiten vor der nächsten Erwärmungsphase, die etwa ab 2050 wieder Oberhand gewinnt.
Warum wird über die kommende Abkühlung in Europa nicht berichtet?
Erstaunlich ist, daß bislang nicht eine einzige deutsche Tageszeitung über diese Mut machende Botschaft berichtet hat. Dagegen erhalten der apokalyptische Wahn der mit amerikanischen Stiftungsgeldern finanzierten „letzten Generation“ breiten Raum und wohlwollende Richter. Kaum jemand stellt das falsche Narrativ der „Kleber“ in Frage.
Wer solche Nachrichten über eine bevorstehende Abkühlung unterdrückt, macht sich mitschuldig an der politisch bedingten Zerstörung unseres Gemeinwesen.
Was sagte Robert Habeck noch vor kurzem in Katar? Er brauche in den nächsten Jahren Erdgas, aber in sieben Jahren brauche er das nicht mehr, da Deutschland dann ohnehin aus dem Gas aussteigen werde. Warum will er austeigen, wenn es doch in den nächsten 20 Jahren in Europa nicht wärmer, sondern eher kälter wird? Brauchen wir nicht bei einer Abkühlung noch mehr Gas als heute ?
Die Veröffentlichung der Klimaforscher aus Kiel, Hamburg, Bergen, Venedig und Houston bringt uns eine weitere wichtige Erkenntnis. Die Erwärmung der Jahre 1980 bis 2015 war maßgeblich von der warmen Phase des Atlantiks geprägt. Wir können abschätzen, dass ein bedeutender Teil der Erwärmung diesem natürlichen Zyklus zuzuschreiben ist. Dieser Zeitraum wird aber u.a. zugrundegelegt um Temperaturprognosen in die Zukunft vorzunehmen. Die Modelle schlagen aber den natürlichen Erwärmungsbeitrag dem CO2-Effekt zu. Dieser falsch berechnete, höhere CO2-Effekt wird in die Zukunft fortgeschrieben. Modelle, die die natürlichen zyklischen Einflüsse nicht berücksichtigen – und das können die Modelle noch nicht – kommen so zu viel zu starken Erwärmungsprognosen.
Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass es eine Vielzahl von Veröffentlichungen gibt (etwa diese, an der Matthes und Omrani beteiligt waren,Solar forcing synchronizes decadal North Atlantic climate variability), die eine Kopplung der Stärke der Solarzyklen mit der Nordatlantischen Oszillation für wahrscheinlich halten. Der letzte Solarzyklus von 2008 bis 2019 war der schwächste seit 100 Jahren. Der augenblickliche Zyklus entwickelt sich bislang genauso schwach.
Die Eindimensionalität der Klima- und Energiedebatte, die darin gipfelt, daß allein die CO2-Emissionen unsere Klima bestimmen, ist schon erschreckend.
Kongreß in Hamburg
Am 19.1. 2023 findet im Hotel Elysee in Hamburg der Kongreß „Rettet unsere Industrie“ statt. Es werden teilnehmen u.a. Michael Shellenberger, Prof. Patzelt, Prof. Koch, Dr. Pillkahn, Prof. Mayer, Roland Tichy und meine Wenigkeit. Die Veranstaltung ist hier zu finden. Sie ist leider schon zwei Wochen nach der Ankündigung ausgebucht; weitere sind in Planung. Die Hamburger Veranstaltung kann aber hier verfolgt werden,
Darüberhinaus darf ich darauf hinweisen, dass mein neues Buch „Die Große Energiekrise – und wie wir sie bewältigen können“, am 17. Februar erscheint. Das Buch wird in einer Pressekonferenz im Deutschen Presseclub in Berlin gemeinsam mit Otto Schily, Bundesminister a.D., vorgestellt. Das Buch hat 207 Seiten und kostet 22 €. Das Buch erscheint im LangenMüller Verlag.