Unwetterschäden wegen Klima immer schlimmer – oder doch nicht? Tagesschau widerspricht

von AR Göhring

Die ARD-Tagesschau berichtete gerade narrativ-widrig, daß 2021 für die deutschen Versicherer ein unterdurchschnittliches Naturgefahrenjahr gewesen sei.

Was ist geschehen? Haben CO2-Steuer und Klimakleber schon gewirkt? Oder hat EIKE es geschafft, Uboote in die Tagesschau-Redaktion einzuschleusen? Die zweite Vermutung bestätigen oder dementieren wir an dieser Stelle nicht.

Und so ganz will die ARD auch nicht von der Klimageschichte abrücken, da:

„Ylenia“, „Zeynep“ und „Antonia“: 2022 hatte Deutschland die schwersten Winterstürme seit vielen Jahren.

Nur die Schadenssumme ging deutlich zurück – auf etwa ein Drittel im Vergleich zu 2021. Grund: Das Ahrtal-Hochwasser, natürlich eine Klimawandel-Folge, verursachte 2021 allein Schäden in Höhe von zwölf Milliarden Euro. Das lag, wie der geneigte EIKE-Leser weiß, natürlich nicht grundsätzlich am im sehr engen Ahrtal immer wieder auftretenden Hochwasser, sondern an schon suizidal zu nennenden Baumaßnahmen – und an der schlichten Unfähigkeit grünroter Politiker der Mainzer Regierung. Vor allem die verantwortliche Umweltministerin Spiegel glänzte trotz eindeutiger Warnungen mit Untätigkeit und Abwesenheit – weswegen sie zurücktreten mußte.

AKTUALISIERUNG: Auch in der Schweiz – Laut neuesten Angaben der Schweizer Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) sind die Unwetterschäden im Jahr 2022 um das Zehnfache im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Können Versicherer eigentlich Politiker, oder ganze Regierungen, im Falle erwiesener Inkompetenz auf Schadensersatz verklagen? Das wäre pikant: Die Klimahysterie der Politiker ausnutzende Versicherungen verklagen genau diese Politiker auf Zahlungen…

Juristen, die es wissen: bitte in die Kommentare schreiben!




Nach dem Wärmepumpendesaster der Dämmhammer – von Fritz Vahrenholt

Im Mai 2023 ist die Abweichung der globalen Temperatur vom 30-jährigen Mittel der satellitengestützten Messungen der University of Alabama (UAH) in Folge des sich im Pazifik anbahnenden El Nino angestiegen, und zwar auf 0,37 Grad Celsius (siehe Grafik oben). Der Temperaturanstieg beträgt im Durchschnitt pro Jahrzehnt seit 1979 lediglich 0,13 Grad Celsius.
Nach dem Wärmepumpendesaster kommt der Dämmhammer
Am 9. März 2023 war für Robert Habeck die Welt noch in Ordnung. Sein Staatssekretär hieß noch Graichen und der Zorn der Bürger über die Übergriffe des Ministers in deutsche Heizungskeller war noch nicht spürbar.
Damals kündigte er schon den zweiten Angriff auf die deutschen Heime und Häuser an. In seinem Werkstattbericht „Wohlstand klimaneutral erneuern“ kündigte er an, daß
Worum geht es dabei? Das Europäische Parlament  hat mit Mehrheit beschlossen, dass ab dem 1. Januar 2030 sämtliche Gebäude die Gesamtenergieeffizienzklasse E und ab 2033 die Effizienzklasse D erreichen müssen. Damit besteht eine Sanierungspflicht von sechs Millionen Häusern bis 2033 in Deutschland, wie der Europaabgeordnete Pieper (CDU) berichtete.
„Die Ersparnisse bei den Energierechnungen kompensieren die Sanierungskosten nicht annähernd“,
stellt Axel Gedaschko fest, Präsident des Bundesverbandes der deutschen Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW):
„Die fälligen Investitionen würden sich auf jährlich mindestens 125 Milliarden Euro belaufen.“
Eines ist unabweisbar: Damit würde Wohnen ein weiteres Mal erheblich verteuert, aber auch Investitionen in neue Wohnungen unwirtschaftlicher.
Man fragt sich wirklich, was die handelnden politischen Kräfte bewegt: In einer eklatanten Energiepreiskrise, in einer dramatischen Wohnungsknappheit bei anhaltend hohem ungesteuertem Zuwanderungsdruck Wohnungseigentum unter dem Banner des Klimaschutzes massiv zu verteuern – das kann man nur mit einer unglaublich weiten Distanz zu den Problemen der Bürgern des eigenen Landes erklären.
(Oder mit blanker Absicht? Wollen die alten Eliten Massenwohlstand? – Anmerkung der Redaktion EIKE)
Habeck und die EU nehmen nicht einmal zur Kenntnis, daß Deutschland einen der  besten Energieeffizienzstandards des Wohnungsbestandes in Europa hat. Aber die Standards sind unterschiedlich. Was in Deutschland einem Effizienzstandard G entspricht, ist in den Niederlanden ein C und in Frankreich noch ein D. Deutschland müßte also mehr tun als andere Länder, obwohl es den besseren Standard hat . Aber deutsches CO2– das haben wir mittlerweile gelernt – ist aus grüner Sicht viel schlimmer als das CO2 aus anderen Ländern, sei es aus Niederlanden oder aus China.
Die Begründung, den CO2-Ausstoß von Wohnungen durch drastische Verbote und Gebote zu regeln, kommt von grüner Seite mit folgendem scheinheiligem Argument: Man wolle die Verbraucher durch Dämmungs- und Wärmepumpenvorschriften schützen, da die CO2-Preise stark ansteigen werden. Kosten von 16 000 € für eine Gasheizung eines Vierpersonen-Haushalts werden durch die grüne Bundestagsfraktion an die Wand gemalt. Tatsächlich plant die EU einen CO2-Emissionshandel auch für Gebäude und Verkehr ab 2027. Allerdings hat die EU Vorkehrungen getroffen, daß die Abgabe nicht über 45 € pro t CO2 steigen wird.
Bislang gibt es nur in einzelnen Ländern eigene CO2-Abgaben für Gebäude und Verkehr, darunter Deutschland und Österreich. Die CO2-Abgabe ist zur Zeit auf 30 € begrenzt und soll bis 2025 auf 45 €/t CO2 ansteigen. Kaum vorstellbar, dass Deutschland seinen Bürgern in Zukunft mehr abverlangen will, als die europäische Norm für 2027 vorschreibt. Die Abgabe belastet Erdgas zur Zeit mit 0,54 €ct/kWh. Das werden dann langfristig eher 0,8 €ct/kWh sein – ärgerlich genug, aber nicht einmal  eine Zusatzbelastung von 10 % des heutigen Gaspreises. Kein Grund also die Bürger in Angst und Schrecken zu versetzen und mit Gasrechnungen von 16 000 € pro Jahr zu drohen, zumal der CO2-Preis in der Hand der Bundesregierung liegt. Wie nennt man eine solche politische Kommunikation? Scheinheilig ? Oder besser hinterhältig ?
Ich habe jedenfalls in den den vergangenen Wochen einen funkelnagelneuen Gas-Brennwertkessel für mein Haus bestellt und vermeide damit mehr CO2 im Winter als die CO2-belastete Wärmepumpe des Robert Habeck.
Das bestgehütete Geheimnis von RWE
In meinem letzten Newsletter schrieb ich über die Tatsache, dass mit einem Bruchteil der Kosten, die die Bürger für das  Wärmepumpendesaster des Robert Habeck zu zahlen haben, ein Vielfaches an CO2 durch eine CO2-Abscheidung bei den noch bestehenden Braunkohlekraftwerken erreichbar wäre. Mit einem Zwanzigstel der Kosten würde fünfmal soviel CO2 vermieden. Ich schrieb über das Wunder von Hohenmölsen, wo mir von einem Vertreter der LEAG mitgeteilt wurde, dass die CO2-Abscheidungsanlage in Schwarze Pumpe noch steht.
Nun bekam ich erneut Post – von einem Mitarbeiter von RWE. Ob ich vergessen hätte, daß RWE seit der Zeit von Jürgen Grossmann im  Jahre 2009 (ich war damals sein Geschäftsführer für Erneuerbare Energien) eine voll funktionsfähige Pilotanlage zur Abscheidung von CO2 in einem Teilstrom des Braunkohlekraftwerks in Niederaussem betreibt. Und sie laufe immer noch erfolgreich. Offen gestanden, ich hatte das verdrängt. Denn der Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Krebber hatte mit großem Brimborium Herrn Minister Habeck ohne Not vertraglich zugesichert, die Braunkohlekraftwerke im Rheinischen Revier bereits im Jahre 2030 abzustellen. Jeder Vorstandsvorsitzende hätte doch die Möglichkeit genutzt, auf die phantastische Entwicklung von RWE, BASF und Linde hinzuweisen, die CO2-Neutralität bei Kohlekraftwerken ermöglicht, oder?
Der Ex-Kollege von RWE schickte mir das eindrucksvolle Bild der Anlage.
RWE plant CO2-Abscheidung – aber nicht in Deutschland
Die Entwicklung von RWE, BASF und Linde ist mittlerweile als Stand der Technik anzusehen: Die Abscheidung von über 90 % des CO2 aus einem Teilstrom des Abgases ist auf Dauer nachgewiesen, die Kosten belaufen sich auf sagenhafte 30 €/t CO2. Der Wirkungsgradverlust beträgt weniger als 10 % (d.h. anstatt 43 % Wirkungsgrad: 39 %). Niederaußem soll also in 2030  einschließlich der Abscheideanlage stillgelegt werden. Die Technik könnte die Emission und die CO2-Kosten von Braunkohlestrom massiv reduzieren ( 30 €/t CO2 anstatt 100 €/t CO2-Zertifikate), selbst wenn für die Verpressung noch 50 €/t CO2 anzusetzen wären. Das abgeschiedene CO2 aus Niederaußem ist übrigens so rein, daß es in der Getränkeindustrie für Sprudelflaschen eingesetzt wird.
Die Technik der OASE-Aminwäsche von BASF in Niederaußem hat das Zeug, weltweit die führende Abscheidetechnologie zur Lösung des CO2-Problems  – auch bei Kohlekraftwerken – zu werden.
Und selbst RWE will es zur Anwendung bringen – aber nur in Britannien für die dortigen Gaskraftwerke des Konzerns.
heißt es stolz auf der Web-Seite von RWE. Es geht um die Gaskraftwerke Pembroke, Wales und Staythorpe. RWE spricht von „grünen Gaskraftwerksprojekten“.
Auch in den Niederlanden möchte RWE CCS einsetzen. Dort will man laut Pressemitteilung Biomassekraftwerke mit der OASE-CCS Technologie betreiben, so daß es sogar zu negativen CO2-Emissionen kommt. Tatsächlich sind aber die in Rede stehenden Kraftwerke in Eemshaven und Amer bislang gemischte Kohle- und Biomassekraftwerke.
Aber auch E.ON setzt auf CCS. Das Unternehmen ist unlängst beim norwegischen Unternehmen Horisont Energie eingestiegen, um eine Führungsrolle beim Thema CCS zu übernehmen, wie E.ON Chef Leo Birnbaum erklärte. Außer den Regionalzeitungen wie Westfälische Rundschau oder Westfalenpost gab es über diese sensationelle Entwicklung keine Berichterstattung in FAZ, Spiegel, SZ, ARD oder ZDF. Es ist nicht interessant für die Mainstreammedien. Unsere Medienlandschaft ist fürchterlich parteigrün.
Aber es gibt noch bessere Nachrichten: Die Zementproduktion in Lengfurt von Heidelberg-Zement soll mit einer CO2-Abscheide-Anlage auf Basis der OASE-Technologie ausgerüstet werden. 70 000 t CO2 sollen dort abgetrennt und gereinigt werden und wie die Abgase von Niederaußem in der Getränkeindustrie für kohlensäurehaltige Getränke verkauft werden.
Wer sagt es Olaf Scholz, Herrn Ministerpräsidenten Wüst und den ostdeutschen Ministerpräsidenten von Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt?
Die Prognose des Al Gore – das arktische Meereis verschwindet
Ein gute Nachricht zuletzt. Im Jahre 2007 prognostizierte Al Gore, daß im Jahre 2015 das arktische Meereis im Sommerminimum verschwunden sein wird (dicke blaue Gerade). Das Meereis hielt sich nicht daran. Seit 2007 ist es überraschend stabil. Man könnte von 2007 bis 2023 eine waagerechte Gerade ziehen. Auch das antarktische Meereis ist stabil. Es ist seit 1979 in der Fläche sogar leicht angestiegen.

https://www.thegwpf.org/content/uploads/2021/12/Bates-Sea-Ice-Trends.pdf?mc_cid=7a3485fd02&mc_eid=c4b2833fdd




„Bevölkerungsbombe“ 2.0: Die Tagesschau geht zurück zu den Wurzeln des Ökologismus

von AR Göhring

Die Tagesschau rekurriert gerade auf die alte Erzählung von der „Bevölkerungsbombe“ aus dem Jahr 1968 – der Schmetterlings-Experte Paul Ehrlich begann damit die ökologistische Bewegung.

Das Narrativ wurde allerdings im Sinne der „Klimakrise“ aktualisiert:

Ein internationales Klima-Forscherteam hält ein sicheres und gerechtes Leben für alle Menschen auf der Erde für kaum mehr möglich. Fast alle Grenzen seien bereits überschritten.

Paul Ehrlich behauptete in seinem Buch, und dann rund zehn Jahre lang in Interviews und Artikeln, daß das Ende nah sei: In den 1980ern zum Beispiel befürchtete er Milliarden Hungertote – allein in den reichen USA über 50 Millionen. Seine Grundargumentation lautete dabei, daß die Erdkruste mit der Biosphäre darüber schnell durch Emissionen vergiftet sein würde, und daß die Böden nicht in der Lage seien immer mehr Menschen zu ernähren. Die Fantasie-Prognosen des aufmerksamkeitssüchtigen Apokalyptikers wurden in den 80ern derart peinlich, daß Sensations-Presse ihn ausschlich – heute ist der Name Paul Ralph Ehrlich weitgehend unbekannt, einschließlich seiner Theorien.

Halt, nicht ganz: Das Märchen „es gibt zu viele Menschen“ oder „der Mensch mit der Industrie ist eine ökologische Seuche“ hat sich tief in das Bewußtsein der westlichen Bürger eingebrannt. Ob AfD-Wähler oder Grünen-Politiker – kaum jemand Befragtes würde sich heute gegen diese misanthropische Überzeugung aussprechen.

Kein Wunder, daß die Sensationspresse und das Revolver-Fernsehen die olle Kamelle immer wieder einmal auspackt, natürlich, ohne den peinlichen Erfinder zu nennen.

So hört sich die Ehrlich-Theorie im neuen klimatischen Gewand an: Nach Johan Rockström PIK, dürften in acht fundamentalen Bereichen die Grenzen der Belastbarkeit des Planeten nicht überschritten werden.

Dabei geht es um die Erderwärmung, den Zustand und die Funktionalität der Ökosysteme, die Verfügbarkeit von Oberflächen- und Grundwasser, sowie die Belastung von Luft und Umwelt mit Schadstoffen, Stickstoff und Phosphor.

Oder:

  • Gerechtigkeit zwischen den Tierarten und Stabilität des Erdsystems
  • Gerechtigkeit zwischen den Generationen
  • Intragenerationelle Gerechtigkeit zwischen Ländern, Gemeinschaften und Individuen

Was ein Geschwurbel! Wer es sich auf Englisch in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Nature antun möchte, hier.

Das Problem dabei, so Rockström und sein Team: Sieben der acht Grenzen seien bereits überschritten. Der Verlust der Biodiversität oder auch die Erderwärmung ließen sich aber nicht mehr rückgängig machen, was übersetzt bedeutet: Ein sicheres und gerechtes Leben sei, so die Forscher für viele Menschen auf der Erde heute und in Zukunft nicht mehr möglich.

Das Ende ist also schon da? Ungewöhnlich – Rockström riskiert, das Schicksal des peinlichen Ehrlich zu teilen.

Einige anderen Alarmisten ahnen wohl, daß Rockström et alii, ähnlich wie Habeck & Graichen, den Bogen überspannen und damit zahlreiche Fragen in der breiten Steuerzahler-Bevölkerung provozieren. Daher meint Henrique Pereira

.., Leiter der Forschungsgruppe Biodiversität und Naturschutz am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung in Halle-Jena-Leipzig: „Mein Hauptkritikpunkt an dem Konzept ist, daß diese Grenzen nicht wirklich von der Wissenschaft definiert werden, sondern stattdessen von der Wissenschaft beeinflußt sind. Das heißt, alle Grenzen beruhen auf der Einschätzung von Expertinnen und Experten, was ein zulässiges Risiko und zulässige Folgen sind, aber eine andere Gruppe von Expertinnen und Experten könnte zu anderen Zahlenwerten für die Grenzen kommen.“

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Planetare Grenzen




The science has NOT settled! Markus Lanz: Wie oft Herr Latif schon daneben lag

von AR Göhring und Klaus-Eckart Puls

Die Sendung von Markus Lanz am 25. Mai schlug doch einige Wellen: Die Massenmedien freuten sich, wie das Trio Lanz, Latif und Amman den AfD-Abgeordneten Steffen Kotré bearbeitete. Die Kritker von Cicero, Tichy über EIKE bis hin zur Achse und zahlreichen Twitter-Konten monierten das abgekartete Stück Nicht-Journalismus des ZDF.

Im Focus der wissenschaftlichen Seite der Kritik natürlich besonders der Grandseigneur der Klimaalarmisten, Mojib Latif (68), der im Studio den Politiker Kotré gemeinsam mit Lanz herablassend auslachte. Der ehemalige Mitarbeiter vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg war in den 90ern das Gesicht der Klimaforschung in den öffentlich-rechtlichen Medien – und als solches gern mit Vorhersagen zur Hand, wie schlimm sich die Erderwärmungskatastrophe schon in naher Zukunft auswirken würde. Unvergessen sein Spiegel-Interview aus dem Jahr 2.000, in dem er orakelte,

Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben

Pikant: Alle fünf Winter 2008/09 – 2012/13 waren kalt bis sehr kalt, und schneereich und überwiegend lang-anhaltend!
Darauf angesprochen, behauptete Latif 2012, die Spiegel-Leute hätten ihm das Zitat quasi in den Mund gelegt.

Der Spiegel hat mich damals falsch zitiert. Meine Prognose bezog sich nicht auf das Jahr 2010, sondern auf die Zeitspanne zwischen 2050 und 2100 sowie auf den Fall, daß keine Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen werden.

Das kann man glauben oder nicht – das Zitat selber kommt seltsamerweise nur in der Interview-Überschrift vor, nicht im Frage-Antwort-Text. Ein professioneller Fehler eines Jung-Journalisten, der Latif rettete? Wie dem auch sei – der Jahrhundert-Winter 20/21, also 20 Jahre nach Latifs Prognose, mit 70cm Schnee im Saaletal, Texas Freeze und Schnee-unter in Madrid, hätte allein schon ausreichen müssen, um all die Latifs, Rahmstorfs und Schellnhubers medial in Mißkredit geraten zu lassen. Stattdessen erklärten die Wetterfrösche von ARD&ZDF, die Kälte sei der Hitze geschuldet – was der renommierte Experte Latif damals nicht vorhersah. Warum nicht?

Die „20 Jahre“-Sache ist der bekannteste Schnitzer des Medien-Professors aus Hamburg. Aber längst nicht die einzige – was die Massenmedien gerne vergessen, wir aber nicht – wie EIKE-Vizepräsident Michael Limburg und unser Pressesprecher Horst Lüdecke hier schon zeigten. Und auch nicht zahlreiche andere Kritiker, wie der empfehlenswerte Youtube-Kanal Klimamanifest Heiligenroth, und der Twitter-Kanal TheRealTom.
Beide zeigen äußerst interessante Videos zu den Patzern des Herrn Latif – das von Heiligenroth ist sogar schon fünf Jahre abrufbar!

Gerade geht der Youtube-Kanal Vermietertagebuch viral. Der Betreiber Alexander Laue erinnert mit alten Aufnahmen aus den 90er Jahren an weitere legendäre Prognose-Krepierer des Klimaforschers Mojib Latif. 1997 zum Beispiel meinte er im NDR, die Nordatlantische Oszillation NAO würde für kalte Winter sorgen. Elf Jahre später wird er – erneut im NDR – auf die falsche Vorhersage angesprochen, bügelt sie aber väterlich-lächelnd ab, mit dem schönen Satz, man arbeite in der Klimawissenschaft halt „mit etwas Ungenauigkeit“. 2023 hingegen seien Klimaprognosen (die seines Doktorvaters Hasselmann) passend „wie die Faust aufs Auge“.

Weiterhin stellt unser Haus-Meteorologe Klaus Puls einige sehr interessante Grafiken und Zitate zur Verfügung, die zeigen, daß an der Richtigkeit der Klima-Vorhersagen nichts dran ist, und es stattdessen, wenn überhaupt, etwas kühler wird. Ein Interview der Presse mit Latif:

Die Presse: Zurück zur bisherigen Erwärmung, 0,8 Grad seit 100 Jahren. Für Vahrenholt kommt die Hälfte von der Sonne. Und beim IPCC kommt alles vom CO2?
ML: Nein, das hat der IPCC nie gesagt, er ist sehr vorsichtig und sagt, daß etwa die Hälfte der Erwärmung anthropogen ist.
Die Presse: Dann sagt er das Gleiche wie Vahrenholt?
ML: Ja, das ist es ja, was mich wahnsinnig macht: Da wird ein Popanz aufgebaut und dann genüßlich zerrissen.

Zur Schneebedeckung der Nordhemisphäre zwei schöne Grafiken:

F.Schnee-Bed.NHK.1980-2021

Datensammlung der Rutgers-Universität für die Jahre 1972 bis 2022. Rote Linie: Mittel des betrachteten Zeitraumes. Dicke blaue Linie: 53-Wochen-Mittelwert, dünne blaue Linie: wöchentliches Mittel. Werden Eis und Schnee weniger?

Übrigens: Mojib Latif kann auch kleine Brötchen backen, wenn er will. So meinte er

„Ich bin gescheitert“, gibt Deutschlands wohl bekanntester Klimaforscher vom Kieler Zentrum für Ozeanforschung ungewöhnlich kleinlaut zu. Seit 30 Jahren versuche er, die Politik wie die Gesellschaft mit der Dramatik des Klimawandels und den Folgen der Erderwärmung vertraut zu machen, doch noch immer werde er von den Menschen beinahe ungläubig gefragt, ob es wirklich so schlimm sei. Entsprechend bitter fällt sein persönliches Fazit aus : „Ich kann nicht überzeugen“, da könne er noch hundert Jahre reden.

Übrigens: Für diese „Erkenntnis“ bedarf es nicht des Herrn Latif, denn: Diese Einsicht hatten seine Alarmisten-Kollegen in den USA schon vor zehn Jahren:

„Die Schlacht, um die Amerikaner zur Annahme der wissenschaftlichen Erkenntnis vom Klimawandel zu gewinnen, ist verloren, erklärte am vergangenen Mittwoch ein Experte auf dem ASPEN-Umweltforum.“

„Klimatologen, hört auf, über die Klimatologie zu reden. Wir haben verloren. Es ist vorbei. Denkt nicht mehr daran,“ rief Foley am letzten Tag der dreitägigen Veranstaltung während einer Podiumsdiskussion einem überraschten Auditorium zu.“ „Sprecht über Dinge, die etwas bringen – Nahrung, Wasser, Lebensstil, Wohnorte, solche Sachen.“

 




Flugreisen: Erstmals 250.000 Flugbewegungen an einem Tag registriert

von AR Göhring

Zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen hat die Seite Flightradar am 25. Mai 2023 250.000 Flüge an einem einzigen Tag registriert.

Letzten Donnerstag haben wir mit 251.829 Flügen einen neuen Rekord aufgestellt – das erste Mal, dass wir mehr als 250.000 Flüge an einem einzigen Tag erfasst haben. Mit dem Beginn der hektischen Sommerreisesaison erwarten wir, dass wir diesen Rekord heute erneut brechen werden.

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Kritische Stimmen vermuten, daß die Ausbringung von Kerosin-Verbrennungsprodukten in die Tropopause oberhalb von zehn Kilometern Folgen habe, unter anderem Erderwärmung. Das wäre schön, weil derzeit ein großes solares Minimum die Erde kühlt und mit Temperaturen wie in den 1970er Jahren zu rechnen ist.

Wie dem auch sei – nicht nur Klimaaktivisten aus der Showbranche wie Leonardo di Caprio fliegen mit der Privatmaschine von einer Klimakonferenz zur nächsten, auch Klimawissenschaftler reisen gern viel und weit. Es werde zwar auch immer häufiger kompensiert, aber die CO2-Kompensierungs-Anbieter stehen laufend in der Kritik, lediglich ein rechnerisches Finanzprodukt anzubieten, das sogar kontraproduktiv sei. „Klima“ ist nur ein – äußerst profitables – Geschäftsmodell; dem geneigten EIKE-Leser ist das nicht neu.

Die steigende Zahl der Flugreisen zeigt, daß das „Klima“-Gedröhne in der Politik, Reklame und im Journalismus keiner mehr so richtig Ernst nimmt. Und das ganz offen: Leo di Caprio gab im Dokufilm Before the Flood 2016 zu, einen erheblichen ökologischen Fußbadruck zu haben. Doch senie Worte reichten – auch danach machte der Multimillionär einfach weiter und ließ zum Beispiel eine australische Augenbrauendesignerin einfliegen, damit sie ihn vor der Oscar-Verleihung schön zupfe.
Aktuelles deutsches Beispiel: Der renommierte Schauspieler Benno Fürmann bekannte im Rossmann-Magazin Centaur, daß er trotz seines neuentdeckten Klimaaktivismus gern in den Urlaub fliege, deswegen aber Flugscham empfinde. Da diese Denkweise nicht sanktioniert wird und sich zumindest in der herrschenden Klasse ausbreitet, ist nachvollziehbar, wie der Flugrekord vom 25. Mai zustandekommt. Es gibt wohl eine Art stillschweigende Übereinkunft der oberen Hälfte, ein Märchen zu erzählen, an das man selbst nicht glaubt, zumindest nicht so richtig. Klingt verrückt, ist historisch aber bestens bekannt – waren zum Beispiel die berüchtigten Renaissance-Päpste katholisch? Mit zahlreichen Mätressen und Söhnen, die zum Kardinal erhoben wurden?