Erdklima stabilisiert sich langfristig von selbst – Klimaschau 142

Hinweis in eigener Sache: Bislang erschien die Klimaschau wöchentlich. Da die Spenden momentan leider nicht die Produktionskosten abdecken, müssen wir demnächst wohl leider auf einen monatlichen Rhythmus umstellen oder die Sendung sogar ganz einstellen. Das wäre Schade. Falls Sie einen geeigneten Sponsor vermitteln könnten, wären wir Ihnen dankbar. Kontakt: https://eike-klima-energie.eu/ueber-uns/kontakt/

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Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende.

Themen der 142. Ausgabe:
0:00 Begrüßung
0:24 Vorindustrielle Temperaturachterbahn
2:47 Erdklima stabilisiert sich von selbst
5:34 Werden Bergstürze häufiger?
6:58 Biogas-Leckagen
9:46 Die vergessenen sozialen Kosten der Windkraft




Wiener Professor an “Klimakrisen-Verleugner“: “Lockdown forever. Wir werden euch alle einsperren.“

von AR Göhring

Reinhard Steurer, Professor an der Wiener Universität für Bodenkunde BOKU, will Klimaskeptiker einsperren, meldet oe24.

Er ist Mitglied von „Scientists for future“ und verteidigt via Twitter die Klebe-Aktionen der Letzten Generation. Ein Opponent bei Twitter erboste Steurer mit der Aussage, an den Universitäten bestehe heutzutage ein wirrer autoritärer Geist, wie die Coronazeit deutlich gezeigt habe. Darauf Steurer, dokumentiert:

“Wir werden Euch alle einsperren. Lockdown forever. Jetzt fürchtet Euch vor dieser totalitären Wissenschaft.”

Ein Kommentator auf der oe24-Seite dazu:

Zur Ehrenrettung der BOKU. Ich bin selbst Absolvent der BOKU. Prof. Steurer hat lediglich Politikwissenschaft und NICHT an der BOKU studiert, ist also ein „Externer“. Wissenschaft und Lehre an der BOKU sind ausschließlich naturwissenschaftlich und technisch begründet. Assoziierte sozialwissenschaftliche Fragestellungen werden nur in diesen Zusammenhängen an der BOKU behandelt. Leider haben sich sogenannte „Satelliten“ in den letzten Jahren an der streng wissenschaftlicher Methodik verpflichteten BOKU etabliert, so auch ein obskures Institut „Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit“. (…)

Zwar ist die Politisierung heuer in DACH-Universitäten weit vorangeschritten – auch technische (Fach-)Hochschulen bieten immer mehr Fächer an, die mit Naturwissenschaft und Technik nichts mehr zu tun haben, sondern nur noch mit der Ideologie von auf Kosten der Allgemeinheit Lebenden. Ist die BOKU hiervon noch ausgeschlossen? Dann würde der kritische Student oder Studieninteressent aber auch eine deutliche Reaktion der Hochschulleitung erwarten.




EIKE-Autor ganz vorn bei Amazon – dem Lesch dicht auf den Fersen

Hans Hofmann-Reinecke ist regelmäßiger Autor bei EIKE und der Achse. Sein Buch „Grün und Dumm“ ist gerade auf Platz 4 in der Kategorie „Physik“/ Kindle. Einziger Wermutstropfen: ZDF-Hobbyklimatologe Harald Lesch ist auf Platz 3 – allerdings mit einem Buch über Quantenmechanik, für nur 2,99. Da wird wohl nichts über das klimatische Weltende, rechtsextreme Wissenschaftsleugner & Schwurbler, oder über die gelungene Energiewende unserer weisen Regierung drinstehen.

Was steht im lustigen Buch „Grün und Dumm“?

Hofmanns eigener Text:

GRÜN UND DUMM ist ein Aufklärungsbuch zum Thema Global Warming. Ich möchte Sie in die Lage versetzen, durch logisches Verständnis den Sinn der Maßnahmen zum Klimaschutz zu hinterfragen, sodaß Ihre politische Haltung auf eigener intelligenter Erkenntnis beruht, und nicht auf der Zugehörigkeit zu einer weltanschaulichen Gruppe. Die Sorge ums Klima hat sich ja zur Staatsreligion entwickelt. Sie füllt das Vakuum, welches ein schwindendes Christentum hinterläßt und der Islam noch nicht gefüllt hat. Wie andere Religionen, so manipuliert auch diese ihre Anhänger zum Wohle der Würdenträger….

Taschenbuch ‏ : ‎ 246 Seiten
ISBN-13 ‏ : ‎ 979-8652887032
Abmessungen ‏ : ‎ 15.24 x 1.57 x 22.86 cm

Kindle 9,99€ Taschenbuch 27,82€

 

Quelle: Amazon




Woher kommt der Strom? Reichlich Strom regenerativ erzeugt

5. Analysewoche 2023- von Rüdiger Stobbe

Montag, 30. Januar 2023 bis Sonntag, 5. Februar 2023Anteil Wind- und PV-Strom 47,1 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 56,5 Prozent, davon Windstrom 44,7 Prozent, PV-Strom 2,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,3 Prozent.

An den ersten fünf Tagen der KW 5/2023 wurde reichlich Strom regenerativ erzeugt. 68,5 Prozent betrug der Anteil am Bedarf. 61,8 Prozent an der Gesamtproduktion. Samstag und Sonntag brach die regenerative Stromerzeugung massiv ein (Anteil Bedarf 37,4 / Anteil Produktion gesamt 36,8). Der Strombedarf war – wie immer am Wochenende – gering. So musste nicht allzu viel Strom importiert werden. Denn für die konventionellen Stromerzeuger in Deutschland lohnte sich der Aufwand zur Bedarfsdeckung offensichtlich nicht. Die regenerative Erzeugung im Wochenüberblick. Der Strompreis schwankte zwischen 2€ und knapp 185€/MWh.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur fünften Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur KW 5/2023 Factsheet KW 5/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Jahresübersicht 2023

Wenn im Herbst/Winter die Windstromerzeugung in dem Bereich liegt, den sich die Verfechter der Energiewende erhoffen, geht das immer mit „schlechtem Wetter“ einher.  Die Energiewende ist faktisch eine „Schlechtwetterwende“. Im Sommer resultiert eine starke PV-Stromerzeugung nicht selten aus sehr hohen, meist drückenden Temperaturen, die es – aufgemerkt – auch vor dem „Klimawandel“ gab, mit den so genannten Sommertoten. Und dennoch: Im Sommer reicht die PV-Stromerzeugung bei weitem nicht aus, um den Strom-Bedarf Deutschlands auch nur einen (Halb-) Tag zu decken. Geschweige denn „überschüssigen Strom“ für Bedarfslücken zu speichern. Es gibt praktisch keinen überschüssigen PV-Strom. Ebenso gibt es praktisch keinen überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger gibt es keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023. Überschüsse werden bis auf sehr wenige Stunden im Jahr immer konventionell erzeugt!

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023: Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2Agora 2030Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016

Geisterstrom“

Manchmal müssen Windkraftanlagen aus dem Wind genommen werden. Der deshalb nicht erzeugte Strom wird den Windmüllern vergütet. Mit Millionenbeträgen. Dennoch: Die „vergeudete“ Strommenge ist mit bisher maximal einem Prozent der Gesamtstromerzeugung ( 6 TWh) zwar teuer zu bezahlen, doch in der Menge gering. Eine Speicherung mit Wasserstoff würde in etwa den Strom eines Tagesbedarfs (1,5 TWh) ergeben. Das rettet die Energiewende nicht. Sollte man dennoch mal machen. Mal abwarten, was draus wird, denn solch´ eine (oder mehrere) Anlage(n) mit den entsprechenden Zuleitungen wäre(n) schon richtig groß.

Geisterstrom könnte vermieden werden, wenn genügend Stromtrassen zwecks Transports des heute nicht erzeugten aber vergüteten Stroms nach Süddeutschland vorhanden wären. Zu diesem Thema hat Peter Hager nach den Tagesanalysen beachtenswerte Informationen zusammengestellt.

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Montag, 30. Januar 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 54,2 Prozent. Anteil erneuerbarer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 62,9 Prozent, davon Windstrom 52,3 Prozent, PV-Strom 1,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 8,7 Prozent.

Satte 68,9 Prozent betrug der regenerative Beitrag zum Strombedarf Deutschlands an diesem Montag. Der Preis lag in der Morgennacht nahe 0€/MWh, erholte sich dann aber.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 30. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 30.1.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Dienstag, 31. Januar 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 53,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 61,9 Prozent, davon Windstrom 51,5 Prozent, PV-Strom 1,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 8,7 Prozent.

Die regenerative Erzeugung ist auch heute stark. Das Preisniveau steigt.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 31. Januar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 31.1.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Mittwoch, 1. Februar 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 58,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 67,00 Prozent, davon Windstrom 57,2 Prozent, PV-Strom 1,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 8,2 Prozent.

75,5 Prozent regenerativer Beitrag zum Bedarf. Das Preisniveau fällt wieder

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 1. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 1.2.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Donnerstag, 2. Februar 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 42,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 51,9 Prozent, davon Windstrom 41,00 Prozent, PV-Strom 1,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,1 Prozent.

Zum Vorabend gibt es eine regenerative Strom-Delle, der Stromimporte notwendig macht. Mit entsprechend hohen Preisen.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 2. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 2.2.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Freitag, 3. Februar 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 56,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 64,7 Prozent, davon Windstrom 55,3 Prozent, PV-Strom 1,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 8,2 Prozent.

Gleichmäßig wird regenerative Strom am heutigen Freitag in Summe erzeugt. Der Preis schwankt zwischen 85 und 114€/MWh.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 3. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 3.2.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Samstag, 4. Februar 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 22,9 Prozent. Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 35,1 Prozent, davon Windstrom 16,5 Prozent, PV-Strom 6,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,2 Prozent.

PV-Strom wird heute wesentlich mehr erzeugt als an den Vortagen. Der Frühling lässt grüßen. Nach Sonnenuntergang allerdings ist die regenerative Stromerzeugung nur noch gering. Bis in die Nacht werden Stromimporte notwendig. Zu diesen Preisen, die wieder mal belegen, dass in erster Linie Angebot und Nachfrage den Preis des Stroms bestimmen.

Belege für die Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 4. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 4.2.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Sonntag, 5. Februar 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 27,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 39,8 Prozent, davon Windstrom 23,5 Prozent, PV-Strom 3,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,4 Prozent.

Der geringe Sonntagsbedarf macht wegen der insgesamt geringen regenerativen Stromerzeugung Stromimporte notwendig.  Zum Vorabend wird der Spitzenpreis aufgerufen.

Ein Blick in die Zukunft verdeutlicht, dass ein solches Wochenende inkl. Freitag auch bei vom Zukunfts-Agorameter entsprechend kalkulierten Ausbaugraden 68 Prozent im Jahr 2030 und 86 Prozent im Jahr 2040 die Energiewirtschaft vor erhebliche Probleme stellen wird.

Belege für die Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 5. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 5.2.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Beim Netzausbau läuft der Ampel die Zeit davon

Im Rahmen der Energiewende sind für den Ausbau des Übertragungsnetzes rund 14.000 km Stromleitungen geplant (nicht enthalten sind darin Ausbaumaßnahmen zur Ertüchtigung des Verteilnetzes).

Für die Genehmigung von etwa 7.300 km ist die Bundesnetzagentur (BNetzA) zuständig. Die Planung sowie Umsetzung wird von den vier Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) Tennet, Amprion, TransnetBW und 50Hertz übernommen.

Die Bundesnetzagentur titelt in einer Pressemitteilung vom 06.01.2023 von Fortschritte beim Stromnetzausbau„.

Präsident der BNetzA Klaus Müller meint dazu:

„Wir haben unsere Verfahren 2022 sehr intensiv vorangetrieben und werden sie in allen denkbaren Aspekten weiter beschleunigen. Jeder genehmigte Kilometer bringt uns beim Ausbau des Netzes voran.“

Der fachfremde aber ´grüne` Klaus Müller produziert in erster Linie Binsenweisheiten, die mit dem konkreten Netzausbau wenig bis gar nichts zu tun haben.

Die Ergebnisse der angeblich im Jahr 2022 vorangetriebenen Verfahren lesen sich Stand Ende Jahr 2022 entsprechend bescheiden:

  • Für rund 5.000 km wurde ein Trassenkorridor festgelegt
  • ca. 700 km befinden sich im Bundesfachplanungsverfahren
  • 5.000 km befinden sich vor oder im Planfeststellungsverfahren
  • lediglich 230 km sind genehmigt oder gebaut

Betrachtet man die „HGÜ- Strom-Autobahnen“ von Nord nach Süd – diese sollten eigentlich mit dem KKW-Ausstieg bis Ende 2022 abgeschlossen sein – ist der Stand der Dinge noch ernüchternder:

  • Ultranet: Osterrath – Philippsburg
    Kapazität: 2 GW, Länge: 341 km, betroffene Bundesländer: Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz
    Stand 12/2022: im Planfeststellungsverfahren, im Bau: 0 km, Inbetriebnahme: Im Jahr 2027 geplant
  • SuedLink: Brunsbüttel – Großgartach
    Kapazität: 2 GW, Länge: 689 km, betroffene Bundesländer: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen
    Stand 12/2022: Planfeststellungsverfahren, im Bau: 0 km, Inbetriebnahme: Im Jahr 2028 geplant
  • SuedOstLink: Wolmirstedt – Isar
    Kapazität: 2 GW, Länge: 538 km, betroffene Bundesländer: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen
    Stand 12/2022: Planfeststellungsverfahren, im Bau: 0 km, Inbetriebnahme: Im Jahr 2027 geplant

Die Übersicht der Bundenetzagentur zu allen ´Vorhaben`

Die vom Präsidenten der BNetzA, die von Klaus Müller angekündigte Beschleunigung, zeigt sich beispielsweise durch den vom Ampel-Kabinett Ende Januar beschlossenen Beschleunigers für Wind- und Netzausbau* auf Basis der EU-Notfallverordnung (diese wurde am 19.12.2022 im EU-Energieministerrat beschlossen).

In der beschlossenen Formulierungshilfe – diese ist vorerst auf 18 Monate befristet – sind auch Stromnetze ab 110 kV enthalten, d.h. dies betrifft sowohl das Hochspannungsnetz (110 kV) als auch das Höchstspannungsnetz (220 kV oder 380 kV).

Bereits seit dem 29. Juli 2022 ist gesetzlich festgelegt, dass die erneuerbaren Energien im überwiegenden öffentlichen Interesse liegen und der öffentlichen Sicherheit dienen. Damit soll der beschleunigte Windkraftanlagen- und Netzausbau durchgesetzt werden. So entfällt für ausgewiesene Netzgebiete, die bereits eine strategische Umweltprüfung durchlaufen haben, im Genehmigungsverfahren die Pflicht der Umweltverträglichkeitsprüfung und der artenschutzrechtlichen Prüfung (Vogelschutz, Fauna-Flora-Habitate). Betreiber müssen lediglich einen finanziellen Ausgleich in ein Artenhilfsprogramm leisten.

Die Ampel, die Verwaltung plant, träumt und hofft, dass mehr oder weniger diktatorischen Maßnahmen zur Rettung der Energiewende führen würden. Größter Coup des Bundeskanzlers ist die Ankündigung in der Bild am Sonntag, dass bis 2030 jeden Tag 4 bis 5 Windkraftanlagen gebaut werden würden. Der Autor dieser Kolumne hat sich im Kontrafunk – Interview vom 7.2.2023 dazu dezidiert geäußert. Die Berechnungen zum Vorhaben des Kanzlers sind auf der Interviewseite abrufbar.

*Quelle

Es ist grotesk: Die in den letzten Jahrzehnten insbesondere durch grüne Initiativen erwirkten Vorgaben hinsichtlich des Landschafts- und Artenschutzes, sowie die Bürgerbeteiligung werden jetzt unter Federführung der Grünen ausgehebelt. Umwelt- und Naturschutzorganisationen wie der BUND schweigen dazu. Oder nicht?

Eine kritische Betrachtung der Jahresrückblicke Strom 2022 von Bundesnetzagentur und Agora-Energiewende sowie ergänzende, weiterführende Literatur, Artikel, Videos und mehr rufen Sie hier auf.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.




Rechtsstaat geht noch: Klage der NGO Greenpeace gegen Volkswagen abgewiesen

Die Umwelt-NGO Greenpeace wollte Volkswagen vor Gericht dazu zwingen, bereits ab 2030 keine Verbrennermotoren mehr herzustellen. Das hatte VW mit seinen „ID“-Modellen auch vor, rückte aber wegen der schlechten Verkaufbarkeit der Stromer wieder davon ab.

Deutschland werde laut Kritikern mittlerweile von nicht-gewählten und demokratisch nicht kontrollierten Parallelregierungen beherrscht – vor allem den „Nicht“-Regierungsorganisationen NGOs, die paradoxerweise mit Steuergeld finanziert werden – neben Spenden von Hypermilliardären.

Vor allem die Deutsche Umwelthilfe DUH von Vielflieger Jürgen Resch und die deutsche Greenpeace-Sektion wandeln ihre erheblichen finanziellen Rücklagen und Einkünfte in politische Macht um – so wurde ihnen schon unter den Kabinetten Schröder-Fischer ein „Verbandsklagerecht“ eingeräumt. Die DUH treibt damit als Abmahnverein noch mehr Geld von Geschäftstreibenden ein und konnte bereits die Automobilindustrie mit naturwissenschaftlich unhaltbar niedrigen Abgaswerten schurigeln.

Jetzt versuchte es Greenpeace Deutschland auch einmal und wollte Volkswagen zwingen, ab 2030 keine Verbrenner-PKW mehr herzustellen. Begründung:

„Wir klagen gegen Volkswagen, weil der Konzern mitverantwortlich dafür ist, daß unsere Grund- und Eigentumsrechte beeinträchtigt und weiter bedroht sind“

Weil: Die CO2-Emissionen der PKW trügen zur „Klimakrise“ bei, weswegen das 1,5°-Ziel verfehlt würde.

Die Richter am LG Braunschweig sahen das anders: Der Gesetzgeber habe dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts bereits genügegetan, darüber hinaus müßten die Kläger eventuelle Beeinträchtigungen dulden. Offenbar ist das Landgericht Braunschweig noch mit professionellen Richtern besetzt, statt mit Rechtsanwälten, die einmal im Parlament saßen und von Politikern auf ihren Posten gehievt wurden.