Milliardäre und BlackRock nutzen die Klimapolitik zur Privatisierung der Regierungen

von AR Göhring

Die Korruptions- und Vetterwirtschaft-Affäre um Patrick Graichen hat auch in den Massenmedien eine Aufklärungswelle losgetreten, die die tatsächlich hinter der Klimapolitik stehende eher lichtscheue Lobby und Finanzindustrie immer mehr ins Bewußtsein rückt.

MdB Beatrix von Storch sagte vor drei Wochen schon im Bundestag, wo man auch grünen Lack kratze, überall

„Milliardäre, Milliardäre, Milliardäre“.

In einem aktuellen Artikel der Jungen Freiheit schreibt von Storch zu den aktuellen Erkenntnissen, wer die Energiewende und Klimapolitik überhaupt antreibt und finanziert.

Einer der wichtigsten Akteure ist der britische Magnat Christopher Hohn, dessen Hedgefond The Children’s Investment Fund zwar als karitativ daherkomme, aber in Nordamerika als Immobilien-Investor agiere. Wenn Bürger unter Vortäuschung beliebiger erfundener Tatsachen ihr Häuschen ein zweites Mal bezahlen müßten, und das nicht könnten, werden zahlreiche Immobilien zeitgleich auf den Markt geworfen, was die Preise senkt. Immo-Heuschrecken wie Hedgefonds greifen dann en gros zu und vermieten die Häuser und Wohnung an den Staat, der von den gerade ruinierten Hausbesitzern via Steuern finanziert wird, und viele Sozialmigranten aufnimmt, die untergebracht werden müssen.

BlackRock und die Grünen

Ein extrem wichtiger Akteur in der Welt des Finanzkapitalismus ist die Vermögensverwaltungsgesellschaft BlackRock von Larry Fink, die mittlerweile zehn Billionen Euro im Portfolio hat und an etwa 17.000 Unternehmen beteiligt ist– das entspricht einem Zehntel des globalen Bruttoinland-Produktes BIP. Mit den beiden anderen Riesen-Investoren Vanguard und State Street kontrolliert BlackRock Inc. fast 90% der wichtigsten US-Konzerne.
Die Marktwirtschaft der USA frißt sich offenbar selber, indem sie gigantische Oligopole erzeugt, die lebenswichtige Konkurrenz als Kontrollmechanismus abschafft und somit eine Art private Planwirtschaft etabliert.

In der DDR kontrollierten Staats-Bonzen die Betriebe – in der Planwirtschaft neuen US-Typs befehligen Konzernbonzen den Staat.

Das ist nichts Neues, sondern wurde von den Altvorderen im 19. Jahrhundert bereits als Problem gesehen. Daher beschloß das US-Parlament nach dem Bürgerkrieg den Sherman Act – ein Gesetzespaket zur Zerschlagung sich monopolisierender Konzerne. Erfolgreich angewandt wurde der Act um 1900 gegen StandardOil – ein einzigartiges Beispiel demokratischer Schlagkraft gegen zu mächtig werdende Wirtschaftsmagnaten.

Ein ehemaliger Kommunikationsberater von BlackRock Inc. ist der Schwede Ingmar Rentzhog – der „Entdecker“ von Greta Thunberg, der das minderjährige und eigentlich ahnungslose Mädchen mit einer fast schon genial zu nennenden PR-Kampagne als Klima-Ikone vermarktete. Das ging nur, weil der Mann durch seine alten Jobkontakte bei BlackRock und JP Morgan über ein elitäres Kommunikationsnetzwerk verfügte.

Rentzhog ist mittlerweile aber eher eine Fußnote geworden – viel wirkmächtiger ist „Climate Finance Partnership“, eine Partnerschaft zwischen BlackRock und den Regierungen von Deutschland, Frankreich, Japan und großen US-Stiftungen wie der Hewlett Foundation. Hier sitzt/saß der „mächtigste Grüne“ der Welt, Hal Harvey, der ein immer üppiger wucherndes Geflecht von NGOs (Non Government Organisations – zu deutsch Nichtgewählte Organisationen) gründete, darunter die Climate Works Foundation, die European Climate Foundation, die Climate Imperative Foundation, die Stiftung Klimaneutralität und Agora-Energiewende, deren Chef bis 2021 „Dr.“ Patrick Graichen war.

Die NGO-Stiftungen haben das Ziel, die Politik dazu zu bewegen, angeblich klimaschützende Technologien per Gesetz durchzudrücken. Das geht auch nicht anders, da, wie der geneigte EIKE-Leser seit langem weiß, „Klimaschutz“-Technologie derart ineffizient und teuer ist, daß kein wirtschaftlich handelnder Marktteilnehmer auch nur einen Euro dafür herausrücken würde. Dennoch ist der zu erwartende politisch erpreßte Gewinn höher als die Marge der gewöhnlichen Arbeit am Markt. Von Storch dazu:

Grund für die Förderung der Klimapolitik durch die globalen Finanzindustrie sind die enormen Gewinnaussichten: Das BlackRock Investment Institute bezifferte den Investitionsbedarf, um die Klimaziele zu erreichen, weltweit auf 50 bis 100 Billionen Euro. Das entspricht dem Volumen der gesamten Weltwirtschaft. Die „Green Transition“, die das BlackRock Investment Institute als „historisch einmalige Anlagemöglichkeit“ bezeichnete, zielt auf die größte Vermögensumverteilung der Geschichte.

Es ist schon amüsant – die Vertreterin einer als „rechts“ und „kapitalistisch“ verschrieenen Partei tritt gegen den globalen Finanzkapitalismus und die Ausbeutung der kleinen Leute an. Die „linken“ Grünen hingegen besorgen mit den beiden roten Parteien das Geschäft der neoliberalen Ausbeuter. Noch pikanter: US-Milliardär Donald John Trump handelte als 45. US-Präsident im Sinne Storchs – und würde es als 47. Präsident höchstwahrscheinlich wieder tun, weswegen ihn ein Bündnis aus Superkapitalisten und Superlinken dringend zu verhindern sucht.

Das „linke“ Bündnis hat beste Aussichten auf Erfolg, da sowohl in Europa wie in den USA BlackRock bereits eine systemgefährdende Größe und Vernetzung erreicht hat:

Nachdem BlackRock bereits die Europäische Zentralbank dabei beriet, welche Wertpapiere sie aufkaufen sollte, schloß die EU-Kommission im Jahr 2020 mit BlackRock einen Beratervertrag zur Umsetzung des „Green New Deal“ im Bankenbereich ab. Die Geld- und Klimapolitik war nun in BlackRocks Hand vereint.

Die Rettung der Demokratie: „Die Grünen haben ihren Zauber verloren“

Genau deswegen ist die Affäre Graichen aus demokratischer Sicht so wichtig: Wie Julian Reichelt kürzlich meinte, hätten die Grünen „ihren Zauber verloren“. In der Tat hatte die grüne Partei mit ihrem NGO- und Mediensaum es seit 1980 geschafft, sich als Vertreter der Moral und der Wissenschafft darzustellen, weswegen bis heute kaum ein Wissenschaftler, Politiker oder auch nur einfacher Bürger es wagt, den Dogmen vom klimatischen Weltuntergang oder der erdzerstörenden Industrie öffentlich zu widersprechen. Die Vetternwirtschaft, die Vielflieger-Doppelmoral, die komplette Ahnungslosigleit der Bildungsverweigerern, der krasse Antisemitismus und die enormen Privatfinanzen grüner Akteure haben nun aber die Weltretter-Fassade zumindest teilweise einstürzen lassen. Was zur Folge hat, daß nun zunehmend Steuerzahler und Wähler nicht nur das Personal, sondern auch die Narrative der elitären Grünen in Frage stellen.

Problem: Nicht nur r2grüne Politiker stehen auf der Gehaltsliste globaler Superkapitalisten und deren Stiftungen, sondern auch CDU-Chef Friedrich Merz. Der sauerländische Katholik mag privat eher bodenständig sein (Familie & Flugzeug….), aber als ehemaliger Deutschland-Chef von BlackRock wird er jetzt nicht unabhängig sein – das anzunehmen, wäre naiv. Er redet ja auch wie grüner Finanzler: Die Grünen seien laut ihm

„sehr bürgerlich, sehr offen, sehr liberal und sicherlich auch partnerfähig“

Kollege Martin Lück von BlackRock dazu entsprechend:

„Daß die grüne Transformation kommen wird, ist unumstritten. Ereignisse wie die Entzauberung der Grünen sorgen lediglich für einen Aufschub, nicht aber für ein Ende dieser Umstellung.“

Ganz sicher? Wir von EIKE und unsere Leserschar sind aber noch im Weg – und viele, viele andere, die dank der ungeschickten Zivilversager in der Regierung immer mehr werden. Passend dazu:

Florida, Missouri und Louisiana ziehen Milliarden von BlackRock wegen ESG-Strategie ab

ESG = „Environment, Social, Governance“, also „Umwelt“ (= Klimaschutz), „sozial“ (= Klimaschutz), „nachhaltige Unternehmensführung“ (= Klimaschutz)




Die Privatisierung der Regierung: Agora-Clan im Wirtschaftsministerium

von AR Göhring

Vor allem Tichys Einblick ist es zu verdanken, daß die filzigen Verstrickungen der Grünen und ihres NGO-Saumes allgemein bekannt werden und auch von den Massenmedien publiziert werden müssen. Ein Artikel vom Sonnabend zeigt deutlich, wie die von Milliardenjongleur Hal Harvey mitgegründete gemGmbH Agora Energiewende nach Bildung der Ampel das Bundeswirtschaftsministerium übernahm.

Erleben wir gerade die Privatisierung der Bundesregierung? Das wäre pikant – weil gerade linke, grüne und kapitalismuskritische Kreise stets, und durchaus zu Recht, vor der Dominierung der Politik durch das große Kapital gewarnt hatten. Wobei betreffende Politiker wie die Minister der US-Kabinette Bush jun. I und II nicht unmittelbar im Management von Rüstungskonzernen saßen, sondern „nur“ große Aktienpakete besaßen. Daß nun Manager aus stiftungsfinanzierten Lobby-Organisationen direkt Ministerien führen, ist neu. Grüne „Energiewende“-Politik ist wie bei Bush jun. reiner Kapital-Lobbyismus- nur mit anderem Personal.

Konkrete Personalien im Wirtschaftsministerium, nach Tichy:

Sieben Staatssekretäre der Ampel-Regierung sind oder waren Mitglied beim „Rat der Agora“ – darunter fünf beamtete und zwei parlamentarische Staatssekretäre.(…) Dort wird nach den Richtlinien der Chatham House Rule diskutiert, heißt: Was in die Agora reingeht, kommt nicht aus der Agora heraus. (..)
Es gibt keine Transparenz und keine Korrekturmechanismen.

Das Schaubild von Autor Marco Gallina:

Agora Energiewende – Agora Verkehrswende

Rat für Energie:
Stefan Tidow, Grüne
Staatssekretär Umweltministerium

Sven Giegold, Grüne
Staatssekretär Wirtschaftsministerium

Johann Saathoff (bis 21), SPD
Parlam. Staatssekretär Innenministerium

Michael Theurer (bis 21), FDP
Parlam. Staatssekretär Verkehrsministerium

Rat für Verkehr:
Christiane Rohleder, Grüne
Staatssekretärin Umweltministerium

Susanne Henckel
Staatssekretärin Verkehrsministerium

Beide Räte:
Patrick Graichen, Grüne
Bis 21 Chef Agora Energiewende
danach Staatssekretär Wirtschaftsministerium

Jochen Flasbarth, SPD
Staatssekretär Entwicklungsministerium
Zuvor Staatssekretär Umweltministerium

außerdem:

Rainer Baake, Grüne, Gründer der Agora, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium 2014-18

und Andreas Feicht, CDU, Mitglied des Agora-Rates, Staatssekretär Bundeswirtschaftsministerium 2019-21

„Sowohl der Rückbau des Gasnetzes wie auch die Wärmewende sind Agora-Ideen, die es über ihren ehemaligen Direktor Patrick Graichen ins Bundeswirtschaftsministerium geschafft haben“, so Gallina.

Die elitären Gesellschafts-Ingenieure haben es zwar schon vor über 50 Jahren geschafft, das „Mensch zerstört Umwelt“-Narrativ als nicht hinterfragbares Dogma in der westlichen Kultur zu verankern, aber Vetternwirtschaft und Abzocke blieben zum Glück auch im grün geprägten Gemeinwesen verachtenswerte und unmoralische Verhaltensweisen. Eine Leserin auf Facebook teilte uns dazu etwas höchst Interessantes mit:

Aus dem Buch von Anna Veronika Wendland „Atomkraft! Ja bitte! …“, einer Grünen:
Der Energiewendestaat –
„Wer mit wem im Atomstaat und Großinsdustrie“, so lautet der Titel eines der Bücher, die noch aus Anti-Atomzeiten in meinem Bücherregal stehen. In seiner Einleiung lesen wir: „Hauptanlass für dieses Buch ist die politische Unkultur in der Bundesrepublik, die sich seit Jahrzehnten in einem ungebrochenen Verfilzungsprozess von Politik, Wirtschaft und Verwaltung, unter reger Beteiligung Verbands- und Gewerkschaftsfunktionären ausgebreitet und vertieft hat.“
Dieser Satz wurde vor 35 Jahren geschrieben, vor Energiewende, EEG-Umlage und Klimagesetz. Diejenigen, die ihn schrieben, wollten es anders machen. Schauen wir also auf die heutigen Akteure, die sich aufgemacht haben den schwierigen und ungewissen Weg der Energietransformation zu gestalten.
Wer sie sind und von wem lassen sie sich beraten, und machen sie es wirklich anders?
Derzeit wird unsere Energie- und Klimapolitik von Menschen und von Organsiationen dominiert, die an Macht und Einfluss den ökonomisch politischen Eliten des verflossenen Kohle- und Atomstromstaates in Nichts nachstehen – ja, sie ihn noch übertreffen. Denn sie haben etwas geschafft, was den fossil-nuklearen Eliten nie gelang. Sie sind dabei, in Gestalt von Umweltorganisatioen, eine Art Symbiose-Opposition mit ins Boot zu holen. Niemand in der deutschen Umweltszene schreibt das kritische „Wer mit Wem im Energiewendestaat und Großindustrie“, denn die Szene ist inzwischen Teil des Staates …
Das weitsichtige Buch von Anna Wendland ist übrigens gerade einmal ein Jahr alt – da haben sich die grünen Parteifreunde/feinde der Autorin beeilt, zu beweisen, was die Historikerin beschreibt. Da kann man nur sagen: nur weiter so, Grüne!



Dürre-Rätsel gelöst – Klimaschau 148

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Themen der 148. Ausgabe:
0:00 Begrüßung
0:14 Brasilianisches Dürre-Rätsel gelöst
3:44 Klimamodelle schaffen den Regen nicht




Ökobonzen-Affäre in Habecks Familienministerium: Unternehmensbeteiligungen von Staatssekretär Udo Philipp offengelegt

von AR Göhring

Vor kurzem berichteten wir über den Indsiderhandel von Robert Habecks beamteten Staatssekretär Udo Philipp, der für die Vergabe von Fördergeldern an Öko-Startups verantwortlich ist – und selber Anteile an solchen Ökofirmen hält. Jetzt wurden die Beteiligungen en détail bekannt.

Die Zeit dazu:

Er hat demnach Anteile an vier Start-ups: 4,1 Prozent an der Africa GreenTec in Hainburg, 13,6 Prozent an LMP in Frankreich, 5,1 Prozent an der CSP in Großköllnbach sowie 8,3 Prozent an der MST Group in München.

Diese vier Beteiligungen hätten bereits bestanden, als Philipp sein Amt angetreten habe, erklärte das Ministerium.

Der Business Insider:

Ein Unternehmen wurde vom Wirtschaftsministerium unterstützt, allerdings soll Philipp nicht an den Entscheidungen beteiligt gewesen sein. Das Unternehmen habe zwei Förderungen im Geschäftsbereich des Wirtschaftsministeriums erhalten.

Glauben wir es? Hat das Ministerium alles offengelegt, oder nur, was sich nicht mehr leugnen ließ – und um abzulenken?

Ein weiterer Skandal ist trotz erwiesener Korruption und Vetternwirtschaft die fortdauernde üppige Finanzierung von Staatsekretär Patrick „Abu“ Graichen: Der Mann wurde von Kumpel Habeck lediglich in den einstweiligen Ruhestand versetzt – bekommt also Geld fürs Nichtstun. Und zwar viel – der Business Insider hat nachgerechnet:

Die genaue Höhe der monatlichen Zahlungen ergibt sich aus seinen Dienstbezügen. Staatssekretäre wie er erhalten als monatliches Grundgehalt rund 15.000 Euro. Dazu dürften bei Graichen ein Familienzuschlag und eine Zulage für den Dienst in einem Bundesministerium kommen.

Ein Vierteljahr bleiben die Bezüge des 51-Jährigen weitgehend unangetastet. Im Anschluss müsste Graichen zwar Abstriche machen. Doch nach Berechnungen von Business Insider stünden ihm jeden Monat rund 11.000 Euro zu. Und zwar so lange, wie er im Amt war. Bei 17 Monaten Amtszeit macht das zusammen etwa 187.000 Euro, plus mindestens 45.000 Euro für die ersten drei Monate – also insgesamt 232.000 Euro.

Nun könnte man sagen, das ist doch normal in der Politik, schon seit Jahrzehnten, auch bei der Union und FDP. Schon – aber die Bürgerlichen und Freiheitlichen haben die Wirtschaft und Freiheit der Bürger nicht ruiniert, sondern gefördert & geachtet. Inkompetenten Planwirtschaftler*innen und Neo-Feudalist*innen wie Habeck und Graichen hingegen haben die Steuerzahler zu verdanken, daß sie trotz fleißiger Arbeit immer ärmer werden. Das sieht in der Beschreibung von Philosoph Dushan Wegner dann so aus:

Deutschland ist ein ungerechtes, grausames Land geworden.(…) Für Öko-Bonzen und junge Männer fremder Länder ist immer Geld da. (…) Im Namen der Klimagerechtigkeit wird große Ungerechtigkeit verübt. Das Lebenswerk mehrerer Generationen wird entwertet. Die Natur wird zerstört, im Namen vorgeblichen Klimaschutzes. Und weil die Guten so moralisch gut sind, geben sie sich das Recht, sich wie Schweine zu benehmen (…)

In dem Zusammenhang wurde ein äußerst beschämender Fall eines Rentnerpaares bekannt:

Ich habe bis zum Schluß gehofft, daß es nicht so kommen würde. Ein paar Hundert Euro werden sie dir doch lassen, sagte ich mir. So viel zumindest, dass man einigermaßen über die Runden kommt.
Aber dann hielt ich die Rechnung vom Pflegeheim in Händen, in dem meine Frau seit kurzem untergebracht war. Rund 3.300 Euro sollte ich bezahlen. Nur für Zimmer und die Verpflegung, keine Sonderwünsche. Und dabei ist das Pflegegeld (Pflegestufe 4) schon abgezogen. Was 3.300 Euro Ausgaben bedeuten, wenn man 3.000 Euro Rente hat, brauche ich wohl nicht zu sagen.
Wird das Kabinett Scholz auf diesen Fall reagieren? Nur unter extremem Druck – ansonsten macht sich Kanzler Scholz ja in Bürgergesprächen offen über existenz-besorgte Bürger lustig.
„Die Geschichte wiederhot sich nicht, aber sie reimt sich“, orakelte einst Mark Twain.
Heißt im aktuellen Zusammenhang: Kommen unfähige und arbeitsscheue Elitenerben an die Macht, versuchen sie mit Ideologie und „Moral“, „Geschäfte“ zu machen. Dazu werden künstlich Probleme behauptet, die vorher niemand bemerkt hatte: „Bevölkerungsbombe“, „Waldsterben“, „Atomtod“, „Eiszeit“, „Heißzeit“, „Corona-Pandemie“, „Rinderwahn“, „Schweinegrippe“, „Ozonloch“ – die komplette Liste der Abzocker und Ökobonzen würde mehrere Meter in Ihrem Browser beanspruchen.
Daher kann der Steuerzahler sich schon fast glücklich schätzen, daß sich Patrick Graichen, Robert Habeck & Family derart moralisch im Recht fühlten, daß sie ihre mafiöse Vetternwirtschaft völlig ungeniert vor den Augen der Medien wachsen ließen. Dabei hätte man gerade von Abu Graichen eigentlich anderes erwarten können, da der Mann erstaunlich ehrlich und hellsichtig ausgerechnet dem grünen Hausblatt Zeit in den Schreibblock diktierte:
»Wir haben uns geirrt bei der Energiewende. Nicht in ein paar Details, sondern in einem zentralen Punkt. Die vielen neuen Windräder und Solaranlagen, die Deutschland baut, leisten nicht, was wir uns von ihnen versprochen haben. Wir hatten gehofft, daß sie die schmutzigen Kohlekraftwerke ersetzen würden, die schlimmste Quelle von Treibhausgasen. Aber das tun sie nicht.«
Dezember 2014! Wieso machte der Mann trotzdem weiter?




Wasserknappheit ist das nächste Instrument zur Gefügigmachung

von Hans Hofmann-Reinecke

Wasserknappheit ist das nächste Instrument, das die Bürger gefügig halten soll. Sie werden aufgefordert, mit dieser Ressource sparsam umzugehen, denn sie könnte in Zeiten des Klimawandels bald zur Neige gehen. Aber falls Trinkwasser fehlen sollte, so liegt das nicht am Klima, sondern an der Infrastruktur, denn Wasser gibt es auf der Erde im Überfluß.

Ein paar Millionen Swimming-Pools

Anders als Erdöl (wobei nicht einmal das sicher ist) ist Wasser eine Ressource, die sich nicht verbraucht. Es mag an chemischen Prozessen teilnehmen, es mag verschmutzt werden, doch am Ende des Tages kommt immer wieder das gute alte H2O heraus. Ist davon aber genug vorhanden, um die Menschheit zu versorgen – auch angesichts der Überbevölkerung und des steigenden Lebensstandards, gerade in den Entwicklungsländern? Wieviel Wasser gibt es eigentlich?

97% des Wassers auf unserem Planeten lagern in den Ozeanen. Ist das viel? Es ist sogar sehr viel. Um es anschaulich zu machen fragen wir uns, wieviel Meerwasser es pro Kopf der Erdbevölkerung gäbe, wenn wir es gleichmäßig auf die 8 Milliarden verteilten. Bekäme jeder eine Tasse voll? Oder einen ganzen Eimer? Nein – jeder einzelne bekäme zwei Millionen Swimming-Pools voll!

Die Menschheit kann also angesichts dieser Größenordnungen auf das Meerwasser global gesehen niemals irgend einen Einfluss haben. Ja, der Mensch kann einen Teppich aus Erdöl auf der Wasseroberfläche ausbreiten, dem Fische und Vögel zum Opfer fallen; ja er kann Müll ins Meer kippen, der an die Strände gespült wird (übrigens: würden sich die 8 Milliarden in einer Menschenkette entlang aller Küsten aufstellen, dann würde es eng, jeder hätte nur knapp einen Meter Platz); ja, der Mensch kann das Meer durch Abwässer aus Industrie und Siedlungen lokal verunreinigen. Die Quantität und Qualität des Meerwassers insgesamt wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Aber was ist mit dem Trinkwasser?

Der Amazonas ohne Jeff Bezos

Das Süßwasser auf unserem Planeten kommt zwar aus den Ozeanen, aber es ist destilliert, also perfekt gereinigt. Und das kommt so: Aus dem Meer verdunstet Wasser, welches von der Luft absorbiert wird. Bei 20 °C beispielsweise sind das bis zu 17 Gramm pro Kubikmeter, bei niedrigeren Temperaturen weniger. Wird die Luft durch irgendwelche meteorologischen Kräfte nun nach oben gedrängt, dann kühlt sie sich ab, und der Wasserdampf kondensiert zu winzigen Tröpfchen, so wie sie aus einer Spray Dose kommen. Die fallen aber nicht runter, sie schweben in der Luft und reisen mit dem Wind um die Welt – die Wolken.

Wachsen diese Tröpfchen weiter an, dann hat das Schweben ein Ende und die Schwerkraft greift ein. Die Tropfen fallen und es regnet. Der meiste Regen fällt wieder zurück in die Ozeane. Fällt er über Land, dann speist er Flüsse und Seen, versinkt im Erdboden, bleibt auf den Bergen als Schnee liegen, oder hilft beim Aufbau der Gletscher in der Antarktis. Würden wir eine Momentaufnahme aller Süßwasser-Vorkommen machen, wir fänden knapp zwei Drittel als Eis und Schnee vor, knapp ein Drittel als Grundwasser und weniger als ein Prozent in Flüssen und Seen.

Das hört sich zunächst nach wenig an, ist aber doch noch eine ganze Menge. Alleine der Amazonas spuckt jeden Tag 2000 Liter Wasser pro Erdbewohner in den Atlantik (und das war schon so, bevor Jeff Bezos sich seiner annahm). Und Vater Rhein transportiert täglich immerhin 3000 Liter pro Kopf der deutschen Bevölkerung in die Nordsee.

Schon zu Pharaos Zeiten

Es ist insgesamt also mehr als genug von allem da, allerdings nicht gleichmäßig verteilt – nicht über das Jahr und nicht über die Erde. Man braucht die passende Infrastruktur um die Bevölkerung zuverlässig zu versorgen. Man kann Brunnen in das Grundwasser bohren, man kann eine Quelle direkt anzapfen und sich aus Flüssen oder Seen bedienen. Meist ist dann eine Aufbereitung notwendig, bevor das appetitliche kühle Nass verteilt werden kann.

Das natürliche Angebot kann von Jahr zu Jahr stark schwanken. Wie wir aus dem Alten Testament wissen war das war schon zu Pharaos Zeiten so, als der Euphrat trocken lag. Es hat also nichts mit Klimawandel zu tun. So müssen eben Speicher gebaut und richtig dimensioniert werden, damit der Bedarf auch in regenarmen Jahren befriedigt werden kann.

Hier in Südafrika, in der Region Kapstadt, gibt es – im Gegensatz zur Elektrizität – eine zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser. Es kann hier sehr trockene aber auch sehr regenreiche Winter geben. Vor acht Jahren gab es nach einem trockenen Winter die Warnung, man solle mit Wasser sparen. Es wurde ein „Day Zero“ berechnet, an dem der Vorrat aufgebraucht wäre, sofern es nicht regnete. Man hat in dieser Zeit keine Autos mehr gewaschen und den Rasen trocken gelassen, aber es kam nie zu einer Sperre des Trinkwassers.

Dieser Meldung wurde im Ausland, speziell in Deutschland, viel Aufmerksamkeit geschenkt. Es führte zu besorgten Anfragen, jeweils mit dem dezenter Hinweis versehen, dass Global Warming die Ursache wäre. Wie intelligent ist diese Vermutung? Wie wahrscheinlich ist es, dass die 0,68°C globale Erwärmung seit 1980 zu Wassermangel in Kapstadt führte?

Wenn überhaupt, dann würde eine Erwärmung zu stärkerer Verdunstung über den Ozeanen führen und die Luft könnte mehr Feuchtigkeit absorbieren. Das würde schließlich zu mehr Niederschlägen führen – nicht etwa zu weniger.

Ich hätte da eine andere Erklärung. Von 1995 bis 2018 ist die Kapstädter Bevölkerung um 79% von 2.4 auf 4.3 Millionen angewachsen. Und nicht nur das, der Anteil der Personen mit Wasseranschluss im eigenen Haus ist ebenfalls deutlich gestiegen. Im gleichen Zeitraum wurden die Speicher aber nur um 15% erweitert. Könnte das der Grund sein?

Deutschland ist nicht die Wüste Gobi

Deutschland ist ein regenreiches Land, und wenn es hier tatsächlich Wassermangel geben sollte, dann liegt es an der Infrastruktur.

Aber wenn hier eine Ressource knapp wird, dann baut man nicht etwa die Infrastruktur aus, sondern zwingt den Verbraucher sich an die mangelhafte Versorgungslage anzupassen: durch Gesetze und hohe Preise. Der Bürger soll beim Zähneputzen sparen und weniger duschen. Statt Wasserwerke zu bauen stellt man lieber Tausende von Windmühlen hin, um die Welt zu retten. Die Lebensqualität der Bevölkerung aber ist für die Regierenden nicht von Bedeutung.

Irgendetwas ist da irgendwann schief gelaufen.

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors ThinkAgain. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.