Cancel Culture: Schlammschlacht um unbequeme Veröffentlichungen (Klimaschau 147)

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende.

Thema der 147. Ausgabe: Cancel Culture der Oxford Connection: Forscher & Journalisten bekämpfen unbequeme Veröffentlichungen.




Es ist eigentlich keine Desindustrialisierung – unsere Fabriken gehen nur ein paar Kilometer weiter ins Ausland




Inkompetente Energiepolitik … von Fritz Vahrenholt

Im April 2023 ist die Abweichung der globalen Temperatur vom 30-jährigen Mittel der satellitengestützten Messungen der University of Alabama (UAH) leicht gefallen,  und zwar auf 0,18 Grad Celsius (siehe Grafik). Der Temperaturanstieg beträgt im Durchschnitt pro Jahrzehnt seit 1979 lediglich 0,13 Grad Celsius.

 

https://www.nsstc.uah.edu/climate/

Die inkompetente Energiepolitik des Wirtschaftsministeriums
Die Inkompetenz des Wirtschaftsministeriums, geführt von Robert Habecks Graichen-Family, setzt sich fort: Zurückgezogene Gasumlage, Ausstieg aus Kernkraftwerken mitten in der größten Energiekrise Deutschlands (Habeck: „Wir haben keine Stromkrise“), Wiederanschalten von Kohlekraftwerken ohne CO2-Abscheidung, das Wärmepumpendesaster und kein Ende in Sicht.
Auf 225 Milliarden € schätzt Manuel Frondel vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung die Kosten des Wärmepumpengesetzes. Robert Habeck spricht von 130 Milliarden €. Er redet über Geld, das die meisten nicht haben. Selbst wenn man nur die Kosten der Wärmepumpe mit 25 000 € berücksichtigt, fallen (ohne Kosten von Gebäudeinvestitionen) bis 2030 bei 6 Millionen Wärmepumpen 150 Milliarden € an Kosten an.
In einer Antwort des Staatssekretärs Graichen auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Bartsch erfahren wir die „sensationelle“ CO2-Minderung dieses Verarmungsprogramms für die Mittelschicht: Wenn in 2030 sechs Millionen Wärmepumpen installiert sein sollten, werden durch diesen Aufwand 10,4 Millionen t CO2 vermieden. Das entspricht ungefähr der Emission, die beim Abschalten eines Kernkraftwerkes entstehen, wenn der Strom durch Braunkohle ersetzt wird.
Wir rechnen weiter nach : das sind mickrige 1,4 % der CO2-Emissionen Deutschlands (746 Mio. t CO2 2022). Pro Tonne vermiedenem CO2 werden sage und schreibe 14.423 € (150 Milliarden € geteilt durch 10,4 Mio. t CO2) investiert.
Eine ähnliche CO2– Verminderung würde man erreichen, wenn man ein einziges Braunkohlekraftwerk mit CO2-Abscheidung ausrüsten würde. Das Kraftwerk Schwarze Pumpe emittiert etwa zwölf Mio. t CO2 und würde mit einer Investition von 600 Mio. € CO2-frei. Pro Tonne CO2 sind das 50 €  an Investitionskosten.
Warum ist der Effekt der Wärmepumpe so mickrig ? Das zeigt die folgende Tabelle – gegenüber meinem letzten Newsletter sind die Zahlen nun nicht aus der Literatur sondern es sind Herstellerangaben. Die Wärmepumpe hat einen ordentlichen CO2-Fußabdruck auf Grund der CO2-lastigen Stromerzeugung. Die oben genannte, mickrige Verminderung tritt übrigens nur ein, wenn nach den Planungen der Bundesregierung bis 2030 tatsächlich ein Anteil von 80 % Strom aus Erneuerbaren Energien (20 % Gaskraftwerke) erzeugt werden. Kommt diese CO2-Verminderung erwartungsgemäß nicht, ist der Milliarden Aufwand nahezu ein CO2-Nullsummenspiel (siehe Tabelle)
Die CO2-Emission eines Gasbrennwertkessels beträgt nach Angaben von Vaillant 0,178 kg pro kwh(0,2 kg Gaskessel- 11 % Brennwerteffizienz).  Eine Wärmepumpe mit einem üblichen Wirkungsgrad von COP = 3 (COP = Coefficient of performance) macht aus 1 kWh Strom 3 kWh Wärme. Um eine Erdgasheizung mit einer Wärmepumpe zu vergleichen, muss man also den CO2-Fußabdruck einer kWh Strom (2022: 0,494 kg/kwh) durch 3 teilen. Das sind dann 0,165 kg/kWh für die Wärmepumpe:  über 100 Milliarden Aufwand mit nahezu Null CO2-Effekt.
Was wäre denn stattdessen eine wirkungsvolle CO2-Verminderung?
Wollte man eine wirkungsvolle und effiziente CO2-Minderung, so müsste man alle ostdeutschen Braunkohlekraftwerke, die noch bis 2038 betrieben werden können, mit einer CO2-Abscheidung ausstatten. Die ostdeutschen Braunkohlekraftwerke produzieren 50 TwH Strom und emittieren etwa 50 Mio. t CO2. Um die 14 Kraftwerksblöcke CO2-frei zu machen, müssten etwa 8,4 Milliarden investiert werden. Also für  einen kleinen Bruchteil (1/20) des Habeckschen Monster-Plans an Investitionen in Wärmepumpen erhält man die fünffache Menge an Emissionsminderung. Die Investition in eine Abgasreinigung in Braunkohlekraftwerke wäre somit um den Faktor 100 effizienter.
Warum macht die Politik das nicht ? Ich habe keine Antwort.
Deutschland würde auf diese Weise eine unglaublich hohe Wirkung auf die CO2-Bilanz der Welt haben. Nicht wegen der eigenen Emissionen, sondern, weil damit ein Weg aufgezeigt wird, wie China, Indien, Indonesien, Pakistan und der Rest der Welt ihre geplante Nutzung ihrer Kohlevorräte auf technologisch brilliante Weise und kostengüntig von CO2-Emissionen befreien können.
Ich bin fest davon überzeugt, dass die Abscheidung von CO2 und Verpressung in Tiefengesteinen (vorzugsweise Basalt) vor dem Durchbruch steht. Denn die Kosten einer CO2-Abscheidung und die Verpressung in Tiefengestein (CCS) kostet nach Schätzungen von Experten etwa 70 $ pro Tonne CO2. (Quellen siehe in meinem Buch Die große Energiekrise, im Kapitel 4 „Den Krieg gegen die Kohle beenden“).Denn die Marktwirtschaft wird sich auch hier durchsetzen. Den Kosten von etwa 70 € pro Tonne CO2 stehen Einsparungen von 100 € pro Tonne CO2 für nicht mehr zu bezahlende CO2-Zertifikate gegenüber. Und nach den Plänen der EU sollen diese „Straf“-Zertifikate auf demnächst 200 € pro Tonne ansteigen.
Aber man wird einwenden: Erst muss doch die Technologie entwickelt werden. Jedoch: Sie gab es bis zum Verbot von CCS in Deutschland in Form einer Pilotanlage in der Schwarzen Pumpe. Maßgeblicher Drahtzieher des 2014 beschlossenen CCS-Verbots in Deutschland war der damalige schleswig-holsteinische Energiewendeminister Robert Habeck 2014:

Mag der Habeck nicht: CCS-Waschanlage. Von Wilfried Cordes – Eigenes Werk (OOo-Draw, Inkscape), CC BY-SA 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27077624

Das Wunder von Hohenmölsen
Zur Verbreitung meines Buches bin zur Zeit viel unterwegs. Vor einigen Tagen war ich in Hohenmölsen, einer Kleinstadt bei Halle/S am Rande des Braunkohlereviers PROFEN in Sachsen-Anhalt. Nach der Veranstaltung zog mich ein Mitarbeiter der LEAG zur Seite und teilte mir mit, daß ich mit der Feststellung in meinem neuen Buch, dass die CCS-Anlage Schwarze Pumpe nach Kanada verkauft worden ist, einem Fake aufgesessen sei. Die LEAG hätte mit Rücksicht auf die Politik die Öffentlichkeit im Glauben gelassen, dass die Anlage nach Kanada verkauft worden sei, damit niemand auf dumme Gedanken kommt, und die Reaktiverung der Anlage fordern könne. Die Anlage steht noch immer an seinem Platz, die Meß-und Regeltechnik sei zwar ausgebaut, aber man könne sie reaktivieren. Political correctness treibt schon merkwürdige Blüten in Deutschland.
Aber nun kann Olaf Scholz, von dem ich weiß, dass er ein Unterstützer der CCS-Technologie ist (Hamburg und Brandenburg waren 2014 die einzigen Länder, die sich gegen das CCS-Verbot im Bundesrat gewehrt hatten), sich doch für die Reaktivierung der CCS-Anlage von Schwarze Pumpe einsetzen.
Ich habe viel gelernt in Hohenmölsen. Wußten Sie, daß der dort geförderten wachshaltigen Braunkohle bis zu 15 % Wachs entzogen wird und der dortige Wachsproduzent Romonta zu den größten Wachsproduzenten der Welt gehört? Auch diese Arbeitsplätze sind hochgradig gefährdet.
Welches Land zerstört sich selbst so radikal, wie Deutschland unter grünem Regierungskommando?



Klima-Hysterie und aggressive Photosynthese-Leugner

von Ulrich Kutschera

Am 9. Mai 2023 berichtete der Business Insider unter der Überschrift „Wie radikal soll Klimaschutz sein“ über die aktuellen Aktivitäten der hysterischen „Sich auf die Straße-Klebelinge“. In diesem Kreis fanatischer Möchtegern-Welten-Retter soll ein akademisch ausgebildeter „Ökonom“ mitwirken.

Neben der Evolution bzw. Sexualbiologie der Tiere und der Erforschung der Mikroben (Bakterien, Myxomyceten) zählt auch die Physiologie der Pflanzen zu meinen wissenschaftlichen Spezialgebieten.
Seit Jahrzehnten bin ich diesbezüglich in verschiedene Forschungsprojekte zur Ergründung der Licht-abhängigen Assimilation von Kohlendioxid (CO2) integriert, und hatte wiederholt die Gelegenheit, an der Stanford-Universität in Kalifornien eigenhändig mit modernen Infrarot-Gasanalysatoren CO2-Gas-Wechselmessungen durchführen zu können.

Diese Forschungen haben zu einer Reihe hochkarätiger Stanford-Fachpublikationen zur Photosynthese ausgewählter Landpflanzen und zum damit verbundenen „Global Greening“ geführt, und damit bin ich beim Thema.

Ähnlich wie in der öffentlichen „Coronaviren-Debatte“ im Kontext der mRNA- Injektionen (fälschlicherweise als „Covid-Impfung“ bezeichnet) der Begriff „Vak-Aids“, bzw. das Wort „Impfschäden“ gemieden wird, beobachte ich mit wachsendem Verdruß, daß im Zusammenhang mit der „Klimaschutz-Diskussion“ der Schlüsselbegriff  der Lebenswissenschaften, d.h. die „Photosynthese“, nirgendwo erwähnt wird.

Für die „Grünen Klima-Sektierer“, die eine abstrakte Größe (Langzeitstatistik des Wetters der verg. 30 Jahre)  allen Ernstes „retten wollen“ (!), sind die Chlorophyll-reichen Grünpflanzen offensichtlich nur eine Hintergrund-Kulisse, ähnlich wie wachsende Kristalle ohne Stoff- und Gaswechsel.

Das Faktum „Photosynthese“, d.h. Licht-getriebene CO2-Assimilation unter Abgabe von molekularem Sauerstoff (O2) und Bildung energiereicher  Kohlenhydrate,  wird  ignoriert-totgeschwiegen-geleugnet , da diese Lebenserhaltenden Prozesse der irrationalen Klima-Religion vom „schädlichen CO2“ zuwider laufen.  Der Begriff stammt aus der englischsprachigen Fachliteratur („Photosynthesis“) und signalisiert die Interaktion von „Photonen“ mit den energetisch an-regbaren Elektronen der Chlorophyllmoleküle.
Vor einigen Jahren sind „Sprachwissenschaftler“ auf die irre Idee gekommen, das Wort „Photosynthese“  mit  „F“ zu schreiben, sodass man in Schulbüchern den Begriff  „Fotosynthese“ lesen kann, sogar der „Duden“ gibt das neuerdings vor.

Das ist so absurd, als würde man „Physik bzw. Philosophie“ umschreiben: „Fysik und Filosofie“ werden wohl die nächsten „Neusprech-Worte“ sein, und die Mehrheit wird sich wieder diesem Nonsense-Diktat beugen!

Die eingangs erwähnten, sich auf die Straße klebenden Photosynthese-Leugner glauben an sogenannten „Kipp-Punkte“, die aber nirgendwo in der mir bekannten biowissenschaftlichen Fachliteratur solide definiert oder erklärt werden. Da auch die mit der CO2-Zunahme von ca. 280 auf derzeit etwa 420 ppm verbundene „Globale Begrünung“ (vermehrtes Blattwachstum) sowie die gesteigerte weltweite Photosynthese, seit 1850 bis heute, ignoriert werden, habe ich in der gerade erschienenen 2. Auflage 2023 des Buchs Der Corona-Wahn. Von der Virus-Angst zurück zur Klima-Hysterie alle diese Fakten auf aktuellem Stand zusammengetragen.
In dieser politisch inkorrekten Buchveröffentlichung wird auch die derzeitige globale Abkühlung dargelegt und der noch immer andauernde „Coronaviren-Zirkus“, Schwerpunkt biochemische Grundlagen der „Impf-Nebenwirkungen“, abgehandelt.

Ein umfassend-detailreicher Nachruf auf den (Umweltschutz)-Biologen, Buchautor und Musiker Clemens G. Arvay (1980-2023) ist der erweiterten Neuauflage beigefügt, die via Tredition und Amazon verfügbar ist und auf Twitter ausführlich  kommentiert wird. 

Zurück zu dem oben erwähnten „Ökonom“, der die radikalen Forderungen der Photosynthese-Leugner im Klimaschutz-Mantel unterstützt. Nach Internet-Angaben handelt es sich bei dieser Person um einen „entfristeten C2-Dozenten mit dem Ehrentitel außerplanmäßiger Prof.“, der an einer deutschen Uni aktiv ist. Er wird in den Medien als berufener „Univ.-Prof.“ dargestellt, und dieser Joke paßt perfekt  zum Nonsense-Begriff „Fotosynthese“ – demnächst wohl dann wohl auch zu den neudeutschen Wortschöpfungen „Fysik und Filosofie“!


Dr. Ulrich Kutschera
Professor of Biology                                                                 
Academic Advisor & Manager: Project W. R. Briggs/Stanford-019
I-Cultiver, Inc., San Francisco Bay Area, Tracy, CA 95376, USA
The Systems Biology Group, Inc., Palo Alto, CA 94306, USA
AK Evolutionsbiologie, 79104 Freiburg i. Br., Germany
www.evolutionsbiologen.de




Wie toll sind Wärmepumpen? Physikprofessor Stefan Rahmstorf klärt auf

Stefan Rahmstorf steht in seinem Keller und erklärt, wie billig doch das Heizen mit Wärmepumpe im Vergleich zu Öl und Gas sei. Das Verbrennen sei nämlich heutzutage obsolet und veraltet. Ob der renommierte Klimaforscher seine private Stromrechnung publizieren würde? Wir würden uns als Plattform anbieten!

Das folgende informative und wahre Video wurde von der Deutschen Umwelthilfe produziert. Ob ihr Chef, der bekannte Vielflieger Jürgen Resch, selber eine Wärmepumpe im Privathaus hat, können wir bislang nicht bestätigen.