Fritz Vahrenholt: „Diese Regierung ist übergriffig geworden“

Energie-Experte klärt auf – Heute spreche ich wieder mit Prof. Fritz Vahrenholt und es geht um die Fragen: Wie steht es aktuell um Deutschland mit der Energiekrise? Was bewirkt die Energiepolitik der Ampel-Regierung? All das und mehr im Interview mit Marc Friedrich

Fritz Varenholts Buch: https://amzn.to/41P6g0k




Windkraft im Faktencheck (5 Punkte, die kaum jemand kennt) – Klimawissen, kurz & bündig

Nr. 33 – Windkraftanlagen sind DAS Symbol der grünen Energiewende. Aber kaum jemand unter den Wählern kennt die Details. Wieviele gibt es überhaupt von ihnen? Wie lange steht eine einzelne Anlage? Arbeitet sie wirtschaftlich? Werden es immer mehr, oder eher weniger? Wir geben die Antworten!




Lithium – Batterie oder Brandbombe?

von Hans Hofmann-Reinecke

Mit dem Ende des Verbrenners und der Notwendigkeit der Lagerung von überschüssigem Strom aus Wind und Sonne ist eine hektische Suche nach effizienten und sicheren Batterien im Gange. Aber kann man Batterien überhaupt sicher machen? Das Bestreben, auf kleinem Raum möglichst viel Energie zu speichern ist nichts anderes, als der Bau einer Bombe. Hier Beispiele von Havarien, darunter eine, wie sie sich eines Tages in Deutschland ereignen könnte, falls alles nach grünen Plänen geht.

Energiedichte

Die größte Stärke ist oft auch die größte Schwäche, nicht nur beim Menschen. Die hohe Energiedichte in Lithium Batterien ist von großem Nutzen, aber sie birgt auch Risiken.

Bei gleichem Gewicht und Volumen können Li-Batterien wesentlich mehr Energie speichern als herkömmliche Akkus, etwa die aus Blei. Das ist kein Wunder, denn Lithium ist das leichteste Metall des Universums, mit einem Atomgewicht (das ist so etwa die Anzahl der Bausteine im Atomkern) von gerade mal 7, während das schwere Blei 208 auf die Waage bringt.

Viel Energie auf kleinem Raum ist eine schöne Sache, sofern wir sie unter Kontrolle haben. Falls es aber einen „thermal runawy“ (Feuer-Selbstläufer) gibt, falls die Batterie durchbrennt, dann richtet sie umso mehr Schaden an, je mehr Energie sie gespeichert hat.

Die ratlose Feuerwehr

Dieses Problem bekam im Januar 2013 die Feuerwehr des Bostoner Flughafens zu spüren. Ein nagelneuer Boeing 787 „Dreamliner“ war gelandet, Crew und Passagiere waren von Bord, da brach im Heck Feuer aus. Erst unter Einsatz von schwerstem Gerät und nach langem Kampf konnte man den Brand unter Kontrolle bringen.

Boeing hatte in der 787 die damals neuartigen Li-Batterien installiert. Warum aber konnten man deren Feuer nur so schwer löschen? Weil es keine „Feuer“ war!

Benzin oder Kohle haben eine wesentlich höhere Energiedichte als eine Li-Batterie, d.h. sie speichern mehr Kilowattstunden pro kg. Allerdings geben sie die nur ab, wenn auch Sauerstoff dazu kommt. Ohne den gibt‘s kein Feuer. Und so kann jegliches konventionelle Feuer gelöscht werden, indem man Sauerstoff fernhält, etwa durch eine Feuerdecke, Pulver oder Wasser.

Eine Batterie bleibt von diesen Maßnahmen unbeeindruckt, da sie keinen Sauerstoff braucht, um ihre Energie zu entfalten. Das heißt nicht, dass die Materialien, aus denen die Batterie besteht, nicht auch noch „ganz normal“ brennen können – aber das ist das kleinere Problem.

Boeing hatte das Risiko für Runaway auf einen Fall in zehn Millionen Flugstunden kalkuliert. Tatsächlich aber gab es innerhalb der ersten 50.000 Stunden, also in 0,5% dieser Zeit, bereits zwei solcher Zwischenfälle. Das führte zum Flugverbot für die 49 bereits ausgelieferten Maschinen und zum Stopp weiterer Auslieferungen. Ein gigantischer Verlust für die betroffenen Airlines und den Hersteller.

Die Li-Batterien brachten gegenüber den herkömmlichen Nickel-Cadmium Batterien eine Gewichtsersparnis von rund 100 kg. Da hatte Boeing offensichtlich an der falschen Stelle gespart. (Die Batterien in Flugzeugen haben übrigens eine erstaunlich geringe Kapazität, etwa vergleichbar einem größeren PKW-Akku. Eine ist im Cockpit für die Instrumente zuständig, die andere im Heck zum Anlassen des „Hilfsmotors“, genannt APU. Der bringt dann seinerseits die riesigen Triebwerke in Schwung.)

Andere Größenordnungen

Wenn es um Stromspeicherung für eine Stadt oder ein Land geht, dann haben wir es mit anderen Dimensionen zu tun. Eine Anlage dieser Art wurde im Mai 2019 in Peking in Betrieb genommen: Ein gewerbliches Gebäude mit 1,4 Megawatt Photovoltaik auf dem Dach wurde mit Li-Batterien von 25 MWh Kapazität ausgerüstet – das entspricht 500 Tesla Batterien. Die Hälfte des dort gespeicherten Stroms geht an hundert Ladestationen für E-Autos, der Rest dient der Versorgung des Gebäudes selbst.

So etwas könnte für Deutschland interessant sein. Falls sich eines Tages herausstellt, dass man Strom nicht im Netz speichern kann, obwohl es ja ausgerechnet wurde, und wenn man die Suche nach „noch und nöcher“ Speichern schließlich aufgegeben hat, dann könnte eine Anlage wie die in Peking als Modell dienen.

Und noch etwas können wir dabei lernen: dezentrale Lösungen! Bei uns wird der solare Gleichstrom in Wechselstrom gewandelt, auf Hochspannung transformiert ins Netz gespeist, um dann weit entfernt beim Verbraucher den umgekehrten Weg zu gehen. In Peking bleibt alles Gleichstrom, vom Solar-Panel bis zum Auto. Und alles bleibt am Ort. Das vermeidet Verluste und spart Infrastruktur.

Da hat man in Peking also Erfahrungen gesammelt, allerdings nicht nur gute. Auch hier konnte man das intrinsische Risiko der Li-Batterie nicht ausschalten. Im April 2021 gab es in der erwähnten Anlage einen Thermal Runaway gigantischen Ausmaßes. Mehrere hundert Feuerwehrmänner und 50 Fahrzeuge waren 12 Stunden im Einsatz, bis der Brand gelöscht war. Dabei kamen zwei Personen ums Leben, eine wurde schwer verletzt.

Kein Lithium-Leugner

Was bedeutet das für Deutschland? Um den deutschen Strombedarf für einen Tag zu speichern bräuchte man ca. 50.000 der beschriebenen Anlage. Falls die Dunkelflaute länger dauert als 24 Stunden entsprechend mehr.

Das ist aus diversen Gründen unrealisierbar. Auf jeden Fall aber wäre das Risiko eines katastrophalen Selbstläuferprozesses viel zu hoch. Und während sich Unfälle mit Windgeneratoren, dank freundlicher Kooperation der Medien, noch eher unter den Teppich kehren lassen, wären Brände in Lithium-Stationen zu spektakulär, als dass man sie der Bevölkerung vorenthalten könnte.

Vielleicht halten Sie mich jetzt für einen „Lithium-Leugner“. Aber weit gefehlt. Dank der regelmäßigen Stromsperren hier in Südafrika – zwei- oder dreimal am Tag für jeweils zwei Stunden – bin ich zu einem Lithium Fan geworden. Während der Zeit, in der das Netz liefert, wird eine Batterie aufgeladen, die dann in den mageren Stunden die wichtigste Infrastruktur des Hauses versorgt. Das geschieht über einen „Inverter“, der aus 12 Volt Gleichspannung 230 Volt Wechselspannung macht.

Anfangs waren da Blei-Akkus im Einsatz, deren Kapazität und Lebensdauer allerding zu wünschen übrig ließen. Mit Lithium ist das eine ganz andere Sache. Arbeit und Leben werden durch die Stromsperren kaum noch beeinträchtigt, dank der Zuverlässigkeit des modernen elektrischen Kumpans.

Der allerdings ist vor die Haustür in den Patio verbannt – man weiß ja nie…

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors Think-Again. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.




Woher kommt der Strom? 19. Analysewoche 2023 – Stromimporte fast ohne Unterbrechung

19. Analysewoche 2023 – von Rüdiger Stobbe

Das hat es so noch nicht in Deutschland gegeben. Zogen die Stromimporte ab Mai bereits in den vergangenen Jahren aus CO2-Ersparnis und ökonomischen Gründen regelmäßig an, so waren sie doch moderat. Die 19. Kalenderwoche 2023 stellt einen neuen Rekord dar. Praktisch wird die komplette Kalenderwoche fast ohne Unterbrechung Strom aus dem benachbarten Ausland importiert. Wobei es nicht weiter verwundert, dass die Strompreise in den wenigen Stunden, in denen Deutschland Strom exportiert, die geringsten sind, zweimal sogar fast die Null-Linie erreichen. Den deutschen Normalbürgern wird damit ein CO2-Ausstoß vorgegaukelt, der faktisch nicht korrekt ist. Das CO2 des importierten Stroms wird zwar nicht auf den deutschen CO2-Ausstoß angerechnet. Es ist dennoch vorhanden. Genauso wie Strom aus Kernkraft gleichwohl mit fast Null CO2-Ausstoß importiert wird. Hier die Werte für die 19. Analysewoche 2023.

Bemerkenswert und einer tiefergehenden Analyse würdig (wird folgen) ist der FAZplus – Artikel von Joachim Müller-Jung am 17.5 2023 erschienen ist.

„Es ist Monat eins nach dem deutschen Atomkraft-Aus. Vom Kernkraft-Kater keine Spur mehr, von Blackout-Spekulationen sowieso nicht. Stattdessen: fallende Strompreise und nicht etwa steigende Kohlendioxidemissionen aus der Kohleverstromung, die als Atomstromersatz vorgesehen war, sondern sinkende Emissionen – sogar dort, wo das leistungsfähigste der letzten drei Atomkraftwerke, Isar 2 bei Landshut, vom Netz ging.

Was ist da passiert? Die Antwort findet sich in den Datenströmen der Energie-Institute: Sonne und Wind legten zu. Der Anteil der regenerativen Energiequellen am deutschen Strommarkt hat sich noch einmal erhöht, im ersten Quartal laut Agora auf 48 Prozent. Kohle und Kernkraft liegen zusammen bei 32 Prozent. Der Wettlauf ist entschieden: 50 Prozent mehr Strom wurden im Vorjahr aus erneuerbaren Quellen in die Netze gespeist als mit der Kernkraft in nuklearen Spitzenzeiten um das Jahr 2001. Die Schweiz, deren Ökostromanteil vor acht Jahren noch doppelt so hoch lag wie in Deutschland, ist 2022 erstmals überflügelt worden. […] Quelle

Ich werde den Eindruck nicht los, Herr Müller-Jung will damit vermitteln, dass der Anstieg der regenerativen Stromerzeugung ab dem 16.4.2023 sachlich etwas mit dem endgültigen Ausstieg Deutschlands aus der Stromerzeugung per Kernenergie zu tun hat. Das ist in etwa so, als hielte man sich die Augen zu, um nicht gesehen zu werden. Gut, das Beispiel hinkt. Es gibt aber einen schönen Einblick in die mentale Verfaßtheit des FAZ-Journalisten. Um unseren Lesern echte Fakten zu liefern, hier ein korrekt-relevanter Vergleich: 31 Tage vor und 31 Tage nach dem Ausstieg aus der Kernenergie.

Genauere Analysen demnächst. Jetzt nur so viel. Der exorbitante Stromimport (2,72 TWh netto) in den ersten 31 Tagen nach Deutschlands Ausstieg aus der Kernkraft, Stromimport, der nicht auf Deutschlands CO2-Ausstoß angerechnet wird, wurde von Herrn Müller-Jung wahrscheinlich nicht gesehen. Wäre der importierte Strom – man hätte es gekonnt, es war nicht gewünscht – in Deutschland erzeugt worden, hätte dies rein fossil per Kohle und Gas erfolgen müssen. Mit entsprechend prozentualer Senkung des Anteils der „Erneuerbaren“ plus CO2-Anstieg. Mit sehr wahrscheinlichem Anstieg des Strompreises. Dass der Stromimport ausschließlich politischen und ökonomischen Interessen geschuldet ist, darauf kann ein FAZ-Journalist kaum kommen. Er bemerkt den Import erst gar nicht.

Wochenanalyse KW 19/2023

Montag, 8. Mai 2023 bis Sonntag, 14. Mai 2023Anteil Wind- und PV-Strom 38,0 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,5 Prozent, davon Windstrom 19,8 Prozent, PV-Strom 18,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,5 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 19. Analysewoche ab 2016

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 19. KW 2023: Factsheet KW 19/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

  • Der Heizungstipp: Gas-, Ölheizung oder Wärmepumpe? Heinz Fischer, Heizungsinstallateur aus Österreich hier bei Kontrafunk vom 12.5.2023
  • Weitere Informationen zur Wärmepumpe im Artikel 9. Analysewoche.
  • Prof. Ganteförs überraschende Ergebnisse zu Wärmepumpe/Gasheizung (Quelle des Ausschnitts)
  • Neu: Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen
  • Viele weitere Zusatzinformationen
  • Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom. Ebenso gibt es praktisch keinen überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023. Überschüsse werden bis auf sehr wenige Stunden im Jahr immer konventionell erzeugt!

Jahresüberblick 2023 bis zum 14.5.2023

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2Agora 2030Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Montag, 8. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 42,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 56,9 Prozent, davon Windstrom 24,3 Prozent, PV-Strom 18,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,3 Prozent.

Wind- und PV-Stromerzeugung sind zufriedenstellend. Dennoch muss fast den ganzen Tag Strom importiert werden. Der Strompreis ist deshalb in der Tendenz vom Preisniveau her gesehen höher. Er schwankt,  gleichwohl auf höherem Niveau,  gemäß Angebot und Nachfrage.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 8. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 8.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Dienstag, 9. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 46,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 60,0 Prozent, davon Windstrom 27,2 Prozent, PV-Strom 19,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,1 Prozent.

Heute, über die Mittagsspitze kein Stromimport. Der Preis fällt auf den drittniedrigsten Stand der Woche. Deutschland exportiert Strom netto. Für 6 Stunden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 9. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 9.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Mittwoch, 10. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 33,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 48,6 Prozent, davon Windstrom 19,4 Prozent, PV-Strom 14,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,2 Prozent.

Die PV-Stromerzeugung schwächelt, die Windstromerzeugung lässt heute über Tag erheblich nach. Der Strompreis & der ganztägige Stromimport.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 10. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 10.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Donnerstag, 11. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 22,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 38,7 Prozent, davon Windstrom 10,1 Prozent, PV-Strom 12,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,9 Prozent.

Noch weniger PV-Strom. Die Windstromerzeugung ist heute wieder schwach, zieht zur Nacht aber etwas an. Der Strompreis & der ganztägige Stromimport.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 11. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 11.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Freitag, 12. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 38,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,7 Prozent, davon Windstrom 22,0 Prozent, PV-Strom 16,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,8 Prozent.

Zwischen 8:00 und 9:00 Uhr gibt es eine Kurz-Windstromsenke. Danach zieht die Windstromerzeugung kontinuierlich an. Der Strompreis & der ganztägige Stromimport. Die Windstromsenke läßt sofort den Preis ansteigen!

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 12. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 12.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Samstag, 13. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 43,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 61,0 Prozent, davon Windstrom 21,2 Prozent, PV-Strom 22,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 17,5 Prozent.

Wochenende. Niedriger Bedarf. Deutschland exportiert heute wieder etwas Strom. Selbstverständlich fällt der Preis. Fast in´ s Bodenlose.  Aber eben nur fast. Zweitniedrigster Preis der Woche.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 13. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 13.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Sonntag, 14.2023: Anteil Wind- und PV-Strom 34,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 54,8 Prozent, davon Windstrom 10,1 Prozent, PV-Strom 24,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 19,9 Prozent.

Noch weniger Bedarf. Heute vermeidet Deutschland den Stromexport zum Nulltarif. Der niedrigste Preis der Woche bringt aber für einige Stunden sehr günstigen Importstrom.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 14. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 14.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

In eigener Sache

Leser D. Schmidt schrieb am 16.05.2023 diesen Kommentar:

Ich sehe gerade, daß die Leser hier keine Lust mehr haben ihre Beiträge zu kommentieren. Das liegt aber nicht an den Mühen, die sie sich machen, sondern einfach an der schlichten Erkenntnis, dass eh jeder weiß, woher der Strom gerade kommt, und was dieser kostet. Es macht sich Resignation breit bei unseren Mitbürgern und Lesern hier. Denn Sie wissen, sie können hier eh nichts mehr dagegen unternehmen. Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Selbst die noch so akkuratesten Daten helfen auch nicht mehr aus diesem Dilemma. Für Deutschland ist der Zug mal wieder abgefahren. Nicht nur beim Thema Strom. Trotzdem 1000-facher Dank für ihre Mühen, um uns das Drama in Zahlen darzustellen.

Ich freue mich über die Anerkennung – auch früher durch andere Leser – der in der Tat aufwendigen Analysen. Von Beginn an werden die Analyse-Artikel nicht in dem Umfang kommentiert wie zum Beispiel Meinungsartikel. Was soll man auch schon zu Inhalten schreiben, die nichts anders besagen, dass 1 + 1 = 2 und eben nicht 11 ist. Analysen, nachhaltige und dauerhafte Analysen wie diese Kolumne seit Januar 2019 sind allerdings genauso wichtig wie eine Meinungsvielfalt, die sich aus einem demokratischen Pluralismus ergeben sollte. Aus Grundlagen, welche mittels Analysen und anderer Forschung geschaffen werden, entstehen weiter reichende Erkenntnis und Meinungen.  Wobei bemerkenswert ist, dass eine Institution, eine NGO wie Agora-Energiewende die Werte zur Stromerzeugung in Deutschland sachgerecht aufarbeitet und zur allgemeinen Verwendung (In dieser Kolumne und bei www.stromdaten.info werden die Daten genutzt. Neben denen der Bundesnetzagentur) veröffentlicht, dass die Mitarbeiter bei Agora selbst nicht merken, dass der ´Energiewendeaufwand` in keinem gesunden Verhältnis zum Ergebnis (Dekarbonisierung) steht. ´Energiewendeaufwand` meint nicht nur die direkten Kosten, sondern auch die vielfältigen, die diversen Schäden, die Natur, Umwelt und Menschen hinnehmen oder erleiden müssen.

Bemerkenswert ist ebenfalls, dass erst Robert Habecks „Heiz-Hammer“ (BILD) zu einem Nachdenken in Medien (weniger) und Bevölkerung (mehr) führt, welche den Energiewendeunfug in Frage stellt. Man könnte es aus den Analysen dieser Kolumne schließen. Doch erst der unverschämte Zu- und Angriff auf das Wohn-Eigentum vieler Bürger und damit auch von vielen wohlhabenden Journalisten, lässt das Fass überlaufen. Das Nachdenken entwickelt sich zu einer Art „Bürgerwut“, die das geplante Gebäudeenergiegesetz und später womöglich auch die Ampel in der Versenkung verschwinden lassen wird. Am Ende wird die ´Energiewende` gestoppt werden. Immer mehr Bürger merken, man erfährt und man weiß allmählich, dass ein Spurengas mit einem Anteil von 0,04 Prozent in der Luft plus Zuwachs 0,0X Prozent kaum Temperatursteigerungen von zwei, drei oder mehr Grad C oder gar die Weltenverbrennung verursachen wird. So etwas glauben nur Kinder und solche, die es geblieben sind, sowie Leute, die zu viel vom Klebstoff eingeatmet haben, mit dem sie sich auf der Straße oder sonst wo festkleben.

Der explosivartige Methangasausbruch (25 x „klimaschädlicher“ als CO2) nach den Pipelinesprengungen in der Ostsee jedenfalls hatte keinen meßbaren Temperaturanstieg zur Folge. Wenn dem so gewesen wäre, würde noch heute davon berichtet. Auch eine aktuelle Google-Recherche ergab keinen Treffer. Das aber  von einschlägigen Stellen gewarnt wird, ist selbstverständlich. Das Angst-Level der Menschen braucht schließlich regelmäßig „Futter“.

Doch auch wenn CO2 die Erd-Temperatur nachhaltig steigen lassen würde:

Die Welt wird nicht verbrennen – Die Lösung ist in Sicht …

Dr. habil. Denglers wissenschaftliche Analyse zur CO2-Begrenzung in der Atmosphäre

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.




Wie toll sind Wärmepumpen? Physikprofessor Harald Lesch klärt auf

Nachdem Physikprofessor Stefan Rahmstorf vom Potsdam Institut für Klimaforschungsfolgen bereits darüber aufklärte, wie empfehlenswert die durch die Politik Habecks geförderte Wärmepumpe ist, legt nun Kollege Harald Lesch vom ZDF nach und führt noch genauer aus, wie toll Wärmepumpen sind!

Nach dem Video werden Sie sich sofort eine kaufen – garantiert!

Kapitel:
0:00 Intro 0:30 Worum geht’s? 2:30 Alternative Holzheizung? 5:30 Alternative Biogas? 7:47 Alternative Wasserstoff? 10:50 Alternative Wärmenetze 13:27 Wärmepumpe: der Faktencheck 17:04 Woran hakt es? 21:06 Ein Ausblick