Tag 1 nach dem Atomausstieg – mit Fritz Vahrenholt und Manfred Haferburg

Die drei letzten Kernkraftwerke Deutschlands sind für immer außer Betrieb gegangen. Am Tag 1 nach dem Atomausstieg spricht Gerd Buurmann mit dem Kernenergetiker und Achse-Autor Manfred Haferburg und mit Prof. Fritz Vahrenholt, Autor des Buches „Die große Energiekrise und wie wir sie bewältigen können“erschienen im Langen-Müller Verlag.

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Klima schützen und gesund bleiben mit Eckart von Hirschhausen

von AR Göhring

In einem Drogerie-Magazin erklärt ARD-Arzt Eckart von Hirschhausen eher nicht, warum die Unterstützung der Klimapolitik der Ampel unserer Gesundheit nütze.

Die PR für politische Interessen treibt schon seltsame Blüten – neben der seit 1968 erprobten und bestens bewährten Panikmache mit ökologischen und viralen Katastrophen, die niemals eintrafen, wird es ab und an auch einmal andersherum, also positiv probiert. Danach verhindere die Klimapolitik der herrschenden Klasse nicht nur unerwünschte Probleme wie Dürre, Klimaflucht, Sturmfluten, Hitze, Revolution, Rechtsruck und Corona, sondern „man“ tut auch etwas für seine Gesundheit.

Das hat verschiende Gründe. Nummer eins: Viele (jüngere?) Menschen hätten Angst vor einer ungewissen Zukunft. Unter den 14- bis 17jährigen sei „Klimaangst“ eine der drei häufigsten Sorgen. Da hat EvH mit Sicherheit Recht, denn sein Haussender ARD, und die Kollegen vom ZDF und den anderen Massenmedien drehen seit dem Abflauen der Coronaerzählung in Sachen Klima wieder richtig auf und erklären jedes milde Wetter im Winter sogleich zum Klimasymptom (typisch kalte Perioden hingegen werden ignoriert, weil nur „Wetter“).

Nummer zwei: „Hitze ist Gift fürs Gehirn. Es gibt bei Hitzewellen mehr psychische Erkrankungen, mehr Aggressionen, mehr Unfälle und mehr Suizide.“

Der WDR und seine skurrile Klima-Erklärung für Freibad-Gewalt im Sommer lassen grüßen. Extreme Umweltbedingungen sorgen generell für Streß, ob nun Hitze oder Kälte. Die Kälte läßt man in der Erklärung aber einfach weg, weil sie nicht ins aktuelle Erderwärmungs-Narrativ paßt. Das ist grob unwissenschaftlich, weil Kälte nachgewiesenermaßen der schlimmste Streßfaktor für Menschen ist, um ein Vielfaches schädlicher für die Gesundheit als Hitze. Man fragt sich, wie EvH und andere „Klima-Mediziner“ mit ihrer Geschichte so einfach durchkommen und sie sogar laufend wiederholen können. Denn die tatsächlichen Verhältnisse liegen für jedermann auf der Hand: Wohin fliegen die Bürger aus der Schweiz, Österreich und Deutschland am liebsten – nach Island oder nach Spanien?

Nummer drei: „Von fossilen Brennstoffen verdreckte Luft“. Lebt EvH in der Vergangenheit? In den 60ern wurde weiße Wäsche im Ruhrpott schnell grau – in der DDR, Bezirk Halle/Saale, noch bis 1990. Hirschhausen bemüht einen Psychiater und Streßforscher der Charité, der von Feinstaub erzählt. Dieser verändere

„die Art und Weise, wie unser Gehirnauf Streß reagiert.“

Daß Ärzte die Klima-Erzählung bemühen, erinnert an den Urologen-Chef, der vor einigen Jahren allen Ernstes behauptete, die angeblich steigenden Temperaturen in Europa würden hiesige Männer allmählich zeugungsunfähig machen. Daran schließt sich eine ulkige Statistik an, nach der

„mit jedem Grad Erwärmung“ die Zahl der „psychisch Erkrankten um 0,9%“ steige.

Das kennt man ja – wenn die Sonne scheint und es schön warm ist, werden die Menschen depressiv. In Finnland hingegen, mit der geringsten Sonnenscheindauer Europas, sind die Leute alle fröhlich, weil es so schön dunkel und kalt ist. Wer soll das glauben, Herr Dr. med. von Hirschhausen?

Fast noch besser als diese grotesken Behauptungen sind die genialen Therapievorschläge im Text. Man solle Grünflächen um Wohnanlagen einrichten, „Taschenparks“ – die ziehen das CO2 aus der Atmosphäre und beruhigen das Gemüt. Auf solch geniale Ideen ist noch niemand gekommen – man fragt sich allerdings, warum Großstädte wie Berlin oder New York City seit über 150 Jahren gezielt Unmengen von Parks im Stadtgebiet einrichten. Zählen Sie nur einmal die Grünanlagen in New York durch.

Da ihm offenbar selber klar ist, wie banal solche Vorschläge sind, ergänzt er noch um „Selbstwirksamkeit“, die man erreichen soll. Man soll etwas tun, was die Stimmung in der eigenen Umwelt verändert, und dann erlebt man diese. Diese Idee hatten offenbar auch die sich rasant vermehrenden Klimakleber, die mit ihren Aktionen sehr intensiv erleben, wie ihr Verhalten auf der Autobahn oder Bundesstraße die Stimmung unter den Autofahrern verändert. Sagt er so aber nicht, sondern

„Sich an einer sinnvollen Stelle mit anderen engagieren.“

Fazit: „Klima“ ist heuer ein Hebel für alles – zum Geldverdienen, als Karrieresprungbrett, als Machtinstrument, oder schlicht, um die wöchentliche, mutmaßlich gut bezahlte Gesundheits-Wohlfühlkolumne im Kundenmagazin von dm mit Worten zu füllen.




Vebraucherservice von EIKE im Energiewende-Labyrinth: Was soll ab 1. Januar 2024 gelten?

von AR Göhring

Zunächst hatten Robert Habeck und die Ampler ja geplant, ab 2024 nur noch Wärmepumpen und Bio-Öl-Verbrenner etc. (mind. 65%) zuzulassen. Nach mächtig Druck durch Fachleute und empörte Schon-länger-hier-Zahlende hier der aktuelle Stand des Heizungs-Hammers von Wirtschaftsminister Robert Habeck, der noch vom Bundestag bestätigt werden muß:

Ab 1. Januar 2024 müssen neu eingebaute Heizungen „klimaneutral“ sein. Das sind, besser: sollen sein:

Wärmepumpen, Boden oder Luft

Bio-Öl-Verbrenner, zum Beispiel Raps (mind. 65%, Rest kann Erdgas oder Mineralöl sein)

Holzpellet-Verbrenner

Wasserstoff-Verbrenner

Fernwärme

Für Kundige der juristischen Fachsprache: Referentenentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen eines Gesetzes zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes und zur Änderung der Heizkostenverordnung sowie zur Änderung der Kehr- und Überprüfungsordnung

Verbessert wurde der Entwurf, wenn man es so nennen kann, in bezug auf die Reparaturen: Kann eine vorhandene havarierte Fossilheizung nach dem 1.1.2024 repariert werden, ist dies juristisch erlaubt. Ausnahme: Der Kessel darf nicht älter als 30 Jahre sein.

Ist eine kaputte Anlage nicht mehr reparierbar, muß sie durch eine neue EE-Heizung (siehe oben), ersetzt werden. Ausnahme: Ist der Besitzer 80 Jahre und älter, darf ersie eine Fossilheizung einbauen.

Warum gerade 80 Jahre, erschließt sich nicht sofort. Oder? EIKEianer und ihre kluge Leserschaft wissen es natürlich trotzdem: Die Lebenserwartung in Deutschland beträgt für Neugeborene 78,5 Jahre (männlich) und 83,4 Jahre (weiblich). Zusammengenommen kommt man auf etwas über 80 Jahre – honi soit qui mal y pense. Biostatistiker mögen einwenden, daß ältere Semester noch ein paar (oder Paar) Jahre mehr erwarten können, das macht den Bock aber auch nicht fett: Die Nicht-mehr-so-lange-Heizenden ab 80 bauen für zwei bis fünf Jahre restliche Lebenszeit eine Heizung ein. Immerhin mußten sie auf dem Altenteil dann nicht die ruinösen >30.000 Euro für eine Wärmepumpe berappen, sondern nur 8 bis 10.000. Auch nicht ganz unwichtig: Die rund 40% Eigenheimbesitzer in der Bevölkerung sind meist recht alt, wie Don Alphonso, mit Mitte 50 ein ganz Junger in der Besitzerklasse, kürzlich mitteilte.

Wer also eine neue oder relativ junge Gas- oder Ölheizung im Keller hat, oder 80 ist, ist also erst einmal aus dem Schneider. Was aber, wenn jemand neu baut, oder eine Uraltanlage austauschen muß?

Wärmepumpen sind deutlich teurer als einfache Heizungen, ab etwa 30.000 € inkl. geht es los. Nicht jeder Installateur darf sie einbauen, sondern nur besonders ausgebildete. Die gibt es natürlich nur wenige – man muß also ewig auf Termine warten. Hat man im Haus klassische Heizkörper an der Wand, braucht man eine hohe sogenannte „Vorlauftemperatur“ – heißt, das Wasser in den Leitungen kann seine Wärmeenergie nur über eine kleine Fläche (nämlich den Heizkörper) abgeben und muß dafür über 60°C warm sein. Oder es dauert ewig, bis die Stube 20-25°C hat.

Daher lohnen sich Wärmepumpen, die ihre Wärme aus der Umgebungsluft oder dem Erdreich holen, nur in Neubauten mit Bodenheizung, und damit ungleich größerer Heiz-Oberfläche – hier kommt man auch mit geringen Vorlauftemperaturen aus. Die Betriebsenergie holt die Pumpe übrigens aus dem Stromnetz – das ab Samstag, dem 15.4.23 bekanntlich rund 5% weniger Inhalt hat, da die letzten drei Kernkraftwerke Deutschlands abgeschaltet werden. Die Betriebskosten für die Pumpe werden also mit vielen Euros zu Buche schlagen.

Weiteres Problem: Das Gebrumme der Elektromotoren-Pumpen geht den Nachbarn mitunter auf den Geist und sorgt für schlechte Stimmung – beziehungsweise für noch schlechtere als so schon.

Bio-Ölheizungen oder Holzpelletverbrenner mögen eher klassisch funktionieren, sind aber keine Massenlösung, da der Rapsanbau oder der Holzeinschlag in Deutschland und Nachbarstaaten nicht beliebig ausgeweitet werden können. Außer, man will noch mehr insektenschädigende Monokulturen in der Landwirtschaft mit Energiepflanzen, oder Wälder zerstören (dabei haben wir laut Presse und Hirschhausen ja schon wieder „Waldsterben“ wie in den 80ern – diesmal klimabedingt natürlich). Ein Insider verriet uns übrigens, daß Holzpellets zu einem gewissen Teil aus zerspanten Möbeln aus der Sperrmüllsammlung bestehen – und da ist nicht wenig Preßspahnmaterial drin, also Kunststoff-verklebte Holzspäne. Da könnte man eigentlich auch gleich seinen Plastikmüll in den Ofen…..

Wasserstoff-Verbrenner sind in Europa heute völlig sinnlos, da es aus gutem Grund keine Wasserstoff-Infrastruktur gibt: Sie ist nämlich um ein Vielfaches teurer als die bisherigen Treibstoff-Leitungen und -Behälter. Man findet in Großstädten nur hie und da eine Pilotanlage für Tankstellen, bei denen alle paar Wochen mal ein Auto vorfährt. Dort könnte man Wasserstoff kaufen – aber wie transportieren? Man bräuchte ein Fahrzeug mit Hochdruck-Flüssigtank.

Fernwärme ist eine praktikable Lösung, wenn es ein Heizkraft-Wärme-Kopplungswerk in der Nähe gibt und eine Leitung unter der Straße liegt. Ist aber meist nur in Großstädten möglich, und dort nur in einigen Vierteln. Nachteil: Es gibt nur einen Anbieter, an dessen Preise man gebunden ist. Lustiges Detail: Heizkraftwerke werden in der Regel mit fossilem Erdgas betrieben…

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 Woher kommt der Strom? Strom-Tiefstpreis

13. Analysewoche 2023

Zur Mitte der Woche wird mit 5,80€/MWh der Strom-Tiefstpreis aufgerufen. Immer dann, wenn Strom zwecks Sicherung des Bedarfs in Deutschland importiert werden muss, sind wie selbstverständlich Höchstpreise (Preisspitze 161€/MWh) zu verzeichnen. Mit dem Frühjahr kommt insgesamt wieder steigende PV-Stromerzeugung zum Tragen. Was das Problem der Strom-Vorabendlücke verstärkt. Starke PV-Stromerzeugung, die schnell nachlässt und mit schwacher Windstromerzeugung einhergeht, erzeugt häufig eine Lücke, die sich ökonomisch sinnvoller durch Stromimporte lösen lässt, denn durch konventionelle deutsche Strom-Eigenerzeugung. Den hohen Importpreis zahlen die Stromkunden direkt. Die deutschen Stromerzeuger kassieren mit. Würden sie selber die Lücke schließen, kostet das Ressourcen und würde den Strompreis senken. Also wird Strom teuer importiert.

Trotz der insgesamt recht starken regenerativen Stromerzeugung würde eine Ausbaugrad ´Erneuerbare` von 68% nicht ausreichen, um den dann von Agora-Energiewende kalkulierten Bedarf zu decken. Der Ausbaugrad von 81%, der von der Ampel für Anfang 2030 angestrebt wird, würde zumindest teilweise zu erheblicher Strom-Überproduktion führen. Das Problem der Strom-Versorgungslücke am Vorabend verschärft sich allerdings. Ob die europäischen Nachbarn dann so viel Strom nach Deutschland exportieren können, sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall würde die Preisdifferenz erheblich größer als aktuell. Meine Prognose: Der über Tag zu viel erzeugte Strom wird zu großen Teilen an das europäische Ausland verschenkt. Teilweise sicher auch mit einem Abnahmebonus (negative Strompreise). Kommt es zur Vorabendlücke, wird ein exorbitant höherer Preis als heute (161,0€/MWh) aufgerufen. Steht nicht genügend Importstrom zur Verfügung wird die Versorgung begrenzt werden (Brownout). Zu der Zeit, in der elektrische Energie von der Bevölkerung am meisten genötigt wird, wird sie rationiert werden. Das ist den meisten Menschen nicht klar. Anders sind Klimagläubigkeit und das akzeptierte Narrativ vom Weltuntergang bei steigender Erddurchschnittstemperatur nicht zu erklären. Und überhaupt: Alle Erklärungsversuche, dass ein Spurengas, welches aktuell einen Anteil von 0,04% an der Luft hat, für das baldige Verbrennen der Erde wegen einer Steigerung der Durchschnittstemperatur auf plus 3° verantwortlich sein soll, wenn der Anteil CO2 an der Luft beispielsweise auf 0,06% steigt, sind mehr als dürftig. Trotz industrieller Revolution und einer Vervielfachung der Menschen auf der Erde (1850 =1,27 Mrd.; 2023=8 Mrd.) hat sich die Durchschnittstemperatur faktisch nicht verändert. Sie liegt damals wie heute um die 15°.

Am 15.4.2023 werden die letzten drei Kernkraftwerke in Deutschland vom Netz genommen. Fossile Kraftwerke werden den Stromersatz liefern. Der CO2-Ausstoß wird weiter steigen. Das Klima ist der Regierung offensichtlich vollkommen gleichgültig. Zumal Deutschland ohnehin nur eine Miniaturrolle im Welt-Klimageschehen spielt. Es geht um das Durchsetzen einer Agenda gespickt mit rot-grünem Gedankengut. Nicht mehr und nicht weniger.

Montag, 27. März 2023 bis Sonntag, 2. April 2023Anteil Wind- und PV-Strom 45,2 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 57,1 Prozent, davon Windstrom 36,0 Prozent, PV-Strom 9,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,9 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 13. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur KW 13/2023 Factsheet KW 13/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

  • Der Heizungstipp: Gas-, Ölheizung oder Wärmepumpe? Der Tipp vom Schornsteinfeger hier.
  • Weitere Informationen zur Wärmepumpe im Artikel 9. Analysewoche.
  • NEU: Prof. Ganteförs überraschende Ergebnisse zu Wärmepumpe/Gasheizung (Quelle des Ausschnitts)
  • Lohnt die Produktion von Grünem Wasserstoff? Der Artikel 10. Analysewoche gibt Auskunft
  • Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom. Ebenso gibt es praktisch keinen überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023. Überschüsse werden bis auf sehr wenige Stunden im Jahr immer konventionell erzeugt!

Jahresüberblick 2023

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2, Agora 2030Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Montag, 27. März 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 49,4 Prozent. Anteil erneuerbarer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 60,0 Prozent, davon Windstrom 37,5 Prozent, PV-Strom 11,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,7 Prozent.

Zum Vorabend starke Windstromerzeugung trifft auf schwache PV-Stromerzeugung. Deshalb keine Strom-Vorabendlücke. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 27. März ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 27.3.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Dienstag, 28.3.2023: Anteil Wind- und PV-Strom 37,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 48,9 Prozent, davon Windstrom 23,4 Prozent, PV-Strom 14,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,2 Prozent.

Recht starke PV-Stromerzeugung gepaart mit schwacher Windstromerzeugung. Sofort wird hoher Stromimport nötig. Mit entsprechend hohen Preisen.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 28. März ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 28.3.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Mittwoch, 29. März 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 31,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 43,0 Prozent, davon Windstrom 22,1 Prozent, PV-Strom 8,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,1 Prozent.

Schwacher Wind-, schwacher PV-Strom. Die Preisentwicklung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 29. März ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 29.3.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Donnerstag, 30. März 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 52,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 63,3 Prozent, davon Windstrom 52,5 Prozent, PV-Strom 6,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,8 Prozent.

Viel Windstrom, wenig PV-Strom. Kein Strom-Import notwendig. Die Preisentwicklung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 30. März ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 30.3.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Freitag, 31. März 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 41,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 55,2 Prozent, davon Windstrom 33,8 Prozent, PV-Strom 8,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,3 Prozent.

Die Windstromerzeugung fällt ab. PV-Strom kann es nicht ausgleichen. Viele Importe werden notwendig. Die Strom-Preisentwicklung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 31. März ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 31.3.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Samstag, 1. April 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 54,3 Prozent. Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 66,7 Prozent, davon Windstrom 48,5 Prozent, PV-Strom 5,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,4 Prozent.

Die Windstromerzeugung nimmt wieder Fahrt auf. Vor allem auch offshore. Der Strompreis sackt ab.

Belege für die Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 1. April ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 1.4.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preis e/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Sonntag, 2. April 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 49,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 61,9 Prozent, davon Windstrom 39,9 Prozent, PV-Strom 9,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,9 Prozent.

Belege für die Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 2. April ab 2016.

Sonntag: Wenig Bedarf, relativ hohe regenerative Erzeugung. Die Strom-Preisentwicklung.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 2.4.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.




Ist die ökologische Bewegung seit den 1960ern eine Art Klassenkampf von oben?

von AR Göhring

Robert Habecks irrsinnige Heizungs-Offensive scheint gemeinsam mit seiner ministeriellen Vetternwirtschaft ungeahnte Kräfte im deutschen Journalismus freizusetzen. Schon im 2021 schrieb die grüne taz aus Berlin einen erstaunlichen Artikel zum „Graichen-Kellner-Clan“ im Wirtschaftsministerium.

Und aktuell packt die Welt die Wahrheitskeule beim Thema „Klimarettung“ aus: Erst klärt Axel Bojanowski über die „Kippunkt“-Machenschaften des PIK auf, und jetzt wird Klartext zu den Öko-Konzernen wie Greenpeace geschrieben:

Der lange Kampf der Umweltbewegung gegen die Menschen

Roter Faden des aktuellen Artikels vom 11. April: Wie Helmut Schelsky in den 1970ern diagnostiziert Bojanowski eine Art Klassenkampf von oben, den die alten Eliten ab Ende der 60er gegen die Bevölkerungsmehrheit ausfechten. Schelsky sah 1974 das Problem der Wissenschaftsmafia noch nicht, beziehungsweise konnte es auch nicht sehen – er sprach noch von einem „Sozialpriestertum“, das es den Sprößlingen der privilegierten Klassen erlaubte, Probleme zu konstruieren, sich selber als Problemlöser aufzuspielen, um dann Steuergeld leistungslos in die eigene Tasche umzuleiten.

Bojanowski hebt dagegen eher auf den mittlerweile recht offensichtlichen Willen der Elitären ab, den Massenwohlstand der Adenauer-Erhard-Zeit rückgängig machen zu wollen – der geniale Soziologe Schelsky sprach in diesem Zusammenhang von der „nivellierten Mittelstandsgesellschaft“. Hintergrund ist der sogenannte „Grenznutzen“: Früher konnten nur die Privilegierten mit dem Auto fahren – zu Adenauers Zeiten hingegen fast jeder mit dem Käfer. Ein Volkswagen ist dabei ähnlich schnell und komfortabel wie ein Mercedes, wenn man sich gemeinsam auf den Alpenpaß quetscht, um nach Bella Italia zu gelangen. Der Mercedes ist aber ungleich teurer – ein Ärgernis für die Bonzen, die damit relativ zum gewöhnlichen Volk abstiegen.

Ähnlich sieht es beim Fliegen aus – mit der Einführung der Boeing 747 Jumbo wurde um 1970 der Fernurlaub demokratisiert – nun konnte auch der Käfer-Fahrer nach Malle oder gar in die DDR (Deutsche Dominikanische Republik) düsen – und wieder wurden die Reichen& Mächtigen düpiert. Man sitzt zwar in der Business Class statt wie die Raumpflegerin in der Holzklasse, aber den ganzen Achselschweiß der Urlaubermassen am Flughafen und auf der Gangway bekommt man trotzdem mit. Und überall auf der Welt, selbst an den exotischsten Zielen, trifft man heute auf deutsche Unterschicht-Urlauber! Dieter Nuhr witzelte einmal, er habe im Nepal-Urlaub einen Berg erklommen und im Gipfel-Restaurant nicht wenige Landsleute getroffen. Reflexartig habe er Wiener Schnitzel bestellt – das es nicht gab, dafür aber Kaiserschmarrn….

Unseren Lesern ist der öko-elitäre Gedanke nicht fremd: Einer ätzte einmal im Kommentarbereich, „auch meiner Meinung nach hat der Mittelstand auf zu großem Fuß gelebt“ – Krethy und Plethy müßten doch nicht Auto fahren und in Urlaub fliegen. Oder heizen und Häuser besitzen, wie Robert Habeck insgeheim ergänzen mag.

In der Tat: Die Politik zur „Rettung des Klimas“ der Merkel-Kabinette und der Ampel-Regierung ist schlicht nicht geeignet, die Emissionen Deutschlands zu senken, selbst wenn das ernst gemeint wäre. Dafür bräuchte man Kernkraftwerke – und genau die wollen die Grünen auch heute nicht. Liegt es wirklich nur an der „grünen DNA“ – man will die atomhassenden Kernwähler nicht vergraulen? Unwahrscheinlich, wenn Deutschland in dieser Frage weltweiter Geisterfahrer ist, und sich mittlerweile auch weit außerhalb der EIKE-Szene herumgesprochen hat, daß neue Reaktortypen inhärent sicher sind und nichts mit den alten Leichtwasserreaktoren der Nachkriegszeit zu tun haben. Erst recht nicht mit denen sowjetischer Bauart wie in Tschernobyl – wobei selbst die nicht einfach explodierten, wenn nicht gerade ein völlig verantwortungsloser Kraftwerkchef sämtliche Sicherheitseinrichtungen abschaltet, um schnell Probelauf-Erfolge an die Zentrale melden zu können.

Wußten Sie, daß gerade Habecks heutiger Staatssekretär Graichen 2014 als AGORA-Chef in der ZEIT sagte, daß er enttäuscht von den vielen Windrädern und PV-Anlagen sei, da sie die CO2-Emissionen gar nicht gesenkt hätten?

Wir haben uns geirrt bei der Energiewende. Nicht in ein paar Details, sondern in einem zentralen Punkt. Die vielen Windräderund Solaranlagen, die Deutschland baut, leisten nicht das, was wir uns von ihnen versprochen haben. Wir hatten gehofft, daß sie die schmutzigen Kohlekraftwerke ersetzen würden, die schlimmste Quelle von Treibhausgasen. Doch das tun sie nicht…

Wieso er und seine grünen Parteifreunde trotzdem immer weitermachen, beschreibt Bojanowski mit einem schönen Zitat vom ersten Earth Day 1970:

„People pollute“
(Menschen verschmutzen)

Schon Anfang der 1960er machte ein Buch von Rachel Carson, einer krebskranken Biologin darauf aufmerksam, daß der grenzenlos optimistische Einsatz von Pestiziden wie DDT überzogen war – ihr Werk Der stumme Frühling von 1962 gilt als Startpunkt der ökologischen Bewegung der USA und damit der westlichen Welt (und damit der ganzen Welt). Ein grundsätzlich richtiger Gedanke – aber man kann gute Ideen auch pervertieren und damit in ihr Gegenteil verkehren: Infolge der Publikation wurde DDT verboten – mit der Folge, daß vor allem arme Menschen überall auf dem Planeten wieder häufig an Malaria starben, nachdem man die Mücken-Seuche nach dem Krieg zunächst gut in den Griff bekommen hatte (auch Berlin hatte durch seine Havelseen nach 1945 Malariafälle).

Danach kam Paul Ehrlich aus Stanford, der im Auftrag des Sierra-Clubs (einer Art Ur-Greenpeace) das Buch „Die Bevölkerungsbombe“ schrieb. Ein Millionenbestseller. Ehrlich war danach gern gefragter Gast in den Medien und behauptete abstruse Dinge – so sagte er voraus, daß in den 1980ern Milliarden Menschen hungers sterben würden, allein in den USA 60 Millionen. Sobald die Realität seinen Humbug widerlegte, was oft und schnell geschah, fand er eine Ausrede. Die Medien kümmerte sein Versagen lange Zeit nicht, er konnte bis Anfang der 80er reüssieren. Heute allerdings hat man ihn medial ausgeschlichen – er durfte allerdings, mit 90 Jahren und nie zur Verantwortung gezogen, 2022 in der Sendung „60 Minutes“ von CBS etwas vom aktuellen „Massenaussterben“ erzählen.

Gibt es noch weitere Hinweise, oder gar Beweise, für Bojanowskis Theorie des unmenschlichen Neo-Feudalismus der alten Eliten? Nicht wenige – ein besonders prominenter Fall ist der von Patrick Moore, Mitgründer von Greenpeace, der nicht müde wird, seine alten Kollegen oder Nachfolger als eine Art „Öko-Kapitalisten“ zu bezeichnen, die das ehemals idealistische Grünfrieden in einen regelrechten Moralkonzern verwandelt zu haben.

Als Kritiker würde man gerne einmal Mäuschen spielen und elitäre Weltenretter zu Hause in ihrer Luxusvilla belauschen, wie sie vor dem Kamin beim guten Wein sich darüber freuen, wie sie die dummen Steuerzahler schon wieder hinter die Fichte geführt haben. Das wird aus psychologischen Gründen wohl fast nie möglich sein, da der menschliche Geist nach dem Prinzip von „Betrug und Selbstbetrug“ funktioniert. Heißt, ein einzelner Karrierist aus dem Hause Reemtsma o.ä. gesteht sich nie, oder nie vollständig ein, ein Karrierist zu sein. Heuchlerisches Verhalten wie häufiges Langstrecke-Fliegen wird einfach verdrängt oder verniedlicht. Es ist eher eine Art „Schwarmintelligenz“, die hier am Werke ist – wie in einer Kleingruppe, in der jedes Mitglied sogleich und unbewußt eine Rolle einnimmt, agieren gesellschaftliche Gruppen im Sinne der Interesse ihrer Mitglieder, ohne daß der einzelne Privilegierte unbedingt merkt, worum es wirklich geht (Macht und Geld).

Am Verhalten der elitären Weltretter kann der Außenstehende aber sehr wohl erkennen, daß die Moral nur vorgeschoben ist. Ein EIKE-Leser aus Sachsen, der sich selber als „extrem links“ bezeichnet, meinte einmal zu mir, daß der logische Zusammenhang zwischen Asphalt-Kleben und Klimarettung nicht erkennbar sei. Recht hat er – warum blockiert man den Verkehr oder wirft Suppe auf Kunstwerke, um das Klima zu retten? Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Es gab einmal den Punker-Witz „Saufen gegegn rechts“ – nach der Logik funktioniert das „Kleben gegen Klimawandel“, nur daß die Aktivisten und Medien es gar nicht als Witz meinen.

Der neueste offensichtliche Schlag „Klimapolitik gegen Menschen“ ist die Heizungspolitik von (Anti-)Wirtschaftsminister Habeck. Selbst wenn man das CO2-Dogma glaubt, ist Einspar-Weltmeister Gesamtdeutschland mit seinen noch rund 2% Anteil an den globalen Emissionen überhaupt nicht in der Lage, den CO2-Gehalt der Atmosphäre zu senken. Die Pointe ist, daß die Wärmepumpe den CO2-Ausstoß eher noch erhöht, genau wie Graichens Erneuerbare Energien. Dennoch kostet der Vorstoß Habecks vor allem die untere Hälfte der Bürger viel Geld, das die meisten gar nicht (mehr) haben.

Fundstück im Netz. Das wissen die Ministerialen natürlich alles selber. Warum machen sie es dann?

Nebenbei: Kernkraftwerke sind nicht die gefährlichste, sonden die gesündeste und schonendste Art der Energiebereitstellung – es sterben pro TWh viel weniger Bürger als bei anderen Erzeugungsarten:

Quelle: Twitter, Katrin Göring-Eckardt