Es rollt was auf uns zu! Klimanotstand oder Hysterie? mit Fritz Vahrenholt

Philip Hopf vom HKCM-Kanal sprach schon mit Horst Lüdecke von EIKE. Gerade folgte ein Gespräch mit Fritz Vahrenholt.

In diesem Video spricht Hopf mit Prof. Dr. Fritz Vahrenholt. Klimanotstand oder Hysterie? Klartext Interview mit Prof. Dr. Fritz Vahrenholt.




Woher kommt der Strom? Sonntag brachte viel Wind- und PV-Strom

von Rüdiger Stobbe

30. Analysewoche 2023

Der Sonntag brachte viel Windstrom und viel PV-Strom. Dabei war der Bedarf doch so gering, dass am Nachmittag dieser für kurze Zeit (16:00 Uhr) komplett durch regenerativ erzeugten Strom gedeckt werden konnte. Wegen der netzstabilisierenden fossilen Stromerzeugung, die IMMER erfolgen muss, war viel zu viel Strom im Markt. die Preise stürzten ab. Der Strom wurde von 11:00 bis 17:00 Uhr nicht nur verschenkt, es wurde mehr oder weniger Geld mitgegeben. Höchstbonus um 14:00 Uhr:  46,60€/MWh, das sind in Summe knapp 418.000 € für unsere Nachbarn. In einer Stunde. Zusätzlich zum geschenkten Strom. Das habe ich nicht mal im Jahr (Spaß aus!). Alle weiteren Boni können Sie selbst berechnen: Saldo x 1.000 x Preis.

Der eben vorgestellte Bonus-für- Nachbarn-Sonntag war im Übrigen neben dem Samstag der einzige Tag, an dem nicht durchgehend = mit Unterbrechung Strom von unseren Nachbarn importiert wurde. Von Montag bis Samstagmittag wurde netto laufend Strom importiert. Mit entsprechend hohen Preisen. Import bedeutet Nachfrage. Was wiederum höhere Preise mit sich bringt. Selbstverständlich könnten die deutschen Stromproduzenten den benötigten, den von den Regenerativen nicht gelieferten Strom ohne Weiteres hinzuerzeugen. Das allerdings würde Ressourcen kosten, würde Deutschland anzurechnenden CO2-Ausstoß erhöhen und hätte niedrigere Börsenpreise als den Importstrompreis zur Folge. Das wäre aber wirklich kein gutes Geschäft. Mehr einsetzen (Kohle/Gas) und womöglich weniger verdienen. Das geht nun aber gar nicht. Da macht man lieber auf „grün“, lässt das CO2 im Erzeugerland des Importstroms und verdient sich dumm und krumm. Der Stromkunde zahlt ja. Der Stromkunde zahlt die höchsten Strompreise Europas. Zusammen mit Dänemark. Damit gesellschaftlich nicht alles sofort zusammenbricht, zahlen die Steuerzahler, also auch Stromkunden noch diverse „Preis-Bremsen“.

Wann merken die Bürger, dass sie komplett hinter die sieben Berge unserer Politzwerge mit dem Energiewende-Schneewittchen geführt werden. Spätestens als eine riesige Menge CO2-freier Stromerzeugung durch noch immer höchstmoderne, aber abgeschalteten Kernkraftwerke weggefallen ist, musste doch auch der letzte deutsche Michel merken, dass es nicht um die ´Rettung der Welt vor dem Verbrennen` geht, sondern um das Promoten des klimaindustriellen Komplexes. Beispiel: Um den weggefallenen Strom – geschätzte 30 TWh – der zuletzt abgeschalteten drei Kernkraftwerken durch Windkraftanlagen zu ersetzen, wird diese Anzahl benötigt. Allein, um den Strom aus Kernkraftwerken vor allem im Winter zu ersetzen. Da ist nämlich Schluss mit den Stromgroßimporten aus dem benachbarten Ausland. Unsere Nachbarn benötigen den Strom im Winter selbst.

Wochenanalyse KW 30/2023

Montag, 24.7.2023 bis Sonntag, 30.7.2023Anteil Wind- und PV-Strom 45,5 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 61,3 Prozent, davon Windstrom 27,9 Prozent, PV-Strom 17,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,8 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 30. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 30. KW 2023: Factsheet KW 30/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Jahresüberblick 2023 bis zum 30. Juli 2023

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2Agora 2030Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 24. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 48,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 61,8 Prozent, davon Windstrom 32,4  Prozent, PV-Strom 15,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,7 Prozent.

Für den Sommer reichlich Wind- und wenig PV-Strom. Den ganzen Tag wird Strom importiert. Die Strompreisbildung. Man erkennt: Je mehr Strom Deutschland selbst produziert, um den Bedarf zu decken, desto billiger wird er.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 24. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 24.7.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Dienstag, 25. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 40,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 56,4 Prozent, davon Windstrom 24,0 Prozent, PV-Strom 16,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,8 Prozent.

Weniger Windstrom. Noch immer wenig PV-Strom. Die Strompreisbildung. 

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 25. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum  25.7.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Mittwoch, 26. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 46,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 61,8 Prozent, davon Windstrom 25,9 Prozent, PV-Strom 20,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,8 Prozent.

Wind – und PV-Stromerzeugung ziehen wieder etwas an. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 26. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 26.7.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Donnerstag, 27. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 43,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 59,7 Prozent, davon Windstrom 31,0 Prozent, PV-Strom 12,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,5 Prozent.

Wieder sehr wenig PV-Stromerzeugung. Windstrom gibt es viel. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 27. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 27.7.2023: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Freitag, 28. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 39,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 55,5 Prozent, davon Windstrom 22,0 Prozent, PV-Strom 17,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,4 Prozent.

Die Windstromerzeugung lässt im Verlauf des Tages nach. Die PV-Stromerzeugung ist höher als gestern. Für den Sommer aber dann doch gering. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 28. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 28.7.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Samstag, 29. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 45,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 63,0 Prozent, davon Windstrom 24,3 Prozent, PV-Strom 20,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 17,7 Prozent.

Wind- und PV-Stromerzeugung ´reichen` dank des geringen Bedarfs für einige Stunden zusammen mit der notwendigen fossilen Stromerzeugung aus, um Strom zu exportieren. Mit der Folge des Preisverfalls von 14:00 bis 15:00 Uhr auf unter 20€/MWh.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 29. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 29.7.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Sonntag, 30. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 55,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 70,4 Prozent, davon Windstrom 34,6 Prozent, PV-Strom 20,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,3 Prozent.

Der Tag des Preisdesasters. Um 16:00 Uhr werden 46,6€/MWh den Stromabnehmern anteilig mitgegeben. Alles weitere wurde bereits zu Beginn des Artikels geschrieben. Erwähnt sei nur noch, dass der zuvor mit Bonus verschenkte Strom ab 18:00 Uhr praktisch wieder reimportiert und in der Spitze den Nachbarn mit 88,5€/MWh vergütet wird.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 30. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 30.7.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.




Michael Limburg: Stromversorgung – Schaltet Deutschland sich ab?

Auf dem Kanal von Paul Brandenburg, dem Corona-kritischen Arzt:

„Im Alleingang fast, hat Deutschland seine wichtigsten Stromquellen abgeschaltet: erst heimische Kernkraft, dann russisches Gas. Industrievertreter sprechen bereits von der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen. Ingenieure warnen vor Stromausfällen und unbezahlbaren Rechnungen für die Bürger. Alles Unsinn, behauptet die Regierungspolitik und kündigt an: Unsere Stromversorgung bleibe dank sogenannter „erneuerbarer Energien“ nicht nur sicher sondern werde künftig sogar billiger. Wie erklären sich diese Widersprüche? Wie steht es wirklich um unsere Stromversorgung?

Darüber diskutiere ich mit Michael Limburg, Elektroingenieur und Vizepräsident des Expertenverbandes EIKE e.V.“

Vollversion des Videos:




Das Verschweigen natürlicher Erwärmung – von Fritz Vahrenholt

Im Juli 2023 ist die Abweichung der globalen Temperatur vom 30-jährigen Mittel der satellitengestützten Messungen der University of Alabama (UAH) gegenüber dem Mai sehr deutlich angestiegen. Der Wert beträgt 0,64 Grad Celsius und stellt die zweithöchste Abweichung vom langjährigen Mittel seit 1979 dar. Der für die Messungen verantwortliche Dr. Roy Spencer stellte fest, „daß etwas Seltsames vor sich geht.“ Über mögliche Ursachen hierfür lesen Sie unten mehr.  Der Temperaturanstieg beträgt im Durchschnitt pro Jahrzehnt seit 1979 0,14 Grad Celsius.

 

Der Ausbruch des Hunga-Tonga und das Schweigen der Klimawissenschaftler
Am 15. Januar 2022 ereignete sich die Eruption des unterseeischen Vulkans Hunga-Tonga im Südpazifik nahe dem Tonga-Archipel. 146 Millionen Tonnen  Wasser wurden bis 40 Kilometer in die Stratosphäre hochgeschleudert. Der Wasserdampf, das mit Abstand bestimmende Klimagas unserer Erde, erhöhte sich in der Stratosphäre um 10-15 %.
Nach Angaben der NASA ist die Hunga-Tonga-Explosion die größte bekannte Wassereruption in die Stratosphäre.
Normalerweise schiessen Vulkane wie der Pinatubo Asche und Schwefelverbindungen in die Atmosphäre und führen dadurch zu einer Abkühlung. Der Hunga-Tonga liegt 150 m unter der Wasseroberfläche  und hat daher hauptsächlich Wasser hochkatapultiert. Wasserdampf in der Stratosphäre führt zu einer Temperaturerhöhung. Der Wasserdampf  verteilt sich auf Grund fehlender Windströmungen in der Stratosphäre langsam, so dass die Spitze der Temperaturerhöhung ein bis Jahre nach dem Ereignis, also in diesem Jahr, zu erwarten ist.
Nach Susan Solomon, Stratosphärenphysikerin des US-amerikanischen MIT, wird die globale Temperatur  3-5 Jahre lang um etwa 0,05 °Celsius erhöht. Ebenfalls wird in den nächsten fünf Jahren der Niederschlag auf die Erde vergrössert.
Bei einem durchschnittlichen Anstieg der Temperatur der letzten 40 Jahre von 0,014 ° Celsius pro Jahr wird der Anstieg durch Hunga-Tonga etwa verdoppelt.
Inwieweit die Veränderung der Stratosphäre den Jet-stream und die dadurch entstehenden blockiertem Wetterlagen beeinflusst, wäre eine interessante Aufgabe für unsere Wetterforscher.
Nimmt man hinzu, dass sich im Sommer 2023 ein neuer El-Nino im Pazifik gebildet hat, der üblicherweise die globalen Temperaturen (siehe 1998, 2010, 2016 im obigen Diagramm) um 0,3 bis 0,5°Celsius erhöht, sind die Juni- und Juli- Rekordtemperaturen auf natürliche Weise (ohne CO2) erklärbar.
Stattdessen erwischte uns eine Lauterbachscher Hitzetoten-Erklärung auf Grund des CO2-bedingten Klimawandels. Kein Wort über El Niño oder Hunga – Tonga in den Nachrichtensendungen des öffentlich – rechtlichen Rundfunks. Es hätte wohl das schrille CO2-Narrativ Anfang Juli zu sehr gestört, wenn auf natürliche Ursachen einer Wetterveränderung hingewiesen worden wäre. (Lauterbach: „Der Klimawandel zerstört den Süden Europas. Eine Ära geht zu Ende.„)
Auch über andere Erwärmungsursachen schweigt man lieber
Ich hatte vor knapp zwei Jahren über eine peer-reviewed Veröffentlichung von Hans-Rolf Dübal und mir in Atmosphere über die Erhöhung der globalen Sonnenscheindauer und den Rückgang der Wolken berichtet. Danach ist die Erwärmung der Erde in den letzten 20 Jahren im Wesentlichen auf eine höhere Durchlässigkeit der Wolken für die kurzwellige Sonneneinstrahlung zurückzuführen. Auf Grund der Strahlungsdaten des satellitengestützten CERES-Projekts der NASA konnten wir feststellen, daß die langwellige Rückstrahlung (der sog. Treibhauseffekt) in diesen 20 Jahren nur zu einem geringeren Teil zur Erwärmung beitrug. Zu ähnlichen Ergebnissen kam ein Team der NASA-Forscher um  Norman Loeb.
Eine Diskussion unter Klimawissenschaftlern über dieses überraschende Ergebnis fand noch nicht statt. Nun haben wir – 2 Jahre später- die neuesten Satellitendaten ausgewertet und stellen fest, dass der Rückgang der Wolken anhält und den wesentlichen Teil der Erwärmung ausmacht. Dies gilt auch für Europa. Im Rahmen des Copernicus-Programms der EU wurden die Sonnenscheindauer und die Wolkenbedeckung in Europa  mit folgenden beeindruckenden Ergebnissen ermittelt: Über 250 Sonnenstunden mehr pro Jahr in den letzten Jahren gegenüber den 80er Jahren bleibt nicht ohne Folgen.
Die Temperatur nimmt mit der Sonnenscheindauer zu. Vergleicht man die Sonnenscheindauer mit der Temperaturänderung in Europa, so ist eine sehr große Übereinstimmung feststellbar.
Was sind die Ursachen der Wolkenverdünnung ? Hier kommen im wesentlichen zwei Faktoren in Frage :
1. der Rückgang der Aerosole (Staubpartikel) auf Grund der Luftreinhaltung in den letzten 30 Jahren. Aerosole können die Wolkenbildung begünstigen. Saubere Luft könnte dazu geführt haben, dass die Bildung niederer Wolken zurückgegangen ist.
2. Die seit 1985 festzustellende Erwärmung des Atlantiks auf Grund der atlantischen dekadischen Oszillation (AMO) die in einem 60 – jährigen Zyklus zwischen Wärme – und Kälteperioden schwingt. Die Korrelation ist hoch.
Welchen Anteil an der Erhöhung der Sonnenscheindauer der Rückgang der Aerosole und/oder die zyklische AMO haben, wird sich in den nächsten Jahren herausstellen. Natürlich könnte auch das CO2 über seinen Erwärmungseffekt zum Wolkenrückgang beigetragen haben. Aber auch dann bleibt festzuhalten, dass nicht die Zunahme der durch CO2 bedingten langwelligen Rückstrahlung der wesentliche Grund für die Erwärmung der letzten 20 Jahre war, sondern die Zunahme der direkten Sonneneinstrahlung auf Grund des Rückgangs der Wolkenbedeckung. Warum geben die Klimamodelle, die die politische Debatte prägen, dies nicht zuteffend wieder ?
In Anbetracht der offenen Fragen über den Anteil des CO2 an der Temperaturerhöhung der letzten 20 Jahre muß man über die Rigidität und Rücksichtslosigkeit erschreckt sein, mit der die deutsche und europäische Politik eine Netto-Null- Politik für CO2 im Alleingang betreibt und damit die Zerstörung des Wohlstands in Kauf nimmt.
Politik definiert sich zunehmend als Klimapolitik. Daher tragen Klimaforscher eine hohe Verantwortung in unserem Land, in dem sie wie in kaum einem anderen Land einen hohen politischen Einfluß haben. Dabei wird wenig beachtet, dass Klimaforscher sich auf Grund der medialen Nachfrage aufs dünne Eis gesellschaftpolitischer Ratschläge begeben.
So war in den heißen Tagen des Julianfangs der  Klimaforscher Mojib Latif ständiger Gast auf allen öffentlich-rechtlichen Kanälen. Er meinte darauf hinzuweisen,
Deutschland könnte aber das Nachsehen haben:
China als Beispiel – ist Herrn Latif entgangen, dass Chinas Marktführerschaft bei Solarzellen, Windturbinen, Batterien und Elektroautos, mit denen sie demnächst Europa überschwemmen werden, im Wesentlichen bedingt ist durch die Erzeugung billigen Stroms auf Basis von Kohle und Kernenergie ? Die CO2-Emissionen Chinas steigen dramatisch, die in Europa sinken bei Strafe des wirtschaftlichen Untergangs. Wie wäre es mit der Idee, daß Europa bei den Gütern, bei denen wir im harten Wettbewerb mit China stehen,  die CO2-Emissionen nur insoweit zu reduzieren, wie dies auch China – mit Abstand die größte Exportnation der Erde – zu tun bereit ist? Die Politik in Deutschland hat der Industrie und den Bürgern den Mühlstein der höchsten Strompreise der Welt um den Hals gehängt. Deutsche Industriestrompreise sind dreimal so hoch wie in China auf Grund der hohen europäischen CO2-Zertifikatskosten, des Ausstiegs aus der Kernenergie und des hohen Anteils an Erneuerbaren Energien hierzulande. Wenn dann ein Klimawissenschaftler bemängelt, dass wir nicht so erfolgreich und kostengünstig sind wie China, frage ich mich, wie gut dieser Mann die vier Grundrechenarten beherrscht.



Fehlerhafte Windräder: Siemens schreibt Milliarden-Verluste

von AR Göhring

Siemens Energy teilte kürzlich mit, daß Land-Windturbinen von Gamesa „Qualitätsprobleme“ aufwiesen, die erhebliche Reparaturen mit enormen Kosten zur Folge hätten – satte 1,6 Milliarden Euro!

Die Schäden beträfen „bestimmte Rotorblättern und Hauptlager der 4.X- und 5.X-Plattformen“. Die teuren Reparaturen würden innerhalb der nächsten zwei Jahre fällig. Zwischenzeitlich könnten die betroffenen Windräder aber weiter laufen. Durch den Reparaturbedarf macht Siemens bei vielen Verträgen erheblichen Verlust, wenn die Partner die Anlagen abnehmen.

Um die Verluste einzudämmen, versuche Siemens Energy, die Auslieferung neuer Windturbinen des Typs 5.X um bis zu sieben Monate zu verzögern, wie informierte Quellen mitteilen.

Und damit nicht genug: Wegen höherer Produktionskosten und „Anlaufschwierigkeiten“ im Bereich der Windräder für den Einsatz im Meer kommen weitere 600 Millionen Euro Verluste hinzu. Zusätzlich müssen 700 Millionen Euro wegen aktiver latenter Steuern angeschrieben werden.

Die Nachricht hatte der Wirtschaftsdienst Bloomberg gemeldet.