Anja Reschkes Kampf ums Klima

Kollege FMD analysiert Anje Reschkes neue Sendung ReschkeFernsehen, in der die Narrative der Mächtigen unterhaltsam dargeboten werden…..




Woher kommt der Strom? 130€/MWh Bonus

21. Analysewoche

von Rüdiger Stobbe

Das lange Pfingstwochenende brachte am Sonntag (und Montag/Analyse nächste Woche) wieder einen knackigen Negativ-Strompreis mit sich. 129,90/130,00€/MWh musste den Abnehmern des überschüssigen deutschen Stroms um 13:00 und 14:00 Uhr mitgegeben werden. Denn selbstverständlich war am Pfingstsonntag der Bedarf niedrig. Zum Entsetzen der PV-Stromerzeuger war es auch noch ein Bilderbuchtag mit ganz viel Sonne. Und weil die konventionellen Stromerzeuger die Systemdienstleitung „Netzstabilität“ erbringen mussten, kam es zu einer Überproduktion, die den Strompreis in den Keller drückte. So haben sich das unsere Freunde der Energiewende bestimmt nicht vorgestellt. Sie sagen zwar, dass der Strompreis umso mehr sinkt, desto mehr regenerativer Strom erzeugt wird. Aber draufzahlen, das wollen sie bestimmt nicht. Brauchen sie auch nicht. Sie bekommen den per EEG vereinbarten Strompreis vergütet. Wenn nicht die 4-Stundenregel greift. Nur der Stromkunde, dem nutzt das alles nicht viel. Er bezahlt die Gesamtrechnung.

Wen es interessiert, weshalb die großen Generatoren der fossilen Gas- und Kohlekraftwerke zur Netzfrequenzstabilisierung, und damit zur Strom-Versorgungssicherheit Deutschlands notwendig sind, der höre sich das Feature „Strom“ von Holger Douglas an. Sie finden es hier als zweiten Punkt unter der Überschrift „Meilenstein“.

Daß Deutschland Strom aus dem benachbarten Ausland in erheblichen Mengen importiert, hat Methode. Unsere Nachbarn wissen das und stellen genügend Strom zum richtigen Zeitpunkt her. Sie wissen, daß Deutschland den Strom abnehmen wird. Das Preisniveau wird dadurch angehoben und alle sind zufrieden. Denn selbstverständlich erhalten die deutschen Stromerzeuger den gleichen Preis, der unseren Nachbarn vergütet wird. Die schauen selbstverständlich auch den Wetterbericht. Sie wussten, dass beispielsweise der Sonntag ein sehr sonnenreicher Tag werden wird. Über die Mittagsspitze nehmen sie den geschenkten Strom – teilweise zuzüglich Bonus bis zu 130 €/MWh – mit. Wenn Deutschland nach Sonnenuntergang wieder Strom benötigt, wird Strom nach Deutschland exportiert. Zu entsprechenden Preisen. Dieses Geschäftsmodell funktioniert allerdings nur, wenn unsere Nachbarn ihre eigene Stromerzeugung nicht komplett selbst benötigen. Das ist im Sommer der Fall.

Im Winter, wenn es kalt und lange dunkel ist, benötigen auch unsere Nachbarn ihren Strom. Dann können sie nicht – wie aktuell – das immerhin noch größte Industrieland Europas mitversorgen. Zwar bekommen wir, die Bürger, immer wieder mit blumigen Worten erzählt, dass die Energieversorgung gesichert und „alles durchgerechnet“ sei. Wenn es aber tatsächlich mal knapp wird, wenn es zu – im besten Fall – gewollten Stromabschaltungen kommt, dann wird die Überraschung groß sein, dass der Strom rationiert wird. Was ohnehin der grüne Plan seit geraumer Zeit ist: Weg von der nachfrageorientierten hin zur angebotsorientierten Stromversorgung. Was besonders dann zum Bumerang wird, wenn die strombetriebene Wärmepumpe im kalten Winter an langen dunklen Tagen nicht heizen kann, weil einfach nicht genügend Strom da ist. Da lobe ich mir die Norweger, die neben der Wärmepumpe immer noch einen Kamin oder Holzofen in petto haben, der an richtig kalten Tagen die zu schwache Leistung der Wärmepumpe (Wo keine Wärme, gibt es nichts zu pumpen!) aufpeppt, so daß es gemütlich wird.  Glücklich die Menschen in Deutschland, die ähnliches besitzen.

Wochenanalyse KW 21/2023

Montag, 22. Mai 2023 bis Sonntag, 28. Mai 2023Anteil Wind- und PV-Strom 46,0 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 61,6 Prozent, davon Windstrom 20,9 Prozent, PV-Strom 25,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,6 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 21. Analysewoche ab 2016

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 21. KW 2023: Factsheet KW 21/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

  • Der Heizungstipp: Gas-, Ölheizung oder Wärmepumpe? Heinz Fischer, Heizungsinstallateur aus Österreich hier bei Kontrafunk vom 12.5.2023
  • Weitere Informationen zur Wärmepumpe im Artikel 9. Analysewoche.
  • Prof. Ganteförs überraschende Ergebnisse zu Wärmepumpe/Gasheizung (Quelle des Ausschnitts)
  • Neu: Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen
  • Viele weitere Zusatzinformationen
  • Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso gibt es praktisch keinen überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023. Überschüsse werden bis auf sehr wenige Stunden im Jahr immer konventionell erzeugt!

Jahresüberblick 2023 bis zum 28.5.2023

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2, Agora 2030Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Montag, 22. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 45,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 59,8 Prozent, davon Windstrom 21,0 Prozent, PV-Strom 24,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,8 Prozent.

Die regenerative Stromerzeugung liegt gesamt über dem Durchschnitt. Wobei PV fast ein Viertel zusteuert. Allerdings nicht verteilt, sondern eben nur bei Sonnenschein und da auch noch mal mit Schwerpunkt Mittagsspitze. Was bei weiterem Ausbau der PV-Anlagen zu erheblicher Stromübererzeugung plus Preisverfall für einen kurzen Zeitraum des Tages führen wird, wie dieses Chart belegt. Da lohnt es nicht, einen Elektrolyseur anzuwerfen. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 22. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 22.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Dienstag, 23. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 50,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 64,1 Prozent, davon Windstrom 37,8 Prozent, PV-Strom 12,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,6 Prozent.

Insgesamt wieder überdurchschnittliche Regenerativ-Stromerzeugung mit Schwerpunkt über Tag. Die Strompreisbildung. Über Mittag werden die 0€/MWh fast gekratzt.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 23. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 23.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Mittwoch, 24. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 36,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 51,8 Prozent, davon Windstrom 17,6 Prozent, PV-Strom 18,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,8 Prozent.

Die Windstromerzeugung lässt erheblich nach. Den ganzen Tag wird Strom importiert. Die Strompreisbildung. Der Stromimport hält das Preisniveau hoch.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 24. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 24.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Donnerstag, 25. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 45,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 60,4 Prozent, davon Windstrom 19,7 Prozent, PV-Strom 25,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,9 Prozent.

Die Windstromerzeugung ist weiter gering. Dafür wird wieder kräftig PV-Strom erzeugt. Deshalb ist über die Mittagsspitze kein Stromimport notwendig und die Preise purzeln Richtung 0€/MWh.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 25. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 25.5.2023: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Freitag, 26. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 50,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 65,4 Prozent, davon Windstrom 21,9 Prozent, PV-Strom 28,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,1 Prozent.

Fast gleiche Bild wie am Donnerstag. Nur ist die Windstrom- und die PV-Stromerzeugung etwas stärker. Deshalb werden die 0€/MWh über Mittag erreicht.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 26. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 26.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Samstag, 27. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 45,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 63,6 Prozent, davon Windstrom 10,8 Prozent, PV-Strom 34,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 17,9 Prozent.

Die fossilen Kraftwerke erzeugen nur das Notwendigste, um die Stromversorgung aufrecht zu erhalten. Der Preis liegt fast sechs Stunden um die 0€/MWh.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 27. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 27.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Sonntag, 28.2023: Anteil Wind- und PV-Strom 48,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 66,3 Prozent, davon Windstrom 13,5 Prozent, PV-Strom 34,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 18,1 Prozent.

Der Strom-Bedarf ist sehr gering. Windstromerzeugung findet von 8:00 bis 14:00 Uhr praktisch nicht statt. Aber die Sonne knallt vom Himmel. Fast 35% der Gesamtstromerzeugung wird mittels PV-Anlagen erzeugt. Der Preis fällt von 10:00 bis 17:00 Uhr in den negativen Bereich. Es findet keine Vergütung mehr an. Allerdings müssen die Wind- und Solarmüller keine negativen Preise bezahlen. Sie bekommen nur nicht die Marktprämie.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 28. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 28.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.




CLINTEL-Analyse des 6. Sachstandsbericht (AR6, IPCC) jetzt auch als E-Book und Taschenbuch

von Marcel Crok et alii, CLINTEL, Niederlande

CLINTEL , Die Climate Intelligence Foundation, ist eine niederländische Stiftung, die den menschengemachten Klimawandel bezweifelt und die Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC auf Manipulationen untersucht – mit Erfolg.

Der CLINTEL-Bericht The Frozen Climate Views of the IPCC ist nun seit fast einem Monat erhältlich. Die Aufmerksamkeit der Mainstream-Medien war „netto null“.

Wo sind die guten alten Zeiten von Himalayagate geblieben, als selbst eher exotische Fehler im IPCC-Bericht weltweit für Schlagzeilen sorgten, die dann zur Überprüfung durch den InterAcademy Council führten. All das behandeln wir in unserem Bericht.

Die Berichterstattung über unseren Bericht in der Blogosphäre und den alternativen Medien war gut. WUWT, Judith Curry und Roger Pielke Jr. haben sich mit dem Bericht befaßt, und Scott Morrison hat mehrere Artikel im Daily Sceptic darüber geschrieben.

Andy May (Mitherausgeber des Berichts) gab ein Gespräch/Interview über den Bericht in der ausgezeichneten Tom Nelson Podcast Show. Die schriftliche Version des Vortrags finden Sie hier und das vollständige Interview hier.
Marcel Crok (Mitherausgeber des Berichts) hielt einen Vortrag im Rahmen der wirklich interessanten Vortragsreihe des Irish Climate Science Forum (geleitet von Jim O’Brien). In seinem Vortrag gab Marcel einen Überblick über den Clintel-Bericht.

In der Zwischenzeit haben Marcel und Andy hart daran gearbeitet, den Bericht auch als E-Book und Taschenbuch zu veröffentlichen. Gehen Sie zu Ihrer Lieblingsbuchhandlung (z. B. Amazon), um das Buch zu bestellen.

Es gibt inzwischen mehrere Pläne für Übersetzungen des Buches. Wenn Sie ebenfalls eine Übersetzung veröffentlichen möchten, kontaktieren Sie uns bitte unter office@clintel.org.

———————-

Hinweis: Eine ausführliche Übersetzung des Inhaltes dieses Buches ist bereits am 12. Mai gepostet worden.

 




Vom illegalen und legalen Töten von Greifvögeln

zuerst veröffentlicht bei Wattenrat Ostfriesland

Das Ausmaß illegaler Greifvogelverfolgung in Deutschland ist dramatisch groß. Der 41 Seiten starken Broschüre „Illegale Greifvogelverfolgung – erkennen, verfolgen, verhindern“ ist schon deshalb eine weite Verbreitung zu wünschen. Für den „Leitfaden für Zeugen, Naturfreunde und Strafverfolgungsbehörden“ zeichnen das renommierte Komitee gegen den Vogelmord e. V. als Herausgeber und profilierte Fachleute als Verfasser verantwortlich.

Die Broschüre konfrontiert den Leser mit kriminellen Machenschaften, den ihnen zugrundeliegenden Motiven, einem großen Dunkelfeld und erschreckend geringen Aufklärungsraten; sie liefert umfassende Informationen für die Aufklärung und Verfolgung der Straftaten. Den Verfassern ist es gelungen, darin auch einen Hinweis auf „vermehrt beobachtete Verfolgungsaktionen im Bereich von geplanten Windenergieanlagen“ zu plazieren. In der Regel handele es sich dabei um gezielte Störungen brütender Vögel oder das Fällen der Nistbäume. Durch den Ausbau der Windenergie komme es nämlich immer wieder zu Konflikten mit „windkraftsensiblen“ Vogelarten, zu deren Nestern ein gesetzlicher Mindestabstand vorgesehen sei und in der Folge Vorkommen bestimmter Greifvogelarten ein Ausschlußkriterium für Windenergieanlagen darstellten.

Bemerkenswert ist die Broschüre noch aus einem anderen Grund – nämlich wegen des Vorwortes der Bundesumweltministerin Steffi Lemke: Die Klimakrise sei in Form von Hitze, Dürre, Überschwemmungen und Waldbränden unübersehbar. Genauso dringlich wie die Klimakrise bekämpfe die neue Bundesregierung die Krise des Artenaussterbens. Viele Greifvogel- und Eulenarten könnten zwar vom Ausbau der Windkraft betroffen sein. Die Hauptursachen für den Rückgang dieser Arten seien aber ganz andere. So beklagt die Bündnisgrüne wortreich den Tod von Tausenden auf den Zugrouten illegal getöteter Greifvögel, weshalb sich Deutschland dafür einsetze, die Zugwege dieser Arten mit Aufklärung der Bevölkerung und Bekämpfung der Wilderei wieder sicher zu machen.

Der Leser mag daraus schließen, dass Deutschland die Artenvielfalt nun wie zuvor die Demokratie auch am Hindukusch verteidigt. Über die mehr als 8.500 Mäusebussarde, die von den Windenergieanlagen allein in den vier norddeutschen Bundesländern in einem jeden Jahr erschlagen werden (Stand 2016), verliert die Ministerin kein Wort. Und schon gar nicht über die Folgen der von der neuen Bundesregierung herbeigeführten Änderung des Artenschutzrechts zugunsten des Windenergieausbaus. Deswegen – und in diesem Punkt bedarf die druckfrische Broschüre der Korrektur – sind die in ihr noch genannten „gesetzlichen Mindestabstände“ und „Ausschlußkriterien“ zugunsten des Vogelschutzes faktisch bedeutungslos, weshalb in projektierten Windenergiegebieten das Motiv für das Verfolgen von Greifvögeln schlicht entfällt – das Tötungsrisiko am Rotor indessen nicht! Einer Aussage der Ministerin wird man indessen zustimmen können:

„Die bedrohte Artenvielfalt in Deutschland kann wirklich jede Hilfe gebrauchen.“

Vor allem seit Antritt der Ampelkoalition.

—-

Ergänzung:

Anmerkung Wattenrat zur Hochrechnung der Mäusebussard-Schlagopferzahlen:
Quelle: „Ermittlung der Kollisionsraten von (Greif-)Vögeln und Schaffung
planungsbezogener Grundlagen für die Prognose und Bewertung des
Kollisionsrisikos durch Windenergieanlagen, (PROGRESS), F&E-Vorhaben
Windenergie, Abschlussbericht 2016“

Eine spätere Hochrechnung korrigiert die darin zunächst genannte
Mäusebussard-Schlagopferzahl von 7.600 nach oben: „Hoher Aufwand, vage
Resultate- Windenergie und Vogelschutz – Anmerkungen zur
Progress-Studie, von Matthias Schreiber, Torsten Langgemach und Tobias
Dürr, Naturschutz und Landschaftsplanung 48 (10), 2016, 328-332“

Diese Korrektur haben die Autoren der PROGRESS-Studie bei einer späteren
Fachtagung mittlerweile selbst nach der o.a. Veröffentlichung von
Schreiber, Langgemach und Dürr vorgenommen.




Energiewende wirkt: Deutschland importiert immer mehr Kohle aus Kolumbien

von AR Göhring

Nach Abschaltung der eigenen Kernkraftwerke importiert das Land der Ampel-Regierung, Deutschland, immer mehr Kernkraftstrom aus Frankreich. Und jetzt auch noch Kohle aus Kolumbien – und schadet dort der Umwelt .

Nichts Neues unter der Sonne – grüne Politik folgt schon lange dem Prinzip „Deutschland sauber halten – dafür noch mehr Schmutz woanders“. Einschränkung: Industrieanlagen in deutschen Wäldern (Windparks). Und: „dabei kräftig Geld verdienen“.

Der Steinkohleimport aus Südamerika hat sich gergenüber 2022 verdoppelt. Das meiste kommt aus der berüchtigen Riesenmine El Cerrejón – bei Anwohnern „Monster“ genannt. Die Mine gehört dem Schweizer Konzern Glencore, der gerade prächtige Geschäfte macht. El Cerrejón ist eine echte Umweltschweinerei – die Deutsche Welle dazu:

„Dafür verantwortlich ist der Wassermangel, weil Flüsse und Bäche kontaminiert oder ausgetrocknet sind. Und der Mangel an Lebensmitteln, weil dort, wo die indigenen Gemeinden ihr Gemüse angebaut haben, jetzt Kohle gefördert wird. Die Kinder, die überleben, haben Hautausschlag und Atemwegserkrankungen wegen der Feinstaubbelastung, all das haben wird auch vor Gericht nachgewiesen“

Egal, geht halt nicht anders, würden Habeck oder Graichen sagen. Man kann davon ausgehen, daß grüne Politiker nicht unbedingt die Naturzerstörung andernorts fördern wollen. Aber sie sind derart inkompetent und realitätsfern, daß es stets passiert, wen sie hierzulande ahnungslos weitreichende Entscheidungen treffen. Dabei haben gerade grüne Politiker – fast von Anfang an – entweder ganz offiziell keimne Ausbildung, oder nur eine formale, die in der Wirklichkeit wenig bis keinen Nutzen besitzt. Die bekanntesten Beispiele:

  • Robert Habeck: Philosoph, Dissertation in Literaturästhetik
  • Annalena Baerbock: Master in Völkerrecht, umstritten, Vorwurf des käuflichen Erwerbs
  • Cem Özdemir: Diplom-Sozialpädagoge
  • Claudia Roth: Dramaturgie-Studium ohne Abschluß
  • Katrin Göring-Eckardt: Theologie-Studium ohne Abschluß
  • Ricarda Lang: Jura-Studium ohne Abschluß
  • Omid Nouripour: Studium der Germanistik, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Soziologie, Philosophie, Volkswirtschaftslehre, keinerlei Abschluß