Golfstrom-Forscher kritisiert Alarmismus: Klimaschau 174

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Thema der 174. Ausgabe: Golfstromforscher kritisiert Alarmismus




Wissenschaft von EIKE-Referenten – Nicola Scafetta: Auswirkungen von Projektionen der globalen Erwärmung

von AR Göhring

Kommentatoren auf der EIKE-Seite oder unter unseren Youtube-Videos behaupten häufig, wir seien „nur ein eV-Verein“ (wie das PIK übrigens) und „kein Institut“, da wir keine Forschung machten. Deswegen könnten wir beim Klima nicht mitreden, genau wie der Nobelpreisträger John Clauser und andere Physiker wie William Happer, da nur offiziell bestallte Klimatologen wie Rahmstorf oder Quaschning sich ja überhaupt auskennten.

Das sind bekanntermaßen rein taktische Behauptungen und Autoritätsargumente, die die zweifelhaften Klimaforscher („Winkel-CO2„) und ihre zweifelhafte Forschung vor gefährlicher Kritik schützen sollen.

Unser Referent Nicola Scafetta ist Spezialst für die Analyse der Entwicklung der Oberflächentemperaturen auf der Erde. Seine Grundthese: Die Erwärmung im 20. Jahrhundert ist nur zu einem geringen Teil Folge des CO2-Anstiegs in der Luft, sondern hauptsächlich dem städtischen Wärmeinsel-Effekt geschuldet, der stets in wachsenden Siedlungen auftritt.

In seiner neuesten Publikation „Auswirkungen und Risiken „realistischer“ Projektionen der globalen Erwärmung für das 21. Jahrhundert“ in der Fachzeitschrift Geoscience Frontiers (Ausgabe 15/2, März 2024) untersucht Scafetta die Ideen der Klimaforscher vom Weltklimarat IPCC. Die zentralen Punkte:

  • Die Einschätzung des IPCC im Sachstandsbericht AR6 zu den wahrscheinlichen Auswirkungen und Risiken des Klimawandels im 21. Jahrhundert ist höchst unsicher.
  • Die meisten Klimamodelle laufen zu heiß, und die Szenarien SSP3-7.0 und SSP5-8.5 sind unwahrscheinlich.
  • Eine Netto-Null-Emissionspolitik ist nicht erforderlich, da SSP2-4.5 ausreicht, um die Gefahren des Klimawandels auf ein beherrschbares Maß zu begrenzen.

„Die Bewertung des IPCC AR6 zu den Auswirkungen und Risiken der für das 21. Jahrhundert prognostizierten Klimaveränderungen ist sowohl alarmierend als auch zweideutig. Den Computerprojektionen zufolge könnte sich die globale Oberflächentemperatur bis zum Jahr 2100 um 1,3 °C bis 8,0 °C erwärmen, je nach dem für die Simulationen verwendeten globalen Klimamodell (GCM) und dem Szenario des gemeinsamen sozioökonomischen Pfads (SSP).

Die tatsächliche Gefahr des Klimawandels wird als hoch und sehr hoch eingeschätzt, wenn die globale Oberflächentemperatur um mehr als 2,0 °C bzw. 3,0 °C über das vorindustrielle Niveau ansteigt. Jüngste Studien haben jedoch gezeigt, dass eine beträchtliche Anzahl von CMIP6-GCMs „zu heiß“ laufen, weil sie offenbar zu empfindlich auf den Strahlungsantrieb reagieren, und dass die Szenarien mit hohen/extremen Emissionen SSP3-7.0 und SSP5-8.5 abzulehnen sind, weil sie als unwahrscheinlich bzw. sehr unwahrscheinlich eingestuft werden. “

Wer gut englisch spricht, kann sich hier das pdf des Artikels anschauen.




Woher kommt der Strom? regenerativer Knaller

51. Analysewoche 2023 von Rüdiger Stobbe

Die Weihnachtswoche war der regenerative Knaller: An drei Tagen reichte die Stromerzeugung mittels Windkraft, Photovoltaik, Laufwasser und Biomasse stundenweise aus, um den Bedarf Deutschlands zu decken. Am Heiligen Abend war es bis auf die erste Stunde gar der komplette Tag, an dem der Strombedarf regenerativ gedeckt wurde.  Das gab es noch nie. Selbstverständlich musste aus Netzstabilitätsgründen in allen Fällen konventioneller Strom hinzuerzeugt werden, so dass die Strompreise ebenfalls niedrig waren wie noch nie in einer Analysewoche seit dem generellen Strompreisanstieg ab Januar 2021. Wochen, die in der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ auf der Achse seit nunmehr genau fünf Jahren in Sachen Strom und mehr analysiert werden.

Zurück zum Heiligen Abend 2023. Ab 00:00 bis 24:00 Uhr lag der Strompreis bei 0€/MWh oder niedriger, sprich der Preis war negativ. Ab 3:00 Uhr bekamen Windmüller und Solarernter keinerlei Vergütung mehr.  Es kam die Vier-Stundenregel zur Anwendung. Die konventionellen Erzeuger bekommen ihre Produktion hingegen bezahlt. Dient diese doch der Netzstabilität und fallen unter die Rubrik ´Systemkosten`.

Solch eine Stromerzeugungswoche gab es noch nie. Und am Montag ging es weiter. Bis 11:00 Uhr. Dazu mehr in der nächsten Woche. Steht in der letzten Analysewoche des Jahres 2023 ein weiterer Produktionsrekord der „Erneuerbaren“ an, der kaum Geld bringt?

Wochenüberblick

Montag, 18.12.2023 bis Sonntag, 24.12.2023Anteil Wind- und PV-Strom 64,5 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 75,2 Prozent, davon Windstrom 62,8 Prozent, PV-Strom 1,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,6 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 51. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 51. KW 2023: Factsheet KW 51/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 68 Prozent AusbaugradAgora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.

Jahresüberblick 2023 bis zum 24. Dezember 2023 

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 18. Dezember 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 53,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 64,3 Prozent, davon Windstrom 49,7 Prozent, PV-Strom 4,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,3 Prozent.

Die regenerative Stromerzeugung ist stark. Sie erreicht aber bei weitem noch nicht die Bedarfslinie. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 18. Dezember ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 18.12.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Dienstag, 19. Dezember 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 52,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 63,4 Prozent, davon Windstrom 49,7 Prozent, PV-Strom 2,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,9 Prozent.

Wieder starke regenerative Stromerzeugung. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 19. Dezember ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 19.12.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Mittwoch, 20. Dezember 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 61,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 72,0 Prozent, davon Windstrom 60,2 Prozent, PV-Strom 1,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,011,1 Prozent.

Die regenerative Erzeugung zieht nochmals an. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 2o. Dezember ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 20.12.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Donnerstag, 21. Dezember 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 71,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 81,1 Prozent, davon Windstrom 71,1 Prozent, PV-Strom 0,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,4 Prozent.

Von 0:00 bis 6:00 Uhr und ab 22:30 Uhr reicht die regenerative Stromerzeugung zur Bedarfsdeckung „Strom“ aus. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 21. Dezember ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 21.12.2023: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Freitag, 22. Dezember 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 72,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 82,4 Prozent, davon Windstrom 71,3 Prozent, PV-Strom 1,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,0 Prozent.

Ein ähnliches Bild wie gestern. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 22. Dezember ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 22.12.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Samstag, 23. Dezember 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 64,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 77,5 Prozent, davon Windstrom 64,0 Prozent, PV-Strom 0,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 19,7 Prozent.

Die regenerative Stromerzeugung lässt nach. Der Strombedarf ebenfalls.  Es ist Samstag und Heiligabend steht vor der Tür. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 23. Dezember ab 2016.

Daten, Chhttps://r.stromdaten.info/rnmsock8arts, Tabellen & Prognosen zum 23.12.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Sonntag, 24. Dezember 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 73,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 85,2 Prozent, davon Windstrom 73,1 Prozent, PV-Strom 0,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,2 Prozent.

Der Heilige Abend mit wenig Bedarf und praktisch ganztägiger Stromversorgung durch regenerative Kraftwerke. Plus der konventionellen Netzstabilisierung kommt es zum massiven ganztägigen Preisverfall.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 24. Dezember ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 24.12.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Ein gutes, erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2024 wünschen

Rüdiger Stobbe und Peter Hager

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.




Antarktisches Eis stabiler als gedacht – Klimaschau 173

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Thema der 173. Ausgabe: Antarktisches Eis ist stabiler als gedacht




Woher kommt der Strom? zwei Regenerativ-Dellen

50. Analysewoche 2023 von Rüdiger Stobbe

Am Dienstag und am Donnerstag der 50. KW 2023 gab es zwei Regenerativ-Dellen. Diese werden mit einem ´Windbuckelchen` verbunden, welches die Residuallast etwas verringert. Dennoch: Es fehlen am Donnerstag, den 14.12.2023 stundenweise über 60 GW Strom, der fossil erzeugt und ggf. importiert werden muß. Beispiel 8:00 Uhr, kurz vor Sonnenaufgang: Bedarf 64,8 GW. 10,7 GW Strom werden in dieser Stunde regenerativ erzeugt.

Die konventionell-fossile Stromerzeugung lag bei 42,92 GW. Es wurden von unseren Nachbarn noch zusätzlich 7,7 GW in dieser Stunde produziert und Deutschland zum Import zur Verfügung gestellt. Insgesamt standen 61,32 GW Strom zur Verfügung. Benötigt aber wurden um von 8:00 bis 9:00 Uhr 64,8 GW Strom. Die Differenz wurde in jedem Fall erzeugt. Mittels welchem, mittels welcher Energieträger ist nicht nachvollziehbar. Am gewählten Beispiel erkennt man, dass die Datengrundlage, dass die Datenübermittlung von den Stromerzeugern zu den Datenverarbeitern im Gegensatz zur Stromerzeugung nicht zeitgleich ist. Deshalb kommt es zu den statistischen Über- und Mindererzeugungen in den Charts. Erfolgte der Datentransfer praktisch zeitgleich mit der Stromerzeugung im jeweiligen Kraftwerk, wäre die Strom-Erzeugungslinie immer identisch mit der 100%-Bedarfslinie.

Oder sie würde darüber liegen. Der „Darüber-Strom“ ist der Strom, der umgehend exportiert wird, werden muss. Liegt dieser Fall vor, ist das ein Signal für sinkende Preise. Liegt die Eigenerzeugung unter der 100%-Bedarfslinie, wird der fehlende Strom von Deutschland nachgefragt und muss unbedingt importiert werden: Ein Signal für steigende Preise. Preise, die allerdings allen Stromerzeugern in Deutschland zugutekommen. Deshalb wird, wenn es möglich ist ´gerne` Strom importiert. Das steigert den Gewinn aller Player. Zahlen muss ohnehin der Stromkunde. Im Winterhalbjahr sind die Importmöglichkeiten nicht so gut wie im Sommerhalbjahr. Unsere Nachbarn benötigen ihren Strom selbst. Deshalb wird auch nur im Notfall (selten, weil Deutschland genügend eigene, aber wegen der Abschaltungen abnehmende konventionelle Erzeugungskapazitäten besitzt. Deshalb auch die faktische Verschiebung des Kohleausstiegs 2030 durch die Bundesnetzagentur) oder bei noch vorhandenen Erzeugungsüberkapazitäten Strom für Deutschland bereitgestellt.

In der 50. Analysewoche waren im benachbarten Ausland genügend Erzeugungskapazitäten vorhanden, so dass von Dienstag bis Freitag Strom für Deutschland produziert und hochpreisig exportiert werden konnte. Wäre das nicht möglich gewesen, hätte die deutschen konventionellen Kraftwerksbetreiber den Strom selbst produzieren müssen. Egal, wie hoch die Kosten dafür gewesen wären. Der Strompreis an der Börse wäre niedriger gewesen als die echten Importpreise. Deutschland hätte aus Sicherheitsgründen mehr Strom als benötigt erzeugen und den überschüssigen Strom exportieren müssen. Der Montag ist ein feines Beispiel für Stromübererzeugung und Preisverfall. Warum wird zusätzlich zum fast zur Bedarfsdeckung ausreichenden, regenerativ erzeugten Strom noch fossiler Strom konventionell hinzuerzeugt? Das hat Netzstabilitätsgründe. Nur große Generatoren in Gas- oder Kohlekraftwerken, die mit 3.000 Umdrehungen pro Minute laufen, sind in der Lage, die Netzfrequenz bei unabdingbaren 50 Hz zu halten. Gelingt das nicht zu jeder Zeit, kommt es zum gefürchteten Blackout.

Wochenüberblick

Montag, 11.12.2023 bis Sonntag, 17.12.2023Anteil Wind- und PV-Strom 36,7 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 48,4 Prozent, davon Windstrom 34,5 Prozent, PV-Strom 2,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,6 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 50. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 50. KW 2023: Factsheet KW 50/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 68 Prozent AusbaugradAgora-Chart 86 Prozent Ausbaugrad.

Jahresüberblick 2023 bis zum 17. Dezember 2023 

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2

Tagesanalysen 

Was man wissen muß: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 11. Dezember 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 48,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 58,8 Prozent, davon Windstrom 46,4 Prozent, PV-Strom 1,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,8 Prozent.

Bis 3:00 Uhr deckt die regenerative Stromerzeugung den Bedarf. Die zusätzlich notwendige konventionelle Erzeugung lässt den Preis verfallen.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 11. Dezember ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 11.12.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Dienstag, 12. Dezember 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 22,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 34,0 Prozent, davon Windstrom 20,4 Prozent, PV-Strom 1,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,7 Prozent.

Bis zum Abend kaum Wind- und PV-Strom. Importstrom wird benötigt. Alle verdienen gutes Geld.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 12. Dezember ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 12.12.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Mittwoch, 13. Dezember 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 32,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 43,7 Prozent, davon Windstrom 30,9 Prozent, PV-Strom 1,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,0 Prozent.

Trotz des „Windbuckelchens“ wird Strom importiert. Das ´stärkt` den Preis. Der Stromkunde zahlt.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 13. Dezember ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 13.12.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Donnerstag, 14. Dezember 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 13,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 26,0 Prozent, davon Windstrom 11,9 Prozent, PV-Strom 1,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,7 Prozent.

Die zweite ´Delle`. Regenerativ (Wind & Solar) spielt sich nicht viel ab. Der Strompreis.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 14. Dezember ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 14.12.2023: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Freitag, 15. Dezember 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 28,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 40,4 Prozent, davon Windstrom 26,3 Prozent, PV-Strom 1,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,3 Prozent.

Die Windstromerzeugung zieht an und leitet das Wochenendfinish der 50. KW 2023 ein. Der Preis ist noch recht hoch.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 15. Dezember ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 15.12.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Samstag, 16. Dezember 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 53,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 65,0 Prozent, davon Windstrom 50,2 Prozent, PV-Strom 3,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,7 Prozent.

Hohe regenerative Erzeugung trifft auf wenig Bedarf. Der Preis verfällt.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 16. Dezember ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 16.12.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Sonntag, 17. Dezember 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 56,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 67,3 Prozent, davon Windstrom 51,7 Prozent, PV-Strom 4,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,3 Prozent.

Noch weniger Bedarf, noch mehr Stromerzeugung. Der Preis sinkt weiter

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 17. Dezember ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 17.12.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten

Die „Fortschrittskoalition“ und die Stromsteuer

Von einer Senkung der Stromsteuer und damit einer Abmilderung der hohen Strompreise in Deutschland wird schon lange gesprochen. Bereits in der letzten Legislaturperiode hat dies die FDP 2019 in einem Antrag gefordert. Quelle

Der „Fortschrittskoalition“, die Ampel aus SPD, Grünen und FDP gelingt es nur mit Mühe, sich auf eine Senkung der Stromsteuer zur Entlastung der Wirtschaft zu einigen.

Genau genommen wird die Stromsteuer von derzeit 2,05 Cent/kWh in den Jahren 2024 und 2025 auf das EU-Minimum von 0,05 Cent/kWh für das produzierende Gewerbe in Mittelstand und Industrie gesenkt. Ob dies auch ab 2026 noch gelten wird, steht in den Sternen.

Dienstleistungsbetriebe und private Haushalte gehen komplett leer aus. Sie zahlen die bisherige Stromsteuer weiter in voller Höhe.

So geht „Energiewende“ in Deutschland!

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.