Woher kommt der Strom? PV-Stromerzeugung stark

von Rüdi Stobbe, 25. Analysewoche 2023

Zum Wochenende der 25. Analysewoche war der Strombedarf gering und die PV-Stromerzeugung stark. Zusammen mit der aus Gründen der Netzstabilisierung konventionellen Stromerzeugung mittels großer Generatoren wurde ein Strom-Überangebot erzeugt, welches die Strompreise für einige Stunden über die Mittagszeit auf 0€/MWh absenkte.  Am Donnerstag und Freitag kam es zu einem Windbuckel. Naturgemäß mit weniger PV-Stromerzeugung. Deutschland importierte wieder eine erhebliche Menge Strom aus dem benachbarten Ausland. Mit gut 114€/MWh lag der mittlere Importstrompreis 7 € über dem mittleren Strompreis der Stromerzeugung gesamt.

In der 25. KW 2023 wurde Strom für knapp 115 Mio. € netto importiert. Die Strom-Importkosten seit dem 16.4.2023 belaufen sich auf 852 Mio. netto. Das ist eine Menge Geld, die unter dem Strich der deutsche Stromkunde ins benachbarte Ausland zahlt. Würde – und das könnte sie – die deutsche Stromwirtschaft den Strom selbst erzeugen, würde der Strom zum einen sehr wahrscheinlich erheblich günstiger, zum anderen bliebe das Geld in Deutschland. Allerdings würde erheblich mehr CO2 auf das CO2-Ausstoß-Konto Deutschlands angerechnet. Der CO2-Ausstoß des importierten Stroms bleibt im jeweiligen Erzeugerland. Vor allem aber wäre es ein schlechtes Geschäft für die einheimischen Stromerzeuger. Sie würden bei höherem Ressourcenbedarf erheblich weniger Geld verdienen. So freuen sich alle über den hohen Stromimport. Nur der deutsche Stromkunde hat nichts zu lachen. Der bezahlt nur: Die höchsten Strompreise der Welt.

Wochenanalyse KW 25/2023

Montag, 19.6.2023 bis Sonntag, 25.6.2023Anteil Wind- und PV-Strom 37,3 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 51,9 Prozent, davon Windstrom 14,4 Prozent, PV-Strom 22,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,5 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 25. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 25. KW 2023: Factsheet KW 25/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Jahresüberblick 2023 bis zum 25. Juni 2023

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2Agora 2030Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Montag, 19. Juni 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 39,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 52,4 Prozent, davon Windstrom 19,0 Prozent, PV-Strom 20,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,4 Prozent.

Den ganzen Tag wird Strom importiert. Unsere Nachbarn stellen sich darauf ein und liefern gerne. Leichter kann man kein Geld verdienen. Im Herbst/Winter wird sich das Blatt wenden. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 19. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 19.6.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Dienstag, 20. Juni 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 32,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 46,2 Prozent, davon Windstrom 11,2 Prozent, PV-Strom 21,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,3 Prozent.

Auch am heutigen Dienstag fast den ganzen Tag Stromimporte. Die Preisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 20. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 20.6.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Mittwoch, 21. Juni 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 35,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 48,4 Prozent, davon Windstrom 14,2 Prozent, PV-Strom 20,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,3 Prozent.

Die Windstromerzeugung ist schwach, während – typisch für den Sommer – die PV-Stromerzeugung stark ist. Deshalb ist die Betrachtung des Durchschnittswertes der regenerativen Stromerzeugung trügerisch. Immer wenn die Sonne nicht auf die Solarpaneelen scheint, ist die regenerative Stromerzeugung völlig unzureichend.  Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 21. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 21.6 2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Donnerstag, 22. Juni 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 34,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 47,7 Prozent, davon Windstrom 14,3 Prozent, PV-Strom 20,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,2 Prozent.

Heute der Beginn des Aufbaus eines ordentlichen Windbuckels. Daher am Vorabend kaum noch Stromimport. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 22. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 22.6.2023: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Freitag, 23. Juni 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 40,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 54,9 Prozent, davon Windstrom 27,0 Prozent, PV-Strom 13,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,2 Prozent.

Der Windbuckel, der in der Nacht seinen Peak hatte, baut sich über Tag wieder ab. Die Preisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 23. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 23.6.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Samstag, 24. Juni 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 40,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 58,3 Prozent, davon Windstrom 7,0 Prozent, PV-Strom 33,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 17,7 Prozent.

Die Windstromerzeugung geht Richtung Null. Der Bedarf ist wochenendmäßig gering. Aber die Sonne knallt. Über die Mittagsspitze wird der Bedarf fast regenerativ erreicht. Der dennoch notwendige konventionelle Strom bewirkt eine Strom-Übererzeugung, die den Preis zeitweise auf 0€/MWh drückt.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 24. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 24.6.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Sonntag, 25. Juni 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 40,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 59,0 Prozent, davon Windstrom 4,8 Prozent, PV-Strom 36,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 18,2 Prozent.

Über die Mittagsspitze ist die Windstromerzeugung nahe Null. Dafür reicht die PV-Stromerzeugung an 40 GW heran. Um 13 Uhr Sommerzeit. Wieder wird der Bedarf fast erreicht. Doch die notwendige konventionelle Erzeugung macht den Traum der Energiewendefreunde zunichte. Sie sorgt dafür, dass der Strompreis für Stunden bei 0€/MWh liegt.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 25. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 25.6.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.




Verfassungsrichter stoppen Habecks Heizungsgesetz!

Am 5. Juli um 22Uhr hat das Verfassungsgericht in Karlsruhe das neue Heizungsgesetz von Robert Habeck gestoppt. Das ist ein Super-Gau für Robert Habeck und die Ampel!

Der kritische Kanal Vermietertagebuch von Alexander Raue thematisiert das Versagen der Regierung und ihres NGO-Umfeldes – und geht gerade durch die Decke!

Raue analysiert das erstaunliche Urteil des BVG zum schnell durchgepeitschten Heizungsgesetz Habecks.




Nach dem ZDF schießt sich nun auch der „Spiegel“ auf die FDP ein

von AR Göhring

Nach „Frontal“ und der „Anstalt“, in der FDP-Leute mit „Klimaleugnern“ wie Fred Singer oder EIKE in Verbindung gebracht wurden, setzt nun der Spiegel nach.

In seiner Kolumne spinnt der Hamburger Psychologe Christian Stöcker eine schöne Verschwörungstheorie um den US-Hypermilliardär Charles Koch, der „libertär“ sei (also Trump-artig) und den Geist in der FDP bestimme.

In USA: Charles Koch als Riesenspinne im Netz der Verschwörer

Wie macht er das? Dafür holt Stöcker weit aus: Koch sei ein Superkapitalist und gelehriger Schüler von Mises und von Hayek, der in den 60ern die rechtsliberale Denkfabrik Cato-Institut gründete. Mit dem versuche er, die Meinung in den USA zu beeinflussen und Richter und Politiker auf seine Seite zu ziehen. Nicht ungewöhnlich im Land der Denkfabriken und Lobbyvereine – aber das vergißt Stöcker zu erwähnen, nur das böse Koch-Cato-Institut arbeite so.

„Koch hat über die Jahre mindestens Hunderte Millionen Dollar in Desinformation und Lobbyismus gesteckt. »Die effektivste Quelle für Klimawandelleugnung war ein einzelner, entschlossener Libertärer, der glaubte, er schaffe eine bessere Welt«, schrieb »The Daily Beast « vergangenes Jahr über Koch.“

… so der Spiegel.

Wichtigste „Desinformation“ von Charles Koch: Der Klimawandel sei ein Hoax, ein Betrug. Wie Trump ergänzte:

„A hoax to make money.“

Küchen-Psychologie: Die anderen müssen verrückt sein.

Daß die Koch-Bediensteten, durchaus intelligente Leute, das nicht verstünden, läge an ihrer „kognitiven Dissonanz“, da sie sich selbst zum Glauben überredeten. Diese Lüge sei notwendig, um ihr „ideologisches System aufrecht zu erhalten“.

Seltsam, genau das könnten wir bei EIKE über die Kollegen vom PIK und vom Spiegel…denken. Doch man kann man das bei denen wohl eher Projektion nennen. Psychologen kennen und benennen dieses Verhalten bei denjenigen, die genau das tun, was sie anderen vorwerfen. Ein Blick in die tägliche Medienlandscchaft genügt um diese Diagnose zu 100 % zu betätigen.

In Berlin soll der FDP-Abgeordnete Frank Schäffler eine Art Gesandter von Charles Koch sein. Schäffler zeichne, so wird behauptet, hauptsächlich verantwortlich für die Torpedierung des wahnwitzigen Gebäudeenergiegesetz (GEG) der Ampel.

Und jetzt kommt der Schäffler-Stein ins Rollen: Wessen Agent könnte der widerspenstige FDPler sein? In wessen diabolischem Auftrag arbeitet er? Mit welchen rechten Organisationen kungelt er? Da wären zunächst das Mises-Institut und das Hayek-Institut. Dort treten zuweilen auch – Kontaktschuld! – Alice Weidel und der „Chef-Klimawandelleugner der AfD, Michael Limburg“ auf und halten verwerflich leugnerische Vorträge.

FDP-Institut von Industrie mit „Unsummen“ gefördert

Schäffler hat mittlerweile auch eine eigene Denkfabrik gegründet, das Prometheus-Institut, das zum Atlas-Netzwerk gehört. Das wird, oh Gott, nicht vom Steuerzahler, sondern von Exxon, Philipp Morris, und den Kochs finanziert. 2021 soll Atlas dürftige 18 Millionen Dollar bekommen haben – stimmte das, wäre es trotzdem ein Witz im Vergleich zu den rund 40 Millionen € für ein gewisses Einzelinstitut in Potsdam. Auch hier wieder, eine schönes Beispiel für Projektion.

Neben Schäffler ist auch ein gewisser Steffen Hentrich dran, der schon in der ZDF-Anstalt neben EIKE als dicke Spinne im Netz der Verschwörungs-Agenten dargestellt wurde.

„Steffen Hentrich vertritt bis heute öffentlich »Klimaskeptiker«-Positionen, trat bei der wiederum gemeinsam mit einem berüchtigten US-Klimawandelleugner bei der mit den Koch-Netzwerken verbandelten Klimawandelleugnerbude EIKE auf. Der hört heute sonst nur noch die AfD zu.“

Na sowas aber auch. Muss das nicht sofort verboten werden?

Und mit „berüchtigter US-Klimawandelleugner“ ist wohl Fred Singer gemeint, ein großartiger und dazu noch menschlich völlig integrer Naturwissenschaftler und Vater des US- Wettersatellitenprogammes, der leider vor 2 Jahren verstarb. Er hatte Eigenschaften und Fähigkeiten, von denen der Autor dieses Schmierartikels erstmal zeigen muss, ob er sie besitzt.

Und daß uns nur die AfD zuhört, ist ebenso frei erfunden, wie vieles andere in diesem Artikel. Denn es ist kein Geheimnis, dass die anderen politischen Meinungsbildner, aber insbesondere ihre „Kunden“,  bei uns mitlesen, uns zu Vorträgen einladen, oder eigene Veranstaltungen zu den von uns bearbeiteteten Themen organisieren. Nicht von ungefähr nennt uns eine spanische (hic!) Studie, mit EU-Knete gefördert, den bedeutendsten Klima Think Tank Deutschlands. Sie meinen dies zwar negativ, aber für uns ist das ein Ehrentitel den man sich erstmal verdienen muss.

 




Kochende Meere? Wie die Alarmisten hohe Meerestemperaturen konstruieren

von Michael Limburg, Klaus Puls und AR Göhring

„Die Nordsee hat Fieber“ titelte kürzlich die Bildzeitung.

Damit folgt sie dem gerade ausgerufenen Sommerloch-Narrativ. Passend dazu saß Panik-Profi Mojib Latif kürzlich (schon wieder) bei Markus Lanz und malte die apokalyptischen Folgen warmen Wassers aus.

Feinstaub weg – Meereshitze da

„Was ist eigentlich mit dem Feinstaub geworden, der bis vor kurzem noch durch die Nachrichten ging?“

fragte Wissenschaftskabarettist und Physiker Vince Ebert gerade auf seiner Facebook-Seite. Er ist vom kochenden Meer beseitigt worden, würden wir bei EIKE sagen. Wir wissen also, daß da mal wieder gepfuscht und/oder manipuliert wurde. Hinzu kommen Meldungen unserer Leser und Zuschauer, die in Marokko oder Ostasien, wo sie gerade urlauben, schön milde Temperaturen melden. Wie haben die Alarmisten also die „kochenden Meere“ konstruiert?

An Land ist es ja vglw. einfach: Seit 1990 wurden die landgestützten Meßstationen ordentlich ausgedünnt, und es blieben dann meist die aktiven Thermometer in Siedlungen übrig, wo es bekanntlich einen deutlichen Wärmeinseleffekt gibt. Hinzu kommen solche Klöpse wie die „Rekord“-Meßstation in Lingen an der Ems, die brachiale Hitze meldete, weil sie schlicht von Pflanzen zugewuchert war (Stauwärme).

Selektive Temperaturbestimmung im Meer

Im Wasser ist es aber auch nicht so leicht. Ganz im Gegenteil. Messtechnik-Ingenieur Michael Limburg erklärt es anhand des Diagramms, dass Herr Latif – wie durch Zauber – auf den Bildschirmen bei Lanz zeigen ließ. Sie sehen dort eine weitgespreizte y-Achse, sowie mehrere Kurven übereinander gelegt mit einem Sommerhoch.

Nun ist es mit den SST Messungen so eine Sache, denn je nach Tiefe ändern sie sich rasch (Siehe Grafik). Und da man während der Sendung nicht erfährt, wie sie gemessen wurde, ob per Schöpf-Eimer an der Oberfläche, oder per Maschineneinlauf (ERI Methode ca. 3 bis 20 m tiefer) oder per Satellit mit unbekannter Kalibrierung, ist die Absicht klar, Fehlerangaben interessieren nicht, denn sie soll gruseln. Gruseln, ausgelöst durch den Mittelwert eines Ozeans, dessen Temperaturen von + 30 ° am Äquator und bis 0 ° am Nordpol reichen, also eine Spreizung von über 30 K und dazu noch mit sehr großen Unterschieden, insbesondere natürlich von Süd nach Nord.(Siehe hier)

Quelle Siehe Grafik

Das alles wird aber nicht gezeigt, sondern eine vereinfachte „Mitteltemperatur“ und deren Jahresverlauf, wie sie manche Klimaforscher, ohne Ahnung von Physik und Messtechnik, eben lieben. Daraus nun eine Mitteltemperatur zu machen ist schon unphysikalisch und dazu noch ein paar Zehntel Grad zur Katastrophe auszurufen ist reine Angstpopaganda, wobei, wenn auch inzwischen unausgesprochen, immer als Fakt vorausgesetzt wird, der Mensch – also wir – seien daran schuld.

Hier die Grafik, die rein zufällig in der Redaktion vorhanden war, als Latif danach gefragt, und die – wie man sehen konnte – vom Berliner Tagesspiegel nach Daten der NOAA (Wetterdienst USA) gezeichnet wurde.

Standbild https://youtu.be/u98eZ2–ANI?t=3597

Der 95 % Vertrauensbereich liegt darin zwischen 21 ° und 22,25 °. Die Rekord-„Erwärmung“  liegt gerade mal + 0,55 °C darüber. Und das bei altlantischen Temperaturen von 30 °C  im Süden und 0 ° im hohen Norden.

Wieder mal eine typisch selektive Propaganda der Church of Global Warming. Die überwiegend(!) meisten Areale global sind +/- NULL! Und von den vielen(!) insbesondere küstennahen Gebieten mit Abkühlung wird auch nicht gesprochen.

Hier eine Vergleichsdatei von Ole Humlum:

http://www.climate4you.com/

(Ein Tipp von Klaus Puls dazu: http://www.climate4you.com/, d o r t  links oben „Oceans“ drücken, und dann ==> „sea surface temperatures“ ; auf dieser Webseite findest man auch sonst „alles“ zu den Meeres-Temperaturen und vieles andere  dazu !)

Hinzu kommt: Die Weltmeere als Objekt des Weltuntergangs zu nutzen, ist geschickt, da selbst ein Küstenbewohner nicht weiß, was weit draußen auf den Ozeanen los ist – der „Eisbär-Effekt“. Wer hat außer dem Berliner Eisbären Knut schon einmal einen Eisbären gesehen?

Wahrscheinlich wurden die kochenden Meere dieses Jahr als apokalyptisches Objekt auserkoren, da wegen üppiger Regenfälle die deutschen Talsperren voll sind und auch die eindrucksvolle Landschaftsdürre in Frankreich und Spanien im Hochsommer ausfallen wird. Merke: „Hast Du keine Dürren, kochst Du halt das Meer.“ Nächstes Jahr ist vielleicht wieder der sterbende Wald dran…..




Schmelzende Arktis und heiße Ozeane – das Gegenteil ist korrekt

von Klaus Puls und AR Göhring

„Nie dagewesenes Klima – Die Arktis könnte schon in zehn Jahren weggeschmolzen sein“ schreibt das Klima-Magazin Focus am 7. Juni 2023. Passend dazu die „Nordsee hat Fieber“-Meldungen von Bild & Co.

Pikant: Solche „Kippunkte“ oder Todesfristen sind in der Vergangenheit nicht selten, und werden von Journalisten und Lesern sofort wieder vergessen. Die Abschmelzmeldungen für die Arktis kommen schon mit einer Regelmäßigkeit, daß man fast die Uhr danach stellen könnte. DAZU Presse-Verlautbarungen von 2007 und aktuell von 2022.

2007 einigten sich einige Medien und NGOs auf eisfreie Arktissommer in fünf Jahren, also um 2013:

Passierte natürlich nicht, daher verschob man den Eis-Untergang medial in den Jahren 2022/23 auf 2030 :

…  worüber sich Henryk Broder schallend lustig machte :

Henryk Broder weist auf eine Weltuntergangserzählung der Presse von 2007 hin, nach der uns nur noch 13 Jahre blieben. Bild von 2020.

Etwas echte Wissenschaft:

Wie sieht die Entwicklung des Eises auf der Nordhalbkugel aus – wird es im Sommer tatsächlich weniger?

Weiter unten ein schöner Vergleich der Eisbedeckung der Arktis über die Jahre von 2007 bis heute. Die Sinuskurve ergibt sich, da die Eis-Ausdehnung am Ende des Winters (März) am größten ist, über den Sommer tüchtig abschmilzt und im September die geringste Ausdehnung hat.

Man beachte die schwarze (2022) und die rote (2023) Linie im Sommer :

NERSC Arctic Sea Ice Observing System
– passive microwave satellite observations of Arctic Sea Ice since 1978. https://iceobs.nersc.no/

… und hier die Daten für Grönland :

Man sieht, in den 90ern verlor die Insel an Eismasse bis etwa 2010, was wegen der natürlichen Erwärmung im 20. Jahrhundert auch zu erwarten war. Seitdem geht es aber wieder mächtig nach oben :

 

Auch die Schneebedeckung auf Grönland steigt an:

 

Chris Frey hatte bereits einen Artikel von Cap Allon übersetzt, in dem die Situation der Frachtschiffe im Norden währebd der „Erderhitzung“ beschrieben wird: Dickes arktisches Eis zwingt russische Schiffe, einen langen Umweg zu fahren. Und das im Frühjahr/ Sommer!

Nebenbei: Auch in der Antarktis wird es kälter :

Hier die Temperatur-Trends verschiedender Stationen auf Antarktika:

und der Eisschild wächst :