Faktencheck: Klimaprognosen, die nie eintrafen (Teil 1) – Klimawissen – kurz&bündig

No. 30: Faktencheck: Klimaprognosen, die nie eintrafen Waldsterben, aussterbende Eisbären, das Öl geht aus….

Schon seit dem frühen 20. Jahrhundert publizieren Wissenschaftler und Journalisten gern Prognosen, die Katatrophen vorhersagen. Die psychologische Logik dahinter ist klar – Menschen werden aufmerksam, wenn jemand „Alarm!“ schreit. Dabei lernen die Medienkonsumenten seltsamerweise nicht aus Prognosen, die nie eintrafen – und die Journalisten erinnern natürlich auch nicht gern an ihre Zeitungsenten.

Heute geht es um drei besonders wirkmächtige und (finanziell) teure Vorhersagen: die angeblich wegen des Klimawandels aussterbenden Eisbären, das schon seit 1929 angeblich versiegende Erdöl, und – natürlich – das westdeutsche Waldsterben, das in den 1980ern einen ähnlich großen politisch-medialen Stellenwert hatte wie heute die „Klimakrise“. Die damals laufend zitierten Star-Wissenschaftler wie Bernhard Ulrich aus Göttingen kennt heute niemand mehr.




Die große Energiekrise – Gespräch mit Otto Schily und Fritz Vahrenholt | Tichys Einblick Talk

Im Berliner Hotel Albrechtshof stellte Otto Schily gemeinsam mit Fritz Vahrenholt dessen neues Buch Die große Energiekrise … und wie wir sie bewältigen können vor. Im Anschluß sprach Wirtschaftsjournalist Roland Tichy mit Schily und Vahrenholt zum Thema.

Das Buch durchbricht die Schweigemauer. Zur Pressekonferenz kam weder einer der zig ÖRR-Sender noch FAZ, noch SZ, noch Zeit, noch Spiegel. Aber die Leser haben es in zwei Tagen auf Platz 20 der Spiegel-Bestsellerliste (Sachbuch) gehievt. Nächste Woche wahrscheinlich unter den ersten fünf. Die 2. Auflage ist schon im Druck.

Fritz Vahrenholt signierte 40 Exemplare in der ParlamentsBuchhandlung, die diese zum Ladenverkaufspreis anbietet (Fernkontakt unter 030- 22489544, Service@ParlamentsBuchhandlung.de). Adresse: Wilhelmstraße 68a, 10117 Berlin-Mitte.

Verlagstext des Buches:

Noch nie in der Geschichte des Industriezeitalters war Energie so knapp und teuer wie heute. Dabei wirkt der russische Einmarsch in der Ukraine nur als Katalysator, denn schon zuvor ließen Preisexplosionen an den Gas- und Strommärkten das Scheitern der Energiewende und des europäischen „Green Deals“ erkennen.

Eine falsche Energiepolitik gefährdet nicht nur unseren Wohlstand, sondern führt auch weltweit zu steigenden Nahrungsmittelpreisen und in der Folge zu Hungersnöten und neuen Migrationswellen. Die Antwort auf die drängenden Energiefragen unserer Zeit muss eine technologische Energie-Offensive in Deutschland sein, die alle Alternativen einbezieht, von der Schiefergas-Förderung über die CO2-freie Nutzung heimischer Braunkohle bis zur Entwicklung einer neuen Generation sichererer Kernkraftwerke.

Die große Energiekrise … und wie wir sie bewältigen können

Taschenbuch
Erscheinungsdatum : 17.02.2023
Verlag : Langen-Müller
Seitenzahl : 208
Maße (L/B/H) : 21,1/13,2/2 cm
Gewicht : 452 g
ISBN : 978-3-7844-3658-6




Woher kommt der Strom? Die Woche beginnt regenerativ schwach – und endet so

6. Analysewoche 2023

von Rüdiger Stobbe

Die Woche beginnt regenerativ schwach und endet auch so. Lediglich ab Mittwochabend bis einschließlich Samstag wird Wind- und PV-Strom in nennenswertem Umfang erzeugt. Die PV-Stromerzeugung ist für die Jahreszeit zufriedenstellend. Kurz: Es war in der Woche insgesamt recht schönes Wetter. Scheint die Sonne auf die Erde (Solarpaneelen), gibt es nur wenige Wolken. Was kaum Regen oder Schnee bedeutet.

Technischer Hinweis: Die von uns bevorzugt verwendeten Daten der Agora-Energiewende, sind ab 8.2.2023 in Teilen fehlerhaft. Deshalb kommen in dieser Analyse die Daten der Bundesnetzagentur, die unseres Wissens unbearbeitet von Entsoe übernommen werden, zur Anwendung. Das ergibt manchmal Ungereimtheiten bei der grafischen Darstellung. So wird zum Beispiel der Bedarf trotz Strom-Imports nicht immer exakt aufgefüllt oder ein Stromimport `passt´ nicht.

Am 6. und 7. Februar werden die Charts der Zukunfts-Agorameters der Jahre 2030 & 2040 korrekt erstellt. Danach erstellen wir sie auch noch, doch diese sind erkennbar fehlerhaft. Solange bis die Daten von Agora korrekt eingespeist werden. Die Korrektur erfolgt dann automatisch.

Übersicht KW 6/2023

Montag, 6. Februar 2023 bis Sonntag, 12. Februar 2023Anteil Wind- und PV-Strom 28,5 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 38,6 Prozent, davon Windstrom 21,8 Prozent, PV-Strom 6,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,1 Prozent.

Die regenerative Erzeugung im Wochenüberblick.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur sechsten Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur KW 6/2023 Factsheet KW 6/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Jahresübersicht 2023

Es gibt praktisch keinen überschüssigen PV-Strom. Ebenso gibt es praktisch keinen überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger gibt es keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023. Überschüsse werden bis auf sehr wenige Stunden im Jahr immer konventionell erzeugt!

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2, Agora 2030Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016

Beachten Sie bitte die Zusammenstellung der Kfz-Zulassungszahlen Januar 2023 von Peter Hager nach den Tagesanalysen.

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Montag, 6. Februar 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 13,00 Prozent. Anteil erneuerbarer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 24,3 Prozent, davon Windstrom 9,1 Prozent, PV-Strom 3,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,3 Prozent.

Wie sähe die Stromversorgung an einem Tag wie heute ohne fossile Energieträger aus? Sogar eine angenommene Verdreifachung, Vervierfachung oder mehr der Wind- und PV-Stromerzeugung würde nicht ausreichen, um den Strom-Bedarf Deutschlands zu decken. Tage mit einer Windstromerzeugung unter 10% des Bedarfs gab es viele. Und: Obwohl die konventionellen Stromerzeuger wie verrückt ´bullerten`, musste Strom aus dem benachbarten Ausland importiert werden. In den Zeiten des Nachfragehochs ist auch der Preis entsprechend hoch.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 6. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 6.2.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Dienstag, 7. Februar 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 18,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 29,2 Prozent, davon Windstrom 9,4 Prozent, PV-Strom 9,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,5 Prozent.

Der Dienstag bringt viel PV-Strom für die Jahreszeit. Ansonsten das gleiche Bild wie am Montag. Der Preis.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 7. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 7.2.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Mittwoch, 8. Februar 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 27,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 37,4 Prozent, davon Windstrom 17,9 Prozent, PV-Strom 9,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,7 Prozent.

Neben der PV-Stromerzeugung vom 9,8 Prozent kommt es zu einer Windstromerzeugung von knapp 18%. Mit der Stromerzeugung mittels Biomasse und Laufwasser kommt es zu insgesamt 39,3 Prozent regenerativer Stromerzeugung bezogen auf den Bedarf. Was einiges mehr als an den Vortagen ist. Dennoch viel zu wenig bezogen auf die hohen Ziele der Freunde der Energiewende. Diese Ziele interessieren Wind- und Solarkraft allerdings wenig, nein, gar nicht. Der Preis.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 8. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 8.2.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Donnerstag, 9. Februar 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 35,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 44,8 Prozent, davon Windstrom 27,2 Prozent, PV-Strom 8,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,00 Prozent.

Die regenerative Stromproduktion mittels Wind- und Solarkraft nimmt nochmals zu. Der Durchschnitt von knapp 50 Prozent wird aber nicht erreicht. Der Preis.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 9. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 9.2.2023: Chart, ProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Freitag, 10. Februar 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 38,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 47,3 Prozent, davon Windstrom 31,6 Prozent, PV-Strom 6,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,1 Prozent.

Der Freitag ist regenerativ noch stärker als die beiden Vortage. Heute wird in etwa der regenerative Erzeugungsdurchschnitt erreicht. Der Preis.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 10. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 10.2.2023: Chart, ProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Samstag, 11. Februar 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 44,7 Prozent. Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 54,5 Prozent, davon Windstrom 41,1 Prozent, PV-Strom 3,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,8 Prozent.

Der Samstag bringt mit 64% am Bedarf noch mal richtig viel regenerativ erzeugten Strom. Der Preis.

Belege für die Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 11. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 11.2.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Sonntag, 12. Februar 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 15,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 27,4 Prozent, davon Windstrom 10,6 Prozent, PV-Strom 4,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,2 Prozent.

Die regenerative Stromerzeugung bricht ein. Der Preis.

Die Woche belegt wieder mal eindrucksvoll, dass Wind- und Solar nicht verlässlich und kaum kalkulierbar sind.

Belege für die Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 12. Februar ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 12.2.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Starker Einbruch bei reinen Batteriefahrzeugen und Plug-In-Hybridfahrzeugen

Ohne großen Schwung ist der deutsche Neuwagenmarkt in das Jahr 2023 gestartet. Mit 179.247 PKW-Neuzulassungen betrug das Minus gegenüber dem Januar des Vorjahres 2,6 %.

Antriebsarten

Benzin: 69.922 (+ 3,5 % ggü. 01/2022 / Zulassungsanteil: 39,0 %)

Diesel: 39.230 (- 1,2 % ggü. 01/2022 / Zulassungsanteil: 21,9 %)

Hybrid (ohne Plug-in): 41.919 ( + 19,9 % ggü. 01/2022 / Zulassungsanteil: 23,4 %)
darunter mit Benzinmotor: 28.123
darunter mit Dieselmotor: 13.796

Plug-in-Hybrid: 8.853 (- 53,2 % ggü. 01/2022 / Zulassungsanteil: 4,9 %)
darunter mit Benzinmotor: 8.536
darunter mit Dieselmotor: 317

Elektro (BEV): 18.136 (- 13,2 % ggü. 01/2022 / Zulassungsanteil: 10,1 %)

Wie zu erwarten sind durch die Subventionskürzungen (Reduzierung bei BEV und Wegfall bei Plud-in-Hybriden) die Neuzulassungen bei den E-Autos im Vergleich zu den Monaten im 4. Quartal 2022 regelrecht abgestürzt:

12/2022: BEV: 104.325 (Anteil: 33,2 %) / Plug-In-Hybrid: 69.801 (Anteil: 22,2 %)
11/2022: BEV: 57.980 (Anteil: 22,3 %) / Plug-In-Hybrid: 44.581 (Anteil: 17,1 %)
10/2022: BEV: 35.781 (Anteil: 17,1 %) / Plug-In-Hybrid: 32.064 (Anteil: 15,4 %)

Quelle

Top 10 nach Herstellern

Hybrid-PKW (ohne Plug-in)

Audi: 17,6%
Mercedes: 16,8%
BMW: 12,9%
Toyota: 10,7%
Ford: 8,3%
Fiat: 5,0%
Suzuki: 4,3%
Hyundai: 4,2%
Volvo: 3,4%
Nissan: 3,0%

Hybrid-PKW (mit Plug-in)

Mercedes: 20,1%
VW: 12,5%
Seat: 9,8%
BMW: 9,3%
Audi: 8,9%
LYNK: 4,6%
Skoda: 4,1%
Porsche: 3,9%
Volvo: 3,8%
Ford: 3,6%

Elektro-PKW (BEV)

Tesla: 23,4%
VW: 14,0%
Audi: 11,4%
Mercedes: 8,6%
Hyundai: 4,2%
Skoda: 4,0%
Dacia: 3,7%
BMW: 3,1%
Porsche: 3,0%
Mazda: 2,8%

Die beliebtesten zehn E-Modelle 01/2023 (Gesamt: 18.136)

Tesla Model Y (SUV): 3.708
VW ID 4/5 (SUV): 1.471
Audi Q8 (Geländewagen): 1.131
VW ID 3 (Kompaktklasse): 805
Audi Q4 (SUV): 738
Skoda Enyaq (SUV): 728
Smart ForTwo (Minis): 721
Dacia Spring (Minis): 669
Porsche Taycan (Oberklasse): 534
Mazda MX30 (SUV): 499

Sehr viel Bewegung gab es im Januar bei den beliebtesten BEV. So konnten sich auch hochpreisige Modelle in den Top Ten platzieren.

Chinesische BEV-Hersteller nehmen zu

In der Zulassungsstatistik sind jetzt neben Polestar (Geely), MG Roewe (SAIC), auch Nio, GWM und BYD (hat 2022 Tesla als weltweit produktionsstärkster Hersteller von BEV-Modellen abgelöst) vertreten.

Eine kritische Betrachtung der Jahresrückblicke Strom 2022 von Bundesnetzagentur und Agora-Energiewende sowie ergänzende, weiterführende Literatur, Artikel, Videos und mehr rufen Sie hier auf. Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.




„Für die Energiewende werden Arbeitsplätze weichen“ – Fritz Vahrenholt

„Deutschland hat die höchsten Strompreise der Welt – hinter Burkina Faso“ …. so kurz und knapp zeigt Fritz Vahrenholt, wieso die deutsche Industrie abwandern wird, wenn die Preise nicht bald fallen. Und warum sie heute so hoch sind, ist jedem EIKE-Leser klar: Es ist die Energiewende ohne Kohle- und Kernkraft, aber mit mittelalterlichen Windmühlen.




Steigende Meeresspiegel? Venedig fällt trocken

von AR Göhring

Die „Durchlauchtigste Republik des Heiligen Markus“ , bei Touristen auch als Venedig bekannt, kämpft seit Jahrhunderten mit der Flut der Lagune, in der sie liegt. Aber aktuell herrscht Ebbe – die Gondeln liegen in großen Pfützen am Grund der Kanäle. Dabei steigen die Meeresspiegel angeblich – wie kann so etwas passieren?

Das jährliche Hochwasser, „Acqua alta“, steige angeblich immer mehr wegen der Erderhitzung und beschädige die Holzpfahl-Fundamente der herrlichen Palazzi. Daher schützt die Stadt mit dem Mose-Projekt nach langer Bauzeit den Laguneneingang mit gewaltigen Fluttoren. Das etwa sechs Milliarden Euro teure Projekt wurde auch durch die UNESCO und die Europäische Investitionsbank (nicht EU-abhängig) finanziert – der Verweis auf den „Klimawandel“ dürfte hier eine gewisse Rolle gespielt haben.

Klima hin oder her – Fluten gibt es immer, daher lohnen sich die Schutzanlagen für das europäische Erbe der Serenissima. Mit dem Klimawandel hat das Schicksal der Stadt allerdings nichts zu tun, da, wie unsere Referentin Maria da Assunção Araújo betont, die Meeresspiegel an den Küsten der Welt im Mittel überhaupt nicht steigen. Die alarmistische Massenpresse behauptet aber genau das Gegenteil, Venedig gehe 2100 unter:

Klimawandel: Venedig geht unter
Es gibt ein Verfallsdatum: Bei Venedig heißt es 2100. Bis dahin droht der Markusplatz komplett und ständig unter Wasser zu stehen und Venedig wird – neben anderen Küstenstädten – am Rande des Abgrunds, vor dem Aussterben sein.

Grund für das Acqua bassa, Niedrigwasser, ist mildes Wetter in der Region Venetien. Es regnet wenig, die Temperaturen sind höher als sonst zur Karnevalszeit, die viele Touristen in die Stadt zieht. Man ahnt schon, was die Wetterfrösche von ARD&ZDF wahrscheinlich dazu sagen werden: Die Erde heize sich auf, es sei viel zu warm für den Winter, daher sei das trockenfallende Venedig ein Beweis für den Klimawandel. Ähnliches sagten die öffentlich-rechtlichen Aktivisten auch zur milden Woche zwischen den Jahren – sie beklagten den Schneemangel in den Skigebieten. Daß es im Januar dann ordentlich schneite, wurde hingegen nicht als Gegenbeweis gesehen.

Das kommende Hochwasser im Herbst/Winter 2023 wird dann wahrscheinlich auch wieder ein Beweis für das Klimakrisen-Narrativ sein. O-Ton PIK aus dem Jahr 2019, als das Hochwasser einen Rekordpegel erreichte:

„Was wir definitiv wissen: Ereignisse wie jetzt in Venedig werden durch die Klimaerwärmung verstärkt“, sagte Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung der dpa.

„Wenn sich Ozeane erwärmen, verdunstet mehr Wasser in die Atmosphäre und das muss wieder raus. Dadurch entsteht mehr Niederschlag für den ganzen Globus. Gleichzeitig häufen sich Starkregenereignisse.“ Durch den CO2-Ausstoß werde Venedig künftig unter dem Meeresspiegel liegen. „Deshalb ist es entscheidend, was wir jetzt und in der Zukunft dagegen unternehmen.“