Ausplünderung der Bürger mit „Klima“: 2024 dreifache Atemluft-Steuer!

zuerst veröffentlicht bei AUF1

Klimarettung, Migration, Kampf gegen rechts, Gender, das alles kostet Milliarden und Billionen Euro für überflüssige Jobs in den NGOs und im Öffentlichen Dienst. Zur Finanzierung werden die Steuern der noch Arbeitenden immer mehr erhöht. Ab Januar 2024: dreifache CO2-Steuer!

Vor der „Atemluftsteuer“ hat der verstorbene Wissenschaftsjournalist Nigel Calder schon in den 1990er Jahren gewarnt:

„Alle Parteien der Industriestaaten, ob rechts oder links, werden die CO2– Erderwärmungstheorie übernehmen. Dies ist eine einmalige Chance, die Luft zum Atmen zu besteuern. Weil sie damit angeblich die Welt vor dem Hitzetod bewahren, erhalten die Politiker dafür auch noch Beifall. Keine Partei wird dieser Versuchung widerstehen.“

Recht hatte er – und den Anfang machte Angela Merkel in Berlin. Da der gierige Profiteurs-Komplex immer mehr anschwillt, wird Deutschland seine Bürger ab Anfang nächsten Jahres mit gleich drei Kohlendioxid-Steuern belegen.

Dreifache Atemluftsteuer

Als erstes müssen die Bürger mehr CO2-Steuer für Erdgas, Öl und Treibstoffe zahlen – dann 40 Euro pro Tonne des freigesetzten angeblichen Giftgases. Ein Liter Benzin oder Diesel wird sich damit sogleich um 10-12 Cent verteuern.

Als zweites kommt die CO2-Maut für Laster. Da fast alle Waren mit LKW auf der Autobahn zum Laden transportiert werden, zahlen die Maut letztlich alle Kunden. Preis: 200 Euro pro Tonne Gas, für den Verbraucher insgesamt rund 7,6 Milliarden Euro pro Jahr

Als drittes, Gruß nach Brüssel, dürfen die Bürger auch noch einen EU-CO2-Zoll bezahlen („Carbon Border Adjustment Mechanism“, CBAM). Er wird für die vermutliche Emissionen bei der Herstellung im Ausland erhoben und gilt für die Industrieprodukte Eisen, Stahl, Zement, Aluminium, Elektrizität, Düngemittel und sogar Wasserstoff.

Atemluftsteuer sinnlos – selbst aus grüner Sicht

Die Klimasteuern werden von den Aktivisten und der Regierung damit begründet, dass das Verhalten der Konsumenten damit in Richtung klimaneutrale Produkte gesteuert werden soll. Ist das realistisch?

Mitnichten – die Atemluftsteuer gilt, wie der satirische Ausdruck deutlich sagt, vor allem für grundsätzliche Bedürfnisse der Bürger. Und trifft somit die untere Hälfte der Bevölkerung, die nur wenig Möglichkeiten hat, zu sparen.

Da zum Beispiel die LKW in der Masse Lebensmittel und Verbrauchsmaterial befördern, und nicht Luxus-Autos und Riesen-Flachbildschirme, werden in der Masse auch Produkte für den täglichen Bedarf teurer – und das trifft stets die kleinen Leute.

Umverteilung von unten nach oben

Gleichzeitig gibt es für die Gering- und Mittelverdiener des Landes keine Klima-Entlastung: „Uns fehlen die Einnahmen“, meinte Kanzler Scholz lapidar in Meseberg.

Warum wohl? Allein die 200 Millionen Euro für den „Kampf gegen Rechts“, die an Akademiker-NGOs gezahlt werden, könnten etlichen Geringverdiener-Familien Luft verschaffen.

Aber die Ampel-Regierung will ihre Klientel versorgen, daher die dreifache Atemluftsteuer.

Dreifach-Atemluftsteuer – der neue „Heizhammer“?

Kritische Medien können fast gar nicht so effektiv bei der Zerstörung der Grünen sein wie die Grünen selbst. Robert Habecks „Heizhammer“ wurde sogar im Sommer-Interview des ZDF mit Kanzler Scholz klar als Versagen gewertet. Kurz vorher hat Habecks Staatssekretär den Bürgern mit seiner Clanwirtschaft gezeigt, wie filzig die angeblich so moralischen Weltretter sind.

Daher wird die 3xCO2-Steuer die Bürger noch mehr zur Opposition treiben.




Woher kommt der Strom? schönes Wetter

von Rüdiger Stobbe

34. Analysewoche 2023

Das schöne Wetter der 33. KW 2023 hält auch in der 34. KW 2023 an. Mit sehr wenig Wind, aber mit viel Sonnenschein bis zum Donnerstagnachmittag konzentriert sich die regenerative Stromerzeugung auf die Zeit, in der die PV-Stromerzeugung liefert. In der Nacht und vor und nach der Sonnenspitze über die Mittagszeit ist die regenerative Stromerzeugung insgesamt gering. Da können auch hohe Tagesdurchschnittswerte nicht drüber hinwegtäuschen. Die Preisentwicklung belegt, dass bei viel Strom- Eigenerzeugung von Strom, die Preise sinken.

Besonders schön sichtbar wird die schwache Windstromerzeugung, wenn man die Charts des Agora Zukunftsmeters heranzieht. Bei einem Ausbaugrad der erneuerbaren Stromerzeugung auf 68% (heute 45%) sähe die 34. Woche so aus. Die Windstromerzeugung ist trotz Zubaus weiterhin sehr gering. Erst ab Donnerstagnachmittag zieht sie an. Dafür lässt die PV-Stromerzeugung nach. An keinem Tag der Woche wird der Bedarf regenerativ gedeckt. Die Residuallast ist so groß, dass an eine Deckung durch Speicherstrom überhaupt nicht zu denken ist. Genau so wenig wird solch eine Menge Importstrom zur Verfügung stehen.  Kurz gesagt: Sollten nicht genügend – noch zu bauende – Reservekraftwerke den notwendigen Strom liefern, gehen in Deutschland die Lichter aus. Wahrscheinlich in Form eines Brownouts, bei dem große Teile des Stromnetzes gezielt abgeschaltet werden.

Angenommen die erneuerbare Stromerzeugung wäre zu 86% Prozent ausgebaut. Auch da ein Blick auf den Chart des Agora-Zukunftsmeters. ´Dank` des massiven Zubaus der PV-Anlagen liegt die regenerative Stromerzeugung zur Mittagsspitze weit über Bedarf. Das hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wegen des Überangebots an Strom sehr niedrige, wenn nicht sogar negative Strompreise zur Folge. Ansonsten liegt die Residuallast – trotz 86% Ausbaugrad der Erneuerbaren – in einem Rahmen, der mit der aktuell installierten Leistung (Gas = 31 GW) nicht gedeckt werden könnte. Der Zubau von Gaskraftwerken ist angedacht, hat aber nicht begonnen.

Von Montag bis Donnerstag ist die Windstromerzeugung niedrig. Das ist auch für beinhart Energiewendegläubige der knallharte Beleg für diesen Sachverhalt: Es können viele, sehr viele und noch mehr Windkraftanlagen installiert sein – Weht kein Wind, weht wenig Wind, dann gibt es keinen oder nur wenig Windstrom. Das gleiche gilt für PV-Anlagen und PV-Strom.

Während Windstromstrommangel ein Sommerproblem ist, bringt der Winter kaum PV-Strom. Auch bei hohen Ausbaugraden nicht. Beispiel 5.12.2022 bis 11.12.2022. In diesem Beispiel liegt die Residuallast in der Spitze bei knapp 80 GW. Auch in der Beispielwoche für den Winter wird es zu Brownouts kommen. Ganz gleich wie stark die Erneuerbaren ausgebaut werden: Über weite Strecken des Jahres wird Strom in erheblichem Umfang fehlen. Dafür gibt es zu anderen Zeiten erheblich zu viel Strom. Es sind aktuell keinerlei Anstalten der Regierung erkennbar, für entsprechenden Ausgleich zu sorgen. Zu sehr sind sie in ihrer Ideologieblase gefangen. Dort herrscht das Mantra: ´Mehr Erneuerbare und alles wird gut`. Nein, das stimmt nicht, wie die Beispiele oben zeigen.

Der Strom, der von Deutschland aktuell in hohem Umfang eingekauft wird, hebt das Preisniveau. Die aktuelle Untersuchungswoche belegt dies. Immer dann, wenn wenig oder gar kein Strom importiert wird, sinkt der Strompreis und umgekehrt. Vor allem die Nachfrage bestimmt neben dem Angebot den Preis. In dem Moment, wenn Deutschland Strom exportieren muss, ist der Preis im Verhältnis immer gering. Ebenfalls niedrige Preise findet man regelmäßig wegen der schwachen, europaweiten Gesamtnachfrage bei gleichbleibendem Angebot in den frühen Morgenstunden. Das gilt auch für Stromimportpreise. Diese sind aber nur im Verhältnis niedrig. Würde von Deutschland weniger Strom importiert, wären auch am frühen Morgen die Strompreise niedriger. Weil das Preisniveau insgesamt tiefer wäre.

Veronika Grimm, unsere Wirtschaftsweise, glaubt, dass Deutschland viel Strom importiert, weil er günstig sei. Dann aber relativiert sie: „Natürlich hat die Abschaltung der Kernkraft die Notwendigkeit von Stromimporten erhöht. Unsere Studie hat letztes Jahr ergeben, dass die Abschaltung eine Preissteigerung von acht bis zwölf Prozent zur Folge haben dürfte und dass sich auch der Preis in den Nachbarländern erhöht.“ Nochmal, auch für Frau Grimm: Als Marktteilnehmer des Europäischen Strommarktes sorgt Deutschland mit der erhöhten Nachfrage dafür, dass der Strom, den es importiert, hochpreisiger ist als selbst erzeugter Strom. Ansonsten ist der Artikel der BZ zum Ausstieg aus der Stromerzeugung per Kernkraft und den dadurch entstehenden Kosten erhellend. Langsam wacht der Medien-Mainstream auf. Die nicht nur wirtschaftliche Talfahrt Deutschlands, die zu einem erheblichen Teil durch die Energiewende verursacht wurde und wird, ist mittlerweile so offensichtlich, dass nur noch ideologisch komplett Verbohrten die Zeichen der Zeit nicht erkennen.

Wochenanalyse KW 34/2023

Montag, 21.8.2023 bis Sonntag, 27.8.2023Anteil Wind- und PV-Strom 28,8 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 43,4 Prozent, davon Windstrom 9,5 Prozent, PV-Strom 19,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,7 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 34. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 34. KW 2023: Factsheet KW 34/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Jahresüberblick 2023 bis zum 27. August 2023

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2Agora 2030Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 21. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 29,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 43,3 Prozent, davon Windstrom 4,0 Prozent, PV-Strom 24,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,3 Prozent.

Kaum Windstrom, viel PV-Strom, viel Importstrom. Die Preisbildung  über den Tag belegt die Nachfrageorientierung. Würde Deutschland mehr Strom selbst produzieren, sänke das Preisniveau. Die fossilen Kraftwerksbetreiber, aber auch die Windmüller und Solarstromernter hätten weniger Ertrag/MWh. Deswegen belässt man es lieber beim Stromimport. Außerdem ist Importstrom rechnerisch CO2-frei. Das CO2 bleibt im Erzeugerland. Ein Gewinn für alle. Außer für den Stromkunden. Der zahlt mit Dänemark die höchsten Strompreise Europas.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 21. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 21.8.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. ImportabhängigkeitenAgora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Dienstag, 22. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 27,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 40,6 Prozent, davon Windstrom 5,4 Prozent, PV-Strom 21,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,5 Prozent.

Etwas mehr Windstrom, etwas weniger PV-Strom, etwas weniger Importstrom. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 22. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 22.8.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Mittwoch, 23. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 27,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 40,7 Prozent, davon Windstrom 4,3 Prozent, PV-Strom 23,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,4 Prozent.

Ein ähnliches Bild wie am gestrigen Dienstag. Über Mittag allerdings wird etwas Strom exportiert, was ein Preistief zur Folge hat.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 23. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 23.8.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Donnerstag, 24. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 25,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 39,0 Prozent, davon Windstrom 6,5 Prozent, PV-Strom 19,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,5 Prozent.

Ab Donnerstagnachmittag zieht die Windstromerzeugung an. Die PV-Stromerzeugung schwächelt noch nicht. Die Preisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 24. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 24.8.2023: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Freitag, 25. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 27,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 41,8 Prozent, davon Windstrom 15,0 Prozent, PV-Strom 12,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,1 Prozent.

Wetterwechsel: Die PV-Stromerzeugung schwächelt stark. Die Windstromerzeugung nimmt zu. Ganztägiger Stromimport ist angesagt. Die Preisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 25. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 25.8.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Samstag, 26. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 37,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,7 Prozent, davon Windstrom 19,1 Prozent, PV-Strom 18,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,9 Prozent.

Wenig Bedarf, starke Eigenerzeugung bezogen auf den Bedarf. Das Preisniveau sinkt. Der Chart.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 26. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 26.8.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Sonntag, 27. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 28,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 48,0 Prozent, davon Windstrom 15,0 Prozent, PV-Strom 13,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 19,9 Prozent.

Die Strom-Eigenerzeugung Deutschlands sinkt im Verhältnis zum Bedarf. Ganztägiger Stromimport ist notwendig. Das Preisniveau steigt wieder etwas an, Der Preis der Eigenerzeugung übersteigt heute sogar den Importstrompreis. Der Chart.

Deutschland, der deutsche Stromkunde, hat in der 34. Analysewoche 2023 145 Mio. € netto an die europäischen Nachbarn für den importierten Strom gezahlt. Die deutschen fossilen Stromerzeuger haben höhere Preise erzielt, als wenn sie den Importstrom selbst erzeugt hätten. Die regenerativen Stromerzeuger profitieren davon. Der CO2-Ausstoß wurde rechnerisch geschönt, weil dasCO2 des Importstroms im Erzeugerland bleibt.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 27. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 27.8.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.




8. September: Ampel-Regierung will Heiz-Hammer unbemerkt durchwinken

Nach der Sommerpause: Am Freitag, den 8. September, will Wirtschaftsminister Habeck seinen vom Verfassungsgericht gestoppten Heizhammer möglichst geräuschlos durchboxen. Schafft er es, droht vielen Hausbesitzern der Ruin.

Der Aiwanger-Affäre sei Dank wurde in den letzten Wochen in den Massenmedien nicht über die bevorstehende Abstimmung zur Nivellierung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), auch „Heizhammer“ genannt, berichtet.

Kein Wunder: Den meist grünen Hofjournalisten wäre es recht, wenn der grüne Irrsinn geräuschlos durchkäme.

CDU-Mann stoppt Durchpeitschen im Juli

Die Ampel hat viel von Merkel gelernt: Unpopuläre oder umstrittene Gesetzesvorhaben, von der die große Mehrheit der Bürger nichts hat (oder Schaden davonträgt), werden möglichst ohne Diskussion flott zur Abstimmung in den Bundestag gebracht und durchgewunken. So geschah es mit der „Ehe für alle“ 2017, nachdem die Gottkanzlerin kurz vorher in einem Interview beschlossen hatte, das jetzt mal zu machen.

Im Juli wollte die Ampel-Regierung es so mit den heftigen Änderungen des seit 2020 bestehenden Gebäudeenergiegesetzes machen.

Der Abgeordnete Thomas Heilmann rief das Bundesverfassungsgericht an, da die Zeit für eine Beratung zu kurz war. Die Richter gaben dem CDU-Mann recht, weswegen die Abstimmung auf die Zeit nach den Ferien verschoben wurde.

Zweitauflage des Durchpeitschens am Freitag

Da im Urlaub nicht diskutiert wurde, kommt das GEG nun ohne jede Änderung und Beratung genau wie im Juli 1:1 wieder auf den Tisch. Die oppositionelle CDU verlangte eine Beratung zunächst im Ausschuss, was in einem typischen Arbeitsparlament wie dem Bundestag auch üblich ist. Nichts da: Die Ampelmänner schafften es, die Abstimmung am Freitag als Tagesordnungspunkt festzulegen. Grund: Bundestagspräsidentin Bärbel Bas hat das Recht, bei Uneinigkeit die Termine festzulegen. Als Argument diente den Amplern, die Opposition hätte im Urlaub die Zeit gehabt, den Gesetzestext zu lesen.

Was passiert, wenn das GEG beschlossen wird?

Eines darf man nicht vergessen: Das Gebäudeenergiegesetz ist ein „1984“-Projekt des letzten Merkel-Kabinettes von 2020, das alle Elemente von Habecks Quasi-Enteignungsmaßnahme schon enthält. Die schwache Unions-Opposition wendet sich vor allem aus taktischen Gründen gegen die höchst unpopuläre Nivellierung – wirklich dagegen sind die CDU/CSU-Apparatschiks nicht. Parteifreundin Ursula von der Leyen brütet als Kommissions-Präsidentin in Brüssel schon die nächste Stufe des Terrors gegen Hausbesitzer aus.

Die für Deutschland vorgesehenen energetischen Effizienzklassen der Häuser sind besonders streng – in den Niederlanden zum Beispiel sind die Grenzwerte für den Verbrauch teils mehr als doppelt so hoch.

Und wessen Immobilie keine Zuordnung in eine „Nieder-Temperatur“-Klasse erhält, darf in Zukunft dämmen, was das Zeug hält und eine Wärmepumpe einbauen.

Rationale Argumente gegen das „Klimagesetz“: egal!

Zwar wurde in den vergangenen Monaten mehr als nur einmal betont, daß Wärmepumpen den knapper werdenden Strom noch knapper (und teurer) werden lassen – wenn das Netz denn durchhält. Aber den Ideologen und faktischen Konzern-Lobbyisten Habeck interessiert das nicht. Auch die Sinnlosigkeit in Bezug auf die CO2-Reduktion ficht den Grünen nicht an.

Medialer Widerstand? Widerstand im Volke?

Über die bevorstehende juristische Etablierung der Haus-Enteignung wird natürlich in den widerständigen Medien wie AUF1, „Tichy“ oder „Achse des Guten“ berichtet. Eine Google-Suche offenbart, dass darüber hinaus nur die „Welt“ berichtet – allerdings mit einem Hammer: Das beauftragte Meinungsforschungsinstitut „Civey“ befragte rund 5.000 Bürger zum geplanten GEG. Ergebnis: Fast drei Viertel sind gegen die geräuschlose Abstimmung und wollen mehr Debatte im Parlament. Auch inhaltlich sind über 60% der Befragten gegen die Neuregelungen, wie Heizungen mit 65% „erneuerbarer“ Energieträger.

Zuerst veröffentlicht bei AUF1




Bestseller-Autor und Jungaktivisten gegen Klima-Panikmache und Greenpeace

zuerst erschienen bei AUF1.info

Die wahnwitzige Desindustrialisierungspolitik der Berliner Ampel-Regierung scheint zu wirken – national wie international. Nur anders als gedacht: Schriftsteller Thomas Brussig kritisiert die panische Klimaberichterstattung, und Jungaktivistengruppe aus Schweden tritt gegen Kernkraftklage von Greenpeace auf.

Der Berliner Bestseller-Autor Thomas Brussig publizierte gerade ein Buch mit dem Titel „Meine Apokalypsen. Warum wir hoffen dürfen“.

Darin kritisiert er bitter, dass die Medien seit den 1970ern mit Ökologie- und Gesundheitsthemen Panik schüren, um mit der „Brechstange und auflagengeil Hingucker“ zu produzieren.

Außerdem erinnert er daran, dass die Weltuntergangsgeschichten erstaunlich widersprüchlich sind: In seiner Schulzeit in den 70ern wurde vor der nahen Eiszeit gewarnt, was praktischerweise vom Jahrhundertwinter 1978/79 „bewiesen“ wurde. Einige Jahre danach war die Eiszeit plötzlich ad acta gelegt, und das Gegenteil wurde gepredigt. So sahen denn auch die Titelbilder der „seriösen“ Zeitungen aus: Mal stand der Kölner Dom in der Nordsee, mal war eine Südseeinsel mit Rieseneisberg daneben zu sehen.

„Arme-Leute-Surrealismus“:

So bezeichnet Brussig die widersprüchlichen Panik-Grafiken der Systempresse und spricht von einer „Fleischtheken-Mentalität“: „Darf‘s ein bissel mehr sein?“ Seltsamerweise kritisiert der erfolgreiche Autor nur die Medien, wie die „von mir sehr geschätzte Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim“, obwohl diese laut ihm unfundiert meint, es drohten „bis zum Ende des Jahrhunderts vier Grad oder mehr“ Erwärmung.

Die Klimaforscher hingegen, die den Panik-Journalisten seit Jahrzehnten die Munition liefern, kritisiert er nicht. Blindheit oder Vorsicht? Im Falle der Vorsicht hätte er allerdings besser die Panik-Forscher kritisiert als die noch mächtigeren Medien.

Klimaaktivisten für Kernkraft

Immerhin durchbricht Brussig das übliche Weltuntergangs-Dogma – ein Anfang. Ähnliches geschieht gerade im europäischen Ausland, wo sich eine internationale klimaaktivistische Organisation namens „RePlanet“ offen gegen den Öko-Konzern „Greenpeace“ stellt.

Mit ihrer Kampagne „Dear Greenpeace“ wollen die jungen Aktivisten in die Klage des Ökokonzerns gegen die EU eingreifen und als Experten im Gerichtsverfahren gehört werden.

Zitat einer Sprecherin: „Greenpeace steckt in der Vergangenheit fest. Es kämpft gegen saubere, CO₂-freie Kernenergie, während die Welt buchstäblich brennt.“

Hintergrund: Ausgerechnet die Kommission der Europäischen Union unter Ursula von der Leyen hatte die moderne Kernkraft als klimafreundlich eingestuft. Greenpeace, in der Beziehung sehr westdeutsch geprägt, wollte sich die grüne Butter nicht vom Brot nehmen lassen und klagt dagegen.

Greenpeace und die Realität

Dem Öko-Konzern geht es dabei wie den deutschen Grünen nicht um wissenschaftliche und technische Tatsachen, sondern eher um Ideologie und das Abstecken der Grenzen der eigenen Macht. Der Kampf gegen Kernkraft gehört bei Greenpeace wie bei der grünen Partei sozusagen zum politischen Erbgut und darf daher nicht aufgegeben werden.

Dabei ist die Contra-Argumentation so veraltet wie falsch: Entgegen den Verlautbarungen der Politiker und ihrer Hofmedien gibt es nicht nur Leichtwasser-Reaktoren, die laufend aktiv gekühlt werden müssen und daher im Falle des Kühltechnik-Ausfalls von Kernschmelze bedroht sind. Neuere Konzepte wie die Brüter oder der Dual-Liquid-Reaktor, in Berlin entwickelt, brauchen keine aktive Wasserkühlung und produzieren auch keine Tonnen von ewig strahlendem Müll mehr.

Nichts Neues: Klimarettung und Kernkraft

Interessant in dem Zusammenhang ist die Tatsache, daß die CO2-Theorie in Europa ausgerechnet durch die „Eiserne Lady“ Margaret Thatcher salonfähig gemacht wurde. Die britische Turbokapitalistin hatte mit ökomarxistischen Ideen natürlich nichts am Hut, wollte aber den Ausbau der britischen Kernkraft gegen die Kohle-Bergbau-Gewerkschaften durchsetzen. Da kam ihr der Unfug mit der Erderwärmungstheorie gerade recht. Leider hatte sie damit den Klimaschwindel begründet.




Klimawandel-Anpassungs-Weltmeister: Klimaschau 161

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende.

Thema der 161. Ausgabe: Krebse und marines Plankton lassen sich nicht stressen